Madeira

Überblick

Willkommen auf Porto Santo und Madeira

In kühnem Linksbogen schwebt das Flugzeug über die tiefblauen Wellen. Dann folgt plötzlich ein Schwenk nach rechts – und schon berühren die Räder die Landebahn. Bem-vindo – willkommen auf Madeira, der grünen Perle im Atlantik! Schon der Anflug auf Madeira ist atemberaubend – und dank der verlängerten und ins Meer hinein verbreiterten Landebahn auch nicht mehr gefährlich. Oft taucht die Ponta de São Lourenço, der karge Ostzipfel der Insel, unvermittelt aus den dicken Wolken auf und verschafft einen eindrucksvollen ersten Eindruck der fast 800 km2 großen, gebirgigen Vulkaninsel.

Der ewige Frühling auf Madeira – nein, er ist keine Legende. Aber mild heißt nicht immer unbedingt sonnig – die saftige Natur kommt nicht von ungefähr. Madeiras Naturzauber hat viele Facetten. Fast 800 verschiedene heimische und mehr als 500 eingeführte Pflanzenarten gibt es auf der Insel, die seit den 1980er-Jahren zu zwei Dritteln als Naturpark ausgewiesen ist. Im subtropischen Klima wachsen Wein auf den Terrassenfeldern sowie Bananen und eine Fülle anderer exotischer Früchte sehr gut. In den Bergen duften wilde Kräuter, Blüten in allen Formen und Farben säumen die kurvigen Straßen. Auf dem Pico Ruivo (1862 m), dem höchsten der verwitterten Lavagipfel, liegen die Temperaturen stets deutlich unter denen am Meeressaum. Die nassen Passatwolken regnen sich gerne an der Nordseite des Inselgebirges ab, gleichzeitig kann es auf der Südseite oder in tieferen Gefilden schönstes Wetter geben.

Ob Wandern, Golfen oder Drachenfliegen, Surfen oder Tauchen, Klettern, Canyoning oder Mountainbiking – sportlich ist alles möglich auf Madeira. Sogar goldgelbe Sandstrände findet man inzwischen auf der Vulkaninsel – wenn auch aufgeschüttet mit Sand aus Marokko. Bis vor einigen Jahren mussten Insulaner und Badegäste auf die Nachbarinsel Porto Santo übersetzen, um echte Sandburgen zu bauen. Heute können sie sich entscheiden, ob sie lieber in Calheta oder Machico einen Strandtag im gelben Sand erleben, traditionell über Kieselstrände oder schwarzen Sand ins Meer schreiten wie in Funchal oder die vielen Einstiege über Leitern ins Meer bzw. in natürliche Lavapools nutzen möchten, um ein Bad im Atlantik zu nehmen. Wer kilometerlangen Sandstrand sucht, ist nach wie vor am besten auf Porto Santo aufgehoben. Die Schwesterinsel liegt nur eine gut zweistündige Schiffsfahrt oder einen Flugzeughupfer entfernt.

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Ein Erlebnis: Das Blumenfest am 2. Wochenende nach Ostern
April
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Mai
sehr gut
18°C
Juni
sehr gut
20°C
Juli
sehr gut
21°C
Ende August / Anfang September sollte man sich das traditionelle Weinfest nicht entgehen lassen
August
sehr gut
22°C
Ende August / Anfang September sollte man sich das traditionelle Weinfest nicht entgehen lassen
September
sehr gut
22°C
Oktober
gut
21°C
November
gut
19°C
Dezember
gut
17°C
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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Samstag / 28.03.2020
Vormittags
11 °C
Nachmittags
14 °C
Abends
10 °C
Sonntag / 29.03.2020
Vormittags
13 °C
Nachmittags
14 °C
Abends
12 °C
Montag / 30.03.2020
Vormittags
13 °C
Nachmittags
15 °C
Abends
10 °C
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Anreise

4h 10min
Frankfurt am Main
Madeira
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In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

Auftakt

Entdecken Sie Madeira!

In kühnem Linksbogen schwebt das Flugzeug über die tiefblauen Wellen. Dann folgt plötzlich ein Schwenk nach rechts – und schon berühren die Räder die Landebahn. Bem-vindo – willkommen auf Madeira, der grünen Perle im Atlantik! Schon der Anflug auf Madeira ist atemberaubend – und dank der verlängerten und ins Meer hinein verbreiterten Landebahn auch nicht mehr gefährlich. Oft taucht die Ponta de São Lourenço, der karge Ostzipfel der Insel, unvermittelt aus den dicken Wolken auf und verschafft einen eindrucksvollen ersten Eindruck der fast 800 km2 großen, gebirgigen Vulkaninsel.

Der ewige Frühling auf Madeira – nein, er ist keine Legende. Aber mild heißt nicht immer unbedingt sonnig – die saftige Natur kommt nicht von ungefähr. Überdies weist das nur 22 km breite und 57 km lange Eiland, das auf demselben Breitengrad wie Casablanca und gut 900 km vom Mutterland Portugal entfernt liegt, beträchtliche Höhenunterschiede auf. Auf dem Pico Ruivo (1862 m), dem höchsten der verwitterten Lavagipfel, liegen die Temperaturen stets deutlich unter denen am Meeressaum. Oft pfeift auf den Höhen und Landzungen ein kalter Wind – viele Windräder erzeugen dort inzwischen Energie. Die nassen Passatwolken regnen sich gerne an der Nordseite des Inselgebirges ab, gleichzeitig kann es auf der Südseite oder in tieferen Gefilden schönstes Wetter geben.

Diesen Umstand machten sich schon die ersten Siedler im 15. Jh. zunutze, indem sie schmale Wasserkanäle in den Fels schlugen, die das wertvolle Regenwasser aus den feuchten Höhen auf ihre Zuckerrohrfelder leiteten. Noch heute funktioniert dieses System der levadas. Ein Großteil der heutigen Kanäle wurde erst in der zweiten Hälfte des 20. Jhs. angelegt, meist in Verbindung mit kleinen Wasserkraftwerken. Die Wartungspfade sind inzwischen sehr beliebt als weit verzweigtes Netz von Wanderwegen. Zusammen mit den veredas, den alten Kopfsteinpflasterwegen, führen sie von den steilen, stellenweise felsig-schroffen Küsten hinein ins grüne Herz der Insel mit seinen wilden Schluchten und Jahrmillionen alten Gesteinsformationen. Nahezu nach jeder Biegung blickt man auf ein neues, atemberaubendes Panorama – vor allem im Nordwesten, wo noch große Teile des ursprünglichen, von der Unesco inzwischen zum Weltnaturerbe erklärten Lorbeerwalds erhalten sind.

