Brasilien

Überblick

Willkommen in Brasilien - dem Traumziel in Südamerika

Brasilien nimmt fast die Hälfte der Fläche Südamerikas ein, die Landessprache ist Portugiesisch. Entlang der mehr als 8.000 km Atlantikküste liegen tropische Strände sowie die großen Metropolen Rio de Janeiro, Salvador da Bahia und Fortaleza. Große Teile des Landes sind von tropischem Regenwald bedeckt, vor allem im Amazonasgebiet. Eine Reise nach Brasilien, ob als Aktivurlaub oder als Urlaub am Strand, eignet sich sowohl für Familien als auch für Individualreisende.

Welches Wetter erwartet mich in Brasilien?

In Brasilien herrscht größtenteils tropisches Klima, wobei an den Küsten ein angenehmer Wind weht. Als optimale Reisezeit für Brasilien gilt im Amazonasgebiet April bis Oktober, außerhalb der Regenzeit. Ansonsten ist die beste Reisezeit für Brasilien von der Region abhängig, wobei aber generell sonniges Wetter vorherrscht.

Welche Region eignet sich für meine Reise nach Brasilien?

Rio de Janeiro ist die pulsierende Metropole mit den berühmten Stränden von Ipanema und Copacobana. Der Süden der Stadt ist für Urlauber sicher, den Norden sollten Sie meiden. Die afrikanischen Einflüsse in der Region Bahia zeigen sich beispielsweise in der kreolischen Küche. Im Amazonasgebiet können Sie den Urwald erkunden. Beeindruckend sind die Wasserfälle von Foz do Iguacu im Süden. Zum Baden fliegen Sie am besten in den Nordosten nach Fortaleza.

Familien Singles Verliebte Nachtschwärmer Aktivurlauber
Rio de Janeiro
Salvador da Bahia
Amazonas
Foz do Iguacu
Fortaleza
Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Brasilien?

Die Jesus-Statue auf dem Corcovado gehört zu den Must-Sees Brasiliens. Von hier bietet sich ein hervorragender Blick auf Rio de Janeiro. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, sollten Sie die schönste aller Attraktionen Rios schon morgens besuchen. Zu den Highlights Brasiliens gehört auch das Teatro Amazonas in Manaus. Sightseeing lohnt sich im Zentrum von Salvador da Bahia ganz besonders: Die Altstadt gehört zum Weltkulturerbe und ist eine der größten Sehenswürdigkeiten Brasiliens.

Checkliste: Daran sollten Sie vor Ihrer Brasilien-Reise denken
Papiere

Für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen ist kein Visum, sondern nur ein gültiger Reisepass nötig.

Impfungen

Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. Bei der Urlaubsvorbereitung sollten Sie aber Ihre Impfungen gegen Tetanus, Polio, Diphterie und Hepatitis B erneuern.

Geld

An vielen Geldautomaten können Sie mit Ihrer Kreditkarte Geld abheben. Besorgen Sie sich eventuell schon in den Wechselstuben am Flughafen brasilianische Reias.

Versicherungen

Zur Reiseplanung gehört eine Reiseversicherung, am besten gegen Krankheit und Diebstahl.

Sonstiges

Aufgrund des tropischen Klimas sollten Sie Sonnencremes mit Schutzfaktor 50 mitnehmen.

Was muss ich bei der Anreise beachten?
Mit dem Flugzeug

Der Flug von Deutschland nach Brasilien dauert neun bis elf Stunden. Inlandsflüge, z. B. ins Amazonasgebiet, können bis zu drei Stunden dauern.

Mit dem Taxi

Beim Transfer vom Flughafen zum Hotel sollten Sie darauf achten, dass das Taximeter eingeschaltet ist, oder den Fahrpreis schon vorab vereinbaren.

Mit dem Auto

Die brasilianischen Straßen sind in einem schlechteren Zustand als in Europa. Das Tempolimit auf den Autobahnen liegt zwischen 90 und 110 km/h.

Mit der Bahn

Züge werden in Brasilien nur für den Gütertransport genutzt.

Checkliste: Was gibt es vor Ort in Brasilien zu beachten?
Wasser

Trinken Sie nur Mineralwasser.

Essen & Trinken

Fleisch ist sehr günstig. Bier wird eiskalt serviert.

Trinkgeld

Wissenswertes: Die Preise der Speisekarten verstehen sich zuzüglich 10 % Trinkgeld.

Saison

Hochsaison ist zu Silvester und Karneval.

Das sollten Sie vermeiden/Bloß nicht

Do´s and Dont´s: Flip-Flops sind bei der Hitze ideal, Oben-ohne ist verboten.

Insider-Wissen/Empfehlung

Probieren Sie das leckere Picanha-Fleisch.

Sicherheit

Zu den wichtigen Infos gehört: Sie sollten nur wenig Bargeld bei sich haben und keine teuren Uhren tragen.

Sonstiges

Empfehlenswert sind Caipirinhas mit Maracuja- und Kiwigeschmack.

Bilder

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Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

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Beliebte Regionen in Brasilien

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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Montag / 24.02.2020
Vormittags
-
Nachmittags
-
Abends
26 °C
Dienstag / 25.02.2020
Vormittags
27 °C
Nachmittags
28 °C
Abends
25 °C
Mittwoch / 26.02.2020
Vormittags
27 °C
Nachmittags
30 °C
Abends
26 °C
Mehr Wetterinfos

Anreise

10h 13min
Frankfurt am Main
Brasilien
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In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

Auftakt

Entdecken Sie Brasilien!

