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Apulien-Reiseführer

Apulien ist ein anderes Italien – abseits überlaufener Touristenpfade, wenig mondän und ganz und gar nicht protzig. Doch gerade deswegen bietet es seinen Besuchern die Möglichkeit, ein Italien kennenzulernen, in dem sich das quirlige Leben der Vormittags- und Nachtstunden noch jäh an der Stille und Behäbigkeit des Nickerchens am frühen Nachmittag bricht. Als Besucher merkt man schon am ersten Tag, wie man sich im Lebensrhythmus der Apulier spürbar erholt.

Fast verschämt verstecken sich Apuliens Kulturschätze, deren Ursprünge über die Römerzeit bis in die Bronzezeit zurückreichen, hinter knorrigen Oliven, orientalisch anmutenden Häuserzeilen oder auf Hügelkuppen im Hinterland. Nicht einmal alle Apulier wissen, dass man sogar Spuren von Dinosauriern in ihrer Region entdeckt hat. Touristische Abenteuerlust und Forscherdrang gehen hier Hand in Hand mit der Möglichkeit, an zahllosen Stränden zu entspannen, die jedes Jahr für ihr glasklares Wasser prämiert werden.

Filmstars wie Gérard Depardieu, bekannte Sänger wie Justin Timberlake oder indische Magnaten geben sich in Apuliens idyllischen Sterne-Resorts die Klinke in die Hand, um abseits von jeglichem Trubel auszuruhen, die typischen Trulli-Häuschen zu sehen, gesunde Mittelmeerküche zu genießen und nicht zuletzt rauschende Feste zu feiern.

Die Apulier sind stolz auf ihre endlos scheinenden Olivenhaine mit jahrhundertealten Bäumen, die sich im Sommer trotzig der bis zu über 40 °C heißen Sonne entgegenstrecken. Das Licht der durchschnittlich 300 Sonnentage im Jahr trägt auch zum sonnigen Gemüt der Bewohner der Region bei, die trotz ökonomischen Rückstands freundlich und aufgeschlossen sind.

Wen wundert es da, wenn diese Lebenseinstellung auf die Touristen abfärbt und viele Wiederholungstäter werden? Nicht wenige sind inzwischen Stammgäste – manche haben irgendwann sogar ihr eigenes kleines Sommerhäuschen erworben.

Rundreise: Apulien in fünf Tagen erkunden

Was du in Kürze über Apulien wissen musst

Was zeichnet Apulien aus?

Vom Gargano am Sporn des italienischen Stiefels erstreckt sich Apulien am adriatischen und ionischen Meer entlang bis zum Stiefelabsatz, den der Salent bildet. Die Italiener selbst entdecken Apulien gerade erst wieder als Urlaubsziel, nachdem sie sich jahrelang darüber gewundert haben, was all die Deutschen, Engländer, Franzosen und Russen wohl in ihrem Land machen. Dennoch oder gerade deswegen ist Apulien ein kostengünstiges Reiseziel, das von Übernachtungsmöglichkeiten über Restaurants und Trattorien bis hin zum Shopping für jeden Geldbeutel das Passende bietet.

Für wen ist Apulien geeignet?

Strahlende Sonne und kristallklares Wasser gibt es in Apulien dank des langen Sommers und über 800 km Küste genug. Vor allem die zuverlässig heißen, trockenen Sommer, aber auch die milden Winter machen die Region zum Mekka für Sonnenhungrige und Wasserratten. Feine Sandstränden oder schroffe, teils bizarre Felsformationen laden zum Baden, Tauchen und Segeln ein. Die flach abfallenden Sandstrände sind wie für Familien mit Kindern gemacht.

Doch sollte man die Region auf keinen Fall auf faulen Strandurlaub reduzieren. Aktiver Rad- oder Wanderurlaub, Reiten und der Besuch von Ausgrabungsstätten sind genauso möglich wie der Besuch romantischer Altstädte mit imposanten Kathedralen, trutzigen Stauferschlössern und lauschigen Cafés. Kleine Boutiquen, Kunsthandwerksläden oder ein ganzes Outlet-Dorf im Trulli-Stil warten darauf entdeckt zu werden.

Apuliens Hauptstadt Bari lockt nicht nur mit Museen, einer Pinakothek und einem erst kürzlich wiedereröffneten Theater, sondern auch mit einem Filmfestival und Musikfestivals unterschiedlichstes Publikum in die Region. Dazu kommt ein junges Nachtleben in den Bars und Clubs aller größeren Städte.

Wie teuer ist Apulien?

Übernachten kann man in Apulien in jeder Kategorie – vom Campingplatz bis zum Sterne-Resort. Da kommt es ganz auf die persönlichen Vorlieben an.

Die Preise in apulischen Geschäften und Supermärkten sind vergleichbar mit den deutschen. Dafür bieten die zahlreichen Märkte eine deutlich günstigere Alternative: Auf ihnen kann man von Lebensmitteln über Bekleidung und Haushaltswaren bis hin zu Möbeln alles Denkbare erwerben. Der Preis ist auch immer noch verhandelbar. Geschäfte hingegen bieten häufig Rabatte zu besonderen Gelegenheiten: 50 bis 70 Prozent sind dabei die Regel.