Ob Wandern, Golfen oder Drachenfliegen, Surfen oder Tauchen, Klettern, Canyoning oder Mountainbiking – sportlich ist alles möglich auf Madeira. Sogar goldgelbe Sandstrände findet man inzwischen auf der Vulkaninsel – wenn auch aufgeschüttet mit Sand aus Marokko. Bis vor einigen Jahren mussten Insulaner und Badegäste auf die Nachbarinsel Porto Santo übersetzen, um echte Sandburgen zu bauen. Heute können sie sich entscheiden, ob sie lieber in Calheta oder Machico einen Strandtag im gelben Sand erleben, traditionell über Kieselstrände oder schwarzen Sand ins Meer schreiten wie in Funchal oder die vielen Einstiege über Leitern ins Meer bzw. in natürliche Lavapools nutzen möchten, um ein Bad im Atlantik zu nehmen. Wer kilometerlangen Sandstrand sucht, ist nach wie vor am besten auf Porto Santo aufgehoben. Die Schwesterinsel liegt nur eine gut zweistündige Schiffsfahrt oder einen Flugzeughupfer entfernt. Zusammen mit den Ilhas Desertas etwa 30 km südöstlich und den ebenfalls unbewohnten, rund 250 km entfernten Ilhas Selvagens bildet das ungleiche Paar den Archipel Madeira.

Madeiras Naturzauber hat viele Facetten. Fast 800 verschiedene heimische und mehr als 500 eingeführte Pflanzenarten gibt es auf der Insel, die seit den 1980er-Jahren zu zwei Dritteln als Naturpark ausgewiesen ist. Im subtropischen Klima wachsen Wein auf den Terrassenfeldern sowie Bananen und eine Fülle anderer exotischer Früchte sehr gut. In den Bergen duften wilde Kräuter, Blüten in allen Formen und Farben säumen die kurvigen Straßen. Im frühen 19. Jh. wetteiferten vor allem reiche Engländer, die sich auf Madeira niedergelassen hatten, um die schönsten und außergewöhnlichsten jardins. So entstanden um ihre Anwesen die berühmten Gärten und Parks – einige sind heute zu besichtigen.

Britische Bürger prägten bald auch die wirtschaftliche Entwicklung Madeiras. Unter ihnen blühte der Weinhandel ebenso auf wie der Tourismus. Von Letzterem lebt – direkt oder indirekt – inzwischen das Gros der 260 000 Madeirer. Landwirtschaft spielt eine immer geringere Rolle; viele junge Einheimische scheuen die schwere, kaum einträgliche Arbeit auf den terrassierten Feldern und ziehen lieber in die Stadt, um dort im Tourismus oder in anderen Dienstleistungsberufen zu arbeiten. Und auch für die älteren Generationen auf dem Land ist das Leben hart, denn die poios, die schmalen Terrassen, können meist nur mit Hacken und Sicheln bearbeitet werden. Früher brachten die Bauern ihre Ernte persönlich mit dem Esel oder per Boot zum Verkauf in die Hauptstadt. Inzwischen steuern die Aufkäufer der Kooperativen per Lastwagen die Dörfer an. Da es lange Zeit kaum Straßenverbindungen auf der Insel gab, beschränkte sich auch der Fremdenverkehr zunächst auf die Hauptstadt Funchal. Seinen ersten Boom erlebte der Tourismus bereits im späten 19. und frühen 20. Jh. Kaiser, Könige, Künstler – sie alle wollten einen Teil des Jahres auf der „Blumeninsel“ verbringen. Viele folgten dem Ratschlag ihres Arztes. Denn Madeiras konstantes, mildfeuchtes Klima galt als hervorragende Medizin bei Atemwegsbeschwerden, bei schwachem Herzen und „nervösen Störungen“. Elisabeth von Österreich (Sisi) war wohl die berühmteste Person in der Riege der erholungsbedürftigen Inselgäste.

Im 21. Jh. rückt das körperliche Wohlergehen wieder in den Vordergrund bei der Vermarktung der Insel. Wellness heißt das Zauberwort. Neue Hotelanlagen mit Spa-Einrichtungen wachsen seitdem empor – nicht nur in Funchal. Doch bislang blieb die Metropole das touristische Zentrum der Insel. Und so dehnt sich Funchal rund um den charmanten historischen Stadtkern in einem Gürtel moderner Architektur immer weiter aus. Bis hinauf in die Berge kriechen die neuen Siedlungen, denn trotz hoher Mieten drängt die junge Bevölkerung in die Metropole. Zu einem großen Problem wurde die starke Ausdehnung der Ortschaften im Süden Madeiras im Februar 2010, als durch schwere Unwetter die kleinen Bergbäche zu reißenden Strömen anschwollen. Obwohl die Bevölkerung sofort solidarisch anpackte, sind einige Schäden noch Jahre später sichtbar.

Der Inselpräsident Alberto João Jardim, der die Insel seit 1978 als Kopf der konservativen Sozialdemokraten regiert, zeigt sich nicht nur in schwierigen Zeiten als Anpacker. Während er von den einen als korrupter Opportunist kritisiert wird, loben ihn viele andere für das unerschöpfliche Engagement, mit dem er sich der Entwicklung Madeiras widmet. Sowohl Einheimische als auch Besucher profitieren von der größtenteils durch EU-Gelder finanzierten Verbesserung der Infrastruktur, die Jardim unermüdlich beantragte. Dabei müssen wirtschaftliche Entwicklung und Schutz der Natur miteinander vereinbart werden. Madeira ist ein Archipel voller Gegensätze: Ein starker Regenschauer setzt ein – doch kurz danach scheint die Sonne wieder vom wolkenlosen Himmel. Sie sehen saftige Lorbeerwälder, aber auch eine trockene Landzunge, schwarze Lavapools und gelbe Sandstrände wollen entdeckt werden. Erleben Sie diese Gegensätze und kommen Sie nach Madeira. Die Einheimischen erwarten Sie mit einer unvergesslichen Herzlichkeit sowie inseltypischen schmackhaften Köstlichkeiten.

Praktische Hinweise

Anreise

Pauschalarrangements mit Flug und Unterkunft sind die einfachste und meist auch preiswerteste Variante. Ein reiner Charterflug kostet im Sommer 300–400 Euro. Zu ähnlichen Preisen bietet TAP Portugal mehrmals täglich eine Linienverbindung, allerdings mit Umsteigen in Lissabon. Von Lissabon fliegt die TAP im Sommer auch mehrmals wöchentlich direkt nach Porto Santo. Sonst verkehren von Madeira bis zu fünfmal täglich Maschinen der SATA (Flugdauer ca. 20 Minuten). Madeiras Flughafen0 291520700 liegt in Santa Catarina bei Santa Cruz, etwa 20 km vom Zentrum Funchals entfernt. Verbunden mit der City ist er durch die Buslinien 20, 53, 78, 113, 208 (die Haltestelle liegt etwa 100 m rechts der Ankunftshalle) sowie durch den Aerobus (er hält direkt vor der Ankunftshalle), der bis ins Hotelviertel von Funchal fährt.

