Thailand

Überblick

Willkommen in Thailand

Egal, ob du in einem thailändischen Dorf Ruhe atmest oder in Bangkok im Stau steckst: Du wirst feststellen, dass dies ein Land ist wie kein anderes. Ein Land voller Geheimnisse, fremdartig. Und trotzdem wirst du dich nicht lange fremd fühlen, denn dies ist auch das Land des Lächelns.

Es sind vor allem seine Menschen, die Thailand zum Urlaubsland Nr. 1 in Asien gemacht haben. Schon wahr, leicht zu verstehen ist dieses Volk nicht. Wie zum Beispiel soll man begreifen, dass Menschen, die sich mit Begeisterung auf alles stürzen, was tansamai (modern) ist, höchst abergläubisch sind? Internetcafés eröffnen wie am Fließband, aber die gleichen Leute, die per Mausklick durch die Netzwelt surfen, fürchten sich vor Geistern und bauen ihnen zur Besänftigung ein Häuschen an jeder Ecke. Oder gleich einen ganzen Schrein.

Neben seinen Menschen begeistert Thailand vor allem mit der einzigartigen Natur - an Land und unter Wasser. Im Golf von Thailand und insbesondere in der Andaman-See liegen Tauchreviere, die zu den besten in Südostasien gehören. Zwar brauchst du Glück, um mit riesigen, Plankton fressenden Walhaien um die Wette schwimmen zu können. Aber jede Tauchschule weiß, wo du die gefleckten (und ebenfalls harmlosen) Leopardenhaie fast mit der Hand streicheln kannst. Und die konfettibunten Korallenfische findest du auch ohne Lotsen überall im wohltemperierten Nass. Tauche einfach ab!

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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Samstag / 06.06.2020
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Mehr Wetterinfos

Anreise

10h 10min
Frankfurt am Main
Thailand
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Auftakt

Entdecken Sie Thailand!

Ein Bauerndorf im Nordosten Thailands. Wie eine vergessene Insel im Ozean liegt es in den Reisfeldern, die sich bis zum Horizont ziehen. Ein Mönch läuft die staubige Dorfstraße entlang. Eine alte Frau kniet vor ihrem Pfahlhaus und bietet dem Mönch ihre Gaben an. Einen kleinen Plastikbeutel mit Reis, zwei hart gekochte Eier.

Der Mönch bleibt stehen und hält ihr die Almosenschale hin. Er verliert kein Wort des Dankes. Dank zu sagen ist Sache der Spenderin: Sie hat Gelegenheit bekommen, Gutes zu tun. Dann erhebt sie sich, steigt die Holztreppe ihres Hauses hinauf. Oben dreht sie sich noch einmal um.

Sie schaut in die Ferne, wo sich eine asphaltierte Straße in den Reisfeldern verliert. Die Straße führt nach Korat, in die Provinzhauptstadt, und weiter nach Bangkok, in die ganz große Stadt. Ihr Sohn arbeitet dort als Taxifahrer. Vielleicht ist er es, der gerade im Morgenverkehr der Hauptstadt feststeckt und dem fliegenden Blumenhändler eine Kette aus Jasmin- und Orchideenblüten abkauft – ein duftender Glücksbringer als Zierde für den Rückspiegel.

Nicht immer waren die Geister dem Land günstig gestimmt. Auch wenn die Thais stets auf Ausgleich bedacht sind, sich lieber arrangieren als zu den Waffen greifen, so machten sie doch mit ihrem Nachbarn im Nordwesten schlechte Erfahrungen: 1767 legten die Burmesen Ayutthaya, eine der glanzvollsten Metropolen der damaligen Zeit, in Schutt und Asche.

Als die europäischen Mächte nach Fernost kamen, um auch diese Gegend der Welt unter sich aufzuteilen, fiel Siam als einziges Land in Südostasien nicht unter koloniales Joch. Flexibel wie Bambus, der sich dem Wind beugt, um nicht zu zerbrechen, lavierte sich die Nation auch durch die stürmische Zeit des Zweiten Weltkriegs. Statt sich mit den übermächtigen Japanern anzulegen, verbündete man sich lieber offiziell mit ihnen.

Die Nachkriegsgeschicke Thailands beherrschten Generäle, die sich immer wieder an die Macht putschten. Studentenproteste wurden 1973 und 1976 blutig niedergeschlagen. Aber der Wirtschaftsboom der 1980er-Jahre veränderte nicht nur die Skyline von Bangkok, sondern auch die politische Landschaft. Gerade in der Hauptstadt bildete sich eine breitere Mittelschicht heraus. Sie entwickelte ein politisches Bewusstsein und forderte Mitsprache bei der Gestaltung des Landes ein. Gingen früher nur Studenten auf die Straßen, bildeten sich mit Beginn des neuen Jahrtausends auch Massenproteste. 2008 besetzten Regierungsgegner sogar den internationalen Flughafen von Bangkok. 2010 blockierten Anhänger des ehemaligen Premierministers Thaksin, der durch einen Armeeputsch aus dem Amt gejagt worden war, das Hauptgeschäftsviertel in Bangkok. Der wochenlange Protest wurde von Armee und Polizei gewaltsam aufgelöst, es gab Dutzende von Toten.

Mit 513 120 km2 ist Thailand ungefähr so groß wie Frankreich. Geografisch wird es in vier Regionen unterteilt. Die Zentrale Ebene mit ihrem fruchtbaren Schwemmland ist die Reiskammer des Landes und mit der Millionenstadt Bangkok zugleich der wichtigste Industriestandort. Ausläufer des Himalaja bilden die Berge des Nordens. Dort oben, wo Bergvölker in bunten Trachten noch Brandrodungsfeldbau betreiben, erlauben die Temperaturen der Wintermonate sogar den Anbau von Erdbeeren und Äpfeln. Die dürregeplagte Hochebene des Nordostens ist trotz karger Böden fast ausschließlich Bauernland. Rund 20 Mio. der 67 Mio. Thais leben hier im Isan, dem Armenhaus des Landes. In den Dörfern sind viele Straßen noch Pisten, das Wasser schöpfen die Menschen aus Brunnen und Zisternen.

Nur wenige Touristen reisen in den Nordosten. Und dabei könnten sie gerade dort den wohl ursprünglichsten Teil des Landes kennenlernen, in dem der Lebensrhythmus noch bestimmt wird von Aussaat und Ernte, von Regen- und Trockenzeit. Aber wer will es den Fremden, die aus der Kälte kommen, verdenken, dass es sie dorthin zieht, wo das Schlagwort von den „glücklichen Tropen“ begreifbar und der Urlaubstraum wahr wird: in den Süden, der sich wie der Rüssel eines Elefanten bis zur malaysischen Grenze zieht. Auf den Feldern wächst Ananas, in Plantagen stehen Gummibäume Spalier, und Kokospalmen werfen gefiederte Schatten auf sahneweiße Strände. Die Fischer binden bunte Tücher und Blütengirlanden an den Bug ihrer Boote, in Gärten leuchten Bougainvillea-Sträucher.

