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Wissenswertes über Thailand
Erhalte wichtige Tipps zu Anreise, Fortbewegung, Klima, Zoll, Sicherheit, WLAN und mehr für deine Reise nach Thailand. So bist du bestens vorbereitet!Bloss nicht
Fettnäpfchen und Reinfälle vermeidenWas kostet wieviel?
| Was? | Wieviel €? |
|---|---|
| Nudelsuppe | 0,80–1,80 Euro für eine Schale aus der Garküche |
| T-Shirt | 3-5 Euro beim Straßenhändler |
| Bier | ab 1 Euro für eine Flasche (0,33 l) thailändisches Bier im |
| Busfahrt | 2–3 Euro Bangkok – Ayutthaya im Minibus |
| Benzin | ca. 1,20 Euro für 1 l Super |
| Massage | 9 Euro für 1 Std. am Strand |
Feste & Feiertage
Religiöse Feste fallen meist auf Vollmondtage, weshalb ihre Daten sich jährlich ändern. thailandtourismus.de1. Januar
- Neujahrstag
Vollmond im Februar
- Makha Pucha (Buddhas Predigt vor 1250 Gläubigen)
6. April
- Chakri-Tag (Gründungstag der königlichen Dynastie)
13.–15. April
- Songkran (thailändisches Neujahrsfest)
1. Mai
- Tag der Arbeit
5. Mai
- Krönungstag von König Maha Vajiralongkorn
Vollmond im Mai
- Visakha Pucha (Buddhas Geburt, Erleuchtung und Tod)
Vollmond im Juli
- Asaha Pucha (Buddhas erste Predigt)
einen Tag nach Asaha Pucha
- Khaopansa (Beginn der buddhistischen Fastenzeit)
28. Juli
- Geburtstag von König Maha Vajiralongkorn
12. August
- Geburtstag von Königin Sirikit
13. Oktober
- Todestag von König Bhumibol
23. Oktober
- Chulalongkorn-Tag (Todestag von König Chulalongkorn (Rama V.), der 1910 starb)
Vollmond im November
- Loi Kratong (Lichterfest)
5. Dezember
- Geburtstag von König Bhumibol
10. Dezember
- Tag der Verfassung
31. Dezember
- Silvester
Ankommen
Anreise
Bangkoks Flughafen Suvarnabhumi (suvarnabhumi.airportthai.co.th) – gesprochen: „Suwannapum“ – wird von den meisten europäischen und asiatischen Fluggesellschaften angeflogen (ab Frankfurt/Main ca. 11 Std.). Chartergesellschaften landen auch auf Phuket. In der Hochsaison im Dezember/ Januar werden Retourflüge z. B. von Lufthansa (ab Frankfurt) oder Thai Airways (ab Frankfurt, München) für ca. 1200–1500 Euro angeboten.
Von den Flughäfen Bangkok und Phuket kommt man am günstigsten mit dem Zug (Bangkok: bangkokairporttrain.com), dem Shuttle- oder Minibus oder einem Public Taxi mit Taxameter in die Stadt bzw. an die Strände. Eine Taxifahrt vom Flughafen Bangkok in die City kostet z. B. umgerechnet ca. 11–14 Euro plus Autobahngebühren (ca. 1,60 Euro) und Flughafengebühren, vom Flughafen Phuket an den Patong Beach ab 24 Euro. Die Taxitickets werden zu Festpreisen an Schaltern/ Terminals ausgegeben.
Einreise
Deutsche, Österreicher und Schweizer dürfen bei Einreise mit dem Flugzeug ohne zuvor beantragtes Visum bis zu 30 Tage im Land bleiben (Visa on arrival, bei Einreise über Land Deutsche 30 Tage, Österreicher und Schweizer 15 Tage). Der Reisepass muss mindestens noch sechs Monate gültig sein, ein Rückflug- bzw. Weiterreiseticket muss vorliegen. Touristenvisa für maximal 60 Tage Aufenthalt (35 Euro bzw. 34 Franken, oft Tarifänderungen) können online unter thaievisa.go.th beantragt werden, jedoch frühestens drei Monate vor Reiseantritt. Die Einreisebestimmungen (Infos: auswaertigesamt.de) können sich kurzfristig ändern. Bitte erkundige dich daher vorab zusätzlich bei den konsularischen Vertretungen Thailands.
