
Reiseführer Türkische Südküste

Sanddünen, so weit das Auge reicht. Am Strand von Patara ist kein Ende in Sicht. Kilometerlang zieht sich der feine Sand am Wasser entlang, und die Dünen reichen noch Hunderte Meter ins Hinterland. Und auch dahinter kommen noch keine lärmenden Straßen, sondern erst einmal die letzten steinernen Spuren des antiken Patara. Diese Mischung aus Strand, Antike und den schneebedeckten Taurusbergen im Hintergrund macht den Zauber der türkischen Mittelmeerküste aus.
Antalya zwischen Sandstränden und Steilküsten
Über 600 km ziehen sich die Berge immer in Sichtweite des Meeres von der westlichen Ägäis bis an den östlichen Rand des Mittelmeers. Der vorgelagerte Küstenstreifen – mal so schmal, dass die Berge fast ins Meer rutschen, mal etliche Kilometer breit – gehört mit einsamen Stränden, malerischen Städtchen, kulturellen Highlights und quirligen Touristenzentren zu den abwechslungsreichsten Urlaubslandschaften des gesamten Mittelmeers. Das Zentrum dieser Urlaubsregion ist Antalya. Die Stadt hat sich in schwindelerregendem Tempo von einem geruhsamen Küstenstädtchen zu einer Tourismusmetropole entwickelt. Obwohl viel gebaut wurde, ist es gelungen, den charmanten Kern der Stadt behutsam zu restaurieren und in seinem ursprünglichen Charakter zu erhalten. Antalya ist ein guter Ausgangspunkt, um sowohl die breiten Badestrände im Osten als auch die felsigen, romantischen Steilküsten mit ihren kleineren Badebuchten im Westen zu erkunden.
Die Riviera alla turca
Fährt man von Antalya aus nach Osten, erreicht man am Stadtrand einen großen Sandstrand, der den Beginn der „Türkischen Riviera“ markiert. An diesem Küstenabschnitt zwischen Antalya und Alanya verbringen die meisten deutschen Urlauber ihre Ferien. Von All-inclusive-Anlagen mit riesigen Golfplätzen über kleine Hotels in historischen Orten wie Side bis zu Campingplätzen und Pensionen in Manavgat ist die touristische Infrastruktur hier auf dem neuesten Stand. Berühmte historische Stätten wie das Amphitheater Aspendos oder die Burgruinen in Termessos runden das Bild der Türkischen Riviera ab. Alanya, die nach Antalya zweitgrößte Stadt an diesem Küstenabschnitt, ist schon fast zu einer Art deutscher Provinz geworden. In dem im Jahresmittel wärmsten Ort am östlichen Mittelmeer haben sich so viele Deutsche niedergelassen, dass Alanya bereits wie die türkische Entsprechung zu Mallorca erscheint. Wer dagegen weiter nach Osten fährt, erreicht schnell Orte, die vom Tourismus noch fast unberührt sind. Die Küste wird hier steiler, die breiten Strände seltener und Obstplantagen ersetzen Hotelkästen. Hier leben die Küstenbewohner noch mehr von der Landwirtschaft als vom Tourismus. In Anamur erreicht die Küste ihren südlichsten Punkt, dahinter öffnet sich die riesige Bucht von Adana, die wegen einer starken Industrialisierung für Urlauber ungeeignet ist. Erst am Ende der Bucht, kurz vor der syrischen Grenze, wird es wieder interessant. Das türkische Antakya ist das Antiocheia der Bibel, wo Apostel Petrus die erste große christliche Gemeinde gründete.
Geschichte
800 v. Chr.
Beginn der griechischen Kolonisation an der Küste
2.Jh. v. Chr.–2.Jh. n. Chr.
Blütezeit der griechischen Städte und Siedlungen
330 n. Chr.