Die einzige thailändische Stadt, die das Prädikat „Weltstadt“ für sich in Anspruch nehmen darf, ist Bangkok. Etwa jeder siebte Thai wohnt hier. Auf den ersten Blick sieht die Metropole mit ihren Hochhäusern und Blechlawinen aus wie jede andere moderne Großstadt. Aber wenn Sie genauer hinschauen, entdecken Sie, dass die Baustile durcheinandergewürfelt sind wie der Inhalt einer Spielzeugkiste. Wolkenkratzer sind in allen Regenbogenfarben angestrichen, Shoppingcenter säulenbewehrt wie griechische Tempel, Firmenzentralen sehen aus wie in Beton gegossene Roboter oder wie riesige Legosteine. Suey mak, wunderschön, sagen die Thais. Denn Eintönigkeit und Langeweile fürchten sie fast noch mehr als Geister. Die Provinzstädte bieten ein anderes Bild. Das Volk wohnte früher in Holzhäusern, doch an diesen nagt im tropischen Klima der Zahn der Zeit. Und so sind die allermeisten Städte mit ihrem Einerlei aus schachtelförmigen Betonbauten austauschbar. Nur auf der Insel Phuket finden Sie noch alte Villen und Ladenhäuser im sinoportugiesischen Baustil.

Noch zur Zeit des Zweiten Weltkriegs überspannte ein grünes Dach fast das ganze Königreich: 70 Prozent der Fläche waren bewaldet. Aber die rasant wachsende Bevölkerung brauchte immer mehr Agrarland. Heute sind die Waldgebiete auf etwa 20 Prozent geschrumpft. Nur noch 2000 wilde Elefanten sollen auf dicken Sohlen durch den Dschungel streifen, und die Zahl der vom Aussterben bedrohten Großkatzen wird auf einige Hundert geschätzt. Ihre Rückzugsgebiete sind nur wenige der insgesamt 99 Nationalparks und Schutzzonen, die immerhin über die Hälfte der noch verbliebenen Waldfläche in Thailand ausmachen. Trotzdem müssen Sie nicht in den Zoo gehen, um eine artenreiche Tierwelt zu entdecken.

Praktische Hinweise

Anreise

Bangkoks Airport Suvarnabhumi (gesprochen: Suwannapum www.airportsuvarnabhumi.com) ist eine Drehscheibe für Südostasien und wird von den meisten europäischen und asiatischen Fluggesellschaften angeflogen. Der Flug ab Frankfurt am Main dauert ca. 11 Stunden. Chartergesellschaften landen auch auf der Insel Phuket (www.phuketairportonline.com).

Selbst in der Hochsaison Dezember/Januar werden Retourflüge nach Bangkok von renommierten Fluggesellschaften wie Lufthansa (ab Frankfurt) oder Thai Airways (ab Frankfurt und München) für rund 1000 Euro angeboten. Billigflieger offerieren Tickets schon ab ca. 800 Euro. Kurz vor Weihnachten können die Preise aber deutlich höher sein. Günstige Flüge finden Sie z. B. unter www.fliegen.de, www.billiger-fliegen.de und www.opodo.de.

Von den Flughäfen Bangkok und Phuket kommen Sie am günstigsten mit dem Zug (Bangkok, www.bangkokairporttrain.com), mit dem Bus oder einem Meter Taxi in die Stadt bzw. an die Strände. Eine Fahrt mit dem Meter Taxi vom Flughafen Bangkok in die untere Sukhumvit Road kostet beispielsweise ca. 300 Baht, vom Flughafen Phuket an den Patong Beach rund 500 Baht.

Auskunft
Thailändische Fremdenverkehrsämter

– DeutschlandBethmannstr5860311069 1381390www.thailandtourismus.de

– Die Repräsentanz in WienHeumühlgasse301 5852420www.tourismusthailand.at kann nach telefonischer Ankündigung besucht werden.

– Die Repräsentanz in Bern031 3003088www.tourismthailand.ch ist nicht auf Publikumsverkehr eingestellt. Über beide Websites können Broschüren bestellt werden.

Tourism Authority of Thailand

In Thailand ist die TAT in Bangkok und in allen wichtigen Provinzhauptstädten mit Büros vertreten. Die Adressen finden Sie in den jeweiligen Regionenkapiteln dieses Bandes, die E-Mail-Adressen auf der Website der TAT: www.tourismthailand.org

Im Internet finden Sie eine Fülle an Informationen über Thailand, z. B. auf www.thaiwebsites.com, www.baanthai.com, www.amazing-thailand.com, www.thailine.de (mit Schwerpunkt Nordthailand) und www.diningthailand.com (Restaurants). Das Wetter gibt's unter www.wetteronline.de/thailand.htm und www.tmd.go.th.

Banken & Kreditkarten

Reiseschecks in Dollar, Euro oder Schweizer Franken werden von allen Banken gewechselt (Mo–Fr 8.30–15.30 Uhr, Wechselschalter tgl. oft bis 22 Uhr).

Mit Kreditkarte und Reisepass kann man Bargeld in Landeswährung bekommen. Einfacher ist das Abheben mit Geheimzahl an ATM-Geldautomaten (automatic teller machine). Mit EC-Karten bekommen Sie Geld an allen Automaten mit dem Maestro-Zeichen.

Visa wird von allen großen Banken akzeptiert. Auch Mastercard/Eurocard ist weit verbreitet. Mit der American Express Card erhalten Sie nur bei den Filialen der Bangkok Bank Bargeld. Für Bargeldabhebungen verlangen alle Banken eine Gebühr von 150 Baht pro Transaktion.

Bei Verlust Ihrer Karte sollten Sie diese sofort im Heimatland sperren lassen. Sie sollten also immer die deutsche Telefonummer Ihres Kartenanbieters dabei haben.

Viele Geschäfte akzeptieren Kreditkarten nur gegen einen – nicht korrekten! – Aufschlag von ein paar Prozent. Ein Tipp: Wenn Sie in solchen Fällen die Bezahlung mit Bargeld anbieten, können Sie den Preis oft nochmals etwas herunterhandeln.

Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft

02 2879000www.bangkok.diplo.deMo–Fr 8.30–11.30 Uhr

Österreichische Botschaft

02 3036057www.aussenministerium.at/botschaft/bangkokMo–Fr 9–12 Uhr

Schweizer Botschaft

02 6746900www.eda.admin.ch/bangkokMo–Fr 9–11.30 Uhr

Deutschland und Österreich unterhalten auch Honorarkonsulate in Chiang Mai, Pattaya und Phuket (Adressen auf den Websites der Botschaften).

Einreise

Deutsche, Österreicher und Schweizer dürfen bei Einreise mit dem Flugzeug ohne Visum 30 Tage im Land bleiben (bei Einreise über Land 15 Tage). Der Reisepass muss mindestens noch sechs Monate gültig sein. Ein Touristenvisum für 60 Tage kostet in Deutschland 25 Euro, in Österreich 30 Euro, in der Schweiz 40 Franken. Bei den Tarifen gibt es häufig Änderungen, manchmal sind Visa sogar kostenlos zu haben.

Vertretungen Thailands für die Visumbeschaffung

Deutschland: Königlich-Thailändische BotschaftLepsiusstr.64–6612163Berlin030 794810www.thaiembassy.de

Österreich: Königlich-Thailändische BotschaftCottagegasse481180Wien01 4783335www.thaiembassy.at

Schweiz: Königlich-Thailändische BotschaftKirchstr.563097Bern-Liebefeld031 9703030www.thaiembassy.org/bern

Auf den Websites finden Sie auch Antragsformulare zum Herunterladen sowie die Adressen der Konsulate, die ebenfalls Visa ausstellen.

Fotografieren

Speicherkarten für Digitalkameras sind billiger, Ausdrucke von digitalen Fotos und Papierabzüge etwas billiger als in Deutschland. Diafilme sind abseits der Touristenzentren nur schwer zu bekommen. Bevor Sie Menschen fotografieren, sollten Sie mit einem Lächeln um Erlaubnis fragen. Das gilt besonders, wenn Sie muslimische Thais ablichten wollen.