„Der erste Eindruck von diesem Lande ist der einer verwirrenden Üppigkeit.... Hier hat die Natur in einer einmaligen Laune von Verschwendung alles auf einen Raum gedrückt, was sie sonst auf mehrere Länder verteilt“, schrieb der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig vor rund 70 Jahren in seinem Buch „Brasilien, Land der Zukunft“. Brasilien hat alles im Überfluss.

So viel Fläche, dass ganz Europa beinahe hineinpasst, rund 8000 km Küste, das größte Regenwaldgebiet, den längsten Fluss der Erde, stellenweise so viele Tier- und Pflanzenarten auf einem Hektar wie in ganz Europa zusammen, zwei der größten Städte der Welt, über 190 Mio. Menschen mit Hautfarben in allen Tönen, unterschiedlichster Herkunft und Kultur: Portugiesen, Spanier, Deutsche, Italiener, Litauer, Polen, Syrer, Libanesen, Japaner, Koreaner und vor allem Afrikaner, die als Sklaven über drei Jahrhunderte lang ins Land gebracht wurden. Den Ureinwohnern, den Indianern, blieben nur noch wenige abgelegene Gebiete, die ihnen von armen Siedlern und Goldsuchern streitig gemacht werden.

Brasilien ist ein Land der Superlative und der großen Kontraste. Brasilien überwältigt durch die überbordende Natur, die Schönheit der Menschen, die Mischung der Kulturen und die Ekstase des Karnevals. Aber Brasilien verstört auch durch seine Gegensätze: von Arm und Reich, Agrobusiness und intakter Natur, Lebensfreude und alltäglicher Gewalt.

Den Südosten dominieren die Millionenstädte Rio de Janeiro und São Paulo, zwei Städte, deren Antagonismus Sie auch als Besucher spüren. Beim Anflug auf São Paulo ein nicht enden wollendes Hochhausmeer, kein Flecken Grün – beim Anflug auf Rio die Spitzen der Berge, die dicht gedrängten Häuser der Favelas, während im Hintergrund das Blau des Meeres aufblitzt. Die Wirtschaft gibt den Takt in der Megapole São Paulo vor, während der Alltag in Rio noch immer von Strand und Samba auf der einen und dem Überlebenskampf in der Favela auf der anderen Seite geprägt zu sein scheint. Im Karneval, wenn sich die lebenstrunkene Stadt und ihre cariocas genannten Einwohner feiern, erreicht das Stadt-Feeling seinen Höhepunkt. Das Hinterland Rios und São Paulos ist bergig, und je weiter es in die Berge von Minas Gerais geht, desto barocker und katholischer wird die Stimmung.

Der Nordosten Brasiliens, die nach Europa und Afrika zeigende Spitze, beginnt mit Bahia und endet in São Luís kurz vor der Amazonasmündung. Dazwischen liegen 3300 km Strände, palmengesäumt, mit Dünen, Steilküsten oder Buchten, Urlaubsparadiese für Touristen aus Brasilien und aller Welt. Das Sertão genannte Inland ist trocken und bergig. Manchmal regnet es mehrere Jahre nicht, sodass Mensch und Vieh nicht genug Wasser haben. Kein Wunder, dass die meisten Bundesstaaten des Nordostens auf den Tourismus als Haupteinnahmequelle gesetzt haben.

In Salvador ist Brasilien Afrika am nächsten. In der ersten Kolonialhauptstadt wurden die meisten Sklaven an Land gebracht, sodass bis heute über 85 Prozent ihrer Einwohner afrikanischer Herkunft sind. Die historische Altstadt mit ihren prächtigen Barockkirchen und Kolonialhäusern wurde zum Weltkulturerbe erklärt. Genauso wie der Samba, die von den Sklaven mitgebrachten Rhythmen und Tänze, die mit der Karnevalsmusik die Welt eroberten. Die Holländer setzten sich Anfang des 17. Jhs. in Olinda bei Recife fest, von wo sie über 20 Jahre lang Teile des Nordostens beherrschten. Auch das barocke Kleinod Olinda ist heute Weltkulturerbe, und in Recife gibt es eine lebhafte Musikszene, die traditionelle Rhythmen des Nordostens mit Rap und Funk vermischt. In dem von Franzosen gegründeten São Luís, der Hauptstadt des Bundesstaates Maranhão, mit seinen mit Kacheln geschmückten Kolonialbauten spürt man die Nähe zur Karibik. Die überwiegend afrobrasilianische Bevölkerung hört Reggae und feiert mit afrobrasilianischen Mysterienspielen.

