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Polnische Ostseeküste

Check-in

Weißer Strand, von Dünen und Kiefernwald gesäumt, raue Kliffe, an denen im Herbst die Stürme nagen, Strandseen, Salzwiesen und Haffs, von Nehrungen geschaffen, halb Meer, halb Lagune: Polens Ostseeküste trägt viele Gesichter.

524 km zieht sie sich hin vom Zipfel der Insel Usedom im Westen über die Danziger Bucht bis zur Frischen Nehrung, deren Spitze schon im russischen Kaliningrad (Königsberg) liegt. Fast 100 m ragt die Steilküste der Insel Wollin nördlich von Stettin auf, ein Massiv aus Kreide und Lehm, von Buchen und Eichen bewachsen. Weiter nach Osten fällt die Küste ab, geht auf in den breiten Dünenketten von Westpommern mit nicht enden wollenden Stränden. Schließlich wieder ansteigend, nun aber sanfter, zum Słowiński-Nationalpark hin, wo der Wind den Sand zu 50 m hohen Wanderdünen aufgetürmt hat. Touristische Wüste ist dieses Badeparadies längst nicht mehr. Die Ostseeküste zählt zu den beliebtesten Ferienregionen Polens. Fischerdörfchen von Rowy bis Hel werden im Sommer zu überlaufenen Urlaubszielen sonnenhungriger Großstädter, Seebäder wie Międzyzdroje (Misdroy) und Sopot suchen Anschluss an Glanz und Gloria ihrer feinen Vergangenheit.

Villen im verspielten Stil der Bäderarchitektur erstrahlen frisch restauriert oder wurden stilecht nachgebaut, Promenaden und Seebrücken nach alten Vorbildern erneuert. Kołobrzeg (Kolberg) wirbt selbstbewusst als "sonnenreichste Stadt des Nordens". Dabei hätte das renommierte Kurbad Werbung kaum mehr nötig. 1,5 Mio. Gäste kommen Jahr für Jahr in die heimliche Ferienhauptstadt der polnischen Ostseeküste. In Sopot, einst "Deutschlands mondänstes Seebad" mit Kasino, Pferderennbahn, Opernbühne und Strandvillen, sind die schillernden Jahre in den goldenen Zwanzigern Vergangenheit, doch im postsozialistischen Zeitalter avanciert das alte Zoppot nun wieder zum Laufsteg der Schönen und Reichen - und derer, die sich dafür halten. Nicht nur in Polens Nobelbadeort, dessen schönste Straße die 362 m lange Seebrücke ist, setzt man auf Gäste, der Tourismus ist die Wachstumsbranche an der polnischen Küste, und man hat kräftig investiert in den letzten Jahren. Vielerorts zwischen Wolin und der Frischen Nehrung öffneten neue Hotels und Wellnesstempel, gleich hinter den Dünen wachsen moderne Ferienkomplexe aus dem Sand. Die Zersiedelung bekommt der Küstenlandschaft nicht überall gut. Ferien-Hotspots wie Mielno, Niechorze oder das Surfmekka Jastrania auf der Halbinsel Hel verwandeln sich im Juli und August Abend für Abend in Partyzonen. Doch zwischen den Urlaubszentren wird die Küste schnell wieder leer und still, und selbst im Hochsommer hat man die Ostsee kilometerweit fast für sich.

Und wer statt des Strandtrubels ländliche Beschaulichkeit sucht, muss nicht weit reisen. Südlich der Küste schließt sich die Moränenlandschaft des Baltischen Höhenrückens an, ein Mosaik aus sanften Hügelketten, unberührt scheinenden Wäldern und Seen. In den Dörfern gehören Störche und Pferdefuhrwerke noch zum Alltag, in üppigen Gemüsegärten wachsen Kartoffeln, Zwiebeln und Tomaten. Doch nicht alles ist Idylle, was so scheint: Viele Menschen leben mehr recht als schlecht von dem, was ihre schmalen Felder hergeben, die Armut ist nicht zu übersehen. Im Hinterland sind die Probleme am deutlichsten sichtbar, die Polens ländlicher Norden zu verkraften hat. Denn der EU-Beitritt des Landes hat vor allem der jungen, gut ausgebildeten Genration neue Chancen gebracht. Zu den Verlierern zählten die Bauern. Ihre traditionellen kleinen Höfe waren nicht wettbewerbsfähig, Brüssel verweigerte die Zuschüsse, die polnische Regierung förderte den Landverkauf an rentable Großbetriebe. Mittlerweile trägt der Umbau Früchte im Hinterland der polnischen Küste: Die Region zwischen Koszalin und Lebork mit ihren fruchtbaren Äckern zählt bereits zu den größten Saatzuchtzentren für Kartoffelsorten in Europa. Um auch die traditionellen kleinen Höfe nicht sterben zu lassen, vergibt der Staat Bio-Zertifikate und Zuschüsse für umweltgerechte Landwirtschaft. Dennoch ist die Arbeitslosigkeit auf dem Land hoch, bis zu 30 Prozent, Jobs sind rar und allenfalls in den Kleinstädten zu finden. Also sind so viele Junge gegangen, dass in den boomenden Wirtschaftszentren der polnischen Küste, Gdansk und Stettin, die gut ausgebildeten Fachkräfte knapp werden.