Die zahlreichen Pizzerien, Osterien sowie die Trattorien sind schmackhaft und preiswerter als Restaurants. Oftmals bieten sie mehrgängige Menüs zum Festpreis an.

Benzin ist spürbar teurer als in Deutschland. Ein Mietwagen mit einem alternativen Antrieb ist daher die bessere Wahl.

Kulturinteressierte wird es freuen, dass Museen, Galerien und staatliche archäologische Stätten am ersten Sonntag des Monats gratis besucht werden können.

Wie groß ist Apulien? Wie viele Einwohner hat es?

Apulien ist mit ca. 19.000 km² ungefähr so groß wie Rheinland-Pfalz. Von der nördlichsten Spitze des Gargano bis zur südlichsten Spitze im Salent sind es mit dem Auto ca. 400 km. Die Ost-West-Ausdehnung beträgt recht regelmäßig ca. 100 km.

In Apulien wohnen knapp 4 Mio. Menschen. Angesichts der Einsamkeit zahlreicher dünn besiedelter Landstriche möchte man an eine Bevölkerungsdichte von 207 Einwohnern pro km² – nur 20 weniger als in Deutschland – kaum glauben. 

Welche Regionen gibt es in Apulien?

Den Norden Apuliens bildet ein weites, fruchtbares Tafelland um Foggia, die sogenannte Tavoliere.

Im Osten schließt sich der Gargano an – eine zum Nationalpark erklärte Halbinsel mit einem dichten Wald, dem Foresta Umbra, bergigen Höhen und Küsten mit feinen Sandstränden, bizarren Felsformationen und zahlreichen Höhlen.

Die westliche Region nennt man Appennino Dauno. Hier findet sich sanftes Hügelland, von dem aus man einen fantastischen Rundumblick über die bewaldete Landschaft erhält.

Von der Tavoliere bis in den Salent zieht sich die Murgia hinunter – eine karstige Erhebung mit zerklüfteten Tälern, deren Erde so viele Kalksteine hervorbringt, dass sie charakteristisch für den Baustil geworden sind. Hier finden Besucher auch die kegelförmigen Trullihäuschen, deren spitze Dächer aus dem staubigen Grün der Olivenhaine und Obstplantagen beispielsweise des Itria-Tals hervorragen. Orientalisch muten die weiß getünchten Häuser an, die sich wie übereinander getürmte Bauklötze an die Hügel schmiegen und daher kleine Städte wie Ostuni, Locorotondo oder Cisternino in ganz Italien bekannt gemacht haben.

Das Zentrum Apuliens nennt sich Terra di Bari, aber auch hier findet man sanfte Hügel, karstiges Gestein, Klippen, Strände und Landwirtschaft – kurz: alles, was Apulien generell ausmacht.

Vor der Küste Apuliens befinden sich zudem einige Inseln. Die wichtigsten sind die fünf Tremiti-Inseln, welche verwaltungsmäßig zum Nationalpark Gargano gehören. Sie bilden jedoch ihr eigenes maritimes Naturschutzgebiet.

