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Japan

Check-in

An einem Schrein im Tokioter Geschäftsviertel Toranomon ziehen Gläubige an farbigen Bändern. Eine Glocke ertönt. Dann werfen die Schreinbesucher, darunter auch Geschäftsleute in dunklen Anzügen und Kostümen, eine Münze in eine hölzerne Box, klatschen in die Hände, verbeugen sich, klatschen wieder. Wo früher Bäume und kleine Holzhäuser standen, ragt heute neben dem Heiligtum einer der unzähligen Bürotürme aus Glas und Stahl auf. Alt und Neu eng beisammen und miteinander verwoben, das ist typisch Tokio, typisch Japan.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Das frühe Aufstehen lohnt sich: Dieser Fischmarkt, der größte der Welt, bietet ein grandioses Spektakel. Hier beginnt der Tag um 2 Uhr nachts. Lastwagen karren Zappelndes und Tiefgefrorenes aus…
Abgelegener geht nicht! Die Halbinsel Shiretoko im äußersten Nordosten von Hokkaido ist UNESCO-Weltnaturerbe und ein Muss für Naturliebhaber. Größtenteils nur zu Fuß oder per Boot zugänglich,…
"Die Stadt in der Stadt" ist schon jetzt das Wahrzeichen des modernen Tokio. Rund 2 Mrd. Euro hat der im Jahr 2003 eröffnete, 116.000 m2 große City-Komplex gekostet. Im Zentrum des ambitionierten…
Der Tsukiji Jogai Shijo genannte Außenmarkt bleibt am ursprünglichen Platz, nah genug für einen Abstecher zum Sushi-Lunch von der Einkaufsmeile Ginza.
Die beste Adresse für eilige Touristen. Neben echten Antiquitäten (und sehr schönen Nachbildungen aus Korea und China) sind auch alte Kimonos, Holzschnitte, Kunsthandwerk und vieles mehr zu haben.
Für alle, die in Tokio nach Hightech suchen, ist Akihabara der richtige Ort: Das Viertel ist ein wahres Mekka für alle Fans von Manga und Anime (japanische Comics bzw. Zeichentrickfilme) sowie für…
Rund 20 Minuten dauert die Überfahrt zur Insel Naoshima. Schon von Weitem siehst du am Ufer eine riesige Kreuzung aus Kürbis und Marienkäfer – das Markenzeichen der Künstlerin Yayoi Kusama.
In Shibuya, jenseits der meistgefilmten und meistfotografierten Kreuzung der Welt, Shibuya Scramble Crossing mit ihren Menschenmassen und Megabildschirmen, liegt das Epizentrum von Japans Jugendkultur…
Dieser durch seinen fast unendlich scheinenden Torgang bekannte Schrein im Süden ist ein Erlebnis: optisch, spirituell und sportlich. Rund 10 000 rote Torii säumen den Weg zum Gipfel des Inari-Bergs…
Auge in Auge mit den Bewohnern der Meere in Osaka-Tempozan: Das Kaiyukan- Aquarium ist eines der größten seiner Art auf der Welt. Hier schwimmen nahezu alle Lebewesen, die im Pazifik zu Hause sind.…
Ein Hauch vom fast völlig zerstörten Alt-Tokio lebt fort in Yanaka. Auf der Rückseite des Ueno-Hügels bis hinunter in die "Tal-Mitte" (ya-naka) zeugen in schmalen Sträßchen und engen Gassen noch…
Tauche ein in dieses 2018 eröffnete, riesige Museum in Odaiba, das ein Meer aus Licht und Farben entwirft. Digitale, interaktive Kunst der Superlative erwartet dich hier in labyrinthisch angeordneten…
Wer an Japan denkt, dem kommt garantiert die perfekte Schönheit des majestätischen Fuji-san in den Sinn. Der heilige Berg Japans ist von Tokio etwa 120 km entfernt und im Juli und August ist eine…
Die berühmteste Sehenswürdigkeit ist das Mausoleum des Tokugawa Ieyasu. Es gilt dem ersten großen Shogun und Begründer der Tokugawa-Dynastie, die Japan vor über 250 Jahre regierte. Der 1634 von…
Im Jahr 628, so will es die Legende, zogen zwei Fischer mit ihren Netzen eine kleine Statue der Barmherzigkeitsgöttin Kannon aus dem Miyato-Fluss. Als alle Versuche fehlschlugen, die Figur ins Wasser…

