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Madeira

Check-in

Blumeninsel, Perle des Atlantiks, Insel des ewigen Frühlings – was lässt man sich für Madeira nicht alles einfallen! Eines ist sicher: Ein Urlaub reicht gar nicht aus, um die irre Vielfalt an Landschaften und Wanderwegen und die tolle Mischung aus Kultur, Action, Kulinarik und Natur auszuschöpfen. Nicht zu vergessen die vielen Blumen ...

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

1941 errichtet, mit deutlichen Reminiszenzen an den Stil des Art déco, zeigt der Bauernmarkt im Eingangsbereich schöne, großformatige Azulejobilder. Die eigentliche Attraktion ist jedoch die Fülle…
Garantiert frische Höhenluft gibt es auf dem Pico Ruivo, mit 1.862 m der höchste Berg von Madeira. Gut ausgebaute Wanderwege ermöglichen es auch ungeübten Wanderern, den Pico Ruivo zu begehen. Ein…
In den 1980er-Jahren erwarb der in Südafrika zu Reichtum gelangte José Berardo ("Joe Gold") das verfallene Gelände des Monte Palace Hotels und gestaltete daraus den verwunschenen Kunst- und…
Schwimmen in den Lavapools: Im Ortszentrum wurden die flachen, zur offenen See hin allmählich tiefer werdenden Becken mit Beton befestigt und durch Umkleidekabinen ergänzt. Einige Schritte weiter…
Bereits am Hafenbecken beginnt der goldgelbe Sandstrand Praia do Porto Santo, der sich bis zur Ponta da Calheta zieht. Es ist mit Abstand der schönste Strand, den der Madeira-Archipel zu bieten hat…
Das Fanal ist eines der usprünglichsten und grünsten Gebiete der Insel.
Die Hochebene erinnert an schottische Hochmoorlandschaften. Nur robuste Pflanzen wie Gräser, Ginster und Adlerfarn halten das raue Klima auf der über 1000 m hohen Gebirgsplatte aus. Der Untergrund…
Eine einzigartige Landschaft mit spektakulären vulkanischen Gesteinsformationen, viele seltene Pflanzen und eine fantastische Aussicht auf den Atlantik: ein Besuch im Naturpark Ponta de São Lourenç…
Über die Dächer des Santa-Maria-Viertels schwebt die moderne Kabinenseilbahn von der Talstation im Park Almirante Reis hinauf nach Monte. Die gemütliche Fahrt eröffnet herrliche Panoramablicke auf…
Der Jahreswechsel beginnt in Funchal Ende November. Höhepunkt der Festas do Fim do Anoy ist Silvester, wenn in der Bucht und darüber das berühmte Feuerwerk gezündet wird.
Blumenfest zur Frühlingszeit in Funchal. Höhepunkt ist ein Straßenumzug mit blumengeschmückten Wagen.

Reisezeit

Januar
gut
16°C
Februar
gut
16°C
März
gut
16°C
Ein Erlebnis: Das Blumenfest am 2. Wochenende nach Ostern
April
gut
17°C
Mai
sehr gut
18°C
Juni
sehr gut
20°C
Juli
sehr gut
21°C
Ende August / Anfang September sollte man sich das traditionelle Weinfest nicht entgehen lassen
August
sehr gut
22°C
Ende August / Anfang September sollte man sich das traditionelle Weinfest nicht entgehen lassen
September
sehr gut
22°C
Oktober
gut
21°C
November
gut
19°C
Dezember
gut
17°C

Die beste Reisezeit für Madeira sind die Monate Mai, Juni, Juli, August und September. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 21° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Mai, Juli und August mit durchschnittlich 8 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur in den kältesten Monaten bei lediglich 16° Celsius bei durchschnittlich 7 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 19° Celsius und die Nachttemperatur bei 16° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 4 Tagen. Die regenreichsten Monate sind Januar, März, Oktober, November und Dezember.