Klima & Reisezeit
In der „kühlen“ Jahreszeit und Hauptreisesaison von November bis Februar liegen die Tagestemperaturen bei 30 Grad, im Norden noch darunter. Danach wird es von März/April bis ungefähr Mai sehr heiß: bis zu 40 Grad und mehr. In der Regenzeit (Mai bis Oktober) gehen die Temperaturen etwas zurück, aber dafür steigt die Luftfeuchtigkeit. Am ruhigsten ist die See von Dezember/Januar bis März/April. Ko Samui bekommt von Oktober/November bis Dezember/Januar die Ausläufer des Nordostmonsuns ab (die meisten Stürme mit Starkregen im November). Dafür fällt die landesweite Regenzeit (Juli–Okt.) nicht sehr heftig aus, sodass der europäische Frühling und Sommer für die Inseln im Golf von Thailand die beste Reisezeit sind. Während des Monsuns ist Schwimmen im Meer lebensgefährlich. In und um Chiang Mai kommt es wegen der burning season (Brandrodungssaison, Waldbrände) in der Trockenzeit oft zu verstärkter Luftverschmutzung und Feinstaubbelastung. Von Januar bis März/April sollte man daher vor allem als Asthmatiker oder mit Kleinkindern nicht in den Norden oder in ländliche Regionen reisen bzw. gleich auf den Landessüden ausweichen (Infos: air4 thai.pcd.go.th und die App AirVisual).
Die Meeresnationalparks sind meist von Mitte Mai bis Mitte Oktober (teils bis Mitte Nov.) wegen hoher Wellen und schlechter Tauchsicht geschlossen (z. B. Surin- und Similan-Inseln, die Inseln vor Krabi und Ko Lanta, Ko Phi Phi Le). Der Ang-Thong-Nationalpark ist im Zeitraum 20.Okt.– 20.Dez. meist geschlossen. Im Khao-Sok-Nationalpark sind auf dem Höhepunkt der Regenzeit (hier: 1.Juli–15.Sept.) die Höhlen und einige Wasserfälle nicht zugänglich. Hiermit muss man in der Hauptregenzeit in allen Nationalparks mit Höhlen rechnen.
Zoll
Verboten ist u. a. die Einfuhr von Waffen, Drogen, Pornografie, E-Zigaretten und Vaporizern. Für die Ausfuhr von Buddhastatuen und Antiquitäten ist eine Genehmigung des Fine Arts Department (Tel. 0 22 24 20 50 | finearts.go.th) in Bangkok erforderlich, die seriöse Geschäfte für ihre Kunden besorgen. Zahlreiche Tierprodukte sowie historisch wertvolle Buddhastatuen dürfen gar nicht ausgeführt werden.
Zollfrei in die EU sind Waren des persönlichen Bedarfs im Wert von 430 Euro (Schweiz: 300 Franken). Bei gefälschten Markenprodukten gilt: nur ein Stück! Weitere Freimengen: u. a. 200 Zigaretten und 1 l Getränke mit mehr als (oder 2 l mit bis zu) 22 Vol.-% Alkoholgehalt. Für die Schweiz gelten andere Obergrenzen.
Zollbestimmungen können sich kurzfristig ändern. Der Zoll informiert über die aktuellen Zollbestimmungen bei der Einreise in dein Heimatland. zoll.de | bmf.gv.at | bazg.admin.ch
Geld, Kreditkarten & Preise
Im Umlauf sind Münzen zu 1, 2, 5 und 10 Baht sowie Scheine zu 20, 50, 100, 500 und 1000 Baht. 100 Baht entsprechen ca. 2,50 Euro. Einen Währungsrechner gibt’s z. B. auf oanda.com.