Gesundheit

Impfungen sind nicht vorgeschrieben. In Dschungelgebieten nahe Myanmar und Kambodscha besteht Malariagefahr, die aber nicht so groß ist, dass Sie deshalb auf eine Trekkingtour verzichten müssen. Informationen über Malariaprophylaxe finden Sie auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin (www.dtg.org). Bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr besteht ein beträchtliches Risiko, sich mit einer Geschlechtskrankheit oder HIV zu infizieren. Leitungswasser sollte man nicht trinken, aber zum Zähneputzen kann man es nehmen. Im Allgemeinen ist der hygienische Standard in Thailand gut. Weitere Gesundheitstipps bietet www.fit-for-travel.de.

In Bangkok und den Tourismuszentren praktizieren Ärzte und Zahnärzte, die in Europa oder Amerika ausgebildet wurden. Insbesondere die privaten Krankenhäuser sind denen im Westen in puncto Service und Preis oft sogar voraus.

Renommierte Kliniken sind z. B. in Bangkok das Bumrungrad Hospital02 6671000www.bumrungrad.com und das BNH Hospital02 6862700www.bnhhospital.com, in Chiang Mai das Chiang Mai Ram Hospital05 3920300www.chiangmairam.com, in Pattaya das Bangkok Pattaya Hospital03 8259999www.bph.co.th und auf Phuket das Bangkok Phuket Hospital076 254425www.phukethospital.com. Kleinere Kliniken sind auf Ko Samui das Bangkok Hospital Samui077 429500www.samuihospital.com und auf Ko Chang das Bangkok Trat Hospital039 532735www.bangkoktrathospital.com.Alle Krankenhäuser bieten einen 24-Stunden-Notfalldienst. Generell werden in thailändischen Hospitälern Patienten auch ambulant behandelt.

Die Krankenhäuser regeln die Kostenübernahme mit Ihrer heimischen Krankenversicherung, Ihre Versicherungskarte sollten Sie aber dabei haben. Falls die Versicherungsgesellschaft die Kostenübernahme nicht gleich garantiert, müssen Sie die Rechnung erst mal selbst bezahlen. Falls Ihre Versicherung Thailand nicht abdeckt, empfiehlt sich für die Zeit des Urlaubs eine Auslandskrankenversicherung.

Da es in Thailand kein landesweit organisiertes Rettungswesen gibt, müssen Krankenwagen direkt vom Krankenhaus angefordert werden.

Von hohem Standard sind auch viele eigenständige Arzt- und Zahnarztpraxen. Eine Zahnreinigung kostet beispielsweise ca. 20 Euro. Sehr preisgünstig sind in Thailand auch Brillen und Medikamente, die fast alle rezeptfrei zu haben sind.

Inlandsflüge

Fast jede größere thailändische Provinzstadt können Sie preiswert mit dem Flugzeug von Bangkok aus erreichen. Mit Thai Airways (www.thaiair.com) kostet z. B. ein Flug nach Phuket ab ca. 80 Euro. Teils bis zu 50 Prozent günstiger bringen Sie Air Asia (www.airasia.com), Bangkok Airways (www.bangkokair.com) und Nok Air (www.nokair.com) an Ihr Reiseziel. Besonders Air Asia bietet für fast jeden Tag und jede Uhrzeit einen anderen Tarif an.

Internetzugang

Der Minutenpreis in Internetcafés beträgt meist 1 Baht, oft gibt es sogar eine Stundenpauschale von unter 60 Baht. Wenn Sie am Hotel-PC ins Netz gehen, ist das meist deutlich teurer. In vielen Lokalen und fast allen Hotels kommen Sie mit dem eigenen Netbook via WLAN drahtlos ins Netz. Für das Passwort in Hotels müssen Sie aber eventuell Gebühren bezahlen, die zum Teil deutlich über denen in Internetcafés liegen. Manche Hotels zocken mit Stundenpreisen von 200 Baht oder mehr ihre Gäste regelrecht ab. Falls Sie in Ihrer Unterkunft länger online sein möchten, prüfen Sie besser vorher, wie hoch die WLAN-Gebühren sind.

Hotspot-Listen finden Sie z. B. auf www.hotspot-locations.de. In Thailand ist für WLAN der Begriff WiFi (gesprochen: waifai) gebräuchlich.

Kinderschutz

Sie haben Mitleid? Sie wollen Gutes tun und kaufen deshalb Kindern Blumen, Kaugummis oder Zigaretten ab? Tun Sie es nicht, rät die Kinderschutzorganisation Childwatch Phuket (www.childwatchphuket.org): „Je mehr ihnen abgekauft wird, umso sicherer ist es, dass sie bis in den frühen Morgen arbeiten müssen.“ Es ist nicht die schiere Not, die Kinder zu Nachtarbeitern in den Barvierteln macht, sondern knallhartes Geschäft, von Hintermännern ebenso straff organisiert wie die Bettelei.

Klima & Reisezeit

In der „kühlen“ Jahreszeit von November bis Februar liegen die Tagestemperaturen bei 30 Grad. Danach wird es bis ungefähr Mai sehr heiß bis zu 40 Grad. In der Regenzeit von Mai bis Oktober gehen die Temperaturen etwas zurück, aber dafür steigt die Luftfeuchtigkeit. Am ruhigsten ist die See von Dezember/Januar bis März/April. Ko Samui bekommt von November/Dezember bis Mitte Februar die Ausläufer des Nordostmonsuns ab. Dafür fällt allerdings die landesweite Regenzeit von August bis Oktober nicht sehr heftig aus, sodass der europäische Frühling und Sommer für Ko Samui die beste Reisezeit sind. Bedenken Sie, dass zu Monsunzeiten das Schwimmen im Meer lebensgefährlich werden kann!

Medien

Die Tageszeitungen „Bangkok Post“ (www.bangkokpost.com) und „The Nation“ (www.nationmultimedia.com) informieren ausführlich über nationale Ereignisse und übers Weltgeschehen. Der in Thailand verlegte „Tip“ (www.tipthailand.de) bringt wöchentlich Berichte über Thailand und deutsche Nachrichten. In den Touristenorten bekommen Sie auch fast alle führenden ausländischen Zeitungen und Magazine. Alle besseren Hotels bieten Satellitenfernsehen an (Deutsche Welle, CNN, CNBC, BBC).

Mehrwertsteuer

Viele der besseren Geschäfte, Restaurants und Hotels erheben auf den Preis eine Mehrwertsteuer (VAT = Value Added Tax) von 7 Prozent. Bei anderen heißt es VAT included (im Preis schon drin). Wer Waren im Wert von mindestens 5000 Baht einkauft (Reisepass vorzeigen!) und pro Geschäft mindestens 2000 Baht ausgibt, kann bei der Ausreise die VAT zurückbekommen. Rechnungen müssen vor der Ausreise den VAT-Büros in den Flughäfen von Bangkok, Hat Yai, Chiang Mai und Phuket (nur dort ist Erstattung möglich) präsentiert werden. Das kann aber bei großem Andrang eine zeitraubende Prozedur sein! Nicht ohne Grund warnt ein Zettel am VAT-Schalter im Bangkok Airport: „Wer die Beamten beleidigt, kann bestraft werden.“ Weitere Informationen finden Sie unter www.rd.go.th/vrt.

