Chalkidiki

Überblick

Willkommen in der Chalkidikí!

Berge und Meer, Grün und Blau sind die Pixelpunkte der Chalkidikí. Moderne Hotels, hippe Beachbars, eine unendliche Strandvielfalt und ein gepflegtes Netz von Wanderwegen sind einige ihrer touristischen Highlights. Jede ihrer drei Halbinseln lässt sich an einem Tag erkunden, weltberühmte Sehenswürdigkeiten wie die makedonischen Königsstädte und die Metéora-Klöster sind nah. In der Mönchsrepublik Áthos ist der orthodoxe Glaube fest verwurzelt, durch Thessaloníki weht ein Hauch von Byzanz und Osmanischem Reich. Ein abwechslungsreicher Urlaub ist garantiert – ganz gleich, wo Ihre persönlichen Interessen auch liegen.

Auf der Chalkidikí fühlen sich völlig unterschiedliche Menschen dem Paradies nah. Die einen leben in Klöstern und entsagen der Welt; die anderen genießen das Leben an sonnigen Stränden, die für sie fast schon der Himmel auf Erden sind. Keine andere Region auf dem griechischen Festland wird von so vielen ausländischen Badegästen besucht wie die Chalkidikí. Das ist verständlich, denn nirgends sonst reihen sich schöne Sandstrände so dicht aneinander wie hier, nirgends ist die Auswahl an unterschiedlichen Buchten und Bademöglichkeiten so groß. Wer Einsamkeit sucht, findet diese ebenso wie derjenige, der Trubel mag oder Wassersport treiben möchte. Zugleich ist die Chalkidikí auch eine der grünsten und waldreichsten Landschaften Griechenlands.

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mäßig
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33°C
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November
mittel
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Dezember
mäßig
12°C
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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Sonntag / 05.04.2020
Vormittags
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Abends
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Montag / 06.04.2020
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Anreise

21h 34min
1d 2h 49min
2h 35min
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Entdecken Sie die Chalkidikí!

Berge und Meer, Grün und Blau sind die Pixelpunkte der Chalkidikí. Moderne Hotels, hippe Beachbars, eine unendliche Strandvielfalt und ein gepflegtes Netz von Wanderwegen sind einige ihrer touristischen Highlights. Jede ihrer drei Halbinseln lässt sich an einem Tag erkunden, weltberühmte Sehenswürdigkeiten wie die makedonischen Königsstädte und die Metéora-Klöster sind nah. In der Mönchsrepublik Áthos ist der orthodoxe Glaube fest verwurzelt, durch Thessaloníki weht ein Hauch von Byzanz und Osmanischem Reich. Ein abwechslungsreicher Urlaub ist garantiert – ganz gleich, wo Ihre persönlichen Interessen auch liegen.

Auf der Chalkidikí fühlen sich völlig unterschiedliche Menschen dem Paradies nah. Die einen leben in Klöstern und entsagen der Welt; die anderen genießen das Leben an sonnigen Stränden, die für sie fast schon der Himmel auf Erden sind. Keine andere Region auf dem griechischen Festland wird von so vielen ausländischen Badegästen besucht wie die Chalkidikí. Das ist verständlich, denn nirgends sonst reihen sich schöne Sandstrände so dicht aneinander wie hier, nirgends ist die Auswahl an unterschiedlichen Buchten und Bademöglichkeiten so groß. Wer Einsamkeit sucht, findet diese ebenso wie derjenige, der Trubel mag oder Wassersport treiben möchte. Zugleich ist die Chalkidikí auch eine der grünsten und waldreichsten Landschaften Griechenlands.

Orte zum Baden und Träumen finden Sie in der Chalkidíki überall. Dieser Regierungsbezirk gehört zur Provinz Zentralmakedonien mit der Millionenstadt Thessaloníki als Hauptstadt. Verwaltet wird er von der Kleinstadt Polígiros aus, die zentral im Binnenland an einem Ausläufer des 1165 m hohen Cholomóndas-Gebirges liegt. Die gesamte Chalkidíki gleicht von dem Umrissen her einer Hand mit drei Fingern, von denen jeder etwa 50 km lang ist. Die Griechen nennen diese Halbinseln pódi, also Füße, und haben ihnen die Namen Kassándra, Sithonía und Áthos gegeben.

Die Kassándra ist der lieblichste und strandreichste der drei Finger. An ihren Ufern liegen die meisten Badeorte, sanfte Hügel formen das grüne Binnenland mit Kiefernwäldern, Olivenhainen und Weizenfeldern. Sehr viel wilder gibt sich der mittlere Finger, die Sithonía, mit einem bis zu 808 m hohen Gipfel als Rückgrat. Der Blick fällt über karges Weideland und kräuterreiche, aber stachelige Garigue auf hohe Steilküsten, an denen nur Strände, aber kein Ort zu sehen ist. Im Westen der Kassandrinische Golf mit seinen vielen kleinen und kilometerlangen Sandstränden vor flachem Hinterland, im Osten der Singitische Golf mit nur wenigen langen, leicht zugänglichen Sandbändern, dafür aber umso mehr Sand- und Kiesbuchten zwischen Steilufern tief unterhalb der Küstenstraße. Sie bieten einen einmaligen Ausblick übers Wasser auf die Áthos-Halbinsel, an deren Spitze der alpin anmutende, 2033 m hohe Gipfel des Bergs Áthos unmittelbar aus der Ägäis aufragt.

Diese Áthos-Halbinsel, von den Griechen „Ágios Óros“, also „Heiliger Berg“, genannt, ist zumindest europaweit einzigartig. Sie trägt schon seit über 1000 Jahren eine Mönchsrepublik, die in inneren Angelegenheiten weitgehend unabhängig von der griechischen Regierung ist. Heute leben dort noch in zwanzig Klöstern und anderen monastischen Siedlungen über 2300 Mönche. Für den Besuch benötigt man ein spezielles, lange im Voraus zu beantragendes Visum, das nur Männern erteilt wird. Pro Tag dürfen maximal fünfzehn Ausländer einreisen und höchstens für drei Nächte bleiben. Wenn Sie mögen, können Sie trotzdem einen äußeren Eindruck von der Mönchsrepublik gewinnen. Von allen Orten der Chalkidikí aus werden Tagesausflüge inklusive einer etwa fünfstündigen Kreuzfahrt entlang der Küste des heiligen Bergs angeboten. Oft begleiten Delphine die Schiffe ein Stück weit.

