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Indien

Check-in

Indien liegt in Südasien und ist mit 1,2 Milliarden Einwohnern das am zweitstärksten bevölkerte Land der Erde. Trotz des allgegenwärtigen Kastensystems gilt Indien als die größte Demokratie der Erde. Hauptstadt ist Neu-Delhi. Kolkata und Mumbai (früher: Kalkutta und Bombay) sind zwei weitere Metropolen im Land. Ein Urlaub in Indien führt die Gäste oft zu den berühmten Tempelanlagen, an die Strände am Indischen Ozean oder ins Himalaya-Gebirge im Norden.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

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Auch wenn man schon viele Abbildungen gesehen hat: Märchenhaft, wie aus einem Traum erscheint das Taj Mahal, wenn man sich Indiens berühmtestem Bau nähert. Hinter den lang gestreckten Wasserbecken…
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Die Backwaters, das dicht geflochtene Netz aus Kanälen, Seen, Lagunen und 44 Flüssen, machen Alappuzha mit seinen endlosen Palmenhainen zum Ausgangspunkt phantastischer Natureindrücke. Viele Zugvö…

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Auftakt

Entdecken Sie Indien!

Wer nach der Landung die neue Empfangshalle des Flughafens Delhi erstmals betritt, gerät ins Staunen. Unverwechselbar haben die Designer für ein exotisches - indisches - Ambiente gesorgt! Überlebensgroß dominieren auf hohen Podesten zwei Elefanten das Erlebnis der Ankunft - ermunternd nach langem Flug! Und die Ermunterung stimmt gleich auf ein Land ein, das kein Armutsland mehr ist.

Als rückständig und arm ist Indien vom Rest der Welt jahrzehntelang bedauert und abgetan worden, heute diskutieren Wirtschaftsexperten, ob in 30 Jahren China oder Indien den Spitzenplatz bei den am stärksten boomenden Nationen erreichen wird. Die Zahl der indischen Millionäre ist siebenstellig. Mukesh Ambani, einer der rund 40 indischen Milliardäre und einer der reichsten Männer der Welt, kaufte seiner Frau einen Airbus und baute in Mumbai ein privates Hochhaus - nur für seine Familie und Gäste. Der indische Stahlmilliardär Lakshmi Mittal, angeblich sechstreichster Mann der Welt, erwarb den europäischen Arcelor-Konzern und besitzt jetzt den größten Stahlkonzern der Welt.

Der unbestreitbar gigantische ökonomische Sprung nach vorn beeinflusst vorerst kaum das Leben der rund 300 bis 400 Mio. Inder, die unter der Armutsgrenze leben. Aber jeder, der schon vor fünf oder zehn Jahren in Indien gereist ist, spürt die Veränderung: Viele Inder blicken heute zuversichtlich in die Zukunft und freuen sich an den ersten Zeichen neuen Wohlstands

Der Aufschwung zeigt sich auch an besseren Straßen, ersten Autobahnen, an neuen Flughäfen, exklusiven Hotels, hoch komfortablen Resorts und familiär geführten homestays. Außer dem Urlaub an Palmenstränden und den Exkursionen im Kamelsattel finden Ayurvedakuren, Trekkingtouren und Gleitschirmfliegen im Himalaya, Hausbootferien auf den Backwaters von Südindien, Wildwasserfahrten im Gebirge, Reiterferien in Rajasthan oder Fahrten im historischen Luxuszug großes Interesse.

Die Vielfalt der Landschaften ist einzigartig - von den majestätischen Himalaya-Gipfeln über die Wüste Thar bis zu den kilometerlangen, meist noch unverbauten tropischen Stränden. Faszinierend auch, wie eine Milliarde Inder die Lebensformen uralter Kulturen bewahren und gleichzeitig ein enormer Modernitätsschub das Land verändert. In Tempeln und Palästen, Dörfern und Nationalparks erleben Sie das ursprüngliche Indien, in den boomenden Megastädten die Hightechzukunft. Abenteuerlustige finden auf den Lakkadiven-Inseln mit ihren Korallenriffs oder auf den Andamanen auf jeden Fall ihr Traumdomizil. Die indische Tourismusindustrie hat einen neuen Trend ausgerufen: Urlaub auf dem Land. Immerhin gibt es mehr als 500000 Dörfer in Indien. Unverwechselbar indisch sind Meditations- und Yogakurse in einem Ashram. Indien zählt mittlerweile zu den attraktivsten Reisezielen weltweit.

Der wirtschaftliche Aufschwung ermöglicht immer mehr Indern, das eigene Land zu bereisen. Doch die meisten Bürger können von solchem Luxus nur träumen. Im Bundesstaat Bihar haben Misswirtschaft und korrupte Regierungen den Anteil der Armen auf über 40 Prozent steigen lassen. Auch wenn die Armut nicht immer offensichtlich ist, unübersehbar sind die neuen Kaufpaläste der Juweliere, zum Beispiel im südindischen Kerala. So ist Indien das Land mit dem weltweit größten privaten Goldbesitz.