An Automaten (ATM) erhält man Bargeld mit der Girocard (Debitcard) oder Kreditkarte (meist höhere Gebühren), am besten mit Visa oder Mastercard (weniger verbreitet ist American Express). Girocards mit V-Pay funktionieren an thailändischen Automaten nicht! Informier dich am besten vorab bei deiner Bank, ob deine Debitkarte in Thailand akzeptiert wird und zu welchen Hausgebühren. Für Abhebungen per Automat verlangen alle Banken eine Gebühr von 220 Baht; damit ist manchmal sogar der Bargeldwechsel an der Hotelrezeption oder beim lizenzierten Geldwechsler günstiger. Man sollte also lieber bar wechseln oder gleich größere Summen am Automaten abheben. Bei Verlust der Karte sollte man diese sofort im Heimatland sperren lassen (Deutschland Tel. 11 61 16).
Kreditkarten werden in vielen Geschäften nur gegen einen (nicht korrekten!) Aufschlag von ein paar Prozent akzeptiert. Wenn du in solchen Fällen Barzahlung anbietest, lässt sich der Preis oft noch etwas herunterhandeln. Viele der besseren Geschäfte, Restaurants und Hotels erheben auf den Preis eine Mehrwertsteuer (VAT) von 7 Prozent, bei anderen heißt es VAT included (im Preis schon drin).
Vorbereitung
Strom
Adapter Typ A
Netzspannung 220 Volt, meist passen Schukostecker. In der Provinz werden teils noch Stecker mit flachen Polen verwendet. Zwischenstecker gibt‘s in Elektrogeschäften und 7-Eleven-Märkten.
Zeit
+ 6 bzw. 5 Stunden Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) plus sechs Stunden, während der Sommerzeit nur fünf Stunden.
Weiterkommen
Inlandsflüge
Fast jede größere Provinzstadt ist preiswert mit dem Flugzeug von Bangkok aus zu erreichen. Mit Thai Airways (thaiairways.com) kostet z. B. ein Flug nach Phuket return ca. 100 Euro. Teilweise erheblich günstiger bringen dich Air Asia (airasia.com), Bangkok Airways (bangkokair.com), Nok Air (nokair.com) oder Lion Air (lionairthai.com) ans Ziel. Inlandsflüge kosten so kaum mehr als die Fahrt mit (gefährlicheren) Überlandbussen.
Mietwagen & Verkehr
Die großen Autoverleiher sind auch in Thailand aktiv. Ein Kleinwagen kostet ab ca. 25 Euro pro Tag (billiger-mietwagen.de). Wichtig ist eine Versicherung, die sowohl Personen- als auch Sachschäden einschließt. Ein internationaler Führerschein wird von den Verleihfirmen zwar anerkannt, aber nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein. Es gilt Linksverkehr. Auf Autobahnen sind 120 km/h erlaubt, auf Highways und Nationalstraßen 80–100 km/h. Promillegrenze: 0,0 – das gilt für alle Insassen.
Thailand gehört weltweit zu den Ländern mit den meisten Verkehrstoten. Man sollte immer passiv agieren und notfalls auf den Seitenstreifen ausweichen. Nervenschonende Alternative zum Selbstfahren ist ein Mietwagen mit Fahrer (oft nur etwa 15 Euro Aufpreis für einen Achtstundentag).
Öffentliche Verkehrsmittel
Die Bahn ist das sicherste und populärste Verkehrsmittel in Thailand. Besonders vor Feiertagen gilt: rechtzeitig reservieren. Es gibt auch Kombitickets auf die Inseln, z. B. mit Zug und Fähre nach Ko Samui. Die Bahnstrecken führen von Bangkok nach Norden, in den Nordosten bis zur laotischen Grenze, an die Ostküste nach Pattaya, nach Westen bis hinter Kanchanaburi und nach Süden bis Malaysia. Achtung, die meisten Linien verkehren vom neuen Hauptbahnhof Krung Thep Aphiwat Central/Bang Sue Grand Central, nicht mehr ab Hua Lamphong in der Stadtmitte! Infos: seat61.com | 12go.asia | in Thailand: Hotline 1690
Mit Überlandbussen ist von Bangkok aus praktisch jede größere Stadt des Landes zu erreichen. Die Preise variieren je nach Ausstattung, Reiseklasse usw., sind aber verglichen mit Deutschland eher niedrig. Bequem sind die klimatisierten VIP-Busse, die auch mit Schlafsitzen ausgestattet sind (Bangkok – Phuket ca. 25 Euro). Pullover und Ohrstöpsel (gegen die lauten Videos) mitnehmen! Minibusse sind schneller, aber nichts für schwache Nerven. Preise und Buchung: 12go.asia
Zum Inselhüpfen in der Andaman-See und im Golf von Thailand eignen sich die Autofähren (z. B. nach Ko Samui, rajaferryport.com) sowie Express- und Schnellboote. In der Regenzeit von Mai bis Oktober können sie in der Andaman-See allerdings wegen des Seegangs eingestellt sein. Zu den kleineren Inseln fahren auch gecharterte Longtail-Fischerboote, gelegentlich muss man von der Fähre für die letzte Inseletappe in ein solches umsteigen.
