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Wissenswertes über Madeira
Erhalte wichtige Tipps zu Anreise, Fortbewegung, Klima, Zoll, Sicherheit, WLAN und mehr für deine Reise nach Madeira. So bist du bestens vorbereitet!Bloss nicht
Fettnäpfchen und Reinfälle vermeidenWas kostet wieviel?
| Was? | Wieviel €? |
|---|---|
| Poncha | 3–4 Euro für einen Mini-cocktail |
| Bica | 1 Euro für einen Espresso |
| Lapas | 8-12 Euro für eine Portion Napfschnecken |
| Benzin | ca. 2 Euro für 1 l Normalbenzin |
| Badeanstalt | 2-5 Euro pro Tag im Meeresbad |
| Souvenir | 18–25 Euro für eine Flasche Madeirawein (10 Jahre alt) |
Feste & Feiertage
1. Januar
- Ano Novo (Neujahr)
Karnevalsdienstag
- Carnaval
Karfreitag
- Sexta-feira Santa
25. April
- Dia da Libertade (Tag der Nelkenrevolution 1974)
1. Mai
- Dia do Trabalhor (Tag des Arbeiters)
Mai
- Festa da Flor (Blumenfest)
Fronleichnam
- Corpo de Deus
Juni
- Festival do Atlântico Funchal (Konzerte/ Feuerwerke jeden Sa im Hafen von Funchal)
10. Juni
- Dia de Portugal (Tod des Nationaldichters Luís Vaz de Camões)
15. August
- Assunção (Mariä Himmelfahrt)
September
- Weinfest (Funchal & Câmara de Lobos)
5. Oktober
- Kolumbusfest (Porto Santo)
1. November
- Implantação da República (Gründung der Republik 1910)
1. Dezember
- Todos os Santos (Allerheiligen)
8. Dezember
- Restauração da Independência (Ende der Personalunion mit Spanien 1640)
25. Dezember
- Imaculada Conceição
Vorbereitung
Zeit
– 1 Stunde Zeitverschiebung
Es gilt Greenwicher Zeit.
Ankommen
Anreise
Nach Madeira kommst du entweder per Kreuzfahrtschiff (dann bleibst du aber nicht lange) oder per Flugzeug.
Am einfachsten zu organisieren und meist auch am günstigsten ist ein Pauschalarrangement mit Charterflug und Unterkunft. Die Charterflüge gehen an bestimmten Wochentagen von verschiedenen deutschen Flughäfen aus direkt nach Madeira. Tägliche Linienflugverbindungen bietet TAP Portugal mit Umsteigen in Lissabon an, im Sommer gibt es auch TAP-Flüge von Lissabon nach Porto Santo. Auf die Nachbarinsel kommst du ansonsten per Fähre ab Funchal (portosantoline.pt) oder mit den Turboprop-Maschinen von Binter (bintercanarias.com) ab dem Flughafen Cristiano Ronaldo.
Madeiras Flughafen, etwa 20 km östlich von Funchal und nach dem Fußballspieler benannt, hat inzwischen eine nicht mehr ganz so gefährliche Start- und Landebahn mit 2777 m Länge. Trotzdem kann es passieren, dass mal durchgestartet, nach Porto Santo ausgewichen oder gar umgekehrt werden muss, wenn komplizierte Scherwinde am Steilküstenhang das Landen unmöglich machen.
Einreise
EU-Bürger benötigen lediglich einen gültigen Personalausweis, um nach Madeira einzureisen.
Klima & Reisezeit
Madeira wirbt damit, ein ideales Ganzjahresziel zu sein. Und es stimmt, denn es herrscht ganzjährig ein mildes Klima, selbst im Januar und Februar liegen die Tagestemperaturen an der Küste im Süden um 15 Grad. Die wärmsten Monate sind Juli, August und September, dann klettert das Thermometer insbesondere an der Südküste auch schon mal über 25 Grad.
