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Santorin Top Sehenswürdigkeiten





















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Landschaftliche Highlights
Mousío Proϊstorikís Thíras
Museen © Milan Gonda, Shutterstock
Insider-Tipp Akrotíri verstehen
Manches muss man einfach wissen. Das spannendste Museum der Insel entführt dich in die Zeiten, als die Germanen noch in Höhlen schliefen, auf Santorin aber schon die erste Hochkultur Europas in voller Blüte war. Das Museum beherbergt vor allem Funde, die seit 1976 bei den Ausgrabungen von Akrotíri gemacht wurden. Der Rundgang im Eingangsgeschoss verläuft entgegen dem Uhrzeigersinn: In Raum B erklären Tafeln sehr gut und ausführlich, aber leider nur auf Englisch und Griechisch die Geologie und Entstehungsgeschichte Santorins. In einer Vitrine gleich rechts sind in älteren Lavaschichten gefundene Abdrücke von Pflanzenteilen und Tieren ausgestellt, darunter Abdrücke von 60 000 Jahre alten Olivenbaumblättern. Als Nächstes zeigt eine Wandvitrine Kykladen-Idole aus der Zeit zwischen etwa 2800 und 2400 v. Chr. Meist handelt es sich um weibliche Figuren. Typisch sind der flache Kopf mit der langen Nase, der fast phallusförmige, lange Hals, die andeutungsweise herausgearbeiteten Brüste und die vor der Brust verschränkten Arme sowie die Andeutung des Schamdreiecks. Ein Blickfang ist das große Modell der Ausgrabungsstätte von Akrotíri. Wer noch nicht dort war, bekommt hier einen ersten Eindruck vom städtischen Charakter dieser Siedlung, die ihre Glanzzeit zwischen 1700 und 1600 v. Chr. erlebte. In den folgenden Räumen verdeutlichen die Archäologen, was für eine hohe Wohnkultur die Menschen damals hatten und wie gut ihre Gesellschaft organisiert war. So siehst du in der ersten Vitrine hinter dem Modell von Akrotíri Gipsabgüsse von in der Vulkanasche gefundenen Abdrücken eines hölzernen Stuhls und eines dreibeinigen Tischs, einen tragbaren tönernen Backofen und zwei lang gestreckte tönerne Bänkchen in Hundeform, die als Halterungen für Fleischspieße dienten, ähnlich den heutigen Souvláki-Spießchen. Das nächste frei stehende Objekt überrascht: eine Badewanne. Vom ausgeklügelten Maßsystem Akrotíris zeugen weitere Vitrinen, in denen u. a. Gewichte zu sehen sind. Der zweite Teil des Museumsrundgangs im Eingangsgeschoss ist den weltberühmten Wandmalereien von Akrotíri gewidmet. Zunächst wird die Technik erklärt. In diversen Schälchen sind Farbpigmente und 3700 Jahre alte Kalkreste zu sehen. Ein runder Hausaltar in Form eines dreibeinigen Tischchens zeigt, dass auf Akrotíri nicht nur die Wände bemalt wurden, sondern auch viele kleine Objekte: Hier zieren Delfine den Altar. Der letzte Saal im Eingangsgeschoss präsentiert zwei Fresken aus dem 17.Jh. v. Chr. Das eine zeigt nicht näher definierbare vierbeinige Säugetiere, das andere acht herumtollende Affen. Gerade bei diesem Affenfresko wird deutlich, welche Freiheit des Ausdrucks die Maler jener Zeit bereits gefunden hatten. Jeder Affe ist anders, sieben werden im Profil, einer frontal gezeigt. Abschließend siehst du dann ein einzigartiges Kunstwerk, das erst am 12.Dez. 1999 in Akrotíri gefunden wurde: einen goldenen Steinbock aus dem 17.Jh. v. Chr., der auf feinen Goldplättchen steht. Der Fund ist nicht nur wegen seiner einmaligen Schönheit sensationell, sondern auch weil die Bewohner Akrotíris fast all ihren Besitz aus Edelmetall mitgenommen hatten, als sie vor dem drohenden Vulkanausbruch geflohen waren. Er macht Hoffnung auf mehr Kunstwerke dieser Art, denn 97 Prozent der Stadtfläche Akrotíris warten noch auf die Spaten und Pinsel der Archäologen. Im 2022 neu eröffneten Untergeschoss des Museums sind dann – modern arrangiert – großflächige Wandmalereien aus Akrotíri ausgestellt, die bislang im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen waren. Jetzt hat man sie endlich auf ihre Entstehungsinsel zurückgebracht. Bewunderung ist an dieser Stelle auch mal für die Archäologen und Restaurateure angebracht, die diese großen Fresken in jahrelanger Puzzlearbeit wieder zusammengesetzt und ergänzt haben. Die Originalteilchen sind dabei leicht auszumachen: Die Ergänzungen – Archäologen haben sie aus den vorhandenen Teilen hier, in Athen und in Iraklio auf Kreta abgeleitet – wurden auf die Wand gemalt, die Originale sind darüber erhaben.
- 847 00 Firá
- http://odysseus.culture.gr/
- +30 2286 023217
© Milan Gonda, Shutterstock
Insider-Tipp Akrotíri verstehen
Manches muss man einfach wissen. Das spannendste Museum der Insel entführt dich in die Zeiten, als die Germanen noch in Höhlen schliefen, auf Santorin aber schon die erste Hochkultur Europas in voller Blüte war. Das Museum beherbergt vor allem Funde, die seit 1976 bei den Ausgrabungen von Akrotíri gemacht wurden. Der Rundgang im Eingangsgeschoss verläuft entgegen dem Uhrzeigersinn: In Raum B erklären Tafeln sehr gut und ausführlich, aber leider nur auf Englisch und Griechisch die Geologie und Entstehungsgeschichte Santorins. In einer Vitrine gleich rechts sind in älteren Lavaschichten gefundene Abdrücke von Pflanzenteilen und Tieren ausgestellt, darunter Abdrücke von 60 000 Jahre alten Olivenbaumblättern. Als Nächstes zeigt eine Wandvitrine Kykladen-Idole aus der Zeit zwischen etwa 2800 und 2400 v. Chr. Meist handelt es sich um weibliche Figuren. Typisch sind der flache Kopf mit der langen Nase, der fast phallusförmige, lange Hals, die andeutungsweise herausgearbeiteten Brüste und die vor der Brust verschränkten Arme sowie die Andeutung des Schamdreiecks. Ein Blickfang ist das große Modell der Ausgrabungsstätte von Akrotíri. Wer noch nicht dort war, bekommt hier einen ersten Eindruck vom städtischen Charakter dieser Siedlung, die ihre Glanzzeit zwischen 1700 und 1600 v. Chr. erlebte. In den folgenden Räumen verdeutlichen die Archäologen, was für eine hohe Wohnkultur die Menschen damals hatten und wie gut ihre Gesellschaft organisiert war. So siehst du in der ersten Vitrine hinter dem Modell von Akrotíri Gipsabgüsse von in der Vulkanasche gefundenen Abdrücken eines hölzernen Stuhls und eines dreibeinigen Tischs, einen tragbaren tönernen Backofen und zwei lang gestreckte tönerne Bänkchen in Hundeform, die als Halterungen für Fleischspieße dienten, ähnlich den heutigen Souvláki-Spießchen. Das nächste frei stehende Objekt überrascht: eine Badewanne. Vom ausgeklügelten Maßsystem Akrotíris zeugen weitere Vitrinen, in denen u. a. Gewichte zu sehen sind. Der zweite Teil des Museumsrundgangs im Eingangsgeschoss ist den weltberühmten Wandmalereien von Akrotíri gewidmet. Zunächst wird die Technik erklärt. In diversen Schälchen sind Farbpigmente und 3700 Jahre alte Kalkreste zu sehen. Ein runder Hausaltar in Form eines dreibeinigen Tischchens zeigt, dass auf Akrotíri nicht nur die Wände bemalt wurden, sondern auch viele kleine Objekte: Hier zieren Delfine den Altar. Der letzte Saal im Eingangsgeschoss präsentiert zwei Fresken aus dem 17.Jh. v. Chr. Das eine zeigt nicht näher definierbare vierbeinige Säugetiere, das andere acht herumtollende Affen. Gerade bei diesem Affenfresko wird deutlich, welche Freiheit des Ausdrucks die Maler jener Zeit bereits gefunden hatten. Jeder Affe ist anders, sieben werden im Profil, einer frontal gezeigt. Abschließend siehst du dann ein einzigartiges Kunstwerk, das erst am 12.Dez. 1999 in Akrotíri gefunden wurde: einen goldenen Steinbock aus dem 17.Jh. v. Chr., der auf feinen Goldplättchen steht. Der Fund ist nicht nur wegen seiner einmaligen Schönheit sensationell, sondern auch weil die Bewohner Akrotíris fast all ihren Besitz aus Edelmetall mitgenommen hatten, als sie vor dem drohenden Vulkanausbruch geflohen waren. Er macht Hoffnung auf mehr Kunstwerke dieser Art, denn 97 Prozent der Stadtfläche Akrotíris warten noch auf die Spaten und Pinsel der Archäologen. Im 2022 neu eröffneten Untergeschoss des Museums sind dann – modern arrangiert – großflächige Wandmalereien aus Akrotíri ausgestellt, die bislang im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen waren. Jetzt hat man sie endlich auf ihre Entstehungsinsel zurückgebracht. Bewunderung ist an dieser Stelle auch mal für die Archäologen und Restaurateure angebracht, die diese großen Fresken in jahrelanger Puzzlearbeit wieder zusammengesetzt und ergänzt haben. Die Originalteilchen sind dabei leicht auszumachen: Die Ergänzungen – Archäologen haben sie aus den vorhandenen Teilen hier, in Athen und in Iraklio auf Kreta abgeleitet – wurden auf die Wand gemalt, die Originale sind darüber erhaben.
