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Reiseführer
Sevilla

MARCO POLO Reiseführer

Spanien

19.95 €

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Welche Vorstellungen auch immer Sie von „typisch spanisch“ haben, in Sevilla finden Sie es: glutäugige Schönheiten, Kirchen mit herausgeputzten Madonnen, betörende Düfte, halb Okzident, halb Orient. Bunte Gassen unter blauem Himmel, blumengeschmückte Balkone und Innenhöfe. Flamencoklatschen zur Gitarre, Tanzen im Freien. Orangenbäume als Straßenschmuck, orientalische Paläste wie aus 1001 Nacht. In der Stadt spielt sich das Leben draußen ab, die Ciudad de la Alegría, die Stadt der Freude, feiert sich ununterbrochen selbst. Sevilla bezaubert jeden. Auch Sie werden hier lächeln, wie Sevilla selbst.

Ende Juni, im Viertel Alfalfa, 16 Uhr: Ein Sandhaufen glüht in der Sonne vor sich hin, aus einer nahen Bar weht Gläserklirren herüber und aus einem Kleintransporter neben dem Sandhaufen leises Schnarchen. Die Türen stehen offen, auf der Ladefläche schläft ein Arbeiter, neben ihm noch die Verpackung seines Mittagessens.

Siesta. Bei 35 Grad im Schatten ist sonst auch wirklich nichts zu tun. Rollos, Vorhänge, Fensterläden sind geschlossen. Hier und da plärrt ein Fernseher hinter vergitterten Fenstern: Nicht jeder kann bei der Hitze schlafen. Alles, was kein Notfall ist, wird als unverschämte Störung gewertet. Zwischen den Häusern ragt die Giralda auf, einst das Minarett der großen Moschee der maurischen Herrscher und nun Glockenturm der Kathedrale, als wachte sie über den Siestafrieden. „Iberisches Yoga“ nennt der Schriftsteller Francisco Umbral dieses Abtauchen ins Kühle, Ruhige, Private. Bis 18 Uhr ist die Stadt wie ausgestorben, und auch dann kommt sie erst langsam wieder in die Gänge, um erst so richtig aufzudrehen, wenn die Sonne weg ist, die Restaurants, Bars und Clubs für den abendlichen Ansturm gerüstet sind und die laue Nacht nach Jasmin duftet.

Diesen Rhythmus behält die 700000-Ew.-Stadt das ganze Jahr bei. Sevillas Fluss, der Guadalquivir, schafft an seinen Ufern eine der heißesten Gegenden Spaniens. Im Sommer sind bis zu 40 Grad - im Schatten! - normal. Dafür ist der kurze Winter feuchtkalt. Es friert so gut wie nie, aber die Nähe zum Atlantik, die nur 7 m über dem Meer und der Kühlschrankeffekt des Flusses machen schon 5 Grad unangenehm klamm. Dass der Guadalquivir als einziger Fluss Spaniens schiffbar ist, machte Sevilla für Eroberer so attraktiv und sollte ihm einen besonderen Platz in der Geschichte bescheren.

Der Legende nach hat der Halbgott Herkules Sevilla gegründet: Er habe mit sechs Säulen den Punkt markiert, an dem Julius Cäsar Hispalis errichten sollte. Tatsächlich gehören die Reste eines Herkulestempels aus dem 2.Jh. v. Chr. zu den ältesten Funden der Stadt, vier seiner Säulen markieren die Alameda de Hércules im Arenalviertel. Historisch belegt ist, dass die ersten Siedler diesen Ort um 800 v. Chr. Hispal nannten. Im Lauf der Jahrhunderte wechseln die Eroberer einander ab, auf die Phönizier folgen die Römer, die wiederum von den Vandalen verdrängt werden. 712 erobert der maurische Feldherr Musa ibn Nusayr die Stadt; nun heißt sie Isbiliya und wird eines der kulturellen und wirtschaftlichen Zentren von Al-Andalus, dem maurischen Spanien. Moslems, Juden und Christen leben friedlich miteinander. Diese Epoche einer hoch entwickelten Kultur und Zivilisation endet im 13.Jh.: Die Reconquista, die spanische Rückeroberung, erreicht Andalusien. 1248 nimmt König Fernando III El Santo die Stadt ein - aus dem maurischen Isbiliya wird das christliche Sevilla.

Juden und Moslems sind nun nicht mehr wohlgelitten, wer nicht konvertiert, muss emigrieren. Wer nicht gehen will, landet vor den Gerichten der christlichen Inquisition, die mehrere Jahrhunderte lang wütet. Dabei sind die Dableiber begehrt, als Baumeister und Innendekorateure. Pedro El Cruel etwa lässt 1350 seinen Königspalast von maurischen Künstlern errichten. Mudéjar wird dieser Stil genannt, der maurische und gotische Elemente vereint und christliche Symbole einflicht in die islamischen Kachelornamente und Stuckverzierungen.

