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Reiseführer
Kreta

MARCO POLO Reiseführer

Kreta

17.95 €

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Bereits beim Landeanflug wird klar: Kreta ist ein Hochgebirge im Meer. Die Strände sind dabei schöne Randerscheinungen. Schon wenige Schritte von ihnen entfernt erwartet dich eine der urigsten und vielfältigsten Inseln Europas. Da wirst du viel unterwegs sein!

Urige Dörfer

Der Inselsüden darf dabei nicht fehlen. Dort schraubt man sich von Frangokastéllo auf einer schmalen Straße, die dem Gewinde eines Korkenziehers gleicht, einen Steilhang hinauf. Tief unten liegen in der Küstenebene ein paar Häuser unter gleißender Sonne verstreut. Dahinter trifft das Meer erst in Libyen wieder auf Land. Ein Hauch von Afrika liegt in der Luft, manchmal weht Saharastaub herüber. Im Bergdorf oben angekommen, träumt gleich am Ortseingang ein uriges Kafenió vor sich hin. Wirt Bábis hat die luftige Terrasse mit gehörnten Tierschädeln dekoriert. Seine Partnerin Janina ist Dänin. Sie gießt den Bergtee immer frisch auf, auf ihrer Limonade schwimmt eine Lavendeldolde. Die angebotenen Kräuter, Marmeladen und anderen Produkte aus der Region sind tolle Souvenirs. Der selbst gekelterte Wein schmeckt nach kretischer Erde. Hier in Kallikrátis kannst du den Rest der Welt leicht vergessen. Ein anderes Dorf: Anógia. Im schlichten Kaffeehaus am Dorfplatz stehen Stühle mit geflochtenen Sitzflächen zur Mitte hin ausgerichtet. Hinterm Tresen brüht der Wirt Kaffee in Messing- und Kupferkännchen auf. Über dem Tresen hängt ein riesiger Flachbildschirm, auf dem ein Fußballmatch läuft. Alle schauen hin. Dann der Halbzeitpfiff. Ein Gast schaltet den Fernseher aus. Zwei junge Männer greifen zur lýra, dem urkretischen Saiteninstrument, spielen es virtuos und singen dazu. Kreta wird mit allen Sinnen greifbar. Nach einer Viertelstunde geht der Fernseher wieder an, die Musik verstummt. Eine Fast-Food-Kette preist ihre Hamburger an, dann kicken die Spieler weiter.

Moderne Zeiten

Auch auf Kreta ist die Zeit eben nicht stehen geblieben. Auf Bergkämmen drehen sich riesige Windkraftanlagen, entlang der Nordküste düsen die Kreter auf Autobahn und Schnellstraße von Städtchen zu Städtchen. In Iráklio macht sich ein EU-Institut Gedanken über die Datensicherheit in ganz Europa, einige Kilometer südöstlich baut ein griechisch-indisches Konsortium den neuen Flughafen von Iráklio, und an der Südküste würden chinesische Investoren liebend gern einen großen Containerumschlaghafen errichten. Auf der Lassíthi-Hochebene ernten pakistanische Wanderarbeiter biologisch angebaute Kartoffeln, und der kretische Schafhirte schaut Tiktok-Videos auf seinem Smartphone oder postet sogar eigene. Kreta ist Teil der globalisierten Welt und will es auch sein.

Geschichte

  • 1900–1450 v. Chr.

    Minoische Zeit. Paläste von Knossós, Festós, Mália

  • 1450–480 v. Chr.

    Griechen besiedeln die Insel. 100 Stadtstaaten entstehen

  • 480 v. Chr.–395 n. Chr.

    Klassische, hellenistische und römische Zeit

  • 395–1204

    Oströmisch-byzantinische Zeit, Konstantinopel ist Reichshauptstadt

  • 1204–1669

    Venezianische Zeit

  • 1669–1898

    Osmanische Zeit

  • 1898–1913

    Kreta ist autonom

  • 1913

    Vereinigung mit dem freien Griechenland

  • 1941–1944

    Deutsche Besatzung, Partisanenkrieg

  • 1944–1949

    Griechischer Bürgerkrieg zwischen Linken und Bürgerlichen

  • 1967–1974

    Militärdiktatur in Griechenland

  • 1981

    EU-Beitritt

  • 2002

    Einführung des Euro

  • 2024

    An der Universität von Kreta in Iráklio eröffnet das erste europäische Zentrum zum Schutz von Wasserlebewesen