Mietwagen

Viele einheimische und internationale Verleihfirmen wie Aviswww.avisthailand.com und Budget Rent A Carwww.budget.co.th bieten Fahrzeuge an. Ein Kleinwagen mit Klimaanlage kostet ca. 1500 Baht pro Tag, ein offener Jeep 1000–1200 Baht (bei längerer Mietzeit Rabatt). Achten Sie auf eine Versicherung, die sowohl Personen- als auch Sachschaden einschließt. Da es in Thailand keine allgemeine Versicherungspflicht gibt, ist der Ausländer bei einem Unfall oft der Dumme, da meist nur von ihm etwas zu holen ist. An den Linksverkehr gewöhnt man sich rasch, aber die oft äußerst riskante Fahrweise der Einheimischen erfordert ganz besondere Aufmerksamkeit. Ein internationaler Führerschein ist Vorschrift. Alternative zum Selbstfahren: ein Mietwagen mit Fahrer (für einen Achtstundentag oft schon für einen Aufpreis von nur etwa 600 Baht).

Öffentliche Verkehrsmittel

Die wichtigsten Bahnstrecken führen von Bangkok nach Norden, in den Nordosten bis zur laotischen Grenze und nach Süden bis Malaysia und nach Singapur. Zugfahrpläne und Tarife: www.railway.co.th/english/index.asp

Mit Direktbussen erreichen Sie von Bangkok aus praktisch jede größere Stadt des Landes. Bequem sind die klimatisierten VIP-Busse mit Schlafsitzen (von Bangkok nach Phuket ca. 25 Euro).

Post

Luftpostbriefe nach Europa bis 10 g kosten 17 Baht, Postkarten 15 Baht. Sie sind meist fünf bis sieben Tage unterwegs. Tarife für Pakete sind gestaffelt nach Gewicht und Beförderungsart (per Schiff oder Flugzeug). Luftpostpakete mit 10 kg Gewicht kosten 4250 Baht. Die meisten Postämter verkaufen genormte Pakete.

Preise & Währung

Der thailändische Baht wird in 100 Satang unterteilt. Im Umlauf sind Münzen zu 1, 2, 5 und 10 Baht sowie Scheine zu 20, 50, 100, 500 und 1000 Baht. Münzen zu 25 und 50 Satang erhält man fast nur in Supermärkten.

Im einfachen Restaurant kostet eine Hauptmahlzeit selten mehr als 150 Baht. Im Supermarkt bekommen Sie eine kleine Flasche einheimisches Bier für 30 bis 40 Baht. Thais sehen es übrigens nicht als ungerecht an, wenn sie den „reichen“ Ausländern höhere Preise abknöpfen. Das gilt nicht nur bei Einkäufen auf Märkten, sondern auch in Hotels, Zoos, Vergnügungsparks etc. Auch in staatlichen Einrichtungen wie z. B. Nationalparks gilt das Zweitarifesystem.

Sperrstunde

Die nächtliche Sperrstunde wurde von der Regierung auf 1 Uhr festgelegt, für ausgewählte Nightlifebezirke auf 2 Uhr.

Strom

Die Netzspannung beträgt 220 Volt. In der Provinz werden teilweise noch Stecker mit flachen Polen verwendet. Zwischenstecker bekommen Sie in Elektrogeschäften.

Taxi

Sogenannte Meter Taxis, die auch den Taxameter einschalten, finden Sie nur in Bangkok und auf Phuket. Auf Phuket sind die Meter Taxis allerdings nur am Flughafen stationiert. Überall sonst muss der Fahrpreis ausgehandelt werden – und zwar vor Antritt der Fahrt! Der erste Kilometer im Meter Taxi kostet 35 Baht, jeder weitere 5,50 Baht. Zu diesen Preisen ist es, zumindest für Touristen, fast unmöglich, ein dreirädriges Tuk-Tuk (Motorradrikscha) zu chartern.

Telefon & Handy

Vorwahl nach Deutschland 00149, nach Österreich 00143, in die Schweiz 00141, dann die Ortsnetzkennzahl ohne Null. Vorwahl aus dem Ausland nach Thailand 0066, dann die örtliche Nummer ohne Null. In Thailand wird auch bei Ortsgesprächen die Ortsvorwahl mitgewählt: Das sind die ersten zwei (Bangkok) bzw. ersten drei (Provinz) Ziffern der in diesem Band angegebenen Telefonnummern.

Das mitgebrachte Handy wählt sich automatisch in das Netz des thailändischen Partners Ihrer Mobilfunkgesellschaft ein. Die Roaminggebühren sind aber sehr hoch. Selbst bei ankommenden Anrufen aus Deutschland müssen Sie den größten Teil der Gebühren selbst bezahlen. Auch Anrufe über Hoteltelefone sind oft sehr teuer. Günstiger telefonieren Sie mit einer thailändischen SIM-Karte, für die Sie eine eigene Telefonnummer bekommen (funktioniert aber nur, wenn Ihr Handy nicht für andere SIM-Karten gesperrt ist). Diese wiederaufladbaren Karten gibt es in vielen Shops sowie in allen 7-Eleven-Läden. Ein Anruf nach Deutschland kostet ca. 20 Baht pro Minute. Wenn Sie statt der 001 die Billigvorwahlnummern 007, 008 oder 009 eintippen, kostet der Anruf sogar nur noch ca. 10 Baht.

Am günstigsten telefonieren Sie in den Filialen der Communications Authority of Thailand (Adressen auf www.cattelecom.com/site/en/listservice.php). Dort kostet eine Minute nach Deutschland, nach Österreich oder in die Schweiz nur 2,50 Baht. Umsonst geht's auch: von Skype zu Skype (www.skype.com/intl/de) im Internetcafé oder am eigenen Laptop.

Falls Sie ein Zweithandy für die thailändische SIM-Karte suchen, werden Sie in vielen Shops fündig. Ein brandneues Handy ohne Schnickschnack und Vertragsbindung gibt es schon ab ca. 25 Euro. Gebrauchte Handys sind noch günstiger zu haben.

Touristenpolizei

Für Touristen zuständig ist die Tourist Police, die landesweit unter 1155 verständigt werden kann.

Trinkgeld

Trinkgeld, der tip, ist in sehr einfachen Lokalen oder an Imbissständen nicht üblich. Viele bessere Restaurants erheben eine service charge (Bedienungszuschlag) von 10 Prozent. Hier sollte man nur Trinkgeld geben, wenn die Bedienung außergewöhnlich aufmerksam war. In Restaurants ohne service charge, aber mit gutem Service sind 10 Prozent Trinkgeld angemessen. Auch viele Hotels schlagen auf den Zimmerpreis eine zehnprozentige service charge auf. Gleichwohl freuen sich Gepäckträger oder Roomboy über einen kleinen Schein. Trinkgeld für Taxifahrer ist nicht üblich, schon gar nicht, wenn der Preis erst ausgehandelt werden musste.

Unterkunft

Die in diesem Band angegebenen Kategorien für Hotelpreise beziehen sich auf die allgemeine Hauptsaison von ca. Mitte November bis Ende Februar. Viele Hotels erheben für die sogenannte Peak Season zwischen Weihnachten und Neujahr nochmals einen Zuschlag von 10 bis 20 Prozent. In der Vor- und Nachsaison dürfen Sie dafür mit Preisnachlässen von bis zu 40 Prozent rechnen. Zum Teil erheblich sparen können Sie auch, wenn Sie das Zimmer nicht telefonisch oder persönlich am Hotelschalter buchen, sondern über das Internet – entweder direkt über die Hotelwebsite oder über einen auf Hotelbuchungen spezialisierten Anbieter.

