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Finis coronat opus: „Das Ende krönt das Werk“, so steht es auf dem Staatswappen der Seychellen. Und tatsächlich – es scheint, als wäre ganz zum Schluss der göttlichen Schöpfung ein Masterpiece entstanden: die 115 Inseln des seychellischen Archipels, jede einzelne wie ein Mosaikstein im Meer, jede einzelne ein Kunstwerk aus Sand, Granit und Palmen.
Zauberhaftes aus Sand und Stein
Die Seychellen haben etwas Magisches an sich, nicht zuletzt deswegen, weil ihre Entstehungsgeschichte ein wenig geheimnisvoll klingt. Der Urkontinent Gondwana, der einst Afrika, Asien und Europa umfasste, soll der Vater des Archipels sein: Als er vor Millionen Jahren zerbrach und die einzelnen Kontinente ihre neuen Positionen suchten, entstanden dabei mehr oder weniger als Abfallprodukte die Seychellen. Zeuge dieser ungewöhnlichen Inselgeburt sind die sogenannten „Inneren Inseln“ – insgesamt 32, darunter Mahé, Praslin und La Digue mit den benachbarten Eilanden. Aber sind die nicht bekannt wegen ihrer zauberhaften Sandstrände? Ja, gewiss, und dennoch sind sie nicht auf Sand gebaut. Sie sind nämlich die Gipfel des Mahé-Plateaus, was nichts weiter ist als ein Gebirge unter Wasser. Seine höchste Erhebung ist zugleich der höchste Berg der Seychellen, der mit seinen 905 m (über dem Meeresspiegel) Mahé überragt. Viel weiter draußen beißt man aber nicht mehr auf Granit. Dort schlängelt sich ein Basaltmassiv durch die Meerestiefen, auf dessen Rücken es sich die sehr kleinen „Äußeren Inseln“ bequem gemacht haben. Platt wie Pfannkuchen liegen sie mit ihren Puderzuckerstränden nur wenige Meter über dem Wasserspiegel. Sie und ihre großen Schwestern ergeben zusammengenommen eine Landmasse von knapp 500 km² – verschwindend gering im Verhältnis zu den ca. 430 000 km² Hoheitsgewässer, die sie umgeben. Damit ist das seychellische Staatsgebiet deutlich größer als das von Deutschland (357 000 km²)!
Buntes Paradies auf Erden
Die Seychellen treiben es bunt: Das selbstverständliche Blau des Meeres und des Himmels, zig unterschiedliche Schattierungen von Grün, dazwischen jede Menge knallige Blüten, Obst in leuchtenden Farben und prächtig schillernde Fische! Genau diese Kombination war es, die bereits 1609 die Gerüchteküche anheizte – der irdische Garten Eden war endlich gefunden: Zwei Schiffe der englischen East India Company ankerten vor der damals noch als „Sieben Brüder“ bzw. „Sieben Schwestern“ bekannten Inselgruppe, und ihre Besatzungen kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Seemann John Jordain soll die erste authentische Beschreibung der Seychellen geliefert haben und schwärmte vom „tatsächlichen Paradies auf Erden“. Dieses Image hält sich hartnäckig und sorgt heute für boomenden Tourismus und steigende Besucherzahlen.
Geschichte
um 800 n. Chr.
Arabische Seeleute sichten die Seychellen
1502/03
Auf seinem Weg nach Indien stößt Vasco da Gama zufällig auf die Inselgruppe
1770
Französische Pflanzer siedeln vor Mahé auf Sainte Anne
1794–1811
Kolonialstreit zwischen Engländern und Franzosen; die Seychellen fallen an die Briten
1835
Die Sklaverei wird abgeschafft
1964
Gründung der Seychelles Democratic Party (SDP, rechts) und der Seychelles People’s United Party (SPUP, links)
1976
Die Seychellen werden unter Präsident James Mancham (SDP) unabhängig
1977
France-Albert René (SPUP) putscht sich an die Macht
1993
Erste Mehrparteienwahl nach dem Staatsstreich; René siegt und wird 2004 von James A. Michel abgelöst
2020
Machtübergabe an die Opposition; Wavel Ramkalawan wird neuer Präsident
2023
Die Seychellen erheben eine Tourismusabgabe, die Umweltschutzmaßnahmen finanzieren soll
Vielfarbiges Inselvölkchen
Es waren dann schließlich die Franzosen, die Profit mit den Inseln machen wollten. Also schickten sie ungefähr ein Dutzend französische Siedler los, die von Mauritius aus zusammen mit ihren afrikanischen Sklaven – darunter eine einzige Frau! – in See stachen, um die Sache aufzuklären. Sie landeten am 27.August 1770 auf der Hauptinsel Mahé. Genauer gesagt, landeten sie vor Mahé im heutigen Wasserschutzgebiet und Nationalpark Sainte Anne und bauten auf der gleichnamigen kleinen Insel ihre erste Plantage. Diese Siedlung wurde die Wiege der seychellischen Nation, die mittlerweile rund 100 000 seselwa (frz. Seychellois) zählt, wie die Bewohner der Seychellen in der Landessprache heißen. Unter ihnen herrscht ein buntes Durcheinander, was die Hautfarbe anbelangt. Von Ebenholzschwarz bis Kakaobraun, von Karamell bis Elfenbein. Und ja, es gibt sie tatsächlich: komplett weißhäutige seselwa, die Nachfahren der sogenannten Grand Blancs, der „Großen Weißen“, wie die mächtigen französischen Plantagenbesitzer genannt werden, die einst auf den Seychellen das Sagen hatten. Sie machten sich natürlich nicht ihre Hände schmutzig, dafür hatten sie ihre Sklaven aus Mozambique, Madagaskar und Guinea. Später kamen noch Arbeiter und Händler aus Indien und China dazu: Ein kreolisches Vielvölkervolk war geboren, das heute für die einzigartige Multikulti-Atmosphäre und den ganz eigenen Charme der Seychellen sorgt.
Leben am Meer
Auf den Seychellen dreht sich das gesamte Leben rund ums Meer – egal, ob es nun am, unter oder auf dem Wasser stattfindet. Strände sind mehr als nur perfekte Badeparadiese, sie sind an den Werktagen Landeplatz für Fischerboote, Umschlagplatz für frisches Meeresgetier, Sport- und Pausenplatz für Schulkinder. Alles in allem: ein buntes tropisches Treiben! Doch es geht auch anders: hier eine einsame Bucht, da ein fast menschenleerer Strand. Entdecker spielen zahlt sich aus! Wer mit dem Leihwagen über Mahé oder Praslin gondelt, wer mit dem Drahtesel auf La Digue nicht nur mit den Touristenmassen mitradelt, findet idyllische Fleckchen zum Schwimmen und Sonnenbaden, zum Strandwandern und Schnorcheln. Etwas tiefer eintauchen gewünscht? Aber gerne doch: Die faszinierende Unterwasserwelt bietet den Liebhabern des Tauchsports Meeresschildkröten, Mantarochen oder gar Walhaie.
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Auf den Seychellen kannst du es ruhig angehen lassen, denn hier ticken die Uhren anders. Das gilt nicht nur für die Riesenschildkröten, die sich im warmen Sand ausruhen. Auch die Einwohner haben es nie wirklich eilig. Lass dich von ihrer entspannten Art anstecken, während du auf trubeligen Wochenmärkten stöberst oder abends am Strand die Hüften schwingst. In deinem MARCO POLO Reiseführer für die Seychellen findest du alles, was du für deine Reiseplanung brauchst!

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