Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Im Weingut ein Bier bestellenAuch wenn man im Moseltal zunehmend aufgeschlossener wird, was den Gerstensaft angeht: Wer im Weingut ein kühles Blondes bestellt, wird trotzdem mindestens schief angeguckt. Zu Recht! Wer es leichter mag, greift lieber zu einer Weinschorle.
Mit dicken Karren ins WeindorfMit dem Geländewagen sitzt du schneller fest, als dir lieb ist, wenn du die Breitenangaben der Weinortsgassen nicht genau beachtest. Mit größeren Autos am besten auf den angegebenen Plätzen am Ortsrand parken!
Moster trinken wollenIn kleinen Moselörtchen rund um Trier und Luxemburg wird vielerorts noch Moselfränkisch gesprochen. Das führt regelmäßig zu Missverständnissen. Wer hier Moster bestellt, bekommt beispielsweise keinen Fruchtsaft (Most), sondern eine Portion Senf.
Das Leben am Steilhang riskierenSchon der Superlativ „steilster Weinberg der Welt“ (für den Bremmer Calmont) lässt es erahnen: Auch jenseits der Alpen braucht es für manche Wanderung Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Erfahrung. Lass dich hier bloß nicht von den reinen Höhenangaben täuschen!
Sightseeing im SchleichtempoEine der häufigsten Unfallursachen an der Mosel ist zu langsames Fahren von Urlaubern, die dadurch Einheimische zu verzweifelten Überholmanövern nötigen. Oft gibt es hier nämlich kilometerlang keine Überholmöglichkeit.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Freibadab 4 Euro für eine Tageskarte
Burgvisite3-10 Euro in einigen Burgen sogar kostenlos
Souvenirab 10 Euro für einen "Pörzjen", den traditionellen Apfelweinkrug
Schiffstourab 10 Euro für eine Mosel-Rundfahrt
Schoppenab 5-6 Euro für 0,25 Liter
Brotzeit7-8 Euro z.B. für eine Portion "Gerupfter" (Käse)

Ankommen

Anreise

Wer mit der Bahn nach Trier oder zu Orten wie Cochem, Bullay oder Wittlich will, muss meist in Koblenz umsteigen. Eine Bahnfahrt über die Eifelstrecke von Köln nach Trier ist landschaftlich reizvoll, aber verlangt viel Geduld, da der Zug an gefühlt jeder Milchkanne hält.

Koblenz und Trier sind auch an das Fernbusnetz angeschlossen. Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach, Zell und Cochem sind über Zubringerdienste zum Flughafen Hahn an das Fernbusnetz angebunden.

Mit dem Auto kommt man von Norden, Osten und Süden über die A 61 und dann über die A 1/A 48 ins Moselland. Aus Süden kommende Autofahrer sollten bei Rheinböllen von der A 61 abfahren. Von dort aus geht es über die B 50 weiter. Von Norden Kommende nehmen die Abfahrt Mendig und gelangen über die B 262 auf die A 1, die bis Trier parallel zum Moseltal verläuft. Von Westen aus wechselt man von der A 60 am Autobahndreieck Wittlich auf die A 1.

Klima & Reisezeit

Im Moseltal ist es für mitteleuropäische Verhältnisse überdurchschnittlich warm. Die beste Reisezeit ist von Ostern bis Anfang November, wenn die Traubenlese abgeschlossen ist. Im Hochsommer staut sich die Hitze im Tal und beschert dir tropische Nächte. Ein kleiner Ausflug auf die Eifel- und Hunsrückhöhen schenkt Abkühlung, denn dort kann es bis zu 10 Grad kühler sein. Nicht selten wird die Sommerhitze von Gewittern unterbrochen, die Hagel mit sich bringen können, und im Herbst und Winter bleibt oft dichter Nebel den ganzen Tag.

Vor Ort

Auskunft vor Ort

Die Mosellandtouristik (Kordelweg 1 | 54 470 Bernkastel-Kues | Tel. 06531 9 73 30 | visitmosel.de) berät dich auch telefonisch.

Auf die-mosel.de findest du aktuelle Infos zum Wetter im Moselland, Karten, Veranstaltungskalender, Tipps für Freizeitaktivitäten, ein Gastgeberverzeichnis und eine kleine Weinkunde. Das Portal mosel.de liefert zudem Restaurantkritiken und Rezepte.

Ortsbeschreibungen, Gastgeberlisten und Tourenvorschläge findest du unter mosel-reisefuehrer.de.

Weinliebhaber werden bei weinland-mosel.de auf Straußwirtschaften, Weingüter und Events aufmerksam.