Globetrotter brauchen nicht zu fürchten, dass über alldem das alte, abenteuerbunte Indien verschwunden ist. Das bäuerliche oder ganz im Naturzustand belassene Hinterland zwischen Arabischem Meer und Indischem Ozean, zwischen Himalaya und Cape Comorin an der Südspitze ist immer noch riesig - mit seinen Dschungeln und Steppen, Wüsten und Schneegebirgen. Das Indien der Tiger-, Elefanten- und Leopardenpirsch (mit der Kamera, versteht sich) überdauert ebenso wie das Indien der prächtigen Felsheiligtümer, mittelalterlichen Forts und Maharajapaläste, Hindu-Tempel und Mogulmoscheen.

Das Jahr 1991 ebnete den Weg für Indiens wirtschaftlichen Aufschwung. Indien stand dicht vor dem Staatsbankrott, aber ein kluger Finanzminister bewirkte wichtige Veränderungen im Wirtschaftsrecht und den Abbau von bürokratischen Barrieren. Sein Name: Manmohan Singh. Heute ist er Indiens Ministerpräsident. Indische Unternehmer und ausländische Investoren haben seitdem an Bewegungsfreiheit gewonnen, aber der Kurs auf die Marktwirtschaft wird vorsichtig gesteuert.

Indien ist mit rund 3,3 Mio. km2 Fläche zwar kleiner als Europa oder die USA, aber im Land leben mit rund 1,3 Mrd. Menschen mehr Einwohner als in Europa und den USA zusammen. Vermutlich wird Indien in einigen Jahren noch vor China der bevölkerungsreichste Staat der Erde sein. Asienexperten sehen das Land im Vergleich mit China und Japan als aussichtsreichsten Anwärter auf den Spitzenplatz - zumindest in der Wirtschaft Asiens. An Ideenreichtum, Flexibilität und Sprachkenntnissen sei Indien überlegen, meinen sie. Die Zuwachsraten der indischen Wirtschaft gehören schon jetzt zu den weltweit höchsten.

Aufschwung, Zuwachsraten, wachsende Bevölkerung - das alles hat auch seine Schattenseiten: für Natur, Mensch und Tier. Delhis Grundwasserspiegel z. B. ist in mehreren Stadtteilen auf unter 60 m gesunken (10 m galten bisher als normal). Das städtische Wasseramt lässt die Wasserleitungen nur für wenige Stunden täglich laufen. Doch die Anwohner haben einen Ausweg zum Sparen gefunden, zumindest für die Regenzeiten: das Regenwasser wird gesammelt, filtriert und im Rohrsystem für jedes Haus nochmals filtriert.

Wie lebenswichtig und zugleich wie schwierig die Wasserverteilung im großen Maßstab ist, erweist sich in den Verhandlungen mit China und Pakistan über das Wasser von Indus und Brahmaputra. Diese Konflikte kommen zu den alten mit den beiden Nachbarn hinzu, bei denen Grenzverläufe als Anlass für Kriege herhalten mussten. Davon abgesehen, hat sich die indische Demokratrie zumeist aus den kriegerischen Konflikten herausgehalten. Auch die innenpolitische Stabilität ist für die indische Bevölkerung ein kostbares Gut. In der 1947 eilig geschaffenen Republik Indien leben Menschen von ganz unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe. An Tempeln, Moscheen und Kirchen kann jeder erkennen, dass keineswegs alle Inder Hindu-Gläubige sind. Nicht nur der Hinduismus, auch Jainimus und Sikhismus sind auf indischem Boden entstanden, ebenso der Buddhismus, der in Indien hauptsächlich in Sikkim und Ladakh seine Anhänger hat. Durch kriegerische Eroberung breitete sich schon vor bald tausend Jahren der Islam aus und mit ihm die mittelöstliche Formensprache in Architektur und Ornamentik, die im kaiserlichen Grabmal des Taj Mahal ihren Höhepunkt erreichte. Thomas-Christen leben seit dem 1. Jh. in Indien. Unter der Kolonialherrschaft der Portugiesen, Holländer, Franzosen und Briten kamen immer mehr christliche Gläubige in die Kirchen.

Noch immer schwelt der Konflikt um Kaschmir. Der ist so alt wie die Gründung der Bundesstaaten Indien und Pakistan: Politisch hatte Mohammed Ali Jinnah, langjähriger Präsident der indischen Muslimliga, die Spaltung Indiens durchgesetzt. Unterstützung fand er 1947 bei britischen Diplomaten: die entließen Indien aus ihrer Kolonialherrschaft in die Unabhängigkeit, versuchten aber doch, die künftige Großmacht klein zu halten. Die Vermittlung durch die Vereinten Nationen führte zu einem offensichtlich aussichtslosen Patt. Die politisch und praktisch ungelöste Kaschmirfrage trieb Indien und Pakistan mehrmals in den Krieg.