Die beliebtesten Regionen Apuliens

SalentoDer Salento genannte, langgestreckte, südliche Zipfel Apuliens wird im Osten von der Adria und im Westen vom Ionischen Meer umspielt. Wasser und Strände gibt es also zur Genüge. Dazu nennt die Region mit Otranto und Gallipoli zwei der schönsten italienischen Hafenstädte ihr eigen, und natürlich darf man die Stadt Lecce nicht vergessen, die mit ihrer üppigen Architektur dem Baustil einer ganzen Region seinen Namen gegeben hat.
GarganoHier am italienischen Stiefelsporn ist Apulien so vielseitig wie sonst kaum. Ob im dichten Mischwald Foresta Umbria, in einer der vielen Badebuchten, die den Vergleich mit der Südsee nicht zu scheuen brauchen, oder in weitläufigen Lagunen – Bewegung und Entspannung sind hier gleichermaßen vorprogrammiert. Doch auch Kulturinteressierte finden im Gargano einiges zu besichtigen. Seit der Altsteinzeit haben Siedler hier ihre Spuren hinterlassen und die Halbinsel zu einer Fundgrube der Menschheitsgeschichte gemacht.
Der Ort Locorotondo im Valle d'Itria
© Stefano_Valeri, shutterstock
Valle d'ItriaZwischen den großen Städten Bari, Taranto und Brindisi – dort, wo sich knorrige Olivenbäume schon seit Jahrhunderten aus der rotbraunen, von Steinen übersäten Erde der brennenden Sonne entgegenschrauben, liegt das Itria-Tal. Das Grün der Oliven, Steineichen und Pinien ist durchsetzt mit weißen Kegelbauten. Trockensteinmauern ziehen sich wie Perlenschnüre an den Straßen entlang. Und mit Ostuni, Cisternino, Locorotondo sowie Martina Franca erheben sich einige der schönsten Orte Italiens an sanfte Hügel geschmiegt dem blauen Himmel entgegen.
Tavoliere delle PuglieZwischen dem Gargano, dem Appenino Dauno, der Adria und dem Fluss Ofanto erstreckt sich eine weite Ebene, die vor vielen Millionen von Jahren ein Meeresboden gewesen ist. Dank seiner Flüsse bietet das Land gute Bedingungen für die Landwirtschaft. Im Frühsommer wogen hier in der zweitgrößten Ebene Italiens so viele goldene Ährenmeere wie sonst nirgends in Apulien. In Foggia und Lucera können Besucher auf den Spuren berühmter Herrscher bis in die Römerzeit zurückwandern.
Polignano a Mare
© Stefano_Valeri, shutterstock
Terra di BariTerra di Bari, also das komplette Mittelapulien, steht für landschaftliche Abwechslung. An der Küste wechseln sich Felsenstrände und sandige Abschnitte ab. Hier kann man in zahlreichen Hafenstädten bummeln, in lauschigen Cafés sitzen oder beeindruckende Kathedralen in Meeresnähe bestaunen. Im Hinterland wird die Terra di Bari hügelig und ist stellenweise sogar bewaldet. Apuliens Hauptstadt Bari, die dem Gebiet seinen Namen gab, ist nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch kulturelles Zentrum und bietet sogar einen kleinen Sandstrand.
Subappennino daunoAn der Grenze zu den Provinzen Molise und Kampanien erstreckt sich zwischen der Tavoliere und dem Appenin die weitgehend unberührte Landschaft des Subappenino Dauno. Obwohl sich hier mit dem Monte Cornacchia der höchste Gipfel Apuliens befindet, tragen überwiegend sanfte Hügel noch weitgehend touristisch unentdeckte Orte auf ihrem Rücken. Naturliebhaber und Freunde von Radsport kommen in dieser grünen Lunge Apuliens voll auf ihre Kosten.
Der Dünenpark Campomarino bei Taranto
© vololibero, shutterstock
L'Arco Ionico TarantinoWo der italienische Stiefelhacken einen Bogen zur Sohle schlägt, befindet sich das absolute Paradies für Wasserraten und Sonnenanbeter. Entlang der Küste des Ionischen Meeres zwischen der Marina von Bradano und Taranto liegt nämlich ein Sandstrand neben dem anderen. Da der schmale Landstreifen „L'Arco Ionico Tarantino“ im Norden von der karstigen Erhebung Murgia begrenzt wird, bieten sich jedoch auch Ausflüge in höher gelegene Orte an.

Was kann man in Apulien unternehmen?

Die wichtigste Attraktion Apuliens ist das Meer. Es bietet nicht nur Erholungs- und Sportmöglichkeiten, sondern gibt auch der apulischen Küche ihre charakteristische Note. Fisch, Muscheln, Oktopusse und Tintenfische kommen regelmäßig auf den Tisch. Daher sollte man unbedingt einen Besuch in einem der zahlreichen Restaurants direkt in den Küstenorten einplanen. Hier landen Fisch und Meeresfrüchte jeden Tag fangfrisch auf dem Teller.

Doch auch Historienfans oder solche, die es werden wollen, kommen in Apuliens Schlössern und Ausgrabungsstätten voll auf ihre Kosten. Dabei reicht das Angebot weit über klangvolle Namen wie „Castel del Monte“ und gruselige Geschichten im Schloss von Gioia del Colle hinaus. Warum nicht einmal den „Mann von Altamura“ in seiner Höhle besuchen und anschließend mit dem Wissen um den besterhaltenen prähistorischen Schädel der Welt glänzen?

157 Radwanderwege auf weitgehend flachem bis hügeligem Terrain sind ideal für Fahrradtouristen. Über viele Sehenswürdigkeiten, so zum Beispiel bronzezeitliche Dolmen oder mittelalterliche Wachtürme, stolpert man buchstäblich am Wegesrand.

Daher wird ein Apulien-Urlaub, auch wenn er noch so sorgfältig geplant ist, immer wieder für Überraschungen sorgen.

Must-Sees & Geheimtipps: Highlights Apulien

Über 800 km Küste machen Apulien besonders anziehend. Ob tropisch anmutende Strände mit bizarren Felsformationen wie Cala San Felice bei Vieste, die Klippen des winzigen Stadtstrandes in Polignano a Mare, die endlosen Strände mit feinem gelben Sand bei Ostuni oder einsame Badebuchten, die nirgends verzeichnet sind – jeder findet hier seinen Lieblingsort am Meer.

Wer genug vom Ausruhen hat, taucht in das quirlige Leben der romantischen Altstadtgassen großer und kleiner Städte ein. Hier kann man im heißen Sommer durch kühle, pittoreske Häuserschluchten spazieren und sollte gar nicht erst versuchen, dem Wunsch nach einer Pause in einem kleinen Café zu widerstehen.

Lust auf Geschichte? Schon der Stauferkaiser Friedrich II. war im 12. Jahrhundert ein bekennender Apulienfan und hat neben dem geheimnisvollen Castel del Monte noch viele weitere Schlossbauten veranlasst.

Oder einfach mal unter die Erde verschwinden? Apuliens karstiger Untergrund hat im Laufe der Zeit zahlreiche Höhlensysteme hervorgebracht. Die Grotten von Castellana warten mit Kamelen, Eulen oder einer Madonna aus Tropfstein auf. Auch die beindruckende Höhle mit weißen Tropfsteinen hat in den Jahrzehnten seit ihrer Entdeckung nichts von ihrer Faszination verloren.

