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Kambodscha

Check-in

Wo die Zuckerpalmen wachsen, da ist Kambodscha. Das sagen die Khmer seit Urzeiten. Die markanten, rund-verwuschelten Wipfel der Palmen und die Reisfelder bedecken das flache Land bis zum Horizont. Wasserbüffel suhlen sich im Schlamm, wiederkäuend und glotzend wie vor tausend Jahren. Das ist bis heute Kambodscha, dem neuerdings modernen und durch die vielen Expats immer westlicheren Antlitz von Phnom Penh zum Trotz. Angesichts des geschäftigen Treibens in der kambodschanischen Hauptstadt bedarf es einer Rückblende in die Zeit vor dem Boom mit Karaokebars, Massagesalons und Diskotheken.

Unvergessen in Indochina ist das Schicksalsjahr 1975. Erst marschierten die Roten Khmer in Phnom Penh ein, um ihr mörderisches "Year Zero" in Kambodscha einzuläuten. Zwei Wochen später fiel im benachbarten Vietnam die Hauptstadt Saigon und wurde in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt. Und schließlich siegte auch im verschlafenen Nachbarland Laos die Revolution, während die Roten Khmer unter Pol Pot eine Blutspur im eigenen Land hinterließen: 1 bis 2 Mio. Landsleute starben durch Totschlag, Zwangsarbeit und Hunger. Phnom Penh wurde 1975-79 zur düsteren, zwangsevakuierten Geisterstadt - bis die Vietnamesen die Massenmörder 1979 besiegten und Phnom Penh für die nächsten zehn Jahre zu ihrer Kommandozentrale in einem belagerten Vasallenstaat machten. Anfang der 1990er-Jahre verwandelten UN-Soldaten dann die Stadt in einen Rummelplatz à la Wildwest, wo es Dollarscheine zu regnen schien. Im Königreich Sihanouks herrschten Anarchie und Chaos, Korruption und Kidnapping.

Als die rund 22000 Blauhelme Ende 1993 nach den ersten demokratischen Wahlen wieder abgezogen waren, hieß die Losung für die Zukunft: nationale Versöhnung. Das 2009 begonnene internationale Tribunal gegen die letzten lebenden Führungsmitglieder der Roten Khmer stößt daher bei den meisten Kambodschanern auf wenig Verständnis. Die Politikerclique um Ministerpräsident Hun Sen (selbst einst von den Roten Khmer zu den Vietnamesen übergelaufen) sorgt zwar für eine derzeit relativ stabile Phase des lang herbeigesehnten Friedens, der jedoch geprägt ist von einer unverhohlenen Korruption auf allen Ebenen, die selbst in Asien ihresgleichen sucht.

Wenn man die Hauptstadt verlässt, beginnt eine Zeitreise durch das ursprüngliche Kambodscha, das mit 181000 km2 etwa halb so groß ist wie Deutschland. Die Reise führt auf holprigen Pisten in abgelegene, von der Welt einst völlig vergessene Provinzen, wo lange nur Malaria und Rote Khmer herrschten. Hinter dichten Wäldern im Niemandsland liegt Ratanakiri mit seinen Hochlandvölkern, den Khmer Loeu, und ihren uralten Stammesritualen. Oder das menschenleere, hügelige Mondulkiri, das noch weithin mit Edelholzwäldern und tropischem Regenwald bewachsen ist. In Sihanoukville, dem einzigen quasi wiederbelebten Badeort an der 440 km langen Küste, trifft sich mittlerweile eine bunte Schar aus aller Welt mit den Khmer - beim gemeinsamen Wellenreiten auf dem Banana-Boat, Beachvolleyball oder Inselhüpfen - sozusagen das "Mallorca" der Backpacker in Asien.

Je nach Jahreszeit schimmern die Reisfelder in leuchtendem Grün, in Schlammbraun oder Goldgelb. Überall idyllisches Landleben auf den ersten Blick: Frauen und Männer beim Reisdreschen auf den Feldern, das karierte krama-Tuch zum Turban um den Kopf geschlungen, die Zähne und Lippen blutrot vom Saft der Betelnuss. Die meisten der rund 14 Mio. Kambodschaner sind Bauern, die von der Hand in den Mund leben - ein extrem karges Dasein zwischen Ochsenkarren und palmstrohgedeckten Pfahlhütten, Schuldenlast und Reisfeldern, auf denen noch immer unzählige Minen lauern. Das Königreich Kambodscha gehört mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von etwa 810 US-Dollar (in 2010) zu den ärmsten Ländern der Welt. Neben der Landwirtschaft (Reis, Baumwolle, Kaffee, Mais, Tabak) sind die wichtigsten Wirtschaftszweige Kautschukplantagen, Fischwirtschaft, Textil- und Holzindustrie, Edelsteine und Gold, Erdöl und Kohle.

