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Was siehst du vor dir, wenn du ans Allgäu denkst? Wenn es dir wie den meisten Menschen geht, vermutlich: friedlich grasende Kühe auf grünen Hügeln, mächtig aufragende Berggipfel unter blauem Himmel, schimmernde Seen und ein Märchenschloss. Dazu zupackende Bergbauern und Alphirten, dampfende Kässpatzen und eine lustige Gesellschaft auf der Alpe oder im Biergarten. Das sind natürlich Klischees und Bilderbuchfantasien. Das Besondere am Allgäu ist: An den Klischees ist was dran.
Die Bilderbuchlandschaft gibt es wirklich
Das sind natürlich Klischees und Bilderbuchphantasien. Das Schöne ist: An den Klischees ist was dran. Die Berggipfel der Allgäuer Hochalpen rund um Oberstdorf ragen in schroffer Schönheit in den Himmel. Entlang wilder Bergbäche wie Stillach, Trettach und Breitach lässt es sich durch grüne Täler wandern, die von Bergweiden mit grasenden Kühen gesäumt sind.
Auch die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau sind zu Recht berühmt: Sie verkörpern den Traum von der idealen mittelalterlichen Burg inmitten der dramatischen Kulisse der Ammergauer Alpen. Hinter Neuschwanstein ragt der Tegelberg auf wie ein riesenhafter, stummer Wächter. Vom Schloss aus blickt man auf den blaugrünen Spiegel des Forggensees, auf dem sich weiße Segel wie Schwäne tummeln.
Geschichte
15 v.Chr.
Eroberung durch die Römer
18 n. Chr.
Der griechische Geograf Strabon erwähnt die keltische „Stadt“ Kambodounon
3.Jh.
Alemannen breiten sich aus
6.–10.Jh.
Christianisierung
1079–1268
Stauferzeit: Herzogtum Schwaben
13.–16.Jh.
Wirtschaftliche Blüte: Tuch- und Leinenweberei, bedeutender Fernhandel
1525
Bauernkrieg
1618–1648
Der Dreißigjährige Krieg wütet im Allgäu besonders schlimm
1852
Eisenbahn in Kempten, Beginn des Tourismus
1869–84
König Ludwig II. lässt Schloss Neuschwanstein bauen
1972
Bayerische Gebietsreform: Es entstehen die Landkreise Ober-, Ost- und Unterallgäu
2025
Das Allgäu feiert das 500-jährige Jubiläum der Zwölf Artikel der Bauernschaft von 1525, eine der europaweit ersten schriftlichen Forderungen nach Menschen- und Freiheitsrechten
Die letzte Eiszeit hat im Voralpenland neben Moränenhügeln und Mooren auch zahllose Seen hinterlassen: Von Bergen umschlossen liegen der kleine, geheimnisvolle Alatsee und der Große Alpsee bei Immenstadt, der in königlichem Blau schimmert. Moorig- braun und weich ist dagegen das Wasser vieler kleiner Badeseen im Westallgäu.
Mehr als Kopfkino
Aber es gibt im Allgäu noch viel mehr zu entdecken und zu erleben, denn die reale Region ist wesentlich größer und vielfältiger als das Kopfkino es vermuten lässt: Das Allgäu war nie reich und zwischen 1600 und 1720 verwüsteten Kriege, Hungersnöte und die Pest die Region. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen sind in dieser Zeit prachtvolle Bauten entstanden: Fürstliche Residenzen, herrschaftliche Stadthäuser, stolze Klöster und viele Kirchen, in denen die Herrlichkeit des Gottesreiches in Marmor, Stuck und Gold vorweggenommen wurde. So finden sich noch heute in kleinen Altstädten und unscheinbaren Dörfern architektonische Perlen und barocke Kunstschätze, die mitunter versteckt liegen, die zu (be-)suchen sich aber lohnt. Weniger bekannt ist das Allgäu als Burgenregion, was ebenfalls eine Folge der kriegerischen Wirren ist, die aus den Burgen Ruinen machten. Dabei liegen die Reste etwa der Burgen Falkenstein, Eisenberg, Hohenfreyberg und Alttrauchburg höchst malerisch auf Bergkuppen und laden zu Entdeckerwanderungen ein.