Die Römer übernehmen; Byzanz wird ihre Hauptstadt
1307
Gründung des Osmanischen Reiches
1923
Mustafa Kemal gründet die Türkische Republik
1945–50
Einführung des Mehrparteiensystems; Beitritt zur Nato
1980–2000
Tourismusboom setzt ein; Bau erster Massenunterkünfte
2013
Mit den „Gezi-Protesten“ zeigt die Opposition ihre Stärke gegen die Konservativen
2014
Erdoğan wird Staatspräsident
2016
Nach einem Putschversuch folgen zwei Jahre Ausnahmezustand
2019
Laut EU-Kommission gibt es kaum noch eine Chance für einen EU-Beitritt der Türkei
2025
Nach Assads Fall kehren erste Flüchtlinge aus der Südosttürkei nach Syrien zurück
Paradies für Individualreisende
Westlich von Antalya gibt es schon wenige Kilometer hinter der Stadt die spektakulärste landschaftliche Kulisse des östlichen Mittelmeers zu bewundern. Hier fallen die Taurusberge aus bis zu 3000 m Höhe fast senkrecht ins Meer, die Küste ist in viele Buchten zergliedert, die von Sandstränden über Kiesel und Klippen alles bieten. Zu Beginn der Strecke kommen rund um Kemer noch einmal viele Clubanlagen, dahinter beginnt das Paradies für Individualreisende. Einsame Buchten in Olympos, zauberhafte Pensionen in Kaş, die weiten Strände von Patara: Die lykische Küste ist ein Traum für alle, die sich auf Entdeckungsreise machen wollen. Mit Fethiye, Marmaris und Bodrum erreicht man dann die nach Antalya bekanntesten Tourismuszentren der Türkei. Ölüdeniz, eine der herrlichsten Buchten des Mittelmeers bei Fethiye, die Felsgräber und Schilfwälder von Dalyan, das Segelparadies in der Gökova-Bucht und die Mandelhaine auf der Datça-Halbinsel: Der Westzipfel der Küste hat Überraschungen zu bieten, die weit über den spektakulären Paragliding-Sprung vom Babadağ und den bestausgebauten Segelhafen des östlichen Mittelmeers in Marmaris hinausgehen. Mit die schönste Art und Weise, die Südküste zu erleben, ist ein Trip mit einem der großen Holzboote, den „gulets“. Die „Blaue Reise“, wie diese Bootstouren entlang der Küste genannt werden, ist Entspannung pur. Ganz nebenbei entdeckt man aber auch Buchten und Küstenabschnitte, die nach wie vor von Land aus nur schwer erreichbar sind, weil es weder Straßen noch befahrbare Feldwege gibt.
Überwintern erwünscht
Die Saison geht an der Südküste von April bis November. Selbst in den Wintermonaten wird es kaum kälter als 10 Grad, allerdings kann es von Dezember bis März ab und zu regnen. Oft wird es im Februar schon so warm, dass die Hotels ihre Pools öffnen. Sie machen besonders günstige Angebote für Urlauber, die in Suiten oder Apartments mit Kochnische überwintern wollen. Von Mai bis September gibt es Sonne pur, im Juli/August können die Temperaturen auf 40 Grad ansteigen. Meist sorgt eine Brise dafür, dass es trotzdem angenehm bleibt. Die türkische Tourismusindustrie hat in den letzten Jahren viel dafür getan, dass die Südküste nicht nur für den klassischen Strandurlaub, sondern auch für Kulturreisende und Winterurlauber interessant wird. Viele antike Stätten sind heute besser gepflegt als noch vor einigen Jahren und damit auch besser zugänglich. Mit Sportanlagen, Fahrradstreifen und Wanderwegen werden Aktivurlauber angelockt, die gerade nicht die heißen Sommermonate bevorzugen. Alles in allem ist man hier ein gern gesehener Gast, auf dessen Zufriedenheit noch großer Wert gelegt wird.
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MARCO POLO Reiseführer
Türkische Südküste
Buch, 9. Auflage · 17.95 €Urlaub zwischen Sandstränden und Steilküsten: Mit dem MARCO POLO Reiseführer an die türkische Südküste Im Vordergrund feiner Sandstrand, antike Tempel und im Hintergrund schneebedeckte Berge: Die türkische Mittelmeerküste sieht nicht nur aus wie das perfekte Postkartenidyll, sie ist es auch! Mit dem MARCO POLO Reiseführer findest du die besten Spots und Unternehmungen zwischen Marmaris und Antakya und stellst dir genau das Reiseprogramm zusammen, auf das du Lust hast.
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Die Südküste der Türkei ist wie gemacht für Rucksacktouristen und Individualisten. Schon wenige Kilometer außerhalb der großen Städte liegt dir die spektakuläre Landschaft zu Füßen und wartet darauf, von dir erwandert, erklettert oder geradelt zu werden. Abends kannst du am Meer entspannen, gemütlich die Promenade entlangschlendern oder dich beim Wellness im Hamam verwöhnen lassen. Verbringe deinen Urlaub so, wie du es am liebsten hast – mit dem MARCO POLO Reiseführer für die türkische Südküste!
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