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Reiseführer
Masurische Seen

MARCO POLO Reiseführer

Masurische Seen

15.95 €

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Das „Land ohne Eile“ – viel treffender als der masurische Schriftsteller Arno Surminski kann man es kaum beschreiben: Masuren, die Wald- und Seenlandschaft im Nordosten Polens, die auf der Karte aussieht wie ein farbenfrohes Gemälde mit viel Grün, viel Blau und ganz viel Freiraum. Wie gemacht für Wanderungen, Ausritte, Segeltörns, Rad- und Paddeltouren.

Die Launen der Geschichte 

In Masuren verknüpft sich deutsche mit polnischer Geschichte. Zeitzeugen sind prachtvolle alte Adelssitze und mächtige Ordensburgen, aber auch Hitlers Hauptquartier Wolfsschanze, in dem Weltgeschichte geschrieben wurde. Und ja, alle Orte, alle Seen, alle Wälder haben einen polnischen und einen alten, deutschen Namen. Warum auch nicht – im Lauf der Geschichte geschehen nun mal die verrücktesten Dinge.

Das Geschenk der Ruhe

In Masuren zieht die Zeit noch immer stille Kreise. Okay – es holpern auch im „Land der dunklen Wälder” kaum noch Pferdefuhrwerke über Kopfsteinpflaster, und die verklärte Romantik mit der Gänsefamilie auf der Dorfstraße und Bauern, die am Wegesrand duftendes Heu wenden, gehört eher ins Geschichtsbuch als in den Alltag der Menschen hier. Doch immer noch klappern, wohin du auch schaust, Störche auf ihren Nestern, glitzern hinter Waldsäumen Seen auf, in denen sich das sagenhafte Blau des masurischen Himmels spiegelt. Die Landschaft weckt noch heute Erinnerungen an Geschichten aus dem alten Ostpreußen, wie sie Marion Gräfin Dönhoff in ihrem „Ritt durch Masuren“ aufgeschrieben hat. Im Mai blühen die Wiesen, später im Sommer wiegen sich Mais, Weizen und Hafer im Wind auf weiten Feldern, von Kornblumen und Klatschmohn eingerahmt, und auf den Weiden dösen die Kühe. Die Dörfer: klein bis winzig, die Häuser meist schlicht. In den Gärten flattert Wäsche zum Trocknen, in den Höfen gackern Hühner. Das Leben nimmt sich Zeit hier. Masuren ist ein Land von sanfter Schönheit. Nur der Autoverkehr nimmt ein wenig von der Idylle.

Geschichte

  • Ab 500 n. Chr.

    Die pruzzischen Stämme der Galinder, Sudauer und Barten siedeln sich an

  • 13./14.Jh.

    Der Deutsche Orden unterwirft die Pruzzen und holt deutsche Siedler ins Land

  • 1525

    Auflösung des Ordensstaats; die Region wird polnisches Hoheitsgebiet

  • 1918

    Nach fast 150 Jahren der Teilungen wird Polen wieder ein souveräner Staat

  • 1920

    Versailler Vertrag: 97 Prozent der Masuren stimmen gegen den Anschluss an Polen und für Ostpreußen

  • 1945/46

    Die meisten deutschen Bewohner fliehen. Masuren wird polnisch

  • 1980

    Die Solidarność entsteht

  • 1988/89

    „Runder Tisch“ und erste freie Wahlen in Polen, Ende der kommunistischen Herrschaft

  • 2004

    Polen wird Mitglied der EU (NATO-Beitritt 1999)

  • 2022

    Polen nimmt geschätzt 1,5 Mio. ukrainische Kriegsflüchtlinge auf

  • 2023

    Die Wahl am 15.Oktober sehen viele als Schicksalswahl

Luft zum Atmen 

Die urwüchsige Moränenlandschaft ist ein Produkt der sogenannten Weichsel-Kaltzeit wie die Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Hier wurden auch zu sozialistischen Zeiten kaum umweltschädliche Industrien angesiedelt. Nur in der kalten Jahreszeit stinkt es, weil in Polen in Privathäusern immer noch viele schlechte Brennstoffe verheizt werden. Weite Teile der Region stehen als Naturreservate unter besonderem Schutz – Masuren gehört zu den Kronjuwelen im grünen Netz der Naturlandschaften Europas. Und zu seinen beliebtesten Urlaubsregionen. Die Menschen hier leben traditionell von der Landwirtschaft – aber auch immer mehr vom Tourismus.

Ferien auf dem Wasser

Eine Landpartie bedeutet in Masuren nicht nur Wandern, Radfahren und Reiten, sondern auch Segeln, Surfen, Schwimmen und Tauchen. Überall gibt es kleine und größere Badestrände, durch Flüsse und Kanäle sind viele der fast 3000 Seen miteinander verbunden und fordern ausgedehnte Bootstouren und Segeltörns geradezu heraus. Wer will, kann mehrere Wochen auf der Masurischen Seenplatte kreuzen, ohne einen Hafen ein zweites Mal anzusteuern. Und wenn es mit dem Segelschein immer noch nicht geklappt hat: Setz dich einfach ins Kajak – die kleine Krutynia ist einer der schönsten Paddelflüsse Europas!

