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Siem Reap Sehenswertes & Restaurants



















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Angkor Thom (Bayon)
Architektonische Highlights © DEZALB
Insider-Tipp Versteckte Khmer-Kunst
Im Reich der Khmer führen alle Wege nach Angkor Thom: Fünf Tore öffnen den Weg in diese 9 km2 große Stadt Jayavarmans VII. (1181 bis ca. 1220) – mit vermutlich bis zu 1 Mio. Ew. größer als jede europäische Stadt vor 800 Jahren. Zum meist besuchten Südtor (2 km nördlich von Angkor Wat) führt eine Brücke, die beidseits von 54 Göttern und 54 Dämonen flankiert wird, jeweils mit einer Nagaschlange in den Armen beim „Quirlen des Milchmeeres“. Auf dem Turm über dem Tor wachen vier monumentale Gesichter in jede Himmelsrichtung. Unübersehbar im Mittelpunkt der antiken Stadt erhebt sich auf drei ansteigenden Terrassen das buddhistische Heiligtum Bayon mit seinen einst 54 Türmen (37 noch erhalten) und rund 200 riesigen steinernen Gesichtern, die geheimnisvoll lächeln und keinen Besucher auch nur für einen Wimpernschlag aus ihren Augen zu lassen scheinen. Kein Wunder, denn sie stellen Lokeshvara (auch: Avalokiteshvara) dar: einen Bodhisattva, der laut Mahayana-Buddhismus Gläubigen auf ihrem Weg ins Nirwana hilft, selbst aber auf die Erleuchtung als letzte Stufe verzichtet. Auf zwei Ebenen führen quadratische Galeriegänge um den Tempel mit beinahe lebendig wirkenden Reliefszenen aus dem Alltag Angkors: Schlachten und Märkte, Zirkus und Musikanten, Männer beim Hahnenkampf etc. Auf der dritten Ebene wird der zentrale Turm von einem labyrinthischen Wirrwarr aus Gängen umgeben, mit kleinen dunklen Kammern, in denen kahl geschorene, weiß gekleidete Frauen bzw. Nonnen bei der Andacht hocken und Räucherstäbchen glimmen. Die ruhigste Zeit ist hier sehr früh morgens zum Sonnenaufgang und dann wieder spätnachmittags ab 16/17 Uhr, ideal zum Fotografieren ist eher die restliche Zeit. Ein angenehmer, teils schattiger Spaziergang führt vom Bayon zum 200 m nördlich gelegenen Baphuon und den folgenden Ruinen. Den Baphuon ließ Udayadityavarman II. um 1060 errichten: Der Tempel- und Götterberg in fünfstufiger Pyramidenform brach schon bald wegen seiner schlechten Statik zusammen. Er ist noch immer ein gigantisches Puzzle aus Abertausenden Felsquadern und Sandsteinblöcken, das französische Archäologen seit 1908 bzw. erneut seit 1995 mit Computerprogrammen zusammensetzen, z. B. die zwei Tribünen und das erst 2008 fertig restaurierte Relief eines etwa 70 m langen liegenden Buddhas an der Westfassade. Es geht weiter entlang der 350 m langen Elefantenterrasse, einer 2,5 m hohen Tribüne für Jayavarman VII. mit Elefantenparade, Garudavögeln und Löwen – verewigt als lebensgroße Re-liefs auf dem Fundament. Dahinter (westlich) erheben sich die Überreste des mehrstöckigen Himmlischen Palasts (Phimeanakas) mit Badebecken für die Konkubinen und die Männer. Einige Schritte weiter erreicht man die 25 m lange Terrasse des Leprakönigs, vermutlich benannt nach der hier aufgestellten Statue entweder von König Yasovarman I. oder vom Todesgott Yama (Original im Nationalmuseum in Phnom Penh). Die etwas plump geratene Statue des Leprakönigs selbst ist nun wirklich kein besonderer Hingucker, daher vergiss nicht, dir abschließend noch die fabelhaft erhaltenen Halbreliefs aus dem 13.Jh. genauer anzusehen, die sich unterhalb der Terrasse an der südlichen Innenwand verstecken: himmlische Apsara-Tänzerinnen, Dämonen und Nagas. Erst hier wird die wahre Khmer-Kunst im Detail sichtbar.
- 17000 Krong Siem Reap
- http://www.angkorenterprise.gov.kh/
- +855 63 765 577
© DEZALB
Insider-Tipp Versteckte Khmer-Kunst
Im Reich der Khmer führen alle Wege nach Angkor Thom: Fünf Tore öffnen den Weg in diese 9 km2 große Stadt Jayavarmans VII. (1181 bis ca. 1220) – mit vermutlich bis zu 1 Mio. Ew. größer als jede europäische Stadt vor 800 Jahren. Zum meist besuchten Südtor (2 km nördlich von Angkor Wat) führt eine Brücke, die beidseits von 54 Göttern und 54 Dämonen flankiert wird, jeweils mit einer Nagaschlange in den Armen beim „Quirlen des Milchmeeres“. Auf dem Turm über dem Tor wachen vier monumentale Gesichter in jede Himmelsrichtung. Unübersehbar im Mittelpunkt der antiken Stadt erhebt sich auf drei ansteigenden Terrassen das buddhistische Heiligtum Bayon mit seinen einst 54 Türmen (37 noch erhalten) und rund 200 riesigen steinernen Gesichtern, die geheimnisvoll lächeln und keinen Besucher auch nur für einen Wimpernschlag aus ihren Augen zu lassen scheinen. Kein Wunder, denn sie stellen Lokeshvara (auch: Avalokiteshvara) dar: einen Bodhisattva, der laut Mahayana-Buddhismus Gläubigen auf ihrem Weg ins Nirwana hilft, selbst aber auf die Erleuchtung als letzte Stufe verzichtet. Auf zwei Ebenen führen quadratische Galeriegänge um den Tempel mit beinahe lebendig wirkenden Reliefszenen aus dem Alltag Angkors: Schlachten und Märkte, Zirkus und Musikanten, Männer beim Hahnenkampf etc. Auf der dritten Ebene wird der zentrale Turm von einem labyrinthischen Wirrwarr aus Gängen umgeben, mit kleinen dunklen Kammern, in denen kahl geschorene, weiß gekleidete Frauen bzw. Nonnen bei der Andacht hocken und Räucherstäbchen glimmen. Die ruhigste Zeit ist hier sehr früh morgens zum Sonnenaufgang und dann wieder spätnachmittags ab 16/17 Uhr, ideal zum Fotografieren ist eher die restliche Zeit. Ein angenehmer, teils schattiger Spaziergang führt vom Bayon zum 200 m nördlich gelegenen Baphuon und den folgenden Ruinen. Den Baphuon ließ Udayadityavarman II. um 1060 errichten: Der Tempel- und Götterberg in fünfstufiger Pyramidenform brach schon bald wegen seiner schlechten Statik zusammen. Er ist noch immer ein gigantisches Puzzle aus Abertausenden Felsquadern und Sandsteinblöcken, das französische Archäologen seit 1908 bzw. erneut seit 1995 mit Computerprogrammen zusammensetzen, z. B. die zwei Tribünen und das erst 2008 fertig restaurierte Relief eines etwa 70 m langen liegenden Buddhas an der Westfassade. Es geht weiter entlang der 350 m langen Elefantenterrasse, einer 2,5 m hohen Tribüne für Jayavarman VII. mit Elefantenparade, Garudavögeln und Löwen – verewigt als lebensgroße Re-liefs auf dem Fundament. Dahinter (westlich) erheben sich die Überreste des mehrstöckigen Himmlischen Palasts (Phimeanakas) mit Badebecken für die Konkubinen und die Männer. Einige Schritte weiter erreicht man die 25 m lange Terrasse des Leprakönigs, vermutlich benannt nach der hier aufgestellten Statue entweder von König Yasovarman I. oder vom Todesgott Yama (Original im Nationalmuseum in Phnom Penh). Die etwas plump geratene Statue des Leprakönigs selbst ist nun wirklich kein besonderer Hingucker, daher vergiss nicht, dir abschließend noch die fabelhaft erhaltenen Halbreliefs aus dem 13.Jh. genauer anzusehen, die sich unterhalb der Terrasse an der südlichen Innenwand verstecken: himmlische Apsara-Tänzerinnen, Dämonen und Nagas. Erst hier wird die wahre Khmer-Kunst im Detail sichtbar.