Dabei mussten auch die Zentren Rückschläge wegstecken. Der Zusammenbruch der Werften kostete Tausende den Job und kühlte die Europa-Euphorie schockartig ab. Doch die Polen, die ihr Land seit dem Zusammenbruch des Sozialismus in einer geradezu atemberaubenden Entwicklung vorangebracht haben, sind gewohnt, nach vorn zu blicken. Mehr und mehr Bauern etwa verbinden mittlerweile biologischen Anbau mit Übernachtungsgelegenheiten und Erlebnisangeboten: Agrotourystyczna ist groß im Kommen im polnischen Norden, denn Naturliebhaber und Ökotouristen haben dieses fragile Paradies entdeckt. Die alleengesäumten Nebenstraßen sind wie geschaffen fürs Radwandern, Angler und Kanuten fasziniert die Pommersche Seenplatte mit ihren 3000 blauen Augen. Eine Perle dieser Landschaft schimmert südwärts der Halbinsel Hel: die Kaschubische Schweiz. Auch im Hinterland wird mittlerweile, dank großzügiger EU-Förderung, einiges in die Infrastruktur investiert. Noch ist manches Baustelle, mancher Radweg endet so unvermittelt wie er begann. Besonders auf dem Land wird improvisiert. Doch darin sind die Menschen hier Meister. Und macht nicht gerade das Unvollkommene den Reiz des Entdeckens aus?

Für viele ältere Besucher, die aus Deutschland kommen, ist es auch eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit, an die Stätten der Kindheit. Jahrhundertelang, vom späten Mittelalter bis 1945, gehörten weite Teile des Landes zwischen Stettiner Haff und Frischer Nehrung zu Deutschland. Die großen und kleinen Städte längs der Küste bewahren ein reiches kulturelles Erbe: Burgen, Backsteingotik, Bürgerhäuser. Da ist Szczecin, das alte Stettin, mit dem Greifenschloss. In Kamień Pomorski, früher Cammin, steht die Bischofskathedrale, einst geistiges Zentrum Pommerns. Im Osten erinnert die Marienburg an die Herrschaft der Ordensritter, die im 13. Jh. in das slawisch-heidnische Land an der Weichsel vordrangen und ihren theokratischen Militärstaat errichteten. Über allem thront Gdańsk, Danzig, das Juwel der Ostseestädte. Mehr als 1000 Jahre ist das mächtige Handelszentrum alt, und an allem gewachsen, wenn auch oft im Schmerz: unter dem Deutschen Orden und als Löwe im Hansebund, zu Zeiten der polnischen Teilung, später als Freie Stadt. Am 1. September 1939 entfesselte Hitler-Deutschland hier mit den Schüssen des Panzerschiffs "Schleswig-Holstein" auf die Westerplatte den Zweiten Weltkrieg, an dessen Ende auch Danzig in Trümmern lag. Die Stadt erhob sich wieder, wie ein Phoenix aus der Asche, nun Gdańsk heißend, polnisch, sozialistisch - doch immer noch an der Ostsee, dem Wind der Freiheit nah. Im August 1980 erstreikten 16000 Werftarbeiter, angeführt von Lech Wałęsa, die Gründung einer freien Gewerkschaft. Das war der Anfang vom Ende des Ostblocks unter Moskaus Fuchtel.

