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Reiseführer
Sevilla - Alfalfa & Macarena

Ist erwähnt in Reiseführer:

Zwei der nettesten, weil authentischsten Viertel der Stadt. Ein schlechter Ruf in der Vergangenheit - Drogen, Trinkgelage, heruntergekommene und besetzte Häuser - hält nach wie vor viele Touristen fern, zudem wirken die engen, verwinkelten Gassen verwirrend und daher etwas unheimlich.

Aber keine Sorge, auch hierher haben es Subventionen der Regionalregierung und aus Brüssel geschafft, in den letzten Jahren wurde viel restauriert, auch die Plaza de la Alfalfa und die Alameda de Hércules, früher stellvertretend für den schlechten Leumund. Nun ist es sonniger, bunter und schicker geworden, ohne den leicht morbiden Charme eingebüßt zu haben.

Hier finden sich das bezaubernde Flamencomuseum und drei der protzigsten Stadtpaläste alter Adelsfamilien: Palacio de las Dueñas, Casa de Pilatos und Palacio de la Condesa de Lebrija. Wer unter latentem Neid leidet, sollte sie nicht besuchen: Es ist wirklich kaum zu fassen, in welcher Pracht manche Leute lebten und leben. Im Macarenaviertel wohnen nicht nur Studenten, Hippies, Bohemiens, sondern auch zwei der wichtigsten Jesus- und Marienfiguren der Stadt: Jesús del Gran Poder (Jesus in all seiner Macht) und La Macarena (Madonna der Hoffnung aus Macarena). Auch aus dieser Mischung aus profanem Laisser-faire und glühendem Katholizismus bezieht diese Gegend ihren pittoresken Charme.