- 847 00 Firá
- http://odysseus.culture.gr/
- +30 2286 023217
Thera
Touristenattraktionen © Allard One, Shutterstock
Insider-Tipp Diskreter Hinweis gesucht
Auch Archäologiemuffel flashen die Überreste der Inselhauptstadt des ersten vorchristlichen Jahrtausends. Sie liegen ganz oben auf dem gewaltigen Felsrücken Mésa Vounó, der mit seinen steilen Wänden zwischen Kamári und Períssa in die Ägäis hineinragt. Auf seinem Kamm stand über 1000 Jahre lang die Hauptsiedlung der Insel. Der deutsche Baron Hiller von Gärtringen grub sie zwischen 1886 und 1902 auf eigene Kosten unter einer bis zu 6 m dicken Erd- und Ascheschicht aus. Zwischen 1990 und 1994 führten Berliner Archäologen noch einmal eine Nachuntersuchung durch. Die alte Stadt Thera wurde um 1000 v. Chr. von dorischen Siedlern gegründet, die vom griechischen Festland kamen. Die meisten Gebäudereste stammen jedoch aus hellenistischer Zeit, als die in Ägypten ansässigen Herrscher aus der Dynastie der Ptolemäer die südlichen Ägäischen Inseln kontrollierten. Sie machten Santorin zu einem bedeutenden Marinestützpunkt. In römischer Zeit verlor Alt- Thera wieder an Bedeutung, und unter der byzantinischen Herrschaft wurde es im 7.Jh. schließlich ganz aufgegeben. Die Besichtigung beginnt bei der kleinen Kapelle Ágios Stéfanos, die in die Überreste einer frühchristlichen Basilika hineingebaut wurde. Auf einem Fundament aus antiken Quadern erhebt sich das inzwischen stark stützungsbedürftige Mauerwerk aus verschiedenfarbigen Lavabrocken, die beiden Tonnengewölbedächer werden von je einem antiken Säulenstumpf gekrönt. Durch eine brüchige Holztür kannst du auch ins Kircheninnere hineinschauen. Auf der Kamári zugewandten Seite des Hügelkamms geht es nun zum Témenos des Artemidóros. Dieser ptolemäische Admiral ließ das mehreren Göttern geweihte Heiligtum anlegen. In Felsreliefs sind der Adler als Symbol für Göttervater Zeus, der Löwe als Symbol für den in Alt-Thera besonders verehrten Gott Apoll, der Delfin des Meeresgotts Poseidon und das Bildnis des Artemidóros selbst zu erkennen. Später öffnet sich der Weg auf die antike agorá, den Marktplatz. Er ist über 100 m lang, aus Platzgründen aber ungewöhnlich schmal. Moderne Bänke unter windgebeugten Bäumen laden zur Rast ein. In der Mitte der zentralen agorá führt eine Treppe zu den Grundmauern eines Tempels für Diónysos hinauf, den antiken Gott des Weins, des Theaters und orgiastischer Fruchtbarkeit. Ihm ist auch das Relief am Treppenzugang geweiht, bei dem zwei Kreise Hoden andeuten – vielleicht ein römischer Wegweiser zu einem Freudenhaus. Schließlich stehst du an einem der schönsten Flecken der antiken Stadt: über den Resten des antiken Theaters aus dem 2.Jh. v. Chr. Etwa 1500 Zuschauer fanden auf seinen Rängen Platz; der gesamte Hohlraum darunter wurde als Zisterne genutzt. Von hier an ist der weitere Weg Richtung Kap manchmal gesperrt. Falls er offen ist, gelangst du zu einer großen Felsterrasse, die in dorischer Zeit das religiöse Zentrum eines Kults zu Ehren des Apoll war. Bei den Feierlichkeiten tanzten nackte Jünglinge. Die Namen der Schönsten unter ihnen haben Festbesucher neben den Namen verschiedener Götter in den Fels eingeritzt. Die ältesten dieser Graffiti stammen aus dem 7.Jh. v. Chr. An der Felsterrasse steht auch der Tempel des Apollon aus dem 6.Jh. v. Chr., den du betreten darfst. Innen erkennst du ein kleines Torgebäude, das auf einen Hof führt. Dort stand ursprünglich der eigentliche Tempel. Dieser hatte ein flaches Dach und war in einen Vorraum und den Hauptraum, die cella mit dem Kultbild des Gotts, unterteilt. In einer Grotte unterhalb der Terrasse wurden der Gott des Handels und der Diebe, Hermes (römisch: Merkur), und der legendäre Vorfahr aller Dorer, Herakles (römisch: Herkules), verehrt. Vom Theater aus führt ein Weg über den Scheitel des Mésa Vounó auf die Períssa zugewandte Seite des Hügels hinüber. Du kommst zunächst am Heiligtum der ägyptischen Götter aus dem 2.Jh. v. Chr. vorbei. Es handelt sich dabei um eine Felsterrasse. In den in den Fels gehauenen Nischen standen Weihegaben für die Götter, auf einer aus dem Fels geschlagenen Bank ihre Statuen. Anschließend passierst du eine gut erhaltene Zisterne, die ausgedehnten Fundamente des Palasts des ptolemäischen Statthalters und des gymnasions, der Übungsstätte für die Ring- und Faustkämpfer in der ptolemäischen Garnison.
- Eparchiaki Odós Mesarias-Archeas Thiras, 847 00 Profítis Ilías
- +30 2286 081939
- kaepka@culture.gr
© Allard One, Shutterstock
Insider-Tipp Diskreter Hinweis gesucht
Auch Archäologiemuffel flashen die Überreste der Inselhauptstadt des ersten vorchristlichen Jahrtausends. Sie liegen ganz oben auf dem gewaltigen Felsrücken Mésa Vounó, der mit seinen steilen Wänden zwischen Kamári und Períssa in die Ägäis hineinragt. Auf seinem Kamm stand über 1000 Jahre lang die Hauptsiedlung der Insel. Der deutsche Baron Hiller von Gärtringen grub sie zwischen 1886 und 1902 auf eigene Kosten unter einer bis zu 6 m dicken Erd- und Ascheschicht aus. Zwischen 1990 und 1994 führten Berliner Archäologen noch einmal eine Nachuntersuchung durch. Die alte Stadt Thera wurde um 1000 v. Chr. von dorischen Siedlern gegründet, die vom griechischen Festland kamen. Die meisten Gebäudereste stammen jedoch aus hellenistischer Zeit, als die in Ägypten ansässigen Herrscher aus der Dynastie der Ptolemäer die südlichen Ägäischen Inseln kontrollierten. Sie machten Santorin zu einem bedeutenden Marinestützpunkt. In römischer Zeit verlor Alt- Thera wieder an Bedeutung, und unter der byzantinischen Herrschaft wurde es im 7.Jh. schließlich ganz aufgegeben. Die Besichtigung beginnt bei der kleinen Kapelle Ágios Stéfanos, die in die Überreste einer frühchristlichen Basilika hineingebaut wurde. Auf einem Fundament aus antiken Quadern erhebt sich das inzwischen stark stützungsbedürftige Mauerwerk aus verschiedenfarbigen Lavabrocken, die beiden Tonnengewölbedächer werden von je einem antiken Säulenstumpf gekrönt. Durch eine brüchige Holztür kannst du auch ins Kircheninnere hineinschauen. Auf der Kamári zugewandten Seite des Hügelkamms geht es nun zum Témenos des Artemidóros. Dieser ptolemäische Admiral ließ das mehreren Göttern geweihte Heiligtum anlegen. In Felsreliefs sind der Adler als Symbol für Göttervater Zeus, der Löwe als Symbol für den in Alt-Thera besonders verehrten Gott Apoll, der Delfin des Meeresgotts Poseidon und das Bildnis des Artemidóros selbst zu erkennen. Später öffnet sich der Weg auf die antike agorá, den Marktplatz. Er ist über 100 m lang, aus Platzgründen aber ungewöhnlich schmal. Moderne Bänke unter windgebeugten Bäumen laden zur Rast ein. In der Mitte der zentralen agorá führt eine Treppe zu den Grundmauern eines Tempels für Diónysos hinauf, den antiken Gott des Weins, des Theaters und orgiastischer Fruchtbarkeit. Ihm ist auch das Relief am Treppenzugang geweiht, bei dem zwei Kreise Hoden andeuten – vielleicht ein römischer Wegweiser zu einem Freudenhaus. Schließlich stehst du an einem der schönsten Flecken der antiken Stadt: über den Resten des antiken Theaters aus dem 2.Jh. v. Chr. Etwa 1500 Zuschauer fanden auf seinen Rängen Platz; der gesamte Hohlraum darunter wurde als Zisterne genutzt. Von hier an ist der weitere Weg Richtung Kap manchmal gesperrt. Falls er offen ist, gelangst du zu einer großen Felsterrasse, die in dorischer Zeit das religiöse Zentrum eines Kults zu Ehren des Apoll war. Bei den Feierlichkeiten tanzten nackte Jünglinge. Die Namen der Schönsten unter ihnen haben Festbesucher neben den Namen verschiedener Götter in den Fels eingeritzt. Die ältesten dieser Graffiti stammen aus dem 7.Jh. v. Chr. An der Felsterrasse steht auch der Tempel des Apollon aus dem 6.Jh. v. Chr., den du betreten darfst. Innen erkennst du ein kleines Torgebäude, das auf einen Hof führt. Dort stand ursprünglich der eigentliche Tempel. Dieser hatte ein flaches Dach und war in einen Vorraum und den Hauptraum, die cella mit dem Kultbild des Gotts, unterteilt. In einer Grotte unterhalb der Terrasse wurden der Gott des Handels und der Diebe, Hermes (römisch: Merkur), und der legendäre Vorfahr aller Dorer, Herakles (römisch: Herkules), verehrt. Vom Theater aus führt ein Weg über den Scheitel des Mésa Vounó auf die Períssa zugewandte Seite des Hügels hinüber. Du kommst zunächst am Heiligtum der ägyptischen Götter aus dem 2.Jh. v. Chr. vorbei. Es handelt sich dabei um eine Felsterrasse. In den in den Fels gehauenen Nischen standen Weihegaben für die Götter, auf einer aus dem Fels geschlagenen Bank ihre Statuen. Anschließend passierst du eine gut erhaltene Zisterne, die ausgedehnten Fundamente des Palasts des ptolemäischen Statthalters und des gymnasions, der Übungsstätte für die Ring- und Faustkämpfer in der ptolemäischen Garnison.