Reisezeit

Januar
gut
9°C
Februar
gut
10°C
Kirschblüte
März
sehr gut
13°C
Kirschblüte Achtung: Aufgrund mehrerer Feiertage bereisen Ende April /Anfang Mai auch viele Japaner ihr Land
April
sehr gut
18°C
Achtung: Aufgrund mehrerer Feiertage bereisen Ende April /Anfang Mai auch viele Japaner ihr Land
Mai
gut
23°C
Juni
mittel
25°C
Juli
mittel
29°C
Taifun-Hochsaison
August
mäßig
31°C
Taifun-Hochsaison
September
mäßig
27°C
Oktober
sehr gut
21°C
November
sehr gut
17°C
Dezember
gut
12°C

Die beste Reisezeit für Japan sind die Monate März, April, Oktober und November. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 17° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Januar, Mai und August mit durchschnittlich 6 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 9° Celsius bei 4 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 20° Celsius und die Nachttemperatur bei 12° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 8 Tagen. Der regenreichste Monat ist der Juni.

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Inseln ohne Ende

„Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ Wenn sich Japan diese Frage stellen würde, könnte die Antwort lauten: vier große und Tausende kleine. Denn die ostasiatische Inselnation besteht aus vier Hauptinseln – Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu – und fast 7000 weiteren Eilanden, von denen jedoch nur rund 430 bewohnt sind. Aber selbst wenn man auf der größten Insel Honshu bliebe, könnte man glauben, gleich mehrere Länder und Klimazonen zu durchqueren. Während die dem Japanischen Meer zugewandte Seite viel Schnee abbekommt und klimatisch Deutschland ähnelt, hat die Pazifikseite eher Mittelmeerflair. Die Sommer dort sind feucht-schwül – vor allem in den Betonwüsten von Tokio und Osaka –, die Winter sonnig und angenehm mild mit Temperaturen, die kaum unter den Gefrierpunkt fallen. Noch einmal ganz anders sind die Amami- und Okinawa-Inselketten, wo Japan seine im Ausland kaum bekannte subtropische Seite zeigt. Durchschnittlich 23,5 Grad im Jahr, weiße Sandstrände und türkisblaues Meer können sich dort sehen lassen.

Berge, Beben und Götter

Doch das auffälligste Merkmal an Japan ist eines, das man sich im Großstadtdschungel kaum vorstellen kann: Vier Fünftel der Landfläche bestehen aus Bergen, darunter viele schlafende, aber auch über 100 aktive Vulkane. Der bekannteste ist zugleich der höchste: der 3776 m hohe Fuji – ein Symbol Japans und in der japanischen Naturreligion des Shintoismus als heilig verehrt. 1707 brach er zuletzt aus. 1923 zerstörten ein schweres Erdbeben und nachfolgende Brände Tokio – ein Schicksal, das 1995 auch Kobe ereilte. Die Pazifikküste wurde im vergangenen Jahrhundert nach Unterseebeben mehrfach von Tsunamis heimgesucht. In Japan lernen schon Kinder, wie man mit den Gefahren der Natur umgeht. Und das ganze Volk – und einige Affen dazu! – nutzt mit Leidenschaft die positive Seite seiner schwierigen Geologie, nämlich die vielen heißen Quellen.

Wolkenkratzer und Holzhäuser

Dem Klischee nach sind japanische Wohnungen winzig. Fährst du jedoch aufs Land, siehst du dort riesige Bauernhäuser aus Holz und mit schweren Ziegeldächern, in denen mehrere Generationen Platz haben. Allerdings ist der typische Wohnraum in Tokio deutlich kleiner. „Tokio ist so hektisch, da sind so viele Leute!“, sagen Japans Provinzbewohner, die ihrerseits in kleinen Siedlungen und eingeschworenen Gemeinschaften leben (denn Reisanbau ist Teamarbeit!) und Landwirtschaft oder Fischfang betreiben. Während auf dem Land viele das essen, was sie im eigenen Garten anbauen, gehen die Städter oft auswärts essen oder holen sich Fertiggerichte aus rund um die Uhr geöffneten Convenience Stores.