Je weiter man in Brasilien nach Westen kommt, desto weiter wird das Land, desto grenzenloser wirkt es. Da sind die Ebenen, die für Rinderzucht und Getreideanbau genutzt werden, und die cerrados des trockenen Planalto, auf dem sich – über 1000 km von Rio und São Paulo entfernt – Brasília erhebt. 40 000 Bauarbeiter stampften die Stadt innerhalb von vier Jahren aus der roten Erde. Der Wildnis des Westens kommt man in den Sümpfen des Pantanal nahe, wo es bis heute mehr Tiere als Menschen gibt. Nördlich des Pantanal, da wo der Planalto zum Amazonasbecken abfällt, beginnt das größte Regenwaldgebiet der Welt, die grüne Lunge unseres Planeten. Amazonien bedeckt fast die Hälfte Brasiliens, ein Ökosystem mit eigenen Gesetzen. In den letzten 40 Jahren sind rund 18 Prozent der Regenwaldfläche verlorengegangen, das sind 710 000 Quadratkilometer – eine Fläche doppelt so groß wie Deutschland. Illegale Abholzungen und Brandrodungen für Rinderzucht und Soja-Anbau sind hauptverantwortlich dafür. In den letzten Jahren sind die Rodungsraten erheblich zurückgegangen – auch in Brasilien wächst das Umweltbewußtsein.

Der Süden Brasiliens ist die Region der europäischen Einwanderer. Dort, wo Brasilien an Argentinien und Uruguay grenzt, liegen die weiten Ebenen der Pampa. Hier kämpften die stolzen Gauchos für ihre Unabhängigkeit und gaben den Bewohnern des südlichsten Bundesstaates Rio Grande do Sul ihren Namen. Auch musikalisch sind sie mit Milonga und Gitarrenmusik ihren südlichen Nachbarn nahe. Wagnis und Weite liegen dicht neben Tradition und Enge. Auf dem Land leben die deutschen und italienischen Immigranten teilweise noch wie unsere Großeltern. Canyons und Wasserfälle, Hortensien und Kiefern, Sommer und subtropische Winter, in denen es sogar schneien kann. Und im Sommer, wie überall in Brasilien, geht es an die Strände.

Brasilien ist seit Mitte der 1980er-Jahre eine stabile Demokratie. Mit Präsident Lula hatte erstmals die breite Mehrheit einen Vertreter an der Spitze des Landes, mit dem auch das Establishment zurechtkam. Seine Nachfolgerin übernahm 2011 ein boomendes Land mit starker Währung und einem funktionierenden politischen System. Dilma Roussef ist die erste Frau auf dem Präsidentensessel. Nüchtern, sachlich, couragiert – inzwischen ist sie beliebter als ihr Mentor Lula, auch weil sie korrupte Minister einfach auswechselt. Während ihres Studiums engagierte sich die Tochter eines wohlhabenden bulgarischen Emigranten im bewaffneten Widerstand gegen die herrschende Militärregierung und wurde 1970 verhaftet. Zwei Jahre Gefängnis und Folter folgten. Nach Ende der Militärdiktatur war sie zweimal Energieministerin des südlichsten Bundesstaates Rio Grande do Sul. Das Wirtschaftswachstum hat alle Brasilianer reicher gemacht – auch wenn sich die gewaltigen Einkommensunterschiede nur minimal verringert haben. Brasilien ist auf dem Weg zur Weltmacht und wird 2014 Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft und 2016 der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro sein.

Das Grün des Urwalds, das Gelb des Goldes, das Blau der Flüsse und des Meeres, die weißen Sterne der Bundesstaaten wie Satelliten darin: Die Fahne wird schon im Kindergarten gehisst und jede Woche die Nationalhymne gesungen. Brasilianer ist man/frau mit Leib und Seele, besonders wenn die Nationalmannschaft Fußball spielt oder man selbst in der Ferne weilt. Saudade heißt Sehnsucht, und die spüren Brasilianer häufig. „Brasilien verkörpert das Emotionale und Gefühlsbetonte wie wenige andere Kulturen“, sagt der französische Anthropologe Michel Maffesoli, „eine Vorstellungswelt, in der die Gefühle als Widerstand gegen die Schwierigkeiten herangezogen werden.“ Lächeln allen Widrigkeiten zum Trotz – das Land der Zukunft ist Brasilien geblieben.

Praktische Hinweise

Anreise

São Paulo und Rio de Janeiro erreichen Sie mit Direktflügen aus Europa: mit Lufthansa ab Frankfurt/M. und München (www.lufthansa.com), mit Swiss ab Zürich (www.swiss.com). Auch KLM, Iberia, British Airways und Air France fliegen mehrmals die Woche. Die meisten Verbindungen nach Brasilien, auch in den Nordosten, unterhält die portugiesische TAP (www.flytap.com). Auch die brasilianische TAM fliegt direkt nach Frankfurt (www.tam.br.com). Die Preise variieren je nach Fluggesellschaft und Jahreszeit. Ein Ticket kostet zzt. ab 800 Euro aufwärts, mit Glück gibt es ein Schnäppchen für um die 600 Euro. Condor fliegt zweimal die Woche von Frankfurt direkt nach Salvador (www.condor.de). Auch aus dem europäischen Ausland kommen Sie mit Charterflügen in den brasilianischen Nordosten, z.B. mit Air Europa ab Spanien und mit Livingstone ab Italien. Die Flugzeit aus Deutschland beträgt 10–12 Stunden.

Auch mit dem Schiff kommen Sie nach Brasilien, dafür brauchen Sie nur Zeit: Zwei Wochen dauert die Seereise von Hamburg, Rotterdam oder Genua auf einem Frachter. Ab 1100 Euro inkl. Vollverpflegung, zu buchen bei www.frachtschiffreisen-pfeiffer.de (0202 452379).

