Sonne und Meer, Stierkampf und Flamenco, stolze Menschen und maurische Pracht: So sehen wir Spanien. Dabei kommt all dies aus Andalusien, jenem Teil Europas, der Afrika am nächsten liegt. In Südspanien findet jeder, was er sucht: Sand genauso wie Schnee, Kulturhighlights wie Sportevents, Einsamkeit wie Trubel, opulenten Luxus wie einfaches Leben.
Abwechslung garantiert
Faszinierend sind die pueblos blancos, die weißen Dörfer mit ihren engen, verwinkelten, manchmal steilen Gassen, den lauschigen Innenhöfen und blumengeschmückten Plätzen. Uralte Festungen erheben sich auf schroffen Felsen, prachtvolle Kirchen und Kathedralen erzählen oft von einer gemeinsamen islamisch-christlichen Vergangenheit. Dazu gibt es Strände im Überfluss sowie Sportmöglichkeiten für jeden Geschmack. Ob Reiten, Klettern, Kitesurfen oder Golfen – alles ist hier möglich. Auch Wandern und Radfahren werden immer beliebter, etwa in der waldreichen Sierra de Aracena, der Sierra Nevada oder im Naturpark bei Cazorla.
Spuren der Geschichte
Nachdem die Mauren 711 über die Meerenge von Gibraltar kamen und die Iberische Halbinsel innerhalb von nur acht Jahren fast vollständig eroberten, hat die arabische Kultur knapp 800 Jahre lang das Land geprägt. Spuren dieser Zeit sind über die Jahrhunderte erhalten geblieben: allen voran die Alhambra in Granada und die Mezquita in Córdoba. Selbst die Giralda, der mächtige Kathedralturm von Sevilla, war ursprünglich ein Minarett. Womöglich war gerade die islamische Vergangenheit der Grund, weshalb Kirche und Religion in der spanischen Gesellschaft und Politik über Jahrhunderte eine solch dominierende Rolle spielen konnten. Während der Franco-Diktatur wurde die Kirche zur machtpolitischen – und fragwürdigen – Mitspielerin, deren Rolle bis heute die spanische Gesellschaft spaltet. Trotz der populären Prozessionen während der Semana Santa, der Karwoche, und der vielen anderen Kirchenfeste ist selbst in Andalusien die Gegenwart weitaus weltlicher und multikultureller, als man vielleicht denkt. Mit der wachsenden Zahl von in den letzten Jahren eingewanderten Muslimen wird auch deren Kultur und Religion wieder sichtbar. In Granada beobachtet man das nicht nur an Teestuben und Souvenirläden mit marokkanischem Kunsthandwerk. Im maurischen Stadtviertel Albaicín wurde auch die erste neue Moschee in Andalusien erbaut. In einem Land, das sich wesentlich über die Reconquista – die sich über acht Jahrhunderte hinziehende christliche Rückeroberung – definiert, muss dies zu Spannungen führen. Während die eine Seite den Muslimen verweigert, in der Mezquita von Córdoba ein symbolträchtiges Freitagsgebet abzuhalten, gibt es auf der anderen Seite radikale Tendenzen, die von einer neuen Herrschaft in Al-Andalus träumen.
Geschichte
1100 v. Chr.
Cádiz wird von den Phöniziern gegründet
206 v. Chr.
Beginn der römischen Herrschaft
409 n. Chr.
Westgoten dringen auf die Iberische Halbinsel vor
8.–11.Jh.
Arabische Eroberung der Iberischen Halbinsel, kulturelle und wirtschaftliche Blüte unter islamischer Herrschaft
Mitte 11.Jh.–1492
Reconquista: christliche Rückeroberung Andalusiens
1516
Karl V. wird Spaniens erster Habsburgerkönig
1714
Der Thron fällt an die Bourbonen. Gibraltar wird britisch
1936–1939
Spanischer Bürgerkrieg, Niederlage der Republik und Beginn der Militärdiktatur unter General Francisco Franco
1975
Juan Carlos I. wird König, Übergang zur Demokratie
1981
Andalusien erhält eigene Regionalregierung
2024
Die seit Jahren anhaltende Dürre führt zu einem rasanten Preisanstieg beim Olivenöl: Teuerung von 2022 bis 2024 um 176 Prozent!
Ein modernes Urlaubsland
Vor allem in der Landeshauptstadt Sevilla hat sich eine lebendige Szene etabliert, die den Aufbruch zelebriert: mit jungen und ungewöhnlichen Modeshops, mit trendigen Bars und hippen Restaurants. Das traditionelle Sevilla mit seinen Bruderschaften, der Marienverehrung und der Feria de Abril bleibt davon allerdings nahezu unberührt. Andalusien ist gerade wegen dieser Gleichzeitigkeit der Zeiten und Stile so spannend. Die Faszination, die das Land im Süden auf Mitteleuropäer ausübt, hat eine längere Geschichte als die des Massentourismus, der in den 1960er-Jahren begann. Schon im 19.Jh. war man begeistert von der Exotik des Flamenco und der Kultur der gitanos, wie die Minderheit der Roma in Spanien genannt wird. Jenseits der Tablao-Shows, die für Touristen angeboten werden, entwickelt sich die leidenschaftliche Flamencokunst immer weiter. Die arabisch inspirierte Melodik und die komplizierten Rhythmen fließen ein in die Popmusik der Gegenwart.
Landschafts- und Naturschutz
Andalusien ist ein Bilderbuch der Landschaften, die in großen Naturparks unter Schutz stehen: Dünengebiete am Atlantik, Kork- und Steineichenwälder im Nordwesten, Halbwüstengebiete bei Almería und Gebirgslandschaften in der Sierra de Cazorla sowie in der Sierra Nevada. Um der Region gerecht zu werden, muss man neben das idyllische Bild vom knorrigen Olivenbaum aber auch die endlosen, eintönigen Olivenbaumplantagen im Nordosten setzen. Und neben den maurischen Palästen und den berühmten weißen Dörfern gibt es auch die öden und gleichförmigen Wohnblocks und Ferienhaussiedlungen, die schon mehr als zwei Drittel der Küste vor allem am Mittelmeer zupflastern. Immerhin werden illegale Bauprojekte mittlerweile strenger geahndet.
Zum immer größeren Problem wird der Wassermangel in Folge der anhaltenden Dürre. Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft konkurrieren um die letzten Reserven aus den massiv geschrumpften Stauseen und – zum Teil illegalen – Brunnen. In vielen Gegenden muss das Trinkwasser rationiert werden. Positiv zu bewerten ist der Ausbau der erneuerbaren Energien: Immer wieder wirst du riesige Flächen mit Solarpaneelen sehen und in der Meerenge von Gibraltar stehen zahllose Windräder. Aber in erster Linie ist eine Reise durch diese vielfältige Region immer wieder ein Fest für die Sinne – ¡Bienvenido a Andalucía!
Andalusien Highlights
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Andalusien
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Alle Vorteile der Karte im Überblick:
Über die Region:
Die Costa del Sol in Andalusien bietet eine abwechslungsreiche Landschaft mit Küsten, Bergen und Tälern. Die Region ist bekannt für die Alcazaba und das Castillo de Gibralfaro in Málaga. Die Höhlen von Nerja sind ein weiteres Highlight. Marbella lockt mit seiner Altstadt und dem Jachthafen Puerto Banús. die kleine Stadt Tarifa ganz im Süden ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Andalusien vereint Natur und Kultur und lädt zu vielfältigen Erkundungen ein.

Andalusien in Buch & Film