Nahe den Dörfern spiegeln sich die Pagoden in Lotusteichen. 90 Prozent der Kambodschaner glauben an Buddha, aber weit verbreitet sind auch Animismus und Ahnenkult. Die buddhistischen Tempel und Klöster sind wieder das soziale und kulturelle Zentrum der Dorfgemeinschaft - wie vor der Pol-Pot-Ära, in der auch die Mönche ihre Roben ausziehen und sich in die Zwangsarbeiter-Kolonnen einreihen mussten (sofern sie nicht in den Tempeln sofort erschlagen worden waren).

Kambodscha ist der Legende nach ein Land aus Wasser. Und tatsächlich: Der Mekong verwandelt sich stromaufwärts in ein Labyrinth aus Flussarmen, Inseln und Flutwäldern, über das jeden Abend die Sonne ihren rotgoldenen Schleier wirft. Wer sich nach der Regenzeit mit einem Fischer in dessen Longtailboat auf den Flussriesen wagt, dem kann ein bisschen unheimlich werden, wenn das Ufer nicht mehr zu sehen ist zwischen all den gebeugten Bäumen, um deren Kronen jetzt Fische schwimmen. Die Marktstädtchen am Mekong beeindrucken mit ihrem zauberhaft provinziellen Charme und den seltenen Süßwasserdelphinen. Der Mekong-Zufluss Tonle Sap ist der einzige Fluss weltweit, der rückwärts fließt, so sagen die Kambodschaner. Nur so wächst der Tonle-Sap-See in der Landesmitte während der Monsunzeit zu einem der fischreichsten Binnenseen der Welt. In der überfluteten Landschaft leben die Kambodschaner in "schwimmenden" Dörfern auf ihren Hausbooten und Pfahlhäuschen zwischen Himmel und Wasser.

Die antike Tempelstadt Angkor ist der Höhepunkt jeder Reise durch Kambodscha. Voller Ehrfurcht steht man vor den tausendjährigen Türmen, Toren und Pavillons, vor den Löwen und Schlangen, den tanzenden Apsaras und Lanzen schwingenden Kriegern in den Galeriegängen. Sie alle sind Zeugen einer längst vergangenen Hochkultur der vergöttlichten Khmer-Könige, der devarajas. Im Norden des Landes liegt das steinerne Herz eines im Dschungel versunkenen Imperiums. Während des bestialischen Wütens der Roten Khmer fielen die Tempel wieder in den Dornröschenschlaf, und Besucher konnten die abseits liegenden Märchenruinen lange Zeit nur sicher im UN-Konvoi aufsuchen - wenn überhaupt. Heute fährt man im Reisebus- und Tuktuk-Konvoi und steht nicht selten inmitten der Tempel in der Warteschlange.

Das einst geschundene Land lässt viele der rund 2,85 Mio. Besucher nicht mehr los. Ein Land mit so vielen Gesichtern - zwischen grausamer Fratze, Apsara-Lächeln und Buddhas weisem Antlitz der Hoffnung.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Die Ausmaße der gigantischen Tempelanlage sollte man sich unbedingt einmal bei einem Helikopterflug aus der Vogelperspektive ansehen.
Erst 1914 durch französische Wissenschaftler entdeckt, wird der kleine Tempel mit einigen der beeindruckendsten Steinmetzarbeiten Angkors heute von Reisegruppen regelrecht überrannt – viele…
In spektakulärer Lage auf den steil abfallenden Damrek-Bergen thront der Preah Vihear sozusagen über dem äußersten Norden Kambodschas. Der Tempel (9.–12. Jh.) liegt auf kambodschanischem Boden…
Eine spannende Bootsfahrt auf dem Mekong führt nach der Regenzeit ab Oktober durch überflutete Wälder wie die Ramsar Wetlands mit Reihern, schillernden Eisvögeln und Myriaden faustgroßer…
Mitten im Elefantengebirge auf einem steil abfallenden Hochplateau erstreckt sich über 1600 km² der Bokor-Nationalpark (auch: Preah Monivong). Auf den rund 1080 m hohen Phnom Popok zog es reiche…
Fünf Tore öffnen den Weg nach Angkor Thom, der 9 km² großen Stadt Jayavarmans VII. (1181 bis ca. 1220) – mit vermutlich bis zu 1 Mio. Ew. größer als jede europäische Stadt vor 800 Jahren. Zum…
Wenn die Sonne rotgolden hinter dem Königspalast versinkt, kann jeder zuschauen – sozusagen in der ersten Reihe – von den Sunsetcruise-Booten auf dem Tonle Sap und dem Mekong. Bei Khmer-Pop, Hip-…
Die Ausmaße der gigantischen Tempelanlage sollten Sie sich einmal aus der Vogelperspektive ansehen: Ein achtminütiger Flug, d. h. nur Angkor Wat, kostet 100 US$, 14 Min. kosten 165 US$, es geht auch…
König Suryavarman II. (ca. 1112–50), der Vishnu als höchste Gottheit verehrte, ließ das majestätische Bauwerk wahrscheinlich als Staatstempel in der ersten Hälfte des 12. Jhs. errichten, spä…
Von den Wurzeln der Kapok-Baumriesen und Würgefeigen überwuchert, gesprengt und gleichzeitig zusammengehalten, herrscht zwischen den Trümmerbergen, den Türmen und schiefen Türstürzen von Ta…
Jedes Jahr, wenn der Flussriese die Monsunmassen und das Schmelzwasser des Himalaya nicht mehr halten kann, wechselt sein Nebenfluss Tonle Sap die Richtung (Juni und Ende Oktober) und fließt rückwä…
Der 487 m hohe, heilige Phnom Kulen im gleichnamigen Nationalpark wird als Geburtsstätte des Khmer-Imperiums betrachtet. 802 n. Chr. ließ sich Jayavarman II. hier als erster devaraja, ein gottgleich…
Die Silberpagode (auch: Wat Preah Keo Morokot, Tempel des Smaragd-Buddhas) liegt auf dem weitläufigen Gelände des 1866 erbauten Königspalasts: Zugänglich sind nur die imposante Thronhalle, gekrö…
Lust auf Kultur? Im Apsara-Theatre können Sie in einem großen Holzpavillon im traditionellen Stil bei Khmer-Gerichten die berühmten Apsara-Tänze genießen.
Morgens rufen die Gibbons, nachts zirpen die Grillen, während man in der Hängematte unterm Sternenhimmel baumelt. Über Hängebrücken oder per Kajak und Floß geht es durch den Dschungel und über…

