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La Gomera - El Hierro

Check-in

Von den Kanarischen Inseln sind La Gomera und El Hierro die stillsten – Massentourismus gibt es nicht. Klein mag La Gomera erscheinen, doch die Insel steckt voller Überraschungen: Der Norden ist feucht-frisch, der Süden sonnig-warm, und in der Mitte bedeckt wolkenverhangenes Lorbeerland Hänge und Hochland. Sonnenanbeter am Strand und Wanderer in Regenkleidung trennt häufig nur eine halbe Stunde Autofahrt!

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Das elegante Clubhotel am Rand der Steilküste ist als weitläufiges Ensemble mit Bungalows im kanarischen Stil gestaltet und eingebettet in eine üppig angelegte und gut gepflegte Grünanlage mit…
Das direkt an den Rand der nordwestlichen Steilwand über dem Golfotal gebaute Aussichtsrestaurant ist ein Meisterwerk von César Manrique, dem berühmten Architekten aus Lanzarote. Bruchlos fügt es…
Hier oben pfeift ständig ein starker Wind über die karge Landschaft. Er hat die knorrigen Bäume des berühmten Wacholderwaldes in einen extremen Drehwuchs gezwungen und tief bis auf die Erde…
Der schwindelerregende Blick in die Tiefe auf die abgelegene Westküste von La Gomera ist umwerfend.
In der Zeit der Antike galt dieser Punkt als das Ende der Welt und später verlief hier für mehr als 200 Jahre der Nullmeridian. Heute markiert ein Leuchtturm ("faro") diesen südwestlichsten Punkt…
Wie eine Oase liegt dieser Mischwald aus Lorbeerbäumen und Baumheide in der wilden, zerrissenen Gebirgslandschaft, 900 bis 1400 m über dem Meeresspiegel. Einem grünen Kragen gleich schlingt er sich…
Die Inselhauptstadt ist das Zentrum der größten gleichnamigen Gemeinde und Sitz der Inselregierung (Cabildo Insular). In direkter Nähe des Hafens befinden sich die historischen Bauten aus der…
Schwarze Lavawüsten prägen das Bild der südlichen Küstenregion von El Hierro. Eingebettet in die strenge Schönheit der Stricklavafelder und der Vulkanberge liegt hier der kleine Fischerort La…
Neben zahlreichen Wolfsmilchgewächsen und Palmen findet man in dem Naturschutzgebiet mannshohe Agaven, weitläufige Opuntiengruppen sowie Mandelbäume. Insbesondere im Februar zur Zeit der Mandelblü…
Vom Mirador de Palmarejo genießt man den phantastischen Blick in das berühmte Tal. Tief unten liegt dann ein traumhafter, grüner Talkessel voller Palmenhaine, der eingerahmt wird von über 800 m…
Der berühmte Strand liegt am nördlichen Ende des Taldeltas, zu Füßen mächtiger Steilwände und riesiger Geröllhalden. Im Sommer begeistert ein herrlicher Sandstrand, im Winter jedoch machen…
Ein Skywalk, rundum verglast, führt sie nahe Juego de Bolas über die Abbruchkante der Klippe hinaus, sodass Sie über dem Abgrund zu schweben scheinen. Der Blick, der sich Ihnen dabei bietet, ist…
Das Valle del Golfo im Nordwesten entwickelt sich zum beliebtesten Urlaubsziel der Insel. Beeindruckend sind die landschaftlichen Gegensätze, die im Golftal aufeinander prallen. Die mächtigen, über…

Reisezeit

Januar
sehr gut
20°C
Februar
sehr gut
21°C
März
sehr gut
22°C
April
sehr gut
23°C
Mai
sehr gut
24°C
Juni
sehr gut
26°C
Juli
sehr gut
28°C
August
sehr gut
29°C
September
sehr gut
28°C
Oktober
sehr gut
26°C
November
sehr gut
24°C
Dezember
sehr gut
21°C

Die beste Reisezeit für La Gomera - El Hierro sind die Monate Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 24° Celsius erreicht. Die sonnigsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich 11 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 20° Celsius bei 7 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 24° Celsius und die Nachttemperatur bei 17° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 3 Tagen. Die regenreichsten Monate sind Januar und Dezember.

