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Reiseführer
Mosel

MARCO POLO Reiseführer

Mosel

17.95 €

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Wer an die Mosel fährt, bekommt unweigerlich das Gefühl, in eine andere Zeit und ein anderes Land versetzt worden zu sein: In den Gärten gedeihen mediterrane Gewächse wie Oleander, Palmen oder Olivenbäume, die engen Gassen sind eher was für südländische Vespas als für deutsche Familienkutschen, und drum herum erheben sich Weinberge, so weit das Auge reicht.

Kurvig, kurviger, Mosel

Wirklich gerade ist hier nichts, nicht die menschengemachten Mauern und erst recht nicht die von der Natur geschaffene Architektur: Die Mosel in Deutschland ist auf 243 Kilometern bis zur Mündung in Koblenz ein regelrechter Kurvenstar. Wer sich auf die Höhen am Ufer traut, mag oft glauben, zu tief ins Glas geschaut zu haben, wenn er den Fluss im Tal gleich mehrfach sieht. Doch diese „Fluss-Doppelungen“ müssen gar nicht den Promille geschuldet sein, sie sind auch stocknüchtern möglich und aus jeder Perspektive ein optischer Genuss.

Genußland Mosel

Apropos Genuss: Der hat an der Mosel mehrere Facetten. Die Zahl der Weingüter geht in die Tausende, die der urgemütlichen Straußwirtschaften und gutbürgerlichen Restaurants ebenso. Der Einfluss der nahen französischen Kultur hat darüber hinaus etliche Gourmet- und Sterneköche auf den Plan gerufen. Die schwören auf den aromenreichen und eleganten Moselriesling, der von renommierten Weinexperten wie Stuart Pigott zu den weltbesten Weißweinen gezählt wird. Diesem Genuss kann man sich nur schwer entziehen. Schließlich schmeckt der heute meist trocken oder feinherb ausgebaute Klassiker nach den Aufs und Abs des Moselsteigs oder den unzähligen Schleifen des Moselradwegs nur noch besser.

Geschichte

  • Um 5000 v. Chr.

    Erste steinzeitliche Besiedlung an der Mosel

  • Ab 500 v. Chr.

    Die keltischen Treverer bauen befestigte Höhensiedlungen

  • Um 16 v. Chr.

    Kaiser Augustus gründet Augusta Treverorum (Trier)

  • Ab 9 n. Chr.

    Aus dem Römerlager Confluentes entwickelt sich eine Stadt – Koblenz

  • 286–395

    Trier ist Hauptstadt des Weströmischen Reichs

  • Um 475 n. Chr 

    Die Mosel-Region wird von den Franken beherrscht

  • 13./14.Jh. 

    Höhepunkt des Burgenbaus an der Mosel

  • 1801

    Das Kurfürstentum Kurtrier wird französisches Département

  • 1892–1914

    Moselwein wird zum Exportschlager

  • 1944/45

    Fast vollständige Zerstörung von Trier und Koblenz, die Region kommt unter französische Verwaltung

  • 1986

    Triers antike Stätten werden Unesco-Welterbe

  • 2019

    Einweihung der umstrittenen Hochmoselbrücke, der zweithöchsten Brücke Deutschlands

  • 2025

    Die Befahrung der Mosel als Großschifffahrtsstraße wird abgabefrei

Schuld an alldem sind die Römer – sie fühlten sich bis ins 4.Jh. hinein an der Mosel wie zu Hause, pflanzten Rebstöcke, bauten bis heute erhaltene Kelteranlagen, Tempel, Thermen, Villen und erkoren von Trier aus das Christentum zur Staatsreligion. Augusta Treverorum, wie Deutschlands älteste Stadt vor 2000 Jahren hieß, wurde zur Hauptstadt des römischen Westreichs. Die keltischen Ureinwohner vom Stamm der Treverer ließen sich, sofern wohlhabend, nur zu gern von dem zum Luxus neigenden Lebensstil der Eroberer anstecken. Vom im Wald versteckten Gräberfeld bis hin zum prominentesten Wahrzeichen Triers, der Porta Nigra. Nirgendwo sonst nördlich der Alpen gibt es so viele römische Bauten, die alle zum Unesco-Welterbe zählen.

Prinzessinnenträume aus dem Mittelalter

Aber nicht nur die Römer hinterließen ihre Spuren. Über der Mosel und ihren Nebenflüssen ragen mehr als 100 mittelalterliche Burgen auf, mal als shabbyschicke Ruine, mal als vollendete und bis heute belebte Pracht wie die Burg Thurant bei Alken, die Reichsburg in Cochem oder die Burg Eltz bei Münstermaifeld. Die Kaiser Karl der Große (747–814) und Lothar I. (795–855) waren eifrige Burgenbauer. Der größte Bauboom jedoch geht auf Kurfürst und Erzbischof Balduin von Luxemburg zurück, der den wachsenden Trierer Kurstaat im 14.Jh. mithilfe von Burganlagen bis über den Rhein hinaus sicherte. Auch spätere Herrscher ließen fleißig bauen. Die Preußen z. B. errichteten in Traben-Trarbach und anderen Orten eine Fülle von Jugendstilbauten und klassizistische Herrenhäuser. Auch das überdimensionale Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I., das über das Deutsche Eck in Koblenz wacht, stammt aus dieser Zeit.