Anbandeln schwer gemacht

Das Heer der salarymen und zunehmend auch salarywomen, wie in Japan Angestellte genannt werden, dominiert das Straßenbild. Dunkle Anzüge mit Hemd und Krawatte sind für Männer Pflicht – außer im schwülen Sommer zur cool biz- Zeit –, für Frauen heißt der Dresscode Kostüm und High Heels. Sich ohne professionell manikürte Fingernägel oder gar ohne Make-up ins Büro zu wagen gilt als Fauxpas. So schick alle aussehen, so wenig Effekt scheint das auf das andere Geschlecht zu haben. Die Eheschließungen gehen zurück und das Heiratsalter ist inzwischen wie in Europa auf über 30 gestiegen. Vor allem auf den Dörfern herrscht Frauenmangel. Was beim Anbandeln auch nicht hilft, sind extrem lange Arbeitszeiten bis in die Nacht. Hinzu kommen Pendelzeiten von einer Stunde und mehr.

Jünger und weiblicher 

Die Politik will Japan, das bereits jetzt eine super-aging society ist, wieder verjüngen. Sie versucht Anreize für Familien zu geben, finanziell und durch mehr Kinderbetreuung. Außerdem appelliert sie an die Wirtschaft, Frauen mehr zu fördern – schließlich werden ja Arbeitskräfte gebraucht, und Immigration ist für Japan, das sich als homogen betrachtet, ein heikles Thema. Seit dem Zweiten Weltkrieg beherrschen die konservativen Liberaldemokraten die Politik, deren Orientierung sich in den vergangenen Jahren unter Premierminister Shinzo Abe zunehmend nach rechts verlagert hat. Und was ist nun mit den Geishas, Ninjas und Samurai, mit Cosplay, Maid-Cafés und Pokémon? Auch dieses Japan gibt es. Freu dich jeden Tag über neue Entdeckungen und Überraschungen, und fang schon mal an zu sparen: Wen der Japan-Virus einmal gepackt hat, der wird ihn so schnell nicht mehr los.

Gut zu wissen

Anreise

Die reine Flugzeit beträgt 11 bis 12 Stunden, mit Umsteigen um die 18 Stunden. Der Personalausweis wird in Japan nicht anerkannt, nimm also unbedingt deinen Reisepass mit – es ist sogar gesetzlich vorgeschrieben, diesen in Japan bei sich zu tragen. In Tokio ist der stadtnahe Flughafen Haneda praktisch. Von dort bringt dich ein Taxi für rund 60 Euro in die Innenstadt, mit der Bahn zahlst du ca. 6 Euro. Für ein Taxi vom zweiten Flughafen Narita musst du ungefähr 200 Euro berappen! Alternativen von Narita sind Flughafenbusse (z. B. Keisei ab 7 Euro) oder die Bahn (ab 7 Euro). Rund eine Stunde braucht der Bus zum Bahnhof Tokio, zu größeren Hotels fährt er ca. 90 Minuten (limousinebus.co.jp/en).

Strom

Adapter Typ A

In Japan beträgt die Netzspannung nur 100 Volt (Deutschland 230 Volt). Aufladegeräte für Kameras, Laptops und Smartphones sind zwar meist für 100 Volt geeignet, aber du brauchst einen Adapter für Stecker mit zwei unpolarisierten Pins (SE zu A) – günstig erhältlich in Japan. 

Einreisebestimmungen

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen nur einen für die Reisedauer gültigen Reisepass. Sie erhalten bei Ankunft ein dreimonatiges Touristenvisum. Manche Fluggesellschaften pochen darauf, dass der Reisepass nach der Rückkehr noch mindestens sechs Monate gültig ist.

Klima & Reisezeit

Die Temperaturunterschiede innerhalb von Japan sind groß: von durchschnittlich 9,5 Grad im Norden Japans auf Hokkaido über 16,5 Grad in Tokio bis 23,5 Grad im Süden in Okinawa.

Die besten Reisezeiten sind Frühjahr und Herbst. Im Juni und Juli kann Japan wegen der Regenzeit oft bedeckt und grau sein. Juli, August und September sind häufig sehr schwül mit Temperaturen über 35 Grad. Der Winter in Japan ist sonnig, trocken und mild auf der Ostseite, kalt und verschneit an der Japanischen See. Auf Okinawa kannst du von Mai bis Oktober baden, im Rest des Landes ist die Badesaison von Juli bis August. Plan deinen Urlaub lieber nicht zur „Golden Week“ von Ende April bis Anfang Mai, um die obon-Feiern Mitte August sowie um den Jahreswechsel – dann ist ganz Japan auf Achse, die Preise sind hoch, Verkehrsmittel voll und alles ist ausgebucht.