Mehr zu Klima und Reisezeit

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Entdecke Madeira

Berge und so viel Meer

Madeira hat viel mehr zu bieten als Blumenbeete (obwohl die tollen Parks und Gärten sehr schön sind!): Die Insel ist ein Paradies für alle, die das Meer und die Berge lieben, die gerne durch pittoreske Ortschaften schlendern und sich auf rauschenden Festen unters Volk mischen. Die wandern, golfen, Drachen fliegen, surfen, tauchen, klettern, Canyoning- oder Mountainbiking-Touren machen wollen. Nach dem Sport lockt immer ein Sprung ins kühle Nass des Atlantik – über Kieselstrände oder schwarzen Sand, in natürlichen Lavapools oder an goldgelben Sandstränden (aufgeschüttet mit Sand aus Marokko). „Echten“ kilometerlangen Sandstrand bietet dagegen die Schwesterinsel Porto Santo. Dass Madeira keine Balearenstrände hat, ist ein Vorteil. Hier begegnen dir vor allem Urlauber, die wegen der Naturschönheiten der Insel, wegen der freundlichen Inselbewohner und wegen des guten Essens kommen und nicht wegen des Sangrias. Doch wer glaubt, in Funchal wäre „nichts los“, der soll mal am Abend durch die Altstadt ziehen – die Madeirer wissen nämlich ganz genau, wie man ordentlich feiert.

Und der ewige Frühling?

Nun ja, ganz so einfach ist es mit dem wohl nicht. Inzwischen sind die Sommer ziemlich heiß und trocken (der Klimawandel lässt grüßen – die Waldbrände leider auch). Im Winter ist es aber meistens angenehm mild, du kannst durchaus Glück haben und viele Tage mit Temperaturen um die 15 bis 20 Grad und Sonnenschein erleben. Doch irgendwann muss es auch mal regnen, sonst wäre die Perle im Atlantik ja nicht grün. Das kann dir im Herbst, Winter und Frühling leider auch jederzeit passieren. Nimm‘s gelassen! Erstens braucht die Insel den Niederschlag, sonst fändest du in der Markthalle nicht all die bunten Früchte, und in den Gärten gäbe es wohl nur Kakteen ... Und zweitens: Wenn es auf einer Seite der Insel schüttet und windet, kann es auf der anderen Seite durchaus schön sein! Die nassen Passatwolken regnen sich eben gerne an der Nordseite des Inselgebirges ab, gleichzeitig kann es auf der Südseite oder in tieferen Gefilden schönstes Wetter geben. Die saftige Natur, vor allem im Norden der Insel, kommt also nicht von ungefähr. Der Lorbeerwald Madeiras ist etwas derart Besonderes, dass die Unesco ihn 1999 zum Welterbe erklärte. Diese einzigartige sogenannte Laurisilva bedeckt noch etwa 20 Prozent der Insel und ist ein Relikt der Lorbeerwaldvegetation, die es vor den Eiszeiten auch in Mitteleuropa gab.

Wanderungen am Wasserlauf

Schon die ersten Siedler, die im 15. Jh. auf die Insel kamen, begriffen schnell, wie die Höhenunterschiede und die Ausrichtung nach Nord oder Süd die Landwirtschaft und vor allem die Bewässerungsmöglichkeiten beeinflussten. Sie schlugen abenteuerliche Wasserläufe in den Fels, um das wertvolle Regen- und Quellwasser von A nach B zu transportieren, und leiteten das Wasser aus den höheren Lagen und von der Nordseite durch künstliche Kanäle zu den Zuckerrohrplantagen und Terrassenfeldern im sonnigen, häufig zu trockenen Süden – das System der Levadas war geboren! Und so entpuppt sich Madeira heutzutage als großartige Wanderinsel. Denn mit den Wartungspfaden entstand ein weitverzweigtes Netz von Wegen, die nicht nur die Levada-Arbeiter, sondern auch begeisterte Wandertouristen tief hinein ins grüne Herz der Insel mit seinen wilden Schluchten und Jahrmillionen alten Gesteinsformationen führen. Nach jeder Biegung blickt man auf ein neues, atemberaubendes Panorama.