Kreuzfahrtschiffe legen häufig in Madeira an. Die spanische Reederei Armaswww.navieraarmas.com bietet einmal wöchentlich eine Autofährverbindung von Teneriffa über Funchal nach Portimão (Algarve) und zurück an. Täglich verbindet die Fähre Lobo Marinho0 291210300www.portosantoline.ptPassage ca. 2 Stunden | Hin- und Rückfahrt ab 42,10 Euro in der Nebensaison Funchal mit der Schwesterinsel Porto Santo.

Auskunft
Tourismusbehörde – Turismo de Portugal

info@visitportugal.comwww.visitportugal.com

Posto de Turismo

291211900www.turismomadeira.pt

– Tourismusinformation Funchal: Avenida Arriaga16291211902

– Tourismusinformation Flughafen:Ankunftshalle291524933

Câmara Municipal de Porto Santo

Rua Dr. Nuno Silvestre TeixeiraEdifício de Serviços Públicos291980640www.cm-portosanto.pt

Auto

Die Höchstgeschwindigkeit auf Madeira liegt in allen Orten bei 50 km/h, auf Landstraßen bei 90 km/h und auf der via rápida, Madeiras „Autobahn“, herrscht eigentlich ein Tempolimit von 100 km/h. Trotzdem treten die Einheimischen gern mal kräftiger aufs Gaspedal. Auch die Promillegrenze von 0,5 und die Gurtpflicht nehmen nicht alle Autofahrer auf der Insel ernst. Es besteht Warnwestenpflicht. Die Hauptstraßen Madeiras und Porto Santos sind asphaltiert und weitgehend in gutem Zustand; viele verlaufen inzwischen in Tunnels. Die Parkplätze im Zentrum von Funchal sind rar und gebührenpflichtig.

Camping

Campen außerhalb des offiziellen Campingplatzes ist auf Madeira lediglich mit einem Berechtigungsschein der Forstbehörde Direcção Regional de Florestas0 291740060www.sra.pt/drf möglich. Die lokalen Forsthäuser weisen den Campern dann entsprechende Standorte zu. Madeiras Campingplatz liegt bei Ribeira da Janela, auf Porto Santo gibt es ein Zeltterrain in der Nähe des Hauptorts Vila Baleira.

Diplomatische Vertretungen

– Für Deutschland: HonorarkonsulatLargo do Phelps6Funchal0 291220338Mo–Fr 10–12.30 Uhr.

– Für Österreich: HonorarkonsulatRua Imperatriz Dona Amélia4FunchalEdifício Princesa | Loja 40 291206100hkonsulatfunchal@hotmail.comMo–Fr 9–12.30 Uhr.

– Die Schweiz ist auf Madeira konsularisch nicht vertreten, in Notfällen hilft das deutsche Konsulat.

Einreise

Für EU-Bürger und Schweizer genügen Personalausweis oder Reisepass.

Elektrizität

Adapter für Steckdosen sind in Portugal in der Regel nicht notwendig. Das Stromnetz führt 220 Volt Wechselstrom.

Geld & Preise

Auch auf dem Land gibt es inzwischen fast überall Geldautomaten. Die Summe pro Abhebung ist jedoch auf 200 Euro begrenzt, d. h. wer 400 Euro ziehen möchte, zahlt zwei Mal Gebühr. In größeren Hotels, Restaurants und Geschäften können Sie mit EC- und Kreditkarte zahlen. Das Preisniveau entspricht ungefähr dem deutschen. Grundnahrungsmittel wie Brot sind staatlich subventioniert und günstiger, andere Produkte wie z. B. Kosmetika und Hygieneartikel sind teurer. Außerhalb der Touristenzonen lebt man generell preiswerter.

Gesundheit

Viele Hotels vermitteln in Notfällen den jeweiligen Hotelarzt. Grundsätzlich ist eine medizinische Konsultation sofort zu bezahlen. Die Rechnung kann man bei der Krankenkasse in Deutschland einreichen.

Es empfiehlt sich immer der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung (schon ab 6 Euro/Jahr). Mit der EHIC (European Health Insurance Card, blaue Auslandskrankenkassenkarte) wird man in den staatlichen Krankenhäusern, Ambulanzen und Gesundheitszentren problemlos behandelt, z. B. im Centro de SaúdeRua das Hortas670 291208700Mo–Fr 8–20 Uhr in Funchal.

Unweit der Hotelzone von Funchal liegt das staatliche Hospital Cruz de CarvalhoAvenida Luís de Camões0 291705600. Facharzthilfe rund um die Uhr bietet die kleine, private Clinica da SéRua das Murças420 291207676, in der englisch gesprochen wird. Dort praktiziert auch der deutschsprachige Zahnarzt Dr. António Cardoso. In Caniço de Baixo hat sich der perfekt Deutsch sprechende Internist Dr. Pierre Curado niedergelassen (Rua Bartolomeu Perestrelo42Casa A–1–A291932218). Jeder größere Inselort hat ein Gesundheitszentrum (centro de saúde), auch Porto Santo: Centro de Saúde Porto SantoRua Dr. José Diamantino Lima0 291980060.

Es gibt – zumindest in den größeren Ortschaften – genügend Apotheken (farmácias, postos de medicamentos). Eine davon ist immer geöffnet; an jeder Apothekentür hängt der aktuelle Dienstplan aus.

Klima & Reisezeit

Es herrscht ganzjährig ein mildes Klima auf Madeira, selbst im Januar und Februar liegen die Tagestemperaturen an der Küste im Süden nur ausnahmsweise unter 15 Grad. Die wärmsten Monate sind Juli, August und September, trotzdem klettert das Thermometer in diesen Monaten selten über 25 Grad. Vor allem im Winter und Frühling müssen auch mal Regenschauer in Kauf genommen werden.

Das Wetter auf Madeira kann sehr wechselhaft sein, vor allem zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten. Die in den Hotels ausgehängten Wettervorhersagen (z.B. www.madeira-center.de/Klima.htm) sind nur als Richtwert zu nehmen. Webcams (z.B. www.madeirawebcams.com) sind hilfreicher. Weht ein Passatwind aus Nordost, ist es in den Bergen und an der Nordseite oft bewölkt, insgesamt aber stabil. Der Südostwind (leste) aus der Sahara bringt sonniges, warmes Wetter für den Großteil der Insel. Westwinde verursachen unbeständiges und regnerisches Wetter, da sie abwechselnd Warm- und Kaltluftfronten mit sich bringen.

Medien

Viele Hotels bieten deutschen TV-Empfang an. Die Deutsche Welle hören Sie auf 15 275 oder 17 869 kHz. Internationale Tageszeitungen gibt es am Kiosk, die deutschsprachige Monatszeitung in Madeira liegt kostenlos in vielen Hotels aus oder ist online unter www.inmadeira.de zu lesen.

