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Mark Twain könnte richtig gelegen haben, als er einmal schrieb, Gott habe zuerst diese Insel erschaffen und dann das Paradies nach ihrem Vorbild. Vieles spricht dafür: weiße Strände, türkisblaue Buchten, tropische Wälder und das herzliche Lächeln der Einwohner. Auch wenn immer mehr Touristen das tropische Paradies im Indischen Ozean besuchen, hat Mauritius bis heute nichts von seinem Charme eingebüßt.
Wunderbare Vielfalt
Du hast Lust, am Strand zu liegen? Nur zu! Oder willst du die Nacht zum Tag machen? Bis in den Morgen tanzen kannst du in Port Louis. Du brauchst einen spirituellen Kick? Setz dich in einen Hindutempel. Bist neugierig auf die Menschen vor Ort? Dann nimm den Bus und fahr zu einem Markt. Wenn du unterwegs plötzlich Äffchen siehst, sie aber zu scheu fürs Foto sind, dann reich ihnen eine Banane und du machst das Bild deines Urlaubs.
Von schick bis einfach
Klar gibt es Fünf-Sterne-Strandhotels, in denen sich um jeden Gast fünf Servicemitarbeiter kümmern und sich nach den Wünschen erkundigen. Von den traumhaften Wellnessbereichen ganz zu schweigen. Aber du kannst es auch anders haben: Miete dich bei Einheimischen ein und ihr kocht vielleicht zusammen ein Safranhühnchen. Du hast die Wahl zwischen luxuriös und lässig, zwischen baden, sonnen, wandern, surfen ... Ob Filmstar oder Globetrotter, jeder genießt hier nach seiner Fasson.
Geschichte
1511
Der portugiesische Seefahrer Pedro Mascarenhas entdeckt die unbewohnte Insel
1598
Holländische Expedition landet auf Mauritius
1710
Die Holländer gehen; Piraten lassen sich auf der Insel nieder
1715
Mauritius wird von den Franzosen besetzt
1748–1810
Die Briten versuchen, die Insel zu erobern
1814
Mauritius wird britische Kronkolonie; der Sklavenhandel blüht
1835
Abschaffung der Sklaverei; Arbeiter aus Indien und China kommen ins Land
1854–99
Durch Epidemien und Naturkatastrophen halbiert sich die Einwohnerzahl
1968
Mauritius wird ein souveräner Staat im Commonwealth
1992
Ausrufung der Republik
2015–2018
Ameenah Gurib ist die erste Frau im Staatspräsidentenamt
2024
Einigung mit UK: Souveränität über den Chagos-Archipel wird an Mauritius übertragen
Der lange Weg zur Freiheit
Als portugiesische Seefahrer Mauritius im 16.Jh. entdeckten, fanden sie lediglich einige Vogelarten, dichten tropischen Urwald und eine große Lagune vor. Dann kamen die Holländer, machten einen Teil der Küste urbar und benannten die Insel nach ihrem niederländischen Prinzen Moritz (Maurice) von Nassau. Sie bauten Häuser und Festungen, pflanzten Zuckerrohr und brachten Rotwild mit. Später landeten die Franzosen an, denn die strategisch gute Lage machte Mauritius zur umkämpften Zwischenstation auf dem Weg nach Indien. Im späten 18 Jh. war Port Louis ein ebenso wichtiger Hafen wie Bombay oder Kalkutta. Zwischen den Franzosen und Briten war die Insel deshalb all die Zeiten umkämpft, ab dem 19.Jh bildete sie eine britische Kolonie. Im März 1968 dann wurde Mauritius ein unabhängiger, eigenständiger Staat im Commonwealth.
Seit jeher Multikulturell
Ureinwohner gab es nicht auf der einst unbewohnten Insel, so gesehen ist jeder auf Mauritius ein „Zugezogener“. Die Nachfahren der Inder, Franzosen, Chinesen, Araber und Sklaven aus Afrika und Madagaskar bilden eine multikulturelle Gesellschaft mit eigener Sprache, Kultur und Musik. Du wirst den Rhythmus der afrikanischen Trommel hören, Klänge der europäischen Geige, indischen Zither oder chinesischen Laute. Auf den Speisekarten findet sich französisches Ragout genauso wie chinesische Nudeln oder indisches Curry. Unweit der katholischen Kirche stehen muslimische Moscheen, hinduistische Tempel oder chinesische Pagoden. Weil hier jeder einst ein Fremder war, ist für die Menschen Toleranz, Solidarität und Freundlichkeit Herzenssache..
Erloschenes Feuer
So vielfältig wie die Bevölkerung, so abwechslungsreich ist auch die Landschaft. Vor etwa acht Millionen Jahren erhob sich ein Vulkan aus dem Meer und schuf die Insel, die mit Réunion und Rodrigues zu den Maskarenen gehört. Auf dem erloschenen Feuerkegel grünt und blüht es nun. Durch das Absacken des Lavabodens entstand zudem ein Korallenriff, das fast ganz Mauritius umschließt und wie ein natürlicher Wellenbrecher wirkt. Deshalb kann man entspannt im warmen, glasklaren Wasser baden. Selbst Haie bleiben draußen vor dem Riff. Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen, Bootfahren ist hier bei viel Sonnenschein und angenehmen Lufttemperaturen um die 24 bis 30 Grad drin. Wer sich an heißen Tagen von November bis März nach einer milden Brise sehnt, fährt an die Ostküste, dort weht der Passatwind. Braucht man es dagegen in den kühleren Monaten (Mai bis August) eher windstill und sonnig, dann ist der geschützte Inselwesten ideal. Übrigens: 40 Prozent der Fläche im Innern der Insel zählen zum Hochland, das 300 m über den Meeresspiegel liegt und mit Wäldern und Wasserfällen aufwartet. Also pack für die Reise am besten auch die Wanderschuhe ein!
Kein Zuckerschlecken
Die Mehrheit der mauritischen Bevölkerung lebt recht bescheiden. Viele Einheimische arbeiten als Kleinunternehmer, bieten Dienstleistungen an, vermieten Zimmer ihres Hauses an Urlauber und versuchen so, ihren Lebensunterhalt aufzubessern. Bereits beim Anflug auf die Insel wirst du ausgedehnte Zuckerrohrfelder sehen. Die mauritische Wirtschaft profitierte lange Zeit von der Zuckerherstellung, bis der Weltmarktpreis sank. Von ehemals 30 Zuckerfabriken sind heute nur noch drei in Betrieb. Die Regierung reagierte und holte vor allem Textilunternehmer ins Land. Außerdem wurde die touristische Infrastruktur ausgebaut; noch immer entstehen neue Hotelanlagen, Villen und Golfplätze. Doch Mauritius bietet viel mehr als Strandhotelurlaub – es lohnt sich, mit einem Mietwagen auf Entdeckungstour zu gehen. Wer mit gespitzten Ohren und offenen Augen auf der Insel unterwegs ist, dem offenbart sie ihren ganzen Zauber.
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Du hast Lust auf Sonnenbaden? Mach wie die Einheimischen ein Picknick am Strand! Oder brauchst du einen spirituellen Kick? Dann zähl doch mal die Götter im Shivalah-Tempel. Die Nacht zum Tag machen? Auch kein Problem – in Port Louis kannst du bis in den Morgen tanzen. Und wenn du Abgeschiedenheit suchst, dann wandere auf gut ausgeschilderten Wegen mitten durch den Regenwald und entdecke die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Egal, wonach dir der Sinn steht, der MARCO POLO Reiseführer Mauritius bringt dich an die schönsten Plätze dieser Insel!
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