Im neuen Jahrtausend, das die streitenden Nachbarn als Atommächte begrüßte, ist Kaschmir noch immer auf beiden Seiten militärisch besetzt. Übergriffe wurden jedoch jüngst immer seltener. Die Anschläge in Mumbai von 2008, deren Hintermänner von Pakistan aus die Fäden zogen, trübten das indo-pakistanische Verhältnis aufs neue, bei Redaktionsschluss hatte aber eine neuerliche Annäherung der Regierungen eingesetzt. Für den Tourismus nimmt die Sicherheit in dieser wahrhaft großartigen Landschaft allmählich wieder zu.

Die meisten Inder, die heute inmitten von Kolkata auf das Bronzedenkmal der monumental thronenden Queen Victoria blicken, sind viel zu jung, um noch persönliche Erinnerungen an die Kolonialzeit zu haben. Dass sich die Queen zur "Kaiserin von Indien" krönen ließ, ist für die junge Generation ein Ereignis aus grauer Vorzeit. Aber schon ihre Väter empfanden das Bronzedenkmal der Queen nicht als Provokation. Sie haben die neoklassizistischen oder indosarazenischen Regierungsbauten der Briten in Delhi und Mumbai, die alten Markthallen und Villen der Portugiesen in Goa nicht abgerissen, sondern erhalten, so wie sie auch viel vom britischen Verwaltungs- und Rechtssystem übernommen haben - auch das von den Briten installierte Eisenbahnnetz. Noch sechs Jahrzehnte nach dem Erringen der Unabhängigkeit leben viele Familien portugiesischer Herkunft in Indien, und für Hunderttausende von Briten ist Indien ihr bevorzugtes Urlaubsziel.

Im Gegenzug bevorzugen indische Auswanderer, die in ihrer Heimat keine Arbeit finden, englischsprachige Länder. So ist der Anteil indischer Ärzte im Gesundheitswesen der USA enorm hoch, in manchen Regionen liegt er bei bis zu 40 Prozent. Wer allerdings ohne Englischunterricht auf dem Land aufgewachsen und arbeitslos ist, geht meist in die Golfstaaten. Doch die meisten Inder kehren zurück, sobald es geht. Der wirtschaftliche Aufschwung schafft Arbeit in den rasant wachsenden Städten. So leben die Rückkehrer wieder in der vertrauten Hindu-Gesellschaft - zumeist abseits der touristischen Zentren. Dort stehen in den meisten Wohnungen Hausaltäre mit Götterfiguren, und vor der Haustür zeichnen in ländlichen Gebieten oft noch die Frauen mit Reispulver und bunten Farben kunstfertige Muster auf die Straße - jeden Morgen neu. Bunt und laut werden zu Ehren der Götter die Feste gefeiert, die in Indien zahlreich und kaum überschaubar sind. Von diesem Alltagsleben nehmen Urlauber aus aller Welt allerdings nur wenig wahr.

Ist doch allein die Größe des Landes eine Herausforderung! Seine Ausdehnung vom Himalaya im Norden zur südlichen Landspitze misst 3200 km, die vom Westen nach Osten über 3000 km. Das bedeutet keineswegs Menschenleere: In Indien kommen auf den Quadratkilometer im Durchschnitt mehr Menschen (283) als im dicht besiedelten Deutschland (227). Und der so andere Lebensstandard vieler Inder, der sich in unzureichenden Wohnungen, mangelnder Hygiene und Straßenbettelei zeigt, schockiert die Besucher immer wieder und schreckt viele von einer Reise in das aufregende Land ab. Rasantes Bevölkerungswachstum sowie Landflucht erschweren die Durchsetzung staatlicher Reformen. Existenzbedrohendes Elend entsteht dabei in den Städten unter den Kranken und Behinderten, bei den vielen Analphabeten und anderen ausgebeuteten Hilflosen. Die überwiegende Zahl der Inder lebt zwar sehr einfach, hat aber ein bescheidenes Auskommen, sozialen Rückhalt und den festen Willen zum Aufstieg.

Starke Hoffnungen richten sich auf die Frauen. Millionen von gut ausgebildeten Inderinnen üben einen qualifizierten Beruf aus, z. B. als Lehrerinnen, technische Assistentinnen, Angestellte im IT-Bereich oder in der Textilindustrie. Frauen auf dem Land schaffen sich und ihrer Familie mit kleinen Krediten eine Existenz. Dabei gibt es jedoch zwischen den nördlichen und südlichen Gebieten ein deutliches wirtschaftliches Gefälle. Die Hauptursache ist die bessere Schulbildung im Süden, vor allem in Kerala, die dort auch den Mädchen zugute kommt.