Gegensätze ziehen an

Dank der neuen Straßenverbindungen erreichst du inzwischen schnell die verschiedenen Ecken der Insel. Und du erkennst: Madeira ist ein Archipel voller Gegensätze und Überraschungen. Trockene Hänge und ein endloser Sandstrand auf Porto Santo, unbewohnte Felsplateaus auf den Ilhas Desertas. Die Hauptinsel ist an vielen Stellen mit zahlreichen EU-Geldern zubetoniert. Du siehst eine massiv bebaute Südseite, aber auch riesige Naturpark-Areale im Inselinneren und eine in vielen Teilen noch ursprüngliche Nordseite. Funchal gilt als sauberste Stadt Portugals, alle Dörfer und Städte der Insel putzen sich permanent heraus: Nirgendwo im Land gibt es so gepflegte Vorgärten und Stadtparks. Du erlebst starke Regenschauer – doch kurz danach scheint die Sonne wieder vom wolkenlosen Himmel. Du wanderst über eine trockene Landzunge, am nächsten Tag durch saftige Lorbeerwälder und am übernächsten durch dekadent blühende Gärten. Lass dich beeindrucken von der Naturpracht des Archipels, von seinen herzlichen Bewohnern und ihren leckeren Rezepten. Und nicht vergessen: Wenn dir das Wetter nicht passt, versuch es einfach noch mal auf der anderen Seite der Insel.

Praktische Hinweise

Anreise

Pauschalarrangements mit Flug und Unterkunft sind die einfachste und meist auch preiswerteste Variante. Ein reiner Charterflug kostet im Sommer 300–400 Euro. Zu ähnlichen Preisen bietet TAP Portugal mehrmals täglich eine Linienverbindung, allerdings mit Umsteigen in Lissabon. Von Lissabon fliegt die TAP im Sommer auch mehrmals wöchentlich direkt nach Porto Santo. Sonst verkehren von Madeira bis zu fünfmal täglich Maschinen der SATA (Flugdauer ca. 20 Minuten). Madeiras Flughafen0 291520700 liegt in Santa Catarina bei Santa Cruz, etwa 20 km vom Zentrum Funchals entfernt. Verbunden mit der City ist er durch die Buslinien 20, 53, 78, 113, 208 (die Haltestelle liegt etwa 100 m rechts der Ankunftshalle) sowie durch den Aerobus (er hält direkt vor der Ankunftshalle), der bis ins Hotelviertel von Funchal fährt.

Kreuzfahrtschiffe legen häufig in Madeira an. Die spanische Reederei Armaswww.navieraarmas.com bietet einmal wöchentlich eine Autofährverbindung von Teneriffa über Funchal nach Portimão (Algarve) und zurück an. Täglich verbindet die Fähre Lobo Marinho0 291210300www.portosantoline.ptPassage ca. 2 Stunden | Hin- und Rückfahrt ab 42,10 Euro in der Nebensaison Funchal mit der Schwesterinsel Porto Santo.

Auskunft

Tourismusbehörde – Turismo de Portugal

info@visitportugal.comwww.visitportugal.com

Posto de Turismo

291211900www.turismomadeira.pt

– Tourismusinformation Funchal: Avenida Arriaga16291211902

– Tourismusinformation Flughafen:Ankunftshalle291524933

Câmara Municipal de Porto Santo

Rua Dr. Nuno Silvestre TeixeiraEdifício de Serviços Públicos291980640www.cm-portosanto.pt

Auto

Die Höchstgeschwindigkeit auf Madeira liegt in allen Orten bei 50 km/h, auf Landstraßen bei 90 km/h und auf der via rápida, Madeiras „Autobahn“, herrscht eigentlich ein Tempolimit von 100 km/h. Trotzdem treten die Einheimischen gern mal kräftiger aufs Gaspedal. Auch die Promillegrenze von 0,5 und die Gurtpflicht nehmen nicht alle Autofahrer auf der Insel ernst. Es besteht Warnwestenpflicht. Die Hauptstraßen Madeiras und Porto Santos sind asphaltiert und weitgehend in gutem Zustand; viele verlaufen inzwischen in Tunnels. Die Parkplätze im Zentrum von Funchal sind rar und gebührenpflichtig.

Camping

Campen außerhalb des offiziellen Campingplatzes ist auf Madeira lediglich mit einem Berechtigungsschein der Forstbehörde Direcção Regional de Florestas0 291740060www.sra.pt/drf möglich. Die lokalen Forsthäuser weisen den Campern dann entsprechende Standorte zu. Madeiras Campingplatz liegt bei Ribeira da Janela, auf Porto Santo gibt es ein Zeltterrain in der Nähe des Hauptorts Vila Baleira.

Diplomatische Vertretungen

– Für Deutschland: HonorarkonsulatLargo do Phelps6Funchal0 291220338Mo–Fr 10–12.30 Uhr.