- Eparchiaki Odós Mesarias-Archeas Thiras, 847 00 Profítis Ilías
- +30 2286 081939
- kaepka@culture.gr
Akrotíri
Touristenattraktionen © arrowsg, Thinkstock
Insider-Tipp Schau auf die Karten!
Die Ausgrabungen von Akrotíri sind das griechische Pompeji. Allerdings hat man hier keine Toten gefunden – und keinerlei metallene Objekte. Das legt die Vermutung nahe, dass die Bewohner der Stadt vor der großen Eruption durch Erdbeben oder kleinere Vulkanausbrüche gewarnt worden waren und mitsamt ihrer wertvollsten Habe, wozu damals alles aus Metall zählte, flüchteten. In Akrotíri blieben bis zu vier Etagen hohe Hausfassaden erhalten und Amphoren, die noch so stehen wie zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs. Ganze Straßenzüge sind erkennbar. In etlichen Häusern haben Archäologen Fresken gefunden, die in viele Einzelteile zerschlagen waren, und mühsam wieder zusammengesetzt. Sie befinden sich heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen und im Prähistorischen Museum in Firá, doch vermitteln Postkarten, die es an der Kasse zu den Ausgrabungen gibt, einen guten Eindruck von ihrer Anmut und Schönheit.
- Eparchiaki Odoós Akrotiriou, 847 00 Akrotíri
- http://odysseus.culture.gr/
- +30 2286 081939
- kaepka@culture.gr
© arrowsg, Thinkstock
Insider-Tipp Schau auf die Karten!
Die Ausgrabungen von Akrotíri sind das griechische Pompeji. Allerdings hat man hier keine Toten gefunden – und keinerlei metallene Objekte. Das legt die Vermutung nahe, dass die Bewohner der Stadt vor der großen Eruption durch Erdbeben oder kleinere Vulkanausbrüche gewarnt worden waren und mitsamt ihrer wertvollsten Habe, wozu damals alles aus Metall zählte, flüchteten. In Akrotíri blieben bis zu vier Etagen hohe Hausfassaden erhalten und Amphoren, die noch so stehen wie zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs. Ganze Straßenzüge sind erkennbar. In etlichen Häusern haben Archäologen Fresken gefunden, die in viele Einzelteile zerschlagen waren, und mühsam wieder zusammengesetzt. Sie befinden sich heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen und im Prähistorischen Museum in Firá, doch vermitteln Postkarten, die es an der Kasse zu den Ausgrabungen gibt, einen guten Eindruck von ihrer Anmut und Schönheit.
- Eparchiaki Odoós Akrotiriou, 847 00 Akrotíri
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Panagía Episcopí
Architektonische Highlights © stoyanh, Shutterstock
Diese Kirche stammt aus byzantinischer Zeit und gehört zu den ältesten Kirchenhäusern auf der ganzen Insel. Sie wurde um 1115 von Kaiser Alexos I. Kommenós gegründet. Zunächst diente sie als Sitz des orthodoxen Kirchenoberhaupts. Später wurde sie von der katholischen Kirche übernommen. Nach der Eroberung durch die Türken im 16.Jhd. wurde das Gotteshaus wieder der griechisch-orthodoxen Kirche übergeben. Feuer und Erdbeben machten der Kirche oft zu schaffen.
- Mésa Gonía
- +30 2286 031436
© stoyanh, Shutterstock
Diese Kirche stammt aus byzantinischer Zeit und gehört zu den ältesten Kirchenhäusern auf der ganzen Insel. Sie wurde um 1115 von Kaiser Alexos I. Kommenós gegründet. Zunächst diente sie als Sitz des orthodoxen Kirchenoberhaupts. Später wurde sie von der katholischen Kirche übernommen. Nach der Eroberung durch die Türken im 16.Jhd. wurde das Gotteshaus wieder der griechisch-orthodoxen Kirche übergeben. Feuer und Erdbeben machten der Kirche oft zu schaffen.
- Mésa Gonía
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Fáros (Leuchtturm)
Architektonische Highlights © Despina Fountoulaki, Shutterstock
Über der äußersten Südwestspitze Santorins weist in 110 m Höhe ein Leuchtturm Schiffen den Weg in die Caldera. Eine gut ausgebaute Asphaltstraße führt hin. Den Leuchtturm selbst darf man nicht betreten, aber vom über Trampelpfade erreichbaren Kap unmittelbar vor dem Turm genießt man einen einzigartigen Blick über den gesamten Krater sowie nach Firá, Oía und zur Insel Thirasía. Die letzte Taverne vor Erreichen des Leuchtturms, O Giorgáros, ist zugleich auch die südlichste Taverne der Kykladen. Die Familie des Wirts besitzt selbst drei Fischerboote. Spezialität des Hauses ist der rock fish, eine bunte Mischung kleiner Fische, die unmittelbar vor Santorins Lavaküste gefangen wird. Die Preise sind für santorinische Verhältnisse sehr günstig
- Akrotiri
- http://www.santorini-view.com/
© Despina Fountoulaki, Shutterstock
Über der äußersten Südwestspitze Santorins weist in 110 m Höhe ein Leuchtturm Schiffen den Weg in die Caldera. Eine gut ausgebaute Asphaltstraße führt hin. Den Leuchtturm selbst darf man nicht betreten, aber vom über Trampelpfade erreichbaren Kap unmittelbar vor dem Turm genießt man einen einzigartigen Blick über den gesamten Krater sowie nach Firá, Oía und zur Insel Thirasía. Die letzte Taverne vor Erreichen des Leuchtturms, O Giorgáros, ist zugleich auch die südlichste Taverne der Kykladen. Die Familie des Wirts besitzt selbst drei Fischerboote. Spezialität des Hauses ist der rock fish, eine bunte Mischung kleiner Fische, die unmittelbar vor Santorins Lavaküste gefangen wird. Die Preise sind für santorinische Verhältnisse sehr günstig
- Akrotiri
- http://www.santorini-view.com/
Ammoúdi
Touristenattraktionen © t.natchai, Shutterstock
Insider-Tipp In die Wellen werfen
Einen „Hafen“ wie diesen hast du wahrscheinlich noch nie gesehen. Der schmale Kai drängt sich unter die Lavawände des Kraters, bietet Platz für ein paar Tavernen, mehr nicht. Auf dem Wasser liegen nur ganz kleine Boote; außerdem legt das kleine Fährboot hinüber zur Nachbarinsel Thirasiá ein paarmal täglich hier an. Von der Lóndsa-Burg aus verläuft ein stufenreicher Weg direkt dort hinunter. Wer lieber mit dem Auto fahren möchte, stellt es ca. 500 m vor dem Hafen am Schotterparkplatz ab und wird dann mit einem Shuttle zu den Tavernen gefahren. Du kannst das letzte Stück aber auch laufen. Ein etwa 250 m langer Pfad führt von den Tavernen nach Süden in Richtung Kap Ágios Nikólaos, dem das Inselchen Ágios Nikólaos mit einer kleinen Kapelle vorgelagert ist. Mutige können über ein paar Stufen ins Meer steigen und die 15 m zum Inselchen hinüberschwimmen (Badeschuhe sind ratsam). Alle anderen gucken den Klippenspringern zu.