MARCO POLO Reiseführer

MARCO POLO Reiseführer Kambodscha
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12,99 €

Praktische Hinweise

Anreise

Flugzeug

Nach Kambodscha gibt es keine direkte Flugverbindung von Europa. Vietnam Airlines fliegt von Frankfurt nach Saigon bzw. Hanoi, weiter mehrmals täglich nach Phnom Penh und Siem Reap (www.vietnam-air.de). Thai Airways fliegt über Bangkok (www.thai-airways.de), nach Bangkok fliegt auch Air Berlin (www.airberlin.com), die Flugzeit beträgt ca. 12-13 Stunden, Flugpreis ca. 1000 Euro.

Auskunft

Asian Trails

22 Street 249 | Phnom Penh | Tel. 023 216555 | www.asiantrails.info

ICS Travel Group (Offizielles Fremdenverkehrsamt Kambodscha)

Steinerstrasse 15 | 81369 München | Tel. 089 2190986-60 | www.indochina-services.com

Local Adventures

c/o Lotus Lodge | Siem Reap | Tel. 063 966140 | Tel. in Phnom Penh: 023 990460 | www.local-adventures.com

Monsoon Tours

Büro Siem Reap: 030 Phnom Steng Thmey (Bezirk Svay Donkom) | Tel. 063 966656, Büro Phnom Penh: 27 Street 351 | Sangkat Boeng Kak 1 (Bezirk Tuol Kork) | Tel. 023969616, Tel. in Potsdam: 03320 820404 | www.monsoon-tours.com

Banken & Geld

Banken öffnen meist Mo-Fr 8-15.30/16, einige Sa 8-11.30/12 Uhr. Der Riel ist offizielle Landeswährung, gängiges Zahlungsmittel bei allen größeren Ausgaben als einer Nudelsuppe ist der US-Dollar. Es empfiehlt sich eine Bar-Mischung aus ein paar Tausend Riel, Dollar und Euro, außerdem Reiseschecks in US-Dollar und Euro (2-4 Prozent, Reiseschecks in Euro u. U. mindestens 5 Euro Gebühr) sowie Kredit- und Maestro-Karte (Geldautomaten in Phnom Penh, Siem Reap, Sihanoukville, Battambang, Kampot und Sen Monorom, bis 5 Prozent bzw. Maestro-Karte max. 4 Euro Gebühr). Größere Hotels akzeptieren die gängigen Kreditkarten. Geldwechsel ist oft günstiger bei lizensierten Wechselstuben (Money Change), die es landesweit gibt, oft ganz unscheinbare Stände.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

76-78 Street 214 (Rue Yougoslavie) | Phnom Penh | Tel. 023 216193 und 216381 | www.phnom-penh.diplo.de (auch für Österreicher)

Schweizer Botschaft

Phnom Penh | Haus 53 D Street 242 | Tel. 023 219045 | swissconsulate@online.com.kh | www.eda.admin.ch