Hotelbuchungen sind z. B. über www.german.hotelthailand.com (deutsch) und www.asiarooms.com (englisch, mit Gästewertung) möglich, Last-Minute-Schnäppchen auf www.latestays.com. Nicht nur für Rucksackreisende interessant ist www.travelfish.org. Exzellente Karten, auf denen Sie einzelne Hotels finden können, hat www.athailand.com. Erfahrungsgemäß sind die Zimmerpreise bei Pauschalarrangements (Flug und Unterkunft) oft deutlich niedriger, als wenn Sie selbst direkt buchen. Ein Vergleich kann sich lohnen!

Leider macht sich in Thailand immer mehr die Unsitte breit, dass Hotels ihre Gäste zum teuren Dinner an Weihnachten und Neujahr zwangsverpflichten (compulsory dinner). Achten Sie bei der Buchung darauf, damit Sie hinterher keine unliebsame Überraschung erleben.

Zeit

Thailand ist der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um sechs Stunden voraus, während der Sommerzeit um fünf Stunden.

Zoll

Bei der Einreise dürfen Gegenstände des persönlichen Bedarfs zollfrei eingeführt werden. Devisen im Wert von über 10 000 US-Dollar müssen deklariert werden. Verboten ist die Einfuhr von Waffen, Drogen und Pornografie. Auch die Einfuhr von Vaporizern wie E-Zigaretten sowie von Zubehör wie Liquids ist verboten. Bei Zuwiderhandlung müssen Reisende mit einer Geldstrafe sowie Haftstrafen von bis zu 10 Jahren rechnen. Für die Ausfuhr von Buddhastatuen, Antiquitäten und Tierprodukten ist eine Genehmigung erforderlich. Zahlreiche Tierprodukte sowie historisch wertvolle Buddhastatuen dürfen gar nicht ausgeführt werden.

Bei der Einreise in die EU gilt für Flug- und Seereisende, die aus Nicht-EG-Ländern kommen, für Waren des persönlichen Bedarfs die Freigrenze von 430 Euro (Schweiz: 300 Franken). Zollfreie Mengen in die EU (in die Schweiz): u. a. 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 1 l Spirituosen mit mehr als 22 Vol.-% oder 2 l alkoholische Getränke mit bis zu 22 Vol.-% (Schweiz: 15 Vol.-%) Alkoholgehalt. Weitere Angaben finden Sie unter www.zoll.de, www.ezv.admin.ch, www.bmf.gv.at/zoll/_start.htm.

Was kostet wie viel?

Nudelsuppe

0,70 Euro für eine Schale aus der Garküche

T-Shirt

4 Euro für ein Shirt beim Straßenhändler

Strandliege

2,50 Euro Tagesmiete für eine Strandliege mit Sonnenschirm

Bier

1,60 Euro für eine Flasche (0,3 l)im Restaurant

Benzin

1 Euro für einen Liter Super

Massage

8 Euro für eine einstündige Massage am Strand

Events, Feste & mehr

Offizielle Feiertage
1. Januar

Neujahrstag

Vollmond im Februar

Makha Pucha (Gedenken an Buddhas Predigt vor 1250 Gläubigen)

6. April

Chakri-Tag (Thronbesteigung Ramas I., Gründung der Chakri-Dynastie im Jahr 1782)

13.–15. April

Songkran (thailändisches Neujahrsfest)

1. Mai

Tag der Arbeit

5. Mai

Krönungstag des jetzigen Monarchen, König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.)

Vollmond im Mai

Visakha Pucha (Gedenken an Buddhas Geburt, Erleuchtung und Tod)

Vollmond im Juli

Asaha Pucha (Gedenken an Buddhas erste Predigt)

einen Tag nach Asaha Pucha

Khaopansa (Beginn der buddhistischen Fastenzeit)

12. August

Geburtstag von Königin Sirikit

23. Oktober

Chulalongkorn-Tag (Todestag von König Chulalongkorn (Rama V.), der 1910 starb)

5. Dezember

Geburtstag von König Bhumibol

10. Dezember

Tag der Verfassung

31. Dezember

Silvester

Feste und Veranstaltungen
Januar

Bor-Sang-Schirmfestival: Das Dorf Bor Sang bei Chiang Mai in Nordthailand ist berühmt für seine handbemalten Papierschirme. Bei einem Umzug präsentieren Mädchen in Festgewändern die schönsten Schirme.

Januar/Februar

Chinesisches Neujahrsfest: Das neue Jahr wird in Bangkoks Chinatown und in der zentralthailändischen Stadt Nakhon Sawan mit einer Drachen-und-Löwenparade begrüßt. Auf Phuket findet ein einwöchiges Tempelfest im Kloster Wat Chalong (beim Dorf Chalong) statt.

April

Songkran: Das Neujahrsfest (13. bis 15. April) ist das wildeste Fest von allen. Die Menschen bespritzen und überschütten sich mit Wasser. Auch Touristen bekommen ihre Dusche ab. Besonders ausgiebig und mit einem großen Umzug wird in der Nordmetropole Chiang Mai gefeiert. Dort beginnt Songkran sogar schon am 12. April. In Bangkok ist die Khao San Road ein Zentrum der Wasserschlachten. www.songkran.net

Mai

Königliche Zeremonie des Pflügens: Das Fest in der zweiten Maiwoche markiert den Beginn der Reispflanzsaison. Es findet ein prächtiges Spektakel vor dem Großen Palast in Bangkok statt, und auch das Königshaus ist dabei. Tribünenplätze sind über das Touristenbüro in Bangkok zu buchen

Oktober

Büffelrennen: In Chonburi (zwischen Bangkok und Pattaya) sind Bauernjungen die Jockeys und Wasserbüffel die Reittiere.

Vegetarierfestival: Bizarres Fest auf Phuket und, in kleinerem Ausmaß, in Trang (Südthailand). Chinesischstämmige Thais versetzen sich in Trance und treiben sich Spieße, Nadeln, Haken und sogar Handbohrer oder Regenschirme ins Fleisch. Während des Festes leben die Teilnehmer streng vegetarisch. www.phuketvegetarian.com

November

Loi Kratong: Das bezauberndste Fest des Jahres, zu Vollmond im November. Körbchen mit Blumen, Räucherstäbchen und brennenden Kerzen werden zu Wasser gelassen. Am romantischsten sind die Feierlichkeiten in den alten Königsstädten Sukhothai und Ayutthaya sowie in Chiang Mai zu erleben.

November/Dezember

River Kwai Bridge Week: Die berühmte Brücke am Kwai und die „Todeseisenbahn“ stehen im Mittelpunkt der Festwoche. Fahrten mit alten Dampfloks, Feuerwerk mit Licht- und Tonschau an der Brücke in Kanchanaburi.

Im Trend

Kanom
In aller Munde

Kanom – dieses Wort ist Verführung pur. Früher gab's die zuckersüßen Leckereien nur auf traditionellen Märkten, heute halten sie in hip designten Bakerys Einzug. Dort werden die aufwendig geformten kleinen Kuchen-Kunstwerke in stylishen Schachteln verkauft. Dem Gesundheitstrend entsprechend gibt es sogar Low-Fat-Varianten. In Bangkok besonders zu empfehlen: die Kanom Fashion BakerySiam Square, Soi 3266/8 und Kanom Mae OeyBumrungmuang Road5-7.

