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Reiseführer
Costa del Sol

MARCO POLO Reiseführer

Costa del Sol, Costa de Almería, Costa Tropical, Granada

15.95 €

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15 Minuten dauert der Schwebeflug in der Seilbahn von Benalmádena, eine Reise in eine andere Welt. Weit weg von Strandenpromenaden, Sporthäfen und betonversiegelten Urlaubszentren. Der Gondelschatten gleitet über die letzten Dächer, über Kiefernkronen und schroffe Hänge. In einer Luft wie Seide zeigt in der Ferne zaghaft die Küste Marokkos ihre Konturen.

Maurische Prägung

Die Nähe zum afrikanischen Kontinent gab im Jahr 711 den Ausschlag für eine Invasion, die über Jahrhunderte Einfluss auf die Entwicklung Europas nehmen sollte: Muslimische Araber und Berber setzten auf die Iberische Halbinsel über, schwangen sich im Reich der Westgoten zu neuen Herren auf und blieben fast 800 Jahre. Al-Andalus nannten die Mauren ihr neu erobertes Terrain. Sie führten ausgeklügelte Bewässerungsmethoden in der Landwirtschaft ein, bauten Wachtürme und Festungen und kleideten Häuser mit kühlen, farbigen Kacheln aus. Im Zeichen Allahs entstanden Moscheen und Koranschulen, es gab Kunsthandwerkerviertel, Paläste, Bäder, Märkte. Spanien, vor allem der tiefe Süden, wurde zum Schmelztiegel der Kulturen. All diese Spuren der maurischen Hochkultur tragen heute nicht unerheblich zum Reiz einer Reise an die Costa del Sol und in ihr Hinterland bei. Im Mittelalter war das Zusammenleben oft von Toleranz geprägt, doch währte die friedliche Koexistenz nicht ewig: Im Norden formierte sich die Reconquista, um die Eindringlinge zu vertreiben. Schließlich schrumpfte das maurisch dominierte Gebiet auf das Nasridenreich rund um Granada, das vom 13.bis 15.Jh. ein letztes Stück Hochkultur hervorbrachte – zu bewundern in der Alhambra, von den Herrschern als Paradies auf Erden angelegt. 1492 war es dann mit der Herrlichkeit vorbei. Der letzte Sultan kapitulierte vor den Truppen der Katholischen Könige. Doch bis heute verdankt Andalusien einen Teil seiner Magnetkraft dem morgenländischen Flair. Dieses verströmen auch die weißen Dörfer: Schachtelwerke aus dicht aneinandergedrängten Häusern, stillen Winkeln, steilen Treppen. Sie sind eine Mischung aus Freilichtmuseen und ganz normalen Wohnwelten, in denen die Bewohner ihre Gassenlabyrinthe und Innenhöfe mit einer überbordenden Pflanzenpracht schmücken. Neben Kultur und Dörfern faszinieren Landschaften und das Klima. Über 300 Sonnentage pro Jahr – Andalusiens „Sonnenküste“ hält, was ihr Name verspricht. Im Sommer geht es in den Urlaubszentren in jederlei Hinsicht hitzig zu, ansonsten eher ruhig und mild. Flusstäler sind mit Orangenhainen gesprenkelt, über Höhenrücken ziehen sich Mandelbäume. Hinzu kommen Strände mit Vulkanformationen im Naturpark Cabo de Gata und Eis und Schnee in der winterlichen Sierra Nevada, wo es Skifans auf die Pisten zieht und nicht weniger als 16 Gipfel die 3000-m-Marke übersteigen. Bilder, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Das gilt gleichermaßen für die Flora mit Enzian und Krokussen in höheren Lagen, Kiefern und Steineichen in Mittelgebirgen und Espartogras und Zwergpalmen in den trockenen Niederungen. Oleander und Zistrosen setzen Farbtupfer, in der Tierwelt sind Steinböcke und Steinadler vertreten. Eine Sonderrolle fällt den Berberaffen am Felsen von Gibraltar zu.

Badefreuden bis in den Spätherbst

Gibraltar setzt geografisch den Schlusspunkt der Mittelmeerküste Andalusiens. Diese splittet sich in drei große Abschnitte auf: die Costa del Sol mit ihrem Kern um Málaga und Marbella, die Costa Tropical der Provinz Granada um Almuñécar und Salobreña und ganz im Osten die Küste der Provinz Almería. Vom späten Frühjahr bis in den Oktober oder November sind die Badetemperaturen im Mittelmeer angenehm. Im Hinterland erheben sich Bergbarrieren, die kalte Nordwinde abhalten und ein mildes Klima garantieren, in dem Avocados und Mandeln gedeihen, Oliven, Weintrauben, Zitronen und sogar Mangos.

