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Las Vegas ist eigentlich keine Stadt, sondern die Verkörperung des amerikanischen Traums vom schnellen Glück, eine neonbunte Fata Morgana in der Wüste. Las Vegas lebt vom Traum und von der Sucht der Menschen nach schnellem Reichtum. Nur deshalb konnte in der glutheißen Steinwüste im Süden Nevadas die Weltmetropole des Spiels aus dem Sand wachsen. Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr inszeniert sich die Spielerstadt als glitzernde Fantasiewelt, in der für die Besucher der Alltag in unwirkliche Ferne rückt.
Kulissen aus aller Welt
Mit Kreativität und viel Geld erschafft Las Vegas eine glitzernde Fantasiewelt, in der für die Besucher der Alltag in unwirkliche Ferne rückt. Raum und Zeit werden hier bedeutungslos. Die Kasinoparadiese in der Downtown und am Las Vegas Boulevard, dem legendären „Strip“, entführen in klimaanlagengekühlte Kunstwelten. Hier findet man sich staunend im alten Rom wieder, dort spaziert man durch New York, Venedig, Paris, durch eine altägyptisch anmutende Pyramide oder durch mittelalterliche Märchenschlösser. Millionen Besucher überfluten jährlich die glitzernde Metropole mitten in der Mojave-Wüste. Die meisten bleiben drei bis vier Nächte – und diese Zeit braucht man auch, will man die Stadt in ihrer ganzen Vielfalt kennenlernen.
Poolpartys und Picasso
Las Vegas bietet billig gemachten Nepp ebenso wie niveauvolle Unterhaltung. Die mit modernster Technik auf die Bühne gebrachten Shows, wie sie vor allem der Cirque du Soleil präsentiert, sind ein Erlebnis für alle Sinne. Rasante Achterbahnen, Ziplines, wilde Poolpartys und ultracoole Nachtclubs sorgen für Exotik und Action. Museen und Galerien, zum Teil in den Kasinos selbst, stellen Werke weltweit bekannter Künstler aus. Und viele der heute vorzüglichen Restaurants der City inspirieren zugleich Augen wie Gaumen.
Geschichte
1855
Mormonen errichten ein Fort im Tal von Las Vegas
1905
Bau der Union Pacific Railroad und Gründung der Stadt
1931
Der Staat Nevada legalisiert das Glücksspiel
1931–35
Durch den Bau des Hoover Dam strömen Tausende Arbeiter auch nach Las Vegas
1946
Mit dem Flamingo Hotel eröffnet das erste große Kasinohotel am Strip
1950er
Atombombentests finden in der Wüste nördlich der Stadt statt
1989
Das erste Fantasy-Hotel eröffnet: das Mirage mit Vulkan und der Zaubershow von Siegfried und Roy
2005
Mit 2,7 Mrd. $ Baukosten wird The Wynn das teuerste Kasinohotel der Welt
1.Oktober 2017
Ein Amokschütze tötet 58 Menschen im Mandalay Bay
März–Juni 2020
Aufgrund der Coronakrise sind alle Kasinos geschlossen
2023
Das Fontainebleau wird mit 224 m höchstes Hotel der City
2024
Das legendäre, schon 1957 eröffnete Tropicana schließt
Ironie des Schicksals: Die Stadtgründer der heutigen Glitzerwelt waren Mormonen. Etwa um 1830 entdeckten mexikanische Händler eine kleine Oase mit artesischen Quellen am Fuß der Spring Mountains. Aus ihrer Zeit stammt der Name Las Vegas, „die Auen“. 1855 legten dann Mormonen zum Schutz ihrer Planwagentrecks auf dem Weg zum Pazifik ein kleines Fort an. Erst 1905 wurde jedoch das eigentliche Las Vegas gegründet: Aus einem Arbeitercamp der ersten Bahnlinie entstand ein Westernstädtchen.
Boomtown der Mafia
Der Boom der Stadt begann, als Nevada das Glücksspiel legalisierte (offiziell, um Steuergelder für Schulen einzunehmen) und in den 1930er-Jahren der Hoover Dam gebaut wurde. 5000 Arbeiter lebten bald im Camp vor den Toren der Stadt – und der Damm am Colorado River brachte billigen Strom für Kasinos und Neonschilder. Hier war Geld zu verdienen, und bald mischte auch die Mafia kräftig mit. Der berühmt-berüchtigte Benjamin („Bugsy“) Siegel eröffnete 1946 das Flamingo, das erste pompöse Edelkasino auf dem noch fast unbebauten „Strip“. Rasant schossen immer neue Kasinos aus dem Wüstenboden, Stars wie Frank Sinatra und Elvis Presley lockten die Gäste an. Downtown, in der Fremont Street, lässt sich noch erahnen, wie es wohl im alten Vegas war, als das Hauptvergnügen im verruchten Glücksspiel bestand, dabei trinken und rauchen, hinterher bezahlter Besuch bei einer Dame. Seither hat Las Vegas seine Unterhaltungspalette erweitert. Zwar kommen noch immer die meisten zum Spielen, wird hier weit mehr getrunken und gepafft, gibt es mehr und offenere (obwohl verbotene) Prostitution als in anderen amerikanischen Städten. Aber auch Urlauber, die diesen Lastern nicht frönen, kommen auf ihre Kosten. Immer prächtiger, immer fantasievoller wurden die Kasinos. 1973 war das MGM mit 2100 Zimmern das größte Hotel der Welt, heute hat es um- und neugebaut über 5000 Zimmer. Fast jährlich erweiterte sich seitdem das eine oder andere der Riesenkasinos um einen neuen Turm für tausend weitere Gäste. Dabei gehören die meisten Hotelriesen zu großen Konsortien, die mehrere solcher Kasinos ihr Eigen nennen.
Wasserspiele in der Wüste
Selbst die Coronakrise konnte den Bauboom nur kurz bremsen. Doch eine andere Gefahr könnte die Entwicklung der Stadt langfristig gefährden. Las Vegas wird – wie der gesamte Südwesten der USA – von einer anhaltenden Dürre bedroht. Am Hoover Dam, der den größten künstlichen See Amerikas, den Lake Mead, staut, stehen die Abflusskanäle leer. Es wird viele Winter mit viel Schnee in den Rockies brauchen, um diesen Trend umzukehren. Auch in Las Vegas hat ein Umdenken begonnen: Neubauten dürfen nur noch ein begrenztes Maß an Grünflächen aufweisen, der Bau neuer Swimmingpools ist verboten. Neue Kasinos müssen vielerlei Nachhaltigkeitsregeln erfüllen, sparsame LEDs beleuchten nun die Werbeschilder. Doch die Touristen bleiben weitgehend von den Beschränkungen verschont. Auf dem Strip und Downtown wird (mit Ausnahmegenehmigung) weiterhin hemmungslos geprasst, planschen Tausende täglich in dem kostbaren Nass der Pools. Zum kompletten Stillstand kam die Kasinowelt allerdings während der Coronakrise. Doch auch davon hat sich die Stadt schon wieder weitgehend erholt. Die Menschen erliegen am Ende doch der Verführungskraft der fantastischen Glitzerwelt. Denn Las Vegas ist einzigartig. Es ist wie ein kitschiger, surrealer Film, in dem der Besucher mitspielen darf – einige Dollars muss er Fortuna dafür aber schon opfern.
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