Das Moselland mit seinem gewundenen Fluss und den steilen Felsklippen hat viele inspiriert. Manche erlagen dem Charme der regionalen Erzeugnisse komplett, so wie Kurt Tucholsky, der auf einer Bahnfahrt niederschrieb: „Wir soffen uns langsam den Fluss hinab ...“ Gut, dass sich diverse berühmte Einheimische wohl besser im Griff hatten, darunter der Philosoph Nikolaus von Kues, der Vordenker der Arbeiterbewegung Karl Marx oder auch August Horch, der Gründer von Audi.

Einer für alle, alle für einen 

Etwas, von dem wir uns alle eine Scheibe abschneiden können, ist die im Moselland seit Jahrhunderten gelebte Solidarität. Seien es die langen Phasen kriegerischer Auseinandersetzungen, das Spannungsfeld zwischen deutscher und französischer Kultur oder die regelmäßigen Hochwasser – all diese Herausforderungen haben die Moselaner zusammengeschweißt. Und so wird das Hin- und Herräumen des Mobiliars vor und nach den Fluten zur Gemeinschaftsaktion – gern auch als feuchtfröhlicher Event mit Sekt und Wein.

Eine „Gemeinschaftsaktion“ der anderen Art fand direkt in dem Winzerort Schengen statt. Er gab der dort unterzeichneten EU-weiten Freizügigkeit seinen Namen. Die ist im Dreiländereck Deutschland-Luxemburg-Frankreich an der Obermosel, wo sich das Flusstal mit sanften Hügeln weit öffnet, schon seit Langem selbstverständlicher Alltag. Allein 30 000 Pendler aus der Region Trier fahren täglich zum Arbeiten ins „Ländchen“, wie Luxemburg genannt wird. Und schließlich verbindet hier auch der moselfränkische Dialekt, der in Luxemburg eine von drei Staatssprachen ist, die Menschen.

MARCO POLO Reiseführer
Mosel

Buch, 14. Auflage · 17.95 €

Entspannen zwischen Weinbergen: Mit dem MARCO POLO Reiseführer an die Mosel Ist das hier wirklich noch Deutschland? Wer an die Mosel fährt, fühlt sich schnell in südliche Gegenden versetzt: In den Gärten gedeihen Oleander und Olivenbäume, die alten Römer hinterließen hier Tempel und Thermen, und die engen Gassen der Städte erinnern an malerische Mittelmeerdörfer.

Ob Stadtbummel, Sightseeing-Tour oder ausgedehnte Wanderung – du entscheidest! Mit dem MARCO POLO Reiseführer Mosel entgeht dir kein Highlight dieser wunderschönen Region.

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Fruchtige Weine und deftige Küche sind längst nicht alles, was die Moselregion zu bieten hat. Radle auf dem Moselradweg mit dem Fluss um die Wette oder wandere in deinem eigenen Tempo den Mostelsteig entlang. Mit Kanu oder SUP kannst du den Blick auf imposante Burgen und malerische Weinberge direkt vom Wasser aus genießen. Worauf wartest du noch? Stell dir mit dem MARCO POLO Reiseführer Mosel genau das Urlaubsprogramm zusammen, das dir gefällt!

ERLEBE LOS!

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MARCO POLO Freizeitkarte
Mosel, Rhein/Nahe

Karte, 3. Auflage · 9.95 €

Die Marco Polo Freizeitkarte Mosel, Rhein/Nahe im Maßstab 1:115.000 ist ideal für deine detaillierte Ausflugs- und Urlaubsplanung. Die Karte enthält nicht nur wichtige Informationen, Wegpunkte und Einrichtungen, sondern auch 66 ausgewählte Tipps und Ziele in der Region: Mosel, Rhein/Nahe. Ob Fahrradtouren, Wanderparkplätze oder gemütliche Ausflugslokale – mit dieser wetter- und reißfesten Karte bist du bestens vorbereitet für abwechslungsreiche Entdeckungen in der Region.

Und das bietet die Karte im Detail:

  • Maßstab: 1:115.000
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  • Kulturelle und landschaftliche Sehenswürdigkeiten wie Museen, Schauwerkstätten, Schlösser und Burgen
  • Bäder, Strände, Zoos, Vergnügungsparks
  • Landschaftlich schöne Strecken – damit nicht nur das Ziel, sondern auch die Fahrt zum Erlebnis wird
  • Direktvermarkter, Biergärten, Ausflugslokale, Berghütten
  • Informationen über Autozüge- und fähren, inklusive Hinweise zu Sperren
  • Besonders plastische Darstellung und einfach zu erfassendes Kartenbild
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  • Robustes Kartenmaterial: Wetter- und reißfest

Über die Region:
Die Region rund um Mosel, Rhein und Nahe bietet eine abwechslungsreiche Verbindung aus Flusstälern, Kulturlandschaften und historischen Orten. Städte wie Koblenz zeigen die kulturelle Prägung der Region. Die Weinberge entlang der Mosel stehen exemplarisch für die landschaftliche Vielfalt – ein Gebiet mit vielen Möglichkeiten für Natur, Geschichte und Genuss.

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