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Angkor Wat
Architektonische Highlights © Lenalensen, Pixabay
König Suryavarman II. (ca. 1112–50), der Vishnu als höchste Gottheit verehrte, ließ das majestätische Bauwerk wahrscheinlich als Staatstempel in der ersten Hälfte des 12.Jhs. errichten, später diente es als Grabmal. Zu Angkor Wat hatten nur der König, Priester und Beamte sowie Bedienstete Zutritt – insgesamt vermutlich 20 000 Menschen. Das teils restaurierte Kloster symbolisiert mit perfekter Geometrie den Götterberg Meru und das hinduistische Universum, das jeder Besucher nach dem Eingangsportal durchschreitet: zuerst die Sandsteinbrücke über den 190 m breiten Graben (das „Urmeer“), dann der fast 500 m lange Damm mit siebenköpfigen Nagaschlangen als symbolische Brücke für die „irdischen“ Besucher ins Heiligtum. Über die kreuzförmige Ehrenterrasse und durch ein Portal erreicht man die Galerien, die links und rechts um das Tempelzentrum herumführen: mit insgesamt 800 m das längste Flachrelief der Welt! Spaziere (rechts) entlang von Szenen aus dem Alltag Angkors und aus der Sagenwelt des indischen Ramayana/Reamker und Mahabharata: ganze Heerscharen von legendären Affenwesen, von Generälen und Soldaten, Elefanten und Streitwagen in historischen Schlachten. Suryavarman II. ist in der Mitte der nächsten Galerie (Südseite) zu erkennen, geschützt von 15 Ehrenschirmen. Biege abermals um die Ecke und du stehst im östlichen Galeriegang vor dem berühmtesten Relief: die Götter und Dämonen beim „Quirlen des Milchmeeres“ – sie ziehen und drehen die schier endlose Nagaschlange Vasuki, um ein Elixier, das amrita, für die Unsterblichkeit zu gewinnen. Mit von der Partie: Affengeneral Hanuman, Kriegsgott Indra, ein fünfköpfiger Shiva und Vishnu in seiner Inkarnation als Schildkröte. Wenn du nun wieder fast am Anfang des Rundgangs an der Westseite ankommst, kannst du die bekannteste Ramayana-Geschichte verfolgen, die Schlacht von Lanka: Rama kämpft auf den Schultern von Hanuman gegen den vielköpfigen Dämonenkönig Ravana, der Ramas Braut Sita entführt hat. Über Innenhöfe und halsbrecherisch steile Treppen gelangt der Besucher auf der dritten Ebene zum geometrischen Mittelpunkt in 42 m luftiger Höhe mit atemberaubendem Panorama: den 60 m hohen Zentralturm in Lotusknospen-Form. Der Wohnsitz der Götter – einst mit vergoldetem Vishnu – beherbergt heute eine Buddhastatue. Rund 1850 Apsaras wurden allein in Angkor Wat gezählt. 6 km nördlich von Siem Reap, unbedingt mehrmals zu unterschiedlichen Zeiten besuchen: ruhigste Besuchszeit bis 7.30 oder mittags 10.30–15 Uhr (überdachte Galerien), schönstes Licht am Nachmittag, beste Fotoposition für den Sonnenaufgang am nördlichen Becken (aber immer gut besucht).
- Krong Siem Reap
- http://www.angkorenterprise.gov.kh/
- +855 63 765 577
© Lenalensen, Pixabay
König Suryavarman II. (ca. 1112–50), der Vishnu als höchste Gottheit verehrte, ließ das majestätische Bauwerk wahrscheinlich als Staatstempel in der ersten Hälfte des 12.Jhs. errichten, später diente es als Grabmal. Zu Angkor Wat hatten nur der König, Priester und Beamte sowie Bedienstete Zutritt – insgesamt vermutlich 20 000 Menschen. Das teils restaurierte Kloster symbolisiert mit perfekter Geometrie den Götterberg Meru und das hinduistische Universum, das jeder Besucher nach dem Eingangsportal durchschreitet: zuerst die Sandsteinbrücke über den 190 m breiten Graben (das „Urmeer“), dann der fast 500 m lange Damm mit siebenköpfigen Nagaschlangen als symbolische Brücke für die „irdischen“ Besucher ins Heiligtum. Über die kreuzförmige Ehrenterrasse und durch ein Portal erreicht man die Galerien, die links und rechts um das Tempelzentrum herumführen: mit insgesamt 800 m das längste Flachrelief der Welt! Spaziere (rechts) entlang von Szenen aus dem Alltag Angkors und aus der Sagenwelt des indischen Ramayana/Reamker und Mahabharata: ganze Heerscharen von legendären Affenwesen, von Generälen und Soldaten, Elefanten und Streitwagen in historischen Schlachten. Suryavarman II. ist in der Mitte der nächsten Galerie (Südseite) zu erkennen, geschützt von 15 Ehrenschirmen. Biege abermals um die Ecke und du stehst im östlichen Galeriegang vor dem berühmtesten Relief: die Götter und Dämonen beim „Quirlen des Milchmeeres“ – sie ziehen und drehen die schier endlose Nagaschlange Vasuki, um ein Elixier, das amrita, für die Unsterblichkeit zu gewinnen. Mit von der Partie: Affengeneral Hanuman, Kriegsgott Indra, ein fünfköpfiger Shiva und Vishnu in seiner Inkarnation als Schildkröte. Wenn du nun wieder fast am Anfang des Rundgangs an der Westseite ankommst, kannst du die bekannteste Ramayana-Geschichte verfolgen, die Schlacht von Lanka: Rama kämpft auf den Schultern von Hanuman gegen den vielköpfigen Dämonenkönig Ravana, der Ramas Braut Sita entführt hat. Über Innenhöfe und halsbrecherisch steile Treppen gelangt der Besucher auf der dritten Ebene zum geometrischen Mittelpunkt in 42 m luftiger Höhe mit atemberaubendem Panorama: den 60 m hohen Zentralturm in Lotusknospen-Form. Der Wohnsitz der Götter – einst mit vergoldetem Vishnu – beherbergt heute eine Buddhastatue. Rund 1850 Apsaras wurden allein in Angkor Wat gezählt. 6 km nördlich von Siem Reap, unbedingt mehrmals zu unterschiedlichen Zeiten besuchen: ruhigste Besuchszeit bis 7.30 oder mittags 10.30–15 Uhr (überdachte Galerien), schönstes Licht am Nachmittag, beste Fotoposition für den Sonnenaufgang am nördlichen Becken (aber immer gut besucht).
- Krong Siem Reap
- http://www.angkorenterprise.gov.kh/
- +855 63 765 577
Ta Prohm
Architektonische Highlights © sharonang, Pixabay
Insider-Tipp Schönste Apsaras für dich ganz allein
Das Sehnsuchtsziel aller: Von den Wurzeln der Kapok-Baumriesen und Würgefeigen überwuchert, gesprengt und gleichzeitig zusammengehalten, herrscht zwischen den Trümmerbergen, den Türmen und schiefen Türstürzen von Ta Prohm eine geradezu verwunschene Atmosphäre – je nach Tageszeit und Besucherzahl. Weil das 1186 von Jayavarman VII. erbaute Kloster mit Absicht von der Restaurierung ausgeschlossen wurde, ist dies heute einer der faszinierendsten und stimmungsvollsten Orte in Angkor und zeigt, wie vergänglich die Bauwerke sind. Aus Sicherheitsgründen mussten in den jüngsten Jahren Holzstege angelegt und einige der Baumriesen gefällt werden. Hier kannst du herumkraxeln wie einst Henri Mouhot, einer der ersten (Wieder-)Entdecker Angkors, oder wie Angelina Jolie im Actionfilm „Tomb Raider“, von dem im Jahr 2000 eine Schlüsselszene hier gedreht wurde. Manche nennen ihn daher auch den „Angelina-Jolie-Tempel“: Hollywood ließ seine Lara Croft per Fallschirm auf dem Phnom Bakheng landen und von echten Mönchen segnen, im Ta Prohm über (Styropor-)Balustraden hechten und setzte sogar Raketenwerfer vor den Ruinen in Szene. Manchmal ist der Andrang in der Warteschlange am beliebstesten Selfiespot vor den fotogenen Baumriesen jedoch so groß, dass erst einmal ein Ausweichen in die nahegelegene Klosterruine Banteay Kdei aus dem 12./13.Jh. schlauer ist: wie Ta Prohm ein Flachtempel mit versteckten Nischen und einigen wunderschönen Statuen und Reliefs, nur kleiner und längst nicht so überlaufen wie die weltberühmte Schwesterruine um die Ecke. Oder man lauscht den behinderten Khmer-Musikanten am Eingang und wartet ab. In Ta Prohm heute fast unvorstellbar angesichts des labyrinthischen Steinechaos in den Höfen: In dieser antiken Universität lebten einst rund 12 000 Menschen, darunter viele Mönche.
- Krong Siem Reap
- http://apsaraauthority.gov.kh/
- +855 63 765 577
© sharonang, Pixabay
Insider-Tipp Schönste Apsaras für dich ganz allein
Das Sehnsuchtsziel aller: Von den Wurzeln der Kapok-Baumriesen und Würgefeigen überwuchert, gesprengt und gleichzeitig zusammengehalten, herrscht zwischen den Trümmerbergen, den Türmen und schiefen Türstürzen von Ta Prohm eine geradezu verwunschene Atmosphäre – je nach Tageszeit und Besucherzahl. Weil das 1186 von Jayavarman VII. erbaute Kloster mit Absicht von der Restaurierung ausgeschlossen wurde, ist dies heute einer der faszinierendsten und stimmungsvollsten Orte in Angkor und zeigt, wie vergänglich die Bauwerke sind. Aus Sicherheitsgründen mussten in den jüngsten Jahren Holzstege angelegt und einige der Baumriesen gefällt werden. Hier kannst du herumkraxeln wie einst Henri Mouhot, einer der ersten (Wieder-)Entdecker Angkors, oder wie Angelina Jolie im Actionfilm „Tomb Raider“, von dem im Jahr 2000 eine Schlüsselszene hier gedreht wurde. Manche nennen ihn daher auch den „Angelina-Jolie-Tempel“: Hollywood ließ seine Lara Croft per Fallschirm auf dem Phnom Bakheng landen und von echten Mönchen segnen, im Ta Prohm über (Styropor-)Balustraden hechten und setzte sogar Raketenwerfer vor den Ruinen in Szene. Manchmal ist der Andrang in der Warteschlange am beliebstesten Selfiespot vor den fotogenen Baumriesen jedoch so groß, dass erst einmal ein Ausweichen in die nahegelegene Klosterruine Banteay Kdei aus dem 12./13.Jh. schlauer ist: wie Ta Prohm ein Flachtempel mit versteckten Nischen und einigen wunderschönen Statuen und Reliefs, nur kleiner und längst nicht so überlaufen wie die weltberühmte Schwesterruine um die Ecke. Oder man lauscht den behinderten Khmer-Musikanten am Eingang und wartet ab. In Ta Prohm heute fast unvorstellbar angesichts des labyrinthischen Steinechaos in den Höfen: In dieser antiken Universität lebten einst rund 12 000 Menschen, darunter viele Mönche.
