
Reiseführer Oberitalienische Seen

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Eine leichte Brise streicht über die Wasserfläche, wiegt sanft die Palmen am Seeufer, eine erschreckte Eidechse verschwindet zwischen warmen Mauersteinen. Strahlend blau leuchtet der Himmel, glasklar zeichnen sich die Umrisse der gerade noch schneebedeckten Alpengipfel gegen ihn ab. Grünes, rebenbestandenes Hügelland liegt vor ihnen im Sonnenlicht.
Mildes Mikroklima und subtropische Vegetation
Alpine Frische und mediterrane Milde, Berghütten und aristokratische Villen: So entsteht eine unvergleichliche Stimmung, der sich kein Reisender entziehen kann. „Das geheimnisvolle Vorzimmer des Südens“ nennt der 1940 geborene Tessiner Schriftsteller Alberto Nessi die Seenlandschaft am Ausgang der Alpen zwischen der Schweiz und Italien. Wie ist sie entstanden? Mit einem unglaublichen Getöse. Vor 130 Mio. Jahren schob sich die afrikanische Kontinentalplatte an dieser Stelle teilweise gegen, teilweise über die europäische. Vulkanausbrüche kamen hinzu, die Erde faltete sich – und die Alpen waren geboren. Die Zeit verging, mehre Klimawechsel folgten, mal plätscherte das Meer bis an die Alpen, dann schoben sich Gletscher gen Süden, schufen Täler, Flüsse, Seen. Ihre wärmespeichernden Wassermassen erzeugen bei geschützter Lage ein Mikroklima, das subtropische Vegetation ermöglicht und Palmwedel neben Eichenlaub wachsen lässt.
Die vielen Burgen und Befestigungen zeugen von der strategischen Wichtigkeit der Region. Die Alpenpässe bildeten die Nähte, die das von der Ostsee bis nach Sizilien reichende deutsche Kaiserreich zusammenhielten. Die Kaiser kamen meist über den Lukmanier- oder den Splügenpass und stiegen dann auf dem Seeweg über den Lago Maggiore oder den Comer See zur Poebene hinab. Und über den Fluss Ticino, den Lago Maggiore und ein weit verzweigtes Kanalsystem, die Navigli, wurden Mailand und die größeren Orte der Ebene mit Holz und Baumaterialien versorgt. Den Marmor für den Mailänder Dom haben viele fleißige Hände vom Steinbruch in Candoglia beim Mergozzosee in die lombardische Metropole transportiert.
Geschichte
500 v. Chr.
Keltische Insubrer wandern von Norden ein
300 v. Chr.
Die Römer beginnen mit der Eroberung der Alpenpässe
6.–11.Jh.
Langobarden besiedeln das Gebiet der Oberitalienischen Seen. Die Franken zerstören das Langobardenreich
12.–15.Jh.
Lega Lombarda schlägt den deutschen Kaiser Barbarossa. Adelsfamilien (Visconti, Sforza) erringen die Macht
18./19.Jh.
Spanien, Frankreich und Österreich herrschen in Oberitalien. Ab 1848 kämpft die italienische Einigungsbewegung („Risorgimento“) für die Unabhängigkeit. 1861 entsteht das Königreich Italien
1941–45
Italien im Zweiten Weltkrieg
1946
Nach einem Volksentscheid wird Italien Republik
1980
Die Eröffnung des Gotthard-Autobahntunnels verkürzt die Anreise erheblich
2021
Seilbahnunglück am Mottarone mit 14 Toten
2024
Wiedereröffnung der zweiten Röhre des Gotthard-Basistunnels nach dem Güterzugunfall im Sommer 2023
Wiege des Tourismus
Die milden Winter und die warmen, aber nicht drückend heißen Sommer haben die Gegend schon früh zu einem beliebten Rückzugsgebiet der Mailänder Aristokratie gemacht. Die Adels- und Industriellenfamilien bauten an den Seeufern prächtige Villen mit üppigen Parkanlagen. Gleichzeitig entstanden die legendären Grandhotels. Der Lago Maggiore, der Luganer See und der Comer See erlebten ihre Blütezeit, als man mit Kutsche und Hutschachteln anreiste und die Damen mit Sonnenschirm im Rüschenkleid über die Seepromenade flanierten. Mitte des 18.bis Anfang des 20.Jhs. waren die Oberitalienischen Seen bevorzugte Reiseziele der Oberschicht.
