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Man nehme die Sandstrände von Langeoog, die Felsküsten von Santorin, die blühenden Landschaften von Madeira, die Gourmetrestaurants von Sylt, die unberührte Natur der Lofoten und die Radwege von Texel: Heraus kommt eine Insel, die all das auf einer Fläche von nur 30 x 40 km zu bieten hat.
Ein Sommertag wie Samt und Seide. Der Wind verweht die Hitze und streichelt die Haut. Die Wolken hängen wie Wattetupfen am prallblauen Himmel. Die ersten Urlauber sind schon morgens mit den Fahrrädern von Dueodde aus gestartet, dort wo sich die Ferienhäuser hinter die Dünen und unter die Kiefern ducken. Ziel der Tour soll diesmal die Ostküste sein. Die Farben der Felder und des Meers leuchten dort wie im mediterranen Süden. Nach jeder Kurve eröffnet sich ein neues Panorama: Segel scheinen plötzlich über den Wiesen zu schweben, „das Meer wird zur zweiten Landschaft, es liegt tief unter den Hügeln“. Das hat Hans Henny Jahnn gesagt, der Hamburger Dichter, der lange Zeit auf dieser dänischen Ostseeinsel gelebt hat.
Tradition trifft auf Urlauber
Soll man sich jetzt schon ein Softeis gönnen, so cremig, wie es nur die Dänen hinkriegen? Die Kinder haben vermutlich bald Lust auf einen Hotdog, auch typisch dänisch. Und natürlich muss es von Zeit zu Zeit, also etwa jeden Tag, ein Eis sein. Das alles gehört hier zur Tradition. Und diese Insel lebt von der Tradition und mit der Tradition: Alles Wesentliche, das ist wohl ein Erfolgsgeheimnis von Bornholm, ist geblieben, wie es immer war.
Geschichte
ca. 1800–500 v. Chr.
Bronzezeit; zahlreiche Hügelgräber
ca. 800–1050
Bornholm wird dänisch
1080–86
König Knud der Heilige christianisiert die Insel
ca. 1255
Burg Hammershus wird als Sitz des Erzbischofs errichtet
1657
Dänemark verliert Bornholm an Schweden
1658
Widerstand gegen Schweden; die Insel wird dänisch
um 1900
Beginn des Tourismus
1940
Deutsche Truppen besetzen die Insel
Mai 1945
Der deutsche Kommandant will nicht vor den Russen kapitulieren. Die bombardieren daraufhin Rønne und Nexø
2003
Alle Inselorte verlieren ihre Selbstständigkeit und werden zu einer Großgemeinde
2011
Katamaranfähre zwischen Ystad und Rønne
2024
Die Nato denkt darüber, nach Bornholm zukünftig als Stützpunkt zu nutzen und dort ein Raketenabwehrsystem aufzubauen
Sonniges Ferienparadies mitten in der Ostsee
Weite, naturbelassene Strände, aus dem Meer ragende Klippen, hügelige Wälder; Fahrradwege ohne Ende, idyllische Städtchen, die zum Bummeln einladen; Cafés, Pubs und Räuchereien, unzählige Galerien und Kunstwerkstätten: Bornholm ist ein kleines Ferienparadies. Mitten in der Ostsee genießt die Insel ein mildes, fast mediterranes Klima, sodass Bornholm nicht zu Unrecht als Sonnenscheininsel bezeichnet wird. Gastfreundliche und hilfsbereite Bornholmer gehören mit zum Bild der Insel und geben Bornholm seinen ganz besonderen Charme.