- Krong Siem Reap
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Banteay Srei
Architektonische Highlights © Rolf_52, Shutterstock
Erst 1914 durch französische Wissenschaftler entdeckt, wird der kleine Tempel mit einigen der beeindruckendsten Steinmetzarbeiten Angkors heute von Reisegruppen regelrecht überrannt – viele Bereiche sind abgesperrt, um die Massen im Zaum zu halten und das Meisterwerk zu schützen. Das aus rötlichem Sandstein geschaffene Heiligtum (10.Jh.) bezaubert durch seine absolut perfekten, geradezu märchenhaft schönen, besonders plastisch wirkenden Reliefs – v. a. der Devatas in den Turmnischen, der wunderschönen weiblichen Gottheiten, die dem Besucher auf Schritt und Tritt mit ihren Blicken zu folgen scheinen. Beachte auch über dem Eingang der südlichen Bibliothek, wie der vielarmige Dämonenkönig Ravana den Berg Kailash schüttelt, auf dem Shiva und Uma thronen.
- Angkor Archaeological Park, 1700 Siem Reap
- http://justsiemreap.com/
© Rolf_52, Shutterstock
Erst 1914 durch französische Wissenschaftler entdeckt, wird der kleine Tempel mit einigen der beeindruckendsten Steinmetzarbeiten Angkors heute von Reisegruppen regelrecht überrannt – viele Bereiche sind abgesperrt, um die Massen im Zaum zu halten und das Meisterwerk zu schützen. Das aus rötlichem Sandstein geschaffene Heiligtum (10.Jh.) bezaubert durch seine absolut perfekten, geradezu märchenhaft schönen, besonders plastisch wirkenden Reliefs – v. a. der Devatas in den Turmnischen, der wunderschönen weiblichen Gottheiten, die dem Besucher auf Schritt und Tritt mit ihren Blicken zu folgen scheinen. Beachte auch über dem Eingang der südlichen Bibliothek, wie der vielarmige Dämonenkönig Ravana den Berg Kailash schüttelt, auf dem Shiva und Uma thronen.
- Angkor Archaeological Park, 1700 Siem Reap
- http://justsiemreap.com/
Phnom Kulen
Landschaftliche Highlights © Dmitry Rukhlenko, Shutterstock
Der 487 m hohe, heilige Phnom Kulen im gleichnamigen Nationalpark wird als Geburtsstätte des Khmer-Imperiums betrachtet. 802 n. Chr. ließ sich Jayavarman II. hier als erster devaraja, ein gottgleich verehrter König, krönen und gründete sein Reich Mahendraparvata, das kurze Zeit später nach Roluos verlegt wurde. Vor allem an Wochenenden zieht es viele Khmer zum Wat Preah Ang Thom auf dem Gipfel mit herrlichem Ausblick, wo sie am ca. 10 m langen, ins Nirwana eingegangenen Buddha Opfergaben darbringen und dann zum Picknick am nahe gelegenen 30 m hohen zweistufigen Wasserfall gehen.
- Siem Reap
© Dmitry Rukhlenko, Shutterstock
Der 487 m hohe, heilige Phnom Kulen im gleichnamigen Nationalpark wird als Geburtsstätte des Khmer-Imperiums betrachtet. 802 n. Chr. ließ sich Jayavarman II. hier als erster devaraja, ein gottgleich verehrter König, krönen und gründete sein Reich Mahendraparvata, das kurze Zeit später nach Roluos verlegt wurde. Vor allem an Wochenenden zieht es viele Khmer zum Wat Preah Ang Thom auf dem Gipfel mit herrlichem Ausblick, wo sie am ca. 10 m langen, ins Nirwana eingegangenen Buddha Opfergaben darbringen und dann zum Picknick am nahe gelegenen 30 m hohen zweistufigen Wasserfall gehen.
- Siem Reap
Helistar Cambodia Co., Ltd.
TouristenattraktionenDie Ausmaße der gigantischen Tempelanlage solltest du dir einmal aus der Vogelperspektive ansehen: Ein achtminütiger Flug, d. h. nur Angkor Wat, kostet 100 US$, 14 Min. kosten 165 US$, es geht auch wesentlich teurer zu abgelegenen Tempeln wie Preah Vihear.
- Krong Siem Reap
- http://helistarcambodia.com/
Die Ausmaße der gigantischen Tempelanlage solltest du dir einmal aus der Vogelperspektive ansehen: Ein achtminütiger Flug, d. h. nur Angkor Wat, kostet 100 US$, 14 Min. kosten 165 US$, es geht auch wesentlich teurer zu abgelegenen Tempeln wie Preah Vihear.
- Krong Siem Reap
- http://helistarcambodia.com/
Apsara-Theatre
Theater © Alisia Luther, Shutterstock
Lust auf Kultur? Im Apsara-Theatre kannst du in einem großen Holzpavillon im traditionellen Stil bei Khmer-Gerichten die berühmten Apsara-Tänze genießen.
- Street 26, Krong Siem Reap
- http://apsaratheatre.asia/
© Alisia Luther, Shutterstock
Lust auf Kultur? Im Apsara-Theatre kannst du in einem großen Holzpavillon im traditionellen Stil bei Khmer-Gerichten die berühmten Apsara-Tänze genießen.
- Street 26, Krong Siem Reap
- http://apsaratheatre.asia/
Tonle-Sap-See
Landschaftliche Highlights © sharonang, Pixabay
Insider-Tipp Einfach mal ausweichen
Auch hier gilt wie bei allen Aktivitäten sonst: Such dir einen ordentlichen Veranstalter, und bitte nicht geizig sein. Wer denkt, für einen Schnäppchenpreis einen lohnenswerten Tagesausflugsdeal auf den berühmt-berüchtigten Tonle-Sap-See bei Chong Khneas gemacht zu haben, der kommt 30 Jahre zu spät: Hier gehen Lug und Trug schon lange Hand in Hand, um bettelnde Kinder und Armut live zu erleben. Aber es geht auch anders. Doch der Reihe nach: Auf dem gigantischen See, einem Biosphärenreservat, glitzert es während und nach der Regenzeit nass bis zum Horizont. Jedes Jahr, wenn der Flussriese Mekong die Monsunmassen und das Schmelzwasser des Himalaya nicht mehr halten kann, wechselt sein Nebenfluss Tonle Sap die Richtung und fließt rückwärts in den Tonle-Sap-See. Der See wächst um ein normalerweise knapp Fünffaches (von 2500 auf 12 000 km2). Das Naturwunder macht den Tonle Sap angeblich zum fischreichsten Binnensee der Welt. Mit Wurfnetzen, Bambusreusen und Fangkammern fischen die Kambodschaner hier die zehnfache Fangmenge der Nordsee. Zieht sich das Wasser in der Trockenzeit wieder zurück, folgen die Kambodschaner mit ihren Hausbooten in schwimmenden Dörfern. Ein Sprichwort besagt: Mean toek, mean trey (wo Wasser ist, sind Fische). Andere wohnen in Pfahlhaus-Siedlungen wie in Chong Khneas (8000 Ew.) und Kampong Phluk (3000 Ew.; beide in der Hochsaison überlaufen, sehr touristisch, viele Bettler wie die sogenannten Reiskinder). Hier lassen sich die Häuser nach jahrtausendealter Methode wie mit einem Fahrstuhl dem Wasserstand anpassen – der Bambus-Fußboden wird einfach mit Seilen höher verankert. Ein weniger touristisches Dorf ist das eher ärmlich wirkende Kampong Khleang, wo die Bewohner noch überwiegend von Fischerei und Landwirtschaft leben und nicht vom Tourismus. Die bis zu 10 m hohen Stelzen-Hochhäuser kann man in der Trockenzeit gut sehen, riechen tut es dann allerdings weniger gut ...