– Für Österreich: HonorarkonsulatRua Imperatriz Dona Amélia4FunchalEdifício Princesa | Loja 40 291206100hkonsulatfunchal@hotmail.comMo–Fr 9–12.30 Uhr.

– Die Schweiz ist auf Madeira konsularisch nicht vertreten, in Notfällen hilft das deutsche Konsulat.

Einreise

Für EU-Bürger und Schweizer genügen Personalausweis oder Reisepass.

Elektrizität

Adapter für Steckdosen sind in Portugal in der Regel nicht notwendig. Das Stromnetz führt 220 Volt Wechselstrom.

Geld & Preise

Auch auf dem Land gibt es inzwischen fast überall Geldautomaten. Die Summe pro Abhebung ist jedoch auf 200 Euro begrenzt, d. h. wer 400 Euro ziehen möchte, zahlt zwei Mal Gebühr. In größeren Hotels, Restaurants und Geschäften können Sie mit EC- und Kreditkarte zahlen. Das Preisniveau entspricht ungefähr dem deutschen. Grundnahrungsmittel wie Brot sind staatlich subventioniert und günstiger, andere Produkte wie z. B. Kosmetika und Hygieneartikel sind teurer. Außerhalb der Touristenzonen lebt man generell preiswerter.

Gesundheit

Viele Hotels vermitteln in Notfällen den jeweiligen Hotelarzt. Grundsätzlich ist eine medizinische Konsultation sofort zu bezahlen. Die Rechnung kann man bei der Krankenkasse in Deutschland einreichen.

Es empfiehlt sich immer der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung (schon ab 6 Euro/Jahr). Mit der EHIC (European Health Insurance Card, blaue Auslandskrankenkassenkarte) wird man in den staatlichen Krankenhäusern, Ambulanzen und Gesundheitszentren problemlos behandelt, z. B. im Centro de SaúdeRua das Hortas670 291208700Mo–Fr 8–20 Uhr in Funchal.

Unweit der Hotelzone von Funchal liegt das staatliche Hospital Cruz de CarvalhoAvenida Luís de Camões0 291705600. Facharzthilfe rund um die Uhr bietet die kleine, private Clinica da SéRua das Murças420 291207676, in der englisch gesprochen wird. Dort praktiziert auch der deutschsprachige Zahnarzt Dr. António Cardoso. In Caniço de Baixo hat sich der perfekt Deutsch sprechende Internist Dr. Pierre Curado niedergelassen (Rua Bartolomeu Perestrelo42Casa A–1–A291932218). Jeder größere Inselort hat ein Gesundheitszentrum (centro de saúde), auch Porto Santo: Centro de Saúde Porto SantoRua Dr. José Diamantino Lima0 291980060.

Es gibt – zumindest in den größeren Ortschaften – genügend Apotheken (farmácias, postos de medicamentos). Eine davon ist immer geöffnet; an jeder Apothekentür hängt der aktuelle Dienstplan aus.

Klima & Reisezeit

Es herrscht ganzjährig ein mildes Klima auf Madeira, selbst im Januar und Februar liegen die Tagestemperaturen an der Küste im Süden nur ausnahmsweise unter 15 Grad. Die wärmsten Monate sind Juli, August und September, trotzdem klettert das Thermometer in diesen Monaten selten über 25 Grad. Vor allem im Winter und Frühling müssen auch mal Regenschauer in Kauf genommen werden.

Das Wetter auf Madeira kann sehr wechselhaft sein, vor allem zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten. Die in den Hotels ausgehängten Wettervorhersagen (z.B. www.madeira-center.de/Klima.htm) sind nur als Richtwert zu nehmen. Webcams (z.B. www.madeirawebcams.com) sind hilfreicher. Weht ein Passatwind aus Nordost, ist es in den Bergen und an der Nordseite oft bewölkt, insgesamt aber stabil. Der Südostwind (leste) aus der Sahara bringt sonniges, warmes Wetter für den Großteil der Insel. Westwinde verursachen unbeständiges und regnerisches Wetter, da sie abwechselnd Warm- und Kaltluftfronten mit sich bringen.