Mehr zu Klima und Reisezeit

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Aus dem Atlantikboden gewachsen

Die eruptive Entstehung ist La Gomera auf den ersten Blick kaum anzumerken: Aus der Vogelperspektive erscheint die Insel fast rund, wie von einem Küchenmesser zerschnitten führen von der Gipfelregion in der Mitte tiefe Schluchten zu den wilden und zerklüfteten Küsten hin. Die Schluchten haben Wasser und Wind in Millionen von Jahren ins Gestein gegraben. Es sind rund 50, hier barrancos genannt, die sich kilometerlang und oft mit Steilwänden bis zu 800 m dahinziehen. In ihren Ausläufern bilden sie kleine Buchten in der Steilküste oder sie weiten sich zu sanften Tallandschaften, wie dem berühmten Valle Gran Rey oder dem Tal von Hermigua. In den Flussdeltas der Täler liegen die wichtigen Ortschaften. Überragt wird diese zerfurchte Bergwelt von gewaltigen, kegelförmigen Basaltfelsen, den roques, und einem mächtigen Tafelberg, der Fortaleza. Als erstarrte Schlotfüllungen von Vulkanen, die durch Erosion freigelegt wurden, sind die roques Zeugen der Entstehungsgeschichte der Insel.

Klein, aber oho

Der geringe Durchmesser von nur 25 km lässt die Durchquerung La Gomeras mit dem Auto beim Blick auf die Landkarte zunächst als Kleinigkeit erscheinen. Doch das täuscht: Aufgrund der vielen Schluchten kommst du nur langsam voran. El Hierro hingegen wirkt nicht ganz so zerfurcht – auch hier sorgen steile Felsabbrüche und weitläufige Hochflächen für einen atemberaubend schönen landschaftlichen Kontrast. Anders als auf La Gomera ist auf El Hierro der Vulkanismus gegenwärtig. Vor allem im Inselsüden sieht man schwarze Lavaströme, die sich einst über die Hänge ergossen und mitten im Lauf in verschlungenen Formen erstarrten. Der letzte große Ausbruch fand 2011/ 12 statt und führte zur Ausbildung eines neuen unterseeischen Vulkans vor La Restinga, dem Eldiscreto. Inzwischen hat die Unesco die Insel zu Spaniens erstem Geopark erwählt. Aufgrund der wilden, zerrissenen Bergwelt krümmen und hangeln sich auf beiden Inseln die schmalen Straßen abenteuerlich und in einer endlosen Folge von Kurven durch die zerklüftete Bergwelt. Schwindelfreie und geübte Wanderer finden in sogenannten Durchstiegen, die in den Steilwänden der Täler angelegt sind, eine Herausforderung. Schon seit Jahrhunderten dienen sie als direkte Verbindungswege zwischen den mächtigen Bergrücken.

Wer war zuerst da?

Gene, Geographie und Geschichte deuten darauf hin, dass die ersten Siedler nordafrikanische Berber waren, die um 500 v. Chr. auf die Inseln kamen. Die Gomeros und Bimbaches (die Ureinwohner von El Hierro) lebten isoliert vom Rest der Welt als Ziegenhirten, Bauern und Küstenfischer. Kaum wurden sie von europäischen Seefahrern im ausgehenden Mittelalter „entdeckt“, folgte ihre Unterwerfung. Viele Ureinwohner starben bei der militärischen Eroberung der Inseln zu Beginn des 15. Jh. Ihre Kultur wurde durch die der Konquistadoren ersetzt: Wo sie nicht bewusst zerstört wurde, geriet sie im Lauf der Zeit in Vergessenheit.

Geisterdörfer ...