Mietwagen

An den Flughäfen von Madeira und Porto Santo sind (inter)nationale Mietwagenfirmen vertreten. Ebenso in beiden Hauptstädten. Regionale Anbieter locken oft mit Sonderangeboten, es lohnt aber auf jeden Fall der Preisvergleich mit deutschen Offerten. Leihwagenkunden müssen mindestens 21 Jahre alt sein. Die Fahrzeugpreise liegen zwischen 30 und 70 Euro pro Tag, bei unbegrenzten Kilometern. In der Regel kommen auf diese Preise noch 13 Prozent Steuer pro Tag. Die Zustellung zu einem Hotel in Funchal ist meist frei, für Flughafenanmietung und -abholung wird eine Gebühr (ca. 15 Euro) erhoben.

Notruf

Notruf/Ambulanz: 0 112

SANAS Meeresnotruf: 0 291230112

Bergrettung (Protecção Civil): 0 291700112

Pannenhilfe: 0 800290290

Öffentliche Verkehrsmittel

Per Bus erreichen Sie fast jeden Ort auf Madeira und auch die meisten Sehenswürdigkeiten.

In Funchals Zentrum verkehrt ein kleiner elektrischer Bus (Linha Eco) – gratis. Bustickets können generell beim Fahrer gekauft werden, deutlich günstiger jedoch an den Kiosken der einzelnen Gesellschaften. Für Funchal empfehlen sich die elektronischen „Giros“ für 1 Euro/Fahrt (plus einmalig 0,50 Euro für das Ticket selbst), die man vor Fahrtbeginn an einem Automaten aufladen muss, oder der 7-Tage-Pass (17 Euro) für alle Linien im Stadtgebiet. Die Nachtbusse kann man nur mit einem Einheitsticket (1,80 Euro) nutzen.

Madeira hat kein einheitliches Busnetz, verschiedene Busagenturen sind für die einzelnen Regionen zuständig. In der Region Funchal verkehren die Horários do Funchal (www.horariosdofunchal.pt, mit Busfahrplan für die Region Funchal), für die Verbindung mit Caniço sorgt EACL (www.eacl.pt), Rodoeste fährt in den Westen der Insel (www.rodoeste.pt) und SAM in den Ostteil (www.sam.pt). Eine Art zentraler Busbahnhof befindet sich am Rand der Altstadt Funchals: zwischen Seilbahnstation und Praça da Autonomia fahren ein Großteil der Buslinien ab. Andere halten entlang der Avenida do Mar, so auch viele private Hotel-Shuttlebusse und der Flughafenbus (aerobus), der vom Flughafen in 20–30 Minuten bis in die Hotelzone fährt (5 Euro). TAP-Ticketbesitzer fahren umsonst in die City.

Öffnungszeiten

Touristenbüros, kleinere Geschäfte und öffentliche Einrichtungen (z. B. Museen) haben in der Regel Mo–Fr 9–12.30 und 14.30–18 Uhr geöffnet, Sa 9–13 Uhr. Bankzeiten sind Mo–Fr meist 9–15 Uhr. Supermärkte und Einkaufszentren sind Mo–So durchgehend bis 22 Uhr offen.

Wenn nicht anders angegeben, sind die aufgeführten Restaurants täglich 12–15 und ab 18 Uhr geöffnet (in der Regel bis ca. 23 Uhr). Abendliches Shopping ist in den Einkaufszentren (z. B. Madeira Shopping oder Forum Madeira) möglich, dort schließen die Geschäfte um 23 Uhr, am Wochenende hat man sogar bis Mitternacht Zeit für den Einkaufsbummel.

Post

Ein rot-weißes Schild mit Reiter und den Buchstaben CTT kennzeichnet die Poststationen. Geöffnet sind sie meist Mo–Fr 9–12.30 Uhr und 14–17.30 Uhr. Die Hauptpost von Funchal (Av. Zarco) ist Mo–Fr 9–20 Uhr und Sa 9–13 Uhr geöffnet. Briefmarken (selos) werden außer in der Post auch in lizenzierten Bars und Zeitungsläden bzw. Kiosken verkauft.

Postkarten sowie Briefe bis 20 g innerhalb Europas sind mit 0,68 Euro freizumachen.

Sprache

Auf Madeira wird Portugiesisch gesprochen, allerdings mit einem inseltypischen Dialekt, der von den Festlandsportugiesen gleich erkannt und manchmal belächelt wird. Urlauber kommen in den meisten Fällen gut mit Englisch zurecht, denn die starke englische Präsenz auf der Insel seit dem 19. Jh. hat ihre Spuren hinterlassen. In Hotels, Restaurants und Agenturen finden sich darüber hinaus oftmals Angestellte, die an der Tourismusschule Deutsch gelernt haben. Nicht gern gehört, aber in der Regel gut verstanden wird auf Madeira Spanisch. Wer die Weltsprache Portugiesisch (die weltweit immerhin von etwa 210 Mio. Menschen gesprochen wird) auf Madeira erlernen möchte, kann z. B. einen individuellen Privatkurs bei Catherine Teixeira Stickells buchen (www.survivalportuguese.info).

Taxi

Taxis fahren innerhalb von Funchal mit Taxameter. Die Gebührenordnung wird immer mitgeführt. Der Mindestpreis beträgt 2 Euro. Der zentrale Taxiruf für Funchal ist 291764476, alternativ bestellt die Hotelrezeption auch gern das Taxi. Bei Touren über die Insel ist ein Wagenpreis zwischen 50 und 100 Euro zu zahlen. Die Fahrt vom/zum Flughafen kostet je nach Ort 20–30 Euro. Überlandfahrten richten sich, auch wenn nicht mit Taxameter gefahren wird, nach der Festpreisliste.

Telefon & Handy

Am preisgünstigsten führen Sie Auslandsgespräche von der Hauptpost. In Funchal und in den größeren Orten gibt es Münz- und Kartentelefone für Gespräche auch ins Ausland (internacionais). Telefonkarten sind z. B. bei der Post, an Kiosken und in Tabakläden erhältlich.

Ausländische Mobiltelefone funktionieren überall auf Madeira und Porto Santo, sie wählen sich problemlos in das portugiesische Netz ein (v. a. Vodafone und TMN). Die Roaminggebühren innerhalb Europas sinken allmählich, am günstigsten ist dennoch das Verschicken von SMS. Bei längeren Aufenthalten in Portugal lohnt sich der Kauf einer portugiesischen Prepaidkarte (meist mit Startguthaben).

Vorwahlen: nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041. Von Deutschland nach Madeira/Porto Santo 00 351.

Trinkgeld

In Restaurants ist es üblich, aufzurunden oder 5–10 Prozent Trinkgeld zu geben. Dazu lässt man im Restaurant oder Café am Ende einfach das entsprechende Trinkgeld auf dem kleinen Rechnungsteller liegen. Es ist nicht üblich, dem Kellner bereits beim Bezahlen einen aufgerundeten Betrag zu nennen. Taxifahrer, Zimmermädchen, Portier, Kofferträger, Tour Guide und Schuhputzer freuen sich ebenfalls über einen kleinen Zusatz zum meist kargen Verdienst.