Die Solidarność-Revolution ist Geschichte. Heute präsentiert sich Gdańsk, mit Sopot und Gdynia zur "Dreistadt" verschmolzen, als weltoffene Ostseemetropole. Willkommen sind auch die Deutschen, trotz manchen Vorurteils, das noch zwischen den Völkern steht. Am ehesten werden das die jüngeren Generationen abbauen, für die die unheilvolle Vergangenheit Geschichte ist und die Zukunft in einem offenen Europa liegt. Wer mit diesem Verständnis an die polnische Küste reist, wird Menschen mit einem großen Herzen voller Gastfreundschaft treffen. So sehr hat der Eiserne Vorhang die Mitte des Kontinents verschoben, dass die Wanderdünen von Łeba manchem im Westen immer noch so entlegen scheinen wie die Sahara. Dabei führt eine Reise nach Pommern geradewegs zurück in das alte Herz Europas.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Am Morgen des 1. September 1939 beschoss der deutsche Panzerkreuzer "Schleswig-Holstein" das polnische Munitionslager auf der zur Freien Stadt Danzig gehörenden Halbinsel Westerplatte. Es waren die…
Die beiden Militärbauten am westlichen Swineufer aus der Mitte des 19. Jhs. wurden um 1940 von den Nationalsozialisten ausgebaut und nach dem Zweiten Weltkrieg von den Sowjets genutzt. Die westliche…
Als sein Licht 1858 den Schiffen erstmals den Weg wies, war er mit 68 m Höhe der höchste Leuchtturm der Welt. Nach dem Aufstieg über 310 Stufen bietet sich ein herrlicher Blick.
Das Restaurant mit stilvollem Ambiente befindet sich in einem eleganten Palais. Die typisch polnische Küche mit regionalen kaschubischen Einflüssen überzeugt mit einer großen Auswahl an Fisch,…
Auf einem Hof aus dem 17. Jh., mitten im Wald im alten Danziger Stadtteil Oliwa, liegt das stilvolle Dwór Oliwski. Die herrschaftliche Villa und die rekonstruierten weißen, reetgedeckten Fachwerkhä…
Errichtet wurde die Marienburg am Fluss Nogat von den Rittern des Deutschen Ordens ab dem Jahr 1280. Anfang des 14. Jhs. wurde die Anlage zum Hauptsitz des Ordens, der von hier aus den Ordensstaat…
Das hölzerne Gaststättengebäude, ein Pavillon mit vier kurzen Türmchen, bekam sein heutiges Aussehen Anfang der 1930er-Jahre. Der 280 m lange Landungssteg entstand 1993, den Vorgänger hatten…
Ein Renaissanceschloss (16./17. Jh.) der Pommernherzöge, von dessen Glockenturm sich ein herrlicher Blick bietet.
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Der Name führt etwas in die Irre, denn eigentlich ist die "Brücke" ein langer Hafenkai. Sie reicht vom Grünen Tor an der Mottlau bis zum alten Fischmarkt - eine beliebte, an schönen…
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Der Schlossgarten rund um das barocke Palais ist bezaubernd. Auf über 10 ha Fläche kann man am Bach entlang bummeln und durch romantisch grüne Alleen zwischen Teichen wandern. Und wenn das Wetter…
Wo die Langgasse in den Langen Markt mündet, zieht ein reich verzierter Renaissancebau die Blicke auf sich: das Rechtstädtische Rathaus mit seinem 82 m hohen, filigran gestaffelten Uhrenturm, dessen…
Auf der Halbinsel, die an manchen Stellen kaum 150 m breit ist, liegt ein Campingplatz neben dem anderen. Die malerischen kleinen Fischerstädtchen und Fischerhafen verzaubern auf den ersten Blick,…

MARCO POLO Reiseführer

MARCO POLO Reiseführer Polnische Ostseeküste, Danzig
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Praktische Hinweise

Anreise

Auto

Das Tor zur Polnischen Ostseeküste ist Stettin, erreichbar von Berlin auf der A11 (150 km). Grenzübergang ist Pomellen/Kołbaskowo, alternativ Linken/Lubieszyn (B 104) oder Schwedt/Krajnik Dolny. Der Grenzübergang Ahlbeck/Świnoujście auf Usedom ist ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer frei. In Polen führt die vierspurige Schnellstraße A6/E28 durch das Hinterland von Stettin über Słupsk und Koszalin nach Danzig. Sie ist allerdings meist stark befahren (v. a. viele LKWs), wesentlich entspannter fährt es sich entsprechend auf den Nebenstrecken.

Bahn

Von Berlin fahren mehrmals täglich Züge nach Stettin und ein Nachtzug nach Danzig (ab Berlin-Lichtenberg, ca. 10 Std.), für Fahrten nach Polen gibt es spezielle Spartickets. Von Stettin aus gehen täglich bis zu sechs direkte Zugverbindungen an die Küste, die auch durch große Städte führen, etwa Kołobrzeg, Słupsk und Koszalin. Da viele Züge oft halten, kommt man mit der Bahn über längere Strecken nicht besonders schnell voran, dafür erheblich günstiger als etwa in Deutschland. Für eine einfache Zugfahrt von Stettin nach Danzig zahlt man umgerechnet knapp 20 Euro. In vielen Zügen kann man auch sein Fahrrad mitnehmen (50 Prozent Aufschlag), die Fernzüge haben meist Gepäckwagen, am besten vorher erkundigen. In der Sommersaison sind die Züge an der Küste oft sehr voll. Ein Ticket 1. Klasse kostet 50 Prozent extra, dafür gibt's fast immer noch Sitzplätze in den Abteilen. Auskunft: (*) Tel. 11861 (25 Cent/Min.) | www.bahn.de