Aber die Áthos-Halbinsel ist nicht nur zum Beten bestimmt. Auch zum Baden haben Sie im weltlichen Teil, also dem Ansatz des Fingers, gute Gelegenheit. Strände beginnen unmittelbar im Hauptort Ouranópoli und zeihen sich weit buchteinwärts; Strände sind auch die Hauptattraktion auf der Ouranópoli vorgelagerten, einzigen ständig bewohnten Insel der Chalkidikí, die den Namen Amolianí trägt.

Wieder von einer ganz anderen Seite zeigt sich Ihnen die Chalkidikí, wenn Sie die für den Badeurlaub wie geschaffenen Finger verlassen und das zumeist sanfthügelige Binnenland erkunden, also die Handfläche. In ihren unteren Regionen wird sie von weiten Getreidefeldern, Oliven- und manchmal auch Pistazienhainen geprägt, in den höher gelegenen Teilen stehen dichte Mischwälder. Dort leisten Maultiere den Waldarbeitern noch gute Dienste, äsen schwarze, halbwilde Schweine mit Glocken um den Hals unter dichtem Grün, die zumeist als gegrilltes Wildschwein auf die Teller der urigen Waldtavernen kommen.

Anders als auf den drei Fingern der Chalkidikí werden Sie im Binnenland in viele alte Dörfer mit traditionellen Häusern kommen. Das hat historische Gründe. Über 450 Jahre lang stand die Chalkidikí unter türkisch-osmanischer Fremdherrschaft. Damals gab es auf der Chalkidikí nur noch wenige Bauerndörfer. Die Ländereien gehörten entweder türkischen Gutsherren oder den Áthos-Klöstern. Unter den vielen Mönchen waren häufig wohlhabende Edelleute, die der Welt entsagten und ihren Besitz ihrem Kloster überließen. Auch weltliche Fürsten wollten sich mit großzügigen Schenkungen des Öfteren den späteren Eintritt ins Paradies erleichtern. So waren die Klöster in über neun Jahrhunderten zu einem der größten Landbesitzer Griechenlands geworden. Auf ihrem Besitz errichteten sie meist massive Wehrtürme. Mehrere von ihnen stehen noch heute und zählen zu den wenigen historischen Sehenswürdigkeiten der Chalkidikí. Und aus den winzigen Siedlungen, die um die Wehrtürme bestanden, wuchsen im 18. und 19. Jh. größere Dörfer.

Ihr heutiges Gesicht entwickelte die Chalkidikí erst nach 1922. Damals endete ein griechischer Versuch, Teile der kleinasiatischen Türkei zu erobern, mit einem Fiasko. Hunderttausende kleinasiatische Griechen wurden von den unter Kemal Atatürk siegreichen Türken ums Leben gebracht oder vertrieben. In einem Friedensvertrag wurde danach ein Bevölkerungsaustausch vereinbart. Die meisten der noch in Griechenland ansässigen Türken mussten in die Türkei übersiedeln, fast alle dort lebenden Griechen in Hellas eine neue Heimat suchen. Die Chalkidikí war ideal für die Neuansiedlung der Vertriebenen. Die ehemals türkischen Güter lagen brach, die den Klöstern gehörenden Ländereien außerhalb der Mönchsrepublik konnten enteignet werden. So entstanden auf den Fingern der Chalkidikí etwa 25 große neue Dörfer. Die meisten von ihnen sind heute noch leicht zu identifizieren. Ihr Name setzt sich aus dem Wörtchen Néa oder Néos (d.h. neu) und dem Namen ihrer in Kleinasien liegenden Heimatregion zusammen: Néos Marmarás beispielsweise oder auch Néa Fókea.

Heute ist aus der ehemaligen Flüchtlingsregion das bedeutendste Feriengebiet des griechischen Festlands geworden. Vom Luxushotel bis zur Ferienwohnung sind nahezu alle Unterkünfte modern und bestens gepflegt, die Straßen und das Linienbusnetz gehören zu den besten des Landes. Auch ökologisch nimmt die Chalkidikí in Hellas einen Spitzenplatz ein. Fast alle größeren Hotels besitzen eigene biologische Kläranlagen und erwärmen ihr Wasser mit Sonnenenergie. Nirgends sonst in Griechenland gibt es auf 500 km Küstenlänge so viele Strände, die für ihre Sauberkeit mit der Blauen Flagge des Europarats ausgezeichnet wurden, nirgends sonst ein so dichtes und gut gepflegtes Wanderwegenetz. Und auch für Ausflüge zu einigen der bedeutendsten archäologischen Stätten des antiken Hellas sowie in die Millionenmetropole Thessaloníki ist die Chalkidikí ein ausgezeichneter Standort. Einem gelungenen Urlaub steht also nichts mehr im Wege.

Praktische Hinweise

Anreise

Zielflughafen für die Chalkidikí ist Thessaloníki, für die Halbinsel Áthos auch Kavála. Charter- und Billigflüge (Germanwings, Air Berlin, TUIfly, Condor, Ryanair, Easyjet u. a.) nach Thessaloníki gibt es ganzjährig, nach Kavála nur im Sommer. Per Linie erreichen Sie beide Flughäfen ganzjährig. Die Flugzeit von München nach Thessaloníki beträgt zwei Stunden. Taxis gibt’s an beiden Flughäfen. In Thessaloníki verbindet Bus Nr. 78 den Flughafen mit der Platía Eleftherías im Stadtzentrum (Fahrgeld von 60 Cent passend einwerfen).