Indien hat Fremdherrschaft und große Not ertragen. Ungebrochen ist dennoch der offene, fast überall freundliche Charakter der Völker Indiens, der sich selbst bei denjenigen, die nicht viel besitzen, in selbstverständlich geübter Gastfreundschaft äußert. Man bietet Tee oder eine Frucht an - und will den Gast ansehen, ihm Gutes tun, selbst wenn man mit ihm augrund der Sprachbarrieren nicht sprechen kann. Die Heiterkeit auf indischen Gesichtern ist schon Grund genug für einen Besuch des Landes. Hinzu kommen der Glanz der kräftigen Farben, die Paläste und Ruinen, Tempelpracht und Affenfrechheit, Urwald und Wüste: Indien ist immer das völlig Unerwartete, das gänzlich Andere. Indien wandelt sich täglich - es lohnt, gerade jetzt dorthin zu fahren.

Praktische Hinweise

Anreise

Flugzeug

Direktflüge von Europa landen in Mumbai oder Delhi (7,5 Std.). Gelegentlich fliegen Chartermaschinen auch Goa im Süden an. Günstige Angebote liegen zwischen 500 und 600 Euro in der Hochsaison im Winter. Ein Linienflug mit der Möglichkeit des Umbuchens ist normalerweise um einige hundert Euro teurer. Vergessen Sie nicht 72 Stunden vor dem Rückflug die reconfirmation Ihres Tickets!

Auskunft

Indisches Fremdenverkehrsamt

Baseler Str. 48 | 60329 Frankfurt | Tel. 069 2429490 | www.india-tourism.de

Bahn

Sehr nützlich ist das Heft "Trains at a Glance" (an Zeitungskiosken am Bahnhof). Es gibt verschiedene Schalter für die 1., 2. und 3. Zugklasse, meist auch extra einen für Touristen sowie speziell für Frauen (Ladies Ticket Office). Viele Informationen finden Sie auf der Website der indischen Bahn (www.indianrail.gov.in), Nicht-Indern werden Onlinebuchungen leider erschwert. Auch wenn angeblich alles ausgebucht ist, kann fragen nicht schaden: Vielleicht ist noch ein Platz der VIP-Quote zu haben oder einer der Touristenquote (am Touristenschalter, wenn vorhanden). Reservieren ist sehr wichtig und für viele Fernzüge obligatorisch. Der Indrail Pass erleichtert die Reservierungen, bietet aber preislich meist keinen großen Vorteil. Er ist in US-Dollar zu bezahlen und kann auch in Europa gekauft werden (Auskunft bei Reisebüros).

Banken & Kreditkarten

Die Rupie ist zur begrenzt konvertierbaren Währung geworden, darf aber weder ein- noch ausgeführt werden. Daher sind Devisen unerlässlich. US-Dollar und Euro werden oft bevorzugt. Beträge im Wert von mehr als 10000 Dollar müssen bei der Einreise deklariert werden (wegen Rücktausch). Nehmen Sie genug Geld oder Kreditkarten (Visa, American Express) mit. Geldautomaten (ATM) sind in den Städten üblich, in der Provinz noch nicht überall. Die Andhra-Bank oder die Bank of Baroda wechseln Geld per Kreditkarte. Die State Bank of India ist eine verlässliche, kommissionsfreie Adresse. Wechseln in großen Hotels geht schneller als in Banken. Akzeptieren Sie keine angerissenen Scheine.

Busse

Mal reist man effizient, mal wird es nervig bis gefährlich: Überlandbusse von staatlichen und privaten Anbietern. "Super Deluxe Video Coach" bedeutet oft Hindi-Pop-Beschallung auf der Fahrt.

Diplomatische Vertretungen

Indische Botschaft in Deutschland, Konsularabteilung

Tiergartenstr. 17 | 10785 Berlin | Tel. 004930 25795611 | www.indischebotschaft.de

Indische Botschaft in Österreich

Kärntnerring 2 | A-1010 Wien | Tel. 00431 5058666

Indische Botschaft in der Schweiz

Kirchenfeldstr. 28 | CH-3005 Bern | Tel. 00413 13511110

Deutsche Botschaft in Indien

P.O. Box 613 | No. 6/50G Shantipath | Chanakyapuri | New Delhi 110021 | Tel. 009111 44199199 | www.new-delhi.diplo.de

Österreichische Botschaft in Indien

Chandragupta Marg | Chanakyapuri | New Delhi 110021 | Tel. 009111 24192700

Schweizer Botschaft in Indien

Nyaya Marg | Chanakyapuri | New Delhi 110021 | Tel. 009111 49959500

Ein- & Ausreise

Ein Touristenvisum ist für eine Indienreise unerlässlich. Es gilt maximal ein Jahr. Visa-Anträge können - je nach Wohnort - bei Büros in Berlin, München, Hamburg und Frankfurt/Main gestellt werden. Die Adressen und die Zuständigkeit der Büros sind auf www.indischebotschaft.de angegeben (darüber gelangen Sie auch zum Visaformular). Dem Antrag müssen der mindestens noch ein Jahr gültige Reisepass und ein biometrisches Passfoto beiliegen.