Ein- & Ausreise

Das vierwöchige Visa-on-arrival wird bei Einreise auf den Flughäfen in Phnom Penh und Siem Reap für 20 US-Dollar, Passbild und bei mindestens sechs Monate gültigem Reisepass erteilt, ebenfalls an den Grenzen nach Thailand, Vietnam und Laos. Info (und E-Visa): www.immigration.gov.kh und www.cambodia-airports.com. Visumsformulare als Download erhältlich bei www.kambodscha-botschaft.de. E-Visa können online nur max. zwei Wochen vor Reiseantritt beantragt werden, es dauert etwa 3-5 Tage (20 + 5 US-Dollar), sie gelten für max. 30 Tage Aufenthalt, einmalige Einreise und nicht an allen Landesgrenzübergängen. Info: www.mfaic.gov.kh/evisa. Die kambodschanische Regierung warnt vor diesen unautorisierten Webseiten, die E-Visa anbieten: www.cambodiaonarrival.com, www.cambodiaevisa.com, www.welovecambodia.com. Die populärsten Landgrenzübergänge sind von Thailand: z. B. Aranyaprathet/Poipet (nach Siem Reap) und an der Küste Hat Lek/Cham Yeam (Koh Kong, Sihanoukville); von Vietnam: z. B. Moc Bai/Bavet, Svay Rieng (Phnom Penh) und Xa Xia/Prek Chak (Kep; nicht mit E-Visa!); von Laos: Veun Kham/Dong Kralor am oberen Mekong (Stung Treng); jeweils mit kambodschanischem Visa on arrival für insgesamt 20 US-Dollar, Passbild mitbringen, ein neues Passfoto kostet max. 2 US-Dollar, neuerdings werden übrigens auch Fingerabdrücke genommen. Es gibt keine weiteren "Stempel-Gebühren" o. Ä. Der Visa-Vorgang an der Grenze ist unkompliziert und normalerweise innerhalb von Minuten erledigt. Es mehren sich aber massive Betrugsversuche kambodschanischer Beamter (z. B. 5 US-Dollar oder 100 Baht Bearbeitungsgebühr, fürs Visum 30 US-Dollar oder 1000 Baht statt 20 US-Dollar, die auch auf einer offiziellen Tafel veröffentlicht sind).

Besonders berüchtigt: die Grenzübergänge von/nach Thailand (Poipet/Aranyaprathet und Koh Kong an der Küste). Auch billige thailändische (Bus-)Reiseveranstalter machen bei den Betrügereien mit und setzen die Fahrgäste oft irgendwo vor der Grenze oder bei einem Reisebüro ab. Am besten: entweder fliegen oder zuvor online ein E-Visa beantragen. Ansonsten gilt am Grenzübergang: Immer lächeln, am besten bis vor 12 Uhr direkt zum Immigration office fahren lassen, am Non-Thai-Nationals-Schalter anstellen, nur in US-Dollar bezahlen, im Zweifelsfall eine offizielle Quittung verlangen (engl: receipt). Außerhalb der Visa-Häuschen in Poipet geht es durchs "Niemandsland". Geldwechseln ist unnötig (man kann am Grenzübergang alles mit Baht oder US-Dollar bezahlen). Direkt zum Busbahnhof fahren lassen (z. B. mit dem tatsächlich kostenlosen Shuttlebus zum Bahnhof Poipet, Richtung Angkor), dort bei der Busfirma Tickets für die Weiterreise kaufen. Bei Weiterreise auf dem Land-/Wasserweg müssen vorher Visa für Laos und Vietnam beantragt werden. Bei internationaler Ausreise per Flugzeug: Die 25 US-Dollar sind seit April 2011 im Ticket enthalten.

Fotografieren

Batterien bzw. Speicherkarten sollten mitgenommen werden. Zurückhaltung ist bei Militäreinrichtungen und Soldaten angebracht. Es ist höflich, um Erlaubnis zu bitten, besonders bei Mönchen, Bergstämmen und religiösen Zeremonien - eine Ablehnung mit Kopfschütteln oder anderer Geste sollte respektiert werden.