- Siem Reap
© sharonang, Pixabay
Insider-Tipp Einfach mal ausweichen
Auch hier gilt wie bei allen Aktivitäten sonst: Such dir einen ordentlichen Veranstalter, und bitte nicht geizig sein. Wer denkt, für einen Schnäppchenpreis einen lohnenswerten Tagesausflugsdeal auf den berühmt-berüchtigten Tonle-Sap-See bei Chong Khneas gemacht zu haben, der kommt 30 Jahre zu spät: Hier gehen Lug und Trug schon lange Hand in Hand, um bettelnde Kinder und Armut live zu erleben. Aber es geht auch anders. Doch der Reihe nach: Auf dem gigantischen See, einem Biosphärenreservat, glitzert es während und nach der Regenzeit nass bis zum Horizont. Jedes Jahr, wenn der Flussriese Mekong die Monsunmassen und das Schmelzwasser des Himalaya nicht mehr halten kann, wechselt sein Nebenfluss Tonle Sap die Richtung und fließt rückwärts in den Tonle-Sap-See. Der See wächst um ein normalerweise knapp Fünffaches (von 2500 auf 12 000 km2). Das Naturwunder macht den Tonle Sap angeblich zum fischreichsten Binnensee der Welt. Mit Wurfnetzen, Bambusreusen und Fangkammern fischen die Kambodschaner hier die zehnfache Fangmenge der Nordsee. Zieht sich das Wasser in der Trockenzeit wieder zurück, folgen die Kambodschaner mit ihren Hausbooten in schwimmenden Dörfern. Ein Sprichwort besagt: Mean toek, mean trey (wo Wasser ist, sind Fische). Andere wohnen in Pfahlhaus-Siedlungen wie in Chong Khneas (8000 Ew.) und Kampong Phluk (3000 Ew.; beide in der Hochsaison überlaufen, sehr touristisch, viele Bettler wie die sogenannten Reiskinder). Hier lassen sich die Häuser nach jahrtausendealter Methode wie mit einem Fahrstuhl dem Wasserstand anpassen – der Bambus-Fußboden wird einfach mit Seilen höher verankert. Ein weniger touristisches Dorf ist das eher ärmlich wirkende Kampong Khleang, wo die Bewohner noch überwiegend von Fischerei und Landwirtschaft leben und nicht vom Tourismus. Die bis zu 10 m hohen Stelzen-Hochhäuser kann man in der Trockenzeit gut sehen, riechen tut es dann allerdings weniger gut ...
- Siem Reap
Phnom Bakheng
Architektonische Highlights © SergeBertasiusPhotography, Shutterstock
Kein Sonnenuntergang in Angkor ohne den Phnom Bakheng (1,3 km nordwestlich von Angkor Wat, 400 m südlich vom Angkor-Thom-Südtor): Tausende Hobbyfotografen zieht es am späten Nachmittag auf den 67 m hohen Tempelberg (errichtet unter Yasovarman I., 889–910). Man könnte es auch die allabendliche „Sunset-Schlacht“ nennen – 1994 traf man hier übrigens tatsächlich noch Soldaten mit Gewehr im Anschlag. Die herrliche Aussicht von diesem ersten Tempelberg in Angkor auf Angkor Wat und die anderen Bauwerke, die Reisfelder, Seen und Berge lohnt den steilen, 15-minütigen Aufstieg auch zu anderen Tageszeiten (z. B. von Sonnenaufgang bis 11 Uhr). Die Tempelruine erhebt sich in fünf Absätzen, eine Treppe führt hinauf, flankiert von Wächterlöwen und Türmchen.
- Siem Reap
- +855 63 765 577
© SergeBertasiusPhotography, Shutterstock
Kein Sonnenuntergang in Angkor ohne den Phnom Bakheng (1,3 km nordwestlich von Angkor Wat, 400 m südlich vom Angkor-Thom-Südtor): Tausende Hobbyfotografen zieht es am späten Nachmittag auf den 67 m hohen Tempelberg (errichtet unter Yasovarman I., 889–910). Man könnte es auch die allabendliche „Sunset-Schlacht“ nennen – 1994 traf man hier übrigens tatsächlich noch Soldaten mit Gewehr im Anschlag. Die herrliche Aussicht von diesem ersten Tempelberg in Angkor auf Angkor Wat und die anderen Bauwerke, die Reisfelder, Seen und Berge lohnt den steilen, 15-minütigen Aufstieg auch zu anderen Tageszeiten (z. B. von Sonnenaufgang bis 11 Uhr). Die Tempelruine erhebt sich in fünf Absätzen, eine Treppe führt hinauf, flankiert von Wächterlöwen und Türmchen.
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1000 Lingas
Landschaftliche Highlights © DH Saragih, Shutterstock
Wer meint, hier geht es nur zu einem xbeliebigen Wasserfall mit Picknickplatz und Selfiemöglichkeit, der irrt gewaltig: Hier wandelst du nicht nur in den Fußstapfen Angelina Jolies, sondern auch auf den Spuren des ersten Khmer-Königs – noch 350 Jahre vor dem Bau Angkor Wats! Eine gigantische lost City im Urwald: Mahendraparvata. Größer als Berlin und möglicherweise das zu jenen Zeiten größte Reich auf Erden, die größte Metropole aus dem 12.und 13.Jh. Die wahren Ausmaße des städtisch angelegten Reichs mit seinen heute unter der Vegetation verborgenen Überresten eines modernen Straßennetzes mit Dämmen und Gräben, Wasserbecken und Kanälen am Fuß des Phnom Kulen haben französische und australische Archäologen mithilfe der Laser-Scan-Technologie Lidar erst seit 2012 festgestellt und in Modellen sichtbar machen können. Selbst das monumentale Sakralbauwerk Angkor Wat war in dieser mittelalterlichen Megacity nur ein winziger Fleck. Der 487 m hohe, heilige Phnom Kulen im gleichnamigen Nationalpark wird jedoch schon länger als Geburtsstätte des Khmer- Imperiums betrachtet. 802 n. Chr. ließ sich Jayavarman II. hier als erster devaraja, ein gottgleich verehrter König, krönen und gründete sein Reich Mahendraparvata, das kurze Zeit später nach Roluos verlegt wurde. Vor allem an Wochenenden zieht es viele Khmer zum Wat Preah Ang Thom auf dem Gipfel mit herrlichem Ausblick, wo sie am ca. 10 m langen, ins Nirwana eingegangenen Buddha Opfergaben darbringen und dann zum Picknick am nahe gelegenen 30 m hohen zweistufigen Wasserfall gehen. Tief im Regenwald am westlichen Ausläufer des riesigen Phnom-Kulen-Plateaus versteckt sich der Kbal Spean (auch: Fluss der tausend Lingas), der erst 1969 von einem französischen Wissenschaftler entdeckt wurde. Der Bach fließt seit fast tausend Jahren über zahllose in den Fels geschlagene Reliefs: Szenen aus dem Ramayana, der liegende Vishnu, Brahma und Shiva, Apsaras und über Hunderte von kleinen Lingas, die phallusartigen Fruchtbarkeitssymbole, die Shiva symbolisieren und die das Flusswasser quasi automatisch durchs Drüberfließen segnen und für die Bewässerung der Reisfelder fruchtbarer machen sollten. Den leicht ansteigenden Weg solltest du nicht verlassen, da die Gegend bis 1995 Kampfgebiet war und derzeit noch von deutschen Fachleuten entmint wird. Eine Überraschung birgt die Weiterfahrt nach Srah Damrei an den Rand des ca. 350 m hohen Kulen- Plateaus, wo große Sandsteinskulpturen warten: ein Elefant, Löwen, Ochsen und Frösche.
- Phumi Khna Rôngvoas
© DH Saragih, Shutterstock
Wer meint, hier geht es nur zu einem xbeliebigen Wasserfall mit Picknickplatz und Selfiemöglichkeit, der irrt gewaltig: Hier wandelst du nicht nur in den Fußstapfen Angelina Jolies, sondern auch auf den Spuren des ersten Khmer-Königs – noch 350 Jahre vor dem Bau Angkor Wats! Eine gigantische lost City im Urwald: Mahendraparvata. Größer als Berlin und möglicherweise das zu jenen Zeiten größte Reich auf Erden, die größte Metropole aus dem 12.und 13.Jh. Die wahren Ausmaße des städtisch angelegten Reichs mit seinen heute unter der Vegetation verborgenen Überresten eines modernen Straßennetzes mit Dämmen und Gräben, Wasserbecken und Kanälen am Fuß des Phnom Kulen haben französische und australische Archäologen mithilfe der Laser-Scan-Technologie Lidar erst seit 2012 festgestellt und in Modellen sichtbar machen können. Selbst das monumentale Sakralbauwerk Angkor Wat war in dieser mittelalterlichen Megacity nur ein winziger Fleck. Der 487 m hohe, heilige Phnom Kulen im gleichnamigen Nationalpark wird jedoch schon länger als Geburtsstätte des Khmer- Imperiums betrachtet. 802 n. Chr. ließ sich Jayavarman II. hier als erster devaraja, ein gottgleich verehrter König, krönen und gründete sein Reich Mahendraparvata, das kurze Zeit später nach Roluos verlegt wurde. Vor allem an Wochenenden zieht es viele Khmer zum Wat Preah Ang Thom auf dem Gipfel mit herrlichem Ausblick, wo sie am ca. 10 m langen, ins Nirwana eingegangenen Buddha Opfergaben darbringen und dann zum Picknick am nahe gelegenen 30 m hohen zweistufigen Wasserfall gehen. Tief im Regenwald am westlichen Ausläufer des riesigen Phnom-Kulen-Plateaus versteckt sich der Kbal Spean (auch: Fluss der tausend Lingas), der erst 1969 von einem französischen Wissenschaftler entdeckt wurde. Der Bach fließt seit fast tausend Jahren über zahllose in den Fels geschlagene Reliefs: Szenen aus dem Ramayana, der liegende Vishnu, Brahma und Shiva, Apsaras und über Hunderte von kleinen Lingas, die phallusartigen Fruchtbarkeitssymbole, die Shiva symbolisieren und die das Flusswasser quasi automatisch durchs Drüberfließen segnen und für die Bewässerung der Reisfelder fruchtbarer machen sollten. Den leicht ansteigenden Weg solltest du nicht verlassen, da die Gegend bis 1995 Kampfgebiet war und derzeit noch von deutschen Fachleuten entmint wird. Eine Überraschung birgt die Weiterfahrt nach Srah Damrei an den Rand des ca. 350 m hohen Kulen- Plateaus, wo große Sandsteinskulpturen warten: ein Elefant, Löwen, Ochsen und Frösche.