Handwerkskunst und typische Spezialitäten der Region bekommt man sowohl in der Nähe von Sehenswürdigkeiten als auch auf den Märkten in den Städten. Jede kleine Stadt hat mindestens einen Markttag, größere sogar tägliche Märkte. Ein Tipp für alle, die es mit dem Shopping eilig haben: Das historische Zentrum von Alberobello beherbergt nahezu in jedem seiner faszinierenden Trullihäuschen auch einen Souvenirladen.

Übersicht: Die Sehenswürdigkeiten in Apulien

Die besten Aktivitäten in Apulien

Baden und SchwimmenUrlaub in Apulien ist zuallererst Strandurlaub. 800 km Küste machen die Region zum Paradies für Wasserratten und Sonnenanbeter. Lange Sandstrände mit feinstem weißem oder goldenem Sand, steil abfallende Klippen oder schroffe Felsenstrände, ein gut ausgestattetes Lido mit allem Komfort oder einsame Buchten, die man nur zu Fuß erreicht – jeder findet hier seinen Lieblingsstrand.
Wanderer bei Polignano
© Fabio Boccuzzi, shutterstock
WandernLange Sandstrände, Steilküsten mit spektakulären Ausblicken, schattige Wälder mit artenreicher Pflanzen- und Tierwelt sowie hübschen Picknickplätzen, niedrige Berggipfel mit mystischen Höhlen, welche die Menschen schon seit Urzeiten angezogen haben – auch für Abenteurer, die sich Apulien auf Schusters Rappen erschließen wollen, hat die Region am italienischen Stiefelhacken einiges zu bieten.
Geparktes Fahrrad im Salento
© Luca Fabbian, shutterstock
RadfahrenSanfte von Ebenen umgebene Hügel im Gargano sowie im Subappenino Dauno, die langen Küstenwege fast rund um die Region, die verschlungenen Pfade des Hinterlands des Valle d'Itria bis hinunter in den Salento: Apulien und nicht motorisierte Zweiräder entdecken gerade, dass sie aufgrund des mäßigen Schwierigkeitsgrads und der beeindruckenden Landschaft eigentlich wie füreinander gemacht sind.

Essen & Trinken in Apulien

Das fruchtbare Hinterland Apuliens und das saubere, fischreiche Meer gehen mit ihren Erzeugnissen auch in der Küche eine Symbiose ein: Weizen, Tomaten, Olivenöl, Fisch und natürlich Wein. Aus diesen Gundzutaten werden immer wieder neue nahrhafte und bodenständige Gerichte abgeleitet. Dabei gibt es zwar typisch apulische Gerichte, aber jede Region hat ihre Abwandlungen und besondere Spezialitäten.

Mahl- und andere Zeiten

Was Besucher am meisten verwundert, sind die apulischen Essenszeiten und Essensmengen. Nimmt man das magere und schnelle Frühstück aus Kaffee, meist Espresso, sowie einem Hörnchen oder anderem süßen Frühstücksgebäck noch relativ ungebunden bis ca. 10 Uhr in einer Bar ein, findet sich Mittags vor ein Uhr niemand zum Essen ein. Im Gegenteil, meist klappern die Teller erst gegen 14 Uhr so richtig laut. Festliche Mittagessen gehen normalerweise über 6 Gänge oder mehr und dauern mit Dessert und Verdauungskaffee gern auch mal drei bis vier Stunden.

Selbst ein gewöhnliches Mittagessen besteht meistens aus drei bis vier Gängen: einer Vorspeise (antipasto), einem Hauptgericht (primo) – meistens Pasta – und einem zweiten Hauptgericht (secondo) aus Fleisch oder Fisch. Danach reicht man Obst oder ein süßes Gebäckteilchen als Abschluss. Natürlich gibt es immer auch den passenden Wein und Wasser. Da nimmt es nicht Wunder, dass man nach einem ausgiebigen apulischen Mittagessen ein Verdauungsschläfchen einlegen muss. Deshalb geht das Leben in Apulien auch erst gegen 17 Uhr weiter. Dann öffnen die meisten Geschäfte wieder ihre Türen, bis zum späten Abendessen nicht vor 20 Uhr.

Abends isst man normalerweise auch warm. Mindestens eine Hauptspeise mit Fleisch oder Fisch und ein Dessert aus Früchten.

Typisch Apulien: Pasta, Wein und frische Meeresfrüchte

© Kalman, shutterstock

Wetter & Klima in Apulien

Im Süden von Italien gelegen, ist die Region Apulien von heißen Sommern und milden Wintern geprägt. Zwischen Juni und September erreichen die Temperaturen 25°C bis 30°C – die perfekten Voraussetzungen zum Baden. Mai und Oktober eignen sich gut für Wassersportler. Zu Regenschauern kommt es in diesem Zeitraum selten. Vermehrter Niederschlag fällt im Winter bei Temperaturen von maximal 15°C.

Apulien: Das aktuelle Wetter und das Klima übers Jahr

Beste Reisezeit: Ganzjährig ein empfehlenswertes Urlaubsziel

Die meisten Badeurlauber kommen ab Juni nach Apulien. Bis in den Oktober hinein herrschen Wassertemperaturen von bis zu 24°C, die zu einem Sprung in die Adria verlocken. Wassersportarten wie Surfen und Segeln kann man aber auch in den anderen Jahreszeiten nachgehen. Gute Windverhältnisse prägen z.B. das Frühjahr.