Bus

Aus mehr als 30 deutschen Großstädten fahren täglich Linienbusse nach Polen. Linien aus Norddeutschland (Hamburg, Hannover, Kiel) führen zunächst nach Stettin und von dort aus weiter an der Küste entlang bis Danzig. Von Süddeutschland aus verlaufen die Touren nach Polen durch das Landesinnere, z. B. über Wałcz nach Danzig oder Koszalin. Fahrzeiten/-preise (hin und zurück): Hamburg nach Danzig 80 Euro (12 Std. je Strecke), München-Danzig 110 Euro (20 Std.). Das beste Liniennetz betreibt die Deutsche Touring (Eurolines), ein Zusammenschluss mehrerer Anbieter (Tel. 069 7903501 | www.touring.de).

Flugzeug

Direktflüge nach Danzig bieten Lufthansa (ab Frankfurt, Hamburg und München | www.lufthansa.com) und die polnische Fluggesellschaft LOT (ab Hamburg, Frankfurt und München). Man kann alternativ auch mit LOT nach Warschau fliegen und von dort mit guten Anschlussverbindungen weiter nach Danzig und Stettin reisen ((*) Tel. 01803 000336 (9 Cent/Min.) | www.lot.com).

Auch die Billigflieger haben Danzig im Programm, aktuell bedienen Ryanair (www.ryanair.com), Germanwings (www.germanwings.com), Wizzair (www.wizzair.com) und Air Berlin (www.airberlin.com) die Linie von deutschen Flughäfen aus. Aktuelle Flugpläne auf den Website der Airlines.

Der Danziger Flughafen Lech Wałęsa liegt etwa 20 km nordwestlich der Stadt bei Rebiechowo. Ins Stadtzentrum - mit Halt am Hauptbahnhof (und umgekehrt von dort zum Airport) - fahren die Buslinien 110 und 210 B, nachts die Linie N3. Mit dem Taxi kostet die Fahrt umgerechnet etwa 14 Euro, den Preis sollten Sie gegebenenfalls vorher verhandeln, um Überraschungen zu vermeiden: Gerade auf der Flughafenstrecke versuchen mitunter Taxifahrer mit Touristen ein Geschäft zu machen.

Auskunft

Polnisches Fremdenverkehrsamt

Kurfürstendamm 71 | 10709 Berlin | Tel. 030 2100920 | Mo-Fr 9-16 Uhr | www.polen.travel/de

Polnisches Fremdenverkehrsamt Österreich/Schweiz

Lerchenfelder Str. 2 | 1080 Wien | Tel. 01 5247191 | Mo-Fr 9-15 Uhr

Auto

Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h in Ortschaften, 90 km/h auf Landstraßen, 110 km/h auf Autobahnen. Radarkontrollen sind Usus: In fast jedem größeren Dorf steht mittlerweile ein fester Blitzer, auf den meist mit einem Schild (Kontrola radarowa) hingewiesen wird. Auch wenn die meisten "Starenkästen" nur Attrappen sind - darauf verlassen sollte man sich keinesfalls. Temposünder werden hart bestraft, besonders innerorts (Strafe bis zu 125 Euro). Teuer wird auch Falschparken (20-40 Euro) und Alkohol am Steuer (Promillegrenze 0,2). Wichtig bei Polizeikontrollen: Motor aus, Hände aufs Lenkrad und im Auto sitzen bleiben.

In Polen muss tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden. Handybenutzung am Steuer ist verboten (außer mit Freisprechanlage). Warnwestenpflicht besteht bislang noch nicht. Die Fernstraßen sind in gutem Zustand, Vorsicht ist auf Nebenstrecken geboten. Tankstellen gibt es in jedem größeren Ort, an Fernstraßen, oft mit Shop und Restaurant und rund um die Uhr geöffnet. Bleifreies Benzin: ein durchgestrichenes Pb, Diesel: On, Flüssiggas: LPG-Gaz.