- Ammoúdi
© t.natchai, Shutterstock
Insider-Tipp In die Wellen werfen
Einen „Hafen“ wie diesen hast du wahrscheinlich noch nie gesehen. Der schmale Kai drängt sich unter die Lavawände des Kraters, bietet Platz für ein paar Tavernen, mehr nicht. Auf dem Wasser liegen nur ganz kleine Boote; außerdem legt das kleine Fährboot hinüber zur Nachbarinsel Thirasiá ein paarmal täglich hier an. Von der Lóndsa-Burg aus verläuft ein stufenreicher Weg direkt dort hinunter. Wer lieber mit dem Auto fahren möchte, stellt es ca. 500 m vor dem Hafen am Schotterparkplatz ab und wird dann mit einem Shuttle zu den Tavernen gefahren. Du kannst das letzte Stück aber auch laufen. Ein etwa 250 m langer Pfad führt von den Tavernen nach Süden in Richtung Kap Ágios Nikólaos, dem das Inselchen Ágios Nikólaos mit einer kleinen Kapelle vorgelagert ist. Mutige können über ein paar Stufen ins Meer steigen und die 15 m zum Inselchen hinüberschwimmen (Badeschuhe sind ratsam). Alle anderen gucken den Klippenspringern zu.
- Ammoúdi
Lóndsa-Burg
Architektonische Highlights © Kilmer Media, Shutterstock
Einer der schönsten Aussichtspunkte auf ganz Santorin ist die Ruine des Kastells am äußersten Ortsrand von Oía. Von hier aus überblickst du nicht nur weite Teile des Kraters und des Dorfs, sondern hast auch einen ungestörten Blick auf die Nachbarinseln Íos und Folégandros, bei klarem Wetter sogar bis Síkinos. Im Mittelalter residierte hier die venezianische Adelsfamilie der Argýri; schon im 19.Jh. war die Burg weitgehend verfallen. Jetzt hat man sie sozusagen als Aussichtsplattform wiederhergerichtet, auf der sich insbesondere zur Zeit des Sonnenuntergangs die Besucher drängen.
© Kilmer Media, Shutterstock
Einer der schönsten Aussichtspunkte auf ganz Santorin ist die Ruine des Kastells am äußersten Ortsrand von Oía. Von hier aus überblickst du nicht nur weite Teile des Kraters und des Dorfs, sondern hast auch einen ungestörten Blick auf die Nachbarinseln Íos und Folégandros, bei klarem Wetter sogar bis Síkinos. Im Mittelalter residierte hier die venezianische Adelsfamilie der Argýri; schon im 19.Jh. war die Burg weitgehend verfallen. Jetzt hat man sie sozusagen als Aussichtsplattform wiederhergerichtet, auf der sich insbesondere zur Zeit des Sonnenuntergangs die Besucher drängen.
Archaiologikó Mousío
Museen © Panos Karas, Shutterstock
Das Museum enthält vorwiegend Funde aus Alt-Thera. Besonders beachtenswert ist die Sammlung von Vasen aus geometrischer und klassischer Zeit.
- Erithrou Stavrou, 847 00 Firá
- +30 2286 022217
© Panos Karas, Shutterstock
Das Museum enthält vorwiegend Funde aus Alt-Thera. Besonders beachtenswert ist die Sammlung von Vasen aus geometrischer und klassischer Zeit.
- Erithrou Stavrou, 847 00 Firá
- +30 2286 022217
Seilbahn
Touristenattraktionen © kavalenkau, Shutterstock
Vielleicht hast du ja Glück und die Warteschlange der Kreuzfahrturlauber vor der Bergstation ist gerade ganz kurz. Dann nutze die Chance zu einer coolen Fahrt in den Krater hinein zum alten Hafen Skála. Zweimal sechs aneinandergekoppelte Kabinen verbinden Firá seit Anfang der 1980er-Jahre mit seinem alten Hafen. In zwei Minuten überwinden sie 225 m Höhenunterschied. Die aus Österreich stammende Seilbahn ist ein Geschenk des Reeders Evángelos Nómikos an seine Heimatinsel gewesen und gehört heute der Gemeinde.
- 84700 Firá
- http://www.scc.gr/
- +30 2286 022977
© kavalenkau, Shutterstock
Vielleicht hast du ja Glück und die Warteschlange der Kreuzfahrturlauber vor der Bergstation ist gerade ganz kurz. Dann nutze die Chance zu einer coolen Fahrt in den Krater hinein zum alten Hafen Skála. Zweimal sechs aneinandergekoppelte Kabinen verbinden Firá seit Anfang der 1980er-Jahre mit seinem alten Hafen. In zwei Minuten überwinden sie 225 m Höhenunterschied. Die aus Österreich stammende Seilbahn ist ein Geschenk des Reeders Evángelos Nómikos an seine Heimatinsel gewesen und gehört heute der Gemeinde.
- 84700 Firá
- http://www.scc.gr/
- +30 2286 022977
Orthodox Metropolitan Cathedral
Architektonische Highlights © saiko3p, Shutterstock
Der schneeweiße, weithin sichtbare Kuppelbau am Kraterrand von Firá ist eine der Landmarken der Insel. Er wurde erst 1956/57 errichtet, nachdem die alte orthodoxe Kathedrale von 1827 beim Erdbeben zerstört worden war. Schon auf den ersten Blick beeindruckt der Innenraum durch seine prachtvolle Ausstattung mit wertvollen Kristallleuchtern und einer kunstvollen Ikonostase. Das Schönste aber sind die großflächigen Malereien, die die Innenwände und -decken überziehen. Sie stammen von dem 1945 in Éxo Goniá auf Santorin geborenen und heute noch auf der Insel lebenden Maler Christóphoros Assímis und wurden von den orthodoxen Gläubigen der Insel finanziert. Wer den Darstellungen in dieser Mariä Lichtmess geweihten Kathe drale nur ein wenig Zeit widmet, wird den orthodoxen Glauben und die orthodoxe Kirchenkunst besser verstehen lernen. Betrachten Sie zunächst die Ausmalung der Kuppel. Sie bildet den höchsten Punkt im Kirchenraum, steht symbolisch für den Himmel. Deswegen ist in der Kuppelwölbung orthodoxer Kirchen fast immer Christus als Pantokrátoras, als Allesbeherrscher, dargestellt. In den Zwickeln der Kuppel sind hier wie fast überall in orthodoxen Kirchen die vier Evangelisten zu sehen. Sie leiten von der himmlischen Sphäre zur irdischen des Kirchenraums über – denn nur durch die Evangelisten haben die Menschen ja von Christi Erscheinen gehört. Blicken Sie nun zunächst einmal nach vorn in Richtung Ikonostase. Über dieser Bilderwand, die den Kirchenraum vom Altarraum trennt, ist Mariä Verkündigung dargestellt. Von links eilt der Erzengel Gabriel herbei, der Maria verkündet, dass sie Gottes Sohn gebären wird, und damit beginnt die Lebensgeschichte Jesu. Ihr Ende ist in unmittelbarer Nähe zu sehen, nämlich auf der Unterseite des Bogens zum Altarraum. Da ist Christi Himmelfahrt dargestellt. Die verschie- densten Stationen der Lebens- und Leidensgeschichte Jesu sind das Thema weiterer Fresken im übrigen Kirchenraum. In der Apsis sind zudem einige Stationen aus dem Marienleben verewigt.
- Kraterrandgasse, Firá
- +30 2286 025705
© saiko3p, Shutterstock
Der schneeweiße, weithin sichtbare Kuppelbau am Kraterrand von Firá ist eine der Landmarken der Insel. Er wurde erst 1956/57 errichtet, nachdem die alte orthodoxe Kathedrale von 1827 beim Erdbeben zerstört worden war. Schon auf den ersten Blick beeindruckt der Innenraum durch seine prachtvolle Ausstattung mit wertvollen Kristallleuchtern und einer kunstvollen Ikonostase. Das Schönste aber sind die großflächigen Malereien, die die Innenwände und -decken überziehen. Sie stammen von dem 1945 in Éxo Goniá auf Santorin geborenen und heute noch auf der Insel lebenden Maler Christóphoros Assímis und wurden von den orthodoxen Gläubigen der Insel finanziert. Wer den Darstellungen in dieser Mariä Lichtmess geweihten Kathe drale nur ein wenig Zeit widmet, wird den orthodoxen Glauben und die orthodoxe Kirchenkunst besser verstehen lernen. Betrachten Sie zunächst die Ausmalung der Kuppel. Sie bildet den höchsten Punkt im Kirchenraum, steht symbolisch für den Himmel. Deswegen ist in der Kuppelwölbung orthodoxer Kirchen fast immer Christus als Pantokrátoras, als Allesbeherrscher, dargestellt. In den Zwickeln der Kuppel sind hier wie fast überall in orthodoxen Kirchen die vier Evangelisten zu sehen. Sie leiten von der himmlischen Sphäre zur irdischen des Kirchenraums über – denn nur durch die Evangelisten haben die Menschen ja von Christi Erscheinen gehört. Blicken Sie nun zunächst einmal nach vorn in Richtung Ikonostase. Über dieser Bilderwand, die den Kirchenraum vom Altarraum trennt, ist Mariä Verkündigung dargestellt. Von links eilt der Erzengel Gabriel herbei, der Maria verkündet, dass sie Gottes Sohn gebären wird, und damit beginnt die Lebensgeschichte Jesu. Ihr Ende ist in unmittelbarer Nähe zu sehen, nämlich auf der Unterseite des Bogens zum Altarraum. Da ist Christi Himmelfahrt dargestellt. Die verschie- densten Stationen der Lebens- und Leidensgeschichte Jesu sind das Thema weiterer Fresken im übrigen Kirchenraum. In der Apsis sind zudem einige Stationen aus dem Marienleben verewigt.
