
Reiseführer Sevilla - Expo 1929 & San Telmo
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Grün, pompös und dank der Iberoamerikanischen Ausstellung von 1929 voller ungewöhnlicher Gebäude:
Als Sevilla Gastgeber für diese erste Miniexpo der spanischen und lateinamerikanischen Welt war, lag das Viertel noch außerhalb der Stadt; heute gehört es zur Innenstadt. Den markantesten Akzent setzt das gigantische Halbrund der Plaza de España. Eingebettet in den größten Park im Stadtbereich, haben die Expogebäude neue Nutzer gefunden, darunter zwei Museen. Wesentlich gestaltet wurde das Gelände von Aníbal González, der 1911 den Architekturwettbewerb für die Iberoamerikanische Expo gewonnen hatte. González war ein zu seiner Zeit umstrittener Vertreter sowohl des Jugendstils als auch des Regionalismus, eines Stils, der typische lokale Stilelemente mit den klassischen Epochen mischt. González, der sein Amt als Bauleiter aus politischen Gründen 1926 aufgeben musste, starb 22 Tage nach der Eröffnung „seiner“ Expo.
Rund 100 Jahre älter ist die ehemalige Tabakfabrik, heute Sitz der Universität: ein Beispiel dafür, dass Industriearchitektur nicht hässlich sein muss. Obwohl noch mitten in der Stadt, wohnt in diesem Bereich so gut wie niemand. Ausnahme: die Calle San Fernando entlang den Mauern des Alcázar. Hier stehen dreistöckige Stadthäuser aus der Wende zum 20.Jh., die meisten mit Geschäften oder Restaurants im Erdgeschoss und Wohnungen mit Dachterrassen und Blick auf die Tabakfabrik - eine begehrte Adresse.




