Wer von Sardinien erzählt, setzt automatisch einen Sehnsuchtsblick auf. Da sind erst mal die Strände: Wer in der Bucht von Cala Brandinchi bei San Teodoro planschen war, braucht keine Karibik mehr, wer sich die Traumbuchten des Golfs von Orosei erwandert hat, weiß: Da muss ich wieder hin!
Planschen und entspannen
Natürlich ist Sardinien dank seines mediterranen Klimas und seiner 1900 km langen Küste mit unzähligen bilderbuchschönen Stränden und Buchten vor allem eine wundervolle Badeinsel. Doch gibt es hier viel mehr als nur Strand: Die wilde Welt der Berge mit ihrer unberührten Natur ist ein Paradies für Outdoorfans und Mountainbiker, dank ihrer Einsamkeit und Stille aber auch ideal zum Entschleunigen. Ständiger Begleiter auf der Entspannungstour: das helle Bimmeln der Glöckchen der Schaf- und Ziegenherden, die tagein, tagaus durch die Landschaft ziehen. Diese Landschaft – und das macht Sardinien so spannend – präsentiert sich immer wieder anders: zerklüftete Granithaufen und -klötze in der Gallura, zerfressene Kalkfelsen im Supramonte, vom Wind zerzauste, uralte Ginsterbüsche an der stürmischen Westküste, die bis in die Gipfelregionen dicht bewaldeten Berge des Gennargentu ... Und wenn dann der Sonnenuntergang die rot leuchtenden Küstenklippen der Costa Paradiso noch röter scheinen lässt, dann – war es das noch lange nicht. Wie wär’ es jetzt mit einem Sundowner auf den Bastionen von Alghero: Wer die Sonne hinter den Karstfelsen des Capo Caccia, dessen Silhouette dann einem liegenden alten Mann mit Bäuchlein gleicht, untergehen sieht, für den ist der Sardinien-Erlebnistag noch längst nicht vorüber. Denn die Einwohner dieser Trauminsel lernst du am besten in den Abendstunden kennen: Dann wird bis spät gegessen, flaniert und auf der Piazza geplappert.
Begegnung mit den Sarden
Gerade die Begegnung mit Land und Leuten ist ein prägender Teil deines Sardinienurlaubs – ob das am Wochenende die Familie am Strand ist, der Hirte unterwegs in den Bergen oder der Weinbauer, die Köchin, der Barmann: Ihre stolze Zurückhaltung und ihre unübertreffliche Gastfreundschaft spiegeln den Charakter der Insel ebenso wider wie ihre archaischen Gesänge und fremdartigen Melodien oder ihre schwermütig anmutenden, uralten Rundtänze. So viel Stolz und Hingabe, wie die Sarden in die Pflege ihrer Traditionen legen, so viel Aufmerksamkeit und Liebe lassen sie ihrer Küche angedeihen, die du im Inselinneren viel besser kennenlernst als an der Küste. Ganz selbstverständlich werden Reisende bei den zahllosen Dorffesten eingeladen und herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen. Und die Gelegenheit dazu ist gar nicht selten, denn übers Jahr finden stattliche tausend Ernte-, Schafschur-, Heiligen- oder Reiterfeste statt. Wenn dann die Sarden zu ihrem schweren Rotwein beginnen, ihre alten Weisen zu singen, kommt irgendwann der große Hunger durch. Und da hat Sardinien einiges mehr zu bieten als Pizza und Spaghetti!
Geschichte
Um 6000 v. Chr.
Erste dauerhafte Besiedlung
Ab 1800 v. Chr.
Nuraghenkultur: 8000 Rundtürme und Gigantengräber
Ab 1000 v. Chr.
Phönizier aus Nordafrika gründen Städte
227 v. Chr.
Sardinien wird römische Provinz
Um 900
Vier unabhängige Reiche, sogenannte Judikate: Arborea, Cagliari, Gallura und Torres
1479–1708
Sardinien ist Teil des spanischen Weltreichs. Das Volk auf dem Land sinkt zu Leibeigenen ab
1718
Die neuen Inseleigner aus Savoyen gründen das Königreich Sardinien
1820
Erlass über die Landeinfriedungen prägt die Landwirtschaft bis heute: Große Gemeindeweiden werden von den Reichen in Besitz genommen und mit Mauern umgeben
1948
Sardinien wird autonome Region innerhalb Italiens
1997
Sardisch wird zweite Amtssprache
2024
Alessandra Todde wird als erste Frau zur Gouverneurin Sardiniens gewählt
Das echte Sardinien liegt im Inland
Sardinien wurde immer wieder erobert. Seit im 9.Jh. v. Chr. mit den Phöniziern die ersten Eindringlinge an ihren Küsten landeten, sah sich das Inselvolk fremden Herrschern ausgesetzt, die nichts anderes im Sinn hatten, als die Bevölkerung zu versklaven und die Reichtümer und Bodenschätze ihrer Insel auszubeuten. Die Sarden zogen sich von den Küsten in die wilden, unzugänglichen Berge zurück und wandten dem Meer und der Welt den Rücken zu. So wurden die Sarden ein Volk von Bauern und Hirten, deren Dörfer bis weit ins 20.Jh. hinein so einsam und isoliert voneinander lagen, dass sich zahllose lokale Dialekte ausbildeten. Und bis ins späte 20.Jh. war die Insel ein gefürchteter Verbannungsort: Das italienische Alcatraz, die abgelegene Gefängnisinsel Asinara, wurde erst 1998 geschlossen.
Vom Luxusziel zum Urlaubsparadies für alle
Als Anfang der 1960er-Jahre der Aga Khan, einer der reichsten Männer der Erde, die wunderschöne Nordostspitze der Insel für den Jetset entdeckte, brach er in eine archaische Welt ein, in der immer noch die alten Prinzipien von Ehre, Familie und Dorfgemeinschaft galten. Und so blieben die Luxusresorts für lange Zeit isolierte Welten, die kaum etwas mit Sardinien und den Sarden zu tun hatten – und sowieso nur ein paar kurze Wochen Saison. Der Name Costa Smeralda wurde in den Marketingabteilungen internationaler Investmenthäuser geboren und wie eine Kapitalanlage wurde das Promireservat auch gepflegt. Doch dank der sanften, naturnahen Küstenbebauung bleiben Sardinien bis heute die schlimmsten Auswüchse des Betonwahns weitgehend erspart: Zementierte und zersiedelte Küsten finden sich hier nur ganz selten.
Mit dem Aufkommen der Billigflieger wurde Sardinien als Urlaubsziel dann immer beliebter. Natürlich gibt es heute auch hier ein paar Auswüchse des Over-tourism, verdrängen auch in Alghero und Cagliari Airbnb-Apartments wie in Berlin und Barcelona mehr und mehr Altstadtbewohner. Doch noch immer achtet eine in ihren Traditionen tief verwurzelte Bevölkerung die Gastfreundschaft als eines der höchsten Güter und begreift es als Ehrensache, dich als Gast mit Aufrichtigkeit und Respekt zu behandeln.
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