Gesundheit

Frühzeitig bei den Tropeninstituten beraten lassen! Empfehlenswert sind (Auffrisch-)Impfungen gegen Polio, Tetanus, Diphtherie, Typhus sowie Hepatitis A (ggf. B) und Tollwut. Kambodscha gilt bis auf Phnom Penh als Malaria- und Denguegebiet (Dengue auch in Phnom Penh). Da die Malaria-Vorsorge-Tabletten wegen Resistenzen jedoch immer weniger wirken, sollte man mit Mückenschutz vorsorgen: ab der Dämmerung bis zum Morgen langärmelige, helle Kleidung, Schutzlotion, Rauchspiralen, Moskitonetz sowie ein Notfallmedikament (am besten Malarone). Beim Essen beachten: kein Speiseeis, ungeschältes Obst, Salate und rohes Gemüse sowie (nicht abgekochtes) Leitungswasser, Eiswürfel nur in zylindrischer Form (industriell hergestellt). Die medizinische Ausstattung der Apotheken und Krankenhäuser ist schlecht (außer in internationalen SOS-Kliniken in Phnom Penh und Siem Reap). Eine gut ausgestattete Reiseapotheke ist wichtig (mit sterilen Einwegspritzen). Im Fall einer ernsthaften Erkrankung sollte man schnellstmöglich nach Bangkok oder Singapur fliegen. Unbedingt eine Auslands-Krankenversicherung mit Rücktransportoption abschließen. Info: www.dtg.org, www.fitfortravel.de

Internet

www.tourismcambodia.com: umfassende Informationen zu Reisen in Kambodscha. www.kambodscha-info.de: Deutschsprachiges Forum mit interessanten Links zu Presseberichten. www.stay-another-day.org: Initiative für nachhaltigen Tourismus. www.childsafe-cambodia.org ist eine Kinderschutzorganisation, die sich dem Schutz Minderjähriger in Reiseländern verschrieben hat.

Kleidung

Angebrachte Kleidung sind leichte Baumwoll- und Leinenstoffe, knielange Hosen oder Röcke für Tempelbesuche, ein Pullover, Socken für die Berge, Regencape, Sonnenhut, Sportschuhe oder Trekkingsandalen, für Frauen: ein Sarong oder Shorts zum "züchtigen" Baden in Flüssen und Wasserfällen, oft in Gesellschaft der (konservativen) Einheimischen.

Klima & Reisezeit

Tropisches Monsunklima mit Regenzeit herrscht von April/Mai bis Oktober mit kurzen, aber heftigen Regengüssen. Beste Reisezeit ist die kühlere Trockenzeit vom November/Dezember bis Februar/März mit Temperaturen um 28 Grad, in den Bergen (Mondulkiri) kann es bis auf wenige Grad über Null abkühlen. Heißester Monat ist der April mit bis zu 38 Grad, regenreichster der Oktober.

Öffentliche Verkehrsmittel

Busse

Reisebusse und Minibusse (Letztere wenig empfehlenswert) starten ab Phnom Penh täglich in alle Richtungen und bis über die Grenzen - am besten sind die Busse von Mekong Express (Tel. 023 427518). Tickets sind in den Gästehäusern erhältlich und in Büros an der Riverside-Promenade in Phnom Penh, z. B. nahe Street 104. Von den neuen Nachtbussen Siem Reap-Sihanoukville ist abzuraten (10-11 Stunden Fahrt, hohe Unfallquote).

Flugzeug

Flüge werden zwischen Phnom Penh und Siem Reap sowie zwischen Sihanoukville und Siem Reap angeboten.

Mietwagen

Mietwagen gibt es nur mit Fahrer, für ca. 18-29 Euro/Tag in den Städten, außerhalb in die Provinzen ab ca. 36 Euro/Tag, je nach Ziel und Straßenzustand.

Fähren und Schnellboote

Auf dem Mekong verkehren nur noch die raketenschnellen, laut dröhnenden und teils gefährlichen Schnellboote. Außerdem fahren Expressboote von Phnom Penh über den Tonle-Sap-See nach Siem Reap (5-7 Std., wenig empfehlenswert). Landschaftlich lohnender ist die Bootsstrecke von Siem Reap nach Battambang. Auf der sehr schönen Strecke ab Phnom Penh über die Grenze nach Vietnam (Chau Doc) fahren mehrmals täglich Boote durch das Mekongdelta (ca. 15 Euro). Teurer ist die Victoria Sprite des Victoria-Hotels nach Chau Doc, (www.victoriahotels-asia.com | vorher Visum für Vietnam besorgen!) Weitere Informationen S. 106.

Taxi, Mofataxi, Tuktuk, Cyclo

Taxis fahren in Phnom Penh und Siem Reap (meist ohne Taxameter, Fahrpreis an der Rezeption erfragen oder aushandeln). In Phnom Penhs Verkehrschaos sollte man kein Mofataxi nehmen (oder nur mit Helm, Helmpflicht!), sondern das sichere Tuktuk oder das Cyclo-Dreiradgefährt (Fahrpreis jeweils vorher aushandeln, meist 1,5-2 US-Dollar pro Strecke). Ein Leihrad kostet nicht mal 1 Euro pro Tag, ein Moped ab 4 Euro (offiziell verboten).