Trotz der grundsätzlich milden Temperaturen kann das Wetter auf Madeira sehr wechselhaft sein, und gerade im Winter und Frühling musst du immer mal wieder Regenschauer und ungemütliche Stürme in Kauf nehmen. Wettertabellen und Apps beziehen sich meist nur auf Funchal, doch auf Madeira gibt es zahlreiche Mikrowitterungen, sodass Webcams für die Planung des Urlaubstags hilfreicher sind. Ein paar Faustregeln: Weht ein Passatwind aus Nordost, ist es in den Bergen und an der Nordseite oft bewölkt, insgesamt aber stabil. Der Südostwind (leste) aus der Sahara bringt sonniges, warmes Wetter für den Großteil der Insel. Westwinde verursachen unbeständiges und regnerisches Wetter, da sie abwechselnd Warm- und Kaltluftfronten mit sich bringen. Doch die beste Regel ist wohl: Wenn dir das Wetter nicht gefällt, fahr einfach auf die andere Seite der Insel!
Zoll
Innerhalb der EU (zoll.de) sind zur Einund Ausfuhr gewisse Obergrenzen für den persönlichen Gebrauch zu beachten (z. B. 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen). Für Schweizer (ezv.admin.ch) gelten geringere Freimengen bis zu einem Gesamtwert von 300 Franken (z. B. 250 Zigaretten, 1 l Spirituosen).
Weiterkommen
Auto & Mietwagen
An den Flughäfen, in den beiden Hauptstädten von Madeira und Porto Santo sowie in Caniço de Baixo sind (inter-)nationale Mietwagenfirmen vertreten. Regionale Anbieter locken oft mit Sonderangeboten, es lohnt aber der Preisvergleich mit deutschen Offerten. Überhaupt ist es meist günstiger, den Leihwagen vor dem Urlaub über die einschlägigen Portale zu buchen (Mindestalter 21 Jahre). Eine Kreditkarte ist meist notwendig. Die Fahrzeugpreise beginnen bei rund 20 Euro pro Tag (Mietdauer 1 Woche), bei unbegrenzten Kilometern. Achte auf gute Bremsen und ausreichend PS, damit du die steilen Berghänge der Insel erklimmen kannst.
Die Höchstgeschwindigkeit auf Madeira liegt in allen Orten bei 50 km/h, auf Landstraßen bei 90 km/h, und auf der via rápida, der „Autobahn“ Madeiras, herrscht ein Tempolimit von 100 km/h. Trotzdem treten die Einheimischen gern mal kräftiger aufs Gaspedal. Auch die Promillegrenze von 0,5 und die Gurtpflicht nehmen nicht alle Autofahrer auf der Insel ernst. Es besteht Warnwestenpflicht.
Die Hauptstraßen Madeiras und Porto Santos sind asphaltiert und weitgehend in gutem Zustand; viele verlaufen inzwischen in Tunnels.
Öffentliche Verkehrsmittel
Vom Flughafen kommst du mit dem Aerobus (5 Euro | sam.pt) gut nach Funchal (Abfahrt vor der Ankunftshalle). Er bringt dich bis ins Hotelviertel. Fast jeder andere Ort auf Madeira und die meisten Sehenswürdigkeiten (allerdings nicht die Bergregionen) sind per Bus erreichbar – mühsam, aber nicht unmöglich.
Madeira hat kein einheitliches Busnetz, verschiedene Agenturen sind für die einzelnen Regionen zuständig. In der Region Funchal verkehren die Horários do Funchal (horariosdofunchal.pt, mit Busfahrplan), für die Verbindung mit Caniço sorgt EACL (eacl.pt), Rodoeste (rodoeste.com.pt) fährt in den Westen der Insel und SAM (sam.pt) in den Ostteil. Eine Art zentraler Busbahnhof befindet sich am Rand der Altstadt Funchals: zwischen Seilbahnstation und Praça da Autonomia fahren ein Großteil der Buslinien ab. Andere halten entlang der Avenida do Mar, so auch viele private Hotel-Shuttlebusse. Bustickets erhält man auch beim Fahrer.
Ein Mehrtagespass kann sich bei häufigeren Fahrten lohnen (z. B. 21,50 Euro/ 7 Tage). Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann in Funchal auch gut den Mini-E-Bus Linha Eco Cidade (Linie 05A) nehmen, der seine Runden durch die Innenstadt fährt und auf Handzeichen hält. In Funchal selbst fährt ansonsten günstiger, wer eine wiederaufladbare „Giro“-Karte hat (0,50 Euro plus Ticketpreis).