Medien

Viele Hotels bieten deutschen TV-Empfang an. Die Deutsche Welle hören Sie auf 15 275 oder 17 869 kHz. Internationale Tageszeitungen gibt es am Kiosk, die deutschsprachige Monatszeitung in Madeira liegt kostenlos in vielen Hotels aus oder ist online unter www.inmadeira.de zu lesen.

Mietwagen

An den Flughäfen von Madeira und Porto Santo sind (inter)nationale Mietwagenfirmen vertreten. Ebenso in beiden Hauptstädten. Regionale Anbieter locken oft mit Sonderangeboten, es lohnt aber auf jeden Fall der Preisvergleich mit deutschen Offerten. Leihwagenkunden müssen mindestens 21 Jahre alt sein. Die Fahrzeugpreise liegen zwischen 30 und 70 Euro pro Tag, bei unbegrenzten Kilometern. In der Regel kommen auf diese Preise noch 13 Prozent Steuer pro Tag. Die Zustellung zu einem Hotel in Funchal ist meist frei, für Flughafenanmietung und -abholung wird eine Gebühr (ca. 15 Euro) erhoben.

Notruf

Notruf/Ambulanz: 0 112

SANAS Meeresnotruf: 0 291230112

Bergrettung (Protecção Civil): 0 291700112

Pannenhilfe: 0 800290290

Öffentliche Verkehrsmittel

Per Bus erreichen Sie fast jeden Ort auf Madeira und auch die meisten Sehenswürdigkeiten.

In Funchals Zentrum verkehrt ein kleiner elektrischer Bus (Linha Eco) – gratis. Bustickets können generell beim Fahrer gekauft werden, deutlich günstiger jedoch an den Kiosken der einzelnen Gesellschaften. Für Funchal empfehlen sich die elektronischen „Giros“ für 1 Euro/Fahrt (plus einmalig 0,50 Euro für das Ticket selbst), die man vor Fahrtbeginn an einem Automaten aufladen muss, oder der 7-Tage-Pass (17 Euro) für alle Linien im Stadtgebiet. Die Nachtbusse kann man nur mit einem Einheitsticket (1,80 Euro) nutzen.

Madeira hat kein einheitliches Busnetz, verschiedene Busagenturen sind für die einzelnen Regionen zuständig. In der Region Funchal verkehren die Horários do Funchal (www.horariosdofunchal.pt, mit Busfahrplan für die Region Funchal), für die Verbindung mit Caniço sorgt EACL (www.eacl.pt), Rodoeste fährt in den Westen der Insel (www.rodoeste.pt) und SAM in den Ostteil (www.sam.pt). Eine Art zentraler Busbahnhof befindet sich am Rand der Altstadt Funchals: zwischen Seilbahnstation und Praça da Autonomia fahren ein Großteil der Buslinien ab. Andere halten entlang der Avenida do Mar, so auch viele private Hotel-Shuttlebusse und der Flughafenbus (aerobus), der vom Flughafen in 20–30 Minuten bis in die Hotelzone fährt (5 Euro). TAP-Ticketbesitzer fahren umsonst in die City.

Öffnungszeiten

Touristenbüros, kleinere Geschäfte und öffentliche Einrichtungen (z. B. Museen) haben in der Regel Mo–Fr 9–12.30 und 14.30–18 Uhr geöffnet, Sa 9–13 Uhr. Bankzeiten sind Mo–Fr meist 9–15 Uhr. Supermärkte und Einkaufszentren sind Mo–So durchgehend bis 22 Uhr offen.

Wenn nicht anders angegeben, sind die aufgeführten Restaurants täglich 12–15 und ab 18 Uhr geöffnet (in der Regel bis ca. 23 Uhr). Abendliches Shopping ist in den Einkaufszentren (z. B. Madeira Shopping oder Forum Madeira) möglich, dort schließen die Geschäfte um 23 Uhr, am Wochenende hat man sogar bis Mitternacht Zeit für den Einkaufsbummel.

Post

Ein rot-weißes Schild mit Reiter und den Buchstaben CTT kennzeichnet die Poststationen. Geöffnet sind sie meist Mo–Fr 9–12.30 Uhr und 14–17.30 Uhr. Die Hauptpost von Funchal (Av. Zarco) ist Mo–Fr 9–20 Uhr und Sa 9–13 Uhr geöffnet. Briefmarken (selos) werden außer in der Post auch in lizenzierten Bars und Zeitungsläden bzw. Kiosken verkauft.

