Ist erwähnt in Reiseführer:
Camacha ist eigentlich ein unscheinbares Dorf in höheren Gefilden. Doch in der höchstgelegenen Gemeinde Madeiras werden noch immer vereinzelt Körbe geflochten. Und was wäre aus dem fußballverrückten Portugal geworden, wenn ein Sprössling aus dem Ort nicht einst den Ballsport hier eingeführt hätte?
1875 war das. Einer der Söhne der Weinhändlerfamilie Hinton hatte beim Studium in England das Fußballspielen kennengelernt und wollte es nun auch seinen Kumpels in Camacha zeigen. Und so lernten die Madeirer hier auf dem Dorfplatz als Erste im Land das Kicken, ohne das wohl heute kein Portugiese mehr auskommen würde.
Der 6250-Ew.-Ort liegt auf einem fruchtbaren Bergrücken, fast 700 m über dem Meer. Auf den Terrassenfeldern der Umgebung wachsen viele Apfelbäume, denen die feierfreudigen Dorfbewohner ihr alljährliches Apfelfest – und den spritzigen cidra (Apfelwein) – verdanken. An Folklore fehlt es nicht hier oben, tänzerisch und musikalisch gehören die Tanzgruppen zu den temperamentvollsten der Insel. Vielleicht hilft das „Warmtanzen“ gegen die oft klamme Kälte auf dieser Höhe.
Camacha Sehenswertes & Restaurants

Restaurants
Geographical
Touristenattraktionen
Architektonische Highlights
Restaurants
Geographical
Touristenattraktionen
Architektonische Highlights
O Cesto
Restaurants- regional
Insider-Tipp Super Suppe!
„Der Korb“ ist ein typisches familiäres Lokal der alten Schule: vorne Kneipe und Café (mit köstlicher Poncha!), hinten der Speiseraum. Hier werden dir vor allem die Dorfbewohner selbst begegnen, sie essen deftige einheimische Gerichte wie z. B. eine wärmende Weizensuppe. Der Besitzer spricht gut Englisch und hilft dir bei der Auswahl.
- Rua Maria Ascensão 93, 9135-053 Camacha
- +351 291 922 068
Insider-Tipp Super Suppe!
„Der Korb“ ist ein typisches familiäres Lokal der alten Schule: vorne Kneipe und Café (mit köstlicher Poncha!), hinten der Speiseraum. Hier werden dir vor allem die Dorfbewohner selbst begegnen, sie essen deftige einheimische Gerichte wie z. B. eine wärmende Weizensuppe. Der Besitzer spricht gut Englisch und hilft dir bei der Auswahl.
- Rua Maria Ascensão 93, 9135-053 Camacha
- +351 291 922 068
Casa de Pasto O Boleo
Restaurants- regional
Uriges Restaurant am Rand des Kirchplatzes mit täglich wechselndem Angebot einheimischer Küche. Kleine Straßenterrasse.
- Rua Maria Ascencao 106, Camacha
- +351 291 617 508
Uriges Restaurant am Rand des Kirchplatzes mit täglich wechselndem Angebot einheimischer Küche. Kleine Straßenterrasse.
- Rua Maria Ascencao 106, Camacha
- +351 291 617 508
Camacha
Geographical © Pack-Shot, Shutterstock
Fast 700 m über Meeresniveau erhebt sich der flache Bergrücken, auf dem der Ort thront. Er ist umgeben von Terrassenfeldern mit Apfelbäumen (deren Früchte u.a. zu spritzigem cidra, Apfelwein, verarbeitet werden) und feuchten Tälern. Auf dem Grund dieser Täler wachsen die kleinen Korbweiden, aus deren Ruten die Bewohner Camachas Möbel und andere Gegenstände flechten. Gut ein Drittel der Bevölkerung lebt von diesem Handwerk, meist ist die ganze Familie beteiligt. Im Frühjahr schneiden die Männer die Ruten, danach werden sie gekocht oder wochenlang eingeweicht. Durch das - mit einer intensiven Geruchsentwicklung verbundene - Erhitzen erhalten die Weiden ihre rotbraune Farbe. Das Flechten erfolgt in Heimarbeit. Wer ein wenig herumfragt, erhält sicher die Adresse eines dieser Ateliers der vimeiros (vimes heißt Ginster, Binsen). Sonst bleibt einem der Korbwarenmarkt Café Relógio am begrünten, weitläufigen Hauptplatz des Ortes, dem Largo da Achada, wo 1875 das erste Fußballspiel auf portugiesischem Boden ausgetragen wurde. Ein in Camacha ansässiger Brite hatte einen Ball aus seiner Heimat mitgebracht und zwei Mannschaften aufgestellt. Ein modernes Denkmal im Stadtpark erinnert an die Begebenheit. Auch die "Industrialisierung" des Flechtens in Camacha geht auf einige Engländer zurück, bei denen der Bergort Ende des 19.Jhs. als Sommerfrische beliebt war. Sie gaben bei den Bewohnern, die zuvor hauptsächlich Transportkörbe hergestellt hatten, Möbel aus Weidengeflecht in Auftrag - gemäß der damals herrschenden Einrichtungsmode in England. Bald wurden die filigranen Gebilde zu einem wichtigen Exportartikel Madeiras. Heute macht die Billig-Konkurrenz aus Asien den heimischen Korbflechtern zu schaffen.