Taxi
Taxis stehen an den „praças de taxi“ und fahren innerhalb von Funchal mit Taxameter. Die Gebührenordnung wird immer mitgeführt. Der Mindestpreis in Funchal beträgt 3 Euro, außerhalb der Inselhauptstadt 4 Euro (Mo–Fr 6–21 Uhr). Einer der zentralen Taxirufe für Funchal ist Tel. 2 91 76 44 76, alternativ bestellt die Hotelrezeption das Taxi. Manche Taxiunternehmen bieten Inselexkursionen an (um die 120–150 Euro). Die Fahrt vom/zum Flughafen kostet je nach Ort 30–70 Euro. Überlandfahrten richten sich nach der Festpreisliste.
Vor Ort
Auskunft vor Ort
Über das offizielle Tourismusportal visitmadeira.com bekommst du schon vorab viele Informationen. Darüber hinaus gibt‘s Stadtpläne und Wanderbroschüren in den Touri-Infos (Posto de Turismo) in den Zentren aller wichtigen Orte, in Funchal z.B. in der Av. Arriaga 16 | Tel. 2 91 21 19 02.
Geld
Fast überall auf Madeira gibt es Geldautomaten (Multibanco), je nach Heimatbank können Abhebegebühren anfallen, außerdem sind Abhebungen auf zwei Mal 200 Euro/Tag beschränkt. Bei den Automaten von ATM Euronet Worldwide entfällt diese Beschränkung. Mietwagen, Hotel, oft auch das Restaurant – fast alles lässt sich mit Kredit- und EC-Karten bezahlen.
Öffnungszeiten
Touristenbüros, kleinere Geschäfte und öffentliche Einrichtungen haben meist Mo–Fr 9–12.30 und 14.30–18, Sa 9–13 Uhr geöffnet. Museen sind häufig Mo geschlossen, manche auch So. Bankzeiten sind Mo–Fr 9–15 Uhr. Supermärkte und Einkaufszentren sind Mo–So durchgehend bis 22 Uhr offen.
Wenn nicht anders angegeben, sind die im Band aufgeführten Restaurants täglich 12–15 und ab 18 Uhr geöffnet (in der Regel bis ca. 23 Uhr). Abendliches Shopping ist in den Einkaufszentren (z. B. Madeira Shopping oder Forum Madeira) bis 23 Uhr möglich, am Wochenende sogar bis Mitternacht.
Post
Ein rot-weißes Schild mit Reiter und den Buchstaben CTT kennzeichnet die Poststationen. Geöffnet sind sie meist Mo–Fr 9–17 Uhr. Briefmarken (selos) werden auch in lizenzierten Bars und Zeitungsläden bzw. Kiosken verkauft. Postkarten und Briefe bis 20 g innerhalb Europas kosten 1,20 Euro.
Preise
Bis zu 10 Euro kostet ein Museumseintritt, für Kinder, Studenten und Senioren gibt es Ermäßigung (meist 50 Prozent). Sonntagsvormittags ist der Eintritt manchmal frei, einige Museen in Funchal sind sogar immer gratis.
Sprache
Auf Madeira wird Portugiesisch mit einem inseltypischen Dialekt gesprochen. Urlauber kommen in den meisten Fällen gut mit Englisch zurecht. In Hotels, Restaurants und Agenturen gibt es oft Angestellte, die an der Tourismusschule Deutsch gelernt haben.
Strände & Baden
Madeira ist keine Strandinsel. In Calheta und Machico wurden künstliche Strände angelegt, an der Prainha und in Seixal findest du etwas schwarzen Sand. Ansonsten gibt’s Hotelpools, grobe Kieselsteinstrände und viele Felsen, die jedoch an manchen Stellen mit etwas Beton in tolle Felsbadeanlagen verwandelt wurden (z. B. in Porto Moniz). Für einen richtigen Badeurlaub ist Porto Santo mit seinem 9 km langen Sandstrand besser geeignet als Madeira. Einen FKK-Strand gibt’s auf dem Archipel nirgendwo.
Telefon, Handy & WLAN
Vorwahlen: nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041.Von Deutschland nach Madeira/ Porto Santo 00 351.Handynummern auf Madeira beginnen mit 9, Festnetznummern mit 2.