Wenn Sie Ihren Urlaub pauschal gebucht haben, ist Ihr Transfer vom Flughafen zum Hotel und zurück fast immer im Arrangement inbegriffen. Die Transferzeit in die Zielorte beträgt maximal 90 Minuten. Haben Sie weder Transfer noch Mietwagen gebucht, nehmen Sie sich für die Fahrt ins Hotel am besten ein Taxi. Wer mit dem Linienbus ans Ziel gelangen will, fährt zunächst mit Taxi oder Stadtbus zum Busbahnhof der Chalkidikí am Stadtrand von Thessaloníki und von dort dann mit dem Überlandbus weiter. In diesem Fall ist mit einer Transferzeit von 3–7 Stunden zu rechnen.

Mit dem Auto setzen Sie am besten von einem italienischen Hafen (Venedig, Ancona, Brindisi) nach Igoumenítsa über. Von dort sind es ca. 430 km bis Thessaloníki.

Auskunft vor der Reise

www.visitgreece.com.de – offizielle Website der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr

www.odysseus.culture.gr – Website des griechischen Kultusministeriums. Viele Infos, aktuelle Öffnungszeiten und Eintritte der staatlichen Museen und archäologischen Stätten

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr

DeutschlandHolzgraben3160313069 2578270www.visitgreece.com.de

ÖsterreichOpernring8101001 5125317

Auto

Es genügen der nationale Führer- und Kraftfahrzeugschein, zu empfehlen ist zudem die internationale Versicherungskarte. Tankstellen mit bleifreiem Benzin und Diesel gibt es überall. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in Städten 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h und auf Autobahnen 120 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Vorschrift ist auch hier das Anlegen von Sicherheitsgurten auf Vorder- und Rücksitzen, wobei Kinder unter 5 Jahren nicht auf die Vordersitze dürfen. Handytelefonate und Rauchen am Steuer sind untersagt.

ADAC-Notruf (Athen)2109601266. Die Pannenhilfe des griechischen Automobilclubs ELPA ist landesweit unter der Rufnummer 10400 erreichbar.

Banken & Geld

Seit 2002 ist der Euro Landeswährung. Statt von Cent spricht man hier jedoch von leptá. Bargeld kann man mit EC/Maestro- oder Kreditkarte an vielen Bargeldautomaten ziehen, Reiseschecks bei Banken und Postämtern einlösen. Banken sind Mo–Do 8–14, Fr 8–13.30 Uhr geöffnet. Das Preisniveau an der Küste der Chalkidikí entspricht dem deutschen. Teurer als bei uns sind vor allem Lebensmittel, Fisch und Benzin, preiswerter sind öffentliche Verkehrsmittel.

Busse

Linienbusse sind das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel. Sie verbinden fast alle Orte der Chalkidikí mit Thessaloníki. Regionales Drehkreuz für Kassándra und Sithonía ist Néa Moudaniá. Infos erhalten Sie über die Fahrplantafeln in den Busbahnhöfen oder im Hotel.

Camping

Wildes Zelten ist verboten. An den Stränden der Chalkidikí gibt es jedoch zahlreiche Campingplätze. Einen guten Überblick gewährt www.rentocamp.de.

Diplomatische Vertretungen
Deutsches Generalkonsulat

Leofóros Megálou Aléxandrou33Thessaloníki2310251120

Österreichisches Honorarkonsulat

ThermiIntergeo Bürogebäude2310478144

Schweizer Honorarkonsulat

Leofóros Níkis47Thessaloníki2310282214

Einreise

Zur Einreise genügt ein gültiger Personalausweis. Kinder unter 16 Jahren benötigen einen Kinderausweis.

Eintrittspreise

Die Eintrittspreise zu den Museen und archäologischen Stätten sind sehr unterschiedlich. Sie betragen im Durchschnitt 3 Euro. Ermäßigungen erhalten Senioren über 65 Jahre aus EU-Ländern. Ständig freien Eintritt haben Kinder und Jugendliche sowie Studenten aus EU-Ländern mit internationalem Studentenausweis.

Eintrittsfreie Tage sind der jeweils erste Sonntag im April, Mai und Oktober, der 6. März, das letzte Wochenende im September, alle gesetzlichen Feiertage sowie der Internationale Tag des Denkmals im April, der Internationale Museumstag im Mai, der Internationale Umwelttag im Juni und der Welt-Tourismus-Tag im September.

FKK

FKK ist in Griechenland offiziell verboten, wird jedoch an einsamen Stränden oft praktiziert. An „oben ohne“ stört sich am Strand niemand.

Fotografieren & Filmen

Digitale Fotos können Sie in Internetcafés und vielen Fotogeschäften auf CD brennen lassen. Filme und vor allem Batterien sollten Sie mitbringen, da sie in Griechenland teuer sind und die Auswahl gering ist.

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung ist auf der Chalkidikí besser als in anderen Teilen Griechenlands. Es gibt eine ganze Reihe von privaten Ärzten und Gemeinschaftspraxen, die guten Krankenhäuser von Thessaloníki sind nah.

Außerdem gibt es in Ágios Nikólaos (Sithonía), Kassándria, Néa Moudaniá und Paleochóri staatliche Gesundheitszentren (Health Service ESY), in denen die Erstbehandlung gegen Vorlage der bei allen gesetzlichen Krankenkassen erhältlichen European Health Card kostenlos erfolgt. Für die Weiterbehandlung können Vertragsärzte der griechischen Krankenkasse IKA in Anspruch genommen werden. Die Prozedur ist jedoch umständlich und äußerst zeitaufwendig. Daher sollten Sie unbedingt schon vorab eine private Auslandskrankenversicherung abschließen.

Internetcafés & WLAN

Ausgesprochene Internetcafés sind selten, aber viele Reisebüros, Bars und Automatenspielsalons bieten Zugang ins Internet. Dazu gehören das Internetcafé Sártios in Néos Marmarás und die Mýthos-Bar an der Bushaltestelle in Sárti. Eine Stunde kostet meist 3–5 Euro.

WLAN ist in Griechenland weit verbreitet. In preiswerten Hotels ist der Zugang meist kostenlos, in teuren häufig gebührenpflichtig. Auch viele Cafés und Music-Clubs bieten ihren Gästen kostenlosen WLAN-Zugang an. WLAN heißt in Griechenland „WiFi“; der griechische Begriff für Passwort ist „kodikó“.