Auskunft
Brasilianisches Fremdenverkehrsamt

Börsenplatz460313069 96238733www.braziltour.com

Auto & Mietwagen

Einen Leihwagen bekommen Sie an jedem Flughafen und in den größeren Städten. Dafür brauchen Sie einen internationalen Führerschein und eine Kreditkarte. Das Auto muss dort wieder abgegeben werden, wo es ausgeliehen wurde, sonst wird es extrem teuer. Die lokalen Anbieter sind oft günstiger (150–180 R$/ Tag) als die internationalen Firmen. Eine komplette Vollkaskoversicherung gibt es nicht, ein Eigenanteil bleibt im Schadensfall erhalten.

Bedenken Sie, dass Autofahren in Brasilien gefährlicher ist als in Deutschland: Die z. T. schlechten Straßenverhältnisse, die unzureichend ausgeschilderte Straßenführung, dazu der flotte Fahrstil und das Ignorieren vorhandener Verkehrszeichen erhöhen das Risiko. Nachts sollten Sie außerhalb der Städte aus Sicherheitsgründen nicht unterwegs sein.

Banken & Kreditkarten

Euro oder Schweizer Franken können Sie in Brasilien bei der Banco do Brasil tauschen. Das geht allerdings nicht in jeder Filiale, und meist fallen dabei Gebühren an. Besser tauschen Sie meist in den Wechselstuben (casas de câmbio), die in den Flughäfen oder den Stadtzentren liegen. Problemlos Bargeld bekommen Sie an Geldautomaten. Dafür benötigen Sie eine EC-Karte mit Maestro/Cyrrus-Symbol oder eine Kreditkarte und PIN-Nummer. Beim Abheben an Geldautomaten sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht beobachtet werden, und das Geld nicht öffentlich nachzählen. Aus Sicherheitsgründen haben die meisten Geldautomaten abends und nachts eine Auszahlungssperre.

Weit verbreitet ist die Zahlung mit Kreditkarten, meist Visa oder Mastercard, auch bei kleineren Beträgen. Über die Maestro/Cyrrus-Geldkarte mit PIN-Nummer können Sie in vielen Geschäften auch direkt vom deutschen Konto zahlen. Travellerschecks sind schwierig zu tauschen.

Camping

Die Ausstattung der wenigen Campingplätze ist einfach und nicht vergleichbar mit europäischen Standards. In der freien Natur sollte man aus Sicherheitsgründen nicht übernachten. Adressen finden Sie auf der Website des Camping Clube do Brasil: www.campingclube.com.br

Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft

Avenida das NaçõesQuadra 807, Lote 2570415900Brasília/DF061 34427000www.brasilien.diplo.de

Österreichische Botschaft

Avenida das NaçõesQuadra 811, Lote 4070426900Brasília/DF061 34433111www.bmeia.gv.at

Botschaft der Schweiz

Avenida das NaçõesQuadra 811, Lote 4170448900Brasília/DF061 34435500www.eda.admin.ch/brasilia

Einreise

Bei der Einreise nach Brasilien muss der Reisepass noch mindestens sechs Monate gültig sein. Von der Polícia Federal bekommen Sie ein 90 Tage gültiges Touristenvisum. Das ausgefüllte Einreiseformular mit dem Pass vorzeigen und aufbewahren. Wollen Sie länger bleiben, können Sie noch einmal 90 Tage verlängern. Bei der Ausreise müssen Sie das Einreiseformular wieder abgeben.

Gesundheit

Wer die übliche Vorsicht walten lässt (kein ungeschältes Obst essen, kein Wasser aus dem Hahn trinken) und sich bestmöglich vor Mückenstichen schützt, wird kaum Probleme bekommen. Die meisten Medikamente erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke. Bei Ärzten müssen Sie die Behandlung erst einmal selbst bezahlen. Auch im Krankenhaus sollte man die Kreditkarte dabeihaben. Impfungen sind bei der Einreise aus Europa nicht vorgeschrieben. Sinnvoll sind die üblichen Schutzimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Typhus und Hepatitis A. Für Amazonien und das Pantanal sollte man eine Gelbfieberimpfung machen und das auch nachweisen können, da gelegentlich kontrolliert wird.

Inlandsflüge

Golwww.voegol.com.br und TAM sind die wichtigsten Fluggesellschaften. Die Varig gehört inzwischen zur Gol, aber mehrere kleinere Fluggesellschaften mit günstigen Tarifen sind hinzugekommen, wie Azulwww.voeazul.com.br, Ocean Airwww.oceanair.com.br und Webjetwww.webjet.com.br. Für Inlandsflüge empfiehlt sich ein Brazil Airpass z. B. von TAM, Kosten ab 670 US$. Ein Airpass muss im Ausland in Verbindung mit der Anreise gekauft werden..

Internetcafés & Wlan

Internetcafés gibt’s in ganz Brasilien, WLAN-Hotspots inzwischen auch in abgelegenen Gegenden; in den bessseren Hotels gehört es zum Standard – allerdings nicht immer kostenlos.

