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Wissenswertes über Sardinien
Erhalte wichtige Tipps zu Anreise, Fortbewegung, Klima, Zoll, Sicherheit, WLAN und mehr für deine Reise nach Sardinien. So bist du bestens vorbereitet!Bloss nicht
Fettnäpfchen und Reinfälle vermeidenWas kostet wieviel?
| Was? | Wieviel €? |
|---|---|
| Espresso | 1-1,50 Euro im Stehen am Tresen |
| Imbiss | 2,50-4 Euro für ein panino mit Käse |
| Wein | 4-6 Euro für einen Viertelliter vino della casa |
| Liegestuhl | 10–30 Euro/Tag in der Hochsaison und an der Costa Smeralda zum Teil drastisch mehr |
| Benzin | 1,90-2,20 Euro für 1 l Super 95 |
| Bus | 6-10 Euro für 100 km |
Feiertage
1. Januar
- Capodanno (Neujahr)
6. Januar
- Epifania (Hl. Drei Könige)
März/April
- Pasquetta (Ostermontag)
25. April
- Liberazione (Jahrestag der Befreiung vom Faschismus)
1. Mai
- Festa del Lavoro (Tag der Arbeit)
2. Juni
- Festa della Repubblica (Tag der Republik)
15. August
- Ferragosto (Mariä Himmelfahrt)
1. November
- Ognissanti (Allerheiligen)
8. Dezember
- Immacolata Concezione (Mariä Empfängnis)
25. Dezember
- Natale (Weihnachten)
26. Dezember
- Santo Stefano (Zweiter Weihnachtsfeiertag)
Anreise mit der Bahn
Die Hafenstädte auf dem Festland haben alle Bahnanschluss, auf Sardinien ist der Bahnhof maximal 15 Minuten Fußmarsch vom Fährhafen entfernt und es gibt Busshuttles für Passagiere ohne fahrbaren Untersatz. Für den Wechsel vom Zug zum Schiff und andersherum solltest du eine Stunde Zeit einplanen. Auf der Insel ist das Bahnnetz dünn: Es existiert nur eine Hauptlinie von Golfo Aranci/Olbia nach Cagliari mit Abzweig nach Porto Torres und Iglesias. Von klapprigen Vorort- bis zu modernen Regionalexpresszügen rollt ein bunter Wagenpark durch die Insel. Besonders schön ist die Strecke von Olbia bis Oristano – im Schneckentempo und ohne Handynetz eine echte Entschleunigungstour. Zwischen Olbia und Golfo Aranci gibt es sogar einen Strand mit Bahnanschluss: In Cala Sabina lädt dich die Bummelbahn direkt im schneeweißen Sand ab. trenitalia.com
Anreise mit dem Bus
Recht aufwendig ist die Anreise mit dem Fernbus: So fahren Flixbusse (flixbus.de) zum Beispiel nach Genua (dort weiter zum Hafen mit dem ÖPNV: amt.genova.it) oder bis Pisa. Hier muss man dann umsteigen in die Busse der Autolinee Toscane (at-bus.it) und weiterfahren zum Fährhafen Livorno.
Anreise mit dem Auto
Mit dem Auto geht es via Schweiz und Gotthardtunnel oder via Österreich und Brennerpass nach Genua auf die teure, lange Nachtfähre nach Olbia oder Porto Torres. Meist um ein Drittel günstiger und auf jeden Fall schneller geht es ab Livorno, wo die Hafenzufahrt am Stadtzentrum vorbeiführt und es selten Staus gibt. Tag- und Nachtfähren schippern von hier nach Golfo Aranci und Olbia. Kabinen sind bei Nachtfähren komfortabel, aber keine Pflicht. Die deutlich längere Anfahrt nach Civitavecchia lohnt sich nur, wenn du die Fähre nach Cagliari nehmen willst.