Steuert der Halter eines Kfz nicht selbst das Fahrzeug oder fährt darin als Passagier mit, benötigt der Fahrer des Fahrzeugs unbedingt eine Bescheinigung, in der der Halter dem Fahrer die Erlaubnis erteilt, das Fahrzeug zu nutzen und damit nach Polen zu reisen. Werden Sie als Fahrer am Steuer eines nicht in Polen zugelassenen Kfz ohne eine solche Bescheinigung angetroffen, droht eine Geldbuße. Das Muster für die Bescheinigung finden Sie auf der Homepage der polnischen Botschaft Berlin (www.berlin.polemb.net) bei den Konsular- und Rechtsinformationen.

Banken & Kreditkarten

Die meisten Banken akzeptieren alle gängigen Kredit-/EC-Karten. Geldautomaten (Bankomat) finden Sie in jeder Stadt, Wechselstuben (Kantor) in großen Tankstellen, Hotels, Bankfilialen. Banken haben in der Regel Mo-Fr 8-18, Sa 8-14 Uhr geöffnet.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Generalkonsulat

al. Zwycięstwa 23 | 80219 Gdańsk | Tel. +48 58 3414366

Österreichische Botschaft

ul. Gagarina 34 | 00955 Warszawa | Tel. +48 22 3410081

Botschaft der Schweiz

l. Ujazdowskie 27 | 00540 Warszawa | Tel. +48 22 6280481

Einreise

Es genügt der Personalausweis oder der Reisepass. Nur wenn Sie länger als 90 Tage im Halbjahr in Polen bleiben wollen, ist eine behördliche Aufenthaltsgenehmigung notwendig.

Eintrittspreise

Museen sind in Polen immer noch sehr günstig. Die Eintrittspreise liegen in der Regel zwischen 5 und 10 Złoty, nur für international bedeutsame Häuser (z. B. Nationalmuseum Danzig) bis 15 Złoty.

Gesundheit

Es gelten die Bedingungen wie für alle EU-Länder. Arztkosten werden von den Krankenkassen zu den Sätzen des Heimatlands zurückerstattet. Da dies nicht für alle Kosten gilt (z. B. Krankenrücktransport), ist der Abschluss einer Reisekrankenversicherung ratsam. Erste Hilfe (Tel. Notruf: 999) ist kostenlos. Wenn Sie Wanderungen planen, empfiehlt sich eine Zeckenschutzimpfung (FSME).

Die Europäische Gesundheitskarte EHIC wird anerkannt. Bei Zahnschmerzen sollten Sie eine private Zahnklinik aufsuchen (Dentyta/Stomatolog). Diese Leistungen müssen Sie zwar bezahlen, aber polnische Zahnärzte sind vergleichsweise günstig - bei Topleistungen. In vielen Fällen erstattet die Krankenkasse bei Vorlage der Quittung die Kosten oder einen Teil davon. Eine renommierte Zahnklinik in Danzig mit deutschsprachigem Service ist die Klinika Stomatologiczna Marcinkowskiego (Fieldorfa 17 | Tel. +48 583029834).

In den Apotheken (apteka) kann man alle gängigen Medikamente kaufen, in den meisten Fällen rezeptfrei und oft erheblich günstiger als in Deutschland. Geöffnet haben polnische Apotheken meist von 10 bis 19 Uhr, ein Hinweis auf die diensthabende Not- und Nachtapotheke hängt i.d.R. am Eingang geschlossener Apotheken aus. Seit einige deutsche Krankenkassen auch Kuren und Therapien in Polen anerkennen, haben sich Gesundheitshotels und Sanatorien z.B. in Swinemünde, Kołobrzeg und Międzyzdroje darauf spezialisiert.

Internet

Fast alle Städte und Seebäder haben Websites eingerichtet, die meisten mit deutscher Version. Nützliche Internetseiten sind: www.ostsee-urlaub-polen.de (Infos von Stettin bis Kaschubien/deutsch); www.frischeshaff.de (informative Seite rund um das Zalew Wiślany von Elbląg bis Braniewo); www.hotelspoland.com (Hotelbuchungen/deutsch); www.infolinia.pl (allg. Infos, Veranstaltungen, Wetter/engl.)

Mietwagen

Große Verleiher (Avis, Hertz) finden Sie an den Flughäfen. Auch in den großen Hotels und über einige Reisebüros kann man Mietwagen ordern. Preise etwa wie in Deutschland, Tagespreis (unbegrenzte Kilometerzahl) zwischen 80 (Opel Corsa) und 200 Euro (VW Passat). Günstiger sind mitunter die örtlichen Anbieter (z.B. Exel in Danzig, www.exel.gda.pl).