Jugendherbergen

Die Zahl der Hostels in Brasilien ist in den letzten Jahren gestiegen. Außer Gruppenräumen gibt es auch DZ, die aber bis zu 90 Euro kosten können. Im Gruppenzimmer liegen die Preise bei 10–20 Euro/Pers. (Frühstück inkl.). Ermäßigungen gibt es mit Jugendherbergsausweis (www.hostel.org.br). In den zur Hostelling International Association gehörenden HI-Hostels ist die Qualität meist gut; Online-Reservierung unter www.hihostels.com.

Klima & Reisezeit

Brasilien liegt auf der Südhalbkugel, das bedeutet: Die Sommermonate sind Dez.–Feb., Winter ist Juni–Aug. Dann regnet es häufiger, und in São Paulo brauchen Sie eine warme Jacke. Zum Badeurlaub eigenen sich die Strände im Süden nur im Sommer. Im Nordosten können Sie das ganze Jahr über ins Wasser. In Rio und Umgebung haben Sie immer eine kalte Strömung, Juli/Aug. kann es recht frisch sein. Die Costa Verde südlich von Rio hat den Namen vom vielen Regen, der vor allem in den Sommermonaten fällt. Auch in den Bergen des Südostens kann im Sommer heftiger Regen fallen. Die Nähe zum Äquator bestimmt das tropische Klima: Je weiter südlich, desto größer sind die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter; in Südbrasilien kann es sogar schneien. Dicht am Äquator ist es heiß und regnet es viel. Die Regenzeit fällt in den Sommer, die trockeneren Monate sind April–Sept. Hochsaison in Brasilien ist Mitte Dez.–Mitte Feb., Zeit der Sommerferien. Auch Juni/Juli ist Ferien- und Reisezeit, rund um die Johannisfeste gibt es frei. Karneval und Silvester verdreifachen sich die Preise. Die schönsten Reisezeiten für ganz Brasilien sind Okt./Nov. und März/April; Anfang Mai–Mitte Juni sind einige Pousadas geschlossen.

Notruf

Polizei190, Feuerwehr193 – aber: ohne Sprachkenntnisse ist die Kommunikation schwierig.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Bus kommen Sie in Brasilien überall hin, Bahnlinien gibt es dagegen kaum. Die Busse der Überlandstrecken sind modern und je nach Klasse sehr bequem, besonders die Liegebusse (leitos). Wegen der niedrigen Flugpreise lohnt es sich inzwischen aber auch schon auf mittleren Strecken zu fliegen.

Die Metros in Rio de Janeiro, São Paulo und Porto Alegre funktionieren perfekt.

Post

Briefe, Postkarten und Päckchen bringt man zu einem Postamt (correio), Briefkästen gibt es fast keine. Die Öffnungszeiten sind normalerweise Mo–Fr 8–17, Sa 8–12 Uhr. Briefe nach Europa sind rund eine Woche unterwegs; das Porto für einen Standardbrief beträgt ca. 0, 80 Euro.

Preise & Währung

Seit der Einführung des Real ist der Wechselkurs keinen großen Schwankungen mehr unterworfen. Zzt. bewegt er sich bei 2,52 R$ für 1 Euro. Im Hotel gibt’s weniger. Die größte Real-Note ist der blaue 100-Real-Schein, den Sie jedoch selten bekommen. Häufiger im Umlauf sind die braunen 50-Real-Scheine. Die kleineren Noten zu 20 (gelb), 10 (rot), 5 (lila) und 2 (blau) sollten Sie immer dabeihaben. Die Münze zu 1 Real erinnert an die 1-Euro-Münze, außerdem gibt es je zwei verschiedene 50-, 25-, 10- und 5-Cent-Münzen. Selten werden Sie eine 1-Cent-Münze bekommen, da rundet man lieber auf oder ab. Auch 1-Real-Scheine existieren noch, sind aber praktisch nicht mehr im Umlauf.

Durch den starken brasilianischen Real ist Reisen in Brasilien vergleichsweise teuer geworden. Besonders im Südosten ist das Preisniveau hoch. Der Aufenthalt in Lodges in Amazonien und im Pantanal ist auch bedingt durch die schwierige Versorgung teuer. Am günstigsten machen Sie Ferien im Nordosten.

Sicherheit

In kleinen Orten am Strand, in den Bergen oder in der Wildnis des Pantanal müssen Sie sich keine Gedanken um Ihre Sicherheit machen. In den Großstädten jedoch ist Kriminalität Thema Nr. 1. Hier sollten Sie nach Einbruch der Dunkelheit einsame Ecken und den Strand meiden. Sollten Sie in einen Überfall geraten, leisten Sie auf keinen Fall Widerstand. Denken Sie daran, dass alles zu ersetzen ist, besonders wenn Sie eine Reisegepäckversicherung abgeschlossen haben.

Strom

Meist liegt die Stromspannung bei 110 Volt, in manchen Regionen sind es aber auch 220 Volt. Schauen Sie genau nach, oder erkundigen Sie sich vorher.

