
Reiseführer Ibiza - Formentera

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Party-Insel, Hippie-Insel, Insel der Schönen und Reichen – Ibiza steckt voller Klischees. Und Ibiza erfüllt sie alle! Aber Ibiza ist noch viel mehr. Ibiza ist vielleicht die bunteste, vielfältigste, kosmopolitischste Insel Europas. Müsste man Ibiza auf einen Aspekt reduzieren – Toleranz wäre die Essenz. „Jeder kann machen, was er will – so lange er andere tun lässt, was sie wollen“, lautet ein ungeschriebenes Gesetz auf Ibiza.
Perfekte Insel für alle Ansprüche
Es gibt wohl kaum einen anderen Ort, an dem Menschen mit derart unterschiedlichen Lebenslinien und -plänen, Erwartungen und Backgrounds – auch finanziellen – zusammentreffen. Alle mit dem Ziel, eine gute Zeit zu verbringen. Und das gelingt den partywütigen Teenagern genauso wie der Familie mit Kindern, dem verliebten Pärchen, der Gruppe junger BWLer, den Freundinnen, dem Reichen mit seiner Yacht oder den Aussteigern und Lebenskünstlern. Ibiza ist die perfekte Insel für jedes Alter und alle, die mehr von einem Sonnenziel erwarten als All-inclusive. Eines ist Ibiza aber schon lange nicht mehr: preiswert. Ibiza ist teuer – insbesondere in der Hauptsaison (Juli/August). Aber dann sollte die Insel ohnehin meiden, wer nicht bewusst kommen will, wenn Ibiza regelrecht brennt. Dann ist es einfach zu voll, sowohl auf den Straßen als auch an den Stränden. Die schönsten Sonnenmonate sind für viele der Juni und der September, wenn es angenehm warm ist und sich der Ansturm im Rahmen hält. Einen besonderen Reiz versprühen die Hippiemärkte: Kleider, Tücher, Schmuck und Kunsthandwerk aller Art wechseln den Besitzer, irgendwo erklingt Livemusik. Hippiemärkte wie der von Las Dalias machen die Aura des legendären Ibiza greifbar, die Aura der Blumenkinder, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren kamen. In ihrem Sog strömte die internationale Feriengemeinde nach und ließ die Mittelmeerinsel zum Inbegriff von Sun & Fun aufsteigen, von Drogen- und Alkoholkonsum, Rock ’n’ Roll und freier Liebe. Die im Winter wie jungfräulich daliegenden Straßen und Plätze verwandeln sich im Sommer in heiße Adern voll Leben: in Laufstege, in Anmachmeilen, Tummelbecken von gelifteten Jetsettern, ergrauten Althippies und amüsierlustigem Jungvolk. Man vergnügt sich in Beachbars, trifft sich zum Sundowner, tanzt in Megadiskos bis zum Umfallen. Wer hierher kommt, weiß, was er will und sucht – besinnliche Ruhe ganz bestimmt nicht. Oder etwa doch?
Das andere, das unerwartet ländliche Ibiza
Tatsächlich gibt es auch das „andere“, das beschauliche Ibiza, das einen Besuch zu jeder Jahreszeit lohnt und das mit seinem Zauber aus Farben, Licht und Gerüchen schon zu Beginn des 20.Jhs. Künstler und Intellektuelle in seinen Bann zog. Während mancherorts die Partys toben, genießt man abseits der vibrierenden Epizentren die Ruhe und die Natur. Eine faszinierende Parallelwelt! An den Stränden nutzen die Fischer ihre Bootsschuppen, zwischen kupferroten Feldern grasen Schafe. Bike- und Wanderwege führen durch abgeschiedene Wacholderhaine und Pinienwälder, Berge und Buchten laden zu Entdeckungen ein. Der Natur wird auf Ibiza und Formentera ein besonderer Stellenwert zugemessen, weite Gebiete stehen unter Schutz. So wie die Salinen oder die Seegraswiesen vor den Küsten. Am höchsten hinaus geht es auf Ibizas Sa Talaia mit 475 m Höhe und genialem Weitblick. Formentera zeigt sich von flacherer Gestalt. Im Norden schieben sich die Strände bis an die vorgelagerte Privatinsel Espalmador heran, im Osten erreicht das Hochplateau La Mola um den Berg Sa Talaiassa bescheidene 192 m. Zum Glück steht nicht alles im Zeichen des Fremdenverkehrs, der den Inseln inzwischen mit über 3 Mio. Touristen im Jahr den Stempel aufdrückt.