Zeit

+ 7 bzw. + 8 Stunden Zeitverschiebung

Japan ist in der europäischen Sommerzeit der Mitteleuropäischen Zeit 7 Stunden voraus, im Winter sind es sogar 8 Stunden. 

Zoll

Wurst- und Fleischwaren solltest du lieber zu Hause lassen, sonst gibt‘s Ärger am Flughafen in Japan. Auch die Einfuhr bestimmter Medikamente ist verboten. Einführen darfst du bis zu drei Flaschen alkoholische Getränke (à 760 ml) und bis zu 200 Zigaretten (bis 30.9.2021 sind es noch 400 Zigaretten). Bei der Ausfuhr von (wertvollen) Kulturgütern und Antiquitäten ist zu beachten, dass diese von der zuständigen Behörde genehmigt werden muss. 

Am Flughafen

Versorg dich mit Bargeld, bevor du den Flughafen verlässt, bei Banken ist es kompliziert und zeitintensiv. Tausch dort auch gleich deinen Gutschein für den Japan Rail Pass ein. Am Flughafen kannst du außerdem leicht Sim-Karten, Mobiltelefone oder WLAN-Router ausleihen. 

Mietwagen

In Japan herrscht Linksverkehr! Deutsche und Schweizer brauchen für den Mietwagen eine beglaubigte japanische Übersetzung ihres deutschen Führerscheins (z. B. von der Deutschen Botschaft in Tokio oder Automobilverbänden). Österreicher benötigen dagegen einen internationalen Führerschein nach der Genfer Konvention. Ein Wagen mit englischsprachigem Navigationssystem (vorher reservieren!) kostet pro Tag 40–60 Euro mit Versicherung. Verkehrsregeln: In Orten sind Geschwindigkeiten zwischen 30 und 50 km/h gestattet, auf Überlandstraßen 60–80 km/h, auf Autobahnen 80–100 km/h. Am Steuer sind maximal 0,3 Promille Alkohol erlaubt. Die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer ist streng verboten.

Taxi

In Tokio liegt der Preis für 1 Kilometer bei 3,30 Euro (410 Yen), danach 1,90 Euro pro 237 m. Von 22 Uhr bis 5 Uhr fallen Zuschläge von 20 Prozent an. In Stadtzentren sind viele Taxis unterwegs, die du heranwinkst – am besten auf der Fahrbahnseite in Richtung deiner Destination. Siehst du ein rotes Schriftzeichen an der Frontscheibe, ist das Taxi „frei“. Uber ist in Japan nicht aktiv – probier stattdessen z. B. die App JapanTaxi. 

Inlandsflüge

Für Touristen gibt es viele günstige Angebote und Discountpässe bei den größten Fluglinien JAL und ANA – meist musst du sie vor der Abreise aus der Heimat buchen. Die größten Billigfluglinien sind Jetstar Japan, Peach Aviation und Skymark Airlines. Frühmorgens und spätabends sind Flüge um bis zu 20 Prozent günstiger. 

Fähren

Reise langsam: Von Tokio aus bist du z. B. per Fähre über Nacht auf den Izu-Inseln – mitten in der Natur. Discounttickets sind bis zu 30 Prozent günstiger. Auch in der Seto-Inlandsee ist oft die Fähre das Reisemittel der Wahl. 

Bahn

Die Bahn ist in Japan das beste Transportmittel – günstig, praktisch, pünktlich und mit einem sehr dichten Netz. Je öfter du das Transportunternehmen wechseln musst, z. B. in Tokio von Japan Rail (JR) auf Metro oder Toei-Metro, desto teurer. Willst du mehrere Städte bereisen, hol dir schon zu Hause einen Japan Rail Pass (japanrailpass.net/de/index.html) für 1, 2 oder 3 Wochen. Faustregel: Eine Fahrt von Tokio nach Kyoto und zurück entspricht in etwa dem Preis für einen Japan Rail Pass für 1 Woche. Das nur in Japan erhältliche Seishun Juhachi Kippu (jreast.co.jp/e/pass/seishun18.html) ist günstiger, gilt aber nur für langsamere Züge und zu gewissen Zeiträumen. 

Fahrrad

Das Fahrrad ist eine günstige und praktische Möglichkeit, Japan zu erkunden. Fahrradverleihe gibt es viele, mehrere Städte haben Netzwerke mit Abholstationen eingerichtet.