Wer heute auf einem der schmalen Esels- und Ziegenpfade ein abseits gelegenes Dorf besucht, der merkt oft erst beim Näherkommen, dass es verlassen ist – so gut sind die aus Naturstein gebauten Häuser noch in Schuss. Mehrere solcher aufgegebenen Dörfer gibt es auf den Inseln. Sie erinnern daran, dass um die Mitte des 20. Jhs. zeitweise bis zu 50 000 Menschen auf La Gomera lebten. Heute sind es gut 21 000 (auf El Hierro knapp mehr als 10 000). Neben der bescheidenen Selbstversorgerwirtschaft fanden sie ihr Auskommen hauptsächlich als Arbeiter in den wechselnden Monokulturen: Vor den Bananen wurde großflächig Zuckerrohr und Wein angebaut. Immer, wenn eine Monokultur unrentabel wurde, folgte eine Auswanderungswelle nach Venezuela oder Kuba.

... und Amerika-Bande

Die enge Verbundenheit mit diesen Ländern hat die Kultur auf den Inseln stärker geprägt als das spanische Mutterland, der locker-heitere Swing von Salsa und Merengue passt zum Lebensgefühl. Auf den vielen Fiestas wird ausgelassen getanzt und gesungen. Fremden gegenüber verhält man sich freundlich, aber distanziert. Die großen Stücke vom Kuchen „Tourismus“– so denken viele – teilen sich sowieso Investoren, Hoteliers und Restaurantbesitzer von auswärts, für die Einheimischen fällt allenfalls ein zeitlich begrenzter Arbeitsvertrag ab. Wobei das Bewusstsein der Inselbewohner, durch Eigeninitiative selbst vom Besucherstrom zu profitieren, wächst: Immer mehr Insulaner suchen den Weg in die Selbstständigkeit. Doch so oder so legen sie Wert auf eine positive Lebenseinstellung nach dem Motto „Es gibt nichts, das nicht irgendwie geworden wäre“.

Praktische Hinweise

Anreise

Wer nicht auf das eigene Auto verzichten will, muss eine Zeit raubende und kostspielige Anreise (etwa 2500 km) über Frankreich und Spanien in Kauf nehmen. Vom südspanischen Hafen Cádiz verkehrt wöchentlich eine Autofähre nach Santa Cruz auf Teneriffa. In den Ferienzeiten im Sommer benutzen viele Festlandspanier diese Verbindung, und Plätze müssen lange im Voraus gebucht werden.

Die meisten Gomera-Urlauber nehmen von Teneriffa aus den Weg über das Meer. Fährhafen ist Los Cristianos im Süden der Insel, nur etwa 15 Minuten vom Flughafen entfernt und problemlos mit Taxi oder Bus zu erreichen. Regelmäßig verkehren von hier schnelle und gut ausgestattete Autofähren nach San Sebastián. Die Fahrzeit beträgt 40 Minuten, der Preis für eine einfache Fahrt liegt zwischen 32 und 37 Euro.

Nach El Hierro verkehren die Linie Armas sowie die Schnellfähre (www.navieraarmas.com, www.fredolsen.es). Falls es keine direkte Fährverbindung zwischen den Inseln gibt, ist nur ein Umweg über Los Christianos möglich. Die Personenfähre „Benchi Express“ hat Anfang 2012 den Betrieb zwischen San Sebastián, Playa de Santiago und Valle Gran Rey eingestellt. Die Inselregierung hat daraufhin die Linie öffentlich ausgeschrieben, um die beliebte Verbindung wieder herzustellen. Angesichts wegfallender Subventionen seitens der Regierung von Spanien und der Kanarischen Inseln ist eine positive Entscheidung unwahrscheinlich. Auch bei den Fährverbindungen von Los Christianos nach El Hierro sind Kürzungen im Gespräch.

Sowohl auf La Gomera als auch auf El Hierro gibt es einen Flughafen, beide werden jedoch von den internationalen Jets nicht angeflogen und haben untereinander auch keine Verbindung. So bleibt nur der direkte Charterflug nach Gran Canaria und von dort weiter mit einer Propellermaschine der regionalen Fluggesellschaft Binter Canarias nach Playa de Santiago im Süden von La Gomera oder in die Nähe der Hauptstadt Valverde auf El Hierro. Etwas aufwendiger ist der Direktflug nach Teneriffa, da für den Weiterflug nach La Gomera bzw. El Hierro der Flughafen gewechselt werden muss (etwa 1,5 Std. Transfer). Die Inselflüge sind relativ teuer, von Teneriffa nach La Gomera zahlt man hin und zurück immerhin 80 Euro. Insbesondere wenn der Flug in München sehr früh startet, empfiehlt sich eine vorherige Übernachtung im Hotel Kempinski Airport. Im Rahmen des „Park, Sleep & Fly“-Angebots gibt es für 169 Euro ein EZ oder DZ, Frühstück und 8 Tage kostenloses Parken (Kempinski Hotel Airport MünchenTerminalstraße/Mitte 20München089 97820).