Taxi & Tuk-Tuk
Sogenannte Meter Taxis, die auch den Taxameter einschalten, gibt es in allen größeren Städten und Urlaubsorten wie Bangkok, Chiang Mai und Phuket (Letzteres ist allerdings berüchtigt für seine Taximafia). Überall sonst muss der Fahrpreis vor Antritt der Fahrt ausgehandelt werden. Der erste Kilometer im Meter Taxi kostet 35 Baht, jeder weitere 6 Baht (insgesamt ca. 40–50 Baht für eine Kurzstrecke). Zu diesen Preisen ist es fast unmöglich, ein dreirädriges Tuk-Tuk zu chartern. Die Fahrer verlangen oft Phantasiepreise. Rechne mit mindestens 60 Baht pro Tuk-Tuk-Kurzstrecke (deutlich machen: pro Fahrt, nicht pro Person). Auf keinen Fall auf „20-Baht-Fahrten“ oder „Gratistouren“ eingehen! Wer gern Tuk-Tuk fahren will, sollte den ungefähr angemessenen Preis an der Hotelrezeption erfragen, einen Fahrer ansprechen (nicht ansprechen lassen und nicht direkt vor dem Hotel) und dann hart verhandeln, am besten auf Thai. Eine Taxi-App, die sich vor allem für längere Strecken lohnt, ist Grab Taxi (Zahlung per Kreditkarte).
Motorrad
Die Berge des Nordens mit ihren Kurvenstraßen und Pisten sind eine Herausforderung und ein Erlebnis für erfahrene Biker (thegtrider.com). Aber: Motorradfahren in Thailand ist gefährlich! Drei Viertel der vielen Unfalltoten im Land sind Zweiradfahrer, darunter auch Touristen, trotz Helmpflicht. Der Versicherungsschutz ist unzureichend, ein Krankenwagen ist in der Regel nicht schnell genug am Unglücksort. Als Sicherheit für Mietmofas muss oft der Reisepass als Pfand hinterlegt werden, was man auf keinen Fall tun sollte.
Vor Ort
Fotografieren
Bevor du Menschen fotografierst, solltest du mit einem Lächeln um Erlaubnis fragen. Das gilt besonders dann, wenn du muslimische Thais ablichten möchtest.
Internetzugang & WLAN
In vielen Lokalen und fast allen Hotels kommst du mit deinem eigenen Gerät via WLAN (WiFi) ins Netz. Für das Passwort verlangen teure Hotels vereinzelt noch extrem hohe Gebühren, meist bekommst du es jedoch kostenlos. Deutlich bequemer und günstiger ist es, wenn du mit deinem Handy und einer thailändischen SIM-Karte online gehst. Die gibt‘s in jedem 7-Eleven- Minimarkt (Reisepass mitnehmen!).
Telefon & Handy
Vorwahl Deutschland 00 149, Österreich 00 143, Schweiz 00 141, dann die Ortsnetzkennzahl ohne Null. Vorwahl nach Thailand 0066, dann die örtliche Nummer ohne Null. In Thailand gibt es keine Ortsvorwahlen, die angegebenen Telefonnummern müssen deshalb auch bei Ortsgesprächen vollständig gewählt werden.