Zum Wandern oder Mountainbiken reist man am besten im März, April oder Mai an. Dann ist es vergleichsweise trocken und die Temperaturen liegen bei etwa 12-20°C. Etwas milder ist zudem der Oktober.

Auch die Städte besucht man am besten in den kühleren Jahreszeiten. Im Frühjahr und Herbst sind weniger Urlauber auf den Straßen unterwegs und das Klima ist angenehm mild für Entdeckungstouren.

Die Winter sind in Apulien von Werten zwischen 5°C und 14°C geprägt. Mit angemessener Kleidung genießt du die idyllischen Städte und Dörfer der Region. Schneefälle gibt es lediglich in den höher gelegenen Gebirgsregionen.

Die beste Reisezeit für Strand und Sightseeing in Apulien

Wassertemperaturen: Badespaß von Ende Mai bis Oktober

Die Badesaison beginnt mit ansteigenden Wassertemperaturen bis auf 20°C Ende Mai. Im Juli und August erreichen die Werte bereits 24°C. Selbst im September und Oktober herrschen immer noch 19°C bis 22°C vor. Diese Zeit wird von Wassersportlern bevorzugt. Die Wintermonate sind von durchschnittlich 13°C geprägt. Diese Verhältnisse halten von Ende November bis in den späten April hinein an.

Wind und Gezeiten

Vor der Halbinsel Apuliens prägt der sogenannte Kapeffekt die Winde und schafft hervorragende Voraussetzungen zum Segeln. Die Brisen verstärken sich vor allem in der Region um Gargano, am Stiefelsporn Italiens. Weiter südlich findest du weitegehend eine Flachküste vor. Die Strömung verläuft hier in nördlicher Richtung, an westlich ausgerichteten Küsten nach Süden. In der Adria sind die Winde vor allem im Frühjahr und Herbst stark. Der feuchtwarme Südwind Schirokko kann dabei einen hohen Seegang aufbauen. Der Unterschied zwischen den Gezeiten ist in der Adria eher gering.

Anreise nach Apulien

Die Flughäfen Bari und Brindisi bieten eine günstige Möglichkeit, um von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus nach Süditalien aufzubrechen. Wer mehr von Italien sehen will, muss längere Reisezeiten in Kauf nehmen und bereist das gesamte Land nach Süden bei einem Roadtrip mit dem Auto oder mit der italienischen Staatsbahn. Die Entfernung von der nördlichen Grenze Italiens bis nach Apulien beträgt je nach Reiseziel zwischen 800 km und 1.100 km. Vor Ort in Apulien kannst du auf Busse und Bahnen setzen oder auf einen Mietwagen zurückgreifen.

Flüge nach Apulien

Vor allem während der Saison gibt es zahlreiche Linienflüge von Mitteleuropa nach Apulien. Angesteuert werden z.B. die beiden Airports Bari und Brindisi. Diese liegen im Herzen der Region und sind ein guter Ausgangspunkt, um mit dem Mietwagen weiter zum endgültigen Reiseziel zu fahren.

Flughäfen in Apulien: Infos zu Bari und Brindisi

Anreise mit dem Auto

Mit dem Auto fährst du am besten über die italienische A14 nach Apulien. Die kostenpflichtige Autobahn führt direkt an der Adriaküste etwa ab Rimini nach Süden. Bei Bologna bestehen Abzweigungen aus Richtung schweizerische Grenze sowie von Südtirol und Kärnten.

Nach Apulien mit dem Auto: Infos zur Anreise

Anreise mit der Bahn

Aus der Schweiz und aus Österreich führen mehrere Direktverbindungen nach Italien. Mailand und Rom sind dabei die wichtigsten Umsteigebahnhöfe. Von der italienischen Hauptstadt aus benötigen die Schnellzüge Frecciargento und Frecciabianca etwa 4 h nach Bari.

Nach Apulien reisen mit der Bahn: Die wichtigsten Infos

Vor Ort in Apulien

In Apulien reist man am besten mit den Regionalzügen und den Überlandbussen. In den Städten gibt es außerdem praktische Lokalbusse, die Reisende von A nach B bringen. Für einen spannenden Roadtrip mit vielen unvergesslichen Eindrücken nimmst du dir einen Mietwagen.

Vor Ort in Apulien: unterwegs mit Bus, Bahn & Mietwagen

© Viktoriia Fokina, shutterstock

Events und Feiertage in Apulien

© Fedor Selivanov, shutterstock

Gut zu wissen

Trulli

Apulienreisende werden nicht über sie hinwegsehen können – die kleinen Rundbauten mit Kegeldach, die besonders im Itria-Tal aus den grünen Olivenhainen herausragen und pittoreske Fotomotive abgeben. Doch im Grunde findet man Trulli in ganz Apulien. Sie und ihre weniger bekannten Verwandten, die etwas wuchtigeren Pajare, sind aus Feldsteinen aufgeschichtet, welche die apulische Erde zuhauf hervorbringt. Ihre dicken Steinmauern halten im Sommer die Wärme ab, was durch einen weißen Kalkanstrich noch verstärkt werden kann, und schützen im Winter vor dem kalten Seewind. Im Hinterland dienten die kleinen Häuschen als Unterkunft für Hirten, als Lagerraum und Unterstellmöglichkeit für Ackergerät. Leider verfallen sie dort, wo sie nicht touristisch genutzt werden, zusehends.