Klima & Reisezeit

Die Chalkidikí ist anders als Thessaloníki ein reines Sommerreiseziel. Die meisten Hotels und Campingplätze sowie viele Restaurants und Geschäfte sind nur von Mai bis Oktober geöffnet. Landschaftlich ist die Chalkidikí im April und Mai, wenn viele Wildblumen blühen, am schönsten. Zum Baden reisen Sie besser zwischen Juni und Oktober – nur dann liegen die Wassertemperaturen über 20 Grad. Doch auch im Hochsommer sollten Sie auf einen Regenschauer vorbereitet sein.

Im Winter lässt sich eine Städtereise nach Thessaloníki gut mit einem Tagesausflug oder – weitaus besser – einem Wochenende auf der Chalkidikí verbinden. Man kann die Tour preiswert per Linienbus unternehmen oder sich dafür ein Auto mieten.

Mietfahrzeuge

PKW und Zweiräder können Sie in den meisten Urlaubsorten mieten, Autos auch am Flughafen von Thessaloníki. Der Fahrer muss mindestens seit einem Jahr im Besitz des Führerscheins und mindestens 23 Jahre alt sein (bei Zahlung mit Kreditkarte 21 Jahre). Ein Kleinwagen ist im Juli/August ab 45 Euro, sonst ab 35 Euro pro Tag zu haben. Meist ist es günstiger, einen Mietwagen schon von zu Hause aus zu buchen, da dann alle Zuschläge für Vollkaskoversicherung und Bereitstellung inbegriffen sind.

Achtung: Viele Autovermietungen übergeben den Wagen mit fast leerem Tank. Ist der Tank nicht ganz leer oder sogar voll, muss der Mieter den geschätzten Inhalt vorab bezahlen. Nicht genutztes Benzin wird nicht erstattet.

Notruf

Die kostenfreie Notrufnummer112 gilt für Polizei, Krankenwagen und Feuerwehr. Am besten lässt man einen Griechen telefonieren, da gute Fremdsprachenkenntnisse in der Notrufzentrale nicht immer gewährleistet sind.

Öffnungszeiten

Restaurants und Tavernen sind während der Saison fast alle täglich von etwa 10 bis 24 Uhr geöffnet (durchgehende Küche). Zwischen Mitte Oktober und Ende April bleiben zahlreiche Lokale in den Badeorten geschlossen. Kernöffnungszeit vieler Museen und archäologischer Stätten: Di–So 8.30–15 Uhr.

Organisierte Touren

Organisierte Busausflüge werden zur Saison von allen Badeorten der Chalkidikí aus angeboten. Tagestouren führen auf die jeweils anderen Finger und ins chalkidische Hinterland sowie nach Thessaloníki. Seltener im Angebot sind Tagesausflüge zu den makedonischen Königsstädten oder nach Kavála und Phílippi. Zu den Metéora-Klöstern sind ein- und zweitägige Touren im Angebot. Meist sind es Tageskreuzfahrten entlang der Küste des Áthos. In Néa Moudaniá starten manchmal auch Tageskreuzfahrten nach Skiáthos und Skópelos, zwei Inseln aus dem Archipel der Nördlichen Sporaden.

Rauchen

In Griechenland gelten ähnlich strenge Anti-Raucher-Gesetze wie anderswo in Europa. So ist das Rauchen in allen Verkehrsmitteln einschließlich Taxis und in allen öffentlichen Räumen sowie in Cafés und Restaurants untersagt.

Sprache & Schrift

Die Griechen sind stolz auf ihre Schrift, die von keinem anderen Volk der Erde geschrieben wird. Für Aufschriften und Ortsschilder wird häufig zusätzlich unsere lateinische Schrift verwendet. Trotzdem ist es hilfreich, die griechischen Buchstaben zu kennen. Die richtige Betonung auf dem Vokal, der den Akzent trägt, ist für das Verstandenwerden sehr wichtig (s. Kasten S. 124). Schwierigkeiten macht die Transkription griechischer Buchstaben. Eine einheitliche Regelung dafür gibt es nicht.

In diesem Band wird eine moderne Umschrift benutzt, die sowohl die richtige Aussprache als auch das Wiedererkennen auf Ortsschildern und Wegweisern erleichtern soll. Es ist aber durchaus möglich, dass Sie in Griechenland andere Schreibweisen vorfinden. Es kann sogar sein, dass ein Ortsname auf Straßenschildern im Ort selbst und in seiner Umgebung in drei oder vier unterschiedlichen Versionen auftaucht. Da ist Pfadfindergeist gefragt.

Strom

220 Volt Wechselstrom wie bei uns. Unsere Stecker passen meist.

Taxi

Taxis sind überall reichlich vorhanden und relativ preiswert. In den Städten fahren sie mit Taxameter. In den agoraion genannten Taxis in den Dörfern liegen Tariftabellen aus. Geringe Zuschläge, die das Taxameter nicht anzeigt, dürfen für Fahrten von Flughäfen und Häfen, für Gepäckstücke über 10 kg sowie für Fahrten in der Oster- und Weihnachtszeit erhoben werden. Zwischen 0 und 6 Uhr verdoppelt sich der Fahrpreis. Für Tagesausflüge mit dem Taxi kann der Preis frei ausgehandelt werden.

Telefon & Handy

Das griechische Festnetz wird von der mehrheitlich der Deutschen Telekom gehörenden Firma Cosmote betrieben. Sie betreibt auch öffentliche Kartentelefone. Telefonkarten oder Zugangscodes sind in ihren Büros sowie an vielen Kiosken erhältlich.

Die Flächendeckung für Mobiltelefone ist gut. Wer häufiger das Handy nutzen will, kauft sich am besten eine griechische Telefonkarte mit dazugehöriger Telefonnummer in einem der vielen Handyshops im Land. Die Kosten dafür liegen in der Regel unter 10 Euro, die Freischaltung erfolgt sofort. Beim Kauf ist die Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses erforderlich.

Vorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041; anschließend die Vorwahl der gewünschten Stadt ohne 0 wählen. Die Vorwahl für Griechenland ist 0030, anschließend die vollständige zehnstellige Rufnummer wählen.

