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Besonders schön ist Irland im Frühjahr: Dann leuchten riesige Rhododendronbüsche, ausgedehnte Fuchsienhaine und sattgrüne Wiesen. Vogelkolonien brüten an den Steilküsten, der Zauber des Lichts entzieht sich jeder Beschreibung. Die Westküste zieht die meisten Besucher an. Wahnsinn, dieser Blick über die Klippen!
Uralte Geschichte
Tatsächlich, was diese Insel so unverwechselbar macht, das ist – neben den kontaktfreudigen und bodenständigen Menschen – die Natur. Dazu findest du in Irland ungezählte Kulturschätze: mystische Kraftorte, wo stehende Steine in den Himmel ragen, frühzeitliche Grabkammern und Ruinen namenloser Burgen aus der Normannenzeit. Zu den faszinierendsten dieser uralten Zeitzeugnisse gehört auf jeden Fall Dun Aengus, ein Steinfort auf den Aran-Inseln. Aber auch ein über 5000 Jahre altes Hügelgrab in Newgrange in der Grafschaft Meath. Jedes Jahr am 21.Dezember gibt es hier ein magisches Schauspiel – ganz ohne Lichtdesigner –, nämlich dann, wenn durch eine kleine Öffnung Sonnenstrahlen in das Herz der gewaltigen Grabkammer fallen. Moosbewachsende Hochkreuze, imposante Rundtürme und stille Klosteranlagen in grünen Tälern, wie die über 1000 Jahre alte Klostersiedlung von Glendalough und das Gallarus Oratory auf der Dingle-Halbinsel, ein uraltes aus Steinen errichtetes Kirchlein – all das erinnert an die frühe Christianisierung im 4.und 5.Jh.
Es bleibt Wechselhaft
Wie ein moosgrüner Stein liegt die Insel vor der Nordwestküste Europas im Meer. Windumtoste Küsten, karge Hochebenen und üppige Vegetation. Unterwegs siehst du schnell, dass Irlands legendäre Forty Shades of Green, seine 40 unterschiedlichen Grünschattierungen, alles andere als ein Klischee sind. Der rasche Wechsel von Regen und Sonne sorgt außerdem für viele Regenbögen – kannst ja mal alle zählen, die dir begegnen …
Geschichte
400 v. Chr.–2.Jh. n. Chr.
Kelten siedeln in Irland und verbreiten ihre Kultur
8.Jh.
Das Christentum ist im gesamten Land verbreitet
1534
Mit Heinrich VIII. beginnt die englische Herrschaft
1845–1852
Große Hungersnot, eine Mio. Menschen sterben, eine weitere Mio. verlässt die Insel
1916
Osteraufstand – irische Nationalisten verlieren ihren bewaffneten Kampf gegen die britische Herrschaft
1921
Irland wird politisch geteilt
1969-1998
Bewaffnete Auseinandersetzungen in Nordirland
1973
Irland tritt der EG bei
2007
Die britische Armee beendet ihren Einsatz in Nordirland
2010
Irland kurz vor dem Bankrott
2015
Irland sagt Ja zur gleichgeschlechtlichen Ehe
2019
Das Recht auf Abtreibung tritt in Kraft
2024
Bei den Wahlen liegen die Konservativen vorn
Wechselhaft wie das Wetter ist die Wirtschaftslage. Bis Mitte der 1990er galt Irland noch als Armenhaus Europas. Dann kam der Celtic Tiger mit gewaltigem Wachstum – die Grüne Insel war wirtschaftlich Europameister, stieg ab 2008 aber wieder ab. Sorgen brachte auch der Brexit, weil der die offene, nahezu unsichtbare Grenze zu Nordirland bedroht. Seit dem offiziellen Verzicht auf das zum Vereinigten Königreich gehörende Nordirland beim Karfreitagsabkommen von 1998 ist die Lage entspannt, pendeln bis zu 20 000 Nordiren zum Arbeiten in die Republik, passieren mit Gütern beladene LKW die Grenze. Die Tage sind gezählt: Die Vorstellungen in London, Belfast, Brüssel und Dublin in Sachen Zukunft klaffen weiterhin weit auseinander, nichts ist endgültig festgeschrieben. Doch das ist für die Iren überhaupt kein Grund, sich die Stimmung vermiesen zu lassen.