- Phumi Khna Rôngvoas
Bambu Stage Siem Reap
TheaterWenn die Khmer die Puppen und sogar ihre Wasserbüffel tanzen lassen, dann traditionell im Schattentheater. Auf der Open-Air-Bühne in einem romantisch beleuchteten Garten trifft diese uralte Tradition auf eine überraschend spritzige und moderne Interpretation von meist jungen Künstlern, allen voran der Fischerssohn Sorn Soran, der diese Kunst in Siem Reap wiederbelebt hat.
- Bamboo street, 17254 Krong Siem Reap
- http://www.bambustage.com/
Wenn die Khmer die Puppen und sogar ihre Wasserbüffel tanzen lassen, dann traditionell im Schattentheater. Auf der Open-Air-Bühne in einem romantisch beleuchteten Garten trifft diese uralte Tradition auf eine überraschend spritzige und moderne Interpretation von meist jungen Künstlern, allen voran der Fischerssohn Sorn Soran, der diese Kunst in Siem Reap wiederbelebt hat.
- Bamboo street, 17254 Krong Siem Reap
- http://www.bambustage.com/
Phnom-Kulen-Nationalpark
Botanische Gärten & ParksWer meint, hier geht es nur zu einem x-beliebigen Wasserfall mit Picknickplatz und Selfiemöglichkeit, der irrt gewaltig: Hier wandelst du nicht nur in den Fußstapfen Angelina Jolies, sondern auch auf den Spuren des ersten Khmer-Königs – noch 350 Jahre vor dem Bau Angkor Wats!
- Siem Reap
Wer meint, hier geht es nur zu einem x-beliebigen Wasserfall mit Picknickplatz und Selfiemöglichkeit, der irrt gewaltig: Hier wandelst du nicht nur in den Fußstapfen Angelina Jolies, sondern auch auf den Spuren des ersten Khmer-Königs – noch 350 Jahre vor dem Bau Angkor Wats!
- Siem Reap
Preah Khan
Architektonische Highlights © BlueOrange Studio, Shutterstock
Insider-Tipp Vishnu & Lakshmi beim Chillen zuschauen
Der von Jayavarman VII. 1191 vollendete, weitläufige Tempel beeindruckt mit seinen Türmen, Korridoren und Torbögen, den 72 riesigen Garuda-Wächtern aus Sandstein und feingliedrigen, anmutigen Apsaras. Dieses große Heiligtum war insgesamt 515 Gottheiten aus Hinduismus und Buddhismus gewidmet, hier fanden religiöse Feste und Ahnenkulte statt. Es diente als Klosterschule und antike Klinik, zeitweilig auch als Wohnsitz des Königs während der Bauarbeiten zu Angkor Thom. Nahe dem östlichen Eingang überrascht ein fast griechisch anmutender, zweistöckiger Pavillon mit für Angkor untypischen runden Säulen – vielleicht wurde hier das königliche Heilige Schwert aufbewahrt, nach dem der Tempel benannt ist. Das 2017 erneuerte und ausgebaute Visitor Center vom World Monument Fund nahe dem westlichen Haupteingang gibt einen tollen Überblick über die Restaurierungsarbeiten seit 1991, wie etwa die hervorragende Rekonstruktion des „Feuerschrein“-Rasthauses. Und ein Video stimmt dich auf deinem Handy gut mit Hindu-Göttern und Dämonen, Adlerwesen und Nagas ein auf dieses außergewöhnliche Juwel, ein echter Lieblingstempel.
- Siem Reap
- http://www.angkorenterprise.gov.kh/
© BlueOrange Studio, Shutterstock
Insider-Tipp Vishnu & Lakshmi beim Chillen zuschauen
Der von Jayavarman VII. 1191 vollendete, weitläufige Tempel beeindruckt mit seinen Türmen, Korridoren und Torbögen, den 72 riesigen Garuda-Wächtern aus Sandstein und feingliedrigen, anmutigen Apsaras. Dieses große Heiligtum war insgesamt 515 Gottheiten aus Hinduismus und Buddhismus gewidmet, hier fanden religiöse Feste und Ahnenkulte statt. Es diente als Klosterschule und antike Klinik, zeitweilig auch als Wohnsitz des Königs während der Bauarbeiten zu Angkor Thom. Nahe dem östlichen Eingang überrascht ein fast griechisch anmutender, zweistöckiger Pavillon mit für Angkor untypischen runden Säulen – vielleicht wurde hier das königliche Heilige Schwert aufbewahrt, nach dem der Tempel benannt ist. Das 2017 erneuerte und ausgebaute Visitor Center vom World Monument Fund nahe dem westlichen Haupteingang gibt einen tollen Überblick über die Restaurierungsarbeiten seit 1991, wie etwa die hervorragende Rekonstruktion des „Feuerschrein“-Rasthauses. Und ein Video stimmt dich auf deinem Handy gut mit Hindu-Göttern und Dämonen, Adlerwesen und Nagas ein auf dieses außergewöhnliche Juwel, ein echter Lieblingstempel.
- Siem Reap
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Psar Chas
Märkte und Flohmärkte © Simon Poon, Shutterstock
Insider-Tipp Bei Siem Reaps Silk Lady
Souvenir- und Schnäppchenjäger stöbern stundenlang zwischen Hunderten von Ständen mit Seiden- und Silberwaren, Kunsthandwerk, Rattanmöbeln, Statuen in allen Größen, traditionellen Musikinstrumenten, krama-Tüchern, Schmuck, DVDs und CDs, aber auch Koffern, Taschen, Haushaltsgegenständen, Bergen aus Obst, Fisch, Fleisch – alles unter einem Dach im Herzen der Stadt. Handeln nicht vergessen! Empfehlenswert ist der Stand Nr. 14 der netten Chhuon Pisey, die für ihre Seidenwaren und den Schmuck, besonders die silbernen Ohrringe, immer faire Preise und fachkundige Beratung bietet. Um den Markt haben sich viele Boutiquen, Kunsthandwerksläden und Galerien angesiedelt.
- 2 Thnou Street, Krong Siem Reap
- http://krukhmer.com/
© Simon Poon, Shutterstock
Insider-Tipp Bei Siem Reaps Silk Lady
Souvenir- und Schnäppchenjäger stöbern stundenlang zwischen Hunderten von Ständen mit Seiden- und Silberwaren, Kunsthandwerk, Rattanmöbeln, Statuen in allen Größen, traditionellen Musikinstrumenten, krama-Tüchern, Schmuck, DVDs und CDs, aber auch Koffern, Taschen, Haushaltsgegenständen, Bergen aus Obst, Fisch, Fleisch – alles unter einem Dach im Herzen der Stadt. Handeln nicht vergessen! Empfehlenswert ist der Stand Nr. 14 der netten Chhuon Pisey, die für ihre Seidenwaren und den Schmuck, besonders die silbernen Ohrringe, immer faire Preise und fachkundige Beratung bietet. Um den Markt haben sich viele Boutiquen, Kunsthandwerksläden und Galerien angesiedelt.
- 2 Thnou Street, Krong Siem Reap
- http://krukhmer.com/
Miss Wong
BarsInsider-Tipp Cocktailbar mit Stil
Als wäre man im alten Shanghai in einer winzigen, relaxten Opiumhöhle: Hier schmecken die Cocktails (bei etwas höheren Preisen) zwischen Ballonlampen, Kalligrafien und bronzenen Drachen. Dean Williams, der neuseeländische Gastwirt und Ex-Radiojournalist begrüßt jeden seiner Gäste noch per Handschlag, eine DJane sorgt für Wohlfühlklänge. Zur Stärkung gibt‘s kleine Snacks wie Dim Sum.
- Street 26, 17252 Krong Siem Reap
- http://www.misswong.net/
Insider-Tipp Cocktailbar mit Stil
Als wäre man im alten Shanghai in einer winzigen, relaxten Opiumhöhle: Hier schmecken die Cocktails (bei etwas höheren Preisen) zwischen Ballonlampen, Kalligrafien und bronzenen Drachen. Dean Williams, der neuseeländische Gastwirt und Ex-Radiojournalist begrüßt jeden seiner Gäste noch per Handschlag, eine DJane sorgt für Wohlfühlklänge. Zur Stärkung gibt‘s kleine Snacks wie Dim Sum.