Für alle Fähren gilt: In der Hochsaison unbedingt rechtzeitig buchen, da dann ganz Italien Ferien macht und die Fähren rappelvoll sind! Camper und Motorradfahrer sollten auch im Mai und Oktober vorbuchen, da die Garagenplätze begrenzt sind. Außerhalb der Hochsaison werden teils sehr günstige Tarife angeboten. Es lohnt sich, die Preisentwicklung der Fährgesellschaften Moby/Tirrenia, Sardiniaferries, GNV und Grimaldi Lines im Auge zu behalten: Newsletter abonnieren und vor allem auf Preisaktionen achten, die meist von Dezember bis März sporadisch angeboten werden – da fahren schon mal zum Muttertag alle Mütter gratis mit oder zur Einweihung einer neuen Fähre alle Kinder ...
Anreise mit dem Flugzeug
Von Ostern bis Oktober gibt es Direktflüge von Lufthansa, Easyjet, Ryanair, Condor und Eurowings nach Olbia, Cagliari und Alghero. Außerhalb der Saison ist meist Umsteigen angesagt. ITA Airways bietet sehr günstige Preise ab Frankfurt, Stuttgart, Wien und Zürich. Der Flughafen Cagliari hat einen Bahnanschluss, Olbia einen Busbahnhof, von dem in der Saison zahlreiche Busverbindungen in die Ferienorte starten, aber meist nur ein- bis zweimal am Tag; diese Fahrpläne sind nicht online verfügbar, aber auf der Flughafenwebsite geasar.it abrufbar. Vom Flughafen Alghero fahren Direktbusse nach Alghero und Sassari.
Ankommen
Zoll
Frei ein- und ausgeführt werden dürfen innerhalb der EU alle Waren für den persönlichen Gebrauch. Richtwerte hierfür sind u. a. 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen. Für Schweizer gelten erheblich geringere Freimengen (bazg.admin.ch).
Klima & Reisezeit
Die Vor- und Nachsaison im April/Mai und September/Oktober lockt viele Motorradfahrer auf Sardiniens Kurvenstrecken. Früh- und Spätsommer sind ideal für Rundreisen und Sporturlaub. Die Badesaison beginnt ungefähr Mitte Mai und dauert bis Anfang Oktober, das Meer hat aber stellenweise und vor allem im Süden noch bis in den November hinein angenehme Temperaturen. Von Ende Juni bis Ende August ist Hochsaison. Wer kann, meidet insbesondere die zentralen Augusttage, denn da platzt die Insel aus allen Nähten. Doch Sardinien kann auch anders: Im Januar und Februar liegen die Berge Zentralsardiniens in der Regel unter einer dichten Schneedecke.
Weiterkommen
Auto
Die italienischen Verkehrsvorschriften sind weitgehend mit den deutschen identisch. Wichtige Ausnahmen: Außerorts muss auch tagsüber mit Licht gefahren werden und für jeden Mitfahrer ist im Fahrgastraum eine Warnweste mitzuführen, die im Pannenfall beim Verlassen des Autos angelegt werden muss. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in Ortschaften 50, auf Landstraßen 90, auf Schnellstraßen 110 km/h. Autobahnen gibt es keine auf Sardinien, auf dem Festland gilt dort 130 km/h.
Tankstellen haben meist über Mittag und sonntags geschlossen. Oft steht jedoch außerhalb der Öffnungszeiten ein Tankautomat bereit, der mit Kreditkarte und/oder mit Geldscheinen funktioniert. Immer wieder gibt es aber Probleme mit ausländischen Bankkarten, deshalb ausreichend Puffer zur Tankstellensuche einplanen, wenn du deinen Mietwagen rechtzeitig zurückgeben musst!