In Griechenland gibt es keine Ortsnetzkennzahlen. Bei Orts- und Ferngesprächen ist immer die zehnstellige Rufnummer zu wählen. Anschlüsse im Festnetz beginnen mit einer 2, im Mobilfunknetz mit einer 6. Die landesweite Notrufnummer 112 ist gebührenfrei.

Toiletten

In einfachen Hotels und Restaurants wird häufig darum gebeten, benutztes Toilettenpapier nicht ins Becken zu werfen, sondern in einen bereitstehenden Eimer oder Papierkorb. Damit soll ein Verstopfen der oft schmalen Rohre verhindert werden.

Trinkgeld

Die Handhabung des Trinkgelds ist wie bei uns, mindestens aber 50 Cent. In Restaurants und Bars lässt man sich zunächst herausgeben und das Trinkgeld dann auf dem Tisch liegen!

Zeit

In Griechenland ist es ganzjährig eine Stunde später als bei uns.

Zeitungen

Ausländische Zeitungen und Illustrierte sind in Städten und Urlaubsorten meist mit einem Tag Verspätung erhältlich. Im Lande selbst erscheint jeweils mittwochs das deutschsprachige Wochenblatt.

Zimmervermittlung

Wer ohne Hotelreservierung anreist, aber doch für die erste Nacht eine Reservierung wünscht, kann sich in der Ankunftshalle des Flughafens von Thessaloníki an den Schalter der Chalkidikí Hotel Association2399022828 wenden. Für die Hauptferienzeit der Griechen zwischen 20. Juli und 25. August ist eine Zimmerreservierung dringend zu empfehlen!

Zoll

Waren zum persönlichen Gebrauch können von EU-Bürgern zollfrei ein- und ausgeführt werden. Für Schweizer gelten weiterhin Obergrenzen: z. B. 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen und 2 l Wein.

Was kostet wie viel?

Wein

3,50 Euro für ein Glas Wein

Gýros

2,50 Euro für eine Portion Gýros

Fisch

40–60 Euro für 1 kg im Restaurant

Strand

6–9 Euro für einen Sonnenschirm und zwei Liegen

Porto

0,80 Euro für einen Brief oder eine Postkarte

Benzin

1,75 Euro für einen Liter Superbenzin bleifrei

Events, Feste & mehr

Gesetzliche Feiertage
1. Januar

Neujahr

6. Januar

Dreikönigsfest

19. Februar 2018, 11. März 2019

Rosenmontag

25. März

Nationalfeiertag

6. April 2018, 26. April 2019

Karfreitag

8./ 9. April 2018, 28./ 29. April 2019

Ostern

1. Mai

Tag der Arbeit

21. Mai

Anschluss der Ionischen Inseln

27./ 28. Mai 2018, 16./ 17. Juni 2019

Pfingsten

15. August

Mariä Entschlafung

28. Oktober

Nationalfeiertag

25./26. Dezember

Weihnachten

Feste & Veranstaltungen
Februar/März

Zum größten Karnevalsumzug der Chalkidikí in Simándra bei Ólinthos tragen viele Frauen am Rosenmontag alte Trachten und die Gemeinde spendiert Wein und Landwürste.

Mitte März trifft man sich bei einem zehntägigen Internationalen Dokumentarfilmfestival in Thessaloníki in Kinos, alten Lagerhäusern am Hafen, Theatern und Hotels. www.filmfestival.gr

Mai

Anastenária. Am Patronatstag der Heiligen Konstantínos und Eléni (21. Mai) laufen in Langadás, etwa 20 km nordöstlich von Thessaloníki, abends viele Gläubige über glühende Kohlen.

Ende Juni

Einwöchiges Kirchweihfest in Ormília. An vielen Abenden Volkstanz und Musik, an einem Abend Inszenierung einer traditionellen Dorfhochzeit

Ende Juni–Ende August

Kassándra-Festival mit etwa 20 Veranstaltungen im modernen Freilichttheater beim Dorf Sivíri auf der Kassándra

Festival von Phílippi mit Aufführungen antiker Dramen sowie Konzerten im antiken Theater von Phílippi

Juni/Juli

Im Juni oder Juli findet alljährlich ein Marathonschwimmwettbewerb über die 25 km lange Strecke zwischen Kalithéa auf der Kassándra und Nikítas auf der Sithonía statt.

Juli/August

Sáni-Festival. Zwölf Abende mit Konzerten griechischer und klassischer Musik sowie Kunst- und Fotoausstellungen auf dem Gelände des Hotels Sáni Beach

Sea Festival in Néa Moudaniá mit vielen Theateraufführungen und Konzernten im 2000 Zuschauer fassenden Freilufttheater direkt am Meer

6./7. Juli

Folklorefest in Olimbiáda; Wein und Sardinen gibt’s kostenlos für alle

Mitte Juli

Sardellenfest in Néa Moudaniá mit viel Musik, Tanz und jede Menge kostenlosen Sardellen

20. Juli

Kirchweihfest in Ierissós mit kostenlosen traditionellen Speisen

25. Juli

Großes Kirchweihfest der hl. Paraskeví im Eichenwald bei Arnéa

Ende Juli

Olivenfest in Ólinthos mit vielen Kulturveranstaltungen

15. August

Kirchweihfeste mit viel Folklore. Besonders schön in Áfitos, Kriopigí, Megáli Panagiá, Olimbiáda, Palioúri und Sárti

1.–3. September

Kirchweihfest bei Ágios Mámas mit dem größten Jahrmarkt der Chalkidikí, zu dem Bauern von weither kommen

2. Novemberhälfte

Internationales Filmfestival in Thessaloníki, www.filmfestival.gr

Im Trend

Jukebox-Revival
Rock’n’Roll

Bands wie Breathless haben den Rockabilly-Trend entfacht und den Rest des Landes angesteckt. Der Rock-’n’-Roller-Laden KotzakOdós Filippou75Thessaloníkiwww.kotzak.com hat dazu passend das White Boppin Festival ins Leben gerufen. Hat man das verpasst, deckt man sich bei OnstagerecordsOdós Kamvounion8Thessaloníkiwww.onstagerecords.gr mit Tonträgern ein oder geht in den George PubSártiwww.myspace.com/george_pub und hört die Musik live.