Geschichte
Um 1600 v. Chr.
Erste nachgewiesene Siedlung im Osten Ibizas
654 v. Chr.
Karthager gründen ihre erste Siedlung, wo heute Eivissa liegt
1.Jh. v. –5.Jh. n. Chr.
Römische Herrschaft auf den Inseln
Ab dem 8.Jh.
Die Mauren breiten sich auf den Pityusen aus
1235
Eroberung der Inseln durch die Katalanen
1555–85
Neue Anlage des Befestigungsrings von Eivissa
17./18.Jh.
Bedrohung durch Piraten
1958
Eröffnung des Flughafens von Eivissa
1960er-Jahre
Die ersten Hippies kommen und mit ihnen der Tourismus
1999
Die Altstadt von Eivissa wird Unesco-Weltkulturerbe
2016
Einführung der Sperrstunde: für Beachclubs 24, Bars 5, Diskos 6 Uhr
2022
Nach Ende der Corona-Einschränkungen erleben Ibiza und Formentera ein Rekordjahr mit 3,4 Mio. Touristen
Inseln mit Charakter & Historie
Ibiza und Formentera bilden ein Inseldoppel, das zu den Balearen gehört und unter dem Begriff Pityusen firmiert. Schon Karthager, Römer und Mauren fühlten sich hier wohl. Aus Frühzeitepochen haben sich Grabhöhlen erhalten, die Wachtürme legen Zeugnis von den stets befürchteten Piratenattacken (16.–18.Jh.) ab. Viele Kirchen haben Wehrcharakter. Der Furcht vor Übergriffen ist auch die Silhouette von Eivissa zu verdanken, der befestigten Hauptstadt Ibizas. Die Oberstadt Dalt Vila mit ihren gewaltigen Mauerverbünden zählt zum Unesco- Welterbe – das erfüllt die Insulaner mit Stolz! Wie viele der heutigen Ibicencos rein ibizenkisches Blut in den Adern haben, lässt sich kaum ermessen. Offiziell beziffert man die Einwohnerzahl auf 160 000, wovon 12 000 auf Formentera entfallen. Längst haben viele Auswärtige hier eine neue Heimat gefunden. Auf den Pityusen bleibt alles in überschaubarem Rahmen. In maximal einer Stunde erreicht man quasi jedes Ziel. Autobahnen sucht man auf beiden Inseln vergebens. Formentera hat nicht einmal Ampeln! Ibiza und Formentera liegen in Sichtweite voneinander, zwischen den Inseln herrscht reger Fährverkehr. Strände gibt‘s ohne Ende, allein auf Ibizas Karten sind über 60 verzeichnet. Das wohltemperierte Wasser glänzt tiefblau bis türkis, in den Buchten ankern Yachten. Für Kontraste sorgen Täler im Inland und eine vielfältige mediterrane Pflanzenwelt. Weingärten, Feigenbäume, Mandel- und Orangenhaine fügen sich harmonisch ins Bild. Sieht man einmal von den „Großstädten“ Eivissa, Sant Antoni und Santa Eulària ab, fällt die verstreute Besiedlung auf. Als stille Wahrzeichen sind die kalkweißen Häuser allgegenwärtig, Siedlungen wie Santa Agnès de Corona und Sant Mateu d’Albarca pflegen ihr Dorfidyll.
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„Jeder kann machen, was er will – so lange er andere tun lässt, was sie wollen“, lautet ein ungeschriebenes Gesetz auf Ibiza. Aussteiger und Lebenskünstler, Familien mit Kindern und partywütige Teenager, sie alle haben nur ein Ziel: eine gute Zeit zu verbringen.
Neben Beachbars und Megadiscos existiert eine faszinierende Parallelwelt, in der dich die Ruhe der Natur erwartet. Ob Partyurlaub oder Alltagsflucht: Mit dem MARCO POLO Reiseführer Ibiza & Formentera wird deine Reise garantiert genau so, wie du willst!

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