Notrufe

Polizei 997 | Feuerwehr 998 | Rettungsdienst (Ambulanz) 999 | Pannenhilfe 981 | ADAC 22 6222060

Öffentliche Verkehrsmittel

Gut ausgebaut ist das Netz der Buslinien. Tickets (bilet) kauft man im Busbahnhof oder beim Fahrer. Das Schienennetz ist sternartig angelegt, mit Warschau als Mittelpunkt. Eine Hauptstrecke der Staatsbahn (www.pkp.pl) verläuft parallel zur Küstenstraße von Stettin über Kołobrzeg, Koszalin, Słupsk und Lębork nach Danzig, über Anschlussstrecken erreichbar sind auch Kamień Pomorski, die Küstenorte Ustka, Łeba und die Halbinsel Hel. Eine Schnellbahn verbindet die Dreistadt: Danzig, Gdynia und Sopot. Kartenverkauf: an allen Bahnhöfen oder in den Orbis-Reisebüros. Expresszüge (ekspres) sind reservierungspflichtig, Eil- (pośpieszny) und Nahverkehrszüge (normalny, osobowy) nicht.

Öffnungszeiten

In Polen gibt es kein Ladenschlussgesetz, daher öffnen große Einkaufszentren auch an Wochenenden, einige sogar rund um die Uhr. Im Allgemeinen haben Supermärkte Mo-Fr 7-21, Sa 8-14 Uhr, andere Geschäfte und Kaufhäuser 11-18 (19) Uhr geöffnet. Banken und Behörden: Kernzeiten 8-17 Uhr. Die meisten Restaurants haben täglich geöffnet. In den touristisch orientierten Badeorten schließen außerhalb der Saison allerdings viele Häuser ganz oder tageweise.

Post

Standardbrief und Postkarte nach Deutschland kosten jeweils 2,20 Złoty Porto und sind etwa drei Tage unterwegs, im Sommer kann es mitunter eine Woche dauern. Briefmarken gibt es auch an vielen Zeitungskiosken. Post in die roten Briefkästen einwerfen, die grünen sind für regionale Sendungen.

Preise & Währung

Die polnische Währung, der Złoty (1 Złoty = 100 Groszy), ist frei konvertierbar. Die Grundnahrungsmittel sind immer noch deutlich günstiger als in Westeuropa, Importwaren kosten indes oft genauso viel, zum Teil sogar mehr.

Reisezeit & Klima

Polens Ostseeküste liegt noch im Bereich der atlantischen Klimaküche mit gemäßigt milden, aber auch unbeständigen Wetterlagen, die östlichen Regionen v. a. im Binnenland befinden sich schon im Einfluss des Kontinentalklimas, das für heiße Sommer und bitterkalte Winter sorgen kann. Sonnenreich und im Jahresdurchschnitt sehr mild ist das Wetter auf der Halbinsel Hel. Die schönste Reisezeit liegt zwischen Mai und Oktober. Am wärmsten ist es im Juli/August, die Ostsee erreicht dann in geschützten Lagen Temperaturen von über 20 Grad. Im Hochsommer brauen sich am Frischen Haff oft kräftige Gewitter zusammen.

Sicherheit

Die vielen Horrorgeschichten über hohe Kriminalität sind stark übertrieben, Polen zählt durchaus zu den sicheren Reiseländern. Touristenzentren wie Danzig ziehen allerdings auch Diebe und Betrüger an. Beachten Sie die allgemeinen Vorsichtsregeln, dann ist Ärger mit Kleinkriminalität vermeidbar. Autos sollten Sie immer nur auf bewachten Parkplätzen abstellen.

Strom

220 Volt Wechselstrom, Adapter nicht nötig, die Stecker passen.

Taxi

Taxis sind in Polen ein vergleichsweise günstiges Beförderungsmittel. Achten Sie aber auf eingeschaltete Taxameter und offen angezeigte Tarife und Zeitzonen. Bei längeren Fahrten ist es empfehlenswert, den Preis vorher auszuhandeln. Zwischen 23 und 5 Uhr wird ein Nachtzuschlag erhoben. Seriös und zu empfehlen: Radio Taxi | Tel. 919

Telefon & Handy

Vorwahl nach Deutschland: 0049, Österreich 0043, in die Schweiz 0041. Vorwahl nach Polen: 0048, danach Ortsvorwahl ohne Null.

Wenn man in Polen vom Handy ins Festnetz telefonieren will, entfällt die Null der Vorwahl. Mit einem deutschen Handy zuerst die Ländervorwahl, dann die Ortsvorwahl ohne Null, dann die siebenstellige Rufnummer wählen. Roaminggebühren beachten! Die Ortsnetzzahl (dreistellig) muss auch bei Ortsgesprächen mitgewählt werden, zusätzlich zu der siebenstelligen Rufnummer. Polnische Mobilfunknummern beginnen meist mit 05, 06 oder 09.