- Kraterrandgasse, Firá
- +30 2286 025705
Skáros
Touristenattraktionen © PNIK, Shutterstock
Insider-Tipp Bist du schwindelfrei?
Wenn du mutig und schwindelfrei bist, ist die markante, von vielen Stellen am Kraterrand gut erkennbare Lavaknolle unterhalb von Imerovígli ein Ziel für dich. Die in den Krater hineinragende Formation trug während der venezianischen Zeit von 1207 bis zur Mitte des 16.Jhs. die Inselhauptstadt. Sowohl die weltlichen Herrscher als auch der römisch-katholische Bischof der Insel lebten hier in ihrer jeweiligen Burg. Den Türken war der Standort auf dem bröckeligen Gestein zu unsicher, sie gaben die Siedlung auf. Ihre letzten Bewohner zogen 1811 nach Imerovígli und ins neu gegründete Firá um, Burgen und Wohnhäuser verfielen. Das Erdbeben von 1956 richtete weitere Schäden an, sodass von der einstigen Besiedlung heute nur noch kümmerliche Spuren erhalten sind. Von der auf einer schönen Aussichtsterrasse erbauten Kapelle Ágios Geórgios aus kannst du auf einem Pfad, der am Restaurant Blue Note beginnt, zunächst abwärts steigen und nach der Überquerung eines Sattels dann wieder auf den Skáros hinauf. Ganz Mutige gehen sogar bis zur kleinen Kapelle Agía Theosképasti, die sich auf der Rückseite der Kuppe ans Gestein schmiegt.
- 847 00 Imerovígli
© PNIK, Shutterstock
Insider-Tipp Bist du schwindelfrei?
Wenn du mutig und schwindelfrei bist, ist die markante, von vielen Stellen am Kraterrand gut erkennbare Lavaknolle unterhalb von Imerovígli ein Ziel für dich. Die in den Krater hineinragende Formation trug während der venezianischen Zeit von 1207 bis zur Mitte des 16.Jhs. die Inselhauptstadt. Sowohl die weltlichen Herrscher als auch der römisch-katholische Bischof der Insel lebten hier in ihrer jeweiligen Burg. Den Türken war der Standort auf dem bröckeligen Gestein zu unsicher, sie gaben die Siedlung auf. Ihre letzten Bewohner zogen 1811 nach Imerovígli und ins neu gegründete Firá um, Burgen und Wohnhäuser verfielen. Das Erdbeben von 1956 richtete weitere Schäden an, sodass von der einstigen Besiedlung heute nur noch kümmerliche Spuren erhalten sind. Von der auf einer schönen Aussichtsterrasse erbauten Kapelle Ágios Geórgios aus kannst du auf einem Pfad, der am Restaurant Blue Note beginnt, zunächst abwärts steigen und nach der Überquerung eines Sattels dann wieder auf den Skáros hinauf. Ganz Mutige gehen sogar bis zur kleinen Kapelle Agía Theosképasti, die sich auf der Rückseite der Kuppe ans Gestein schmiegt.
- 847 00 Imerovígli
Steilküste des Mésa Vounó
Landschaftliche Highlights © Lilie Schwarmer, Shutterstock
Insider-Tipp Mach’s besser kurz
Wow, was ist das für ein Fels! Den stärksten Eindruck von der Mächtigkeit und Schroffheit des Mésa Vounó bekommst du bei einer kurzen, nur ca. 15 Minuten dauernden Bootsfahrt von Kamári nach Períssa oder umgekehrt. Das kleine Wassertaxi fährt ganz dicht an der Steilküste entlang und wird dabei aufgrund unterschiedlicher Strömungen häufig auch dann kräftig durchgeschaukelt, wenn die See ganz ruhig zu sein scheint. Zieh keine lange Hose an: In Kamári legt das Boot nicht an, sondern du musst durchs flache Wasser zu ihm waten.
- Santorin
© Lilie Schwarmer, Shutterstock
Insider-Tipp Mach’s besser kurz
Wow, was ist das für ein Fels! Den stärksten Eindruck von der Mächtigkeit und Schroffheit des Mésa Vounó bekommst du bei einer kurzen, nur ca. 15 Minuten dauernden Bootsfahrt von Kamári nach Períssa oder umgekehrt. Das kleine Wassertaxi fährt ganz dicht an der Steilküste entlang und wird dabei aufgrund unterschiedlicher Strömungen häufig auch dann kräftig durchgeschaukelt, wenn die See ganz ruhig zu sein scheint. Zieh keine lange Hose an: In Kamári legt das Boot nicht an, sondern du musst durchs flache Wasser zu ihm waten.
- Santorin
Caldera-Rundfahrten
TouristenattraktionenInsider-Tipp Weg mit dem Schmuck
Mit einem Boot die Caldera zu durchkreuzen gehört zu den schönsten Urlaubserlebnissen auf Santorin. Die Ausflugsboote starten meist vom Hafen Athínios (andere auch vom alten Hafen in Firá oder vom Arméni-Hafen in Oía). Vierstündige Touren starten täglich morgens und nachmittags und werden auch mit Bustransfer angeboten. Bei Ganztagestouren inklusive Sonnenuntergang ist man etwa zehn Stunden unterwegs. Auskunft in allen Reisebüros oder direkt an den Häfen. Fast alle Boote laufen in der Caldera drei Ziele an. Auf der erst bei einem Vulkanausbruch 1707–1711 entstandenen Lavainsel Néa Kaméni ist der Vulkan noch immer aktiv. Lava trat 1950 zum vorerst letzten Mal zutage, schwefelhaltige Dämpfe steigen auch heute als weiße Rauchsäulen auf. Die Luft riecht nach faulen Eiern, ist aber völlig ungiftig. Die Boote legen in der Petroulioú-Bucht an. Von dort kannst du in etwa 25 Minuten vorbei an verschiedenen Kratern, die zumeist bei kleinen Eruptionen zwischen 1926 und 1941 entstanden sind, bis zum Hauptkrater Ágios Geórgios hinauflaufen, der auf 124 m Höhe liegt. Er entstand zwischen 1939 und 1941.Du siehst vom Schwefel gelb, vom Eisen rotbraun und vom Mangan rot gefärbte Lavabrocken, Schwefeldämpfe treten aus kleinen Erdspalten aus, während du inmitten einer Lavawüste stehst, zu der die weiß herüberleuchtenden Häuser am Kraterrand von Santorin einen unwirklichen Kontrast bilden. Und die Natur hat hier schon Leben hervorgebracht: Über 150 Pflanzenarten sind nachgewiesen, darunter Minze, Salbei, Zistrose und Kermeseiche. Vor Paleá Kaméni, das erstmals bei einem Vulkanausbruch 197 v. Chr. aus der Caldera auftauchte und im Zuge mehrerer folgender Eruptionen immer wieder Größe und Gestalt änderte, gehen die Boote das zweite Mal vor Anker. In dieser Bucht wird das Meerwasser durch 30–40 Grad warme Quellen erwärmt, und du kannst im durch Schwefel und Eisen bräunlich gefärbten Wasser schwimmen. Vorher solltest du aber Uhren und Schmuck ablegen, denn Edelmetalle laufen in dem mineralhaltigen Thermalwasser in Sekundenschnelle an! Ein dritter Stopp wird dann im winzigen Hafen Korfós auf der von nur 250 Menschen bewohnten Insel Thirasiá eingelegt. Dort kannst du am schmalen Kiesstrand in klarem Wasser baden oder in einer der Tavernen einkehren.
- Athínios
Insider-Tipp Weg mit dem Schmuck
Mit einem Boot die Caldera zu durchkreuzen gehört zu den schönsten Urlaubserlebnissen auf Santorin. Die Ausflugsboote starten meist vom Hafen Athínios (andere auch vom alten Hafen in Firá oder vom Arméni-Hafen in Oía). Vierstündige Touren starten täglich morgens und nachmittags und werden auch mit Bustransfer angeboten. Bei Ganztagestouren inklusive Sonnenuntergang ist man etwa zehn Stunden unterwegs. Auskunft in allen Reisebüros oder direkt an den Häfen. Fast alle Boote laufen in der Caldera drei Ziele an. Auf der erst bei einem Vulkanausbruch 1707–1711 entstandenen Lavainsel Néa Kaméni ist der Vulkan noch immer aktiv. Lava trat 1950 zum vorerst letzten Mal zutage, schwefelhaltige Dämpfe steigen auch heute als weiße Rauchsäulen auf. Die Luft riecht nach faulen Eiern, ist aber völlig ungiftig. Die Boote legen in der Petroulioú-Bucht an. Von dort kannst du in etwa 25 Minuten vorbei an verschiedenen Kratern, die zumeist bei kleinen Eruptionen zwischen 1926 und 1941 entstanden sind, bis zum Hauptkrater Ágios Geórgios hinauflaufen, der auf 124 m Höhe liegt. Er entstand zwischen 1939 und 1941.Du siehst vom Schwefel gelb, vom Eisen rotbraun und vom Mangan rot gefärbte Lavabrocken, Schwefeldämpfe treten aus kleinen Erdspalten aus, während du inmitten einer Lavawüste stehst, zu der die weiß herüberleuchtenden Häuser am Kraterrand von Santorin einen unwirklichen Kontrast bilden. Und die Natur hat hier schon Leben hervorgebracht: Über 150 Pflanzenarten sind nachgewiesen, darunter Minze, Salbei, Zistrose und Kermeseiche. Vor Paleá Kaméni, das erstmals bei einem Vulkanausbruch 197 v. Chr. aus der Caldera auftauchte und im Zuge mehrerer folgender Eruptionen immer wieder Größe und Gestalt änderte, gehen die Boote das zweite Mal vor Anker. In dieser Bucht wird das Meerwasser durch 30–40 Grad warme Quellen erwärmt, und du kannst im durch Schwefel und Eisen bräunlich gefärbten Wasser schwimmen. Vorher solltest du aber Uhren und Schmuck ablegen, denn Edelmetalle laufen in dem mineralhaltigen Thermalwasser in Sekundenschnelle an! Ein dritter Stopp wird dann im winzigen Hafen Korfós auf der von nur 250 Menschen bewohnten Insel Thirasiá eingelegt. Dort kannst du am schmalen Kiesstrand in klarem Wasser baden oder in einer der Tavernen einkehren.