Unterkunft

Rund 31 000 Gästebetten gibt es zurzeit auf Madeira, das Gros in Funchal und Caniço, die meisten Vier- und Fünf-Sterne-Häuser (nach portugiesischem Verständnis). Darüber hinaus gibt es Aparthotels von einfach bis komfortabel, estalagens (einfachere Hotels) und albergarias sowie Pensionen (pensão, residencial) und die Landunterkünfte des turismo de habitação (TH) bzw. turismo rural (TR). Mitunter sind dies ehemalige Herrensitze (quintas) – allerdings nutzen auch Hotels die begehrte Bezeichnung. Infos zu Unterkünften z. B. www.madeirarural.com oder www.madeira-club.de

Wasser

Das Leitungswasser ist hygienisch einwandfrei, schmeckt jedoch leicht gechlort und wird oft chemisch behandelt. Zum Zähneputzen ist es unbedenklich, doch es empfiehlt sich, Trinkwasser (auch als 5-l-Kanister erhältlich) im Supermarkt zu kaufen.

Zeit

Auf dem Archipel gilt Greenwicher Zeit (WEZ = MEZ  – 1 Std.). Daher ist es immer eine Stunde früher als in Deutschland.

Zoll

EU-Bürger können Waren zum persönlichen Gebrauch zollfrei ein- und ausführen. Gewisse Obergrenzen sind zu beachten, z. B. 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen pro Person (ab 17 J.). Für Schweizer gelten als Freimenge z. B. 200 Zigaretten, 2 l Wein, 1 l Spirituosen. www.zoll.de

Was kostet wie viel?

Poncha

2–3 Euro für einen Cocktail

Bica

70 Cent für einen Espresso

Lapas

6–8 Euro für eine Portion Napfschnecken

Benzin

1,30 Euro für 1 l Normalbenzin

Badeanstalt

1–3 Euro pro Tag im Meeresbad

Souvenir

18–25 Euro für eine Flasche Madeira (10 Jahre alt)

Events, Feste & mehr

Gesetzliche Feiertage
1. Januar

Ano Novo (Neujahr)

März/April

Sexta-feira Santa (Karfreitag)

25. April

Dia de Portugal (Jahrestag der Nelkenrevolution)

1. Mai

Dia do Trabalho (Tag der Arbeit)

Mai/Juni

Corpo de Deus (Fronleichnam)

10. Juni

Dia de Camões (Todestag des Nationaldichters Luís Vaz de Camões)

15. August

Assunção (Mariä Himmelfahrt)

5. Oktober

Dia da República (Tag der Republik)

1. November

Todos os Santos (Allerheiligen)

1. Dezember

Dia da Restauração (Unabhängigkeitstag)

8. Dezember

Imaculada Conceição (Mariä Empfängnis)

25. Dezember

Natal (Weihnachten)

Feste & Veranstaltungen
Februar

Karneval: große Parade à la Rio de Janeiro mit Samba-Tanzgruppen und Themenwagen von der Avenida do Infante bis ins Zentrum Funchals

April/Mai

Festa da Flor: Blumenfest zur Frühlingsblüte in Funchal. Höhepunkt ist ein Straßenumzug mit blumengeschmückten Wagen (zwei Wochen nach Ostern)

Juni

Festival do Atlântico: hochkarätige Konzerte und Ballettgastspiele in Funchal und Calheta, gepaart mit dem Internationalen pyrotechnischen Wettbewerb und Straßenmusik (den ganzen Monat, Feuerwerkskonzerte jeweils samstags)

Altares de São João: Heiligenfest mit Altarbau-Wettbewerb und Gastronomie rund um die Praça do Carmo in Funchal (Woche des 24. Juni)

Juli

48 horas a Bailar: Folklorefestival in Santana mit Tanz- und Musikgruppen, Infoständen der Gemeinden, hausgemachten Spezialitäten und Kirmes

Feira do Porto Moniz: große Landwirtschaftsausstellung in einem Waldstück oberhalb des Küstenstädtchens

August

Nossa Senhora do Monte: religiöser Höhepunkt des Jahres. An Mariä Himmelfahrt ehren die Madeirer die Schutzpatronin der Insel mit einer Wallfahrt. Von weit her strömen die Pilger zur reich geschmückten Kirche von Monte.

September

Madeira Weinfestival: Weinverkostungen und Ausstellungen auf der Avenida Arriaga in Funchal und in Estreito de Câmara de Lobos

Festa da Nossa Senhora da Piedade: Bootsprozession in Caniçal, die Marienstatue wird übers Meer geleitet

Festa do Pêro: Apfelfest in Ponta do Pargo mit Traktorenkorso und Verkauf bäuerlicher Erzeugnisse und hausgemachter Konfitüren

Festival Colombo: Porto Santo ehrt mit mittelalterlichem Markt, Gauklerspielen und einem historischen Umzug drei Tage lang seinen berühmtesten Bewohner. Höhepunkt ist die Nachstellung der Abreise Kolumbus' am Kai von Vila Baleira.

Festival da Natureza: Eine Woche lang feiert Madeira sein wertvollstes Gut: die Natur. Zu Land, zu Wasser und in der Luft finden Veranstaltungen und sportliche Aktivitäten statt. www.visitmadeira.pt/madeiranaturefestival

Oktober/November/Dezember

Festa do Senhor dos Milagres: nächtliche Prozession zu Ehren des Wundertätigen Jesus in Machico (9. Okt.)

Kastanienfest in Curral das Freiras mit Kastanienbrot, Likör, Folklore (1. Nov.)

Silvesterfeuerwerk: Der Jahreswechsel beginnt in Funchal Ende November. Höhepunkt der Festas do Fim do Anoy ist Silvester, wenn in der Hafenbucht und an den „Rängen“ des natürlichen Theaters das berühmte gezündet wird.

Im Trend

Koch-Kunst in Funchal
Architektur trifft Artischocke

Köche zaubern Aufregendes aus altbekannten Zutaten, visionäre Architekten schaffen den passenden Rahmen dazu. Die minimalistische Einrichtung des Fora d'ÁguaEstrada MonumentalEdifício Ocean Park, Loja 9 mit viel Glas lässt die Speisen erst richtig wirken. Im XôpanaTravessa do Largo da Choupanaim Choupana Hills Resort wird das Essen zwischen Holzsäulen auf schweren Granitblöcken serviert. Auf Möbeln von Philippe Starck lässt man es sich im Restaurant des CS Madeira Atlantic ResortEstrada Monumental175–177 schmecken.

Moda Madeira
Fürs Nachtleben

Passend zur Inselverjüngung legen sich Modedesigner ins Zeug und kreieren clubtaugliche Outfits. Patrícia PintoRua Nova de São Pedro56Funchal mag es modern mit bunten Farben und Transparenz. Lúcia SousaRua da Conceição23FunchalPalácio dos Cônsules ist bekannt für ihre romantischen Kleider. Sogar der modebewusste Fußballstar Cristiano Ronaldo hat in seiner Heimatstadt Funchal eine Boutique eröffnet: CR7Rua Vale da Ajuda90.