Eintrittspreise

Eintrittspreise für Museen und archäologische Stätten sind für ausländische Besucher den internationalen - d. h. für Inder unbezahlbaren - Standards angeglichen worden. Sie werden an den Monumenten in Dollar erhoben und betragen meist zwischen ca. 1 bis 6 Euro, in Ausnahmefällen (Taj Mahal!) auch deutlich mehr. In diesem Band werden nur Eintrittspreise genannt, die mehr als ca. 3 Euro betragen.

Gesundheit

In den ersten Tagen ist Vorsicht angebracht: Essen und Trinken nur in guten, sauberen Restaurants (gekochte Speisen, Tee und abgefüllte Markengetränke), Mineralwasser nur aus originalverschlossenen Flaschen. Putzen Sie auch Ihre Zähne mit Mineralwasser, und lassen Sie das sogenannte gefilterte Wasser der Hotels und Restaurants lieber ungenutzt. Trinken Sie viel, mehr als Sie Durst haben! Der Wasserverlust muss in heißer Umgebung ersetzt werden. Gegen den Mineralverlust ist salzige Nahrung zu empfehlen. Gründliche persönliche Hygiene (Händewaschen) ist wichtig. Nach ca. zehn Tagen können Sie etwas großzügiger sein, dann sind auch geschältes Obst und Gemüse verträglich.

Empfohlen werden Impfungen gegen Hepatitis A und B, Typhus, ggf. gegen Cholera und gegen die asiatische Hirnhautentzündung (Japanenzephalitis). Impfschutz gegen Polio und Tetanus sollte ebenfalls bestehen. Vorbeugung gegen Malaria ist dringend anzuraten, wenn Sie in heiße und feuchte Gebiete reisen. Da reichen Moskitonetz und insektenabweisende Einreibung (Repellent) nicht aus.

Gute Kopfbedeckungen gegen Sonnenbrand und Sonnenstich sind sehr wichtig. Nehmen Sie Verbandszeug, Mittel zur Desinfektion kleiner Wunden, gegen Insektenstiche und Sonnenbrand mit und einfache Schmerz- und Erkältungsmittel sowie Mittel gegen Magen-Darm-Störungen. Auch eine steril verpackte Einwegspritze sollte man mitnehmen. Die besseren Hotels nennen Arzt-Adressen, auch wenn man nicht dort wohnt. Es gibt in Indien gute Ärzte, meist mit englischen Sprachkenntnissen. Privatkliniken sind oft besser ausgerüstet als öffentliche Krankenhäuser. Eine Auslandskrankenversicherung ist ein Muss für jeden Reisenden in Indien!

Hotels & Unterkünfte

Zu den Hotelpreisen kommen je nach Bundesstaat unterschiedlich hohe Steuern. Ungezählte Maharajas haben ihre Schlösser und Forts in Hotels verwandelt, und etliche verbinden internationalen Komfort mit dem Ambiente von Tausendundeiner Nacht. Diese Heritage-Hotels sind jedoch keineswegs alle Luxushotels, manche sind deutlich einfacher ausgestattet und preisgünstig. Das Angebot an modernen Mittelklassehotels wächst, z. B. mit den Trident-Hotels der Oberoi-Gruppe und im Süden mit den cgh Earth-Hotels (früher Casino). Billighotels, in denen man für umgerechnet wenige Euro ein Zimmer oder einen Platz im dormitory (Schlafsaal) bekommt, sollte man vorm Buchen in Augenschein nehmen. Empfehlenswerter sind oft die Privatquartiere für paying guests (vor allem in Rajasthan, Vermittlung in den Tourist Offices).

Inlandflüge

Neben Indian Airlines fliegen private Linien wie Jet-Airways und Kingfisher Airline den Betrieb auf innerindischen Strecken. Fluggerät wie in Europa. Buchen Sie am besten Tage vorher, und achten Sie auf die reconfirmation vor Rückflügen. Es werden "Discover India Ticket" für 21 oder "India Wonderfares" für 7 Tage angeboten. Verspätungen sind viel seltener geworden.

Internet

www.tourism.gov.in: Website der Zentralregierung mit Links zu den Tourismusdirektionen

www.tourism-of-india.com, www.indianvisit.com, www.indianetzone.com: Infos zu Hotels, Sehenswertes, Kultur, Flüge

www.info4india.com: Reiseagenturen

www.theluxurytrains.com: Indiens Luxuszüge

Internetcafés & Wlan

Internet- und Cybercenter gibt es zahlreiche. Sie sind sehr preiswert, aber die Rechner oft langsam, die Kabinen winzig und Stromausfälle häufig. Alternative: große Hotels oder Reiseagenturen. WLAN - in Indien heißt es Wi-Fi - gibt es noch immer nur vereinzelt. Manche Flughäfen und Bahnhöfe bieten kostenfreie Hotspots, oft wird ein Mobiltelefon zur Registrierung benötigt. In den großen und größeren Hotels ist die Nutzung sehr teuer (ca. 5 Euro pro halbe Stunde). In den Internetcafés wird WLAN selten angeboten und ist dann oft sehr unzuverlässig.