Sepak Takraw
Ein Ball auf dem Vormarsch

Get the kick, denn Sepak Takraw ist reine Power. Es wird getreten, geschlagen und gestoßen – keine Angst: Opfer ist nur ein geflochtener Ball. Der Mix aus Volleyball, Fußball und Leichtathletik avanciert zum Nationalsport. Im ganzen Land finden regelmäßig Spiele der Thai-Liga statt (Termine unter takrawthailandleague.com). Außerhalb der Monsunmonate ist die City Hall in Bangkok die Anlaufstelle für den rasanten Sport. Dort finden fast täglich Turniere statt. Und auch international tritt das Spiel seinen Siegeszug an www.sepak-takraw.co.uk.

Progressive
Thai Music

Indiemusik bringt man wohl nicht als Erstes mit Thailand in Verbindung. Das Land beweist mit kleinen Labels wie www.bakerymusic.com aber das Gegenteil. Live und aus der Konserve kann man den rockigen Thai-Sound in Bangkoks LullabarMahannop Road1 hören. Total angesagt ist auch ein absolut außergewöhnlicher Act: Alle fünf Girls von Venus Flytrapwww.myspace.com/venusflytrapfan– der heißeste Charttipp des Landes – sind Ladyboys.

Thai-Tropfen
Tropischer Wein

Nicht nur Ananas reifen in Thailand, sondern auch Trauben. Der Weinanbau hat im Land zwar noch keine lange Tradition, dafür sind die Ergebnisse allerdings schon äußerst vorzeigbar. Das angesehenste Weingut ist das Chateau de Loei vor den Toren Dan Sais. Auf dem Gut wird ein ausgezeichneter Chenin Blanc gekeltert, der im hauseigenen Restaurant probiert werden kann. Auch in Bangkok wird der Wein im Chateau de Loei-ShopNew Petchburi Road, Soi Soonvijai7 angeboten. Die Hua Hin HillsBaan Khork Chang Patana, Moo 9204 werden ebenfalls für den Weinbau genutzt und können im Rahmen einer Tour besichtigt werden. Träumen vom Wein können Besucher des Guts GranmontePhayayen Moo 952Pak Chong. Auf dem Weingut gibt es auch ein Guesthouse mit Blick auf die Reben.

Echte Einblicke
Urlaub und mehr

Neue Eindrücke – und neue Fähigkeiten – bietet ein „Arbeitsurlaub“. Im Nordwesten des Landes kann man bei den Lisu traditionelles Handwerk wie Weben, Korbflechten oder Schmuckherstellung erlernen. So nehmen Urlauber mehr als nur Erinnerungen mit nach Hause und unterstützen das Bergvolk www.lisuhilltribe.com. Wer mehr Zeit hat, kann diese den Waisenkindern von Pattaya widmen, zum Beispiel in Form von Sprachunterricht Moo 6, Sukhumvit Highway384Banglamung. Interessieren Sie sich dafür, wie die thailändischen Mönche leben? In Chiang Mai können Sie bei informellen Gesprächen, den Monc ChatWat Suan Dok Suthep Roadwww.monkchat.net in das andere Leben eintauchen.

Bloss nicht

Sich mit Drogen abgeben

Auch wenn in Thailand Drogenhandel im schlimmsten Fall mit der Todesstrafe geahndet wird, so kann es doch vorkommen, dass Ihnen illegale Rauschmittel angeboten werden – zum Beispiel auf der berühmt-berüchtigten Vollmondparty auf Ko Phangan. Aber Vorsicht: Selbst die geringste Menge von weichen Drogen wie ganja (Marihuana) kann Sie ins Gefängnis bringen!

Fahrzeuge an der Straße mieten

In vielen Urlaubsorten bieten Verleiher Autos oder Motorräder ohne Vertrag an. Sie müssen lediglich Ihren Pass hinterlegen. Aber immer wieder kommt es vor, dass schadhafte Fahrzeuge ausgeliehen werden und der Tourist hinterher zur Kasse gebeten wird. Auch wird hin und wieder der Wagen oder das Motorrad mit Nachschlüssel gestohlen – dann müssen Sie für den Schaden aufkommen. Lesen Sie den Vertrag genau durch, denn das günstigste Angebot kann Sie teuer zu stehen kommen.

In den tiefen Süden reisen

Pattani, Yala und Narathiwat sind die drei südlichsten Provinzen. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Muslime. Hier kommt es fast täglich zu Anschlägen. Seit 2004 fielen ihnen fast 4000 Menschen zum Opfer. Die Terroristen wollen die Unabhängigkeit von Thailand erzwingen. Meiden Sie diese Krisengebiete!

Den König beleidigen

Bhumibol Adulyadej selbst hat erklärt, dass er nicht über der Kritik steht. Trotzdem ist Majestätsbeleidigung strafbar und kann auch für Ausländer schlimme Folgen haben. 2009 wurde der australische Autor Harry Nicolaides zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er sich in einem Buch kritisch über den Kronprinzen geäußert hatte. Der König selbst begnadigte ihn zwar bald darauf, aber Nicolaides musste vorher ein halbes Jahr Untersuchungshaft absitzen.

Schleppern folgen

Wo Touristen sind, lauern auch Schlepper. Sie bieten alles Mögliche an: Edelsteine, kostenlose Sightseeingtouren, Prostituierte. Thais sind normalerweise Fremden gegenüber zurückhaltend und sprechen sie nicht einfach auf der Straße an. Wenn es doch jemand tut, können Sie fast immer sicher sein, dass Sie am Ende draufzahlen.

Sich auf Streit einlassen

In seltenen Fällen kann es sein, dass die ansonsten sehr kontrollierten Thais es auf Ärger anlegen, etwa in alkoholisierter Runde. Lehnen Sie Einladungen zu Trinkgelagen mit Einheimischen, die Sie nicht kennen, freundlich ab oder entfernen Sie sich nach einem Höflichkeitsschluck. Falls Sie doch einmal Aggression zu spüren bekommen, bleiben Sie ruhig. Vermeiden Sie auch unbedingt, einem ohnehin schon wütenden Thai einen Gesichtsverlust zuzufügen.

Stichworte

Amulette

Thais wissen es: Das Unglück schläft nie. Deshalb muss man sich dagegen wappnen, zum Beispiel mit Amuletten. Meist sind es kleine Buddhafiguren oder Abbilder berühmter Mönche, die sich Thais um den Hals legen – wenn möglich, an Ketten aus massivem Gold. Leute mit besonders gefährlichen Berufen, wie etwa Busfahrer, bekränzen sich schon mal mit einem ganzen Dutzend solcher Glücksbringer.

Die Amulette können ihre Kräfte natürlich nur dann entfalten, wenn sie von einem Mönch geweiht wurden. Mit Buddhismus hat das zwar nichts zu tun, aber die Thais sehen das nicht so eng und mischen Glaube unbekümmert mit Aberglaube.

Bergvölker

Die chao kao, die Völker der Berge, werden allgemein als hill tribes (Bergstämme) bezeichnet. In langen Wanderungen sind sie aus dem Süden Chinas und Tibets in den Norden Thailands gezogen. Ihre Zahl wird auf rund 1,3 Mio. Menschen geschätzt. Das größte Volk mit rund 550 000 Angehörigen sind die Karen, die nahezu entlang der gesamten Grenze zwischen Thailand und Myanmar siedeln.