Telefon & Handy

Das brasilianische Telefonnetz ist gut ausgebaut, funktionierende öffentliche Telefone zu finden, ist aber schwierig. Bei Auslandsgesprächen wählen Sie 00 plus einen Anbieter, plus Ländervorwahl (Deutschland 49, Österreich 43, Schweiz 41). Die Vorwahl nach Brasilien ist 0055. Bei Inlandsferngesprächen wählen Sie 0 plus Anbieter plus Vorwahl. Handys (celulares) funktionieren inzwischen fast überall. Einen lokalen Chip der vier großen Anbieter Vivo, Tim, Claro oder Oi können Sie nur mit brasilianischer Steuernummer (CPF) kaufen. Die haben Sie natürlich nicht. Häufig sind aber Taxifahrer, Verkäuferinnen in den Telefonläden oder Servicekräfte in den Hotels bereit, Ihnen mit ihrer eigenen CPF auszuhelfen. Dafür sollten Sie sich mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedanken. Die Prepaidkarte bekommen Sie meist schon mit einem kleinen Guthaben (pré-pago).

Trinkgeld

Die meisten Restaurants und Bars berechnen automatisch 10 Prozent Trinkgeld. Im Allgemeinen wird diese taxa de serviço bezahlt, es besteht jedoch keine gesetzliche Verpflichtung dazu. Wenn Sie zufrieden waren, runden Sie auf, meist lebt der Kellner vor allem vom Trinkgeld, so wie Kofferträger und andere Dienstleister, die sich über eine gorjeta freuen.

Zeit

In Brasilien gibt es vier Zeitzonen. Im größten Teil des Landes gilt die Uhrzeit von Brasília; der Zeitunterschied zur MEZ liegt bei vier Stunden. Je nach Sommerzeit-Veränderungen kann die Zeitverschiebung drei oder fünf Stunden betragen.

Zoll

Im Flugzeug bekommen Sie bei der Einreise eine Zolldeklaration, die Sie nach Empfang der Koffer beim Zollbeamten abgeben. Geschenke bis 500 US$ sind frei, Bargeld bis zu 10 000 R$. Empfindlich sind die Beamten bei Computertechnologie. Bei der Rückreise in ein EU-Land dürfen abgabenfrei eingeführt werden: Waren im Wert von 430 Euro, 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen und 2 l Wein.

Was kostet wie viel?

Caipirinha

ab 4 Euro für ein Glas in der Bar

Bier

ab 2,50 Euro Glas oder Flasche

Flip-Flops

ab 16 Euro für ein Paar

Acarajé

ab 2,30 Euro für ein Teigbällchen mit Beilagen

Benzin

um 1, 15 Euro für einen Liter Normal

T-Shirt

ab 20 Euro für ein Shirt

Events, Feste & mehr

Gesetzliche Feiertage
1. Januar

Neujahr

März/April

Karfreitag

21. April

Tiradentes (Revolutionstag)

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai/Juni

Fronleichnam

23. Juni

Johannisfest

7. September

Unabhängigkeit Brasiliens

12. Oktober

N.S. Aparecida (Schutzheilige Brasiliens) und Tag der Kinder

2. November

Allerseelen

15. November

Ausrufung der Republik

25. Dezember

Weihnachten

Feste & Veranstaltungen
Januar

Das Bonfim-Fest2. Do in Salvador ist die wichtigste lavagem des bahianischen Sommers, zu der fast 1 Mio. Menschen kommen. Lavagem heißen die rituellen Waschungen der Kirchen katholischer Schutzheiliger durch die weiß gekleideten Bahianerinnen des Candomblé.

Februar/März

Am 2. Februar feiern die Bahianer die Festa de Yemanjá. Dann werden der afrikanischen Meeresgöttin Blumen und Geschenke gebracht, die die Fischer in riesigen Körben dem Meer übergeben.

Karneval wird – abhängig vom religiösen Kalender – im Februar oder März gefeiert. Dann steht in ganz Brasilien der Alltag still, auch wenn nicht alle Brasilianer feiern. Viele nutzen die Tage für eine Reise, um vor dem Karneval zu flüchten, zur Entspannung oder eben doch zum Feiern.

März/April

Die Osterprozessionen in den Barockstädten von Minas Gerais beeindrucken durch die Hingabe der Mitwirkenden.

April/Mai

Das Opernfestival in Manaus wird jedes Jahr ab Ende April vier Wochen im Teatro Amazonas veranstaltet. www.teatroamazonia.com.br

Juni

Die Festas Juninas („Junifeste“) zu Ehren der Schutzheiligen Santo Antônio (13.), São João (24.) und São Pedro (29.) sind auf dem Land im Nordosten wichtiger als Karneval. In jedem noch so kleinen Ort wird São João mit geröstetem Mais, Erdnüssen, hausgemachtem Likör und viel Forró-Musik gefeiert. Festhochburgen: Caruaru und Campina Grande.

In Maranhão werden zwischen Juni und August zahlreiche Bumba-meu-boi-Feste veranstaltet. Bumba-meu-Boi ist ein Mysterienspiel, das mit viel Musik (Ziehharmonika, Tamburin und Membraphon) endet.

Festival de Parintins: Zum dreitägigen Wettstreit um die beste Tanzpräsentation kommen am letzten Juniwochenende bis zu 40 000 Besucher nach Parintins (Amazonas).

August

Festa da Boa Morte in Cachoeira: Die Prozession mit Samba de Roda am 15. ist der Höhepunkt des Fest der Irmandade da Boa Morte, der einzigen „schwarzen“ Schwesternschaft Brasiliens.

Die Festa do Peão Boiadeiro in Barretos, das größte Country-Fest Brasiliens, wird seit 50 Jahren in der 2. Augusthälfte mit Musikshows und Rodeos veranstaltet.