Blau gekennzeichnete Parkflächen sind gebührenpflichtig, weiß bedeutet kostenlos und gelbe Parkflächen sind je nach Beschilderung für Behinderte oder Behörden vorbehalten. Parksäulen funktionieren ähnlich wie in Mitteleuropa; manchmal muss man zusätzlich das Autokennzeichen (steht bei Mietwagen auf dem Anhänger des Wagenschlüssels) eingeben. Strafzettel für Parkverstöße müssen in der Regel innerhalb der nächsten fünf Tage bezahlt werden – sonst steigt der Gebührensatz. Bezahlen kannst du meist im Tabakladen oder auf der Post. Bußgeldbescheide werden manchmal noch Jahre später in die Heimat nachgesendet, oft mit saftigen Säumniszuschlägen.
Wer mit dem E-Auto auf die Insel will, muss Zeit und Geduld mitbringen. Ladestationen sind nicht breit gestreut und oft an Hotels angeschlossen. Zwar verfügen immer mehr Supermarktparkplätze über Ladesäulen, aber in den Ferienregionen ist dann Ladestau programmiert. Das einzig nennenswerte Ladenetz bietet bisher Enel X (enelx.com). Nicht immer funktionieren ausländische Ladeabos problemlos. Und bitte das E-Auto auf keinen Fall im Ferienhaus an der Steckdose laden – das macht keine sardische Sicherung mit!
Mietwagen
Es ist immer am günstigsten, bereits vor der Reise über einen großen Anbieter oder im Internet zu buchen. Einen Kleinwagen bekommst du ab ca. 400 Euro pro Woche.
Öffentliche Verkehrsmittel
Das Busnetz auf Sardinien ist sehr dicht. Die staatliche ARST (arst.sardegna.it) fährt fast jedes Dorf an. Alle 350 Buslinien sind über Google Maps oder die Website app.arstspa.it/trip planner/map zuverlässig und in Echtzeit recherchierbar. Alle größeren Orte besitzen einen zentralen Busbahnhof (stazione autobus), in Dörfern ist die Haltestelle meist in der Ortsmitte. Tickets erhält man in Bars, an Kiosken oder in Tabakläden im Umfeld der Haltestelle, in größeren Orten auch am Automaten, außerdem über die App Dropticket. Jeder Bus befördert maximal zwei Fahrräder.
Die ARST betreibt außerdem ein kleines Lokalzugnetz von Sassari nach Alghero und Sorso, von Macomer nach Nuoro und von Cagliari-Monserrato bis Isili.
Vor Ort
Auskunft im Internet
sardegnaturismo.it ist die offizielle Tourismuswebsite der Region Sardinien. Die umfangreichste deutschsprachige Sardinien-Website ist der Blog pecora-nera.eu, der mit detaillierten und aktuellen Infos aufwartet. Reisepraktische Informationen aller Art findet man auch unter sardinienforum.de.
Geld & Kreditkarten
Geldautomaten (bancomat) sind zahlreich vorhanden; die gängigen Kreditkarten werden von sehr vielen Hotels, Restaurants, Tankstellen und Geschäften – auch für Kleinbeträge – akzeptiert.
Internetzugang & WLAN
Fast alle Hotels und Campingplätze verfügen über kostenloses WLAN. Kostenfreie Hotspots gibts außerdem auf Flughäfen und in vielen Cafés. In Ferienhäusern ist ein WLAN-Anschluss noch die Ausnahme, manchmal stellt der Vermieter gegen Aufpreis ein mobiles Datenmodem zur Verfügung.
Öffnungszeiten
Läden sind werktags meist von 8.30 bis 13 und von 17 bis 20 Uhr geöffnet, Märkte nur vormittags. In der Saison haben zahlreiche Geschäfte bis 22 oder gar 24 Uhr geöffnet. Supermärkte und Bäckereien sind oft auch am Sonntagvormittag geöffnet.
Telefon & Handy
Vorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Italien 0039.Innerhalb Italiens gibt es keine Vorwahlen, es muss immer die vollständige Nummer eingegeben werden und bei Anrufen aus dem Ausland muss auch die Null am Beginn von Festnetznummern daher immer mitgewählt werden.