- Athínios
Nautikó Mousío
MuseenDas kleine Museum in einer schönen klassizistischen Villa erinnert an die Zeit vor dem Erdbeben von 1956, als Oía noch nicht vom Tourismus, sondern von der Seefahrt lebte. Es zeigt auf zwei Etagen nautische Geräte, Modelle zahlreicher Schiffe, die Reedern aus Santorin gehörten, und eine Reihe historischer Fotos, die verdeutlichen, wie Oía vor dem Erdbeben aussah. Prunkstück unter den Ausstellungsobjekten ist die über 250 Jahre alte hölzerne Galionsfigur eines Segelschiffs, dessen Heimathafen Oía war: Es wurde von einer attraktiven Dame mit großem Dekolleté, das eine Brust ganz frei lässt, geziert.
- 847 02 Oía
- http://www.instagram.com/
- +30 2286 071156
- maritimemuseumoia@yahoo.gr
Das kleine Museum in einer schönen klassizistischen Villa erinnert an die Zeit vor dem Erdbeben von 1956, als Oía noch nicht vom Tourismus, sondern von der Seefahrt lebte. Es zeigt auf zwei Etagen nautische Geräte, Modelle zahlreicher Schiffe, die Reedern aus Santorin gehörten, und eine Reihe historischer Fotos, die verdeutlichen, wie Oía vor dem Erdbeben aussah. Prunkstück unter den Ausstellungsobjekten ist die über 250 Jahre alte hölzerne Galionsfigur eines Segelschiffs, dessen Heimathafen Oía war: Es wurde von einer attraktiven Dame mit großem Dekolleté, das eine Brust ganz frei lässt, geziert.
- 847 02 Oía
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Profítis Ilías
Landschaftliche Highlights © Monika_1, Shutterstock
Auf den mit rund 560 m höchsten Berg der Insel Santorin führt eine Asphaltstraße. Oben steht ein großes Kloster gleichen Namens mit einer Kirche aus dem Jahr 1711 und Gebäuden aus dem 19.Jh. Vom Profítis Ilías bringen schmale Pfade Wanderer in gut 90 Min. nach Alt-Thera und weiter nach Kamári oder Périssa.
- 847 00 Profítis Ilías
© Monika_1, Shutterstock
Auf den mit rund 560 m höchsten Berg der Insel Santorin führt eine Asphaltstraße. Oben steht ein großes Kloster gleichen Namens mit einer Kirche aus dem Jahr 1711 und Gebäuden aus dem 19.Jh. Vom Profítis Ilías bringen schmale Pfade Wanderer in gut 90 Min. nach Alt-Thera und weiter nach Kamári oder Périssa.
- 847 00 Profítis Ilías
Mégaro Gízi Mousío
MuseenDas Museum in einem venezianischen Haus aus der Zeit um 1700, einst Wohnsitz der alteingesessenen Familie Ghízi, gehört heute der römisch-katholischen Kirche. Es lohnt nur bei besonderem Interesse einen Besuch. Ansonsten genügt ein Blick in den schönen Innenhof. Ausgestellt sind Verträge, Testamente, Briefe und Urkunden aus dem Besitz der Kirche seit etwa 1550 sowie historische Inselkarten von Santorin und anderen Inseln der Kykladen. Bunte Stiche und Drucke zeigen Insulaner in historischen Trachten, dazu Ansichten von Dörfern und der Natur Santorins. Im Obergeschoss ist moderne Kunst griechischer und ausländischer Maler zu sehen, die auf Santorin leben oder die Insel ausgiebig bereist haben.
- 847 00 Firá
- +30 2286 023077
- info@megarogyzi.gr
Das Museum in einem venezianischen Haus aus der Zeit um 1700, einst Wohnsitz der alteingesessenen Familie Ghízi, gehört heute der römisch-katholischen Kirche. Es lohnt nur bei besonderem Interesse einen Besuch. Ansonsten genügt ein Blick in den schönen Innenhof. Ausgestellt sind Verträge, Testamente, Briefe und Urkunden aus dem Besitz der Kirche seit etwa 1550 sowie historische Inselkarten von Santorin und anderen Inseln der Kykladen. Bunte Stiche und Drucke zeigen Insulaner in historischen Trachten, dazu Ansichten von Dörfern und der Natur Santorins. Im Obergeschoss ist moderne Kunst griechischer und ausländischer Maler zu sehen, die auf Santorin leben oder die Insel ausgiebig bereist haben.
- 847 00 Firá
- +30 2286 023077
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Thira
Landschaftliche Highlights © Andrew Mayovskyy, Shutterstock
Thíra, auch als Santorin bekannt, ist einzigartig. Das Eiland ist das Ergebnis des wahrscheinlich größten Vulkanausbruchs der Menschheitsgeschichte. Um 1450 v.Chr. explodierte die Insel, in deren Mitte bis dahin ein Vulkan 1800 m hoch in den Himmel ragte. Nach den Eruptionen waren der Berg und die Hälfte der Insel verschwunden. Es standen nur noch drei Teile des äußeren Inselrands, die heutigen Inseln Santorin, Thirassía und das winzige Asprónissi. In der Inselmitte hatte sich ein riesiger Krater mit bis zu 360 m hohen Wänden gebildet, in den das Meer strömte. Auf diesen steil abfallenden Kraterrändern stehen heute Dörfer. Von dort aus senkt sich die Insel mehr oder minder flach abfallend noch immer wie in der Zeit vor dem Vulkanausbruch zu den äußeren Küsten hin ab. Die verbliebenen Teile von Thíra wurden von einer 60 m dicken Asche- und Bimssteinschicht bedeckt. Sie ist die Voraussetzung für das Gedeihen des einzigartigen Weins der Insel und ermöglicht den Tomatenanbau. Der Abbau des Bimssteins, der beispielsweise als Isoliermaterial beim Bau des Suezkanals verwendet wurde, brachte einigen Insulanern Wohlstand. Völlig zur Ruhe gekommen ist der Vulkan immer noch nicht. In der Mitte des Kraters liegen zwei kleine, dunkle Lavainseln, die sich bei verschiedenen Eruptionen gebildet haben. Die letzten fanden 1939-1941 und 1950 statt. Aus den Kratern dieser Lavainseln steigen Schwefeldämpfe auf, an einer Stelle bricht eine heiße Quelle hervor. Trotz allem ist Thíra eine heitere, ganz auf Urlaub eingestellte Insel. Vor dem kleinen Hafen des Hauptorts Firá machen Kreuzfahrtschiffe fest, deren Passagiere zu Fuß, auf Maultieren oder per Seilbahn ins Städtchen kommen und an den Kais des Haupthafens Athiníos löst im Sommer eine Fähre die nächste ab. Wahre Touristenströme erkunden v.a. Firá und Oía. Aber auch die Strände an der flachen Ostküste sind gut besucht. Viele Dörfer im Inselinnern laden zu Rundgängen ein und die Besichtigung der Ausgrabungen von Alt-Thera und Akrotíri ist Höhepunkt vieler Griechenlandreisen.
- Thira
© Andrew Mayovskyy, Shutterstock
Thíra, auch als Santorin bekannt, ist einzigartig. Das Eiland ist das Ergebnis des wahrscheinlich größten Vulkanausbruchs der Menschheitsgeschichte. Um 1450 v.Chr. explodierte die Insel, in deren Mitte bis dahin ein Vulkan 1800 m hoch in den Himmel ragte. Nach den Eruptionen waren der Berg und die Hälfte der Insel verschwunden. Es standen nur noch drei Teile des äußeren Inselrands, die heutigen Inseln Santorin, Thirassía und das winzige Asprónissi. In der Inselmitte hatte sich ein riesiger Krater mit bis zu 360 m hohen Wänden gebildet, in den das Meer strömte. Auf diesen steil abfallenden Kraterrändern stehen heute Dörfer. Von dort aus senkt sich die Insel mehr oder minder flach abfallend noch immer wie in der Zeit vor dem Vulkanausbruch zu den äußeren Küsten hin ab. Die verbliebenen Teile von Thíra wurden von einer 60 m dicken Asche- und Bimssteinschicht bedeckt. Sie ist die Voraussetzung für das Gedeihen des einzigartigen Weins der Insel und ermöglicht den Tomatenanbau. Der Abbau des Bimssteins, der beispielsweise als Isoliermaterial beim Bau des Suezkanals verwendet wurde, brachte einigen Insulanern Wohlstand. Völlig zur Ruhe gekommen ist der Vulkan immer noch nicht. In der Mitte des Kraters liegen zwei kleine, dunkle Lavainseln, die sich bei verschiedenen Eruptionen gebildet haben. Die letzten fanden 1939-1941 und 1950 statt. Aus den Kratern dieser Lavainseln steigen Schwefeldämpfe auf, an einer Stelle bricht eine heiße Quelle hervor. Trotz allem ist Thíra eine heitere, ganz auf Urlaub eingestellte Insel. Vor dem kleinen Hafen des Hauptorts Firá machen Kreuzfahrtschiffe fest, deren Passagiere zu Fuß, auf Maultieren oder per Seilbahn ins Städtchen kommen und an den Kais des Haupthafens Athiníos löst im Sommer eine Fähre die nächste ab. Wahre Touristenströme erkunden v.a. Firá und Oía. Aber auch die Strände an der flachen Ostküste sind gut besucht. Viele Dörfer im Inselinnern laden zu Rundgängen ein und die Besichtigung der Ausgrabungen von Alt-Thera und Akrotíri ist Höhepunkt vieler Griechenlandreisen.