So ist auch über 750 Jahre nach der christlichen Rückeroberung das maurische Erbe in Sevilla lebendig: in den Augen und der Hautfarbe vieler Sevillaner, in der Bauweise der Häuser mit zentralem Innenhof, dem Patio, in den Zutaten vieler Gerichte wie Kreuzkümmel und Orangenblüten, Mandeln und Kichererbsen. Aber vor allem in den überall präsenten maurischen Kacheln, seien es Straßenschilder, Blumentöpfe, Hauseingänge oder ganze Fassaden. Kühle und Ruhe vermitteln diese Azulejos, schaffen luxuriösen Frieden wie in der Casa de Pilatos und sind bezaubernde Kulisse wie in der Kirche Santa Ana in Triana auf der anderen Flussseite.

Hier heuerte 1492 Christoph Kolumbus einen Großteil seiner Mannschaft an. Aus Sevillas Hafen legte er ab gen Neue Welt, und hierher kehrte er 1493 zurück. Sevilla wurde zum Tor für die Amerikafahrer, Kaufleute, Kirche und Adel wurden unermesslich reich. 1543 bekommt die Stadt ihre erste Universität, prunkvolle Stadtpaläste, Kirchen und Klöster entstehen. Doch als im 17.Jh. Cádiz der Stadt den Rang als Hauptstadt für den Amerikahandel abläuft, beginnt Sevillas Stern zu sinken.

Erst im 20.Jh. bekommt Sevilla neuen Schwung, zunächst durch die Iberoamerikanische Ausstellung 1929, dann durch die Expo 1992, die vor allem moderne Infrastruktur bringt. Und durch Felipe González: Der nahe Sevilla geborene Sozialist regiert Spanien von 1982 bis 1996 und bildet einen Kontrast zum Klischee des Señorito Sevillano, des arroganten, untätigen Sevillaner Schnösels. Sevilla ist in, die Lebensart und -freude der Stadt gilt als Vorbild.

Dabei ist Andalusien arm, die Arbeitslosenquote liegt deutlich über der gesamtspanischen. Sevilla lebt von Spaniens größter Getränkeindustrie, von Schiffs- und Flugzeugwerften und von einem Technologiepark auf dem ehemaligen Gelände der Expo 1992.Und natürlich vom Tourismus, der elf Prozent zum Wirtschaftsaufkommen der Stadt beisteuert. Kathedrale, Königspalast und das Generalarchiv der Entdeckung Amerikas gehören zum Unesco-Welterbe, das Barrio Santa Cruz, eine romantische Nachbildung des ehemaligen Judenviertels, die herzoglichen Paläste, die Kirchen mit ihren inbrünstig verehrten Madonnen ziehen pro Jahr 1,5 Mio. Besucher an. Zur Karwoche und zur Feria de Abril, Sevillas größtem Volksfest, sind alle 20000 Hotelbetten belegt. Fast ein Drittel der Besucher sagen, sie kämen schon zum zweiten oder dritten Mal. Wer einmal hier war, weiß, warum.

Ein unwirklich blauer Himmel über den Kirchtürmen, bunt gestrichenen Häusern und dem träge dahinströmenden Fluss; Orangenbäume auf Straßen und Plätzen, die die Stadt erst mit ihrem Duft betäuben und dann mit ihren Früchten verschönern; blumengeschmückte, blauweiß gekachelte Innenhöfe; Bars, Cafés und Restaurants, die fast rund um die Uhr fröhliche Esser und Trinker bedienen; Kinder und Erwachsene bis spät in die Nacht draußen, schwatzend und spielend, laut und dabei doch so entspannt.

MARCO POLO Reiseführer
Spanien

Buch, 18. Auflage · 19.95 €

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MARCO POLO Camper Guide
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Buch, 2. Auflage · 19.95 €

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MARCO POLO Sprachführer
Spanisch

Buch, 1. Auflage · 12.95 €

Der beste Begleiter für deine Spanien-Reise

Einfach kurz nach dem Weg fragen? Einen netten Plausch mit Einheimischen führen? Die exotische Speisekarte im Restaurant verstehen? Auch in Notfällen blitzschnell reagieren können? In all diesen Situationen hilft der MARCO POLO Sprachführer Spanisch weiter. Der Sprachführer im Taschenformat ist nach Reisethemen geordnet und gibt dank des einfachen Farbleitsystems schnelle Orientierung. Das Reise-Wörterbuch sorgt dafür, dass du in jeder Situation die richtigen Worte parat hast und mitreden kannst. Für das ganz leichte Gepäck ist der heraustrennbare Spickzettel mit den allerwichtigsten Wendungen perfekt. Und solltest du doch mal sprachlos sein: Da helfen die praktischen Zeigebilder ganz unkompliziert weiter.

  • Spickzettel mit den wichtigsten Begriffen zum Heraustrennen
  • Wörterbuch mit den 1000 wichtigsten Wörtern
  • Zeigebilder zur schnellen Verständigung
  • Wie die Einheimischen: Extra Slang-Kapitel und Gut zu wissen-Kästen
  • Schnelle Orientierung durch Farbleitsystem
  • Praktisches Taschenformat

Inhaltsverzeichnis

  • Aussprache & Grammatik
  • Das Wichtigste zuerst
  • Unterwegs
  • Übernachten
  • Essen & Trinken
  • Shoppen & Stöbern
  • Ausgehen & Feiern
  • Sightseeing & Ausflüge
  • Sport, Spaß & Wellness
  • Gesundheit
  • Praktisches
  • Achtung! Slang
  • Wörterbuch
  • Bloß nicht!
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