Eintrittspreise
Der Eintritt in staatlichen Einrichtungen wie Museen, sehenswerten Bauwerken, Ausgrabungsstätten etc. ist deutlich preiswerter als in Mitteleuropa und bis 18 Jahre frei. In staatlichen Museen ist der Eintritt jeden ersten Sonntag im Monat sogar kostenlos. Bei von Gemeinden oder privat verwalteten Sehenswürdigkeiten ist die Bandbreite groß. So kostet z. B. die Grotta Is Zuddas 13 Euro, die Grotta di Nettuno 14 Euro. Die berühmte Nuraghe Su Nuraxi nimmt 15 Euro, die Nuraghenfestung Palmavera bei Alghero 5 Euro und die Nuraghe Losa 6 Euro, die Ausgrabungsstätte von Nora 8 Euro, jene in Tharros 9 Euro.
Strände
Alle Strände auf Sardinien sind frei zugänglich. Auch wenn es immer mehr Strände mit Lidobetrieb gibt, muss ein Teil des Strands frei bleiben (spiaggia libera) – und Spazierengehen am Ufer ist natürlich immer erlaubt.
Einige wenige Strände wie La Pelosa (Stintino), Rena Bianca (Santa Teresa Gallura), Le Piscine (Arzachena), Cala Brandinchi/Lu Impostu (San Teodoro), Cala Luna und Cala Goloritzè (Baunei) sowie Punta Molentis (Villasimius) und Tueredda (Teulada) sind im Sommer zugangsbeschränkt und verlangen einen Umweltbeitrag. Oben ohne wird an den großen Stränden toleriert, FKK nur in Porto Ferro (Alghero), Is Benas (Halbinsel Sinis), Piscinas (Costa Verde) und Feraxi (Muravera).
Toiletten
Toiletten in Restaurants und Bars sind leider selten sauber, deshalb solltest du immer Toilettenpapier und ein paar Feuchttücher dabeihaben. Letztere aber bitte auf keinen Fall ins Klo werfen, denn die engen Rohre verstopfen schnell.
Trinkgeld
Auf Sardinien ist Tip in der Gastronomie wesentlich weniger verbreitet, da im Restaurant der Service automatisch mitberechnet wird.
Unterkünfte
Für Sardinien lohnt es sich, früh zu buchen: Ab November gibt es Frühbucherrabatte für Hotels und Ferienanlagen, ab Februar für Ferienhäuser und große Villen. Meistens lohnt es sich, direkt auf den Websites der Unterkünfte zu buchen, auf den großen Reiseportalen wie booking.com oder expedia.de sind die Preise oft höher – und die besten Zimmer sind nicht verfügbar.
Wenn du dich beraten lassen willst, sind Individualreiseveranstalter wie sardinia4all.de, sardinianatour.com oder Pauschalreiseveranstalter wie oscarreisen.de, christophorus.at oder highlife.at verlässliche Anlaufstellen.
Notfälle und Sicherheit
Diplomatische Vertretungen
Deutsches Konsulat in Cagliari
Via Garzia Raffa 9 | Tel. 0 70 30 72 29
Österreichisches Konsulat in Cagliari
Via Orlando 17 | Tel. 07 08 00 30 21
Schweizer Konsulat in Cagliari
Via XX Settembre 16 | Tel. 0 70 66 36 61
Gesundheit
Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte EHIC (Rückseite deiner Versichertenkarte) hast du im selben Maß Anspruch auf kostenlose medizinische Versorgung wie Einheimische. Lass dir ggf. kostenpflichtige Leistungen genau quittieren, um sie von der heimischen Kasse erstattet zu bekommen. Größere Ferienorte haben während der Saison die Guardia Medica Turistica, eine Ambulanz für Feriengäste.
Notruf
Allgemeiner Notruf Tel. 1 12, Pannenhilfe vom Festnetz Tel. 80 31 16, vom deutschen Handy Tel. 80 0 11 68 00