In der inzwischen von der UNESCO geschützten Trullizone Alberobellos jedoch kommen die niedlichen Häuschen so gehäuft vor, dass sie einzeln oder als zusammenhängende Trulli-Komplexe zwei kompletten Hügeln ihr charakteristisches Aussehen verleihen. Die Geschichte will, dass man im 17. Jahrhundert, als besonders viele Steuern aus Apulien erpresst wurden, in Alberobello darauf verfiel diese günstige Bauvariante zu favorisieren, weil nur gemauerte Häuser auch als solche besteuert wurden. Heute ziehen die Trulli als originelle Wohnidee vor allem Touristen und Investoren an.

Agriturismo

Während die großen Bauerngehöfte aus den zurückliegenden Jahrhunderten noch bis vor wenigen Jahrzehnten überwiegend dem Verfall anheim fielen, gibt es inzwischen zahlreiche liebevoll restaurierte Masserien, die von einfachen Apartments bis zu luxuriösen Suiten mit Hotelkomfort und einem Pool alles bieten.

Wer es ursprünglicher mag, sollte sich am Titel „Masseria Didattica“ orientieren. Hier betreibt man tatsächlich noch Landwirtschaft und wahrscheinlich auch Tierhaltung. In diesen ausgebauten Bauernhöfen werden häufig auch Zimmer oder Ferienwohnungen angeboten und die Gäste mit einfachen, saisonalen Gerichten aus eigenen Zutaten bewirtet.

Und wer sich in eine verfallende Masseria verlieben sollte: Sie sind recht günstig zu haben, aber oftmals mit vielen bautechnischen Auflagen verbunden.

Südländischer Lebensrhythmus

Frühaufsteher haben es in Apulien schwer. Das Leben geht in der Regel kaum vor sieben Uhr, eher gegen acht Uhr los. Dann öffnen die ersten Bars und bieten Kaffee (Espresso natürlich) und Cornetto (ein Blätterteighörnchen) an – das schnelle Frühstück zum Wachwerden. Als Urlauber hat man damit vermutlich kein Problem. Was allerdings einen aktiven Touristen irritieren kann, ist die Gewohnheit, über Mittag, d.h. zwischen 13 und 17 Uhr, zu schließen. Vor allem, wenn man sich in keiner großen Stadt aufhält und nicht unbedingt jeden Tag vier Stunden zu Mittag speisen möchte.

Hier hilft es nur, sich dem Lebensrhythmus der Einheimischen anzupassen und sich nach dem Mittagessen ein Schläfchen zu gönnen, bis Apulien langsam wieder erwacht. Danach genießt man vor allem im Sommer die kühlen Nachmittags- und Abendstunden bis weit in die Nacht hinein. Deshalb haben Geschäfte dann auch bis 21 Uhr geöffnet.

Bezahlen und Trinkgeld

Es ist in vielen Bars und auch in Eisdielen in Apulien üblich, dass man zuerst bezahlt und das Gekaufte dann gegen Vorlage des Kassenbons an der Bedientheke abholt.

Setzt man sich einen Tisch und wird bedient, erscheint in der Regel pro Person eine „coperto“ genannte Gebühr auf der Rechnung. Sie beträgt sich um die 2 Euro. Ein Trinkgeld wird nicht erwartet, freut das Servicepersonal aber natürlich trotzdem. Inzwischen hat es sich herumgesprochen, dass es in anderen Ländern üblich ist, Trinkgeld zu geben, und man hofft darauf, dass Fremde auch in Italien aufrunden.

Auch den Zimmerservice in Hotels und andere hilfreiche Geister stimmt man mit einem kleinen Obolus noch freundlicher.

Das bezahlen mit Kreditkarte ist in Hotels, Restaurants und größeren Geschäften immer möglich. Der Apulier selbst jedoch bevorzugt es, bar zu zahlen. Nicht selten sieht man, wie vor allem ältere Männer Scheine aus einer mit einem Gummi versehenen Geldrolle aus ihrer Hosentasche ziehen, um ihre Rechnung zu begleichen.

Verhalten im Straßenverkehr

So freundlich und entgegenkommend die Apulier auch sind, sobald sie sich hinter ein Lenkrad setzen, scheint alle Zivilisiertheit von ihnen abzufallen und werden alle Verkehrsregeln vergessen. Selten sieht man jemanden einen Blinker setzen, meistens im Kreisverkehr, wo es unnötig wäre, weil sie den Kreis verfolgen und nicht ausfahren. Da die Vorfahrtsschilder an Kreisverkehren jedoch nur schmückendes Beiwerk sind, kann das eigentlich falsche Blinken sogar lebensrettend sein.

Gelbe Ampeln sind so gut wie grün. Erst ein deutliches, mehrsekündiges Rot gibt das Signal zum Anhalten. Doch auch dann kann es passieren, dass man noch böse hupend überholt wird.

