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Die Nationalfarben sind Schwarz, Rot, Grün und Weiß. Dabei müssten es eigentlich noch so viele mehr sein, denn die Farbenpracht Kenias sucht ihresgleichen: goldene Strände am Indischen Ozean und türkisfarbene Wellen; roter Savannenstaub, der sich auf Elefanten und Büffel legt; in der Ferne die weiße Kuppe des Kilimandscharo, der mit 5892 m höchste Berg Afrikas hinter der Grenze zu Tansania; die blauen Seen des afrikanischen Grabenbruchs mit ihren brodelnden Geysiren und das Jadegrün des Turkanasees, der im Norden die karge Weite der Wüste durchbricht.
Kontraste zwischen Regenwald und Savanne
Eine solche Vielfalt gibt es in Afrika kein zweites Mal. Quer durch das Land zieht sich der Äquator und teilt es in zwei ungleiche Hälften: den weithin fruchtbaren Süden mit großen Städten, wo der weitaus größte Teil der Bevölkerung lebt, und den trockenen, weiten Norden, den Nomaden durchwandern und der das Ziel der Abenteuerlustigen ist. Regenwälder und Teeplantagen, staubige Dornbuschsavannen und rollende Sanddünen: Das alles ist Kenia. Nicht nur die höchsten Berge, auch die tiefsten Schluchten hat das Land zu bieten: Der Große Grabenbruch (Rift Valley) fällt von der fruchtbaren Hochebene abrupt und steil um mehrere hundert Meter ab.
Pures Afrika-Flair
Es sind Bilder, die den „König der Löwen“ oder „Jenseits von Afrika“ heraufbeschwören: Wenn die aufgehende Sonne die Savanne in ihren Schimmer taucht, ist die beste Zeit, auf Safari zu gehen. Giraffen und Geparden, Leoparden, Löwen, Nashörner und Flusspferde, dazu Zebras, Krokodile, Gnus und Hunderte Vogelarten erwachen mit dem neuen Tag. Kenias Nationalparks und Reservate lassen sich mit dem Geländewagen bequem erkunden. Zwischen den Fahrten muss man in den Lodges und Bush Camps auf kaum eine Annehmlichkeit verzichten. Nur der Blick von der Terrasse erinnert daran, dass man sich in der Wildnis befindet.
Geschichte
2,5 Mio. v. Chr.
Wiege der Menschheit: Erste Frühmenschen in Nordkenia
9.Jh. n. Chr.
Gründung der Swahili-Kultur an der Küste durch Handel mit Muslimen aus Arabien und Persien
1498
Der Portugiese Vasco da Gama landet als erster europäischer Seefahrer in Kenia (Malindi)
1920
Das Protektorat Ostafrika wird zur britischen Kronkolonie Kenya
1963
Kenia wird unter Präsident Jomo Kenyatta unabhängig
2002
Auf die erstmalige freie Abwahl der Regierungspartei folgt eine friedliche Machtübergabe
2004
Umweltschützerin Wangari Maathai erhält als erste Afrikanerin den Friedensnobelpreis
2011
Kenia erklärt der islamistischen Terrororganisation Al Shabaab in Somalia den Krieg. Die Islamisten verüben mehrere Anschläge in Kenia
2024
Nach Coronapandemie und Regierungswechsel herrscht im Land eine hohe Inflation
Jenseits von Safaris
Kenias Strände gehören ebenso wie die Tauchgründe zu den schönsten der Welt. Und überall im Land werden alle erdenklichen Aktivsportarten angeboten. Wer nicht nur faul am Strand liegen möchte, kann segeln oder angeln, surfen oder schnorcheln und Golf spielen – mit Meerblick. Auch Kitesurfing ist möglich sowie Mountainbiketouren in den unterschiedlichsten Terrains. Oder wie wäre es mit Bergsteigen oder Trekking am Kilimandscharo oder Mount Kenya?