Auskunft

Spanische Fremdenverkehrsämter

DeutschlandLietzenburger Straße9910707030 8826543; zentrale Rufnummer für Broschüren und Infomaterial 06123 99134; ÖsterreichWalfischgasse8101001 5129580; SchweizSeefeldstrasse1980080442536050; offizielle Website: www.spain.info

Auto

In Ortschaften beträgt die Höchstgeschwindigkeit 50 km/h, ansonsten 80 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Anschnallen ist Pflicht, Führerschein und Ausweispapiere müssen mitgeführt werden. Es empfiehlt sich, die Vorschriften sehr genau einzuhalten, denn die Strafen sind drastisch und reißen große Löcher in die Urlaubskasse. Telefonieren während der Fahrt ist nur mit Freisprechanlage erlaubt.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sind Benzin und Diesel auf den Kanaren sehr billig. Bleifreies Benzin gibt es überall. Selbstbedienung ist nicht erwünscht. Es ist ratsam, vor Inselrundfahrten zu tanken, denn auf La Gomera und El Hierro gibt es nur wenige Tankstellen.

Banken & Geldwechsel

Geldautomaten gibt es in jedem größeren Touristenort. Es werden hohe Gebühren fällig, sodass Sie zumindest für den ersten Teil des Urlaubs genügend Bargeld von zu Hause mitnehmen sollten. Kreditkarten werden in fast allen Restaurants und Geschäften akzeptiert. Gängig sind Visa, American Express und Eurocard.

Schalterstunden der Banken: Mo–Fr 8.30–14 Uhr, manche auch Do 17–19 und Sa 8.30–13 Uhr

Camping

Auf El Hierro gibt es in Hoya del Morcillo einen einfachen Campingplatz, auf La Gomera einen im Weiler El Cedro. Campen auf Privatgrundstücken ist nach Absprache mit dem Besitzer eventuell möglich. In jedem Fall auf offenes Feuer verzichten und alles sauber hinterlassen. Verboten sind Übernachtungen an Stränden, in Flussbetten und Naturschutzparks.

Diplomatische Vertretungen

Auf den Inseln gibt es keine diplomatischen Vertretungen. Zuständig sind die Konsulate auf Teneriffa bzw. Gran Canaria (Bürozeiten Mo–Fr 9–12 Uhr):

Deutsches HonorarkonsulatCalle Costa y Grijalba18Santa Cruz de Tenerife922248820

Österreichisches HonorarkonsulatCalle Costa y Grijalba33Santa Cruz de Tenerife922023370

Schweizer KonsulatEdificio de Oficinas928157979

Einreise

Mitglieder der Europäischen Union werden bei der Einreise nicht kontrolliert. Gültige Ausweispapiere müssen aber mitgeführt werden.

Eintrittspreise

Die wenigen Museen und Sehenswürdigkeiten auf La Gomera und auf El Hierro verlangen – wenn überhaupt – nur geringe Eintrittspreise, sodass dieser Posten das Reisebudget nur unwesentlich belastet. Die Preise und das Angebot in den Supermärkten sind mit denen hierzulande vergleichbar. Benzin, Parfums, Zigaretten und manche elektronischen Geräte sind etwas billiger. Restaurantbesuche insbesondere im Valle Gran Rey sind auf Stadtniveau in Deutschland, in überwiegend von Einheimischen besuchten Lokalen kommt man meist günstiger weg.

Gesundheit

Aktuelle Informationen vor der Reise: www.fit-for-travel.de.