WLAN gibt es in jedem Hotel und in den meisten Restaurants und Cafés.
Toiletten
Viele ältere WCs und die in den einfachen Bars (vor allem in den Bergen) vertragen wegen der schmalen Rohre kein Papier. Das gehört stattdessen in den bereitstehenden Abfalleimer.
Trinkgeld
In Restaurants wird die Zeche in der Regel aufgerundet, oder es werden 5–10 Prozent Trinkgeld gegeben. Dazu lässt man am Ende das entsprechende Trinkgeld auf dem kleinen Rechnungsteller liegen. Es ist nicht üblich, dem Kellner bereits beim Bezahlen einen aufgerundeten Betrag zu nennen.
Taxifahrer, Zimmermädchen, Portier, Kofferträger, Tourguide und Schuhputzer freuen sich ebenfalls über einen kleinen Zusatzverdienst zum meist kargen Lohn.
Unterkunft
Es gibt alles, vom einfachen Campingplatz bis zum Glamping, von der Jugendherberge bis zum Hostel und von der günstigen Pension bis zum absoluten Luxushotel. Alles eine Frage des Geldbeutels und der Vorlieben. Besonders hübsch sind auf Madeira die restaurierten Quintas.
Notfälle und Sicherheit
Trinkwasser
Das Leitungswasser auf Madeira ist hygienisch einwandfrei, schmeckt jedoch leicht gechlort und wird oft chemisch behandelt. Zum Zähneputzen ist es unbedenklich, doch es empfiehlt sich, Trinkwasser (auch als 5-l-Kanister erhältlich) im Supermarkt zu kaufen.
Diplomatische Vertretungen
Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland
Sérgio Sousa | Rua do Amparo 26 | Edifício Concórdia, Bloco G | Funchal | Tel. 2 91 70 72 80 | lissabon.diplo.de
Honorarkonsulat der Republik Österreich
Caminho de Santo António 243 | Funchal | Tel. 937132857| bmeia.gv.at
Schweizer Konsulat
Vereda Ponte da Vargem 6 | Quinta Ribeiro Real | Estreito Câmara de Lobos | Mobiltel. 9 67 59 25 42 | eda.admin.ch/lisbon
Notruf
– Notruf/Ambulanz: Tel. 1 12
– SANAS Meeresnotruf: Tel. 2 91 23 01 12
– Bergrettung (Protecção Civil): Tel. 2 91 70 01 12
Gesundheit
Viele Hotels vermitteln in Notfällen einen Arzt aus einer Privatklinik. Grundsätzlich sind diese privaten Konsultationen sofort zu bezahlen, auch wenn man direkt in eine der Privatkliniken geht. Die (detaillierte!) Rechnung reicht man bei der Auslandskrankenversicherung ein. Es empfiehlt sich immer, eine abzuschließen.
Mit der EHIC (European Health Insurance Card, auf der Rückseite der Gesundheitskarte) wird man in den staatlichen Krankenhäusern, Ambulanzen und Gesundheitszentren problemlos und in der Regel ohne Kosten behandelt, eine Auflistung und die Kontakte aller Einheiten findet man unter sesaram.pt.
Es gibt – zumindest in den größeren Ortschaften der Insel – genügend Apotheken (farmácias). Eine davon ist immer geöffnet; an der Eingangstür jeder Apotheke hängt der aktuelle Dienstplan aus.
Fahrverhalten
Bei starkem Regen ist auf den Bergstraßen Vorsicht geboten: Steine und Geröll fallen von den Hängen auf die Fahrbahn, nicht selten sind Straßen gesperrt (procivmadeira.pt). Im Hochland sollte man bei Nebel besonders umsichtig fahren. Die Parkplätze im Zentrum von Funchal sind rar und gebührenpflichtig.
Kein Feuer machen
Eine achtlos weggeworfene brennende Zigarette oder ein unsachgemäßes Grillfeuer können in den trockenen Sommermonaten eine Brandkatastrophe auslösen. Fast jedes Jahr lodern in den Bergen großflächige Brände, mitunter kräftig angefacht durch starken Wind. Daher gilt immer Vorsicht beim Umgang mit Feuerzeug und Co.