Geld

Japan ist ein Bargeldland, vor allem in der Provinz! Wechsel Geld am Flughafen oder heb Geld am Automaten ab. Nimm unbedingt die Geheimnummer für die Kreditkarte mit, da EC-Karten nicht akzeptiert werden. An manchen Geldautomaten kannst du ausländische Karten nicht verwenden. Immer gut zum Bargeldabheben: die Postbank (Japan Post) und die großen Convenience-Store-Ketten Seven-Eleven, Family Mart und Lawson. 

Internetzugang

Kostenloses WLAN ist in Japan zunehmend verfügbar, vor allem in der Hauptstadt Tokio. Gerade in traditionellen ryokan-Unterkünften gibt es aber oft nur WLAN in der Lobby oder nur Internet per Kabelanschluss auf dem Zimmer. 

Öffnungszeiten

Insbesondere bei größeren Sehenswürdigkeiten solltest du mindestens eine Stunde vor der Schließzeit vor Ort sein. Die typischen Öffnungszeiten bei Sehenswürdigkeiten sind 9–17 Uhr, im Winter sind sie häufig nur bis 16 Uhr geöffnet. Geschäfte öffnen meist erst gegen 10 oder 11 Uhr ihre Türen, bleiben aber bis mindestens 18 Uhr, häufig auch bis 20 Uhr oder noch länger geöffnet. 

Post

Postkarten nach Europa kosten 70 Yen, Briefe 110 Yen. Geldautomaten in Postämtern akzeptieren internationale Kreditkarten. 

Preise

Je japanischer, desto preiswerter: Das gilt beim Einkauf im Supermarkt. Beim Essengehen bekommst du immer kostenlos Wasser, alternativ Grüntee; du musst kein Getränk bestellen. Die Preise für Sushi sind sehr moderat, die Qualität ist spitze. Teurer als daheim sind Bier und Wein. Elektronika waren einmal billiger, heute nicht mehr unbedingt. Günstige und gute Kleidung bekommst du bei Uniqlo und Muji. 

Toiletten

Toiletten in Japan sind sauber, kostenlos und zahlreich. In jedem Convenience Store – einem rund um die Uhr geöffneten Minisupermarkt – findest du eine Toilette. Auf dem Land gibt es mitunter noch Hock-Klos. Oft fehlen Papierhandtücher oder Handtrockner – nimm am besten ein kleines Handtuch mit. 

Telefon & Handy

Die internationale Vorwahl für Japan lautet +81, danach wählst du die entsprechende Ortsvorwahl ohne die erste 0. Mobiltelefonnummern beginnen mit 070, 080 oder 090. Dank immer besserer WLAN-Abdeckung kommst du mit deinem Smartphone von daheim in Städten einigermaßen durch, für Reisen auf dem Land mietest du dir besser am Flughafen einen WLAN-Router und/oder ein Handy mit lokaler Sim-Karte. 

Trinkgeld

Trinkgeld ist in Japan unüblich. Es kann sogar als Beleidigung verstanden werden. Ein herzliches Dankeschön genügt. 

Übernachten

Du hast die Wahl zwischen Businesshotels mit Bett, westlichem Frühstück und teils winzigen, aber zweckmäßigen Zimmern oder japanischen Hotels (ryokan) mit dünner Futonmatratze auf Reisstrohmatten, üblicherweise zwei (opulenten) Mahlzeiten japanischer Art und festen Essenszeiten. Gönn dir wenigstens eine Nacht die (teils recht kostspielige) japanische Variante; günstiger geht es in minshuku, familiengeführten Unterkünften im japanischen Stil. Für Alleinreisende kann es schwierig sein, ein Ryokan-Zimmer alleine zu buchen. Preise werden in Japan pro Person berechnet, nicht pro Zimmer. 

Diplomatische Vertretungen

– Deutsche Botschaft Tokio (4-5-10 Minami-Azabu, Minato-ku | Tokyo 106- 0047 | Tel. 03 57917700 | japan.diplo.de)

– Österreichische Botschaft Tokio (1-1- 20 Moto Azabu, Minato-ku | Tokyo 106- 0046 | Tel. 03 34518281 | bmeia.gv.at/oeb-tokio)

– Schweizer Botschaft Tokio (5-9-12 Minami-Azabu, Minato-ku | Tokyo 106- 8589 | Tel. 03 54498400 | eda.admin.ch/tokyo) 

Gesundheit

Das japanische Gesundheitswesen ist auf hohem Niveau, die sprachliche Hürde allerdings auch. Über die Hotline Himawari Medical Information Service (Tel. 03 52858181 | tgl. 9–20 Uhr) erhältst du auf Englisch Auskunft zu passenden Praxen, Kliniken und Apotheken. Große Krankenhäuser in Tokio wie das St. Luke’s International Hospital am Bahnhof Tsukiji und das Japan Red Cross Medical Center am Bahnhof Hiroo haben Personal mit Englischkenntnissen. 