Eine Insel für Kunst- und Kulturliebhaber
Nach wie vor zieht Bornholm ein ganz besonderes Publikum an, interessierte, aktive, kultivierte, erlebnisorientierte Urlauber. Sie entdecken die unglaublich abwechslungsreiche Landschaft gern mit dem Fahrrad – auf einem Radwegenetz von fast 250 km, das gepflegt und bestens beschildert durch verwunschene Spaltentäler, tiefe Wälder, vorbei an Teichen, Seen und Mooren führt. Bornholmurlauber sind vielfach Stammgäste oder werden es bald. Sie mögen die bodenständige Art der Hafen-, Blumen- und sonstigen Feste, sie klügeln sich Touren aus zu einigen der an die 100 Kunsthandwerker aller Branchen. Und sie genießen das anspruchsvolle Kulturangebot, zum Beispiel bei den Musikfestivals im Sommer und Herbst. Zum umfangreichen Kulturangebot gehören natürlich auch die vielen Museen, allen voran das Kunstmuseum, traumhaft schön auf einer Klippe über der Ostsee gelegen.
Vier Rundkirchen, dazu romanische Dorfkirchen, gotische Stadtkirchen und die gewaltige Burgruine Hammershus erzählen von der bewegten Vergangenheit. Die Hanseaten rissen sich Bornholm 1525 unter den Nagel und blieben fast 50 Jahre. 1657 eroberten die Schweden die Insel, doch die Bornholmer stellten sich ihnen entgegen und machten ihre Insel der dänischen Krone zum Geschenk. Heute ist die Insel ein Zentrum der Begegnung vieler Ostseeländer. Ganz besonders die baltischen Staaten pflegen einen regen Kultur- und Bildungsaustausch mit Rønne. Die Deutschen kommen indes seit über 100 Jahren. Schon 1913 erschien die erste deutsche „Beschreibung der interessanten dänischen Felseninsel“, herausgegeben von der Badedirektion Allinge.
Urlauber neuen Typs
Die meisten Bornholmurlauber kommen heute aus Dänemark (vor allem aus Kopenhagen), Polen, Norwegen und Deutschland. Neben Familien sieht man seit einigen Jahren immer häufiger auch Urlauber neuen Typs: So sitzen in den hochklassigen Restaurants wohlhabende Kopenhagener Paare. Sie folgen den Empfehlungen der dänischen Hochglanzmagazine und pilgern der Gaumengenüsse wegen nach Bornholm, wo in den vergangenen Jahren ein ganz besonderer Unternehmergeist entstanden ist. Im Rahmen der Initiative regional madkultur („regionale Esskultur“) produzieren viele Bauern ökologisch und eine ganze Reihe von Restaurants und kleinen Lebensmittelunternehmen besinnen sich darauf, wie wichtig die Qualität der Erzeugnisse aus Feld, Wald und Meer ist.
Aktiv in der Natur
Daneben sieht man immer mehr Aktivtouristen. Sie fahren Rad, paddeln mit dem Kajak um die Insel, klettern in stillgelegten Granitbrüchen, surfen und tauchen vor der Felsenküste. Bornholm ist auf dem besten Weg, sich zum Outdoorzentrum Dänemarks zu entwickeln: In keiner anderen Region des Landes gibt es auf so kleinem Raum so viele Möglichkeiten, die Natur aktiv zu genießen. Nun liegt es ganz an dir, welche dieser vielen Facetten der Insel du für dich entdecken willst, welches „dein“ Bornholm wird.
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Weite, naturbelassene Strände und aus dem Meer ragende Klippen. Hügelige Wälder und Fahrradwege ohne Ende. Idyllische Städtchen mit Cafés, Pubs und Räuchereien, unzähligen Galerien und Kunstwerkstätten. Bornholm ist ein kleines Ferienparadies! Ob du allein in Madsebakke Felszeichnungen aus der Bronzezeit bestaunst, zu zweit von Gudhjem aus an Bord der „Thor“ in den Sonnenuntergang schipperst oder im „Donnertal“ mit der ganzen Familie dem Tosen von Dänemarks größtem Wasserfall lauschst: Dein MARCO POLO Reiseführer Bornholm ist der ideale Begleiter, wenn du die dänische Trauminsel erkundest!
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