Innerhalb von Ortschaften gilt Tempo 50. Auf Landstraßen wegen der vielen Ausfahrten oftmals ebenso. Die Geschwindigkeitsanzeigen auf Schnellstraßen sollte man besonders gut im Auge behalten. Hier gilt generell nicht mehr als 120, meistens jedoch nur 80. Wenn jemand deutlich langsamer fährt, dann telefoniert er vermutlich oder ist vielleicht in eine lebhafte, gestenreiche Diskussion mit dem Beifahrer verwickelt. Natürlich heißt das nicht, dass die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten sonst eingehalten werden. Kontrollen sind selten, aber wenn man erwischt wird, dann gibt es schon bei geringen Übertretungen saftige Bußgelder.

Für Fußgänger und Radfahrer bedeutet der mangelnde Respekt im Straßenverkehr: Nie auf Rechten wie z.B. dem Fußgängerüberweg bestehen und vor allem mit Fehlverhalten seitens der Autofahrer rechnen. Autofahrende Touristen sollte sich mit autogenem Training auf die nervliche Belastung vorbereiten. Wenn man sich korrekt verhalten will, dann immer schön weit rechts bei den Schwerhörigen, Schlecht sehenden und Angsthasen fahren.

Spektakuläre Lichtinstallationen auf Stadtfesten

Jede kleine apulische Stadt feiert mindestens ihren Stadtheiligen, nach dem die örtliche Hauptkirche benannt ist, mit einem großen, oft sogar mehrtägigen Fest. Dabei werden die Straßen und der Kirchenplatz mit riesigen Holzaufbauten geschmückt, an denen unzählige bunte Lichter die Nacht zum Tag machen und erstaunliche Kunstwerke schaffen. Je mehr Geld vorhanden ist, desto spektakulärer und größer werden die Installationen. Zur „Festa di San Nicola“ in Bari wurde sogar schon ein ganzer Dom aus Licht über der Piazza Ferrarese errichtet. Absolut sehenswert!

 

Apulien – Geschichte zum Anfassen

Dolmen und Menhire aus der Frühgeschichte

Die ersten Menschen siedelten schon sehr früh in Apulien. Sie hinterließen beispielsweise beeindruckende Menhire aus der Jungsteinzeit bei Lecce und den Dolmen della Chianca bei Bisceglie, eine Grabanlage, welche dort trotz der wechselvollen apulischen Geschichte bereits 4.000 Jahre überdauert hat. Die Messapier, Peuketier und Daunier sollen im 2. Jahrtausend v. Chr. aus dem heutigen Albanien herübergekommen sein. Damit machten sie den Auftakt für eine Geschichte, die über Jahrtausende hinweg besonders von Zuwanderung und Okkupation geprägt wurde. Über Zeugnisse dieser Epoche stolpert man fast unfreiwillig, wenn man in Küstennähe Urlaub macht.

Spuren der Griechen und Römer

Im 1. Jh. v. Chr. kolonisierten die Griechen Apulien und verleibten weite Teile ihrem Großreich „Magna Graecia“ ein, was natürlich auch Kämpfe und Kriege mit sich brachte. Sie wiederum wurden von den Römern verdrängt, die sich anschließend mit Hannibal konfrontiert sahen, der über eine Dekade zerstörend in Apulien herumzog. Als er endlich geschlagen war, erlebte Apulien einen wirtschaftlichen Aufschwung. Mit römischen Siedlern und dem Bau wichtiger Handelsstraßen wie der Via Appia und der Via Traiana entwickelten sich auch Infrastruktur, Verwaltung und das Justizwesen. Diese Epochen haben viele historische Zeugen hinterlassen, die seit dem letzten Jahrhundert wiederentdeckt werden und zum Beispiel in der Nähe von Gioja del Colle (Ausgrabungsstätte Monte Sannace) oder zwischen Fasano und Ostuni (Ausgrabungsstätte Egnazia) nebst den dazugehörigen Museen besichtigt werden können.

Normannen und romanische Kathedralen

Mit dem Ende des Weströmischen Reiches gingen Apulien die fortschrittliche Kultur und die Handelsmöglichkeiten verloren. Byzantiner, Goten, Langobarden und Sarazenen stritten sich auf apulischem Terrain – es wurde geplündert, zerstört und versklavt, was das Zeug hielt. Über mehrere Generationen hinweg gelang es schließlich den Normannen als siegreichen Kontrahenten der Sarazenen, in Apulien Einfluss zu gewinnen. Unter ihrer Herrschaft entstanden wichtige Kirchenbauten der Romanik, welche z.B. die Grundlagen für die auch heute noch zu bewundernden Kathedralen von Bari oder Trani bildeten.

Kastell-Bauboom und wirtschaftlicher Aufschwung

Mit dem Stauferkaiser Friedrich II. schließlich, dem Apulien im 12. Jahrhundert so sehr gefiel, dass er mit Foggia seine Residenzstadt aus Sizilien hierher verlegte und Deutschland, das Land seiner Ahnen, lieber seinem unmündigen Sohn überließ, erlebte Apulien eine neue Blütezeit. Davon zeugen noch heute zahlreiche Stauferkastelle in Bari, Gioia del Colle und Trani sowie das berühmte Castel del Monte. Friedrichs Nachfolger jedoch schlugen sich weniger erfolgreich mit Päpsten und Papsttreuen herum als der große Staufer.