Toiletten

Toiletten (toaleta, WC) sind mit einem Kreis (Damen) bzw. mit einem Dreieck (Männer) gekennzeichnet.

WLAN

WLAN findet man am ehesten in den Städten, in Danzig ist die City mit Hotspots dicht bestückt. Sehr viele Hotels bieten ihren Gästen kostenlosen Internetzugang über das hauseigene Netz an, ebenso etliche Restaurants und Cafés in den Tourismuszentren sowie große Tankstellen an den Fernstraßen. Man kann sich auch eine aufladbare polnische Prepaid-Card kaufen (in Supermärkten, Handyläden und Tankstellen).

Zeit

In Polen gilt die Mitteleuropäische Zeit, die Sommerzeit dauert wie in den meisten EU-Ländern von Ende März bis Ende Oktober.

Zoll

In Polen gelten die Regeln des europäischen Binnenmarktes. Waren des persönlichen Bedarfs dürfen frei ein- und ausgeführt werden. Limits gibt's bei Alkohol und Zigaretten: 90 l Wein, 10 l hochprozentige Spirituosen, 800 Zigaretten. Sollten Sie nach einem Ausflug in die russische Exklave Kaliningrad wieder nach Polen einreisen, gelten Sonderregeln für Alkohol, Tabakwaren und Benzin, hier sind z. B nur zwei Schachteln (!) Zigaretten pro Person erlaubt, der polnische Zoll kontrolliert streng! www.zoll.de.

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Jan.

Neujahr

März/April

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

3. Mai

Jahrestag der Verfassung von 1791

Juni

Fronleichnam

15. Aug.

Mariä Himmelfahrt

1. Nov.

Allerheiligen

11. Nov.

Jahrestag der Unabhängigkeit 1918

25./26. Dez.

Weihnachten

Feste & Veranstaltungen

April/Mai

Stettiner Theatertage: in der Woche nach Ostern im Klub 13 (www.klub13muz.pl)

Stadtfest von Koszalin: Ausstellungen, Konzerte und Jahrmarkt (in der letzten Maiwoche)

Juni

Johannisfest (in vielen Küstenorten): In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni legt man mit brennenden Kerzen verzierte Blumenkränze in Flüsse und Meer.

Kaschubische Wallfahrt der Fischer: Auf der Halbinsel Hel pilgern die Fischer mit ihren Booten am Tag der Apostel Petrus und Paulus nach Puck

Internationales Festival der Orgel- und Kammermusik in Kamień Pomorski: Konzerte im Dom

Internationales Chorfestival in Międzyzdroje: eines der bedeutendsten Chortreffen in Polen

Ostseetage in Świnoujście: maritimes Festival mit Ausstellungen und Konzerten

Festspiele Alter Musik auf der Marienburg: Konzertzyklus polnischer und internationaler Stars

Juli

Wikingerfest in Wollin: Am Monatsanfang startet das Heidenspektakel für Fans des Nordmännermythos mit Zeltlager, Schwertkämpfen, Kunsthandwerk

Ritterfest auf der Marienburg: Mit spektakulärem Turniergetöse wird die Belagerung der Burg nachgespielt

Fischerfest in Jastarnia und Chałupy: sehenswerte Regatta historischer Segel- und Fischerboote

Musica Sacra in Oliwa: Internationales Festival der Chor-, Kammer- und Orgelmusik in der Kathedrale

Orgeltage in Elbląg und Frombork

Fama, das Festival der Studentenkunst in Świnoujście: Straßentheater und Konzerte

Greifenmarkt in Słupsk: Immer sonntags bieten Bauern, Künstler und Handwerker vor dem Schloss ihre Waren feil (bis August)

Interfolk in Kołobrzeg: Folklore und Konzerte aus aller Welt. Das Fest beginnt mit einer großen Straßenparade und endet mit der "Nacht der Volkskunst".

August

Dominikanermarkt in Danzig: In den ersten beiden Augustwochen verwandelt sich die Stadt in einen großen Jahrmarkt für Antiquarisches, Kunst und Trödel.

Sopot-Festival: Internationaler Schlagerwettbewerb auf der Waldoper Sopot (Zoppot), die Jazzszene feiert alternativ an der Seebrücke.