Wild und freundlich

Aber die Insel hat auch ihre ureigene Seite. Da fallen die Einschusslöcher in Verkehrsschildern auf. Sie dienen als Schießscheiben. Jeder Schuss ist auch Ausdruck des Unbehagens über zu viel staatliche Autorität. Da klingt die lange Zeit der Fremdherrschaften nach, in der Widerstand als freiheitskämpferische Heldentat galt. „Freiheit oder Tod“ lautet denn auch bis heute das kretische Motto. Trotz manch martialischem Gehabe gehört Kreta aber zu den sichersten Urlaubszielen der Welt. Gastfreundschaft ist seit Jahrtausenden oberstes Gebot. Rakí und Obst oder Süßspeisen werden in fast allen Tavernen kostenlos zum Nachtisch serviert, Zimmervermieter laden ihre Gäste häufig zum Kaffee ein. Und wer zufällig auf eine kretische Dorfhochzeit gerät, wird zum Bleiben und Mitfeiern aufgefordert.

Faszinierende Städte, vielfältige Strände

Etwa 624 000 Menschen leben auf der Insel. Alle großen Inselstädte liegen an der Nordküste. Besichtigungsstress baut keine auf. Die Geschichte ist zwar in vielen alten Bauten allgegenwärtig, aber wie beiläufig ins Heute integriert. Nicht abhaken, sondern in Ruhe genießen – das ist angesagt. Nur einmal solltest du dich um 3500 Jahre zurückbeamen: Beim Besuch des Archäologischen Museums von Iráklio und der Palaststadt von Knossós. Da verstehst du, warum Kreter nur müde lächeln, wenn Amerikaner behaupten, sie hätten Geschichte. Aber allein der Historie wegen ist ohnehin kaum einer der über 4 Mio. Ausländer hier, die jedes Jahr kommen. Am meisten locken die Strände. Ob Sand, Kies oder Kiesel, alles ist da. Oft kilometerlang, manchmal mit Dünen bestückt. Partystrände wie der von Mália, kleine Buchten wie die von Xerókambos, wo auch die letzten Hüllen fallen dürfen. Strände voller Sonnenschirme, Bars und Wassersportstationen. Und dann wieder einsame Kiesel- oder Sandstreifen vor eindrucksvollen Steilküsten. Kein Strand ist tabu, denn Kurtaxe und Privatstrände sind für die freiheitsliebenden Kreter kein Thema.

Aktiv statt faul

Nur am Strand abzuhängen geht aber kaum. Über 100 wilde Schluchten können durchwandert, Tropfsteinhöhlen erkundet, Zweitausender bestiegen werden. Und egal, wo du hinkommst: Überall warten in urigen Bergdörfern Kafenía, wo man neugierig auf dich ist. Gerade dort wirst du merken, dass sich die meisten Kreter ihren Optimismus und ihre Gelassenheit nicht nehmen lassen – auch nicht in den Zeiten der Krisen. Insgesamt gesehen ist doch in den letzten 3500 Jahren alles ganz gut gelaufen.

Aktuelles Wetter

8h/Tag (April)
95Sonnenstd. Jahr
Beste Reisezeit
Juni
28°C
September
27°C
Wetter in Kreta

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MARCO POLO Reiseführer
Kreta

Buch, 24. Auflage · 17.95 €

Eine Insel mit viel Geschichte: Mit dem MARCO POLO Reiseführer auf Kreta unterwegs Faszinierende Städte, vielfältige Strände und zerklüftete Berglandschaften: Kreta ist eine der urigsten Inseln Europas. Egal, ob du vom Strand aus Fischerbooten beobachtest, zwischen den antiken Ruinen der Akropolis von Polirrinía die Ruhe in der Natur genießt oder in einem der 60 Clubs von Mália die Nächte durchfeierst – auf Kreta wirst du viel unterwegs sein! Mit den MARCO POLO Insider-Tipps verpasst du keines der Highlights, die die griechische Insel zu bieten hat.