Notfallnummern

Polizei: 110

Englischsprachige Helpline (Mo–Fr außer feiertags 8.30–17.15 Uhr): Tel. 03 35010110

Krankenwagen, Feuerwehr: 119

Tokyo English Life Line (TELL) bei psychischen Problemen (tgl. 9–17 Uhr): Tel. 03 32013331 

FKK

FKK und Oben-ohne-Sonnen sind in Japan verpönt. Trag wegen der Sonnenstrahlung, die stärker als in Europa ist, am besten lange Ärmel/Hosen oder rash guards (Sonnenschutzkleidung). Und nimm Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50. 

Fotografieren

In vielen Tempeln und Schreinen ist es im heiligsten Bereich verboten zu fotografieren. Willst du Personen ablichten, bringt dich ein freundliches sumimasen (Entschuldigung) mit Gesten weiter. 

Sicherheit

Japan ist ein sehr sicheres Reiseland, Diebstähle und Betrug sind selten. Drogenbesitz und -nutzung werden hart bestraft. Grapschen (chikan) in der Bahn zur Rush-Hour ist ein Problem; die offizielle Zahl sexueller Übergriffe ist niedrig, die Dunkelziffer deutlich höher. Da gerade in Großstädten rund um die Uhr Menschen auf der Straße sind, kann man sich als Frau nachts allein ziemlich sicher fühlen. Ausgeh- und Rotlichtviertel sind Territorium der japanischen Mafia (Yakuza), sei daher wegen der Gefahr von K.-o.-Tropfen in Drinks und Betrug mit Gebühren für Getränke und Barbesuche wachsam. 

Naturgefahren

Im August und September ist Taifunsaison. Die Stürme können den öffentlichen Verkehr massiv beeinträchtigen und begleitet von heftigen Regenfällen zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen. Such bei stärkeren Erdbeben Schutz unter Hauseingängen, Türrahmen, unter dem Tisch oder neben dem Bett. Behalte die Ruhe und renn nicht nach draußen, wo das Risiko durch Herabfallendes noch höher ist. Heftige Erdbeben können außerdem Tsunami auslösen. Such daher nach starken Erdstößen höher gelegene Gebiete oder stabile, hohe Gebäude auf. Japanisches Wetteramt mit aktuellen Katastrophenwarnungen: jma.go.jp 

Tiere

Kakerlaken sind eklig, aber ungefährlich, am besten wirken spezielle Sprays. Stechmücken piesacken dich im Sommer häufig, sind aber harmlos. Erwäg eine Impfung gegen die von Mücken übertragene Japan-Enzephalitis, eine Hirnhauterkrankung, bei längeren Reisen in ländliche Gebiete. Einheimische Spinnen sind ungiftig. Es gibt potenziell tödliche Giftschlangen, aber Bisse sind extrem selten. Im Norden der Hauptinsel Honshu sowie auf Hokkaido leben Bären – eine Begegnung kann lebensgefährlich sein. Vermeide die Dämmerung, beachte Warnungen und trag vorsorglich ein Glöckchen am Rucksack. 

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Neujahr

14. Januar

Tag der Volljährigkeit

11. Februar

Reichsgründungstag

23. Februar

Geburtstag des Kaisers

um den 21. März

Frühlingsanfang

29. April

Showa-Tag

3. Mai

Tag der Verfassung

4. Mai

Tag des Grüns

5. Mai

Kindertag

3. Montag im Juli

Tag des Meeres

11. August

Tag des Bergs

3. Montag im September

Tag der Ehrung der Alten

um den 22. September

Herbstanfang

2. Montag im Oktober

Tag des Sports

3. November

Tag der Kultur

23. November

Tag des Dankes für die Arbeit

Veranstaltungen

Januar

O-shogatsu (japanweit): Neujahrsfestival an Schreinen und Tempeln

Februar

Schneefestival (Sapporo)