Sicherheit

Die politische Situation ist relativ stabil, bei Redaktionsschluss gab es nur einen Grenzkonflikt nahe Preah Vihear. Demonstrationen und politische Veranstaltungen meiden. Mittlerweile gelten die Landstraßen und der Mekong als sicher. In Phnom Penh und Sihanoukville kommt es verstärkt zu Taschendiebstählen und Raubüberfällen an einsamen Stränden. Im Cyclo, Tuktuk und auf Mofataxis, auf Märkten und Festivals in Phnom Penh die Tasche vor dem Bauch festhalten. In den abgelegenen Regionen rund um Battambang und Pailin, Tempeln wie Preah Vihear, Phnom Kulen und Koh Ker sowie in den Nationalparks sollte man keinesfalls die markierten Wegen verlassen (Minengefahr). Am riskantesten sind Motorradfahrten (nie ohne Helm!), da die Zahl der Verkehrstoten in Kambodscha rasant steigt. Info: Auswärtiges Amt | Tel. 030 18172000 | www.auswaertiges-amt.de

Strom

220 Volt, ein Adapter ist manchmal noch notwendig, wegen Stromausfällen ist eine Taschenlampe empfehlenswert.

Telefon & Handy

Internationale Vorwahl nach Kambodscha: 00855; Vorwahl aus Kambodscha nach Deutschland: 001-49; nach Österreich: 001-43; in die Schweiz: 001-41.

Aus Kambodscha

Am einfachsten ist das internationale Telefonieren in den Hotels (2-4 Euro/Min.) und Postämtern (ca. 1,50 Euro/Min.). Zudem gibt es Prepaid-Telefonkarten (für 4-40 Euro, ca. 0,73 Euro/Min., am preiswertesten sind MPTC oder Camintel). Preiswerter geht es mit den Vorwahlen 177-49 und 007-49 (ca. 0,30 Euro/Min.). Am billigsten sind in der Regel Telefonate aus Internetläden (ca. 0,03-0,30 Euro).

Handy

Preiswerter als Telefonate mit dem eigenen Handy sind kambodschanische SIM-Karten (für 5-9 Euro, plus Prepaidkarte ab 4 Euro, z. B. Camshin) oder VOIP-Vorwahlen (z. B. 177-49, 165-49) - damit kann man für 0,05-0,20 Euro/Min. nach Deutschland telefonieren - allerdings nur mit Entsperrcode und neu zugeteilter Telefonnummer. Gebrauchte Handys gibt es sehr billig zu kaufen oder an einigen Orten zu mieten (z. B. am Pochentong-Flughafen). Info: www.camintel.com, www.mptc.gov.kh, www.mfone.com.kh.

Trinkgeld

Trinkgelder sind bei Reiseleitern, Fahrern, Kellnern und Zimmerpersonal üblich. Behinderten Bettlern (oft Minenopfer) kann man Geld geben, Kindern besser nicht, da sie sonst nicht zur Schule gehen, bzw. es sich oft um organisierte Bettlerei handelt. Nach Tempelzeremonien ist eine kleine Spende in dafür vorgesehene Behälter selbstverständlich (für alles gilt: ca. 1000 Riel/ca. 0,15 Euro - bedenken Sie, dass die Monatslöhne bei ca. 30 Euro liegen).

Zeit

Der Zeitunterschied beträgt im Winter plus sechs Stunden, während der europäischen Sommerzeit plus fünf Stunden.

Zoll

Devisenein- und -ausfuhren ab 10000 US-$ müssen deklariert werden. Keinerlei weitere Beschränkungen, zollfrei sind i. d. R. bei der Einreise bis zu 1,5 l Spirituosen und 10 Päckchen Zigaretten. Bei der Ausfuhr verboten sind Antiquitäten (nur mit Ausfuhrgenehmigung des Fine Arts Department in Phnom Penh, über den Händler) und Kulturgüter wie Sandsteinreliefs. Bei der Einreise in die EU (bzw. Schweiz) gelten diese Freimengen: 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 1 l Spirituosen über 22 Prozent oder 2 l bis 22 Prozent (Schweiz: 15 Prozent), andere Waren wie Kaffee, Tee, Parfüm sowie Geschenkartikel bis zu einem Warenwert von 430 Euro. www.zoll.de

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage

1. Jan.

Neujahr

7. Jan.

Befreiung Kambodschas von den Roten Khmer durch die Vietnamesen

im Feb.

Meak Bochea (buddhistisches Vollmondfest)

8. März

Internationaler Frauentag

1. Mai

Tag der Arbeit

im Mai

Visaka Bochea (Geburt, Erleuchtung, Todestag Buddhas)

13.-15. Mai

König Norodom Sihamonis Geburtstag

18. Juni

Königin Norodom Monineath Sihanouks Geburtstag

im Sept.