Besucher aus EU-Ländern genießen auch auf den Kanaren Versicherungsschutz. Benötigt wird die europäische Krankenversicherungskarte, die Sie mit den nötigen Informationen bei Ihrer Krankenkasse erhalten. Dieser gilt nur für zugelassene Kassenärzte und nicht für Privatärzte. Es ist daher sinnvoll, zusätzlich eine Reisekrankenversicherung (etwa 10 Euro für 14 Tage) abzuschließen, die einen eventuellen Rücktransport beinhaltet und die Kosten auch für Privatärzte und Medikamente bei Vorlage einer Rechnung erstattet. Diese Rechnung sollte so detailliert wie möglich sein (cuenta detallada). Für eine ärztliche Behandlung werden etwa 40 Euro berechnet.

Die medizinische Versorgung ist in der Regel gut. Für kleinere Probleme und erste Hilfe ist das örtliche Gesundheitszentrum, das Centro de Salud, zuständig, bei ernsteren Verletzungen und Krankheiten das Hospital.

Centro de Salud San SebastiánAvenida José Aguian922872005

Centro de Salud Valle Gran Reyoberhalb Calera922807005

Centro de Salud Valverdeam Ortsausgang Richtung Hafen im Hospital Insular922553590

Apotheken (farmacias) sind durch ein grünes Kreuz auf weißem Grund gekennzeichnet. Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–13 und 16–19 Uhr, Sa nur vormittags. Die aktuellen Adressen der Notdienste (farmacia de guardia) hängen aus.

Zahnärzte

Die einheimischen Zahnärzte sprechen ausschließlich Spanisch. Sehr zu empfehlen sind auf La Gomera die deutsche Zahnärztin Frau SchützCalle La JuntaPlaya Santiago922805522 und auf El Hierro in El Golfo Dr. Javier Alvarez LopezCalle Las Lajas10922550342.

Internet

Über La Gomera findet man etliche informative Websites mit vielen Tipps zur Insel und Hinweise auf Unterkünfte. Sie haben alle relativ gleichlautende Namen: www.sonneninsel-la-gomera.de, www.lagomera.de, www.gomera.de. Viele Infos und einige Videos über die Szene bietet www.lagomera.net. Darüber hinaus gibt es mit www.cabildogomera.org die offizielle Site der Inselregierung sowie unter www.gomera-island.com die offizielle Site des Patronato de Turismo. Wer gern in Landhäusern logiert, wird auf www.islarural.com – einige interessante Adressen finden, die auch einen längeren Aufenthalt lohnen.

Für El Hierro lautet die offizielle Site www.elhierro.es. Viele gute Tipps finden Sie auch unter www.myhierro.com.

Internetcafés & Wlan

Internetzugang besteht mittlerweile in fast allen Orten auf beiden Inseln. Die aufgestellten PC-Automaten bieten auch USB-Anschluss sowie ausgewählte Office-Anwendungen und kosten in der Regel 1 Euro pro Stunde.

Klima & Reisezeit

Der Nordostpassat wirkt das ganze Jahr über wie ein kühlender Ventilator, die Temperaturen sind im Sommer verhältnismäßig frisch und im Winter angenehm mild. Im Nordosten hinterlassen die Passatwolken ihre feuchte Fracht, während südlich davon die Sonne die Wolkenwalze meist rasch wieder auflöst. Wenn der kühlende Passatwind jedoch einschläft, was hin und wieder vorkommt, sind Wetterwechsel vorprogrammiert. Im Sommer kann sich vorübergehend auf der gesamten Insel das drückende Saharaklima mit Hitze, Dunst und Sand ausbreiten, Temperaturen von bis zu 40 Grad sind dann keine Seltenheit. Im Winter bringt bisweilen der Westwind feuchte Regenwolken heran, manchmal gibt es sogar leichte Überschwemmungen, da die Erde das Wasser nicht vollständig aufnehmen kann. Schnee fällt auf La Gomera mangels höherer Berge so gut wie nie. Manche Winter hingegen sind vollkommen trocken. In der Regel ist das Wetter auf La Gomera und El Hierro das ganze Jahrüber freundlich und mild.

Mietwagen

Wer sein Mietauto nicht gleich von Deutschland aus bucht, findet auf beiden Inseln viele Autovermieter, die ihre Dienste am Hafen oder Flughafen anbieten. Auf jeden Fall Preise vergleichen!