Hoch zu Esel
Trekking

Esel sind nicht nur gutmütige, sondern auch besonders trittsichere Begleiter. So macht der Trek über Stock und Stein Spaß, beispielsweise mit einem Guide auf der Halbinsel von Sithonía www.sarti.gr. Wer lieber aufs Pferd umsattelt, ist im Aléxandros Horse Riding Club nahe Néa Moudaniá gut aufgehoben www.holidays-and-more.de. Wer sich langsam an die Vierbeiner gewöhnen will, reitet oder wandert erst einmal mit Pferd oder Esel auf dem Áthos.

Zeitsprung
Lehrreich

Der Besuch des Akalanthis Mountain Resortbei Elatochoriwww.akalanthis.gr ist eine Zeitreise. Hier lernen Sie, wie Mühlen funktionieren, welche Waldpilze essbar sind und wie man Feuer macht. Das Biohotel Kriopigi BeachKriopigí organisiert Touren zu Einheimischen, die in Tradition und Geschichte einführen. Im hauseigenen Olivenhain gibt es Nachhilfestunden in Sachen Bioanbau. Wissenschaftliche Erkenntnisse z. B. zur Entstehung von Wasserstrudeln gibt es im Park zu Ehren Aristoteles bei Stágira www.ierissos.gr

Kunst-Hafen
Kultur ahoi

Die salzige Luft an Thessaloníkis Hafen erzählt heute nicht mehr von Fischfängen und Schiffsladungen, sondern von zeitgenössischer Kunst. Der Hafen wurde saniert, in die Lagerhallen sind Museen, Galerien und Ateliers gezogen. So wie das sehenswerte Thessaloníki Museum of PhotographyWarehouse Awww.thmphoto.gr und das nebenan gelegene KinomuseumWarehouse Awww.cinemuseum.gr. Im Lagerhaus B1 zeigt das Griechische Staatsmuseumwww.greekstatemuseum.com Teile seiner Ausstellung. Wer von der Kreativität und der Seeluft Appetit bekommen hat, ist im Kulturhafen ebenfalls richtig: In der Kitchen BarNavarchou Kountourioti kommt Kreatives auf den Teller.

Viva Valaoritou
Nightlife

Hier schlägt sich Thessaloníkis Jugend die Nacht um die Ohren. Die Valaoritou-Straße war früher für Lagerhäuser bekannt, jetzt ist sie die Trendmeile der Stadt. Der Abend beginnt für viele in der Partizan BarOdós Valaoritou29, die beinahe rund um die Uhr geöffnet ist und auch Kleinigkeiten zur Stärkung serviert. Wer keinen Platz mehr kriegt, weicht in die coole Elvis BarOdós Valaoritou31 aus. 50er-Jahre-Stil und gute Laune gehören hier dazu. Mit dem teilt sich das Real RocknrollaOdós Valaoritou31 nicht nur den Rocktrend im Namen, sondern auch die Adresse. Allerdings hat der Bar-Club weniger vom „King“ als DJ-Größen, Electro und Houseklänge im Programm. Das Coq au ZenOdós Valaoritou37 sieht aus, als wäre es direkt aus Paris’ Künstlerviertel Marais importiert. Zum Verlieben.

Bloss nicht

Brandgefahr unterschätzen

Die Waldbrandgefahr auf der Chalkidikí ist groß. Raucher und Camper werden um besondere Vorsicht gebeten.

Mit Shorts in die Kirche

Am Strand und in den Badeorten sind Griechen nackter Haut gegenüber tolerant. In Kirchen und Klöstern aber sind immer noch bedeckte Schultern und Knie erwünscht. In Dörfern wird man von den Einheimischen eher respektiert, wenn man nicht in Badekleidung durch die Gassen geht.

Auf Besteck verzichten wollen

Auf allen griechischen Restaurant- und Tavernenrechnungen taucht ein Posten auf, den viele Urlauber nicht verstehen: eine Summe fürs „Couvert“. Je nach Restaurant zahlt man dafür pro Person 0,25–2 Euro. Theoretisch sind dafür die Kosten für Besteck, Brot, Tischdecken und Servietten abgegolten. In der Praxis aber ist es einfach ein allgemeiner Grundpreis: Auch wer auf Besteck und Brot verzichten wollte, müsste den Preis fürs Couvert berappen.

In Sandalen Wandern

Auch auf kleinen Wanderungen sollten Sie keine Sandalen, sondern mindestens Turnschuhe tragen. Die Wege sind oft steinig und rutschig; außerdem gibt es Schlangen. Sie sind zwar selten und scheu, aber man weiß ja nie …

Vom Fischpreis überrascht sein

Frischer Fisch ist auch auf der Chalkidikí ausgesprochen teuer. Meist ist auf der Speisekarte der Kilopreis angegeben. Beim Auswiegen sollten Sie auf jeden Fall dabei sein, sich das Gewicht notieren lassen und den Preis überschlagen, damit es bei der Rechnung nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt.

Auf Badeschuhe verzichten

Am Strand sind auf heißem Sand unerlässlich, im Wasser schützen sie vor Seeigeln und sind auch in kieseligen Abschnitten angenehm.

Verkehrsregeln missachten

Radar- und Verkehrskontrollen sind abseits der Schnellstraßen zwar selten, die Strafen für Vergehen aber deftig. Mietwagenfahrer verlieren bei einem Unfall jeglichen Versicherungsschutz, wenn auch nur ein minimaler Alkoholgehalt im Blut festgestellt wird.

Sich von Shots killen lassen

In manchen Diskos schenken die Wirte kostenlos billige Schnäpse aus, manchmal sogar als Kombination aus mehreren Flaschen. Diese shots verderben so manchem Gast den nächsten Urlaubstag, und anderswo haben sie leider schon Todesopfer gefordert.

Stichworte

Agía, Ágios

Die Wörter Agía und Ágios begegnen Ihnen auf Ihrer Reise durch die Chalkidikí immer wieder. Sie sind Teil von Orts- und Kirchennamen, sie kommen in den Namen von Fischerbooten und Autofähren vor. Agía heißt Heilige, Ágios Heiliger. Der Gottesmutter Maria gebührt ein besonderer Ehrenname. Sie ist die Panagía, die Allheilige.