Kleidung

Bestens ausgerüstet sind Sie mit leichter, nicht zu eng geschnittener Kleidung aus Baumwolle oder aus modernen Kunststofffasern. Wegen der Klimaanlagen und in kühleren Regionen (in den Wintermonaten) brauchen Sie zudem Pullover.

Klima & Reisezeit

Nur Südindien hat tropisches Klima, Nordindien liegt im subtropischen Bereich, der Himalaya hat alpines Klima, wie bei uns zu Hause - nur heißer im Sommer und schneereicher im Winter. Im Westen (Rajasthan) ist es schon im April mittags glühend heiß, doch nachts sehr kalt. Der Monsun beginnt im Juni mit heftigem Regen in Südindien, rückt Woche um Woche langsam nach Norden. Im Oktober wird es trocken und kühler, und im Himalaya setzt frostiger Winter ein. Auf dem Subkontinent ist von Oktober bis März die beste Reisezeit.

Mietwagen

Es ist üblich, Mietwagen mit Fahrern zu nehmen, weil der Verkehr fast jeden Touristen überfordert. Verlässliche indische Agenturen bieten gute Leistung zu sehr günstigen Preisen, auf dem Lande bereits ab etwa 15 Euro, in den Großstädten mit Verhandlungsgeschick ab etwa 50 Euro pro Tag und 200 km, alles inklusive. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Fahrer Englisch spricht, und lassen Sie sich eine Agentur empfehlen!

Öffnungszeiten

Tempel, Museen, Geschäfte und Büros werden zwischen 8 und 10 Uhr geöffnet. Die Mittagsruhe dauert zwischen 12 und 13 Uhr bis 16 oder 17 Uhr. Museen, die nachmittags öffnen, können Sie schon ab 13 oder 14 Uhr und bis 16 oder 17 Uhr besuchen. Tempel haben meist bis Sonnenuntergang, Läden oft bis 20 Uhr oder länger offen. Einige Restaurants öffnen gegen Mittag und schließen nachmittags für einige Stunden. Viele sind aber von morgens bis in die Nacht für ihre Gäste geöffnet.

Post

Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-17, Sa 10-13 Uhr, Hauptpostämter oft rund um die Uhr. Post nach Europa ist ca. eine Woche (von Großstädten) bis einige Monate unterwegs.

Sicherheit

Touristen werden in Indien nur selten Opfer von kriminellen Angriffen. Trotzdem sollte man vorsichtig sein. Gegen Diebstahl schützt man sein Geld am besten in einem Geldgürtel, der unter der Kleidung nicht sichtbar ist und den man auch bei Nachtfahrten in der Bahn und ähnlichen unkontrollierbaren Situationen nicht ablegt. Es ist auch besser, nicht zu zeigen, was man bei sich trägt an kostbaren Dingen, z. B. Geldscheinbündel, teure elektronische Geräte oder Schmuck und Markenkleidung. Bescheidenes Auftreten ist immer angebracht. In guten Hotels ist der Hotelsafe der richtige Aufbewahrungsort. Zu den Wertsachen gehören außer Geld der Pass mit Visum und Reiseschecks. Am besten Fotokopie machen. Absolute Vorsicht ist angezeigt, wenn zweifelhafte Angebote zum Drogenkonsum, Kauf oder Transport gemacht werden. Die Kontrollen sind genau, die Strafen drakonisch (mindestes mehrjährige Haft). Es kann gefährlich sein, unterwegs in der Eisenbahn von Fremden Essen oder Trinken anzunehmen - die Behörden warnen vor Betäubungsmitteln, nach dem Tiefschlaf fehlen dem Opfer dann Gepäck und Wertsachen.

Taxi

Normal ist neben dem Pkw-Taxi die dreirädrige Autorikscha, auch Threewheeler genannt. Wenn kein Taxameter läuft, sollten Sie den Preis vor Fahrtbeginn aushandeln.

Telefon & Handy

Telefonieren, auch ins Ausland, können Sie am besten von den privaten Telefonagenturen aus, die es in Städten und größeren Dörfern gibt (PCO-STD-ISD). Telefonnummern ändern sich wegen des größer werdenden Netzes ständig. Vorwahl von Indien nach Deutschland: 0049, nach Österreich 0043, Schweiz 0041. Vorwahl von Deutschland nach Indien: 0091. Europäische Handys funktionieren auch in Indien und können preisgünstig mit der Prepaid-Karte eines indischen Netzbetreibers ausgestattet werden - für ca. 3 Euro. Günstig sind SMS. Hohe Kosten kann die Abfrage der Mailbox verursachen: noch zu Hause abschalten!