Preisliche Richtschnur für einen Wagen der Kategorie B, inklusive aller Nebenkosten und Vollkaskoversicherung mit geringer Selbstbeteiligung, sind 32 Euro pro Tag. Benötigt werden gültige Ausweispapiere und der Führerschein. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre.

Öffentliche Verkehrsmittel

Fast alle Orte sind mit dem Bus erreichbar. Startpunkt ist immer die jeweilige Hauptstadt. Bei Ankunft der Fähre warten Busse, die zu den wichtigsten touristischen Orten der Insel fahren. Bus fahren ist günstig, und die Busse halten, auf ein deutliches Zeichen hin, auch auf offener Straße. Wer unterwegs aussteigen möchte, muss sich rechtzeitig beim Fahrer bemerkbar machen. Die Busse fahren pünktlich ab, und besonders im Valle Gran Rey, wo sie manchmal überfüllt sind, ist es ratsam, zeitig da zu sein. Das rasante Tempo der meisten Busse auf den kurvigen Straßen von La Gomera ist nichts für schwache Mägen und Nerven.

Notruf

Bei Diebstahl und allen Arten von Notfällen ist die Guardia Civil112 zuständig.

Post

Die Postämter in den Hauptorten sind meist gut ausgeschildert und ohne Probleme zu finden. Marken für normale Briefe in EU-Länder und in die Schweiz kosten 90 Cent, für Postkarten 70 Cent. Öffnungszeiten: Mo–Fr 8.30–14.30 Uhr

Preise

Ein Restaurantbesuch in den Touristenorten ist vom Preis her etwas günstiger als in deutschen Großstädten. Insbesondere auf El Hierro kann man in abgelegenen Lokalen mit einheimischen Gästen preiswert essen. Wegen der reduzierten Steuersätze ist auf beiden Inseln das Tanken deutlich billiger als zu Hause, auch Zigaretten und alkoholische Getränke sind etwas günstiger zu bekommen.

Strom

Alle Hotels, Pensionen und Apartmenthäuser verfügen über 220 Volt.

Taxi

Taxistände finden Sie in allen größeren Orten, am Hafen und am Flughafen. Allerdings sind sie ab etwa 22 Uhr nicht mehr besetzt. Meist kennt aber der Barmann oder der Apartmentbesitzer privat einen taxista, den er für Sie anrufen kann. Das gilt auch für kleinere Orte ohne Taxistand. Alle Taxis haben ein Taxameter, und Sie können darauf bestehen, dass er auch eingeschaltet wird. Meist werden aber Festpreise mit den Kunden vereinbart. Auf jeden Fall vorher nach dem Preis erkundigen!

Telefon & Handy

Die Telefonhäuschen der spanischen Telefongesellschaft Telefónica bieten sowohl Münz- als auch Kartentelefone. Telefonkarten bekommen Sie in Schreibwaren- und Zeitschriftenläden. Die Vorwahl bei Auslandsgesprächen lautet für Spanien 0034, Deutschland 0049, Österreich 0043, die Schweiz 0041; bei der Ortsvorwahl die voranstehende Null weglassen. In Spanien gibt es keine Ortsvorwahlen, sie sind in die Teilnehmernummer integriert.

Beim Roaming spart, wer das günstigste Netz wählt. Die Prepaidkarte eines spanischen Anbieters lohnt sich wegen der hohen Anschaffungskosten nur für Vieltelefonierer (z. B. Vodafone für 30 Euro inkl. 12 Euro Gesprächsguthaben oder Moviestar für 25 Euro inkl. 19 Euro Gesprächsguthaben). Hohe Kosten verursacht auch die Mailbox, die Sie am besten noch im Heimatland abschalten sollten.

Trinkgeld

War der Service gut, ist ein Trinkgeld von bis zu 10 Prozent angemessen. Lassen Sie sich aber zunächst das gesamte Wechselgeld zurückgeben, und legen Sie erst dann den Tip hin. Aufrunden des Rechnungsbetrags stiftet nur Verwirrung und führt zu Missverständnissen.