Die Roaminggebühren sind sehr hoch. Auch Anrufe über Hoteltelefone sind oft sehr teuer, hier empfiehlt sich ein Rückruf aus Deutschland im Hotelzimmer über die spottbilligen Call-by-Calloder Call-through-Nummern.
Wer nicht im WLAN mit Whatsapp oder Skype um die Welt telefoniert, kommt vor Ort am günstigsten mit einer thailändischen SIM-Karte mit eigener Telefonnummer weg – sofern das Handy nicht für andere SIM-Karten gesperrt ist (SIM Lock). Die wiederaufladbaren Karten gibt es in allen 7-Eleven-Läden (Reisepass mitnehmen!). Mit der offiziellen Vorwahl 00 149 kostet der Anruf nach Deutschland ca. 10 Baht pro Minute. Die thailändischen Mobilfunkfirmen bieten aber auch eigene Billigvorwahlen an, z. B. True Move (true.th) ab 1 Baht pro Minute, außerdem AIS (ais.th) und DTAC (dtac.co.th). Ein Zweithandy für die thailändische SIM-Karte ohne Schnickschnack und Vertragsbindung gibt es schon ab ca. 25 Euro, gebrauchte Handys noch günstiger.
Thai-Massage
Eine alte Tradition – allerdings sind einige der 51 Grifftechniken umstritten, besonders wenn sie von unzureichend ausgebildeten Masseuren angewendet werden, etwa den Strandmasseurinnen mit Schnellkurs. Ihnen fehlt das medizinisch-physiologische Grundwissen, auch über mögliche Vorerkrankungen der Klienten. Das thailändische Rote Kreuz rät vor allem älteren Menschen, folgende Griffe nicht zuzulassen: das minutenlange Abdrücken der Hauptschlagader in der Leiste und den (schlimmstenfalls im wahrsten Sinne finalen) Ruck am Kopf zum Schluss jeder Ganzkörpermassage.
Trinkgeld
Trinkgeld, der tip, ist in sehr einfachen Lokalen oder an Essensständen nicht üblich. Viele bessere Restaurants und Hotels erheben bereits eine service charge von 10 Prozent, mit Steuern 17 Prozent. In Restaurants ohne service charge, aber mit gutem Service sind 10 Prozent Trinkgeld angemessen, ebenso ein kleiner Obolus für den Gepäckträger oder Roomboy im Hotel oder für freundliche Taxifahrer (etwa das Wechselgeld).
Übernachten
Viele Hotels erheben für die Peak Season zwischen Weihnachten und Neujahr Zuschläge von 10–20 Prozent auf die Hauptsaisonpreise. In der Vor- und Nachsaison gibt es oft hohe Preisnachlässe, vor allem bei Onlinebuchung. Bei Buchungen vor Ort nach einem discount fragen! Hotelzimmer sind in Thailand immer Doppelzimmer, bei Einzelbelegung zahlt man denselben Preis. Die Preise sind bei Pauschalarrangements (Flug und Unterkunft) oft deutlich niedriger, als wenn du selbst direkt buchst.
Gehobene Unterkünfte verlangen einen Steuer- und Servicezuschlag von bis zu 17 Prozent. Achte bei der Buchung darauf, dass dieser bereits inklusive ist, damit es später keine Überraschung gibt. Vorsicht auch vor dem compulsory dinner: Leider verpflichten immer mehr Hotels ihre Gäste zu diesem teuren Dinner an Weihnachten und Neujahr.
Strände
Die zu Tausenden in Reih und Glied stehenden Sonnenliegen und -schirme zur Miete und ganze wild verteilte Campingausrüstungen sind von den meisten Stränden verbannt worden, ebenso die illegalen Strandbuden, Beachbars und Händler. Liegen mit Schirm gibt es nur noch in bestimmten Arealen („Umbrella Zone 10 %“) und vor Hotels, man darf allerdings nicht mehr mitsamt Liege und Schirm „umziehen“. An öffentlichen Stränden herrscht zudem Rauchverbot.