Bon Phchom Ben (Ahnenfest)

24. Sept.

Verfassungstag

29. Okt.

Krönungstag

31. Okt.

König Norodom Sihanouks Geburtstag (Königsvater)

9. Nov.

Nationalfeiertag (Unabhängigkeitstag)

10. Dez.

Internationaler Tag der Menschenrechte

Kambodschanische Feste

April

Zum Ende der Erntezeit Mitte April (ab 13./14.) herrscht beim Khmer-Neujahr, dem Bonn Choul Chhnam Thmey, mindestens drei Tage lang Ausnahmezustand in Kambodscha: auf den Landstraßen, in den Hotels (verdoppelte Zimmerpreise, früh buchen!) und den Restaurants (voll oder geschlossen). Am Neujahrstag nach dem Mondkalender platzen die Pagoden vor festlich gekleideten Besuchern aus allen Nähten: Dort tanzt man ram vong, eine Art Reihentanz in Zeitlupe, den Mönchen und Buddha werden Spenden dargebracht - in kleinen Bananenblatt-Körben voller Geld, Esswaren, Räucherstäbchen, Tabak, Blumen oder Obst. Dabei spielen Glückszahlen eine große Rolle: Man spendet beispielsweise fünf Kerzen, sieben Zigaretten ... Zum Dank gießen die Mönche eimerweise gesegnetes Wasser über die Gläubigen. Denn das Neujahr ist auch die Zeit für eine gründliche (symbolische) Reinigung: Buddhastatuen und Häuser werden geputzt, man kauft sich neue Kleidung. Wer auf den Landstraßen unterwegs ist, sieht mehr oder weniger angesäuselte "Wegelagerer", die tanzend, lachend und singend die Straße sperren und um "Spenden" bitten.

Mai

Beim Bon Chroat Preah Nongkoal, der königlichen Pflugzeremonie, wird der Platz vor dem Nationalmuseum symbolisch gepflügt, denn im Mai - zum Anfang des Monsuns - beginnt die Saatzeit. Die königliche Pflugzeremonie ist eine Art Wettervorhersage und Weissagung mittels Astrologen und königlicher Ochsen: Nach dem Pflügen wählen die Ochsen aus Goldnäpfen mit Reis, Mais, Bohnen, Gras und anderen Feldfrüchten sowie Wasser und Wein - was sie fressen, gilt als besonders ertragreiches Produkt in der kommenden Saison. Falls die Ochsen vom Wein saufen, steht den Bauern und ganz Kambodscha ein katastrophales Jahr bevor, etwa mit Überflutungen. Egal wie das Omen ausfällt: Dieser typische Volksaberglaube ist ein farbenfrohes Ereignis mit vielen traditionell gekleideten Akteuren.

Oktober/November

Bei dem dreitägigen Vollmondfest der wechselnden Strömungen, dem landesgrößten Festival mit farbenprächtigen Bootsregatten, prachtvoll erleuchteten Schiffen und Feuerwerk, feiern Tausende in Phnom Penh am Ufer des Tonle Sap das Ende der Regenzeit. Hintergrund von Bon Om Touk ist die sich umkehrende Strömung des Tonle-Sap-Flusses, wenn er die Wassermassen des durch den Monsun angeschwollenen Mekong nicht mehr halten kann und rückwärts in den Tonle-Sap-See fließt. Früher gab der gottgleich verehrte Khmer-König dem Tonle Sap per Hand den "Befehl", seine Richtung zu ändern. Nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs, Völkermords und kommunistischer Besatzung steht seit den 1990er-Jahren wieder der König auf der Ehrentribüne direkt am Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap. Eines seiner königlichen Boote "durchschneidet" das über den Fluss gespannte Seil, die symbolische Tür, durch die der Tonle Sap nun wieder gen Meer fließen darf - mit Abermillionen Fischen. Wer Glück hat, sieht das Naturwunder - oder wenigstens einige untrügliche Zeichen: Morgens richten die Fischerkähne ihre Bugnasen in eine andere Richtung als am Abend zuvor, auch die Wasserhyazinthen treiben den Fluss hinauf statt hinab.

Bloss nicht

Tausend Jahre Kulturerbe bedrohen

Akzeptieren Sie Fotografierverbote und Absperrungen zum Schutz des kulturellen Erbes Kambodschas. Bei den sandsteinernen Kunstwerken in Angkor oder in anderen Ruinenstätten bitte nicht an unnötigen Stellen herumklettern, Rucksäcke anlehnen oder alles anfassen: tausend Mal berührt - jeden Tag! - schädigt die tausendjährige Substanz. Und bitte keine echten antiken Kunstwerke oder Alltagsgegenstände der Ethnien fürs Wohnzimmer zu Hause kaufen.