Zeit

Ob Sommer- oder Winterzeit, die Uhr muss auf den Kanarischen Inseln immer eine Stunde zurückgestellt werden.

Zoll

Obwohl sie zur Europäischen Union gehören, gelten für die Kanarischen Inseln zollrechtliche Sonderbestimmungen. Nach Österreich und Deutschland dürfen eingeführt werden: 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren, 1 l hochprozentige Spirituosen mit mehr als 22 % Alkohol und 2 l Wein. Erlaubt sind 50 g Parfüm, 0,25 l Eau de Toilette, 500 g Kaffee. Für Schweizer Staatsbürger gelten ähnliche Bestimmungen.

Events, Feste & mehr

Gesetzliche Feiertage

1. Januar

Año Nuevo (Neujahr)

6. Januar

Los Reyes (Heilige Drei Könige)

März/April

Gründonnerstag; Karfreitag

1. Mai

Día del trabajo (Tag der Arbeit)

30. Mai

Día de Canarias (Tag der Kanarischen Inseln)

25. Juli

Santiago (Schutzpatron)

15. August

Asunción (Mariä Himmelfahrt)

12. Oktober

Día de la Hispanidad (Entdeckung Amerikas)

1. November

Todos los Santos (Allerheiligen)

6. Dezember

Día de la Constitución (Tag der Verfassung)

8. Dezember

Inmaculada Concepción (Mariä Empfängnis)

25. Dezember

Navidad (Weihnachten)

Feste

Januar

6. Januar, Los Reyes: Eine blumengeschmückte Prozession zieht mit Musik durch den Schilfdschungel im Valle Gran Rey. Anschließende wird eine Fiesta auf dem Kirchplatz gefeiert; eine ähnliche Veranstaltung findet auch in San Sebastián statt.

Februar

Ende Januar/Anfang Februar, Jazz-Festival Valle Luna: Seit 2010 findet jährlich das Jazz-Festival Valle Luna im Valle Gran Rey statt. Manche Musikanten und Bands wie die Gomera Street Band singen und spielen sich ab Mitte Januar am Strand von La Playa für die Auftritte in diversen Szenebars warm. Die Spontanität steht während der Musikwoche im Vordergrund, auch Feuerkünstler und Artisten treten auf. Spätestens zur Vollmondparty ist die auch von den Nachbarinseln anreisende Musik- und Künstlergemeinde dann komplett.

April

24. April, San Marcos: Fiesta in Agulo, dem für viele schönsten Ort auf der Insel La Gomera. Auf dem Festplatz des Orts werden große Feuer entfacht, durch die junge Männer zur Mutprobe springen.

Juni

Erster Sonntag: Zur Fiesta de Apañada strömt ganz El Hierro nach San Andrés. Neben dem traditionellen Viehmarkt gibt es Musik, Essen und Trinken satt.

Juli

Anfang Juli: Die Fischer von El Hierro laden zur Fiesta de los Pescadores nach La Restinga. Unter Schirmherrschaft der örtlichen Fischereigenossenschaft werden köstliche Fischgerichte zubereitet.

16. Juli: Fiesta de la Virgen del Carmen im Valle Gran Rey, Playa de Santiago und Vallehermoso (hier alle fünf Jahre, das nächste Mal 2020). Ein absolutes Muss für alle Besucher der Insel. Die Schutzpatronin der Fischer wird mit einer Schiffsprozession zwei Tage lang groß gefeiert. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Salsa-Bands und einem gigantischen Feuerwerk am Hafen im Valle Gran Rey machen dieses Fest zu einem besonderen Erlebnis.

Alle 4 Jahre im Juli (2017, 2021): Zur Bajada de la Virgen de los Reyes kommen die Besucher selbst aus Übersee nach El Hierro, die Insel ist über Wochen hinweg ausgebucht. In einer riesigen Prozession wird die Marienfigur, begleitet von zahlreichen Musikern und Tanzgruppen, über die ganze Insel hinweg nach Valverde getragen.