Handy, Internet & WLAN

Wegen der besonderen Topografie des Mosellands mit steil eingeschnittenen Fluss- und Bachtälern musst du außerhalb der größeren Städte damit rechnen, in ein ausgedehntes Funkloch zu geraten. Das gilt auch für das mobile Datennetz, das – unabhängig von der Topografie – im ländlichen Raum vielerorts zu wünschen übrig lässt. Wer auf Nummer sicher gehen will und für Wanderungen eine Navigationsapp benutzen möchte, lädt sich am besten vorher die entsprechende Route auf das Smartphone.

Unterkunft

An der Mosel findest du vom Fünfsternehotel bis zum günstigen Hostel mit Mehrbettzimmer alles. Die Mosellandtouristik (mosellandtouristik.de) bietet eine Such- und Buchungsfunktion für Zimmer und Ferienwohnungen, auch geografisch per interaktiver Karte. Selbst kleinere Pensionen, die auf anderen Portalen fehlen, sind hier gelistet.

Besonders beliebt ist Urlaub auf dem Winzerhof: Viele Winzer bieten Gästezimmer oder Ferienwohnungen an – vom einfachen Bed & Breakfast bis hin zu luxuriösen Apartments und Hotels.

Baden

Trotz ihres meist gemächlichen Fließtempos und ihres recht sauberen Wassers ist die Mosel zum Baden zu gefährlich. Strömungen – vor allem bedingt durch den Schiffsverkehr – können auch geübte Schwimmer unter die Wasseroberfläche ziehen.

Camping

Du bist Roadtrip-Fan und Campingfreund? Perfekt – fast jeder Ort an der Mittelmosel hat ufernahe Camping- und Stellplätze. Es gibt aber auch Kurioses und Ungewöhnliches, wie das Übernachten in einem echten Weinfass beispielsweise auf dem Mosel Campingplatz in Traben-Trarbach. Das nennt sich dann Glamping.

Moselschiffe und -Fähren

Einen Schiffslinienverkehr bieten die Personenschifffahrt Gebr. Kolb (Tel. 06512 66 66 | moselrundfahrten.de) zwischen Koblenz und Saarburg/Grevenmacher an. Weitere Schiffstouren zwischen Koblenz und Cochem veranstaltet die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrt AG (Agentur Koblenz | Tel. 0261 310 30 | Agentur Cochem | Tel. 02671 98 00 23 | k-d.com). Zudem gibt es acht Fährverbindungen über die Mosel. Bei Klotten, Beilstein, Briedel, Pünderich und Oberbillig gelangt man auch mit dem Auto ans andere Ufer. In Bullay, Cochem und Enkirch darfst du höchstens dein Rad mitnehmen. Außer der Verbindung Oberbillig– Wasserbillig verkehren die Fähren nur in der Hauptsaison. Bei Hochwasser fährt keins der Schiffe.

Die Fähre Enkirch–Kövenig z. B. kostet 1,50 Euro, Fahrrad ebenfalls 1,50 Euro, Kinder bis zehn Jahre in Begleitung setzen umsonst über.

Weiterkommen

Öffentliche Verkehrsmittel

In Trier und Koblenz sind die Busverbindungen gut. Deutlich seltener fahren die Busse im ländlichen Bereich, etwa von den Orten an der Mosel in die Eifel und den Hunsrück.

Sogenannte Radbusse (radbusse.de) verbinden jedoch bequem die Orte an den großen Radwegen wie dem Maare-Mosel-Radweg zwischen Daun und Bernkastel-Kues: Es sind Busse, die mit einem Anhänger ausgestattet sind, auf dem Fahrräder mitgenommen werden können.

Regionale Fahrpläne und Tickets gibts beim Verkehrsverbund Rhein-Mosel VRM (vrminfo.de), dem Verkehrsverbund Region Trier VRT (vrt-info.de), dem Rheinland-Pfalz-Takt (rolph.de) und bei der MB Moselbahn Verkehrsbetriebsgesellschaft (moselbahn.de).

Auto

Wer an der Mosel im Auto unterwegs ist, braucht vor allem eins: viel Geduld. Entlang der Uferstraßen und auf den wichtigsten Zubringern heißt es zu Stoßzeiten oft: Kolonne fahren. Um vom einen Moselörtchen zum anderen zu kommen, kann der Weg über die Hunsrück- oder Eifelhöhen manchmal schneller sein als die Moselstraßen B 49 oder B 53.Wenn du in der Region Trier unterwegs bist, profitiert dein Budget von der Nähe Luxemburgs: Dort kostet ein Liter Diesel oder Benzin rund 20 Cent weniger als in Deutschland.

Notfälle und Sicherheit

Sicherheit

In Koblenz, Trier und teils auch in den Touristenzentren wie Cochem oder Bernkastel-Kues solltest du – wie in größeren Städten allgemein – auf deine Wertsachen gut achtgeben. Besondere Aufmerksamkeit ist nachts im Palastgarten in Trier und auf dem Zentralplatz in Koblenz gefragt.

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