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Lange Kiesstrände und verschneite Berggipfel, Palmen und Steineichen, Pizza und Speckknödel: Der Gardasee hat viele Gesichter und für jeden Fan hat er seine ganz eigenen Reize. Eines aber hat er für alle gemeinsam: Er ist für Mitteleuropäer die Offenbarung des südlichen Lebensgefühls, der am nächsten gelegene Ort des so geliebten Dolce Vita.
Einmal am lago, immer am lago. Warum eigentlich? Liegt es an den wunderbaren centri storici, den vielen Burgen und den malerischen Häfen? An den Palmen, den Zypressen oder den Olivenbäumen? Oder etwa am cremigen Eis und dem süffigen Rotwein? Wahrscheinlich liegt es vor allem daran, dass wir uns dort zu Hause fühlen – und doch in der Ferne: Alle sprechen Deutsch, das Bier ist gut, der Verkehr geregelter als an anderen italienischen Orten. Und dennoch: Obwohl der Lago di Garda der „südlichste See Münchens“ genannt wird, stillt er mit seinen 370 km2 (das ist genau die doppelte Größe der Insel Fehmarn) die Sehnsucht nach Meer. Na ja, fast: Misst er doch an seiner breitesten Stelle gerade mal 17 km ... Doch kaum hat man den ersten Aperol Spritz in der Hand, fühlt man sich schon wie am Mittelmeer.
Im Westen die Ruhe
Das ruhige Westufer und die hippe Ostseite; die Berge im Norden und die breiten Strände im Süden: Genau in diesen Gegensätzen liegt der Reiz des Gardasees. Wenn du bei der Lektüre der Zeitung nicht viel mehr hören möchtest als das Klack, Klack von Segeln im Wind, dann bist du am Westufer, etwa in Gargnano, genau richtig. Bereits Ende des 19.Jhs. erkannte der Österreicher Luis Wimmer die lukrativen Reize des Gardasees und baute in Gardone das erste Grandhotel. Libertyvillen und noble Hotels – bis heute ist hier ein elitärer Tourismus zu Hause.
Geschichte
15 v. Chr.
Die Römer kommen an den See und nennen ihn Benacus
1260–1387
Die Scaliger-Familie herrscht in Verona und am See
1387–1405
Die Mailänder Familie Visconti herrscht über das Gardaseegebiet
1405–1797
Die Venezianer haben die Herrschaft über das Ostufer
1797
Das Westufer fällt an Napoleon, das Ostufer an Österreich
1814/15
Nach dem Sturz Napoleons fallen die Lombardei und Venetien an Österreich
1821–1861
Risorgimento: Bewegung für ein einiges Italien. 1861 wird Italien souveräner Staat
1919
Nach dem Ersten Weltkrieg ist der Gardasee rein italienisch
1943–1945
Republik von Salò unter dem Diktator Benito Mussolini
1946
Italien wird Republik
1977
Archäologen finden in Lavagnone bei Desenzano den wohl ältesten Pflug der Welt
2026
Die Olympischen Winterspiele finden unter anderem im Trentino statt
Lebhafter Osten
Am Ostufer ist es jünger und quirliger – aber nicht weniger pittoresk. In Bardolino und Garda fühlt sich wohl, wer gerne shoppt und abends lange unter Menschen sein möchte. In den verwinkelten Gassen der Ortszentren ist es dann fast voller als tagsüber und bis Mitternacht wirbeln Kinder mit einer Eiswaffel in der Hand durchs Gewusel. Stehst du allerdings auf richtiges Nightlife, auf Discokugeln und Technobeats, dann ab in den Süden! Die legendären Diskotheken rund um Desenzano locken Feiernde aus weitem Umkreis an.
