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Surfen, tauchen, Sonne tanken, segeln, wandern oder einfach mal richtig faul sein: Das ist es, womit Fuerte seine Gäste lockt. Die Reize der Insel mögen auf den ersten Blick bescheiden sein, aber gerade das macht die Stärke der Kanareninsel aus. Sie fordert nicht, sie bietet an. Vielleicht ist sie genau deshalb so einzigartig.
Konzentration aufs Wesentliche
Einst verbannten Spaniens Machthaber unliebsame Zeitgenossen hierher. Der berühmteste von ihnen, der Dichter Miguel de Unamuno, nannte die Insel „ein nacktes, skeletthaftes, karges Land aus nichts als Knochen“ – aber eben deswegen auch eine „Oase in der Wüste der Zivilisation“ und „ein Land, das eine ermüdete Seele zu stählen vermag“. Nun denn, dieses ärmlich-schlichte Eiland mit seinen bescheidenen Dörfern, einst ein Hungerleider unter den Kanaren, ist heute mehr Oase denn je, und das Stählen der Seele erlebt hier jeder Erholungsbedürftige, der sich auf das einlässt, was ihm die Insel gewissermaßen zu Füßen legt. All die Sonnenhungrigen und Surfbegeisterten, die heute freiwillig hergeflogen kommen, schätzen ebendies an Fuerteventura: die Urwüchsigkeit, die auf Sand, Stein und Strauchwerk reduzierte Landschaft inmitten des Ozeans, die herbe Symphonie aus fast weißem Strand, blauem Himmel, blaugrünem Meer, braungelber Steppe und vielfarbigem Gestein. Nichts ist hier von der üppigen Vegetation La Palmas oder der landschaftlichen Vielfalt Teneriffas zu erahnen, nichts vom quirligen Stadtleben auf Gran Canaria. Bis heute zählt Fuerteventura mit nur 75 Einwohnern pro Quadratkilometer zu den am dünnsten besiedelten Kanarischen Inseln.
Landschaft der Ruhe
Die Insel bietet vielmehr ein Kontrastprogramm zur Reizüberflutung. Kein Besichtigungsstress gefährdet die Erholung. Es gibt weder antike Gemäuer noch berühmte Museen. Dennoch solltest du auf einer Rundfahrt oder besser auf einer geführten Wanderung auch einmal die verborgenen Attraktionen aufspüren – ob Schluchten, Vulkankrater oder Dorfkirchen –, die dir den „Geist“ der Insel nahebringen. Oder eine Siesta in einem kleinen Fischerort oder einem Bergdorf halten. Denn in den älteren Ortschaften herrscht vor allem eines: Ruhe. Da sitzt man vor der Dorfkirche unter schattigem Blätterdach, sieht einem Hibiskus beim Blühen zu, die Sonne malt helle Flecken aufs Pflaster, und die Zeit steht still. Beruhigend wirkt auch die Landschaft. Sie variiert nur wenige Themen: zu Kuppen geschliffene Vulkankegel, Kerbtäler, Lavageröll, ein paar Palmenoasen, darin verstreut eine Handvoll kleiner Bergorte, kaum so viele Fischerdörfer. Variantenreich und schön aber sind die Küsten. Da gibt es die kilometerlangen, hellen, feinsandigen Strände der Halbinsel Jandía, den fast weißen Dünenstrand bei Corralejo, die dunkelkiesigen, fast schwarzen kleinen Buchten vor den Fischerorten im Süden Maxoratas, des Inselhauptkörpers, und im Westen wild umtoste Klippen.
Geschichte
Ab 3.Jahrtausend v. Chr.
Besiedelung der Kanaren
1./ 2.Jh. n. Chr.
Erste schriftliche Erwähnung der Kanaren bei Plinius d.Ä.
1402–04
Jean de Béthencourt erobert Fuerteventura für die spanische Krone
Ab Ende 15.Jh.
Die spanische Krone belehnt Adlige und Geistliche, die nun als señores herrschen
1730–36
Vulkanausbrüchen treiben viele Bewohner Lanzarotes nach Fuerteventura
1837
Abschaffung der Lehnsherrschaft (des Señorio-Systems)
1852
Die Kanaren werden Freihandelszone: Export von Farbstoff, Soda und Kalk
1912
Den Inseln wird Selbstverwaltung zugestanden
1966/ 67
Fremdenverkehr setzt ein
1986
Spanien tritt der EG bei; mit Sonderstatus für die Kanaren
2023
Nach dem Corona-Stillstand startet der Tourismus durch
2024
Vor 100 Jahren wurde der Philosoph und Autor Miguel de Unamuno nach Fuerteventura verbannt
Mach dich nass
Damit wären wir beim Hauptthema: dem Wasser. Mit einer stabilen Wetterlage und Spots für alle Schwierigkeitsgrade locken die Strände ein buntes Surferpublikum an. Da kaum einmal Regen, Sturm oder eine Flaute in die Quere kommen, lernen auch Anfänger schnell. Und sollte einer doch am Brett verzweifeln, kann er Katamaran segeln oder beim Hochseeangeln sein Glück versuchen. Die wahren Qualitäten Fuerteventuras entdeckt aber erst, wer schnorchelnd oder tauchend in einem der vielen Tauchreviere entlang der Küsten die fantastische Unterwasserwelt in Augenschein nimmt. Jede Tauchschule hat ihre ganz speziellen Plätze. Mal sind es bizarre, im Meer erkaltete Lavaströme, mal weißer Sand, mal langsam zerfallende Schiffswracks, an denen sich alles an Fischen und anderem Seegetier tummelt, was in Küstennähe nur vorkommt.
Fiesta ohne Ende
Die kanarische Seite der Insel ist nie besser zu erleben als bei einer Fiesta. Dann spielen nachts die Bands auf dem Dorfplatz zum Tanz auf, an Buden werden Imbisse verkauft, Alt und Jung sind auf den Beinen. Am Haupttag schreitet eine Heiligenprozession einher, vornweg die Honoratioren und dahinter im Festtagsstaat die Dorfbevölkerung. Diese traditionellen Termine werden heute in den Schatten gestellt von moderneren Besuchermagneten, die für manche ein Grund sind, von weit her anzureisen. Besonders gilt dies für die alljährlich Ende Juli/ Anfang August durchgeführten Windsurfing-, Kiteboarding- und Wingfoiling-WM. Musikenthusiasten strömen im Juli zum Musikfestival, und im frühen November, beim internationalen Drachenfestival, hängt der Himmel über den weißen Wanderdünen voller phantasievoller, bunter Gebilde.
Der letzte Abend rückt heran. Wie Abschied nehmen? Noch einmal eine Beach-Party feiern? Eine Paella mit frischen Meeresfrüchten im Hotelrestaurantgenießen? Ein oder zwei Absacker an der Poolbar nehmen? Vielleicht fährst du aber doch lieber noch einmal in ein verschlafenes Fischerdorf, wo du am Strand auf der Terrasse eines kleinen Bar-Restaurante einen herrlich frischen Fisch isst und einen herben Landwein trinkst, wo du noch einmal die Brandung rauschen hörst und dir der Passat die Haare zaust …
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