Alternative Energien

Strom wird auf dem griechischen Festland überwiegend aus minderwertiger Braunkohle erzeugt. Wasserkraftwerke sind selten, Atomkraftwerke gibt es nicht. Wind- und Sonnenenergie werden inzwischen zwar in Griechenland – vor allem mit EU-Mitteln – stark gefördert, spielen auf der Chalkidikí aber fast gar keine Rolle. Vor allem Hotels und Pensionen nutzen jedoch vielfach Sonnenkollektoren, um zumindest Wasser damit zu erwärmen.

Byzanz

Die Mönchsrepublik Áthos und auch Thessaloníki werden besonders stark von der byzantinischen Zeit geprägt. Diese Epoche ist in etwa mit dem mitteleuropäischen Mittelalter gleichzusetzen. Sie beginnt mit Kaiser Justinian im 6. Jh. und endet mit der Eroberung Konstantinopels durch die Türken 1453. Konstantinopel – heute Istanbul – war die Hauptstadt jenes Reichs, das zeitweise bis zur Straße von Gibraltar und weit nach Vorderasien und Nordafrika hineinreichte. Thessaloníki war meist seine bevölkerungsreichste europäische Provinzmetropole.

Finanz- und Wirtschaftskrise

Die 2010 offenbar gewordene Finanzkrise Griechenlands und deren Folgen sind auch auf der Chalkidikí und in der Industrie- und Handelsmetropole Thessaloníki nicht ohne Folgen geblieben. Die Erhöhung von Mehrwert-, Tabak- und Kraftstoffsteuer trifft alle Griechen, die Kürzungen von Renten und Gehältern der Staatsbediensteten vor allem die einfache Bevölkerung. In Thessaloníki schlossen viele Geschäfte, Wirte und Hoteliers konnte trotz gestiegener Kosten ihre Preise nicht erhöhen. Seit 2014 geht es vor allem dank größerer Steuermoral, weniger Bürokratie und der vielen Touristen langsam wieder bergauf. Schon 2013 stieg die Zahl der Touristen um 15,5 Prozent auf fast 18 Mrd., und diese Tendenz setzt sich fort. Das schafft hoffentlich auch viele zusätzliche Jobs.

Flaggen

Die Farben der griechischen Flagge sind Weiß und Blau. Schulkindern wird erklärt, die Farben würden für Meer, Himmel und Wolken stehen. In Wahrheit sind es die bayerischen Farben, die Griechenlands erster König der Neuzeit, der Wittelsbacher Otto, nach seiner Wahl durch die Großmächte mit in sein neues Reich brachte. Vor Kirchen und Klöstern in Thessalonikí und überall auf der Chalkidikí und in ganz Makedonien sieht man oft eine ältere Flagge: Sie trägt auf gelbem Untergrund einen Doppeladler – Symbol des Byzantinischen Reichs.

Ikonen

Darstellungen von Heiligen und biblischen Ereignissen auf Tafelbildern nennt man in der orthodoxen Kirche Ikonen. Sie hängen in allen Gotteshäusern, aber auch in Autos, Bussen, Geschäften, Restaurants und Wohnungen. Sie werden als „Tore zum Himmel“ verstanden, bringen den Heiligen ins Haus, machen ihn präsent. Deswegen genießen sie solch auffällig große Verehrung, werden geküsst, kostbar geschmückt und bei Prozessionen durch den Ort und die umliegenden Felder getragen. Götzendienst ist das nicht. Die Verehrung gilt ja nicht dem gemalten Bild, sondern dem Dargestellten. Ikonenmaler halten sich streng an den byzantinischen Formenkanon, der sich während und vor allem nach dem Bilderstreit, dem Ikonoklasmus (726–843), herausgebildet hat und der für jede Darstellungsweise eine theologische Bedeutung und Rechtfertigung formuliert.

Kioske

Kioske, auf Griechisch in der Einzahl períptero genannt, stehen auf jedem Platz und in Städten und Dörfern an fast allen größeren Kreuzungen. Meist sind sie jeden Tag von frühmorgens bis spätnachts geöffnet und bieten auf engstem Raum alles feil, was der Mensch dringend brauchen könnte: u. a. Zeitungen, Ansichts- und Telefonkarten, Süßigkeiten, Zigaretten, Papiertaschentücher und Rasierklingen, einzelne Kopfschmerztabletten und Kondome.

Kirche & Religion

Überall auf der Chalkidikí begegnen Ihnen orthodoxe Priester. Sie tragen lange, dunkle Gewänder und eine Kopfbedeckung, unter der meist ein mehr oder minder langer Zopf hervorschaut. Außer in Westthrakien, wo es eine starke islamische Minderheit gibt, bekennen sich fast alle Griechen zum griechisch-orthodoxen Christentum. Andere christliche Konfessionen werden als Häresien betrachtet, denen anzuhängen den Weg in den Himmel versperrt. Jede der vielen Kirchen und kleinen Kapellen besitzt eine Ikonostase, also eine Bilderwand, die den Altar- vom Kirchenraum trennt. An dieser Ikonostase und meist auch an allen Wänden hängen Ikonen, vor denen Gläubige Kerzen entzünden. Statuen, Beichtstühle und Weihwasserbecken fehlen in griechischen Kirchen völlig. Auch Orgeln wird man vergeblich suchen, da Instrumentalmusik verpönt ist.

Die orthodoxen Christen erkennen den Papst nicht als Oberhaupt der Christenheit an, sondern halten diesen Anspruch teilweise sogar für eine Eingebung des Teufels. Sie fühlen sich den Aposteln und ersten Christen eng verbunden, weil sie ihre Glaubensgrundsätze aus dem Frühchristentum entwickelt und seit dem 9. Jh. nicht mehr verändert haben. Zur offiziellen Kirchenspaltung, dem Schisma, kam es bereits 1054. Die Orthodoxen vertraten damals wie heute die Ansicht, dass der Heilige Geist nur von Gottvater ausgeht, während die „Papisten“ verkündeten, er ginge von Vater und Sohn zugleich aus (Filioquestreit). Bei der Taufe halten die Orthodoxen am völligen Untertauchen des Täuflings fest. Für sie ist Maria nach ihrem Tode nicht leiblich gen Himmel gefahren; Christus trug nur ihre Seele davon. Darum wird am 15. August auch nicht Mariä Himmelfahrt gefeiert, sondern Mariä Entschlafung.

