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Auf den Philippinen hast du vor allem eins: die Qual der Wahl. Der zweitgrößte Archipel der Welt bietet wunderschöne Strände zum Sonnenbaden, exzellente Tauchgründe, Abenteuertouren durch den Dschungel oder Trekking in den Reisterrassen der Bergvölker. Wofür du dich auch entscheidest, stets wirst du mit einem strahlenden Lächeln begrüßt.
Orient trifft Okzident
In kaum einem Land Asiens triffst du auf eine größere Vielfalt kultureller Einflüsse als hier: Die Filipinos sind malaiischen Ursprungs, haben spanische oder chinesische Nachnamen und sprechen Englisch, das neben Tagalog die zweite offizielle Landessprache ist. Die westliche Prägung ist unverkennbar. Viele Einkaufszentren könnten auch in Berlin oder Frankfurt stehen, gut 90 Prozent der Bevölkerung sind Christen, und in der Begeisterung für Burger und Basketball spiegelt sich amerikanische Lebensart wider. 333 Jahre spanische Kolonialherrschaft, vor allem aber fast 50 Jahre Besatzung durch die USA haben dem Inselstaat ihren Stempel aufgedrückt. Die häufig kritisierte Amerikanisierung der Filipinos macht ihre Heimat zum idealen Einstiegsland für Asienreisende. Es sind kaum Sprachbarrieren zu überwinden, der Kulturschock fällt weniger hart aus als in anderen Ländern des Kontinents. Besucher rennen auf den Philippinen buchstäblich offene Türen ein. Mabuhay ist mehr als nur ein Willkommensgruß. Er drückt auch aus: „Wir freuen uns, dass du gekommen bist.“
Naturhighlights: Regenwälder & Reisterrassen
Die Natürlichkeit und Freundlichkeit der Filipinos sind sicher Gründe, warum Reisende sich in den 7107 Inseln umfassenden Archipel verlieben und immer wieder kommen – oder für immer bleiben. Der Reichtum an Naturschönheiten ist die andere Trumpfkarte. Der Regenwald auf Palawan lädt zum Trekking ein, das Apo Reef und das Tubbataha Reef gehören zu den weltweit besten Tauchrevieren, die Reisterrassen der Cordillera Central werden als achtes Weltwunder gerühmt, viele Traumstrände ziehen Sonnenhungrige an. Wer mehrere Stationen verbinden will, wird das problemlos bewältigen. Das inländische Flugnetz ist gut ausgebaut, Schiffe fahren selbst zur kleinsten Insel. In der Nebensaison können sich Touristen fast wie Robinson Crusoe fühlen, volle Strände gibt es aber auch zur Hauptsaison nur an wenigen Hotspots. Kein Wunder: Der Inselstaat bietet Erholungssuchenden wie Abenteurern mehr als 35 000 km Küste. Besonders beliebt sind die Philippinen dank ihrer einmaligen Unterwasserwelt bei Tauchern.
Geschichte
Ab 2500 v. Chr.
Malaiische Völker siedeln sich an
1380
Islamisierung Mindanaos und der Sulu-Inseln
1521
Ferdinand Magellan landet auf Samar und erklärt die Inseln zum spanischen Besitz
1542
López de Villalobos nennt das Inselreich Islas Filipinas nach dem spanischen Thronerben Philipp II.
1571
Die Spanier gründen Manila
1872
Beginn des Unabhängigkeitskampfs gegen Spanien
1898
Spanien tritt die Philippinen an die USA ab
1946
Die Philippinen erhalten die Unabhängigkeit
1965
Ferdinand E. Marcos wird Präsident
1986
Die Peoples Power Revolution zwingt Marcos ins Exil
2024
Sechs Taifune hinterlassen eine Spur der Verwüstung
2025
In Ilaga geht ein mit Solarstrom betriebenes ÖVPN-system in Betrieb, das erste seiner Art in Südostasien
Nicht nur Sonnenseiten
Du solltest dich aber auch darauf einstellen, neben den vielen schönen Seiten der Inselwelt mit der massiven Armut konfrontiert zu werden. Ein Drittel der etwa 120 Mio. Filipinos lebt unterhalb der Armutsgrenze. Ein explodierendes Bevölkerungswachstum von über 1,5 Prozent pro Jahr verschärft dieses Problem noch. Demgegenüber stehen immens reiche Familienclans. Der Kontrast zwischen den Palästen der Oligarchen und den schäbigen Papp- und Wellblechhütten der Habenichtse könnte krasser nicht sein. Das an Naturschönheiten so reich gesegnete Land ist leider weit davon entfernt, ein Paradies für alle seine Bewohner zu sein. Kaum zu glauben, dass die Philippinen einmal in der südostasiatischen Region eine führende Wirtschaftsnation waren. Doch die 20 Jahre währende autokratische Herrschaft von Ferdinand E. Marcos hat das Land ausgeblutet. Rund 800 Paar Schuhe aus der riesigen Sammlung der ehemaligen First Lady kannst du im Shoe Museum von Marikina, einem Stadtteil von Metro Manila, bestaunen.
Umstrittener Staatschef
Einen schweren Rückschlag für die Demokratie auf den Philippinen bedeutete 2016 die Wahl von Rodrigo Duterte zum Präsidenten. Duterte, dem Menschenrechte nicht allzu viel bedeuteten, der kritische Fernsehsender schließen und Kritiker verfolgen ließ, galt als einer der umstrittensten Staatschefs. Beobachter werfen dem „philippinischen Trump” vor, während seiner Amtszeit keines der großen Probleme – Armut, Infrastruktur, Gesundheitswesen und Korruption – gelöst zu haben. Auch bekam er trotz des von ihm verhängten härtesten und längsten Lockdowns der Welt die Corona-Pandemie lange Zeit nicht in den Griff, was das aufstrebende Schwellenland in eine tiefe Rezession stürzte. Die Präsidentschaftswahlen am 9.Mai 2022, bei denen Duterte laut Verfassung nicht mehr antreten durfte, gewann mit großem Vorsprung der Diktatorensohn Ferdinand „Bongbong“ Marcos Jr. Angetreten war er mit dem Versprechen, dem Land eine „einigende Führung“ zurückgeben zu wollen.
Don't worry, be happy!
Doch die liebenswürdigen Bewohner des Inselstaats lassen sich nicht unterkriegen. Bahala na ist ihr Motto, was so viel bedeutet wie „Es wird schon irgendwie gut werden“ oder „Gott wird es richten“. Filipinos neigen nicht dazu, mit ihrem Schicksal zu hadern. Über sich selbst sagen sie, sie seien wie Bambus: biegsam, aber von keinem Sturm zu zerbrechen. So lässt sich erklären, dass Feiern, Lachen und Musik trotz aller Probleme den Alltag prägen. Allein die überbordende und ansteckende Lebensfreude der Einheimischen ist Grund genug, auf die Philippinen zu reisen.
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