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Toskana: Anreise mit dem Auto

Der Brennerpass und der St.-Gotthard-Tunnel sind die am stärksten befahrenen Strecken der Alpen. Wer sie überquert landet in Italien und ist bald darauf in der Toskana. Mit dem eigenen Auto kann man sich unabhängig bewegen. Man muss zwar etwas mehr Zeit für die Anreise einplanen, fährt dann aber problemlos die Dörfer ab, besucht Weingüter und kleine Städtchen – und das ohne sich an Fahrpläne halten oder teure Taxis bezahlen zu müssen. Auch Gepäckobergrenzen sind kein Thema.

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Anreise mit dem Auto: Deutschland – Toskana

Wer aus Deutschland mit dem Auto in die Toskana fahren will, muss ein wenig Zeit einplanen. Für die Strecke von München nach Florenz braucht man rund 7 Stunden. 650 km liegen zwischen den beiden Städten. Die Strecke führt durch Österreich auf dem Brennerpass über die Alpen. Die berühmte Brennerautobahn führt von Innsbruck nach Modena in Italien und überquert dabei das Gebirge. Die Autobahn verläuft weiter über Bozen und Verona bis nach Bologna. Von dort aus führt die A1 nach Florenz. Wer im Westen Deutschlands wohnt, zum Beispiel in Köln oder in Frankfurt am Main, kann über die A5 bei Basel die Schweiz durchfahren und erreicht die italienische Grenze bei Lugano. Von dort aus führt die A1 über Bologna nach Florenz. Man braucht aber mindestens 9,5 Stunden, um die mehr als 960 km von Frankfurt am Main bis nach Florenz zurückzulegen. 

Anreise mit dem Auto: Schweiz – Toskana

Die 580 km von Zürich nach Florenz lassen sich in etwa 6 Stunden bewältigen. Die beliebteste Fahrstrecke aus der Schweiz in die Toskana führt durch den St.-Gotthard-Tunnel. Der Tunnel ist mit seinen 17 km einer der längsten Straßentunnel weltweit und verbindet den Kanton Uri mit dem Tessin. Wer im Sommer in die Toskana will, hat außerdem die Möglichkeit, auf einem der vielen Pässe die Alpen zu überqueren. Das dauert zwar länger, dafür bietet sich ein teils atemberaubendes Bergpanorama. Im Winter sind die meisten Pässe wegen Schneefall gesperrt. Durch den Lötschberg-Basistunnel fährt außerdem ein Autoverlade-Zug. 

Anreise mit dem Auto: Österreich – Toskana

Wer im Westen von Österreich losfährt, für den bietet sich ebenfalls der Brennerpass an, um möglichst schnell die Toskana zu erreichen. Wer aus Wien kommt, sollte mindestens 8,5 Stunden für die 850 km lange Strecke in die Toskana einplanen. Von Wien oder Graz aus, kann man auch auf der A2 bei Villach die Grenze zu Italien überqueren. Die italienische Autobahn führt dann über Venedig und Bologna in Richtung Florenz. 

Gut zu wissen

Mautpflicht: Auf den Autobahnen in Italien, der Schweiz und Österreich besteht Mautpflicht. Auch einige Alpenpässe sind kostenpflichtig. Für Österreich und die Schweiz werden die Autobahn-Vignetten an Rastplätzen und Tankstellen verkauft. Auch deutsche Tankstellen nahe der Grenze oder Autofahrerclubs wie der ADAC verkaufen Vignetten.

Die italienischen Autobahnen haben Mautstationen. Auffällige Schilder kennzeichnen die Fahrspuren: An weißen Spuren kann man bar, mit EC- oder Kreditkarte bezahlen. Oft gibt es an weißen Spuren auch Mitarbeiter, bei denen man direkt bezahlen kann. Wer auf eine blaue Spur fährt, kann nur mit Karte bezahlen, kommt dafür aber etwas schneller voran. Die gelben Spuren sind für Autofahrer, die einen "Telepass" besitzen. Damit werden die Mautgebühren elektronisch abgerechnet. Der Telepass lohnt sich vor allem für Autofahrer, die oft in Italien unterwegs sind.

Geschwindigkeit: Die Höchstgeschwindigkeiten in Italien ähneln denen in anderen europäischen Ländern. Solange nichts anderes ausgeschildert ist, darf man innerorts 50 km/h, außerhalb von Ortschaften 90 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h und auf Autobahnen 130 km/h fahren. Fahranfänger, die ihren Führerschein noch keine 3 Jahre besitzen, dürfen auf Autobahnen die Geschwindigkeit von 100 km/h nicht überschreiten.

Autofahren mit Scheinwerferlicht: Wer in Italien Auto fährt, muss – unabhängig von Tageszeit und Sichtverhältnissen – das Abblendlicht anschalten, wenn er außerhalb von geschlossenen Ortschaften unterwegs ist. Wer mit dem Motorrad unterwegs ist, muss auch in Orten immer das Licht anhaben.

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