
Reiseführer Rügen - Hiddensee - Stralsund

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Tief einatmen! Deutschlands größte Insel riecht nach Salz und Wellen, feuchter Erde und dichten Buchenwäldern, Kornblumen und reifen Brombeeren. Aber auch nach hausgemachter Sanddornmarmelade und geräuchertem Butterfisch. Rügen, das ist Genuss und Lebensfreude, Ideenreichtum und Ausgelassenheit, Freiheit bis zum Horizont und vor allem: Erholung pur.
Kleine, große Vielfalt
Rügen ist klein, aber groß: 926 km2, das sind Hamburg und Bremen zusammen. Für 70 000 Rügener also eine Menge Platz – außer im Sommer, wenn die meisten der jährlich 1,4 Mio. Urlauber dazukommen. Doch Strand gibt‘s genug. Und dann ist da ja noch der Rest der Insel: das lang gezogene Mönchgut mit den lindgrünen Zickerschen Bergen, die dichten Wälder der Granitz und die edlen Seebäder Göhren, Sellin, Baabe und Binz. Die schroffe Halbinsel Jasmund mit der bewaldeten Stubbenkammer und den leuchtenden Kreidefelsen im Nordosten, die flache, nahezu unbewaldete Halbinsel Wittow im Nordwesten. Der ursprüngliche Westen Rügens, schließlich die von Seen und Bodden durchzogene, früher „Muttland“ genannte Inselmitte (nach den dort gehaltenen Mutten, so bezeichnete man die Sauen) und der ruhige Südosten mit der fürstlichen Residenzstadt Putbus. Wo es am schönsten ist? Das musst du selbst entscheiden. Aber bloß nicht die anderen Inseln des Rügen-Archipels vergessen: Hiddensee, Ummanz, Vilm. Von Stralsund, dem backsteinfarbenen Tor nach Rügen, ganz zu schweigen.
Hart arbeitende Träumer
Rügen ist eine Insel im Umbruch: Noch immer beackern Landarbeiter die großen Felder der ehemaligen LPGs, die heute Agrarprodukt GmbH oder ähnlich heißen. Gleichzeitig entstehen kleine Biohöfe, auf denen alte Nutztierrassen oder einheimische Kräuter gezogen werden. Am Fährhafen Mukran leisten Fahrer und Arbeiter Schwerstarbeit beim Verladen. Inselschreiner widmen sich wochenlang einem Möbelstück, Juweliere schmieden schmucke Unikate, Töpferinnen brennen handgemachte Krüge. Hier leben Künstler und Kellner, Schiffsführer und Schlossherren, Fischer und Verkäufer. Menschen, die sich auf der Insel ihren Lebenstraum erfüllen.
Geschichte
ca. 3500 v. u. Z.
Steinzeitmenschen bauen erste Hünengräber auf Rügen
um 600
Das westslawische Volk der Ranen siedelt sich an
1168
Dänische Truppen erobern die Jaromarsburg
1628
Wallenstein belagert Stralsund 20 Tage lang und wird besiegt
1648
Die Region wird schwedisch
1815
Rügen fällt an Preußen
1875
Fürst Wilhelm Malte zu Putbus macht Binz zum Seebad
1936
Jungfernfahrt mit dem Zug über den neuen Rügendamm
1946
Nach dem Zweiten Weltkrieg leben rund 370 000 Flüchtlinge auf Rügen
1953
Aktion Rose: DDR-Führung enteignet private Hotelbesitzer
1989
Mit dem Mauerfall beginnt das Ende der DDR
2007
Die neue Rügenbrücke wird eröffnet
2026
Der Gigawatt-Windpark Baltic Hub vor Mukran soll vollständig ans Netz gehen
Eine Samstagsproduktion
Rügen ist ein ganz besonderer Ort, und zufällig wissen die Rüganer genau, wie er entstanden ist. Als nämlich Gott am sechsten Tag fertig war, die schwedische Küste zu modellieren, hatte er in seinem Eimer noch ein bisschen Erde übrig. Er drehte sich um, fand, dass da vor der pommerschen Küste noch ein bisschen Platz war, und schleuderte die Erde in diese Richtung, wo sie sich wie ein komischer Klecks ausbreitete. Noch schnell eine richtige Insel draus formen? „Nein“, dachte sich Gott. „Ist Wochenende.“ Dagegen klingt doch die Entstehungsgeschichte mit den 3 km dicken Gletschern, die in der letzten Eiszeit Gestein aus Skandinavien mitbrachten und durch ihr Gewicht Kalksedimente nach oben drückten, fast fantastisch.
Zwischen Eidechsen und Hünengräbern
Gletscherzungen haben auch die Vertiefungen geschaffen, in denen heute die Boddengewässer stehen. Läge Rügen in der Südsee, würde man sie Lagunen nennen. Im Bodden knutschen Salz- und Süßwasser, dort leben bedrohte, oft einmalige Arten, so wie überall auf der Insel. Die ungiftige Glattnatter etwa und die Zauneidechse, die lila blühende Wiesen-Kuhschelle und auch der vorübergehend fast verschwundene Seeadler. Inzwischen kann man auf Rügen wieder Paare beim Brüten beobachten, aber bitte aus gebührendem Abstand! Ein Spektakel veranstalten die bis zu 100 000 Kraniche, die im Herbst Rast auf Ummanz machen, Europas größtem Kranichrastplatz. Auch im Frühjahr ziehen Tausende Kraniche auf ihrem Weg nach Norden durch. Auf Rügen begegnest du außerdem ständig der Geschichte: bis zu 5000 Jahre alten Hünen- und Hügelgräbern, renovierten Herrenhäusern des pommerschen Landadels oder mittelalterlicher Backsteingotik – einem Stil aus der reichen Hansezeit, den du in voller Pracht in Stralsund bewundern kannst.
Viel Sonne, noch mehr Magie
Auf der Wetterkarte im Fernsehen liegt mal wieder eine Wolkendecke über Deutschland? Dann schnell nach oben rechts gucken: Die Chancen stehen gut, dass dort Rügen hervorblitzt. Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Sonnenstunden wie hier, nicht zuletzt des frischen Ostseewinds wegen. Wenn es regnet, dann selten lange. Und nur ein paar Kilometer entfernt kann zur selben Zeit die Sonne scheinen. Wetter auf Rügen ist so kleinräumig, dass selbst der Vorhersage in der Regionalzeitung nur bedingt zu trauen ist. Deshalb bloß nicht lange fackeln, wenn die Sonne scheint! Rügen ist sowieso kein Ziel bloß für einen Sommer. Im Herbst mit seinen langen Abenden und den noch warmen Tagen hast du viele Orte für dich allein, kannst sogar noch baden, wenn das Wetter mitspielt. Im Winter, wenn Rügen mit einer Schneedecke überzogen ist, ist es still und einsam. Eine fast magische Atmosphäre, die nicht nur Caspar David Friedrich zu so manchem Bild inspiriert hat. Wenn die Tage wieder länger werden, dauert es, bis die Natur erneut zu sprießen beginnt. Aber sobald es losgeht, blüht in kurzer Zeit die ganze Insel, und die Gesichter der Menschen hellen sich über Nacht auf. Wer auf Rügen lebt, der weiß, dass er an einem der schönsten Flecken Deutschlands sein Zuhause hat. Und wer hier Urlaub macht, darf dieses Glück eine Zeit lang teilen.
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