- Thira
Ágios Nikólaos
Architektonische Highlights © Maurizio De Mattei, Shutterstock
Im einzigen noch bewohnten orthodoxen Kloster auf Santorin leben zwei freundliche Nonnen. Das Kloster stammt aus dem Jahr 1674, die Klosterkirche wurde jedoch erst 1820 errichtet. Die Pforte ist stets verschlossen, wird interessierten Besuchern aber während der Besuchszeiten gern geöffnet, wenn sie an der Klingelschnur ziehen. Die vielen Votivtäfelchen an der Ikone des hl. Nikolaus deuten darauf hin, dass der Schutzpatron der Seeleute, Fischer und Kinder auf Santorin viele Wunder wirkt.
- 847 00 Imerovígli
- http://www.monastiria.gr/
- +30 2286 022448
© Maurizio De Mattei, Shutterstock
Im einzigen noch bewohnten orthodoxen Kloster auf Santorin leben zwei freundliche Nonnen. Das Kloster stammt aus dem Jahr 1674, die Klosterkirche wurde jedoch erst 1820 errichtet. Die Pforte ist stets verschlossen, wird interessierten Besuchern aber während der Besuchszeiten gern geöffnet, wenn sie an der Klingelschnur ziehen. Die vielen Votivtäfelchen an der Ikone des hl. Nikolaus deuten darauf hin, dass der Schutzpatron der Seeleute, Fischer und Kinder auf Santorin viele Wunder wirkt.
- 847 00 Imerovígli
- http://www.monastiria.gr/
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Koutsoyannopoulos Wine Museum
MuseenWeinliebhaber erhalten hier einen Einblick in die frühere und heutige Herstellung verschiedener Weine. Zu sehen gibt es u. a. Geräte wie Pressen, Fässer, Trichter und Darstellungen der Weinlese. Zudem findet im Museum eine Filmvorführung über die Geschichte des Weins statt. Außerdem ist eine Weinprobe in dem Museum, das sich etwa 8 Meter unter der Erde befindet, möglich.
- Vothonas, 84700 Kamári
- http://kwm.gr/
- +30 2286 031322
- info@volcanwines.gr
Weinliebhaber erhalten hier einen Einblick in die frühere und heutige Herstellung verschiedener Weine. Zu sehen gibt es u. a. Geräte wie Pressen, Fässer, Trichter und Darstellungen der Weinlese. Zudem findet im Museum eine Filmvorführung über die Geschichte des Weins statt. Außerdem ist eine Weinprobe in dem Museum, das sich etwa 8 Meter unter der Erde befindet, möglich.
- Vothonas, 84700 Kamári
- http://kwm.gr/
- +30 2286 031322
- info@volcanwines.gr
Skála (Old Port)
Touristenattraktionen © kavalenkava, Shutterstock
Ein breiter, kopfsteingepflasterter Weg verbindet die Kraterrandgasse von Firá über 587 Stufen mit dem alten Hafen der Stadt, den die Einheimischen (wie viele Schiffslandeplätze in Griechenland) skála nennen. Früher machten hier Fischerboote und Lastensegler fest. Heute entsteigen vor allem die Passagiere der Kreuzfahrtschiffe ihren Tenderbooten, die zwischen den Luxuslinern und dem Kai hin- und herpendeln. Dutzende von Maultiertreibern warten dort unten schon auf sie, um sie in etwa 15-minütigem Ritt nach oben zu tragen. Der Weg zwischen Firá und Skála ist deutlich von den Tieren gekennzeichnet. Man muss aufpassen, nicht von den Mulis überrannt zu werden und nicht in ihren Mist zu treten. Dennoch lohnt der Weg hinunter – man kann ja als Alternative die Kabinenseilbahn benutzen. Am Kai gibt es ein paar Cafés, Tavernen, Souvenirshops und ein Reisebüro.
© kavalenkava, Shutterstock
Ein breiter, kopfsteingepflasterter Weg verbindet die Kraterrandgasse von Firá über 587 Stufen mit dem alten Hafen der Stadt, den die Einheimischen (wie viele Schiffslandeplätze in Griechenland) skála nennen. Früher machten hier Fischerboote und Lastensegler fest. Heute entsteigen vor allem die Passagiere der Kreuzfahrtschiffe ihren Tenderbooten, die zwischen den Luxuslinern und dem Kai hin- und herpendeln. Dutzende von Maultiertreibern warten dort unten schon auf sie, um sie in etwa 15-minütigem Ritt nach oben zu tragen. Der Weg zwischen Firá und Skála ist deutlich von den Tieren gekennzeichnet. Man muss aufpassen, nicht von den Mulis überrannt zu werden und nicht in ihren Mist zu treten. Dennoch lohnt der Weg hinunter – man kann ja als Alternative die Kabinenseilbahn benutzen. Am Kai gibt es ein paar Cafés, Tavernen, Souvenirshops und ein Reisebüro.
Folklore Museum
MuseenEmanuíl Lignós will Besuchern mit seinem privaten Museum zeigen, wie man auf Santorin früher gewohnt und gearbeitet hat. Zu sehen ist ein 35 m weit in den Bimsstein hineingetriebener Höhlenkeller, der vor allem der Lagerung von Wein und Lebensmitteln diente. Eine Höhlenwohnung ist ganz traditionell eingerichtet. Außerdem wurden eine alte Tischlerwerkstatt, eine Schmiede und eine Schuhmacher- und Böttcherwerkstatt nachgebaut. Im Obergeschoss birgt eine Bibliothek viele Bücher über Santorin und frühe touristische Prospekte.
- Kontochóri, Firá
- http://www.santorinisfolkmuseum.com/
Emanuíl Lignós will Besuchern mit seinem privaten Museum zeigen, wie man auf Santorin früher gewohnt und gearbeitet hat. Zu sehen ist ein 35 m weit in den Bimsstein hineingetriebener Höhlenkeller, der vor allem der Lagerung von Wein und Lebensmitteln diente. Eine Höhlenwohnung ist ganz traditionell eingerichtet. Außerdem wurden eine alte Tischlerwerkstatt, eine Schmiede und eine Schuhmacher- und Böttcherwerkstatt nachgebaut. Im Obergeschoss birgt eine Bibliothek viele Bücher über Santorin und frühe touristische Prospekte.
- Kontochóri, Firá
- http://www.santorinisfolkmuseum.com/
Kapelle Ágios Nikólaos
Architektonische Highlights © isabela66, Shutterstock
Die kleine, kunsthistorisch unbedeutende und stets verschlossene Kapelle steht markant auf einer Terrasse über dem südlichen Ende des Ortsstrands zu Füßen des Mésa Vounó. Schön ist der Blick auf Kamári. Die kleine Grotte daneben diente im 19.und frühen 20.Jh. als Zollstation. In anderen kleineren Grotten in der Felswand lebten im 17./18.Jh. einige fromme Eremiten.
- Kamarí
© isabela66, Shutterstock
Die kleine, kunsthistorisch unbedeutende und stets verschlossene Kapelle steht markant auf einer Terrasse über dem südlichen Ende des Ortsstrands zu Füßen des Mésa Vounó. Schön ist der Blick auf Kamári. Die kleine Grotte daneben diente im 19.und frühen 20.Jh. als Zollstation. In anderen kleineren Grotten in der Felswand lebten im 17./18.Jh. einige fromme Eremiten.
- Kamarí
Athínios-Hafen
Touristenattraktionen © Nicola Pulham, Shutterstock
Der Fähr- und Handelshafen der Insel liegt unmittelbar unter der Steilküste der Caldera. Eine gut ausgebaute, serpentinenreiche Straße führt die 300 m empor zum Kraterrand und zur Hauptstraße zwischen Firá und dem Inselsüden. Am etwa 150 m langen Kai haben sich zahlreiche Tavernen, Cafés, Reisebüros und Autovermietungen niedergelassen. Im Hochsommer herrscht bei Schiffsankünften und -abfahrten eine unbeschreibliche Hektik, die auch der einmal erlebt haben sollte, der per Flugzeug nach Santorin gekommen ist. Mindestens zweimal täglich legt hier auch eine kleine Autofähre ab, die hinüberfährt zu Santorins kleiner Schwesterinsel Thirasía. Ein Kreis orangefarbener Bojen markiert nur etwa 300 m nordöstlich des Anlegers das Areal, wo das 2007 hier gesunkene zyprische Kreuzfahrtschiff „Sea Diamond“ auf Grund liegt. Es wird trotz der Gefahr einer Ölverschmutzung nicht gehoben, weil sich Staat, Reederei und Versicherungen nicht über die Kostenverteilung einig werden.