Geschichte

  • 8.Jh. v. Chr.

    Gründung Málagas durch die Phönizier

  • 2.Jh.v.Chr.–5.Jh.n.Chr. 

    Herrschaft der Römer

  • ab 711

    Maurische Eroberung

  • 8.–11.Jh.

    Kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit unter muslimischer Herrschaft

  • 1492

    Die Eroberung Granadas markiert das Ende der christlichen Reconquista („Rückeroberung“)

  • 16./17.Jh.

    Vertreibung von Juden und letzten Muslimen

  • 19.Jh.

    Der Aufbau der Stahl- und Textilindustrie beschert der Region um Málaga einen ökonomischen Aufschwung

  • 1936–39

    Spanischer Bürgerkrieg, gefolgt von der Militärdiktatur unter Francisco Franco

  • 1960er-Jahre

    Beginn des Massentourismus an der Costa del Sol

  • 1975

    Tod des Diktators Franco, Übergang zur Demokratie

  • 2022

    Der konservative Partido Popular gewinnt unter Ministerpräsident Juanma Moreno bei den andalusischen Regionalwahlen die absolute Mehrheit

Tourismus als Wirtschaftsfaktor

In manchen Küstengegenden liegt das Grün leider unter Beton begraben. Ohne Weitblick und Rücksicht auf Umwelt, befeuert durch Spekulation und Korruption, setzte in den 1960er-Jahren der ungebremste Bauboom für den Massentourismus ein. So kamen lebenswichtige Devisen in ein Land, das damals zu den ärmsten in Europa gehörte und bis 1975 unter der Knute von Diktator Francisco Franco stand. Andalusiens mediterrane Küste ist seither ein touristischer Dauerbrenner. Heute machen sich die Gemeinden mit ihren Sandstränden und Promenaden gegenseitig Konkurrenz, Duschen, Spielplätze und Strandpflege in Form von Müllbeseitigung gehören zum Standard. In der Wärme des Südens verbringen viele Tausend Residenten, vor allem ältere Auswanderer oder „Teilzeit-Auswanderer“ aus Deutschland, Skandinavien und Großbritannien, einen Großteil des Jahres und zeigen Mitteleuropa die kalte Schulter – um im Winter auf der Terrasse zu frühstücken. Viele Einheimische verdienen in Hotels und Restaurants zumindest saisonal ihre Euro. Und selbst die wirtschaftlich nicht ganz rosige Lage kann den Andalusiern nicht nachhaltig ihre Lebenslust nehmen oder Traditionen erschüttern. Dazu gehören Fiestas und Siesta, ein erstes Gläschen Wein gegen Mittag und die Häppchenkultur der Tapas. Lass dich anstecken von dieser Unbeschwertheit und freu dich auf einen Urlaub in einer der lebhaftesten, vielseitigsten Ferienlandschaften Europas!

Aktuelles Wetter

6h/Tag (März)
96Sonnenstd. Jahr
Beste Reisezeit
März
18°C
April
21°C
Mai
23°C
Wetter in Costa del Sol

Wissenswertes

AdaptertypC, F, L
Reisepass/Visum/Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt
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MARCO POLO Reiseführer
Costa del Sol, Costa de Almería, Costa Tropical, Granada

Buch, 13. Auflage · 15.95 €

Strände ohne Ende mit dem MARCO POLO Reiseführer Costa del Sol – Costa de Almería, Costa Tropical, Granada Vor dir das Meer, über dir Palmen – so geht Urlaub an der Costa del Sol! Bei 320 Sonnentagen im Jahr und gefühlt ebenso vielen Stränden kann man es sich wirklich gutgehen lassen. Aber keine Sorge, auch das Abenteuer kommt an der andalusischen Küste nicht zu kurz.

Lass dich vom Trubel der Sonnenküste anstecken und verbringe einen unvergesslichen Urlaub mit dem MARCO POLO Reiseführer Costa del Sol!