Den Anbau von Schlafmohn zur Herstellung von Opium und Heroin haben Razzien von Armee und Polizei eingedämmt. Auch mit internationaler Unterstützung wird in zahlreichen Projekten versucht, den Anbau von Gemüse, Obst, Kaffee und Tee in den Bergen zu fördern. Vielen Dörfern hat der Trekkingtourismus eine bescheidene Einnahmequelle eröffnet.

Bevölkerung

In Thailand wohnen ca. 67 Mio. Menschen. Zur Ethnie der Thais werden 75 Prozent der Bevölkerung gezählt. 14 Prozent haben chinesische Vorfahren. Die 3,5 Prozent muslimischen Malaien (eine Volksgruppe, keine Nationalität) leben in den Provinzen nahe der malaysischen Grenze. Die restliche Bevölkerung setzt sich aus Khmer, Laoten, Vietnamesen, Mon, Shan und verschiedenen Stammesvölkern zusammen.

Buddhismus

Etwa 95 Prozent aller Thais bekennen sich zum Buddhismus. Vor allem auf dem Land gehen junge Männer auch heute noch als Mönche auf Zeit für ein paar Tage, Wochen oder Monate ins Kloster. Im Buddhismus bedeutet Leben Leiden. Nur wer den Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt – und damit alles Leiden – überwindet, gelangt ins Nirwana. Der Grund für die Leiden sind Begierden, zum Beispiel nach Besitz. Doch das Streben nach Wohlstand ist fast zu einer neuen Religion geworden und hat sogar Mönche und Klöster erfasst. Manche Buddhajünger, die mit ihren Bettelschalen morgens von Haus zu Haus ziehen, nehmen auch Geld an – was sie nach der reinen Lehre nicht sollten.

Falang

Alle Ausländer mit weißer Haut werden von den Thais als falang bezeichnet – was nicht abwertend gemeint ist. Es bedeutet einfach „weißer Fremder“ und ist möglicherweise eine Verballhornung des englischen Wortes foreigner.

Geisterhäuschen

Auch wenn sie noch so gläubige Buddhisten sind – die Welt der Thais ist voller phii, Geister. Damit diese nicht Unheil stiftend umherirren, muss ihnen ein Haus gebaut werden. Egal, ob es klein und schlicht wie ein Vogelhäuschen ist oder meterhoch und prächtig wie ein Tempel. Und jeden Morgen werden die unsichtbaren Nachbarn mit Gaben erfreut: mit Blumen, Reis, einem Glas Wasser und an wichtigen Tagen auch schon mal mit einem gebratenen Hähnchen.

Berühmt im ganzen Land ist der Erawan Shrine in Bangkok an der Ecke Ploenchit Road/Ratchadamri Road Dort erweisen sogar Tänzerinnen in Prunkgewändern den Geistern ihre Reverenz. Dieses Geisterhaus ist dem Hindugott Brahma geweiht. Als in den 1950er-Jahren das Erawan Hotel (heute Grand Hyatt Erawan) gebaut wurde, kam es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Um die Geister des Grundstücks zu besänftigen, wurde der Schrein gebaut. Und von da an kam kein Arbeiter mehr zu Tode.

Königshaus

Auch wenn Thailand seit 1932 keine absolute Monarchie mehr ist, genießt das Königshaus immer noch höchstes Ansehen. Majestätsbeleidigung ist wie eh und je ein strafbares Delikt.

Insbesondere das Oberhaupt der Chakri-Dynastie, König Bhumibol Adulyadej, wird als Rama IX. in allen Bevölkerungsschichten verehrt. Der 1927 in den USA geborene Monarch bestieg 1946 den Thron und hat seine Autorität als Landesvater durch alle politischen Wirren hindurch erhalten und sogar noch gesteigert. Zusammen mit Königin Sirikit hat er vier Kinder: Prinzessin Ubol Ratana (geboren 1951), Prinz Maha Vajiralongkorn (1952), Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn (1955) und Prinzessin Chulabhorn (1957).

Namen

Ob Postbote oder Premierminister: Thais reden einander generell mit dem Vornamen an, vor den der Titel Khun (Herr oder Frau) gestellt wird. Man findet kaum Thais, die keinen Spitznamen (tschu len, wörtlich: Spielname) haben. Sehr beliebt sind Tiernamen. Nur Westler mögen sich darüber wundern, wenn sich jemand unbekümmert als mu (Schwein), kob (Frosch), gung (Krabbe) oder gai (Huhn) vorstellt. Die inoffiziellen Zweitnamen werden schon den Säuglingen von ihren Müttern in die Wiege gelegt.

Ökologie

Die Umweltschutzbewegung steckt in Thailand noch in den Kinderschuhen. Uraltbusse stoßen dunkle Rußwolken aus, Bauern fackeln ihre Stoppelfelder ab, Abwässer fließen ungeklärt in Flüsse und ins Meer, Menschen werfen ihren Abfall einfach irgendwo weg. Viele Westler schütteln empört darüber den Kopf, vergessen aber dabei, dass es in ihren eigenen Ländern noch bis in die 1970er-Jahre nicht viel anders aussah.

Aber auch in Thailand gibt es Ansätze, die Hoffnung machen. Ganze Schulklassen ziehen los, um Straßenränder, Plätze und Strände von Abfall zu säubern. Tauchschulen veranstalten regelmäßig Säuberungsaktionen unter Wasser. Touristen sind als Helfer willkommen, wenn Korallenriffe von alten Netzen, Flaschen und sonstigem Müll befreit werden. Hotels halten ihre Gäste dazu an, sparsam mit Wasser umzugehen, und Klimaanlagen werden automatisch abgeschaltet, wenn der Gast das Zimmer verlässt. Und vereinzelt gibt es auch schon Initiativen, die Jute statt Plastik propagieren. Auch jeder Tourist kann dazu einen Beitrag leisten, indem er auf die Plastiktüte verzichtet, die in den Shops selbst für kleinste Einkäufe ausgehändigt wird.

Preise

Unterschiedliche Preise für Einheimische und Touristen sind für Urlauber ein ständiges Ärgernis, aber sie sind von höchster Ebene gewollt. Während Ausländer beispielsweise für den Besuch von Nationalparks 200 Baht (etwa fünf Euro) Eintritt bezahlen, dürfen Einheimische schon für 20 Baht hinein, selbst wenn sie im dicken Mercedes vorfahren. Auch überall dort, wo der Preis Verhandlungssache ist, etwa auf Märkten, müssen Sie davon ausgehen, dass Sie trotz Feilschens mehr bezahlen als ein Einheimischer. Und sogar in manchen Klöstern sind nicht alle Besucher gleich. Während die fremden Besucher Eintritt bezahlen müssen, dürfen die Einheimischen umsonst vor Buddha treten.

Die Thais sehen das Zweitarifesystem übrigens als eine Art ausgleichender Gerechtigkeit an: Sie gehen davon aus, dass die Touristen mehr Geld haben als sie selbst.

Prostitution

1996 wurde in Thailand die Erwachsenenprostitution legalisiert, nicht aber ihre Förderung und das Zuhältertum. Gleichzeitig wurde dem sexuellen Missbrauch von Kindern der Kampf angesagt, indem die Schutzaltersgrenze auf das 15. Lebensjahr festgelegt und die Strafen für Täter drastisch erhöht wurden. Die Zahl der Prostituierten in Thailand liegt nach Schätzungen zwischen 200 000 und 800 000.

Der Tourismus hat in erheblichem Maß zur Ausbreitung von Prostitution und zu sexueller Ausbeutung von Kindern im Besonderen beigetragen. Seit 1993 werden Täter auch durch deutsche Gerichte verfolgt und zu Haftstrafen verurteilt.