September

Internationale Shakespeare-Tage im Danziger Wybrzeże-Theater: Schauspieltruppen aus vielen Ländern Europas treffen sich zu Aufführungen

Wettbewerb der polnischen Klaviermusik in Słupsk

Zisterziensermarkt in Pelplin

Filmfestival in Gdynia: Wettbewerb um die besten polnischen Filme des Jahres (www.festiwalfilmow.pl)

Bloss nicht

Nackt Baden

Ohne Kleider an den Strand? Für die sittenstrengen Polen ist das nur schwer hinnehmbar. Nacktbaden ist im katholischen Polen nicht weit verbreitet. Selbst oben ohne kommt nicht gut an. Die FKK-Anhängerschaft (poln. Naturalny) wächst zwar stetig, doch noch müssen sich die Naturisten auf wenige abgelegene Strandabschnitte beschränken. Landesweit bekannt als (inoffizielle) FKK-Hochburgen sind der Strand bei Dębki an der slowinzischen Küste, Lubiewo westlich von Międzyzdroje und Chałupy auf Hel. Der einzige offizielle FKK-Badestrand Polens liegt bei Krynica Morska auf der Frischen Nehrung.

Die Kirchenwürde stören

Prächtige und reich ausgestattete Kirchen finden sich in Polen vielerorten, und Besucher sind fast immer willkommen. Doch die katholischen Gotteshäuser sind keine Museen, die Gottesdienste keine Folkloreveranstaltungen. Mit dem Fotografieren sollte man rücksichtsvoll sein. Gäste, die das respektieren, erleben eine Religiosität, die in lebendigem Volksglauben wurzelt.

Alkoholisiert Auto fahren

Nach wie vor ist Alkohol am Steuer eine der Hauptursachen für Unfälle im Land. Die Promillegrenze (0,2) ist schnell überschritten, und Verstöße werden hart geahndet. Selbst wenn es gelingt, den Polizisten vom sofortigen Einkassieren Ihres Führerscheins abzuhalten - teuer wird's für Sie auf jeden Fall. Apropos teuer: Auch an öffentlichen Plätzen ist das Trinken von Alkohol strikt untersagt.

Militärobjekten zu nahe kommen

Zwar sind die Zeiten sozialistischen Feindwahns vorbei, in denen jeder Ausländer gleich als Spion galt, kam er einem Armeeobjekt zu nahe. Doch auch als Nato-Mitglied reagiert Polens Militär allergisch auf allzu offensichtliches Interesse an seinen Anlagen. Parken vor Kasernen ist ebenso strikt verboten wie das Filmen und Fotografieren militärischer Objekte. An der polnischen Küste gibt es zwei große Militärsperrgebiete. Respekt ist auch an der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad auf der Frischen Nehrung geboten. Halten Sie sich von den Sperranlagen einfach fern, die Russen haben zu ihrer Grenze ein sehr sensibles Verhältnis.

Auf Zebrastreifen vertrauen

Zu Fuß die Stadt erkunden? Spaziergänger haben im Straßenverkehr polnischer Großstädte nicht viel zu melden. Zwar haben sich die Sitten unter dem Druck drakonischer Strafen gebessert, doch besonders rücksichtsvoll sind polnische Autofahrer nach wie vor nicht. Darum: Vorsicht! Ein Zebrastreifen bedeutet nicht, dass Sie als Fußgänger Vorrang haben. Am besten, Sie warten die nächste Lücke im Verkehr ab - und überqueren die Straße dann zügig.

Bücher & Filme

Reise nach Pommern

Hommage des gebürtigen Pommern Christian Graf von Krockow an das alte Land am Meer und seine heutigen Bewohner (1985)

Danzig. Ein Lesebuch

Danziger Geschichten von Arthur Schopenhauer bis E.T.A. Hoffmann, herausgegeben von Heike Rosbach & Diethard Klein (1990)

Café Saratoga

Marlin Schwerdtfeger zeigt Polen zu Zeiten sozialistischer Agonie: Auf der Halbinsel Hel wachsen die deutschstämmigen Mädchen Sonja und Majka auf, bis sie nach Deutschland ausreisen dürfen - in die Fremde (2001)

Die Blechtrommel

Im ersten Teil seiner "Danziger Trilogie" (1959) beschreibt Günter Grass, selbst 1927 in Danzig geboren, die Stadt zur Zeit des aufziehenden Naziregimes ironisch aus Sicht des Jungen Oskar Mazerath. 1979 von Volker Schlöndorff zumeist an Originalschauplätzen verfilmt

Die Heldin

Seinen dritten Danzig-Film widmete Volker Schlöndorff der Kranfahrerin Anna Walentynowicz, deren Entlassung im August 1980 den Streik der Arbeiter auf der Lenin-Werft ausgelöst und zur Gründung der Soliodarność geführt hatte (2007)

Pommerland

Volker Koepp versteht es meisterhaft, vergessene Landschaften und Menschen melancholisch und leicht skurril in Szene zu setzen (2005)

-3-2 °C
2 h/Tag
1 °C

Fakten

Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 01:37 Uhr

Anreise

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