Oktober

Das zweiwöchige Oktoberfest in Blumenau ist seit den 1980er-Jahren beliebt.

Zum Círio de Nazaré kommen am 2. Oktoberwochenende über 1 Mio. Menschen nach Belém. Bei der Prozession wird das Bild der hl. Mutter von Nazareth durch die Straßen der Stadt zur Basilika getragen.

Dezember

Silvester verbringt man am besten am Strand. Dann sind die meisten Menschen weiß gekleidet und bitten die Meeresgöttin um die Erfüllung ihrer Wünsche. Zur tollsten Silvesterparty Brasiliens am Strand von Copacabana in Rio kommen über 1 Mio. Menschen, um das neue Jahr mit großartigem Feuerwerk willkommen zu heißen.

Im Trend

Sehenswert
In-Viertel

In Santa Teresa ticken die Uhren anders. Das Viertel besticht durch seine gemächliche Art, die gepflegten Kolonialbauten und die Aussicht auf Rio. Wie die vom Hotel Santa TeresaR. Almirante Alexandrino660. Auch die inneren Werte können sich sehen lassen. Ebenfalls ein Hingucker: Die Galerie HB-195Rua Hermenegildo Barros195. Hier können Sie lokale Künstler entdecken. Auch im Cine Santa TeresaLargo do Guimarães136 heißt es, Augen aufmachen. In dem Arthousekino laufen Filme in Originalsprache.

Alle an Bord
SUP

Auf einem Brett stehend, Paddel in der Hand, entdecken Sie die Strände von Rio. Nirgends kann Standup-Paddeln schöner sein. Mit Maximriowww.maximrio.com starten Sie an der Copacabana. Wenn die Wellen zu hoch sind, geht es auf die Kanäle. An der Costa Verde organisiert Paraty Explorerwww.paratyexplorer.com Ausflüge. Auch im Landesinneren kann man SUPen: Mit Brasilias Clube do Ventowww.clubedovento.com geht es auf den Paranoá-See.

Anziehend
Hingucker

In Sachen Mode lieben es die Brasilianer gewagt. Eine Tasche in Poform gehört zum Sortiment von Gilson MartinsAvenida Atlântica1998Rio, Recyclingkleider aus alten Plastiksäcken finden sich in der Kollektion von Alexandre HerchcovitchRua Melo Alves561São Paulo und Neonwww.neonbrazil.com.br schaffte den Durchbruch auf der São Paulo Fashion Week sogar mit einem komplett durchsichtigen Plastikbadeanzug. Bedeckender sind die Kreationen von OsklenRua Oscar Freire645 in São Paulo.

Farbenfroh
Favelas

Aus einstigen No-go-Areas entwickeln sich nach und nach sehenswerte Ausflugsziele. Die Favelabewohner von Rio oder São Paulo verschönern ihre Viertel, um so Besucher anzuziehen und ihre eigene Lebenssituation zu verbessern. Das Künstlerduo Haas & Hahnwww.favelapainting.com half ihnen dabei. Gemeinsam bemalten sie 33 Häuser u.a. in Santa Marta. Unter dem Namen Luz nas Vielas („Licht in den Gassen“) wurde etwas Ähnliches auch in São Paulo auf die Beine gestellt. Die Künstlergruppe Boa Misturawww.boamistura.com hat Farbe in die Favela Vila Brasilândia gebracht. Und die Arbeit trägt schon Früchte: Favela-Hostels wie die Pousada Favelinhain Rios Favela Pereira da Silvawww.favelatourismworkshop.com sind ein Indiz hierfür, ebenso wie die Touren www.favelatourismworkshop.com, die die Bewohner durch ihre eigenen Viertel anbieten.

Auf die Waage
Gastro

In Brasilien kommt Fleisch gerne kiloweise auf den Tisch. Vegetarier hatten es bislang schwer. Jetzt gibt es immer mehr figurbewusste Kilorestaurants, die hauptsächlich Vegetarisches servieren. Vorreiter war das CeleiroRua Dias Ferreira199 in Rios schickem Stadtteil Leblon. Im Landhausambiente kommen u. a. Kichererbsensalat mit Koriander oder Rote-Beete-Linsen-Salat mit Mango auf die Waage. BiergartenAvenida Getúlio Vargas161Abraão klingt eher nach Wurst als nach Tofu. In dem Lokal auf der Ilha Grande kommen Vegetarier aber auf ihre Kosten. Weiter südlich lockt das VidaRua Visconde de Ouro Preto298Florianópolis Gemüsefreunde an.

Bloss nicht

Ungepflegt an die Öffentlichkeit gehen

Es wird Ihnen auffallen, dass die meisten Brasilianer, wenn sie auf die Straße gehen, wie aus dem Ei gepellt aussehen. Gammellook ist allenfalls in Rio oder São Paulo und nur mit der „richtigen“ Markenkleidung angesagt, ansonsten machen sich die Brasilianer eher schick. Bevor man auf die Straße geht, wird geduscht und frische Kleidung angezogen, Haare gekämmt und Parfüm aufgesprüht – so machen es schon die Kleinsten auf dem Weg zum Kindergarten. Deshalb riecht es morgens im Gedränge eines Stadtbusses oder abends im Tanzschuppen nach Seife und Parfüm und nicht nach Schweiß. Letzteres würde unangenehm auffallen, ebenso wie schmuddelige Kleidung.