Schreibweise

Sind Sie, der weiße Fremde, nun ein falang oder ein farang? Machen Sie Urlaub auf Ko Samui oder auf Koh Samui? Ko(h) bedeutet Insel, aber warum gibt es zwei Schreibweisen? Warum wird Strand mal hat, mal had und mal haad geschrieben? Solche Fragen werden von Neuankömmlingen immer wieder gestellt, aber eine klare Antwort darauf gibt es nicht. Die Thai-Schrift ist für Fremde ein Buch mit sieben Siegeln, verfasst in zwar anmutigen, aber nicht entzifferbaren Schnörkeln. Und es gibt keine verbindliche Regel, wie man diese in lateinische Buchstaben überträgt.

Sitten

Thais sind tolerant und mischen sich nicht in die Angelegenheiten anderer ein. Es gibt allerdings Situationen, in denen ihre Duldsamkeit ein Ende hat, zum Beispiel bei abfälligen Bemerkungen über das Königshaus.

Auch der Buddhismus, seine Vertreter und Symbole sollten mit Respekt behandelt werden. In Tempeln (gilt nicht für chinesische Tempel), Moscheen und Privathäusern müssen die Schuhe ausgezogen werden. Frauen dürfen Mönche keinesfalls berühren und sich auch nicht im Bus neben sie setzen.

Wer nicht auf sein Äußeres achtet, verliert sein Gesicht. Bei Tempelbesuchen oder auch Behördengängen sollten Sie unbedingt auf gepflegte Kleidung achten. Sie werden sonst nicht eingelassen bzw. nur schleppend oder gar nicht bedient. Oben-ohne-Baden ist ein Verstoß gegen die Landessitten. Wer seinem Ärger lautstark Luft macht, wird ebenfalls verachtet: Die Selbstkontrolle zu verlieren ist für Thais eine der schlechtesten Charaktereigenschaften.

Der Kopf ist zwar für Thais nicht „heilig“, wie manche Westler meinen, aber er ist auch im übertragenen Sinne der höchste Körperteil. Als Fremder sollten Sie den Kopf eines Einheimischen nicht berühren, selbst wenn es freundschaftlich gemeint ist. Die Fußsohle als niederster Körperteil darf nicht auf andere gerichtet werden.

Thaiboxen

Beim Nationalsport muay thai werden außer den Fäusten auch die bloßen Füße eingesetzt. Trommler heizen die Stimmung zusätzlich an. Fast genauso interessant wie der Kampf im Ring ist die Begeisterung der Zuschauer auf den Rängen. Als notorische Zocker lassen die Thais keine Gelegenheit zum Wetten aus, schon gar nicht beim Boxen. Boxkämpfe werden in allen Provinzstädten veranstaltet. Die besten Kämpfer aus dem In- und Ausland steigen in Bangkok in den Ring. Im Lumpini Boxing StadiumRama IV Roadbeim Lumphini Parkwww.muaythailumpini.com kocht dienstags, freitags und samstags die Luft beim muay thai.

Transvestiten

Frauen, die mal Männer waren (oder es unter ihren Kleidern noch sind), werden Sie in Thailand öfter sehen. Besonders hübsche katoy oder Ladymen treten in prachtvoll inszenierten Travestieshows in den Touristenzentren auf. Viele Zuschauer können es kaum glauben, dass diese verführerischen Wesen auf der Bühne gar keine richtigen Damen sind. Und mancher Nachtschwärmer hat schon die Erfahrung gemacht, dass eine stattliche Oberweite noch keine Garantie für eine hundertprozentige Frau ist. Viele Transvestiten prostituieren sich, viele gehen aber auch ganz normalen Berufen nach, was in Thailand ohne Spießrutenlaufen möglich ist. Zwar amüsieren sich die Thais gern über die Ladymen, aber der Spaß ist nie verletzend gemeint.

Wai

Thais begrüßen sich nicht per Handschlag, sondern mit einem wai. Bei dieser anmutigen Geste werden die gefalteten Hände vor die untere Gesichtshälfte geführt. Das hört sich einfacher an, als es ist, denn es gilt eine Vielzahl von Regeln zu beachten. So entbietet der Jüngere den Wai zuerst. Auch wer einen niedrigeren Rang bekleidet, muss zuerst grüßen. Die Thais werden Ihre Versuche mit (belustigtem) Wohlwollen betrachten. Es ist aber durchaus in Ordnung, wenn Sie nur mit einem freundlichen Lächeln und einem Kopfnicken grüßen. Den Wai eines Kindes, von Dienstpersonal oder gar eines Bettlers sollten Sie nicht erwidern – Sie machen sich sonst lächerlich.

Wat

Wat ist die Bezeichnung für Tempel- und Klosteranlage. Deshalb kann es in deutscher Sprache sowohl der Wat heißen (wenn nur der Tempel selbst gemeint ist) wie auch das Wat (wenn von der ganzen Klosteranlage die Rede ist). Normalerweise gehören Tempel und Kloster zusammen. Eine Ausnahme ist der Wat Phra Kaeo im Großen Palast in Bangkok: Zu diesem Königlichen Tempel gehört kein Kloster. Die Gebetshalle eines Wat wird bot genannt. Chedi sind spitz zulaufende Türme mit glockenartigem Fuß, Türme im klassischen Khmer-Stil heißen prang.

Wirtschaft

Auch wenn etwa die Hälfte aller arbeitenden Thais ihren täglichen Reis in der Landwirtschaft verdienen, hat die Industrialisierung des Landes in den zurückliegenden Boomjahren große Fortschritte gemacht. Wichtige landwirtschaftliche Ausfuhrprodukte sind Reis (Thailand ist der größte Exporteur weltweit), Ananas, Kautschuk, Palmöl und tiefgefrorene Garnelen. Die Industrie exportiert insbesondere Elektro- und Elektronikartikel sowie Zubehör für die Automobilindustrie und Textilien. Thailand ist außerdem ein bedeutendes Ausfuhrland für Juwelen und Schmuck.

Bücher & Filme

Geschichten aus Thailand

Günther Ruffert lebt seit vielen Jahren im Land. Mit Humor und Beobachtungsgabe erklärt er die so andersartige Denk- und Lebensweise der Thais.

Nana Plaza

Ein Barviertel in Bangkok gab diesem Krimi von Christopher Moore den Titel. Dort und an anderen Originalschauplätzen geht's rein in die Unterwelt. Spannend und mit viel Lokalkolorit.

The Beach

Regisseur Danny Boyle verfilmte dieses Aussteigerdrama mit Leonardo Di Caprio u. a. auf der Insel Phi Phi Le. Ziemlich abstruse Story, aber wunderschöne Landschaftsaufnahmen.

Ong-Bak

In Thailand ist er ein absoluter Superstar: Tony Jaa, Schauspieler und Kickboxer. Regisseur Prachya Pinkaew drehte diesen Kultstreifen. Tony kämpft sich durch Bangkok auf der Jagd nach einem gestohlenen Buddhakopf.

Fakten

Einwohner
66.188.503
Fläche
513.119 km²
Sprache
Thailändisch
Währung
Baht
Strom
220 V, 50 Hz
Regierungssystem
Konstitutionelle Monarchie
Hauptstadt
Bangkok
Reisepass / Visum
notwendig
Ortszeit
09:09 Uhr
Zeitverschiebung
5 h (zu MESZ)
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