Korbschlittenfahrt auf Madeira
© Hanneke Wetzer, Shutterstock
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Bloss nicht: Diese Dinge solltest du auf Madeira auf keinen Fall tun

Blumeninsel, Perle des Atlantiks, Insel des ewigen Frühlings – was lässt man sich für Madeira nicht alles einfallen! Eines ist sicher: Ein Urlaub reicht gar nicht aus, um die irre Vielfalt an Landschaften und Wanderwegen und die tolle Mischung aus Kultur, Action, Kulinarik und Natur auszuschöpfen. Aber einige Dinge, die andernorts als harmlos gelten, sind auf der Insel verboten oder zumindest stark reglementiert. Wenn du diese 9 Regeln beachtest, trägst du aktiv dazu bei, dass dieses Fleckchen Erde so bleibt, wie es ist: ursprünglich, sauber und einzigartig.

von Sinja Stiefel, 22.11.2025

Bloss nicht: Diese Dinge solltest du auf Madeira auf keinen Fall tun

  • Korbschlittenfahrt auf Madeira© Hanneke Wetzer, Shutterstock

Blumeninsel, Perle des Atlantiks, Insel des ewigen Frühlings – was lässt man sich für Madeira nicht alles einfallen! Eines ist sicher: Ein Urlaub reicht gar nicht aus, um die irre Vielfalt an Landschaften und Wanderwegen und die tolle Mischung aus Kultur, Action, Kulinarik und Natur auszuschöpfen. Aber einige Dinge, die andernorts als harmlos gelten, sind auf der Insel verboten oder zumindest stark reglementiert. Wenn du diese 9 Regeln beachtest, trägst du aktiv dazu bei, dass dieses Fleckchen Erde so bleibt, wie es ist: ursprünglich, sauber und einzigartig.

von Sinja Stiefel, 22.11.2025

1. Kein offenes Feuer entfachen!

Der Gedanke an ein kleines Lagerfeuer am Berghang mag romantisch sein – auf Madeira ist er brandgefährlich. Die Kombination aus dichtem Wald, trockenen Sommern und starkem Wind macht offene Flammen zu einem ernsten Risiko. Deshalb ist es strengstens untersagt, in freier Natur Feuer zu entzünden.

Dazu gehören:

  • Lagerfeuer
  • Holzkohlegrills und Gaskocher
  • Rauchen auf vielen Wanderwegen

Gut zu wissen: Offizielle Grillplätze sind vorhanden – etwa in ausgewiesenen Freizeitparks. Dort darfst du unter sicheren Bedingungen nach Herzenslust bruzzeln.

2. Nicht wild campen

Mit dem Zelt auf einem Hochplateau einschlafen, der Sonne beim Aufgehen zusehen – Madeira scheint wie gemacht fürs Wildcampen. Doch auch hier gilt: Die Natur ist kein rechtsfreier Raum. Das Übernachten in freier Wildbahn, egal ob im Zelt oder im Auto, ist ohne Genehmigung verboten.

Was erlaubt ist: Offizielle Campingplätze, teilweise kostenlos, mit einfachen Einrichtungen und fantastischer Aussicht.

3. Müll nicht achtlos liegen lassen

Madeira ist auffallend sauber. Dafür gibt es einen Grund: Die lokale Bevölkerung – und viele Reisende – achten penibel darauf, keinen Müll in der Natur zurückzulassen. Was vielen nicht bewusst ist: Auch Obstschalen oder Papiertaschentücher gelten als Abfall und haben in der Landschaft nichts verloren.

Tipp für unterwegs: Immer einen kleinen Müllbeutel dabeihaben – so lässt sich alles wieder mitnehmen, was nicht in die Natur gehört.

4. Keine Pflanzen pflücken oder mitnehmen

Madeira ist berühmt für seine seltenen, teils nur hier vorkommenden Pflanzenarten. Gerade deshalb ist es gesetzlich verboten, Blumen oder andere Pflanzen in der Natur zu pflücken oder auszugraben. Besonders in geschützten Gebieten wie dem Lorbeerwald (UNESCO-Weltnaturerbe) wird das streng kontrolliert.

Besser als mitnehmen: Fotografieren. Und sich am Wissen erfreuen, dass die Pflanze auch beim nächsten Besuch noch dort wachsen wird.

5. Keinen Müll in Nationalparks hinterlassen (oder sonst wo)

Madeira ist stolz auf seine unberührte Natur und die zahlreichen Nationalparks. Müll in der Natur zu hinterlassen, ist nicht nur unhöflich, sondern auch extrem schädlich für die Umwelt und die Tierwelt. Achte darauf, deinen Müll immer mitzunehmen und in den dafür vorgesehenen Behältern zu entsorgen. Respektiere die Natur, damit auch zukünftige Generationen ihre Schönheit genießen können.

Tipp für unterwegs: Immer einen kleinen Müllbeutel dabeihaben – so lässt sich alles wieder mitnehmen, was nicht in die Natur gehört.

6. Nicht unvorbereitet Wandern gehen

Madeiras Levada-Wanderwege, die entlang der historischen Bewässerungskanäle führen, können herausfordernd und gefährlich sein. Es ist unerlässlich, sich gut vorzubereiten, die richtige Ausrüstung wie feste Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung und Karten mitzunehmen. Informiere dich über die Route und die Wetterbedingungen und denke daran, genug Wasser und Proviant einzupacken, um sicherzustellen, dass du für unerwartete Situationen gewappnet bist.

7. Ohne Sonnencreme unterwegs sein

Die Sonne auf Madeira kann besonders intensiv sein, selbst an bewölkten Tagen. Ein Sonnenbrand kann nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch langfristige Hautschäden verursachen. Verwende daher immer eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und creme regelmäßig nach.

8. Nicht auf aktuelle Wetterwarnungen achten

„Vier Jahreszeiten an einem Tag“ – das ist auf Madeira keine Floskel, sondern Realität. Viele unterschätzen, wie schnell sich das Wetter auf der Insel ändert. Vor allem beim Wandern oder Autofahren kann das gefährlich werden. Nebel, Windböen und plötzlich einsetzender Regen sind in höheren Lagen keine Seltenheit – auch wenn unten an der Küste noch die Sonne scheint.

Informiere dich daher schon vorab über die beste Reisezeit für Madeira.

Offiziell gesperrte Wanderwege (z. B. bei Sturmwarnung) dürfen nicht betreten werden

Warnstufen des portugiesischen Wetterdienstes IPMA sind bindend für viele Aktivitäten

Bei Starkregen drohen Erdrutsche oder Überschwemmungen auf Straßen

Empfehlung:

Täglich den Wetterbericht checken

Spontan auf Plan B umsteigen – Madeira hat genug zu bieten

Wanderungen abbrechen, wenn sich das Wetter spürbar verschlechtert