Es liegt in der Luft
Lieblingsmusik

Wenn sich Jazz mit Fado-Klängen paart, entsteht ein ganz spezieller Sound, der so eindringlich wie schräg ist. Auf dem jungen Funchal Jazz Festivalwww.funchaljazzfestival.com geben sich jetzt schon bekannte Größen wie Nnenna Freelon drei Tage lang die Klinke in die Hand. Das Restaurant House JazzRua dos Aranhas16Funchal punktet mit Live-Jazz. Mit etwas Glück ist der Star der Szene, zu Gast.

Szene am Hafen
Trendviertel

Rund um den Parque de Santa Catarina konzentriert sich die Clubszene Funchals. Mit der Eröffnung des Shoppingkomplexes Dolce VitaRua Dr. Brito Câmara9 kamen zudem noch viele schicke Geschäfte hinzu. Und auch die Ausgehszene verändert sich: Zu einem neuen Highlight wurde der Restaurantclub Molhe im alten Fort . In der FX BarLargo das Fontes1-4 hinter dem Theater gibt es an bis zu sieben Tagen in der Woche Livemusik und spontane Jamsessions mit Musikern aus der Gegend.

Naturerlebnisse mit Ökovisionären
Think Green

Umweltschützer wollen das Ökosystem der Blumeninsel auch in Zukunft erhalten und rufen Events wie die www.greenfreshweek.com ins Leben. Hier lassen sich Aktivisten nachhaltige Ideen für Alltägliches wie Einkaufsbummel oder Straßenverkehr einfallen. Das Event selbst ist natürlich auch „grün“: Biodiesel-Busse werden eingesetzt und alle Merchandising-Artikel und Souvenirs aus recycelten Materialien hergestellt. Auch naturemeetings.com haben sich dem Ökogedanken verschrieben. Sie bieten Wandertouren, Walbeobachtung und andere Naturerlebnisse an. Der Verein www.amigosdoparque.com kümmert sich um die Wiederaufforstung der von den Waldbränden zerstörten Hochgebirgsvegetation. Die Mitglieder des Vereins freuen sich immer über tatkräftige Helfer.

Bloss nicht

Oben ohne

Wie alle Südländer legen die Madeirer großen Wert auf korrekte Kleidung. Nackte Männeroberkörper sind außer am Strand ein absolutes Tabu, auch durch knappe Freizeitkleidung bei Frauen zeigen sich sowohl viele Dorf- als auch Stadtbewohner irritiert. Unbedeckte weibliche Brüste werden allenfalls am Hotelpool akzeptiert; in öffentlichen Badeanstalten und am Strand erregen sie heftigen Anstoß.

„Gracias“ sagen

Portugiesen verstehen in der Regel sehr gut spanisch, wissen, dass „Gracias“ (Danke) vielen Deutschen schnell und gern über die Lippen kommt. Doch umso mehr freuen sie sich über ein mutiges „Obrigado!“ oder „Obrigada!“. Auch wenn das historisch schwierige Verhältnis zu den Spaniern heute entspannter ist, werden sie ungern als solche behandelt oder angeredet.

Stöckelschuhe einpacken

Madeira ist kein Pflaster für Highheels. Steile Anstiege und Kopfsteinpflaster machen selbst in Funchal den Bummel zu einem sportlichen Akt. Geben Sie also Sneakers den Vorzug vor Sandalen oder Pumps. Und bei Wanderausflügen sollten Sie unbedingt knöchelhohe Stiefel mit gutem Sohlenprofil tragen. Die Wege sind mitunter sehr schmal und ausgesetzt, selten gepflegt oder gar gesichert, oft besteht Rutschgefahr.

Distanzen unterschätzen

In Kilometern gemessen weist Madeira keine großen Entfernungen auf. Doch immer wieder müssen Schluchten und Berge überwunden werden. Zwar nimmt die Zahl der Tunnel ständig weiter zu, aber vielerorts gilt es noch, sich auf schmalen, steilen, kurvigen Sträßchen zum Ziel zu winden. Nebel, Wegsperrungen, Felsbrocken (es kommt gerade nach Regentagen immer wieder zu Steinschlag!) oder behäbige Baufahrzeuge stellen oft weitere Hindernisse dar. Planen Sie deshalb reichlich Zeit für ihre Ausflugsfahrten ein.

Achtlos mit Feuer umgehen

In den Sommermonaten trocknet die Vegetation selbst auf der sonst reichlich feuchten Insel oft stark aus. Eine achtlos weggeworfene brennende Zigarette oder ein unsachgemäßes Grillfeuer können dann eine Brandkatastrophe auslösen. Vor allem im dünn besiedelten Westen Madeiras lodern fast jedes Jahr großflächige Brände, mitunter noch kräftig angefacht durch starken Wind.

Anreißern nachgeben

Die Auswahl ist groß an Restaurants in Funchal, vor allem in der Altstadt. Aber seriöse Unternehmen haben es nicht nötig, aggressive Werber, die mit der Speisekarte fuchteln, auf die Straße zu stellen. Lehnen Sie freundlich, aber bestimmt ab.

Stichworte

Azulejos

Ob als Fries, Medaillon oder großflächiges Wandbild – Portugals Zierkacheln gehören auch auf Madeira zur Bautradition. Die ältesten stammen aus dem 17. Jh., die meisten indes entstanden als Kopien Anfang des 20. Jhs. Sind sie zugleich vor allem Dekoration, bilden die oftmals blau-weißen, manchmal auch farbenfrohen azulejos einen Hitze- und Witterungsschild an den Mauern.

Bevölkerung

Die Einwohner Madeiras bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Selbst bei großen Ausnahmesituationen wie der Unwetterkatastrophe im Februar 2010 behielten sie die Fassung und räumten auf. Sehr aufgeräumt präsentieren sich auch die meisten Vorgärten der Insel. Wie es hinter den Fenstern aussieht, bekommen Besucher nur selten zu sehen, denn Madeirer sind zwar äußerst herzlich und Familienmitgliedern gegenüber sehr gastfreundlich, doch Fremde in die gute Stube zu lassen, ist eher unüblich. Gefeiert wird sowieso meistens draußen: auf Straßen- und Dorffesten, mit Wein, saftigen Fleischspießen und traditioneller Musik – nicht selten Arm in Arm mit dem volksnahen Inselpräsidenten Alberto João Jardim. Noch berühmter als der scheinbar nicht abwählbare Politiker ist nur einer: Cristiano Ronaldo, der Weltklassefußballer, der 1985 in bescheidenen madeirischen Verhältnissen geboren wurde und auf Madeira mit jedem Tor und jedem Besuch für Furore sorgt.