Wuchtige Wachtürme gegen Piratenangriffe

So gelangte Apulien als Lehen an die französischen Anjou und wurde erneut zum Spielbrett wirtschaftlicher Interessen, wobei sich die spielenden Parteien – die Handelsmacht Venedig und wenige, aber begüterte Adelsfamilien – keinen Deut um die Bevölkerung scherten, während von See aus immer wieder Türken in Apulien einfielen und die Städte plünderten. Gegen die ständigen Piratenangriffe von Meer aus errichteten die Aragonier, im 15. Jahrhundert nunmehr stärkste Partei in Apulien, eine Kette von Wachtürmen entlang der apulischen Küste.

Einfache Trockensteinbauten gegen prunkvolle Barockarchitektur

Im 17. Jahrhundert versuchten die Spanier zur Finanzierung ihrer Prunkbauten in Neapel auch noch das Letzte aus den apulischen Grundbesitzern herauszupressen, was zu einer totalen Verarmung der Bauern und dem Niedergang der Landwirtschaft in Apulien führte. Dazu kamen Naturkatastrophen und die Pest, so dass sich die einfachen Apulier, die in bitterer Not und Armut lebten, in eine rückwärtsgewandte Mischung aus Religion und Aberglauben flüchteten, welche so gar nicht zum prunkvollen Aufblühen der Barockstädte wie Lecce passen wollte. Auf dem Lande entstanden die in ökonomischer Trockenbauweise aufgeschichteten Trulli-Häuschen für die einfache Landbevölkerung, während sich der Adel von Spanien inspirierte Masserien baute. Sie bestanden aus einem Haupthaus und Wirtschaftsgebäuden, die mit einer wehrhaften Mauer umgeben waren. Manchmal fand sich auch ein kleines Kirchlein darin. Heute sind viele Trullis oder auch Masserien als Investment wiederentdeckt und in Ferienanlangen umgebaut worden.

Zwischen dem Wunsch zu bleiben und zu gehen

Auch unter den Bourbonen war Apulien hauptsächlich Repressalien ausgesetzt, sodass es nicht verwundert, dass das Volk 1860 für einen italienischen Nationalstaat stimmte. Dennoch ist die wirtschaftliche Situation Apuliens bis heute schwierig geblieben und führte trotz aller kulturellen Vielfalt und allem historischen Erbe immer wieder zu großen Auswanderungswellen, verbunden mit der Hoffnung auf Arbeit und einen besseren Lebensstandard: Um 1900 zog es die Auswanderer besonders auf den amerikanischen Kontinent; während des Faschismus nach Afrika; nach dem zweiten Weltkrieg in den Norden Italiens, in die Schweiz, Deutschland und wieder nach Amerika. Allerdings sind nachfolgende Generationen dieser Auswanderer häufig in die alte Heimat zurückgekehrt und haben neben der Kultur auch Kapital mitgebracht, das sie hier investierten.

© Balate Dorin, shutterstock

Urlaub buchen

Hotels und Strandhotels in Apulien

Vor allem an der Adriaküste und am Golf von Tarent kannst du preiswerte Hotels und Strandhotels buchen. Apuliens Hotellerie zeigt sich hier besonders serviceorientiert und bietet dir u.a. All-inclusive-Verpflegung, Wassersport und Animation für Groß und Klein.

Alle verfügbaren Hotels anzeigen

Handverlesene Hotels

Handverlesene Hotels sind eine gute Möglichkeit, um einen Urlaub mit dem Partner romantisch zu gestalten. Miete dir ein elegantes Zimmer in angenehm abgeschiedener Lage an und genieße die traumhaften Aussichten auf Apuliens Küsten.

Handverlesene Auswahl einzigartiger Hotels

Unternehmungen & Ausflüge in Apulien

Von Städten wie Bari und Brindisi aus begibst du dich mit dem Segelboot aufs Meer und erfreust dich über frische Luft wie maritimes Flair. Viele Urlauber gehen in dieser Region angeln. Bei Bari lohnt sich ein Ausflug zu den Höhlen von Castellana.

Geführte Tour durch Apulien buchen

Privatunterkünfte

Preiswert und gut ausgestattet sind die Privatunterkünfte von Apulien. Freue dich auf hausgemachte Küche zum Frühstück, Mittag- und Abendessen, die meist von den Familien selbst zubereitet werden. Bed & Breakfast, Halbpension oder Vollpension können auf Wunsch gebucht werden.

Private Unterkunft in Apulien

Flug nach Apulien

Im Sommer starten die meisten saisonalen Billigflieger und Linienflüge nach Apulien. Frühzeitig gebucht, findest du echte Top-Angebote.

Flüge nach Apulien buchen

Mietwagen buchen in Apulien

Mit dem Mietwagen entdeckst du auf eigene Faust die Adriaküste und kannst zu entlegenen Kapvorsprüngen fahren. Zudem lassen sich auf diese Weise viele typisch apulische Dörfer ansteuern.

Günstige Mietwagen-Angebote für Apulien

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