Für jeden etwas dabei
Wer sich nach Stadtleben sehnt, nach Kultur, Abwechslung im Speiseplan oder einer hippen Bar, wird in den Metropolen Mombasa und Nairobi fündig. Wie genau man den Urlaub in Kenia verbringt, hängt auch vom Geldbeutel ab. Luxuslodges, die nur mit dem Privatflieger erreichbar sind, werden von Madonna ebenso besucht wie von Prinz William, der seiner Kate hier den Heiratsantrag machte. Die Alternative sind Linienflüge, sogar Billigflieger – und für die kurzen Distanzen Mietwagen, günstige Taxen per App oder schlicht ein Platz im Matatu, dem stets vollgestopften Massentransportmittel der Kenianer.
Kultur: Interessant - Politik: Brisant
Die Kultur der Kenianer ist so vielfältig wie ihr Land, das immerhin anderthalbmal so groß ist wie Deutschland. Die rund 55 Millionen Menschen stammen aus mehr als vierzig Ethnien, jede mit ihrer eigenen Sprache und Geschichte. Kenianer, das sind auch die weißen Nachkommen der ehemaligen Siedler und die Mitglieder der großen indischen Gemeinschaft. Christen, Muslime und Hindus leben hier friedlich nebeneinander. Die Geschichte des Landes reicht bis ins 9.Jh. zurück, als an der Küste das blühende Handelsreich der Swahili entstand. Mit den Monsunwinden kamen Händler aus Indien und dem nahen und fernen Osten, die fremde Kostbarkeiten gegen Elfenbein und Sklaven tauschten. Der Portugiese Vasco da Gama begründete 1498 die europäische Fremdherrschaft. Erst 1963 – Kenia war bis zu diesem Zeitpunkt britische Kronkolonie – wurde das Land wieder unabhängig. Die bislang schlimmsten Unruhen erlebten die Kenianer nach den Wahlen 2007, als bürgerkriegsähnliche Zustände ausbrachen.
Im Aufschwung
Obwohl politisch angeschlagen, liefert sich Kenia seit Jahren mit dem Nachbarland Äthiopien einen Nahkampf um den Titel stärkster Wirtschaftsmotor Ostafrikas. Besonders in Nairobi wird gebaut, was das Zeug hält. Bezahlt wird überall mit dem einfachen mobilen Bezahlsystem M-Pesa. Mit dem Aufschwung ist eine echte Mittelschicht entstanden. Junge Kenianerinnen pendeln und balancieren zwischen ihrer Verwandtschaft, die teilweise auf dem Land in Lehmhütten lebt, und der internationalen Tech- und Start-up-Szene in den Städten. Dabei kommen ihnen ein paar typisch kenianische Eigenschaften sehr zugute: Erfindungsreichtum, Anpassungsfähigkeit und – wenn alle Stricke reißen – ein ausgeprägter Galgenhumor. Du wirst schnell feststellen, dass die Bewohner selbst einer der größten Schätze Kenias sind. Lass dich anstecken von der Offenheit und Herzlichkeit und genieß den Urlaub in diesem faszinierenden Land!
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Kenia
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Wo den Tieren endlose Weiten gehörten: Erkunde Kenia in deinem eigenen Rhythmus
Schwimmen, tauchen, sonnenbaden? Klar, das kannst du in Kenia auch, zum Beispiel am Diani Beach mit seinem puderfeinen weißen Sand. Aber Kenia steht vor allem für Abenteuer und Wildnis-Feeling! Wie wäre es zur Abwechslung mit einer Radtour durch den Hell’s Gate National Park, vorbei an grasenden Zebras und Antilopen? Wenn es dir in der Savanne zu heiß wird, kannst du auf die schneebedeckten Gipfel des Mount Kenya wandern oder die lauen Nächte in Nairobis Clubs durchtanzen. Mit deinem MARCO POLO Reiseführer Kenia findest du immer schnell zum nächsten Ziel und erlebst einzigartige Urlaubsmomente!

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