Freude am Genießen
OOhnehin genießt man ja lieber als Trübsal zu blasen. Dublin ist top, wenn es darum geht, auszugehen, toll zu essen, die coole Szene in sich aufzusaugen: Alte Fabriken wurden zu Kreativwerkstätten, von jungen Leuten geführte Boutiquehotels eröffnen ebenso wie Clubs und witzige Gastro-Pubs, in denen sich Banker wie Studenten auf einen Drink treffen. Oder lieber Country-Atmosphäre? An den schönsten Stellen des Landes erbauten Adlige einst ihre manor houses, üppige Landsitze mit von Efeu umrankten Eingangsportalen, bleiverglasten Fenstern, turmgekrönten Wächterhäuschen, Wintergärten in viktorianischem Stil. Dazu das passende Interieur: mannshohe offene Kamine, holzgetäfelte Bibliotheken, sanft geschwungene Freitreppen, mit Himmelbetten ausgestattete Zimmer. Toll: Viele der Herrenhäuser, Burgen und Schlösser stehen für Besucher heute offen, wurden zu Restaurants und Hotels.
Auf dein Wohl!
Eine Irlandreise übt in Gelassenheit. Etwa, wenn der Schiffsverkehr auf eine kleine Insel erst am nächsten Tag wieder aufgenommen wird oder wenn es regnet und der geplante Ausflug buchstäblich ins Wasser fällt. Noch dazu ist die Insel eng und kurvenreich – hier schnell unterwegs zu sein ist ein Ding der Unmöglichkeit. Beschränke dich also auf überschaubare Etappen. Etwa zu Orten, wie es sie an der Westküste so häufig gibt: ein paar Dutzend mit Reet gedeckte Cottages in Bonbonfarben, ein Lebensmittelgeschäft, ein paar Pubs, in denen Männer mit Schiebermützen, wettergegerbten Gesichtern und hartem Akzent an der Bar hocken und ein Bier nach dem anderen kippen. Du stößt auf Hummerfallen und Boote im Hafen, das Geschrei von Möwen und – wie es hier heißt – "feckin’ puffins", von verdammten, nimmersatten Papageitauchern, die den Fischern ihren Fang klauen, auf Regenbögen, wenn Sonnenstrahlen sich mit Schauern mischen. Wunder dich nicht über die zweisprachigen, sonderbar zu lesenden Ortsschilder. Das auf keltischen Wurzeln beruhende Irisch, eine der 24 offiziellen EU-Sprachen, ist reichlich skurril – wer weiß schon, was „An tAontas Eorpach“ bedeutet? (Das steht kleingedruckt in jedem irischen Pass und heißt „Europäische Union“.) Die unterschiedlichsten Sprachen und Stimmen hörst du auch im Pub. „Was willst du trinken?“, fragt man dort die Besucher. Und freut sich, dass die das Wesentliche verstehen: Sláinte, zum Wohl!
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Unterwegs zwischen grünen Hügeln und windumtosten Steilküsten merkst du schnell, dass Irlands legendäre „Forty Shades of Green“ alles andere als ein Klischee sind. Der rasche Wechsel von Regen und Sonne sorgt außerdem für viele Regenbögen – vielleicht begegnest du an ihrem Ende einem echten Kobold? Wenn nicht, kannst du sie im Leprechaun Museum in Dublin besuchen. Oder du hilfst deiner Fantasie mit einem Glas Whiskey auf die Sprünge, am besten auf dem Culture Trail durch Kilkenny.
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