- Street 26, 17252 Krong Siem Reap
- http://www.misswong.net/
Angkor
Geographical © Tyler W. Stipp, Shutterstock
Insider-Tipp Renaissance der Vintage-Radtaxis
Im Morgengrauen fahren die Bus- und Tuktuk-Kolonnen von Siem Reap über eine 6 km lange Straße Richtung Angkor zum allseits beliebten Sonnenaufgang: Wie Scherenschnitte erscheinen die Türme von Angkor Wat vor dem Nachthimmel – und jeder will hier einen Platz in der ersten Reihe. Das 800 Jahre alte Hauptbauwerk der Ruinenstadt mit seinen fünf markanten Spitzen stellt den Berg Meru dar – Sitz der Götter aus dem hinduistischen Pantheon. Aus dem benachbarten Kloster schallt der monotone Sprechgesang, mit dem die Mönche aus dem dharma, der Lehre Buddhas, rezitieren. Auf dem rund 1000 km2 großen Gebiet der historischen Stadt Angkor (in etwa die Größe Berlins) standen einst 600 Tempel! Heute sind noch rund 100 Tempelruinen erhalten. Neben Angkor Wat, dem berühmten Kloster, sind besonders herausragend: Angkor Thom mit den riesigen Gesichtertürmen des Bayon, die von Mammutwurzeln der Urwaldriesen umklammerte Ta-Prohm-Ruine und die bezaubernden Devatas von Banteay Srei (im Volksmund: Apsaras). Die unzähligen in Sandstein gehauenen Skulpturen und Reliefs erzählen den Werdegang von Vishnu, Hindugott und Welterhalter, und aus dem Khmer-Alltag. Tanzende Apsaras, die mythologischen Garudavögel, Affen und Dämonen – unsterbliche Zeugen der einstigen Hochkultur der Khmer. Zwei Rundwege führen an den Bauwerken vorbei: der Petit Circuit, 17 km, und der Grand Circuit, 26 km. Man kann diese Rundtouren am besten mit einem Drei-Tages-Ticket abfahren, zur Verfügung stehen Taxis/Mietwagen, Tuktuks, – wer lieber mit Frauen fährt, findet Kim und ihre Tuktuk Ladys meist vor dem Shinta Mani Hotel –, Mofataxis oder Fahrräder, teils mit kleinem Elektromotor – alle Fahrzeuge lassen sich in den Hotels innerhalb kürzester Zeit reservieren. Auch die umweltfreundlichen, weil allein per Muskelkraft betriebenen Cyclo-Dreiradtaxen (Remorque) sind wieder zurück und eignen sich als Old-fashioned-Vehikel hervorragend, aber wegen der Hitze nur für kürzere Strecken. Mit Offtrack Cambodia geht es bei tollen Radtouren auf versteckten Trampelpfaden nach Angkor: der 40-km-Radtrip führt entlang von Reisfeldern und Dörfern, über Bäche, Stock und Stein zu eher selten besuchten Tempelruinen. Die schweißtreibenden Off-Road-Radtouren abseits der Massen sind gut für die eigene Fitness und dienen einem guten Zweck: Die kambodschanisch-deutsche Hilfsorgansation unterstützt benachteiligte Jugendliche in Ausbildungsprojekten.
- Angkor, Siem Reap
© Tyler W. Stipp, Shutterstock
Insider-Tipp Renaissance der Vintage-Radtaxis
Im Morgengrauen fahren die Bus- und Tuktuk-Kolonnen von Siem Reap über eine 6 km lange Straße Richtung Angkor zum allseits beliebten Sonnenaufgang: Wie Scherenschnitte erscheinen die Türme von Angkor Wat vor dem Nachthimmel – und jeder will hier einen Platz in der ersten Reihe. Das 800 Jahre alte Hauptbauwerk der Ruinenstadt mit seinen fünf markanten Spitzen stellt den Berg Meru dar – Sitz der Götter aus dem hinduistischen Pantheon. Aus dem benachbarten Kloster schallt der monotone Sprechgesang, mit dem die Mönche aus dem dharma, der Lehre Buddhas, rezitieren. Auf dem rund 1000 km2 großen Gebiet der historischen Stadt Angkor (in etwa die Größe Berlins) standen einst 600 Tempel! Heute sind noch rund 100 Tempelruinen erhalten. Neben Angkor Wat, dem berühmten Kloster, sind besonders herausragend: Angkor Thom mit den riesigen Gesichtertürmen des Bayon, die von Mammutwurzeln der Urwaldriesen umklammerte Ta-Prohm-Ruine und die bezaubernden Devatas von Banteay Srei (im Volksmund: Apsaras). Die unzähligen in Sandstein gehauenen Skulpturen und Reliefs erzählen den Werdegang von Vishnu, Hindugott und Welterhalter, und aus dem Khmer-Alltag. Tanzende Apsaras, die mythologischen Garudavögel, Affen und Dämonen – unsterbliche Zeugen der einstigen Hochkultur der Khmer. Zwei Rundwege führen an den Bauwerken vorbei: der Petit Circuit, 17 km, und der Grand Circuit, 26 km. Man kann diese Rundtouren am besten mit einem Drei-Tages-Ticket abfahren, zur Verfügung stehen Taxis/Mietwagen, Tuktuks, – wer lieber mit Frauen fährt, findet Kim und ihre Tuktuk Ladys meist vor dem Shinta Mani Hotel –, Mofataxis oder Fahrräder, teils mit kleinem Elektromotor – alle Fahrzeuge lassen sich in den Hotels innerhalb kürzester Zeit reservieren. Auch die umweltfreundlichen, weil allein per Muskelkraft betriebenen Cyclo-Dreiradtaxen (Remorque) sind wieder zurück und eignen sich als Old-fashioned-Vehikel hervorragend, aber wegen der Hitze nur für kürzere Strecken. Mit Offtrack Cambodia geht es bei tollen Radtouren auf versteckten Trampelpfaden nach Angkor: der 40-km-Radtrip führt entlang von Reisfeldern und Dörfern, über Bäche, Stock und Stein zu eher selten besuchten Tempelruinen. Die schweißtreibenden Off-Road-Radtouren abseits der Massen sind gut für die eigene Fitness und dienen einem guten Zweck: Die kambodschanisch-deutsche Hilfsorgansation unterstützt benachteiligte Jugendliche in Ausbildungsprojekten.
- Angkor, Siem Reap
Made in Cambodia Market
Sonstige LädenInsider-Tipp Mit Sägespänen gegen die Plastikflut
Ein Paradies für Shopping-Junkies: Junge kambodschanische Designer und Kunsthandwerker stellen auf dem überdachten Freiluftmarkt aus und bieten ihre Waren zu guten Preisen an. Hier kannst du sicher sein, dass dein Mitbringsel keine Billigware aus China oder Indien ist, ob nun handgemachter Schmuck oder Seidentücher, Portemonnaies oder Handtaschen, Stofftiere, Hemden oder Kosmetikprodukte. Gegen die Plastikmüllflut gibt es hier recycelte Produkte, etwa von Green Gecko, die mit ehemaligen Straßenkindern arbeiten: Wie wäre es z. B. mit einem der beliebten Kühlschrankmagneten aus gepressten Sägespänen statt aus Plastik? Allein die Zeitungstüten fürs neue Lieblingssouvenir sind ein echter Hingucker, sogar noch zu Hause in der U-Bahn. Verhandeln im vernünftigen Rahmen ist möglich, aber die Preise sind sowieso fair, für alle Seiten.
- Oum Khun Street, Krong Siem Reap
Insider-Tipp Mit Sägespänen gegen die Plastikflut
Ein Paradies für Shopping-Junkies: Junge kambodschanische Designer und Kunsthandwerker stellen auf dem überdachten Freiluftmarkt aus und bieten ihre Waren zu guten Preisen an. Hier kannst du sicher sein, dass dein Mitbringsel keine Billigware aus China oder Indien ist, ob nun handgemachter Schmuck oder Seidentücher, Portemonnaies oder Handtaschen, Stofftiere, Hemden oder Kosmetikprodukte. Gegen die Plastikmüllflut gibt es hier recycelte Produkte, etwa von Green Gecko, die mit ehemaligen Straßenkindern arbeiten: Wie wäre es z. B. mit einem der beliebten Kühlschrankmagneten aus gepressten Sägespänen statt aus Plastik? Allein die Zeitungstüten fürs neue Lieblingssouvenir sind ein echter Hingucker, sogar noch zu Hause in der U-Bahn. Verhandeln im vernünftigen Rahmen ist möglich, aber die Preise sind sowieso fair, für alle Seiten.
- Oum Khun Street, Krong Siem Reap
APOPO - Humanitarian Demining
TouristenattraktionenInsider-Tipp Heldenhafte Ratten
Ratten gelten weltweit als Plage, klare Sache. Aber drollige Ratten, die an einer Leine gehen, Minen suchen und damit Menschenleben retten? Spätestens wenn die Nagetiere mit Goldmedaille am Band geehrt werden, wie die Ratte Magawa, denkt man wohl oder übel an Fake News oder einen verspäteten Aprilscherz. Denkste! Du kannst diese Hero Rats, die Minen aufspüren, sogar in Aktion anschauen und adoptieren: im Visitor Center der Hilfsorganisation Apopo, die rund um den Erdball Riesenhamsterratten u. a. als feine Spürnasen für TNT-Sprengstoff ausbildet, etwa in Mosambik und Thailand. Während in 60 Ländern weltweit noch immer Tausende Menschen durch Minen ums Leben kommen, ein Viertel davon Kinder, lösen die Ratten durch ihr geringes Gewicht eine Detonation gar nicht erst aus. Und sie sind unglaublich schnell: Wofür ein Mensch mit Metalldetektor zwei Tage benötigt (100 qm), braucht die Ratte an der Leine gerade mal 30 Minuten. Als Belohnung für das „Spiel“ lockt leckerer Bananenbrei. Übrigens: Die inzwischen verstorbene Ratte Magawa half in Kambodscha eine Fläche so groß wie 20 Fußballfelder minenfrei und wieder für Menschen bewohnbar zu machen. Da gibt’s wirklich nichts zu meckern, nicht mal als beherzter Tierschützer.