Inspiration für Künstler und Schriftsteller
Ihnen folgten Künstler und Intellektuelle, die hier ihre Italiensehnsucht stillten – und die Seen in ganz Europa bekannt machten. Der Dadaist Hugo Ball sah im Tessin etwas Exotisches, „eine Art Neuguinea und Honolulu”, der französische Schriftsteller Stendhal verglich den Lago Maggiore mit dem Golf von Neapel. Der Comer See brauchte gar nicht erst besungen zu werden: Dies hatte 1827 bereits der italienische Schriftsteller Alessandro Manzoni in seinem Roman „Die Brautleute“ getan, dem vielleicht wichtigsten Roman der italienischen Literaturgeschichte. Ein Jahrhundert später entstand einige Kilometer westlich deutsche Weltliteratur: Auf ausgedehnten Spaziergängen über dem Luganer See holte sich der spätere Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse ab 1919 die Inspiration für Werke wie „Siddhartha“ und „Der Steppenwolf“, die ihn zum meistgelesenen deutschsprachigen Autor machten. Ab der Mitte des 20.Jhs. machte dann das Wirtschaftswunder die Seen zu einem gut erreichbaren Urlaubsparadies nicht mehr nur für Begüterte. Ascona war zeitweise derart in Mode, dass Opel ein Auto nach dem Ort am Lago Maggiore benannte. Der 1980 eröffnete Autobahntunnel durch den Gotthard leitete paradoxerweise die Kehrtwende ein: In derselben Zeit, in der man früher an die Seen gelangte, fuhr man nun ans Mittelmeer. Die Zahl der Übernachtungen in den Hotels der Region nahm kontinuierlich ab. Doch noch immer ist die Gegend wie für den Urlaub geschaffen.
Dolce Vita, Seeblick und Polenta
Im Straßencafé an der Uferpromenade, beim Spaziergang durch einen Park mit exotischen Pflanzen, beim Wandern durch Kastanienwälder oder beim Surfen mit dem Wind im Rücken fällt es einem leicht, den Alltag hinter sich zu lassen. Dieselbe Leichtigkeit des Seins spürst du auf einer Fahrt mit dem Linienschiff auf dem Lago Maggiore, mit der Centovallibahn durch das Tal der Hundert Täler oder beim Aufstieg auf einen Gipfel, wo sich dir im wörtlichen Sinn neue Horizonte eröffnen. Ein Glas Merlot, eine Portion Polenta mit Schmorbraten, das Plätschern der Wellen, dazu der Vollmond, der die imposante Bergkulisse deutlich aus der Dunkelheit hervortreten lässt: In einem solchen Moment solltest du zum Himmel hochschauen und prüfen, ob die Redensart stimmt: „Hier ist es so schön, dass die Sterne näher zusammenrücken, um einen Platz über dem Paradies zu ergattern.“
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MARCO POLO Reiseführer
Oberitalienische Seen, Lago Maggiore, Luganer See, Comer See
Buch, 16. Auflage · 15.95 €Mit dem MARCO POLO Reiseführer zu den Oberitalienischen Seen: Lago Maggiore, Luganer See & Comer See „Das geheimnisvolle Vorzimmer des Südens“ nannte der Schriftsteller Alberto Nessi die Seenlandschaft zwischen Alpenrand und Po-Ebene. Und tatsächlich vereint die Region um die Oberitalienischen Seen das Beste aus zwei Welten: Hier findest du alpine Frische und mediterrane Milde, Palmwedel wachsen neben Eichenlaub und Berghütten stehen unweit von aristokratischen Villen.
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Dolce Vita mit Seeblick und Polenta: Erkunde mit MARCO POLO die Oberitalienischen Seen!
Im Straßencafé auf der Uferpromenade, beim Spaziergang durch Kastanienwälder oder auf dem Surfbrett mit dem Wind im Rücken fällt es nicht schwer, den Alltag hinter sich zu lassen. Spüre die Leichtigkeit des Seins bei einem Bungeesprung vom Verzasca-Staudamm oder wenn du in Colico mit dem Kite abhebst. Ganz egal, ob Action oder Entspannung pur – mit den Tipps in deinem MARCO POLO Reiseführer wird deine Reise zu den Oberitalienischen Seen zum unvergesslichen Erlebnis!

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