  • Das Beste zuerst: die MARCO POLO Top-Highlights und die MARCO POLO Bucketlist für die unvergesslichen Urlaubserlebnisse

  • Der Urlaubsplaner für den passenden Einstieg und sprechende Karten mit Tipps und Reisehacks für jede Region

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  • Marco Polo Erlebnistouren: Ausflüge für Neugierige, Genießer und für Familien – mit Karte oder App!

Weniger suchen, mehr entdecken: Alles, was du für eine unvergessliche Kreta-Reise brauchst!

Schon vor deinem Urlaub bietet dir der MARCO POLO Reiseführer Kreta hilfreiche Infos zu Anreise, Übernachtungsmöglichkeiten und der besten Reisezeit. Erkunde die vielfältigen Regionen der Insel abseits der Touri-Hotspots: Palmenstrand und einsame Buchten in Sitía, ein Hauch von Afrika in Ierápetra oder die quirlige Großstadt Iráklio – was darf es sein? Mit dem MARCO POLO Reiseführer Kreta stellst du dir genau den Urlaub zusammen, auf den du Lust hast!

ERLEBE LOS!

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MARCO POLO Reisekarte
Kreta

Karte, 8. Auflage · 12.95 €

Die MARCO POLO Reisekarte Kreta – Die Karte für Urlaubsplaner und Entdeckerinnen im Maßstab 1:175.000.
Kein Highlight mehr verpassen – die MARCO POLO Karte zeigt die bedeutendsten kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten auf der Karte und in einer zusätzlichen Online-Sammlung. Im schützenden Kartondeckel sind einige der interessantesten Orte mit Fotos abgebildet. Die Karte ist beidseitig bedruckt und herausnehmbar. Dank dem digitalen Register kann einfach nach Orten gesucht werden. Eine übersichtliche und detailreiche Kartografie macht es einfach, die Karte zu lesen. Auf der Rückseite des Deckels befindet sich eine Übersichtskarte mit allen Highlights. Hilfreiche Details und Verkehrsinformationen machen die Reisekarte auch zur perfekten Straßenkarte: entspannt ankommen und alles gesehen haben.

Alle Vorteile der Karte im Überblick:

  • 20 Marco Polo Highlights
  • Übersichtliche und detailreiche Kartografie
  • Smart-Info: Zusätzliche online Informationen wie Register, Highlight-Sammlung und Detaillegende
  • Wetterfestes Papier
  • Handliches Kartenformat
  • Länderinfos auf einen Blick

Über die Region:
Kreta bietet eine vielfältige Landschaft mit hohen Bergen, tiefen Schluchten und langen Stränden. Besuchen Sie den Palast von Knossos, das Zentrum der minoischen Kultur, und die Samaria-Schlucht, eine der längsten Schluchten Europas. Die Stadt Chania beeindruckt mit ihrem venezianischen Hafen und historischen Gebäuden. Der Strand von Elafonissi ist bekannt für seinen rosa Sand und klares Wasser.

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Kreta in Buch & Film

Triopetra - Feuer im Paradies
Triopetra - Feuer im ParadiesLeichte Kost mit viel Kreta von heute bietet der 2011 erschienene Kreta-Krimi von Klaus Eckhardt (Kreta-Klaus) um den Privatdetektiv Jak Anatolis, der die dunklen Seiten der Insel auslotet.
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Garten der Götter
Garten der GötterIn ihrem ungewöhnlichen Buch (2011) beschreibt Waltraud H. Alberti vor allem Pflanzen, die man essen kann, die Heilkraft besitzen oder in der Mythologie eine Rolle spielen. Viele Fotos erleichtern das Erkennen.
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Alexis Sorbas
Alexis SorbasDer 1946 erschienene Roman des kretischen Autors Níkos Kazantzákis ist eher schwer zu lesen. Als Hollywood- Verfilmung von 1964 mit Anthony Quinn und Irene Papas wurde Sorbás zum Urtypus des Kreters und ein Allzeitklassiker.
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Der Mann, der sterben muss (Jules Dassin)Kazantzákis‘ 1948 geschriebener Roman „Die Griechische Passion“ wurde 1956 von Jules Dassin mit Melina Mercouri und Gert Fröbe auf Kreta verfilmt. Das Thema ist wieder aktuell: der Umgang mit Flüchtlingen.