Postkarten sowie Briefe bis 20 g innerhalb Europas sind mit 0,68 Euro freizumachen.

Sprache

Auf Madeira wird Portugiesisch gesprochen, allerdings mit einem inseltypischen Dialekt, der von den Festlandsportugiesen gleich erkannt und manchmal belächelt wird. Urlauber kommen in den meisten Fällen gut mit Englisch zurecht, denn die starke englische Präsenz auf der Insel seit dem 19. Jh. hat ihre Spuren hinterlassen. In Hotels, Restaurants und Agenturen finden sich darüber hinaus oftmals Angestellte, die an der Tourismusschule Deutsch gelernt haben. Nicht gern gehört, aber in der Regel gut verstanden wird auf Madeira Spanisch. Wer die Weltsprache Portugiesisch (die weltweit immerhin von etwa 210 Mio. Menschen gesprochen wird) auf Madeira erlernen möchte, kann z. B. einen individuellen Privatkurs bei Catherine Teixeira Stickells buchen (www.survivalportuguese.info).

Taxi

Taxis fahren innerhalb von Funchal mit Taxameter. Die Gebührenordnung wird immer mitgeführt. Der Mindestpreis beträgt 2 Euro. Der zentrale Taxiruf für Funchal ist 291764476, alternativ bestellt die Hotelrezeption auch gern das Taxi. Bei Touren über die Insel ist ein Wagenpreis zwischen 50 und 100 Euro zu zahlen. Die Fahrt vom/zum Flughafen kostet je nach Ort 20–30 Euro. Überlandfahrten richten sich, auch wenn nicht mit Taxameter gefahren wird, nach der Festpreisliste.

Telefon & Handy

Am preisgünstigsten führen Sie Auslandsgespräche von der Hauptpost. In Funchal und in den größeren Orten gibt es Münz- und Kartentelefone für Gespräche auch ins Ausland (internacionais). Telefonkarten sind z. B. bei der Post, an Kiosken und in Tabakläden erhältlich.

Ausländische Mobiltelefone funktionieren überall auf Madeira und Porto Santo, sie wählen sich problemlos in das portugiesische Netz ein (v. a. Vodafone und TMN). Die Roaminggebühren innerhalb Europas sinken allmählich, am günstigsten ist dennoch das Verschicken von SMS. Bei längeren Aufenthalten in Portugal lohnt sich der Kauf einer portugiesischen Prepaidkarte (meist mit Startguthaben).

Vorwahlen: nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041. Von Deutschland nach Madeira/Porto Santo 00 351.

Trinkgeld

In Restaurants ist es üblich, aufzurunden oder 5–10 Prozent Trinkgeld zu geben. Dazu lässt man im Restaurant oder Café am Ende einfach das entsprechende Trinkgeld auf dem kleinen Rechnungsteller liegen. Es ist nicht üblich, dem Kellner bereits beim Bezahlen einen aufgerundeten Betrag zu nennen. Taxifahrer, Zimmermädchen, Portier, Kofferträger, Tour Guide und Schuhputzer freuen sich ebenfalls über einen kleinen Zusatz zum meist kargen Verdienst.

Unterkunft

Rund 31 000 Gästebetten gibt es zurzeit auf Madeira, das Gros in Funchal und Caniço, die meisten Vier- und Fünf-Sterne-Häuser (nach portugiesischem Verständnis). Darüber hinaus gibt es Aparthotels von einfach bis komfortabel, estalagens (einfachere Hotels) und albergarias sowie Pensionen (pensão, residencial) und die Landunterkünfte des turismo de habitação (TH) bzw. turismo rural (TR). Mitunter sind dies ehemalige Herrensitze (quintas) – allerdings nutzen auch Hotels die begehrte Bezeichnung. Infos zu Unterkünften z. B. www.madeirarural.com oder www.madeira-club.de

Wasser

Das Leitungswasser ist hygienisch einwandfrei, schmeckt jedoch leicht gechlort und wird oft chemisch behandelt. Zum Zähneputzen ist es unbedenklich, doch es empfiehlt sich, Trinkwasser (auch als 5-l-Kanister erhältlich) im Supermarkt zu kaufen.