Oft unterschätzt: Das „Unterland“
Das nur leicht gewellte Unterallgäu mit seinen geschäftigen Städtchen und fruchtbaren Feldern taucht im „Kopfkino“ meist nicht auf. Dabei sind hier bestens erhaltene historische Stadtkerne und liebevoll gestaltete Museen zu erkunden wie in Memmingen und Mindelheim, prächtige Klöster und Kirchen wie in Ottobeuren und Buxheim oder auch das beschauliche Bad Wörishofen mit seinen Kneippanlagen und dem außergewöhnlich hübschen Kurpark.
Nicht alles, was Allgäu heißt, ist Allgäu - und umgekehrt
Das historisch gewachsene und durch seine Sprache und Gebräuche definierte Allgäu erstreckt sich von Memmingen im Norden bis Oberstdorf im Süden und von Scheidegg im Westen bis Schongau im Osten. Politisch gesehen liegt ein Teil des Allgäus also in Baden-Württemberg, der größere Teil liegt in Bayern, dazu kommen zwei österreichische Exklaven: Jungholz gehört politisch zu Tirol, das Kleinwalsertal zu Vorarlberg. Beide Gebiete sind aber nur von Deutschland aus zu erreichen und damit zumindest gefühlt doch Teil des Allgäus. Ganz schön kompliziert, oder? Allen Regionen gemein sind bestimmte Eigenschaften, die ihren Bewohnern nachgesagt werden: Typische Allgäuer sind naturverbunden, praktisch veranlagt, grundsätzlich gesellig, aber manchmal etwas maulfaul – und stolz auf ihre schöne Heimat. Übrigens legen die Allgäuer Wert darauf, dass sie ein ganz eigener Schlag sind.
Und wie ist das jetzt mit den grünen WIesen und Kühen?
In der Region gibt es rund 5000 landwirtschaftliche Betriebe, die insgesamt etwa 190 000 Kühe halten. Im Ober- und Ostallgäu ist das Landschaftsbild vom Grünland geprägt, aber die Kühe stehen selten auf der Wiese. Nur das Jungvieh, „Schlumpen“ genannt, darf den Sommer draußen verbringen. Manchmal sogar auf einer Bergweide, der „Alpe“. Die besonders glücklichen Kühe kommen auf eine Sennalpe, auf der ihre Milch direkt zu Käse verarbeitet wird und der Käse schmeckt so gut, wie man es sich beim Gedanken an Kühe auf Bergwiesen voller Alpkräuter vorstellt! Sieh dir die Bilderbuchlandschaften und Märchenschlösser selbst an, probier Spezialitäten und lern typische Allgäuer kennen – komm ins Allgäu!
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Buch, 15. Auflage · 17.95 €Zu Besuch im Land des Märchenkönigs mit dem MARCO POLO Reiseführer Allgäu Grasende Kühe auf grünen Hügeln, mächtige Berggipfel vor blauem Himmel und Märchenschlösser, die sich in glitzernden Seen spiegeln – so sehen die Bilderbuchfantasien der meisten Menschen aus, wenn sie ans Allgäu denken. Das Schöne daran: Die Klischees sind alle wahr!
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Typische Allgäuer sind naturverbunden, praktisch veranlagt und stolz auf ihre schöne Heimat. Dazu haben sie auch allen Grund. Wo auf vier Einwohner eine Kuh kommt, lässt es sich hervorragend wandern, klettern oder gleitschirmfliegen. Und im Winter kannst du natürlich auch auf Ski und Snowboard die Pisten runterjagen.
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Über die Region:
Das Allgäu mit dem Illertal verbindet alpine Landschaft mit kultureller Vielfalt. Die Region bietet Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und Entdecken. In Kempten trifft Geschichte auf modernes Stadtleben, während das Hochmoor bei Bad Wurzach mit seiner besonderen Naturkulisse beeindruckt. Ideal für aktive Erkundungen und abwechslungsreiche Ausflüge.

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