  • Smarter planen, mehr erleben mit der kostenlosen MARCO POLO Touren-App mit Online- und Offlinekarten
  • Die MARCO POLO Insider-Tipps zeigen dir die Costa del Sol abseits der touristischen Hotspots
  • Entdecke die besten Restaurants, Shops und Aktivitäten für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel!
  • Unterwegs mit Kindern, kleinem Reisebudget oder an einem der seltenen Regentage? MARCO POLO hat die Best-of-Tipps für dich!
  • Mit komplett überarbeiteten Highlight-Karten und Stadtplänen

Flamingo, Flamenco und Häppchenkultur: MARCO POLO Insider-Tipps für jeden Geschmack

Immer nur Strand ist dir zu langweilig? Mit den MARCO POLO Erlebnistouren und Insider-Tipps steht jeden Tag etwas Neues auf dem Programm! Schieße Selfies mit Flamingos beim Cabo de Gata, leg bei der Feria in Málaga einen wilden Flamenco aufs Tanzparkett oder nasche Tapas in den besten Lokalen von Granada.

Mit dem MARCO POLO Reiseführer Costa del Sol – Costa de Almería, Costa Tropical und Granada genießt du deinen Traumurlaub, wie du ihn dir wünschst!

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MARCO POLO Reisekarte
Andalusien, Costa del Sol

Karte, 9. Auflage · 11.95 €

Die MARCO POLO Reisekarte Andalusien, Costa del Sol – Die Karte für Urlaubsplaner und Entdeckerinnen im Maßstab 1:200.000.
Kein Highlight mehr verpassen – die MARCO POLO Karte zeigt die bedeutendsten kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten auf der Karte und in einer zusätzlichen Online-Sammlung. Im schützenden Kartondeckel sind einige der interessantesten Orte mit Fotos abgebildet. Die Karte ist beidseitig bedruckt und herausnehmbar. Dank dem digitalen Register kann einfach nach Orten gesucht werden. Eine übersichtliche und detailreiche Kartografie macht es einfach, die Karte zu lesen. Auf der Rückseite des Deckels befindet sich eine Übersichtskarte mit allen Highlights. Hilfreiche Details und Verkehrsinformationen machen die Reisekarte auch zur perfekten Straßenkarte: entspannt ankommen und alles gesehen haben.

Alle Vorteile der Karte im Überblick:

  • 20 Marco Polo Highlights
  • Übersichtliche und detailreiche Kartografie
  • Smart-Info: Zusätzliche online Informationen wie Register, Highlight-Sammlung und Detaillegende
  • Wetterfestes Papier
  • Handliches Kartenformat
  • Länderinfos auf einen Blick

Über die Region:
Die Costa del Sol in Andalusien bietet eine abwechslungsreiche Landschaft mit Küsten, Bergen und Tälern. Die Region ist bekannt für die Alcazaba und das Castillo de Gibralfaro in Málaga. Die Höhlen von Nerja sind ein weiteres Highlight. Marbella lockt mit seiner Altstadt und dem Jachthafen Puerto Banús. die kleine Stadt Tarifa ganz im Süden ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Andalusien vereint Natur und Kultur und lädt zu vielfältigen Erkundungen ein.

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Costa del Sol in Buch & Film

Cabo de Gata
Cabo de GataEugen Ruge schickt seinen in tiefer Le­benskrise steckenden Erzähler auf Sinn­ suche ins entlegene Fischerdorf Cabo de Gata. Obwohl der Aussteiger vom Prenzlauer Berg dort als Romanautor scheitert, findet er zu einer Heiterkeit, die ihn die Welt wieder als real emp­finden lässt. Ein anspruchsvolles Pro­sastück von 2013.
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Die schwarze Finca
Die schwarze FincaEduard Freundlingers spannender Kriminalroman mit viel Lokalkolorit aus der Gegend um Almuñécar er­schien 2013.
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Alles inklusive
Alles inklusiveRegisseurin Doris Dörrie verfilmte 2014 mit Nadja Uhl und Hannelore Elsner u. a. ihren eigenen Erfolgsro­man um Mütter und Töchter und die ewige Sehnsucht nach dem Süden. Gedreht wurde in einem Hotel an der Costa del Sol bei laufendem Betrieb.
5,46 EURinkl. 19% MwStr.
Flamenco, Flamenco (Carlos Saura)
Flamenco, Flamenco (Carlos Saura)Carlos Sauras Film von 2010 bringt andalusische Leidenschaft und die besten Musiker und Tänzer auf die Leinwand: Paco de Lucía, Sara Baras, Eva Yerbabuena ...
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