Zeit

Auf dem Archipel gilt Greenwicher Zeit (WEZ = MEZ  – 1 Std.). Daher ist es immer eine Stunde früher als in Deutschland.

Zoll

EU-Bürger können Waren zum persönlichen Gebrauch zollfrei ein- und ausführen. Gewisse Obergrenzen sind zu beachten, z. B. 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen pro Person (ab 17 J.). Für Schweizer gelten als Freimenge z. B. 200 Zigaretten, 2 l Wein, 1 l Spirituosen. www.zoll.de

Events, Feste & mehr

Gesetzliche Feiertage

1. Januar

Ano Novo (Neujahr)

März/April

Sexta-feira Santa (Karfreitag)

25. April

Dia de Portugal (Jahrestag der Nelkenrevolution)

1. Mai

Dia do Trabalho (Tag der Arbeit)

Mai/Juni

Corpo de Deus (Fronleichnam)

10. Juni

Dia de Camões (Todestag des Nationaldichters Luís Vaz de Camões)

15. August

Assunção (Mariä Himmelfahrt)

5. Oktober

Dia da República (Tag der Republik)

1. November

Todos os Santos (Allerheiligen)

1. Dezember

Dia da Restauração (Unabhängigkeitstag)

8. Dezember

Imaculada Conceição (Mariä Empfängnis)

25. Dezember

Natal (Weihnachten)

Feste & Veranstaltungen

Februar

Karneval: große Parade à la Rio de Janeiro mit Samba-Tanzgruppen und Themenwagen von der Avenida do Infante bis ins Zentrum Funchals

April/Mai

Festa da Flor: Blumenfest zur Frühlingsblüte in Funchal. Höhepunkt ist ein Straßenumzug mit blumengeschmückten Wagen (zwei Wochen nach Ostern)

Juni

Festival do Atlântico: hochkarätige Konzerte und Ballettgastspiele in Funchal und Calheta, gepaart mit dem Internationalen pyrotechnischen Wettbewerb und Straßenmusik (den ganzen Monat, Feuerwerkskonzerte jeweils samstags)

Altares de São João: Heiligenfest mit Altarbau-Wettbewerb und Gastronomie rund um die Praça do Carmo in Funchal (Woche des 24. Juni)

Juli

48 horas a Bailar: Folklorefestival in Santana mit Tanz- und Musikgruppen, Infoständen der Gemeinden, hausgemachten Spezialitäten und Kirmes

Feira do Porto Moniz: große Landwirtschaftsausstellung in einem Waldstück oberhalb des Küstenstädtchens

August

Nossa Senhora do Monte: religiöser Höhepunkt des Jahres. An Mariä Himmelfahrt ehren die Madeirer die Schutzpatronin der Insel mit einer Wallfahrt. Von weit her strömen die Pilger zur reich geschmückten Kirche von Monte.

September

Madeira Weinfestival: Weinverkostungen und Ausstellungen auf der Avenida Arriaga in Funchal und in Estreito de Câmara de Lobos

Festa da Nossa Senhora da Piedade: Bootsprozession in Caniçal, die Marienstatue wird übers Meer geleitet

Festa do Pêro: Apfelfest in Ponta do Pargo mit Traktorenkorso und Verkauf bäuerlicher Erzeugnisse und hausgemachter Konfitüren

Festival Colombo: Porto Santo ehrt mit mittelalterlichem Markt, Gauklerspielen und einem historischen Umzug drei Tage lang seinen berühmtesten Bewohner. Höhepunkt ist die Nachstellung der Abreise Kolumbus' am Kai von Vila Baleira.

Festival da Natureza: Eine Woche lang feiert Madeira sein wertvollstes Gut: die Natur. Zu Land, zu Wasser und in der Luft finden Veranstaltungen und sportliche Aktivitäten statt. www.visitmadeira.pt/madeiranaturefestival

Oktober/November/Dezember

Festa do Senhor dos Milagres: nächtliche Prozession zu Ehren des Wundertätigen Jesus in Machico (9. Okt.)

Kastanienfest in Curral das Freiras mit Kastanienbrot, Likör, Folklore (1. Nov.)

Silvesterfeuerwerk: Der Jahreswechsel beginnt in Funchal Ende November. Höhepunkt der Festas do Fim do Anoy ist Silvester, wenn in der Hafenbucht und an den „Rängen“ des natürlichen Theaters das berühmte gezündet wird.