- 17253 Krong Siem Reap
- http://apopo.org/
Insider-Tipp Heldenhafte Ratten
Ratten gelten weltweit als Plage, klare Sache. Aber drollige Ratten, die an einer Leine gehen, Minen suchen und damit Menschenleben retten? Spätestens wenn die Nagetiere mit Goldmedaille am Band geehrt werden, wie die Ratte Magawa, denkt man wohl oder übel an Fake News oder einen verspäteten Aprilscherz. Denkste! Du kannst diese Hero Rats, die Minen aufspüren, sogar in Aktion anschauen und adoptieren: im Visitor Center der Hilfsorganisation Apopo, die rund um den Erdball Riesenhamsterratten u. a. als feine Spürnasen für TNT-Sprengstoff ausbildet, etwa in Mosambik und Thailand. Während in 60 Ländern weltweit noch immer Tausende Menschen durch Minen ums Leben kommen, ein Viertel davon Kinder, lösen die Ratten durch ihr geringes Gewicht eine Detonation gar nicht erst aus. Und sie sind unglaublich schnell: Wofür ein Mensch mit Metalldetektor zwei Tage benötigt (100 qm), braucht die Ratte an der Leine gerade mal 30 Minuten. Als Belohnung für das „Spiel“ lockt leckerer Bananenbrei. Übrigens: Die inzwischen verstorbene Ratte Magawa half in Kambodscha eine Fläche so groß wie 20 Fußballfelder minenfrei und wieder für Menschen bewohnbar zu machen. Da gibt’s wirklich nichts zu meckern, nicht mal als beherzter Tierschützer.
- 17253 Krong Siem Reap
- http://apopo.org/
Ta Keo
Architektonische Highlights © milosk50, Shutterstock
Steil über schmale, hohe Stufen geht es auf diesen Tempelberg (ca. 6 km nordöstlich von Angkor Wat), der Ende des 10.Jhs. von Jayavarman V. begonnen und wahrscheinlich nie vollendet wurde (die fünf massiven Prasat-Türme sind ohne jegliche dekorative Steinmetzkunst). Das Heiligtum ist zu Ehren Shivas errichtet worden, was an seinem Reittier (dem am Eingang knienden Bullen Nandi) und den phallusartigen, den Hindugott symbolisierenden lingas in den Türmen zu erkennen ist.
- Krong Siem Reap
© milosk50, Shutterstock
Steil über schmale, hohe Stufen geht es auf diesen Tempelberg (ca. 6 km nordöstlich von Angkor Wat), der Ende des 10.Jhs. von Jayavarman V. begonnen und wahrscheinlich nie vollendet wurde (die fünf massiven Prasat-Türme sind ohne jegliche dekorative Steinmetzkunst). Das Heiligtum ist zu Ehren Shivas errichtet worden, was an seinem Reittier (dem am Eingang knienden Bullen Nandi) und den phallusartigen, den Hindugott symbolisierenden lingas in den Türmen zu erkennen ist.
- Krong Siem Reap
Banteay Srey Butterfly-Farm
Zoologische Gärten © siala, Pixabay
Wer mal eine kunterbunte Abwechslung braucht, ist hier richtig, vor allem mit Kindern: Im tropischen Garten flattern unter einem Netz Tausende von Schmetterlingen, die es nur in Kambodscha gibt. Einer farbenprächtiger als der andere, ein Paradies für Hobbyfotografen. Die Guides erklären den Lebenszyklus: von der Raupe, die auf Raupenfarmen in der Region für den Export in Zoos gezüchtet werden, über die Verpuppung und das Kochen der Kokons (zum Lösen des Fadens bei der Seidenherstellung) bis zum Schlüpfen der flatternden Schönheiten. Mit dem Projekt werden die umliegenden Gemeinden und Raupenfarmen unterstützt.
- Banteay Srei
- http://angkorbutterfly.com/
© siala, Pixabay
Wer mal eine kunterbunte Abwechslung braucht, ist hier richtig, vor allem mit Kindern: Im tropischen Garten flattern unter einem Netz Tausende von Schmetterlingen, die es nur in Kambodscha gibt. Einer farbenprächtiger als der andere, ein Paradies für Hobbyfotografen. Die Guides erklären den Lebenszyklus: von der Raupe, die auf Raupenfarmen in der Region für den Export in Zoos gezüchtet werden, über die Verpuppung und das Kochen der Kokons (zum Lösen des Fadens bei der Seidenherstellung) bis zum Schlüpfen der flatternden Schönheiten. Mit dem Projekt werden die umliegenden Gemeinden und Raupenfarmen unterstützt.
- Banteay Srei
- http://angkorbutterfly.com/
Cambodia Landmine Museum
Museen © Shaun Robinson, Shutterstock
Der Gründer des Museums, Aki Ra, hat als Soldat jahrelang die Minen entschärft, die er als Kindersoldat bei den Roten Khmer selbst gelegt hatte. Eine Art Trainingsminenfeld, das man mit Detektor begehen kann, eine informative Ausstellung mit vielen deaktivierten Minen, Granaten und anderen Waffen, eine Schule und ein Rehabilitationscenter für Minenopfer gehören zur Anlage. Nicht zu verwechseln mit dem rein kommerziellen Minen-Museum an der N 6!
- Siem Reap
- http://www.cambodialandminemuseum.org/
© Shaun Robinson, Shutterstock
Der Gründer des Museums, Aki Ra, hat als Soldat jahrelang die Minen entschärft, die er als Kindersoldat bei den Roten Khmer selbst gelegt hatte. Eine Art Trainingsminenfeld, das man mit Detektor begehen kann, eine informative Ausstellung mit vielen deaktivierten Minen, Granaten und anderen Waffen, eine Schule und ein Rehabilitationscenter für Minenopfer gehören zur Anlage. Nicht zu verwechseln mit dem rein kommerziellen Minen-Museum an der N 6!
- Siem Reap
- http://www.cambodialandminemuseum.org/
Roluos-Gruppe
Architektonische Highlights © Dirk Daniel Mann, Shutterstock
Die drei Tempel – Bakong, Preah Ko, Lolei – sind die Überreste der ersten größeren Hauptstadt des Khmer-Imperiums, die von Jayavarman II. im 9.Jh. gegründet worden war: Hariharalaya, benannt nach Hari Hara, einer hinduistischen Gottheit. Innerhalb von 70 Jahren entstanden hier die Vorläufer der berühmten Angkor-Bauten, erstmals aus Sandstein statt Holz und Ziegeln. Am beeindruckendsten ist der fünfstufige Tempel Bakong (881 erbaut) im Zentrum, der zu Ehren Shivas errichtet wurde, mit seinem Zentralturm im Angkor-Stil (das Independence-Monument in Phnom Penh ist ihm nachempfunden), der von weiteren acht Türmen bzw. deren Überresten umgeben ist. Nördlich erheben sich die sechs Prasat-Türme von Preah Ko, die von Nandi, dem Reitstier Shivas, Wächterfiguren und steinernen Löwen bewacht werden. Auffallend über vielen Portalen: Kala, ein mythologischer Dämon mit großem Maul und Glubschaugen.
- Siem Reap
- http://childcharitycenter.org/
© Dirk Daniel Mann, Shutterstock
Die drei Tempel – Bakong, Preah Ko, Lolei – sind die Überreste der ersten größeren Hauptstadt des Khmer-Imperiums, die von Jayavarman II. im 9.Jh. gegründet worden war: Hariharalaya, benannt nach Hari Hara, einer hinduistischen Gottheit. Innerhalb von 70 Jahren entstanden hier die Vorläufer der berühmten Angkor-Bauten, erstmals aus Sandstein statt Holz und Ziegeln. Am beeindruckendsten ist der fünfstufige Tempel Bakong (881 erbaut) im Zentrum, der zu Ehren Shivas errichtet wurde, mit seinem Zentralturm im Angkor-Stil (das Independence-Monument in Phnom Penh ist ihm nachempfunden), der von weiteren acht Türmen bzw. deren Überresten umgeben ist. Nördlich erheben sich die sechs Prasat-Türme von Preah Ko, die von Nandi, dem Reitstier Shivas, Wächterfiguren und steinernen Löwen bewacht werden. Auffallend über vielen Portalen: Kala, ein mythologischer Dämon mit großem Maul und Glubschaugen.