Britisches Erbe

England spielt eine wichtige Rolle in Madeiras Geschichte. Engländer waren es, die im Weinbau der Insel großen Einfluss ausübten – und noch immer fast die gesamte Madeiraproduktion in Händen halten. Ebenso wie eine der Tageszeitungen der Insel, viele Reiseagenturen und Hotels. Die erste Luxusherberge eröffnete allerdings ein Schotte – William Reid. Die Engländerin Elizabeth Phelps kommerzialisierte 1854 die madeirische Weißstickerei. Und das Gros der ersten Feriengäste kam aus Großbritannien. Kein Wunder, dass diszipliniertes Schlangestehen heute ebenso zum Alltag gehört wie Toastbrot.

Emigration

Das Phänomen der Aus- und Rückwanderung kennt Madeira seit den Anfängen seiner Besiedlung. Viele der vom Festland stammenden frühen Bewohner sahen die Insel nur als Sprungbrett für ein Leben in der Kolonie Brasilien. Maurische, schwarzafrikanische und von den Kanaren stammende Sklaven kehrten nach ihrer Freilassung wieder in ihre Heimatländer zurück. Ausländische Zuckerhändler verließen Madeira, als ihr Geschäft sich nicht mehr rentierte. Ihre Arbeiter mussten anderweitig nach Beschäftigung suchen: Sie wanderten aus. Gleiches geschah, als der Mehltau und die Reblaus im 19. Jh. fast den gesamten Bestand des Inselweins vernichteten. Beliebte Ziele, um sich eine neue Existenz aufzubauen, waren und sind auch heute in Zeiten der Wirtschaftskrise wieder Brasilien, Venezuela, Südafrika, England und die Kanalinseln. Viele Emigranten kehren nach einiger Zeit zurück und bauen sich mit dem im Ausland verdienten Geld ein kleines Geschäft auf. Ein aufwendiger Neubau auf dem heimischen Grundstück – oftmals direkt neben dem bescheidenen Heim der Eltern – ist in der Regel ein eindeutiges Zeichen für einen zurückgekehrten Emigranten.

Fauna

Die Fauna Madeiras ist bescheiden, denn nur wenige Tierarten schafften es, aus eigener Kraft auf den Archipel zu gelangen: Fledermäuse, Insekten und Vögel. Etwa 200 Vogelarten leben auf der Insel, darunter der Madeira-Buchfink und das Madeira-Sommergoldhähnchen. Einzige Reptilienart ist die Mauereidechse. Sie ist sehr verbreitet und frisst in den Weinbergen und Obstplantagen gern die überreifen Früchte. Vielfältiger ist die Meeresfauna – angefangen vom Schwarzen Degenfisch bis hin zu Thun- und Tintenfischen. Auch Wale und Delphine sieht man mitunter, sogar die bedrohten Mönchsrobben sind zurückgekehrt. Das Gros der Nutztiere – alle von Menschen auf die Insel gebracht – bekommt man selten zu Gesicht: Schweine bleiben im Stall, Kühe und Ziegen halten die Bauern meist in den traditionellen, spitzdachigen Hütten (palheiros).

Flora

20 Prozent der Insel werden noch immer von Lorbeerwald (laurisilva) bedeckt, den die Unesco 1999 zum Weltnaturerbe erklärte. Dieser einzigartige Dschungel bildet den Kern des 1982 gegründeten Naturparks Madeira. Neben mehreren Lorbeerarten, wie z. B. dem Madeira-Mahagoni (vinhático), wächst hier eine Fülle von Farnen, Flechten und Moosen – insgesamt mehrere Dutzend endemischer Pflanzenarten. Riesenlöwenzahn und Maiglöckchenbaum säumen manchen Wanderpfad. Oberhalb von 1200 m bestimmen Baum- und Besenheide das Bild, gesprenkelt vom Zitronengelb des Madeira-Veilchens und weiß blühendem Steinbrech. An einigen wenigen felsigen Küstenabschnitten lässt sich noch die ursprüngliche Tieflandflora entdecken. Sonst ist das üppige Grün weitgehend Menschenwerk: von Bananenterrassen über Eukalyptus- und Akazienhaine bis hin zu ausgedehnten Kakteenbeständen und (sub)tropischen Gärten.

Das ganze Jahr über steht immer irgendetwas in Blüte. Im Frühjahr z. B. Hortensien, Rhododendren, Korallensträucher und die zartlila Jakarandabäume. Im Sommer Schmucklilien (Agapanthus), der Natternkopf „Stolz Madeiras“, Frangipani (Plumeria) und der Drachenbaum. Im Herbst öffnen Belladonnalilien ihre Kelche, Kapokbäume und Begonien blühen. Im Winter erfreuen Callas, Kamelien und Weihnachtssterne in großen Büschen das Auge. Ganzjährig sorgen Hibiskus, Bougainvillea, Strelitzie, Anthurie und Afrikanischer Tulpenbaum für ein Feuerwerk der Farben.

Früchte

Dank mehrerer Jahrhunderte intensiver Kultivierung und klimatisch exzellenter Bedingungen entwickelte sich Madeira zu einem wahren Garten Eden. Vom Apfel bis zur Zitrone gedeiht fast alles auf der Insel: Ananas, Aprikosen, Bananen ebenso wie Kirschen, Mangos, Melonen, Orangen, Papayas, Maracujas, Pflaumen, Tafeltrauben (auf Porto Santo) und Cherimoyas. Dazu Guaven, Feigen, nêspera (eine Mispelart), pitanga (Surinamkirsche) und aração (Rosenapfel). Eine Mischung aus Obst und Gemüse sind die süßsäuerlichen, auch tomate inglês genannten Baumtomaten. Aus den Passionsfrüchten wird auch licor de maracujá, Sirup und Limonade hergestellt.

Levadas

Bereits kurz nach der Entdeckung der Insel schufen Sklaven die ersten dieser künstlichen Wasserläufe, um das Nass ferner Quellen auf die Zuckerrohrplantagen zu leiten. Im 19. Jh., als der Zuckerrohranbau eine neue Blüte erlebte, revitalisierte und erweiterte man das historische Kanalsystem. Da sich zwischenzeitlich auch die Bevölkerungszahlen verzehnfacht hatten, reichte das bloße Abzapfen des Quellwassers auf der Südseite der Insel nicht mehr aus. Zur Bewässerung der vielen landwirtschaftlichen Flächen wurde das Wasser nun aufwendig und teilweise in Tunnels von der regenreicheren Nordseite auf die Plantagen im Süden geleitet. Im 20. Jh. entstand ein Großteil des heute über 2000 km umfassenden Levadanetzes. Dabei bedachte die damalige Salazarregierung auch die Energiegewinnung: Etwa 10 Prozent des heute auf der Insel verbrauchten Stroms wird in Wasserkraftwerken gewonnen, die an Levadas angeschlossen sind. Einst Eigentum der Großgrundbesitzer, gehören die schmalen Kanäle nun größtenteils dem Staat. Von ihm kauft jeder Bauer eine gewisse Wassermenge pro Jahr. Ein levadeiro überwacht die Verteilung. Er ist auch für die Instandhaltung der Rinnen verantwortlich. Inselbesucher können die Wirtschaftswege der levadeiros größtenteils für einzigartige Spaziergänge und Wanderungen nutzen.

