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Reiseführer
Santorin

MARCO POLO Reiseführer

Santorin

15.95 €

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Ist erwähnt in Reiseführer:

Auf Santorin legen die Schiffe nicht an der Insel an, sondern fahren mitten in sie hinein. Wenn du von Norden kommst, steuert deine Fähre zunächst auf eine nicht mal 2 km breite Meerenge zu. Sie trennt die Insel von ihrer kleinen Schwester Thirasía. Plötzlich siehst du dich von bis zu 360 m hohen Steilwänden umgeben, die in Weiß- und Grau-, Rot- und Brauntönen schimmern. Du bist soeben in einen riesigen Vulkankrater eingelaufen!

Wow, was für Dörfer ...

Hoch über dem Meer zieht sich am Kraterrand ein kilometerlanges Band weißer Häuser entlang. Es sind die beiden großen Kraterranddörfer Oía und Firá mit den Nachbargemeinden Firostefáni und Imerovígli. Die Bewohner haben aber nicht nur auf dem Kraterrand gebaut, sondern auch Höhlenwohnungen und Häuser, Hotels und Swimmingpools unmittelbar in die Kraterwände hineingesetzt. Deine Fähre passiert Oía und läuft auf zwei Lavainselchen mitten im Krater zu: Néa und Paléa Kaméni. Dann legt das Schiff in einem der eigenartigsten Häfen der Welt an. Sein schmaler Kai zwängt sich unter die bis zu 300 m hohe Kraterwand, an der sich Autos und Busse über eine serpentinenreiche Straße steil nach oben schrauben. Kaum ist der Kraterrand erreicht, zeigt Santorin sein zweites Gesicht: mehr oder minder sanft zum offenen Meer hin abfallende Hänge, die bis zu den Badeorten an der Ostküste über und über mit Weinreben bedeckt sind.

Wir landen in einer Minute

In diesem lieblicheren Inselteil liegt nahe dem Meer auch der Flughafen Santorins. Wer mit dem Flieger anreist, überblickt beim Landeanflug aus der Vogelperspektive Santorins Eigenarten. Weil die Jets fast immer aus Richtung Süden einschweben, bemerkt man kurz vor dem Aufsetzen auf der linken Seite ein weiteres Charakteristikum: Da erhebt sich aus der Küstenebene der 567 m hohe Profítis Ilías. Er ist viel älter als die übrige Insel und besteht nicht aus Vulkangestein, sondern aus Kalk und Marmor.

Geschichte

  • 3200 v. Chr.

    Besiedlung Santorins

  • 2000–1645 v. Chr.

    Akrotíri ist eine reiche minoische Handelsstadt

  • Um 1645 v. Chr.

    Großer Vulkanausbruch

  • 1200 v. Chr.

    Wiederbesiedlung Santorins durch die Phönizier

  • ab 900 v. Chr.

    Griechen vom Stamm der Dorer gründen Alt-Thera

  • 146 v. Chr.

    Griechenland wird römische Provinz, fällt später an Byzanz

  • 1204–1537

    Santorin ist Teil eines venezianischen Herzogtums

  • 1537–1832

    Die Insel gehört zum Osmanischen Reich

  • 1832

    Santorin wird Teil des neugriechischen Staats

  • 1941–1944

    Besetzung durch Italiener und Deutsche

  • 1956

    Schweres Erdbeben

  • 1967–74

    Militärdiktatur in Griechenland

  • 2010–2020

    Schwere Wirtschaftskrise

  • 2020–2022

    Erst Coronapandemie, dann der Krieg in der Ukraine – doch Santorin floriert weiter

Geburt einer Insel

Dieser Berg ragte noch vor etwa 1,5 Mio. Jahren einsam aus dem Meer. Dann begannen auf dem Meeresgrund vulkanische Aktivitäten, die über die Jahrtausende eine kreisrunde Insel schufen. In ihrer Mitte ragte ein Vulkankegel auf. Später sprengte dieser Kegel sich selbst in die Luft, und zwischen dem Kap Akrotíri, wo jetzt der Leuchtturm steht, und Aspronísi (heute eine unbewohnte Insel) brach das Inseläußere auseinander. Nun konnte das Meer in den neu entstandenen Vulkankrater, die Caldera, eindringen. Im Norden zwischen Oía und Thirasía war das Inselrund allerdings noch geschlossen. Erst um 1640 v. Chr. brach auch dieser äußere Ring bei einem gewaltigen Vulkanausbruch auseinander, und Santorin gewann seine jetzige Gestalt. Dabei spuckte der Vulkan auch die Bimsstein- und Ascheschichten aus, die die Insel noch heute bis zu 60 m hoch bedecken. Dieser Ausbruch begrub die erste europäische Stadt unter Lava und Asche; manche Forscher setzen sie sogar mit dem sagenhaften Atlantis gleich. Seit 1967 legen Archäologen ihre sehr gut erhaltenen Überreste beim Dorf Akrotíri im Südwesten frei.