Wo Masuren Masuren ist 

Was ist eigentlich Masuren? Jeder kennt es, aber keiner weiß, wo genau die Grenzen liegen. Das könnte daran liegen, dass es nie wirklich welche gab, jedenfalls politisch gesehen. Das historische Masuren, das seinen Namen erst im 19.Jh. erhielt, liegt im Südosten des ehemaligen Ostpreußen. Das polnische Mazury ist größer und umfasst heute auch die südwestlich gelegene Region des Oberlands rund um Ostróda und die seenreiche Gegend um Suwałki im Nordosten. Auch die historische Region Ermland (polnisch: Warmia) wird zumindest touristisch oft mit „eingemeindet“. Das ermländische Allenstein (Olsztyn)ist nicht nur die schönste, sondern auch die Hauptstadt der polnischen Wojewodschaft Warmińsko-Mazurskie (Ermland und Masuren).

Über die Buckel nach Russland 

Nördlich der großen Seen, wo eiszeitliche Moränenketten die Landschaft prägen und ihr den Namen Mazury Garbate, „Buckliges Masuren“, eingebracht haben, durchzieht ein bewachter Stacheldrahtzaun die Natur: die Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad (Königsberg). Hier zerfließt das Masurenland in der melancholischen Weite des alten Ostpreußen, der Himmel wird hoch und schwerelos. Am Horizont dunkel schimmernd ein waldgrüner Saum: Dort beginnt die legendenumwobene Rominter Heide, polnisch Puszcza Romincka, jahrhundertelang Jagdrevier gekrönter Häupter, die hier die stärksten jemals in Europa bekannten Rothirsche erlegten. Heute ist das 140 km2 große Urwaldgebiet zwischen Polen und Russland geteilt, auf masurischer Seite gibt es einige Wanderrouten. Masuren, ganz egal, wo genau es anfängt oder aufhört – dieses Fleckchen Erde ist etwas ganz Besonderes. Und eine Redewendung bleibt wohl immer wahr: Wer einmal in Masuren war, geht nie wieder ganz weg.

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4h/Tag (März)
54Sonnenstd. Jahr
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MARCO POLO Reiseführer
Masurische Seen

Buch, 13. Auflage · 15.95 €

Urlaub, wo sich das Leben Zeit nimmt: Mit dem MARCO POLO Reiseführer zu den Masurischen Seen Masuren sieht aus wie ein Gemälde: viel Grün, viel Blau und ganz viel Freiraum. Die malerische Wald- und Seenlandschaft ist wie gemacht für Wanderungen, Segeltörns, Rad- und Paddeltouren.

Ob Aktivurlaub oder Entspannung pur: Dein MARCO POLO Reiseführer ist der ideale Begleiter, wenn du die Masurischen Seen erkundest.

  • Entdecke Masuren auf dem Rad, im Kajak oder zu Fuß mit den MARCO POLO Erlebnistouren und der kostenlosen Touren-App
  • Alle Highlights im Überblick: Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest, und Insider-Tipps, die nicht jeder kennt
  • Die besten Restaurants, Shops und Aktivitäten für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel
  • Mit Best-of-Tipps für Low-Budget, Urlaub mit Kindern oder Regentage
  • So behältst du den Überblick im Land der 1000 Seen: Alle Highlight-Karten und Stadtpläne wurden komplett überarbeitet

Unterwegs im „Land ohne Eile“ mit deinem MARCO POLO Reiseführer

In Masuren zieht die Zeit still ihre Kreise. Mit den MARCO POLO Erlebnistouren und der kostenlosen Touren-App kannst du gemütlich im Kajak von See zu See paddeln oder beim Wandern in den letzten Urwäldern Europas nach Wisenten suchen. Geschichtsfans erkunden die Überreste des Führerbunkers im Wald bei Ke?trzyn oder bestaunen mächtige Ordensburgen auf den Hügeln. Das ist dir nicht aufregend genug? Dann schwing dich durch den Seilpark in den Bauruinen des nie vollendeten Masurischen Kanals!

Egal wie dein perfekter Urlaubstag aussieht – mit dem MARCO POLO Reiseführer entdeckst du die Masurischen Seen in deinem eigenen Rhythmus.

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Masurische Seen in Buch & Film

Ritt durch Masuren
Ritt durch MasurenDer Klassiker schlechthin, verfasst vor 80 Jahren von der in Masuren aufgewachsenen Journalisten- und Verlegerlegende Marion Gräfin Dönhoff. Da kommt sofort Masuren-Sehnsucht auf! (1941)
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Der letzte masurische BärIn diesem „Schelmenroman“ von Peter Ostendorf verliert ein Deutscher sein Herz ans Land der tausend Seen. Es geht um eine Bärenjagd, obwohl es hier gar keine Bären mehr gibt. Der Masure Jacek löst das Problem auf seine Weise. (2011)
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Corpus ChristiAus dem Gefängnis entlassen, will Daniel Priester werden. Da er nicht zugelassen wird, verkleidet er sich einfach und wird zum Kleinstadt-Priester. Der polnische Film von Jan Komasa war für einen Oscar in der Kategorie „International“ nominiert. (2019)
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