Abenteuer im Überfluss
Bis zu 2000 m hohe Gipfel, tiefe Schluchten, steile Kletterfelsen – wenn du ein Outdoorsportler bist, wird dir am fjordartigen Nordufer nie langweilig. Abenteuerlustige erkunden beim Canyoning sonst unzugängliche Schluchten. Mountainbiker und Wanderer zieht es in die Höhe, Kletterer hängen an rauen Felswänden, manchmal sogar direkt über dem See. Dort pustet und bläst es für Landratten manchmal schon fast unangenehm. Nicht aber für die Wassersportler: Zwischen Limone, Riva und Malcesine machen die verlässlichen Winde den See zum windsichersten Binnengewässer Europas. Zu Surfern und Seglern gesellen sich Kiter, Stand-up-Paddler und Kanufahrer. Wasserski und Parasailing gibt es auch, das allerdings nur im Süden: Im Norden sind Motorboote nicht erwünscht. Je weiter du in den Süden kommst, desto wuseliger wird das Treiben. Vor allem in den heißen Sommermonaten sind die Strände voll und Parkplätze rar. Kein Wunder: Das Ufer ist weitläufiger und vereinzelt gibt es sogar Sand. Keine Lust auf Hektik? Wie wär’s mit einem Sonnenuntergang an einer malerischen Hafenmole, etwa in Cassone bei Malcesine? Mit einem aperitivo in der Hand und Blick auf den See ist der Trubel schnell vergessen. Oder du erkundest das wenig beachtete Hinterland: Selbst regelmäßig wiederkehrende Urlauber entdecken immer wieder neue spannende Ausflugsziele.
Villen und römische Ruinen
Aber Italien heißt doch auch Kultur und Geschichte? Keine Sorge: Wo einst schon Goethe, Nietzsche oder Kafka weilten, entdeckst du Kulturziele aller Art, etwa die romanische Kirche San Severo in Bardolino oder eine alte Römervilla in Sirmione. Attraktiv ist eine Kajak- oder Kanufahrt entlang des Ufers: Von der Straße aus unsichtbare Villen zeigen dann ihre volle Schönheit und in alten Zitronengärten leuchten die gelben Früchte. Ein idealer Ausgangspunkt ist Gargnano. Und das Essen? Egal, welchen Urlaubsort du gewählt hast, selbst in eher touristischen Lokalen isst du meist vorzüglich. Und zwar unabhängig davon, ob es ein aufwendiges Fischmenü in einem Feinschmeckerlokal sein soll, eine frische Gardaseeforelle vom Grill oder einfach nur eine Pizza. Ähnliches gilt für den Wein. Ob fruchtig-leicht, gehaltvoll oder trocken-würzig: Rund um den See wachsen Trauben für die verschiedensten Weine. Im Norden passt der rote, charakterstarke Marzemino besonders zu herzhaften Speisen, im Süden trinken Weinliebhaber den Rosé Bardolino Chiaretto gut gekühlt zu feinen Fischgerichten. Das Leben am See ist heute vom Tourismus bestimmt. Was ökonomisch ein Segen ist, hat auch Schattenseiten. Vor allem das starke Verkehrsaufkommen zehrt immer mal wieder an den Nerven. Daher der gute Tipp: Fahr so wenig wie möglich mit dem Auto! Doch trotz der vielen Touristen musst du am Gardasee nicht befürchten, abgezockt zu werden. Die Italiener schätzen die deutschen Urlauber und in vielen Hotels und Restaurants wirst du begrüßt, als kämst du schon seit Jahren in dieses Haus. Schönen Urlaub!
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Mit den MARCO POLO Insider-Tipps die schönsten Spots am Seeufer entdecken
Einmal am lago, immer am lago – schließlich ist hier kein Urlaub wie jeder andere. Am Westufer hörst du beim Frühstück im Luxushotel nur das Rauschen der Wellen, das hippe Ostufer ist das Richtige für ausgedehnte Shoppingtouren. Im Süden tobt das Nightlife mit Technobeats und Discokugeln und im Norden schlagen Abenteurer ihre Zelte auf. An welches Ufer es dich auch zieht – dein MARCO POLO Reiseführer bietet eine Fülle von Tipps und Empfehlungen, mit denen du deine Reise zum Gardasee individuell und flexibel gestalten kannst. So fängt dein Urlaub schon zu Hause an!
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