September

11. September, Nuestra Señora de Buen Paso: eine sehr ursprüngliche und stimmungsvolle Wallfahrt vom Ort Alajeró zum Roque Calvario mit rauschendem Fest auf dem Dorfplatz

November

30. November, San Andrés: Weinfest in den Gebieten Vallehermoso und Hermigua mit Tanz und Proben des neuen Weins

Bloss nicht

Gute Ratschläge erteilen

Cabezas quadradas werden deutsche Touristen häufig spöttisch genannt: Das bedeutet Quadratschädel. Angespielt wird dabei nicht etwa auf die Kopfform, sondern auf eine häufig verbreitete und unangenehme Art der Teutonen, immer alles besser wissen zu müssen. Sprüche wie „Organisation ist alles!“ entsprechen nicht der südländischen Lebensart und sollten am besten zu Hause gelassen werden. Anregungen zu Kindererziehung oder Hausbau, Elektrik oder Umweltschutz sind aber nicht nur unerwünscht, sondern können auch beleidigend sein, wenn sie in belehrendem oder sogar überheblichem Ton vorgetragen werden.

Von fremden Früchten naschen

Oft werden Sie auf Ihren Wanderungen und Spaziergängen an verwaisten Obstbäumen und Bananenplantagen vorbeikommen, die scheinbar niemandem gehören, weil keine Zäune oder Mauern sie schützen. Dann heißt es Hände weg, auch wenn die süßen Früchtchen Sie noch so verführerisch anschauen. Nichts ist beschämender, als mit vollem Mund unter einem fremden Baum zu stehen und von einem aus dem Nichts aufgetauchten Besitzer beschimpft zu werden – und das auch noch zu Recht.

Überall baden

An manchen Tagen sieht das Meer so ruhig aus, als könnte man ohne Probleme zur Nachbarinsel schwimmen. Die Einheimischen bezeichnen es dann als mar muerto, das tote Meer. Doch der Eindruck täuscht. Auch in Strandnähe lauern eine Menge tückischer und sehr schneller Strömungen, die auch gute Schwimmer mit sich reißen können. Dann sieht es schlecht aus, denn Rettungsringe, Bademeister oder gar Rettungsboote gibt es an den Stränden von La Gomera und El Hierro nicht.

Leichtsinnig sein

Einbrüche und Diebstähle sind auf La Gomera und El Hierro immer noch die Ausnahme. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Lassen Sie auf keinen Fall Fotoapparate, Handtaschen, Reisegepäck oder andere wertvolle Gegenstände im Auto liegen – auch nicht für einen kurzen Moment. Verschließen Sie beim Verlassen des Apartments alle Türen und Fenster sorgfältig. Am Strand sollten Sie Ihre Badetasche nicht zu lange aus den Augen lassen.

Einfach draufloswandern

Trotz guter Wegmarkierung und vorbildlicher Pflege sind die Wanderrouten auf La Gomera größtenteils sehr anspruchsvoll. Wichtigste Voraussetzung sind festes Schuhwerk, Sonnenschutz sowie viel Wasser zum Trinken. An heißen Tagen besteht leicht die Gefahr des Dehydrierens während man bei schlechter Sicht durchaus vom Weg abkommen kann. Für den Notfall sollte mindestens ein Handy in der Gruppe vorhanden sein.

Bücher & Filme

Kanarische Inseln – Auf den Spuren atlantischer Völker

Das Buch von Harald und Marianne Bream vermittelt Wissenswertes zu Kultur und Lebensweise der Ureinwohner der Kanarischen Insel

Kosmos Kanarenflora

Ingrid und Peter Schönfelder stellen über 500 teils endemische Pflanzenarten und tropische Ziergehölze der Kanaren vor

Unter dem Drachenbaum

Abenteuer, Liebesgeschichten, Sagen und Legenden der Kanaren, gesammelt in den 1930er-Jahren von Horst Uden, neu erschienen

Guarapo

Der Spielfilm wurde 1988 von den Brüdern Teodoro und Santigo Rios auf La Gomera gedreht. Geschichte eines landlosen Bauern, der 1947 nach Amerika auswandern möchte

17-24 °C
6 h/Tag
21 °C

Fakten

Strom 220 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 19:24 Uhr

Anreise

2d 14h
9h 18min
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