Bloss nicht

Oben ohne

Wie alle Südländer legen die Madeirer großen Wert auf korrekte Kleidung. Nackte Männeroberkörper sind außer am Strand ein absolutes Tabu, auch durch knappe Freizeitkleidung bei Frauen zeigen sich sowohl viele Dorf- als auch Stadtbewohner irritiert. Unbedeckte weibliche Brüste werden allenfalls am Hotelpool akzeptiert; in öffentlichen Badeanstalten und am Strand erregen sie heftigen Anstoß.

„Gracias“ sagen

Portugiesen verstehen in der Regel sehr gut spanisch, wissen, dass „Gracias“ (Danke) vielen Deutschen schnell und gern über die Lippen kommt. Doch umso mehr freuen sie sich über ein mutiges „Obrigado!“ oder „Obrigada!“. Auch wenn das historisch schwierige Verhältnis zu den Spaniern heute entspannter ist, werden sie ungern als solche behandelt oder angeredet.

Stöckelschuhe einpacken

Madeira ist kein Pflaster für Highheels. Steile Anstiege und Kopfsteinpflaster machen selbst in Funchal den Bummel zu einem sportlichen Akt. Geben Sie also Sneakers den Vorzug vor Sandalen oder Pumps. Und bei Wanderausflügen sollten Sie unbedingt knöchelhohe Stiefel mit gutem Sohlenprofil tragen. Die Wege sind mitunter sehr schmal und ausgesetzt, selten gepflegt oder gar gesichert, oft besteht Rutschgefahr.

Distanzen unterschätzen

In Kilometern gemessen weist Madeira keine großen Entfernungen auf. Doch immer wieder müssen Schluchten und Berge überwunden werden. Zwar nimmt die Zahl der Tunnel ständig weiter zu, aber vielerorts gilt es noch, sich auf schmalen, steilen, kurvigen Sträßchen zum Ziel zu winden. Nebel, Wegsperrungen, Felsbrocken (es kommt gerade nach Regentagen immer wieder zu Steinschlag!) oder behäbige Baufahrzeuge stellen oft weitere Hindernisse dar. Planen Sie deshalb reichlich Zeit für ihre Ausflugsfahrten ein.

Achtlos mit Feuer umgehen

In den Sommermonaten trocknet die Vegetation selbst auf der sonst reichlich feuchten Insel oft stark aus. Eine achtlos weggeworfene brennende Zigarette oder ein unsachgemäßes Grillfeuer können dann eine Brandkatastrophe auslösen. Vor allem im dünn besiedelten Westen Madeiras lodern fast jedes Jahr großflächige Brände, mitunter noch kräftig angefacht durch starken Wind.

Anreißern nachgeben

Die Auswahl ist groß an Restaurants in Funchal, vor allem in der Altstadt. Aber seriöse Unternehmen haben es nicht nötig, aggressive Werber, die mit der Speisekarte fuchteln, auf die Straße zu stellen. Lehnen Sie freundlich, aber bestimmt ab.

Bücher & Filme

Raquels Töchter

Helena Marques schrieb diesen Roman, eine Familiengeschichte, die im 19. Jh. auf Madeira spielt.

Die sanften Riesen der Meere

Held der Erzählung von Nina Rauprich ist der zwölfjährige Manuel, der im Walfängerdorf Caniçal lebt. Spannend und informativ, auch für Erwachsene.

Blütenwolken, Wein und ewig Frühling

eine Lesereise über die Insel. Reportagen- und Essaysammlung von MARCO POLO Autorin Rita Henss

Moby Dick

Klassiker (1956) von John Huston nach dem Roman von Herman Melville, in der Hauptrolle Gregory Peck. Die Eingangssequenzen mit den Walfängerbooten wurden auf Madeira gedreht.

Bis Morgen, Mario

Dokumentation von Solveig Nordlund zum Thema Straßenkinder auf Madeira (1993)

Madeira – Eine Perle im Atlantik

Impressionen von den schönsten Orten der Insel, dazu Informatives (DVD, 2007)

14-17 °C
5 h/Tag
19 °C

Fakten

Einwohner 256.391
Strom 220 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 01:41 Uhr

Anreise

4h 10min
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Beliebte Städte in Madeira

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