
Reiseführer Chalkidiki

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Berge und Meer, Grün und Blau sind die Pixelpunkte der Chalkidikí. Moderne Hotels, hippe Beachbars, eine unendliche Vielfalt an Stränden und Wanderwegen sind nur einige der touristischen Highlights. Jede ihrer drei Halbinseln lässt sich an einem Tag erkunden, weltberühmte Sehenswürdigkeiten wie die makedonischen Königsstädte und die Metéora-Klöster sind nah. In der Mönchsrepublik Áthos ist der orthodoxe Glaube fest verwurzelt, durch Thessaloníki weht ein Hauch von Byzanz und Osmanischem Reich. Ein abwechslungsreicher Urlaub ist somit garantiert.
Thessaloníki ist die Hauptstadt der Provinz Zentralmakedonien, zu der auch die Chalkidikí gehört. Die direkt am Meer gelegene Millionenstadt mit ihrer autofreien, über 3 km langen Uferpromenade, ihren mittelalterlichen Kirchen, Museen und antiken Ruinen ist an sich – sogar im Winter – schon eine Reise wert. Die meisten Urlauber zieht es jedoch an die Küsten der Chalkidikí, die von den Umrissen her einer Hand mit drei Fingern gleicht. Die Griechen nennen die etwa 50 km langen Halbinseln pódi, also Füße, und haben ihnen die Namen Kassándra, Sithonía und Áthos gegeben.
Sanft oder wild?
Die Kassándra ist der lieblichste und strandreichste der drei Finger. An ihren Ufern liegen die meisten Badeorte, sanfte Hügel formen das grüne Binnenland mit Kiefernwäldern, Olivenhainen und Weizenfeldern. Sehr viel wilder gibt sich der mittlere Finger, die Sithonía, mit einem bis zu 808 m hohen Gipfel als Rückgrat. Der Blick fällt über karges Weideland und kräuterreiche, aber stachelige garigue auf hohe Steilküsten, an denen nur Strände, aber kein Ort zu sehen ist. Im Westen der Kassandrische (auch: Toronäische) Golf mit vielen kleinen und kilometerlangen Sandstränden vor flachem Hinterland, im Osten der Singitische Golf mit einigen langen, leicht zugänglichen Sandbändern, dafür aber mit umso mehr Sand- und Kiesbuchten zwischen Steilufern tief unterhalb der Küstenstraße. Sie bieten einen einmaligen Ausblick übers Wasser auf die Áthos-Halbinsel, an deren Spitze der alpin anmutende, 2033 m hohe Gipfel des Bergs Áthos aus der Ägäis aufragt.
Geschichte
8.Jh. v. Chr.
Griechen besiedeln die Chalkidikí
4./ 6.Jh. v. Chr.
Griechische Klassik
338–322 v. Chr.
Herrschaft Alexanders des Großen
315 v. Chr.
Gründung Thessaloníkis
146 v. Chr.– 395 n. Chr.
Römische Epoche
395–1453
Oströmisch-byzantinische Zeit
9.Jh.
Am Áthos werden die ersten Klöster gegründet
15.Jh.
Osmanische Zeit
1829
Gründung des neugriechischen Staats
1912/ 13
Makedonien wird Teil Griechenlands
1940–44
Deportation von 60 000 Juden aus Thessaloníki
1967–74
Militärdiktatur
1981
Griechenland wird EU-Mitglied
2025
Ein Erdbeben nahe Áthos führt nur zu kleinen Sachschäden
Insel der Mönche
Diese Áthos-Halbinsel, von den Griechen „Ágio Óros“ („heiliger Berg“) genannt, ist zumindest europaweit einzigartig. Sie trägt schon seit über 1000 Jahren eine Mönchsrepublik, die in inneren Angelegenheiten weitgehend unabhängig von der griechischen Regierung ist. Heute leben dort in 20 Klöstern und anderen monastischen Siedlungen noch über 1700 Mönche. Für den Besuch benötigt man ein spezielles, lange im Voraus zu beantragendes Visum, das nur Männern erteilt wird. Aber die Áthos-Halbinsel ist nicht nur zum Beten bestimmt. Auch zum Baden gibt es im weltlichen Teil, also dem Ansatz des Fingers, gute Gelegenheiten. Strände beginnen unmittelbar im Hauptort Ouranoúpoli und ziehen sich weit buchteinwärts. Strände sind auch die Hauptattraktion auf der Ouranoúpoli vorgelagerten, einzigen ständig bewohnten Insel der Chalkidikí, Amoulianí.
Wo Säue Glöckchen tragen
Wieder von einer ganz anderen Seite zeigt sich die Chalkidikí, wenn du das zumeist sanft hügelige Binnenland erkundest. In seinen unteren Regionen wird es von weiten Getreidefeldern, Oliven- und manchmal auch Pistazienhainen geprägt, in den höher gelegenen Teilen stehen dichte Mischwälder, denn die Chalkidikí zählt zu den waldreichsten Landschaften Griechenlands. Hier leisten Maultiere den Waldarbeitern noch gute Dienste, weiden – mit Glocken um den Hals – schwarze, halbwilde Schweine, die zumeist als gegrilltes Wildschwein in der urigen Waldtavernen auf die Teller kommen.
Alles neu - oder wie?
Ihr heutiges Gesicht entwickelte die Chalkidikí erst nach 1922.Damals endete ein griechischer Versuch, Teile der kleinasiatischen Türkei zu erobern, in einem Fiasko. Hunderttausende kleinasiatische Griechen wurden von den unter Kemal Atatürk siegreichen Türken umgebracht oder vertrieben. In einem Friedensvertrag wurde danach ein Bevölkerungsaustausch vereinbart. Die meisten der noch in Griechenland ansässigen Türken mussten in die Türkei übersiedeln, fast alle dort lebenden Griechen in Hellas eine neue Heimat suchen. Die Chalkidikí war ideal für die Neuansiedlung der Vertriebenen. Die ehemals türkischen Güter lagen brach, die den Klöstern gehörenden Ländereien außerhalb der Mönchsrepublik konnten enteignet werden. So entstanden auf den Fingern der Chalkidikí etwa 25 neue, große Dörfer. Die meisten von ihnen sind heute noch leicht zu identifizieren. Ihr Name setzt sich aus dem Wörtchen néa oder néos (d. h. neu) und dem Namen ihrer in Kleinasien liegenden Heimatregion zusammen: Néos Marmarás beispielsweise oder auch Néa Fókea.
Heute ist aus der ehemaligen Flüchtlingsregion das bedeutendste Feriengebiet des griechischen Festlands geworden. Nirgends sonst in Griechenland gibt es auf 500 km Küstenlänge so viele Strände, die für ihre Sauberkeit mit der Blauen Flagge ausgezeichnet wurden. Und auch für Ausflüge zu einigen der bedeutendsten archäologischen Stätten des antiken Hellas sowie in die Millionenmetropole Thessaloníki ist die Chalkidikí ein ausgezeichneter Standort. Einem gelungenen Urlaub steht also nichts mehr im Wege.
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