Kleine, große Touristenattraktion

Santorin ist ein Inselzwerg, nur 70 km2 groß. Von Oía im Inselnorden bis zum Leuchtturm am Kap Akrotíri fährt man gerade mal 27 km am Kraterrand entlang, von den beiden bedeutendsten Badeorten der Insel, Kamári und Períssa, sind es nicht mehr als 10 bzw. 15 km in die Inselhauptstadt Firá. Nur 15 550 Menschen leben ständig auf Santorin. Hotels, Pensionen und Apartmentanlagen aber bieten in etwa die gleiche Zahl an Gästebetten an. Hinzu kommen jährlich Hunderttausende Kreuzfahrtgäste, deren Luxusdampfer auf der Reede vor Firá an Tonnen festmachen, weil der Krater zu tief ist, um Anker werfen zu können.

Strände mal ganz anders

Santorins Strände liegen an der dem offenen Meer zugewandten Ost- und Südostküste. Die drei Hauptstrände sind kilometerlange Bänder aus grauschwarzem, grobem Lavasand und -kies. Baxédes Beach im Norden ist noch weitgehend unverbaut. Am Strand zwischen Monólithos und Kamári sowie zwischen Períssa und Vlicháda wird das Ufer von Hotels, Pensionen und Tavernen gesäumt. Dazwischen gibt es aber noch Abschnitte, an denen kein Sonnenschirm- und Liegestuhlvermieter geschäftig ist. Eine zweite Kategorie von Stränden säumt die Südküste. Stichstraßen und Pisten führen zu ihnen hinunter, mehr als eine einsame Strandtaverne ist am Ziel selten zu finden. Hier bestehen die Strände überwiegend aus grobem Lavakies, Kieselsteinen und Bimsstein; der Einstieg ins Wasser ist mühsam. Ihr eigentlicher Reiz liegt in der Naturkulisse: Vielfarbige Aschesteilwände ragen gleich dahinter auf.

Ungewöhnliche Weine

Landwirtschaft gibt es auf der Insel kaum noch. Immer stärker ausgebaut werden aber die Weingärten. Santorins Weine sind unvergleichlich! Die Trauben wachsen an vielfach gewundenen Rebstöcken ganz dicht über dem Lavaboden, der die Luftfeuchtigkeit der Nacht speichert und die Sonneneinstrahlung reflektiert. Die Ergebnisse dieser günstigen Konstellation in den Kellereien der Insel zu testen, ist eine weitere Möglichkeit, Santorins Einzigartigkeit zu entdecken.

Aktuelles Wetter

7h/Tag (März)
102Sonnenstd. Jahr

Wissenswertes

Einwohner17.430
Fläche/km279 km²
SpracheGriechisch
AdaptertypC, F
Reisepass/Visum/Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt
Mehr Wissenswertes

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MARCO POLO Reiseführer
Santorin

Buch, 8. Auflage · 15.95 €

Tanz auf dem Vulkan: Mit dem MARCO POLO Reiseführer Santorin entdecken Tiefblaues Wasser, rotbraune Felswände und obendrauf leuchtend weiße Häuschen: Schon der erste Blick auf Santorin ist spektakulär. Auf der einen Seite ragt der gigantische Krater des Vulkans in den Himmel, auf der anderen Seite glitzert die Ägäis. Und dazwischen warten urige Höhlentavernen, hippe Strandbars und ehemalige Tomatenfabriken auf deinen Besuch.

Mit deinem MARCO POLO Reiseführer Santorin findest du den schnellsten Weg zu allen Highlights der Insel!

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Erkunde die griechische Trauminsel mit den MARCO POLO Erlebnistouren

Wo der Profítis Ilías vor 1,5 Millionen Jahren noch einsam aus den Wellen ragte, wartet heute ein Urlaubsparadies auf dich. Du suchst nach Sonne, Sand und Meer? Dann verbringe einen Tag am Strand von Kamári. Dich ruft das Abenteuer? Dann nichts wie los in den wilden Süden rund um Períssa! Oder fehlt dir noch ein gutes Sonnenuntergangsselfie? Auf den Himmelsbalkonen von Firá wirst du sicher nicht enttäuscht.

Egal wonach dir der Sinn steht, mit dem MARCO POLO Reiseführer entdeckst du die schönsten Fleckchen von Santorin und sammelst unvergessliche Urlaubserinnerungen!

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