
Reiseführer Zypern

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Die Lust- und Liebesgöttin Aphrodite hat besten Geschmack bewiesen, als sie Zypern wählte. Die sonnige Insel im äußersten Osten des Mittelmeers ist die angemessene Heimat für eine Schönheitsexpertin: Lange Traumstrände, glasklares Wasser, wilde Steilküsten und zwei markante Gebirge sorgen für landschaftliche Highlights.
Geschichte auf Schritt und Tritt
Ganz Zypern gleicht einem historischen Themenpark. Große Mächte und Herrscher haben hier ihre Spuren hinterlassen: Kreuzritterburgen, byzantinische Klöster, gotische Kathedralen und türkische Moscheen. Aber die Vergangenheit hat auch eine krasse Narbe gezogen: Quer über die Insel verläuft seit 1974 die Trennungslinie, die Zypern in Nord und Süd spaltet. Als Reisender spürt man die Teilung der Insel nur, wenn man mit der Nase direkt davor steht oder Geschichten der Einheimischen lauscht.
Hauptstadtflair mit Grenzerfahrung
Nikosias historischer Kern ist der eigentliche Touristenmagnet der Hauptstadt. Der bekannteste Eingang in die kreisrund ummauerte Altstadt führt über den neu gestalteten Eleftheria- Platz (im Volksmund wegen des weißen, gleißenden Betons „Bratpfanne“ genannt). Hier beginnt der Fußgängerboulevard Ledra-Straße (Odós Lídras) mit Geschäften, Straßencafés und Restaurants. Doch nach 600 m hat die Normalität ein Ende. Der Reisende passiert einen griechisch-zyprischen Posten, geht durch die von UN-Soldaten kontrollierte Pufferzone und muss dann am türkisch-zyprischen Checkpoint seinen Personalausweis vorzeigen. Dahinter ist alles wie gehabt und doch ein wenig anders. Denn die Einheimischen hier sind Muslime statt Christen, sprechen türkisch statt griechisch. Aber sie sitzen auch hier in den Straßencafés und würfeln fürs gleiche Brettspiel, das die einen Távli, die anderen Tavla nennen.
Geschichte
7000–1050 v. Chr.
Besiedelung vom kleinasiatischen Festland aus
294 v. Chr.–391 n. Chr.
Provinz des ägyptischen Ptolemäer-Reichs, ab 58 v. Chr. dann römisch
391–1191
Teil des Oströmischen, später des Byzantinischen Reichs
1191–1489
Fränkische Könige herrschen
1489–1878
Zypern gehört Venedig, bis die Osmanen es 1571 erobern
1878–1925
Britische Herrschaft
1960–64
Republik. Bürgerkrieg beginnt
1974
Türkische Invasion nach dem von der griechischen Militärjunta inszenierten Putsch, Teilung der Insel
1983
Einseitige Proklamation der „Türkischen Republik Nordzypern“
2004
Südzypern wird Mitglied der EU
2022
Verbot von Plastik- Einwegverpackungen
ab 2026
Zypern goes green und investiert 500 Mio. Euro in Erdgas und erneuerbare Energiequellen, Verkehr und Abfallwirtschaft
Metropolen und Küstenstädtchen
In den drei großen Städten der Südküste – Limassol, Lárnaka und Páfos – ist von der Teilung nicht das Geringste zu spüren. Moderne kosmopolitische Metropolen eben. In Hotels, Restaurants und Geschäften wird größtenteils englisch gesprochen. Speisekarten und Hinweisschilder sind zweisprachig, in Limassol dank der vielen russischen Gäste und Bewohner auch dreisprachig. Die meisten kleinen Küstenstädte sind ebenfalls ganz auf Gäste eingestellt. Trotz Teilung steht ganz Zypern für einen sorglosen und friedlichen Urlaub am Mittelmeer.
Kühle Gipfel, sonnige Weine
Die Insel hat zwei Gebirge zu bieten. Die Nordküste säumt das 1026 m hohe Kerýneia-Gebirge. Das gewaltige Tróodos-Gebirge im Süden mit dem 1951 m hohen Olymp ist dank dichter Wälder ein kühles Paradies im heißen Sommer. In den Tälern des Tróodos gedeihen Obst- und Nussbäume, an den Hängen Wein. Etliche kleine Weingüter im Tróodos-Gebirge fabrizieren edle Tröpfchen, die längst als Geheimtipp gelten. Entlang der sieben Weinstraßen der Insel können die Kreationen verkostet werden. Während im Kerýneia-Gebirge drei Kreuzritterburgen als Ausflugsziele locken, ist der Tróodos überreich an Klöstern und den für Zypern typischen Scheunendachkirchen mit ihren bunten Wandmalereien. Zehn davon stehen auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes der Menschheit.
Immer schön langsam
Das Lebensprinzip der Zyprer heißt „sigá, sigá“ (langsam, langsam). Auf Türkisch: „yavaş, yavaş“. Du erlebst dieses Grundgefühl der Gelassenheit, wenn du durch den alten Teil der Städte schlenderst, wo die betagten Besitzer verstaubter Läden noch nie etwas von Eile gehört haben, oder dich abends an den Uferpromenaden der Küstenorte unter die Flaneure mischst.
Stille, Sport und Partystrände
Die Küsten Zyperns sind fast ausnahmslos zum Baden da: Kilometerlange Sandstrände säumen die Ostküste und die Südküste bei Lárnaka; viele Sandstrandbuchten gibt es bei Agía Nápa und westlich von Páfos, in der Nähe von Limassol und im Norden nahe Kerýneia. Kieselsteinstrände hat die Küste bei Pólis. Kitesurfer segeln durch die Luft, Taucher steigen in Meeresgrotten und zu versunkenen Schiffen hinab. Zypern ist sportlich, bietet auch zu Land mit vielseitigen Wanderwegen, Mountainbikestationen und einigen Reitställen Angebote in Hülle und Fülle. Die Nacht setzt dem Tanzdrang keine Grenzen: Agía Nápa gilt als Partyhauptstadt des östlichen Mittelmeers, die Beach Clubs von Lárnaka und Limassol sind legendäre Feier-Hubs.
Auf den Spuren der Göttin
Aphrodite schätzte auf ihrer Heimatinsel eher die ruhigen, verschwiegenen Orte. Weitab vom Strand Pétra tou Romioú, wo sie erstmals den Fluten entstieg, und von Páfos, wo ihr bedeutendstes Heiligtum stand, traf sie sich mit ihrem Geliebten Adonis in einem kleinen Quellteich beim heutigen Pólis zu romantischen Dates. Tu es der Göttin gleich, such dir ein stilles Plätzchen am Meer bei frischem Fisch und einem Glas zyprischen Weins und lausch dabei den Wellen. Das bringt auch gestresste Städter zu der Art von Ruhe, die der Zyprer anstrebt – zu heiterer Gelassenheit.
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Über die Region:
Zypern bietet eine vielfältige Landschaft, von den Stränden im Süden bis zu den Bergen im Troodos-Gebirge. In Paphos sind die Königsgräber und die archäologischen Stätten besonders sehenswert. Nikosia, die geteilte Hauptstadt, beeindruckt mit ihren venezianischen Festungsmauern. Die Küstenstadt Larnaca ist bekannt für ihre Salzseen und die Hala Sultan Tekke Moschee. Die Strände von Ayia Napa sind ebenfalls beliebte Ziele.

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