Kriegswirren

Während des Zweiten Weltkriegs kämpften bürgerliche und kommunistische griechische Partisanen gegen die deutschen und die mit ihnen verbündeten bulgarischen Besatzer. Als diese 1944 abzogen, war der Krieg in Hellas aber noch nicht vorbei. Es begann ein erbitterter Kampf zwischen linken Freischärlern und bürgerlichen Truppen, der mehr griechische Opfer forderte als der Krieg gegen die Faschisten. Die Chalkidikí und Makedonien waren ein wichtiger Schauplatz des griechischen Bürgerkriegs. Selbst die Mönchsrepublik Áthos war betroffen.

Losverkäufer

Losverkäufer gehören einfach zum griechischen Straßenbild. Sie bieten die Chance auf Gewinn in Lokalen, vor Kirchen, an Busbahnhöfen und sogar in Büros an. Zwei Arten von Losen stehen zur Auswahl: Rubbellose mit sofortigem Gewinnentscheid und Lose der Staatslotterie, deren Zahlen an jedem Montagabend gezogen werden.

Tiere & Pflanzen

Größere Wildtiere leben auf der Chalkidikí nicht. Recht häufig sieht man auf Straßen Landschildkröten, in Flussmündungen auch Sumpfschildkröten. Auf dem Asphalt finden Sie ab und an tote Schlangen, doch in der Wildnis begegnet man ihnen fast nie. Umso blütenreicher gibt sich die Pflanzenwelt – besonders im Frühjahr mit Klatschmohn, Ginster und zahllosen weißen und violetten Zistrosen. Im Juni erblüht der Oleander, Ende September in Hochlagen das Heidekraut. Zum bunten Bild tragen auch Hibiskus und Bougainvillea in Gärten und an Hauswänden bei.

Waldbrände

Brände sind im besonders waldreichen Hinterland der Chalkidikí sowie auf den drei Fingern zwar relativ selten, können jedoch wie vor einiger Zeit der große Waldbrand auf der Kassándra verheerende Folgen haben. Manchmal ist Brandstiftung die Ursache, viel häufiger aber Unachtsamkeit von Rauchern, Campern und Landwirten oder Glasscherben, die im heißen Sonnenlicht wie Brenngläser wirken. Eine Wiederaufforstung der abgebrannten Wälder findet – obwohl gesetzlich vorgeschrieben – fast nie im notwendigen Umfang statt. Die Natur hilft sich zwar selbst, hat jedoch andere Zeitvorstellungen als der Mensch.

Wirtschaft

Thessaloníki wurde nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staatenwelt wieder zu einer echten Balkanmetropole. Der größtenteils von einem chinesischen Unternehmen betriebene Hafen wird auch für den Warenverkehr in die Nachbarländer genutzt, die 2010 fertiggestellte Vía-Egnatía-Autobahn von Istanbul ans Ionische Meer gibt zusätzlichen Auftrieb. Touristen aus vielen osteuropäischen Ländern haben auf der Chalkidikí den Verlust mitteleuropäischer Autourlauber ausgeglichen, die die unattraktive Fahrt durch Ex-Jugoslawien vermeiden. Die zunehmende Zahl von Billigflügen nach Thessaloníki fördert zudem den Städtetourismus. Die Nähe der Ferienregion zur Großstadt wirkt sich auch günstig auf den Arbeitsmarkt aus: Wer bei Saisonende an den Stränden beschäftigungslos wird, findet meist einen Winterjob in den dann stärker frequentierten Lokalen und Hotels der Metropole.

Zeus

Wenn die Chalkidikí auch arm an freigelegten antiken Stätten ist, begegnen Ihnen antike Göttern doch häufiger – und sei es nur in Hotel- und Tavernennamen.

Ihre Götter erlebten die Hellenen des Altertums als allgegenwärtig. Sie residierten auf dem Götterberg Olymp, brauchten aber auch in den Städten eine Unterkunft – und so errichtete man ihnen Tempel. Göttervater Zeus galt als der mächtigste von allen; ihm war ein Tempel in Kalithéa auf der Kassándra geweiht. Sein Bruder Poseidon war für das Meer und die Erdbeben zuständig, sein zweiter Bruder Hades für die Unterwelt. Hera, die Gemahlin des Zeus, galt als Beschützerin der Ehe. Ihr einziger gemeinsamer Sohn war Hephaistos, der Gott der Schmiedekunst. Dessen Gemahlin Aphrodite, von den Römern später Venus genannt, war die Göttin der Liebe. Ihr Geliebter war Ares, der Kriegsgott.

Zu den olympischen Göttern gehörten außerdem Apoll als Gott der Schönheit und des Lichts, Artemis als Göttin der Jagd, Athene als Göttin der Weisheit sowie Dionysos, verehrt als Gott des Weins, des Theaterspiels und der Fruchtbarkeit.

Bücher & Filme

Alexander der Große: Leben und Legenden

Der Historiker Alexander Demandt beschreibt das Leben des Welteroberers und die kulturhistorischen Auswirkungen seiner Taten (2013)

Saloníki erzählt

Eine schöne, von Niki Eideneier zusammengestellte Anthologie von Prosaschriftstellern aus Thessaloníki (1989)

Die Stundentrommel vom Heiligen Berg Áthos

Sehr getragene Reiseerzählung von Erhart Kästner, der Mitte des letzten Jahrhunderts über den Áthos wanderte (1956)

Alexander

Hollywood-Monumentalfilm aus dem Jahr 2004 auf DVD, mit Colin Farrell und Angelina Jolie in den Hauptrollen

In tödlicher Mission

Der James-Bond-Klassiker (For Your Eyes only, 1980) zeigt teilweise grandiose Bilder von den Metéora-Felsen

Fakten

Einwohner
1.874.590
Strom
230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
01:29 Uhr
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