Trinkgeld

Viele Angestellte sind auf Trinkgelder angewiesen: für einfache Dienste ist ein tip von umgerechnet 50 Cent in Indien üblich.

Zeit

Im Winter ist es 4,5 Stunden später als in Deutschland, während der Sommerzeit sind es nur 3,5 Stunden.

Zoll

Bei der Einreise sind alle persönlichen Gegenstände zollfrei, für Personen über 17 Jahre außerdem 200 Zigaretten (oder 250 g Tabak), eine angemessene Menge Parfüm und 2 l Alkohol über 22 Prozent. Waren bis zum Wert von 250 Euro dürfen eingeführt werden. Die Ausfuhr von Gegenständen, die älter als 100 Jahre sind, ist nicht erlaubt! Nach Deutschland dürfen Sie als volljähriger Flugreisender Folgendes einführen: Waren im Wert von 430 Euro, 200 Zigaretten und 1 l Spirituosen.

Events, Feste & mehr

Feste und Veranstaltungen

Januar

Pongal (Makar Sankranti) - Das Erntefest wird in ganz Indien, vor allem in Tamil Nadu, Karnataka und Andhra Pradesh, drei Tage lang gefeiert. Frisch geernteter Reis wird mit Zucker, Milch und dal aufgekocht. Auch das geschmückte Vieh darf kosten.

Februar/März

Desert Fair Festival, Jaisalmer - Dreitägiges Wüstenfest mit Kamelpolo, Akrobaten und Schwerttanz, ganz umsonst

Vasant Panchami - Frühlingsfest mit Gesang und Tanz, vor allem in Ostindien.

Shivrati - Zur Erinnerung an Shivas kosmischen Tanz, mit nächtelanger Musik und Gesängen, prächtig in Mumbai und Khajuraho

Holi - Indiens buntestes Fest: Zur Frühlingsfeier bespritzt man einander freundschaftlich mit gefärbtem Wasser (vor allem in Nordindien)

April

Gangaur Festival - Fest der Frauen. Zu Ehren Parvatis, der Begleiterin Shivas, beten unverheiratete Mädchen, dass sie den Richtigen finden, Verheiratete fasten für eine gute Ehe. Das Fest beginnt am Tag nach Holi und dauert 18 Tage, gefeiert wird in ganz Rajasthan. Die Gauri-Prozession in Jaipur ist prächtig

Juli/August

Teej - In Rajasthan werden Schaukeln an Bäumen befestigt, auf denen sich junge Frauen schwingen. Das soll den Monsun anlocken. Auch Elefantenprozessionen

August/September

Onam - Farbenprächtiges Kerala-Fest mit Schlangenbootrennen, Elefantenprozessionen und Tanz

Ganesh Chaturthi - Gefeiert wird in ganz Indien, besonders aber in Maharashtra, mit Feuerwerk und Ganesh-Lehmstatuen, die in einem Gewässer versenkt werden

Jammashtami - Krishnas Geburtstag, gefeiert wird vielerorts, besonders in Agra, Mumbai, Mathura und in Vrindaban

September/Oktober

Dussehra/Durga Puja - Knallbunte Götter- und Dämonenstatuen aus Pappmaché werden am Ende des neun- bis zehntägigen Festes verbrannt oder im Wasser versenkt. Vor allem in Bengalen wird die mächtige Durga in vielen Gestalten als Siegesgöttin verehrt

Oktober/November

Muharram - Vor allem in Hyderabad und Lucknow gedenken die Schiiten mit Umzügen und geschmückten Nachbildungen des Grabmals des gewaltsamen Todes Hussains, des Enkels Mohammeds

November/Dezember

Deepawali (Diwali) - Mehrtägiges Familien- und Lichterfest zu Ehren Ramas, der aus dem Exil heimkehrte, außerdem Hindu-Neujahr. Schwestern malen Brüdern ein tikka (Zeichen der Verehrung) auf die Stirn

Pushkar Fair - Riesiger Kamel- und Rindermarkt in Pushkar/Rajasthan, Kamelrennen

Id-ul-Fitr - Für Muslime das Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan.

Nanak Jayanti - Geburtsfest des Gründers der Sikh-Religion Guru Nanak. Die Sikhs feiern mit Umzügen und der Darbietung ihres heiligen Buches Granth Sahib sowie vielstündigen Rezitationen.

Christmas - 25. Dez.: Weihnachtsbäume, vor allem in Mumbai, Goa, Tamil Nadu und Kerala.