Madeira-Wein

Das Geheimnis des etwa 20-prozentigen Dessertweins liegt in der Zugabe von Weinbrand, durch den der Fermentierungsprozess gestoppt wird, und in der anschließenden Erwärmung der Rebflüssigkeit. Ursprünglich besorgte diese Erwärmung die Natur: Jahrelang schien die Sonne auf die mit den edlen Tropfen gefüllten Eichenfässer, die auf Madeira nicht in Weinkellern, sondern auf Wein-Dachböden untergebracht waren. Inzwischen greifen fast alle Hersteller zu technischen Hilfen. In Stahltanks und mit Wasserspiralen ist das Ziel rasch erreicht – zu rasch bisweilen. Hergestellt wird Madeira-Wein aus den historischen Edeltraubensorten Sercial (trocken), Verdelho (halbtrocken), Boal (halbsüß) und Malvasia (süß). Je älter ein Madeira ist, desto voller schmeckt er und desto beeindruckender ist der Preis.

Manuelinik

König Manuel I., der Portugal 1495–1521 regierte, wurde auch „Der Glückliche“ genannt, denn in seiner Regierungszeit erlebte Portugal dank der erfolgreichen Entdeckungs- und Eroberungsfahrten Vasco da Gamas und anderer Seefahrer die Hochphase seines Weltruhms und Wohlstands. König Manuel ließ mit den Reichtümern, die er durch die Vorherrschaft auf See einnahm, prachtvolle Klöster, Kirchen, Türme und Paläste bauen, die mit üppigen maritimen Ornamenten verziert sind. Auch auf Madeira finden sich Kirchen und Kapellen, die mit den typischen Symbolen der Manuelinik verziert sind: steinerne Schiffstaue, Algen und Korallen ranken sich an Portalen hoch, Balustraden sind mit den achtspitzigen Kreuzen der Christusritter geschmückt und immer wieder taucht als Symbol Heinrichs des Seefahrers ein Navigationsinstrument, die sogenannte Armillarsphäre, auf.

Portugal

Am 25. April 1974 beendete die unblutige Nelkenrevolution die Diktatur in Portugal, die Anfang der 1930er-Jahre unter dem Diktator Salazar begonnen hatte. Dieser interessierte sich während des Estado Novo nie sonderlich für die portugiesischen Inseln im Atlantik und vernachlässigte dortige Investitionen oder Entwicklungen. Im Zuge der Demokratisierung erhielt Madeira 1976 den Sonderstatus einer Autonomieregion, die von einem eigenen, von den Bewohnern gewählten Präsidenten regiert wird. In inneren Angelegenheiten erlangte Madeira somit eine gewisse Selbstständigkeit. Die Regierung in Lissabon übt jedoch eine kontrollierende Funktion über das Inselparlament aus, wichtige Entscheidungen werden „auf dem Kontinent“ gefällt, wie die Madeirer sagen. Zu ihren Brüdern und Schwestern do continente pflegen sie spürbar eine emotionale Distanz.

Quintas

Hunderte dieser Herrenhäuser und Landsitze überzogen einst die Insel. Das Gros datiert aus dem 18. und 19. Jh., als der Weinhandel blühte und britische Kaufleute sich in Scharen auf Madeira niederließen. Sie beauftragten Architekten aus der ganzen Welt, um die neuesten Stiltrends umzusetzen, und ließen Gärtner Landschaftsoasen mit exotischer Vegetation um die repräsentativen Bauten anlegen. Grundstücksspekulation und Neubauten bedeuteten ab Mitte des 20. Jhs. dann für viele Quintas das Ende. Inzwischen besinnt man sich wieder auf dieses exquisite architektonische Erbe – die historischen Häuser werden restauriert und als Hotels, Sitz von Institutionen oder Museen genutzt. Zu der Betonflut insularer Bauwut, die lange Zeit durch EU-Gelder geschürt wurde, bilden sie einen angenehmen Kontrast.

Umwelt

Madeira ist eine verhältnismäßig saubere Insel, nur selten findet man Müll in Levadas oder an Straßenrändern. Funchal wird regelmäßig zur saubersten Stadt Portugals gekürt, Bewohner und Hotels trennen zunehmend ihren Abfall. Die Müllverbrennungs- und Recyclinganlage befindet sich oberhalb von Camacha. In den Naturschutzgebieten auf Madeira und Porto Santo bemüht man sich mit Aufforstungsprojekten um die Wiederbegrünung ehemals gerodeter Flächen. Problematisch sind die angepflanzten Eukalyptus- und Akazienhaine, die dem Boden viel Feuchtigkeit entziehen. Diese Bäume verlieren bei starken Regenfällen den Halt an den steilen Hängen, wie im Februar 2010 geschehen. Außerdem verstärken diese eingeführten Baumarten die Waldbrandgefahr, wie die verheerenden Brände 2010 und 2012 gezeigt haben.

Zuckerrohr

Prinz Heinrich der Seefahrer brachte das Zuckerrohr Anfang des 15. Jhs. von Sizilien nach Madeira. Die erste Zuckermühle ging 1452 in Betrieb, um 1500 versorgte Madeira ganz Europa mit dem weißen Gold. Die Zuckerbarone ließen sich ihre Ware oft mit Kunstwerken bezahlen – daher besitzt Madeira eine beachtliche Sammlung flämischer Malerei des 15./16. Jhs. Mit zunehmender Konkurrenz aus Südamerika gab Madeira den Zuckerrohranbau im großen Stil auf. Wie wichtig er einst war, ist am Wappen von Funchal zu sehen: Es zeigt fünf Zuckerhüte.

Bücher & Filme

Raquels Töchter

Helena Marques schrieb diesen Roman, eine Familiengeschichte, die im 19. Jh. auf Madeira spielt.

Die sanften Riesen der Meere

Held der Erzählung von Nina Rauprich ist der zwölfjährige Manuel, der im Walfängerdorf Caniçal lebt. Spannend und informativ, auch für Erwachsene.

Blütenwolken, Wein und ewig Frühling

eine Lesereise über die Insel. Reportagen- und Essaysammlung von MARCO POLO Autorin Rita Henss

Moby Dick

Klassiker (1956) von John Huston nach dem Roman von Herman Melville, in der Hauptrolle Gregory Peck. Die Eingangssequenzen mit den Walfängerbooten wurden auf Madeira gedreht.

Bis Morgen, Mario

Dokumentation von Solveig Nordlund zum Thema Straßenkinder auf Madeira (1993)

Madeira – Eine Perle im Atlantik

Impressionen von den schönsten Orten der Insel, dazu Informatives (DVD, 2007)

Fakten

Einwohner
256.391
Strom
220 V, 50 Hz
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
07:44 Uhr
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