Notfälle und Sicherheit
Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft
9 South Sathorn Road | Bangkok 10120 | Tel. 0 22 87 90 00 | Mobiltel. für Notfälle 08 18 45 62 24 | bangkok.diplo.de
Österreichische Botschaft
Soi 14, South Sathorn Road | Bangkok 10120 | Tel. 0 21 05 67 10 | bmeia.gv.at/oebbangkok
Schweizer Botschaft
35 North Wireless Road | Bangkok 10330 | Tel. 0 26 74 69 00 | eda.admin.ch/bangkok
Deutschland und Österreich unterhalten auch Honorarkonsulate in Chiang Mai, Pattaya und auf Phuket (Adressen auf den Websites der Botschaften).
Gesundheit
Impfungen sind nicht vorgeschrieben, teils aber zu empfehlen (auswaertigesamt.de). Im Dschungel nahe Myanmar und Kambodscha besteht Malariagefahr (Infos zur Prophylaxe: dtg.org | crm.de). Dengue-, Zika- und Chikungunya-Fieber werden landesweit von tagaktiven (!) Mücken übertragen. Schutz bieten helle, langärmelige Kleidung, Sprays und Räucherspiralen (mosquito coils). Bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr besteht ein großes Risiko, sich mit Geschlechtskrankheiten oder HIV/Affenpocken zu infizieren. Leitungswasser sollte man nicht trinken, zum Zähneputzen ist es unproblematisch.
In Bangkok und den Tourismuszentren praktizieren Ärzte und Zahnärzte, die in Europa oder Amerika ausgebildet wurden. Insbesondere die privaten Krankenhäuser sind denen im Westen in puncto Service und Preis-Leistungs-Verhältnis oft sogar voraus. Von hohem Standard sind auch viele eigenständige Arzt- und Zahnarztpraxen.
Alle Krankenhäuser bieten einen 24-Stunden-Notfalldienst. Da es in Thailand kein landesweit organisiertes Rettungswesen gibt, müssen Krankenwagen direkt vom Krankenhaus angefordert werden. Es empfiehlt sich, eine Auslandskrankenversicherung mit Krankenrücktransport abzuschließen.
Kinderschutz
Du hast Mitleid? Du willst Gutes tun und kaufst deshalb Kindern Blumen, Kaugummis oder Zigaretten ab? Tu es nicht, rät die Kinderschutzorganisation Childwatch Phuket (Facebook): „Je mehr ihnen abgekauft wird, umso sicherer ist es, dass sie bis in den frühen Morgen arbeiten müssen.“ Es ist nicht die schiere Not, die Kinder zu Nachtarbeitern in den Barvierteln macht, sondern knallhartes Geschäft, ebenso straff organisiert wie die Bettelei.
Sicherheit
Für Touristen zuständig ist die Tourist Police (Tel. 11 55). Meist geht es um Betrug durch die Taxi- und Jetski-Mafia oder um Drogenmissbrauch bei Vollmondpartys. Nicht selten nehmen Touristen unwissentlich Drogen zu sich, vor allem für junge Frauen gilt: Vorsicht vor gepanschten Drinks! Frauen sollten auch niemals nachts allein am Strand unterwegs sein. Auf keinen Fall sollte man sich mit der Jetski-Mafia ananlegen: Es ist gang und gäbe, dass die Vermieter für angebliche Schäden an den Scootern horrenden Ersatz fordern, Bedrohungen inklusive. Am besten lässt man gleich die Finger davon
Leider ist es schon zu Betrugs- und Erpressungsversuchen von korrupten Polizisten wegen Bagatelldelikten gekommen (v. a. am Patong Beach auf Phuket). In diesen Fällen wende dich an die Botschaft. Die restlichen Trickbetrüger, wie Tuk-Tuk-Schlepper oder selbst ernannte Bettelmönche und Englischlehrer, sind meist harmlos.
Das Auswärtige Amt (auswaertigesamt.de) rät wegen der zunehmenden Kriminalität (v. a. auf Phuket, Ko Samui, Ko Tao und in Pattaya) zu erhöhter Vorsicht und rät zudem dringend von Reisen in die Südprovinzen Narathiwat, Yala, Pattani und Teile von Songkhla nahe der Grenze zu Malaysia ab.
Notruf
Polizeinotruf: Tel. 1 91
Touristenpolizei: Tel. 11 55
Krankenwagen: Tel. 16 46ww