- 9135 Camacha
© Pack-Shot, Shutterstock
Fast 700 m über Meeresniveau erhebt sich der flache Bergrücken, auf dem der Ort thront. Er ist umgeben von Terrassenfeldern mit Apfelbäumen (deren Früchte u.a. zu spritzigem cidra, Apfelwein, verarbeitet werden) und feuchten Tälern. Auf dem Grund dieser Täler wachsen die kleinen Korbweiden, aus deren Ruten die Bewohner Camachas Möbel und andere Gegenstände flechten. Gut ein Drittel der Bevölkerung lebt von diesem Handwerk, meist ist die ganze Familie beteiligt. Im Frühjahr schneiden die Männer die Ruten, danach werden sie gekocht oder wochenlang eingeweicht. Durch das - mit einer intensiven Geruchsentwicklung verbundene - Erhitzen erhalten die Weiden ihre rotbraune Farbe. Das Flechten erfolgt in Heimarbeit. Wer ein wenig herumfragt, erhält sicher die Adresse eines dieser Ateliers der vimeiros (vimes heißt Ginster, Binsen). Sonst bleibt einem der Korbwarenmarkt Café Relógio am begrünten, weitläufigen Hauptplatz des Ortes, dem Largo da Achada, wo 1875 das erste Fußballspiel auf portugiesischem Boden ausgetragen wurde. Ein in Camacha ansässiger Brite hatte einen Ball aus seiner Heimat mitgebracht und zwei Mannschaften aufgestellt. Ein modernes Denkmal im Stadtpark erinnert an die Begebenheit. Auch die "Industrialisierung" des Flechtens in Camacha geht auf einige Engländer zurück, bei denen der Bergort Ende des 19.Jhs. als Sommerfrische beliebt war. Sie gaben bei den Bewohnern, die zuvor hauptsächlich Transportkörbe hergestellt hatten, Möbel aus Weidengeflecht in Auftrag - gemäß der damals herrschenden Einrichtungsmode in England. Bald wurden die filigranen Gebilde zu einem wichtigen Exportartikel Madeiras. Heute macht die Billig-Konkurrenz aus Asien den heimischen Korbflechtern zu schaffen.
- 9135 Camacha
Largo da Achada
TouristenattraktionenAuf dem begrünten, weitläufigen Hauptplatz, dem Largo da Achada, wurde 1875 das erste Fußballspiel auf portugiesischem Boden ausgetragen. Ein in Camacha ansässiger Brite hatte einen Ball aus seiner Heimat mitgebracht und zwei Mannschaften aufgestellt.
- Largo da Achada, 9135 Camacha
- http://cultura.madeira.gov.pt/
Auf dem begrünten, weitläufigen Hauptplatz, dem Largo da Achada, wurde 1875 das erste Fußballspiel auf portugiesischem Boden ausgetragen. Ein in Camacha ansässiger Brite hatte einen Ball aus seiner Heimat mitgebracht und zwei Mannschaften aufgestellt.
- Largo da Achada, 9135 Camacha
- http://cultura.madeira.gov.pt/
Igreja da Camacha
Architektonische HighlightsAls die Dorfkapelle am Hauptplatz zu klein wurde, bekam die Gemeinde 1997 eine neue Kirche. Sie erinnert mit ihrer ungewöhnlichen Architektur ein klitzekleines bisschen an das von Oscar Niemeyer gebaute Kasino von Funchal – nicht ohne Grund sind die Einwohner Camachas sehr stolz auf ihr ausgefallenes Gotteshaus.
- 9135-381 Camacha
- http://www.paroquiadacamacha.com/
- +351 291 922 125
Als die Dorfkapelle am Hauptplatz zu klein wurde, bekam die Gemeinde 1997 eine neue Kirche. Sie erinnert mit ihrer ungewöhnlichen Architektur ein klitzekleines bisschen an das von Oscar Niemeyer gebaute Kasino von Funchal – nicht ohne Grund sind die Einwohner Camachas sehr stolz auf ihr ausgefallenes Gotteshaus.
- 9135-381 Camacha
- http://www.paroquiadacamacha.com/
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