- Siem Reap
- http://childcharitycenter.org/
Westlicher Baray
Architektonische Highlights © marie martin, Shutterstock
Während die meisten Bewässerungsbecken und -gräben aus der Angkor-Epoche heute verschlammt bzw. ausgetrocknet sind, wird das 17 km² große westliche Becken noch immer genutzt. Die Macht des Khmer-Imperiums erklärt sich durch die damalige Beherrschung des Wassers und die kluge Ausnutzung der Monsunzeiten. Die Khmer-Könige ließen erstmals gigantische Wasserreservoirs anlegen, um die Felder der rund 80 000 Bauern auch in der Trockenzeit bewässern zu können. In der Regenzeit füllten sich diese Becken mit bis zu 40 Mio. m³ Monsunwasser. Durch ein natürliches Gefälle gelangte das Wasser über ein Netz aus Kanälen auf die Felder. Dadurch steigerten die Khmer ihre Reiserträge bei mehreren Ernten im Jahr. Genieße Bootsfahrten zum West Mebon Tempel in der Mitte des Sees oder ein Picknick (dem Khmer-Badespaß sollte man angesichts des nicht ganz so verlockenden Wassers besser nur zugucken).
- The-Lane 10a, Krong Siem Reap
© marie martin, Shutterstock
Während die meisten Bewässerungsbecken und -gräben aus der Angkor-Epoche heute verschlammt bzw. ausgetrocknet sind, wird das 17 km² große westliche Becken noch immer genutzt. Die Macht des Khmer-Imperiums erklärt sich durch die damalige Beherrschung des Wassers und die kluge Ausnutzung der Monsunzeiten. Die Khmer-Könige ließen erstmals gigantische Wasserreservoirs anlegen, um die Felder der rund 80 000 Bauern auch in der Trockenzeit bewässern zu können. In der Regenzeit füllten sich diese Becken mit bis zu 40 Mio. m³ Monsunwasser. Durch ein natürliches Gefälle gelangte das Wasser über ein Netz aus Kanälen auf die Felder. Dadurch steigerten die Khmer ihre Reiserträge bei mehreren Ernten im Jahr. Genieße Bootsfahrten zum West Mebon Tempel in der Mitte des Sees oder ein Picknick (dem Khmer-Badespaß sollte man angesichts des nicht ganz so verlockenden Wassers besser nur zugucken).
- The-Lane 10a, Krong Siem Reap
Frangipani Spa
Beauty und WellnessEiner der besten Spas in Siem Reap: zarte Hände, die genau den richtigen Druckausüben, leise Musik, angenehme Düfte und ein Tamarind-Drink – mit klassischen Tropical-Massagen (60 Min. 35 US$), Fußmassagen, Kräuterbädern, Khmer Coffee Scrub oder Facials (Gesichtsbehandlungen) kannst du dich hier stilvoll verwöhnen lassen.
- Hap Guan St, Krong, Siem Reap
- http://www.frangipanisiemreap.com/
Einer der besten Spas in Siem Reap: zarte Hände, die genau den richtigen Druckausüben, leise Musik, angenehme Düfte und ein Tamarind-Drink – mit klassischen Tropical-Massagen (60 Min. 35 US$), Fußmassagen, Kräuterbädern, Khmer Coffee Scrub oder Facials (Gesichtsbehandlungen) kannst du dich hier stilvoll verwöhnen lassen.
- Hap Guan St, Krong, Siem Reap
- http://www.frangipanisiemreap.com/
Dr. Fish Massagen
Beauty und Wellness © C.Lotongkum, Shutterstock
Der witzig-kitzlige Trend in Asien: Füße bei der Besichtigung der Tempel wundgelaufen? Kein Problem für Dr. Fish: Diese angesagte Wellness-Institution und Pediküre mit akademischem Grad lässt Garra-Rufa-Winzlinge (auch Kangal-Fischegenannt) an Hornhaut und Schuppen knabbern (ursprünglich stammt diesetierische Spa-Behandlung übrigensaus der Türkei, wo sie schon im 19.Jh.angewendet wurde).
- Angkor Night Market, Angkor Wat
© C.Lotongkum, Shutterstock
Der witzig-kitzlige Trend in Asien: Füße bei der Besichtigung der Tempel wundgelaufen? Kein Problem für Dr. Fish: Diese angesagte Wellness-Institution und Pediküre mit akademischem Grad lässt Garra-Rufa-Winzlinge (auch Kangal-Fischegenannt) an Hornhaut und Schuppen knabbern (ursprünglich stammt diesetierische Spa-Behandlung übrigensaus der Türkei, wo sie schon im 19.Jh.angewendet wurde).
- Angkor Night Market, Angkor Wat
Artisans d’Angkor
Sonstige LädenHöchste Qualität zu ebensolchen Preisen: Aus einem Ausbildungsprojekt entstanden, wurden hier schon Tausende junger Kambodschaner zu Künstlern, Steinmetzen, Töpfern, Weberinnen usw. ausgebildet und sind heute an den Profiten beteiligt.
- Stung Thmey Street, Siem Reap
- http://artisansangkor.com/
Höchste Qualität zu ebensolchen Preisen: Aus einem Ausbildungsprojekt entstanden, wurden hier schon Tausende junger Kambodschaner zu Künstlern, Steinmetzen, Töpfern, Weberinnen usw. ausgebildet und sind heute an den Profiten beteiligt.
- Stung Thmey Street, Siem Reap
- http://artisansangkor.com/
Theam‘s House
KunstgalerienGemäldegalerie, Studio, Shop und Gartenoase in einem: In der modernen Villa bekommt man Buddhas, Elefanten und Geckos in allen Größen, Formen und Farben, als Mitbringsel fürs Handgepäck, Wohnaccessoire oder für den Garten zu Hause.
- Street 30, Krong Siem Reap
- http://theamsgallery.com/
- maddy@theamshouse.com
Gemäldegalerie, Studio, Shop und Gartenoase in einem: In der modernen Villa bekommt man Buddhas, Elefanten und Geckos in allen Größen, Formen und Farben, als Mitbringsel fürs Handgepäck, Wohnaccessoire oder für den Garten zu Hause.
- Street 30, Krong Siem Reap
- http://theamsgallery.com/
- maddy@theamshouse.com
Angkor National Museum
MuseenHier erhältst du eine sehr gute (aber leider auch teure) Einführung vor dem Besuch der Tempelruinen, denn in Angkor selbst sind viele Statuen nur als Kopien oder gar nicht mehr vorhanden: Das moderne Museum inklusive Kinosaal (Show alle 15 Min.) zeigt in seiner chronologischen Ausstellung zahlreiche Buddhastatuen, Büsten der Khmer-Könige, Stelen mit historischen Inschriften und weitere architektonische Fragmente aus unterschiedlichen Epochen.
- Charles De Gaulle, Krong Siem Reap
- http://www.angkornationalmuseum.com/
- +855 63 966 601
Hier erhältst du eine sehr gute (aber leider auch teure) Einführung vor dem Besuch der Tempelruinen, denn in Angkor selbst sind viele Statuen nur als Kopien oder gar nicht mehr vorhanden: Das moderne Museum inklusive Kinosaal (Show alle 15 Min.) zeigt in seiner chronologischen Ausstellung zahlreiche Buddhastatuen, Büsten der Khmer-Könige, Stelen mit historischen Inschriften und weitere architektonische Fragmente aus unterschiedlichen Epochen.
- Charles De Gaulle, Krong Siem Reap
- http://www.angkornationalmuseum.com/
- +855 63 966 601
Wat Bo
Touristenattraktionen © Pelikh Alexey, Shutterstock
Eine der ältesten und meistverehrten Pagoden in Siem Reap (teils in Restauration): herrliche alte Wandmalereien (Ende 19.Jh.) mit, teils farbenprächtigen Szenen aus dem Ramayana/Reamker – einmal nicht in der kitschig-bunten Version, die man sonst überall sieht. Such und bewundere in den Bildern auch den Opium rauchenden chinesischen Markthändler und die französischen Soldaten, die beim traditionellen Apsara-Tanz zuschauen. Außerdem sind einige alte Trommeln ausgestellt, aber auch sonst ist auf dem schönen Gelände viel zu sehen: Begräbnis-Stupas, teils verwitterte Skulpturen und Reliefs.
- Wat Bo Road, Krong Siem Reap
© Pelikh Alexey, Shutterstock
Eine der ältesten und meistverehrten Pagoden in Siem Reap (teils in Restauration): herrliche alte Wandmalereien (Ende 19.Jh.) mit, teils farbenprächtigen Szenen aus dem Ramayana/Reamker – einmal nicht in der kitschig-bunten Version, die man sonst überall sieht. Such und bewundere in den Bildern auch den Opium rauchenden chinesischen Markthändler und die französischen Soldaten, die beim traditionellen Apsara-Tanz zuschauen. Außerdem sind einige alte Trommeln ausgestellt, aber auch sonst ist auf dem schönen Gelände viel zu sehen: Begräbnis-Stupas, teils verwitterte Skulpturen und Reliefs.
- Wat Bo Road, Krong Siem Reap
The Sugar Palm
Restaurants- international
In dem Verandahaus im traditionellen Stil werden vorwiegend leckere Khmer-Speisen serviert; es lohnt sich, die große Weinkarte zu studieren. Abends beliebte Bar mit spottbilligen Cocktails und open end.
- Krong Siem Reap
- http://www.thesugarpalm.com/
In dem Verandahaus im traditionellen Stil werden vorwiegend leckere Khmer-Speisen serviert; es lohnt sich, die große Weinkarte zu studieren. Abends beliebte Bar mit spottbilligen Cocktails und open end.
- Krong Siem Reap
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