Februar/März 

Setsubun (japanweit), Frühlingsfest

Mai

Sanja Matsuri (Tokio), traditionelles Fest mit tragbaren Schreinen

Juni

Itoman Hare (Itoman, Okinawa), Drachenbootfestival

Juli

Sumidagawa Hanabitaikai (Tokio)

Feuerwerk Gion Matsuri (Kyoto)

Hakata Gion Yamakasa (Fukuoka)

Fuji Rock Festival (Naeba, Niigata), fujirock-eng.com

August

Nebuta Matsuri (Aomori), traditionelles Fest

Sendai Tanabata Matsuri (Sendai), traditionelles Fest

Sommerfeuerwerk (Matsue)

Summer Sonic (Maihama, Chiba), Musikfestival, summersonic.com

Earth Celebration (Sadogashima), Musikfestival, earthcelebration.jp/en

September

Jozenji Street Jazz Festival (Sendai)

Oktober

Naha Otsunahiki (Naha, Okinawa), Tauziehfestival

November

Karatsu Kunchi (Karatsu, Saga), Schreinfestival

Dezember

Chichibu Yomatsuri (Chichibu, Saitama), Nachtfestival

Bloss nicht!

Vergessen, die Schuhe auszuziehen

Ständig musst du Schuhe fix aus- und anziehen, etwa in Tempeln, Restaurants, Toiletten und Räumen mit Tatamimatten. Absolutes No-Go: Nach dem Toilettenbesuch die dafür bereitgestellten Schuhe anzubehalten! 

Laut werden

Große Gefühle zeigt man in Japan nicht laut, sondern dezent. Sonst erntest du peinlich berührte Blicke. Bist du verschnupft, darfst du aber gerne die Nase geräuschvoll hochziehen – nur nicht laut schnäuzen! 

Abfall falsch wegwerfen

In Japan wird mindestens nach brennbarem und nicht brennbarem Müll getrennt, oft noch nach Plastikflaschen und Papier. Abfalleimer sind selten, die besten Chancen hast du an Bahnhöfen oder im Convenience Store.

Zu wenig entschuldigen

Du wirst in den Tokioter Menschenmassen von hinten angerempelt? Sag sumimasen (sorry). Lieber einmal zu viel entschuldigen als zu wenig! Aber nicht zu detailliert, das wird als Ausflucht ausgelegt. Kurz und aufrichtig genügt! Gern gesehen wird auch, schon bei Verspätungen von wenigen Minuten Bescheid zu geben. 

Am unpassenden Ort essen

So sehr Japaner kulinarische Genüsse lieben – für alles gibt es einen passenden Moment. Und der ist nicht im Gehen und in Bahnen – außer in touristischen Zügen und im Shinkansen. Dort packen viele gerne Bento-Box und Bier aus.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Sayonara, Bulle 

Ein norddeutscher Provinzpolizist wird nach Tokio strafversetzt und ermittelt unversehens im Yakuza-Milieu. Fesselnder Krimi mit hohem Schmunzelfaktor, locker geschrieben vom früheren Ostasien-Korrespondenten der FAZ, Carsten Germis. (2015)

Das Japan-Kochbuch: Bilder, Rezepte, Geschichten 

Kenichi Kusano, ein in Deutschland lebender Japaner, entdeckt über die Rezepte seiner Oma, Mutter und Tante die Küche seines Heimatlandes neu. Wunderschön illustriert. (2012) 

Filme

Nokan - die Kunst des Ausklangs

Ein Cellist, dessen Orchester aufgelöst wird, bewirbt sich auf eine Stelle als „Reisebegleiter“ – und findet sich als Leichenwäscher wieder. 2009 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. (Regie: Yojiro Takita)

Grüße aus Fukushima

Doris Dörrie liebt es, in Japan zu drehen. Ihr Film „Grüße aus Fukushima“ thematisiert die Freundschaft zwischen einer alten Geisha und einer jungen Deutschen. (2016)

18-25 °C
4 h/Tag
21 °C

Fakten

Einwohner 125.961.625
Fläche 377.972 km²
Sprache Japanisch
Währung Yen
Strom 100 V, 50, 60 Hz
Regierungssystem Konstitutionelle Monarchie
Hauptstadt Tokio
Reisepass / Visum notwendig
Ortszeit 21:31 Uhr
Zeitverschiebung 7 h (zu MESZ)

Anreise

12h 30min
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