Bloss nicht

Gegen Reinheitsgebote verstoßen

Schuhe beim Betreten religiöser Orte anzubehalten, ist ein Reinheitsverstoß. Auch wenn der Gastgeber in einem indischen Haus die Schuhe auszieht, tun Sie es ihm nach!

Alles fotografieren

Nicht alles, was bunt und bizarr ist, darf einfach fotografiert werden. Privatpersonen erwarten, dass man um Einverständnis bittet. Im Allerheiligsten von Tempeln und bei Leichenverbrennungen ist Fotografieren absolut tabu.

Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit

Küssen, Arm in Arm gehen und andere Zärtlichkeiten sind außerhalb von Privatzimmern unerwünscht und gelten als anstößig. Auch Nacktbaden wird nicht toleriert. An den Stränden kontrolliert die Polizei (in Zivilkleidung!).

Sich von jedem (an-)führen lassen

Gehen Sie nicht auf Angebote ein, sich zum preisgünstigen Laden des Onkels, Bruders oder eines anderen Verwandten führen zu lassen. Der Käufer bezahlt die Schleppergebühr (commission) mit! Auch ist nicht jeder, der sich als guide anbietet, qualifiziert. Zumindest seine englische Aussprache sollte einwandfrei verständlich sein. (Manche Führer sprechen auch Deutsch.) Handeln Sie das Honorar vor der Führung aus!

Milde Gaben geben

Bettelnden Kindern niemals Geld geben, man fördert sonst die gewerbsmäßige Ausnutzung der Bettelei. Stattdessen etwas zu essen, Schreibstifte oder auch Seife schenken.

Missverständnisse aufkommen lassen

Touristinnen sollten nicht mit fremden Indern flirten, wenn sie nicht wollen, dass Freundlichkeit als Aufforderung zu mehr verstanden wird. Männer fragen andere Männer nach dem Weg o. ä., wenden sich jedoch niemals an fremde Frauen (das gilt auch umgekehrt).

Sich Drogen andrehen lassen

Die indischen Behörden kennen kein Erbarmen mit Dealern und Usern, und indische Gefängnisse sind schrecklich. Auch der Konsum oder der Besitz von Cannabis ist illegal und kann schnell bis zu sechs Monate Haft zur Folge haben. Alkohol ist zwar legal, aber Betrunkene werden unter Umständen festgenommen und können nicht mit Verständnis rechnen.

Nackte Füße hochlegen

Zwar sind in Indien nackte Füße üblich, aber wenn Sie sie auf eine Bank oder einen Tisch hochlegen, gilt das als ein Verstoß gegen die guten Sitten. Besonders schlimm ist der Tabubruch, wenn die Füße auf ein Götterbild oder die indische Fahne weisen.

Bücher & Filme

Der Gott der kleinen Dinge (1997)

Roman einer Familiengeschichte, mit dem Arundati Roy weltberühmt wurde. Die Schauplätze in Kerala geben einen authentischen Einblick in das alltägliche ländliche Leben - samt der Schatten der Kasten-Vorschriften

Indien - Küche und Kultur (2005)

Kundiger Einblick in die Küchen Indiens; attraktiv fotografiert. Spezialthemen zu Kochtechnik und -geräten, Tischsitten, Esskultur, Grundrezepten und Festessen

Gottes kleiner Krieger (2006)

Hochaktuell: Der in Mumbai lebende Autor Kiran Nagarkar schreibt in seinem tragikomischen Roman über einen fundamentalistischen Fanatiker

Eine Prinzessin erinnert sich (1996)

Wie keine andere Frau setzte Gayatri Devi, die Maharani von Jaipur, bis in ihr neuntes Lebensjahrzehnt ihre Ideen für das neue Indien durch, rettete die Pink City, wurde ins indische Parlament gewählt. Ein Erinnerungsbuch - spannend bis zur letzten Seite

Lagaan (2001)

Oscarnominierter Film. Im Mittelpunkt steht ein indisches Dorf zur Zeit der britischen Kolonialherrschaft, dessen Bewohner Kricket lernen, um die Steuerlast durch eine Wette loszuwerden

My Name is Khan (2010)

Die Bollywood-Superstars beweisen virtuos die Elastizität indischer Filmplots. Von einer romantischen Komödie zum tragischen Melodram changierend

Slumdog Millionaire (2008)

Geschichte des in einem Slum aufgewachsenen Jamal Malik, der im Fernsehquiz Millionen gewinnt. Romantisch, spannend und mit viel Humor erzählt, ohne unglaubwürdig zu werden. 8 Oscars!

21-30 °C
10 h/Tag
26 °C

Fakten

Einwohner 1.326.093.247
Fläche 3.287.263 km²
Sprache Hindi
Währung Indische Rupie
Strom 230 V, 50 Hz
Regierungssystem Parlamentarische Bundesrepublik
Hauptstadt Neu-Delhi
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 08:39 Uhr
Zeitverschiebung 4 ½ h (zu MEZ)

Anreise

7h 20min
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