- Órmos Athiniós
- http://www.santorini-port.com/
- +30 2286 025015
© Nicola Pulham, Shutterstock
Der Fähr- und Handelshafen der Insel liegt unmittelbar unter der Steilküste der Caldera. Eine gut ausgebaute, serpentinenreiche Straße führt die 300 m empor zum Kraterrand und zur Hauptstraße zwischen Firá und dem Inselsüden. Am etwa 150 m langen Kai haben sich zahlreiche Tavernen, Cafés, Reisebüros und Autovermietungen niedergelassen. Im Hochsommer herrscht bei Schiffsankünften und -abfahrten eine unbeschreibliche Hektik, die auch der einmal erlebt haben sollte, der per Flugzeug nach Santorin gekommen ist. Mindestens zweimal täglich legt hier auch eine kleine Autofähre ab, die hinüberfährt zu Santorins kleiner Schwesterinsel Thirasía. Ein Kreis orangefarbener Bojen markiert nur etwa 300 m nordöstlich des Anlegers das Areal, wo das 2007 hier gesunkene zyprische Kreuzfahrtschiff „Sea Diamond“ auf Grund liegt. Es wird trotz der Gefahr einer Ölverschmutzung nicht gehoben, weil sich Staat, Reederei und Versicherungen nicht über die Kostenverteilung einig werden.
- Órmos Athiniós
- http://www.santorini-port.com/
- +30 2286 025015
Mésa Pigádia
Touristenattraktionen © Jiri Vavricka, Shutterstock
Mésa Pigádia ist der Name einer Gemarkung zwischen der Asphaltstraße zum Leuchtturm und der Südküste, in der sich Rebstock an Rebstock reiht. Ein breiter, ausgeschilderter Feldweg führt von der Hauptstraße 1,1 km weit bis an die Küste. Dort erstreckt sich ein etwa 500 m langer Strand zum Teil vor weißen Bimssteinklippen. Die Taverne Mésa Pigádia am Ende des Feldwegs bietet gutes Essen zwischen vom Wirt gesammelten Lava- gebilden, die wie von der Natur geformte Skulpturen aussehen. Der frische Fisch ist für santorinische Verhältnisse preiswert, Inhaberin Valentína kocht ausgezeichnet und macht auch ein erstklassiges moussaká.
- Thíra
© Jiri Vavricka, Shutterstock
Mésa Pigádia ist der Name einer Gemarkung zwischen der Asphaltstraße zum Leuchtturm und der Südküste, in der sich Rebstock an Rebstock reiht. Ein breiter, ausgeschilderter Feldweg führt von der Hauptstraße 1,1 km weit bis an die Küste. Dort erstreckt sich ein etwa 500 m langer Strand zum Teil vor weißen Bimssteinklippen. Die Taverne Mésa Pigádia am Ende des Feldwegs bietet gutes Essen zwischen vom Wirt gesammelten Lava- gebilden, die wie von der Natur geformte Skulpturen aussehen. Der frische Fisch ist für santorinische Verhältnisse preiswert, Inhaberin Valentína kocht ausgezeichnet und macht auch ein erstklassiges moussaká.
- Thíra
Arméni
Touristenattraktionen © kavalenkava, Shutterstock
Noch bis zum Erdbeben von 1956 wurden im winzigen Hafen von Arméni hölzerne Fischerboote, sogenannte kaikis, und Frachtsegler gebaut, wie es auch auf Fotos im Seefahrtsmuseum von Oía zu sehen ist. Heute legen hier vor allem die Ausflugsboote für Caldera-Rundfahrten ab. Eine einzige kleine Werft führt noch kleinere Reparaturarbeiten durch. Vor dem Wiederaufstieg nach Oía bietet eine leine, einfache Taverne die Möglichkeit zur Erfrischung und Stärkung. Der Stufenweg hinunter zum Hafen beginnt etwa in der Mitte der Kraterrandgasse, Gehzeit rund 15–20 Minuten. In der Hauptsaison kann man für etwa 8 Euro auch auf Maultieren hinunterreiten.
- Oía
© kavalenkava, Shutterstock
Noch bis zum Erdbeben von 1956 wurden im winzigen Hafen von Arméni hölzerne Fischerboote, sogenannte kaikis, und Frachtsegler gebaut, wie es auch auf Fotos im Seefahrtsmuseum von Oía zu sehen ist. Heute legen hier vor allem die Ausflugsboote für Caldera-Rundfahrten ab. Eine einzige kleine Werft führt noch kleinere Reparaturarbeiten durch. Vor dem Wiederaufstieg nach Oía bietet eine leine, einfache Taverne die Möglichkeit zur Erfrischung und Stärkung. Der Stufenweg hinunter zum Hafen beginnt etwa in der Mitte der Kraterrandgasse, Gehzeit rund 15–20 Minuten. In der Hauptsaison kann man für etwa 8 Euro auch auf Maultieren hinunterreiten.
- Oía
Panagía-Kirche
Architektonische Highlights © Jono Photography, Shutterstock
Die Hauptkirche des Orts befindet sich auf einem kleinen Platz zwischen Kraterrandgasse und der zentralen Busstation. Innen ist sie mit zahlreichen neuen Wandmalereien im traditionellen byzantinischen Stil ausgeschmückt.
- Oía
- +30 2286 071298
© Jono Photography, Shutterstock
Die Hauptkirche des Orts befindet sich auf einem kleinen Platz zwischen Kraterrandgasse und der zentralen Busstation. Innen ist sie mit zahlreichen neuen Wandmalereien im traditionellen byzantinischen Stil ausgeschmückt.
- Oía
- +30 2286 071298
Ágios Artémios
Architektonische HighlightsDie Kirche liegt einsam und leicht erhöht über der Küstenebene an der Ostseite der Insel. Zu ihr gehören zahlreiche Pilgerzellen, die teils unmittelbar am sehr blumenreichen Kirchhof liegen, teils gegenüber der Kirche in die Lavawand hineingegraben wurden. Belegt sind die Zellen nur einmal im Jahr beim großen Kirchweihfest am 19.und 20.Oktober.
- Santorin
Die Kirche liegt einsam und leicht erhöht über der Küstenebene an der Ostseite der Insel. Zu ihr gehören zahlreiche Pilgerzellen, die teils unmittelbar am sehr blumenreichen Kirchhof liegen, teils gegenüber der Kirche in die Lavawand hineingegraben wurden. Belegt sind die Zellen nur einmal im Jahr beim großen Kirchweihfest am 19.und 20.Oktober.
- Santorin
Pírgos
Architektonische HighlightsWer die kleine Burgruine am höchsten Punkt der mittelalterlichen Inselhauptstadt erklimmt, erlebt einen tollen Sonnenuntergang ohne viel Leute. Und an den engen Gassen hinauf liegen fast keine Läden und Bars.
- 84700 Pyrgos Kallistis
- http://www.webcamgreece.com/
Wer die kleine Burgruine am höchsten Punkt der mittelalterlichen Inselhauptstadt erklimmt, erlebt einen tollen Sonnenuntergang ohne viel Leute. Und an den engen Gassen hinauf liegen fast keine Läden und Bars.
- 84700 Pyrgos Kallistis
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Strandpromenade
TouristenattraktionenFast das gesamte Urlaubsleben konzentriert sich in Kamári auf den 5 km langen Strand und die 1200 m autofreie Strandpromenade gleich dahinter. Wer nicht sonnt oder badet, guckt von den Cafés und Tavernen aus Leute – die spazieren hier zumeist mehrmals täglich auf und ab. Irgendwie sind sie ja auch spannender als dauernd alte Steine und kleine Kirchen ...
- Kamári
Fast das gesamte Urlaubsleben konzentriert sich in Kamári auf den 5 km langen Strand und die 1200 m autofreie Strandpromenade gleich dahinter. Wer nicht sonnt oder badet, guckt von den Cafés und Tavernen aus Leute – die spazieren hier zumeist mehrmals täglich auf und ab. Irgendwie sind sie ja auch spannender als dauernd alte Steine und kleine Kirchen ...
- Kamári
Agia Irini
Architektonische HighlightsDass Períssa auch schon in der Antike besiedelt war, zeigen die spärlichen Ruinen der frühchristlichen Basilika Agía Iríni (auch: Agía Eiríni) aus dem 5.oder 6.Jh. Weitere Mauerreste wurden an der Straße nach Emborió nahe der Platía freigelegt. Die Reste der Basilika sind nicht zugänglich, weil einsturzgefährdet.
- Perissa
Dass Períssa auch schon in der Antike besiedelt war, zeigen die spärlichen Ruinen der frühchristlichen Basilika Agía Iríni (auch: Agía Eiríni) aus dem 5.oder 6.Jh. Weitere Mauerreste wurden an der Straße nach Emborió nahe der Platía freigelegt. Die Reste der Basilika sind nicht zugänglich, weil einsturzgefährdet.
- Perissa