Halbnackt herumlaufen

Respektieren Sie die Landessitten: Kambodscha ist stark buddhistisch geprägt und konservativ. Tempel betritt man auf gar keinen Fall in Minirock, Trägerhemdchen oder Shorts (Frauen und Männer), Schuhe vorher ausziehen, Hut abnehmen. Mönche dürfen von Frauen nicht berührt werden. Beim Sonnenbaden gilt: niemals oben ohne oder FKK! Bikini ist am Strand in Sihanoukville okay, aber überall sonst (an Flüssen, Seen, Wasserfällen und nahe Fischerdörfern) sollten auch Urlauberinnen "züchtig" baden wie die Einheimischen - in Sarong oder T-Shirt und Shorts.

Nachts allein spazieren gehen

Nachts sollte man in Kambodscha nirgendwo allein spazieren gehen (es ist sowieso stockduster mangels Straßenlaternen, und die Hunde - jede kambodschanische Familie besitzt mindestens einen! - sind angriffsfreudige Rudel). Frauen sollten nachts keinesfalls allein am Strand flanieren.

Kindern Geld geben

Auch wenn die Kulleraugen noch so mitleiderregend sind: Geben Sie bettelnden Kindern kein Geld - es handelt sich oft um organisierte Bettelei und ist der Weg in lebenslange Bettlerkarrieren. Spenden Sie lieber einer der Nichtregierungsorganisationen (s. u.), besuchen Sie Ausbildungsrestaurants für ehemalige Straßenkinder (wie Friends und Romdeng in Phnom Penh) oder das Waisenhaus eines engagierten deutsch-kambodschanischen Ehepaars in Siem Reap (www.kinderdorfkambodscha.de). Oder kaufen Sie in humanitären Läden, etwa beim Cambodian Children Painting Project (CCPP) in Sihanoukville. Einige NGO-Beispiele: www.friends-international.org, www.sangkheum.org (Kinderzentrum), www.martinshilfe.de (Malteser Hilfsdienst, tolle Kinderbroschüre: Sousdei heißt hallo)

Drogen konsumieren

Entgegen allen Legenden: Marihuana als Rauschmittel ist auch in Kambodscha verboten. Also Hände weg von Drogen jeglicher Art - ob ganja, jaba, Happy Herb Special Pizza mit berauschenden Ingredienzen oder Designerpillen. Es gibt übrigens Berichte über polizeilich inszenierte Deals, und Kokain hat sich hierzulande schon als reinstes Heroin entpuppt...

Bücher & Filme

Die Kinder der Killing Fields

Das Buch des Spiegel-Korrespondenen Erich Follath handelt auch davon, wie Kambodscha sich "vom Terrorland zum Touristenparadies" gemausert hat

Das Schweigen der Unschuld

Somaly Mam schildert ihren eigenen Weg aus der Kinderprostitution und ihren Kampf gegen die Sexmafia als Präsidentin der "Afesip"-Organisation

Wohin Du auch gehst

Benjamin Prüfers "fast unmögliche Liebe" zu der HIV-positiven Prostituierten Sreykeo und seine liebevoll-irritierten Beobachtungen aus Kambodscha wurden 2009 verfilmt ("Same Same but different", Regie: Detlev Buck)

The Killing Fields (Schreiendes Land)

Mit drei Oscars ausgezeichneter Film über die letzten Tage vor dem Fall Phnom Penhs an die Roten Khmer aus der Sicht des US-Journalisten Sidney Schanberg und seines Assistenten Dith Pran - mit John Malkovich in seinem Kinodebüt (USA 1984, Regie: Roland Joffé)

City of Ghosts

Der Bokor-Nationalpark diente mit seiner geisterhaften Atmosphäre als Kulisse in dem düster-gewalttätigen Thriller mit Matt Dillon, James Caan und Gérard Depardieu (USA 2002, Regie: Matt Dillon). Realität und Fiktion treffen hier übrigens auf unheimliche, leider typisch kambodschanische Weise zusammen: Bei einer realen 1000-Mann-Party im Bokor-Kasino 2006 starben zwei Sicherheitsbeamte

Tomb Raider

Schlüsselszenen dieses Actionfilms mit Angelina Jolie in der Rolle der fantastischen Lara Croft (USA 2001, Regie: Simon West) wurden in der Tempelruine Ta Prohm gedreht

24-33 °C
6 h/Tag
13 °C

Fakten

Einwohner 16.005.373
Fläche 181.035 km²
Sprache Khmer
Währung Kambodschanischer Riel
Strom 230 V, 50 Hz
Regierungssystem Demokratie mit Mehrparteiensystem unter einer konstitutionellen Monarchie
Hauptstadt Phnom Penh
Ortszeit 07:35 Uhr
Zeitverschiebung 5 h (zu MESZ)

Anreise

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