Mit teurem Schmuck unterwegs sein

In kaum einem Land werden Ausländer so herzlich aufgenommen wie in Brasilien. Andererseits ist die Sicherheit eines der größten Probleme des Landes. Am besten haben Sie möglichst keine Wertsachen dabei, also keine teure Uhr, kein Schmuckstück, an dem das Herz hängt. Die Kamera muss nicht locker am Handgelenk baumeln. Etwas Bargeld in einer Innentasche und eine Kopie der wichtigen Dokumente reicht, um sich auf der Straße zu bewegen. Gelegenheit macht Diebe – auch in Brasilien. Sollten Sie tatsächlich überfallen werden, leisten Sie auf keinen Fall Gegenwehr, sondern bleiben Sie ganz ruhig und geben alles her! Und lassen Sie sich durch Ihr Gefühl leiten: Wenn die Gasse finster und menschenleer ist, lieber meiden, als es drauf ankommen zu lassen. Sollten Sie im Karneval oder bei anderen Festen in Menschenaufläufe geraten, freundlich lächeln. So kann man in Brasilien eine Beziehung zu den Mitmenschen herstellen – die meisten sind Ihnen wohlgesonnen.

Nackt am Strand liegen

Auch wenn es auf den ersten Eindruck anders erscheint: In Brasilien gibt es ungeschriebene Regeln der Strandbekleidung. Knapp darf es sein, aber nicht ohne. Nudistenstrände sind eine Seltenheit, und oben ohne geht allenfalls am Posto 9 in Rio. Umziehen am Strand hinter vorgehaltenem Handtuch ist ebenso unüblich wie Stringtangas für Männer. Und noch etwas: Mit Strümpfen in Sandalen erkennt Sie jeder als Tourist.

Aufregen

Bleiben Sie immer ruhig und freundlich, auch wenn es mal länger dauert, es laut wird oder irgendetwas schiefläuft. Auch wenn Sie vollkommen im Recht sind: Versuchen Sie, gemeinsam mit dem Gegenüber zu einer Lösung zu kommen. Brasilianer möchten ihr Gesicht wahren und weichen Konflikten lieber aus, als es drauf ankommen zu lassen. Dafür finden sie auch dann noch eine Lösung, wo es eigentlich keine gab. Ist das Problem beseitigt, freut man sich zusammen darüber.

Stichworte

Amazonas

Mit 6800 km ist der Amazonas neuesten Messungen zufolge der längste Fluss der Welt. Bevor der Fluss aber überhaupt den Namen Amazonas trägt, hat er schon über die Hälfte seines Weges aus den peruanischen Anden zurückgelegt. Das größte Frischwasserreservoir des blauen Planeten wird aus über 1100 Zuflüssen gespeist, 17 davon sind über 1600 km lang. Eine Wassertiefe von über 60 m ermöglicht es selbst Ozeanriesen, 3720 km flussaufwärts zu fahren. An seiner engsten Stelle, in Óbidos, ist der Fluss noch immer 2 km breit; an seiner Atlantikmündung in Belém öffnet sich ein 330 km breites Delta. Das Amazonasbecken beherbergt das größte Regenwaldgebiet der Welt, in dem ein Drittel aller bekannten Pflanzen- und Tierarten zu Hause ist. Drei Viertel der Fläche Amazoniens, mit rund 5,8 Mio km2 eine Fläche so groß wie ganz Europa ohne Russland, liegen in Brasilien. Seit den 1970er-Jahren sind große Flächen tropischen Regenwalds durch legale und illegale Rodungen verlorengegangen. Strengere Umweltgesetze und eine konsequentere Anwendung der Gesetze konnten die Geschwindigkeit der Zerstörung in den letzten Jahren zumindest etwas verringern.

Bevölkerung

Brasilien hat eine bunt durchmischte Bevölkerung. 5–6 Mio. Indianer sollen im Gebiet des heutigen Brasilien gelebt haben, als die Portugiesen das Papageienland in Besitz nahmen. In der Folgezeit wurden rund 5 Mio. afrikanische Sklaven ins Land gebracht. Die meisten europäischen Einwanderer stammten aus Portugal, Italien, Spanien und Deutschland. Dazu kamen die japanischen Immigranten. So wundert es nicht, dass die Brasilianer 143 Bezeichnungen für die Selbsteinschätzung ihrer Hautfarbe bei der Volkszählung fanden. Die trockene Statistik fasst zusammen: 47 Prozent weiße, 43 Prozent farbige, 7,6 Prozent schwarze Brasilianer, 2 Prozent sind asiatischer und 0,3 Prozent indianischer Abstammung. Die über 200 Indianergruppen leben weit verstreut und sprechen verschiedene Sprachen.

Candomblé

Die afrikanischen Sklaven brachten ihren Glauben mit in die Neue Welt. Als Candomblé bezeichnet man die religiösen Praktiken zu Ehren der afrikanischen Götter, die je nach ihrer Herkunft Orixás oder Voduns (bei den Yoruba und Jeje aus Westafrika) und Inquices (bei den Bantu aus Angola) genannt werden. Die Sklaven wurden von den Kolonialherren zwangsgetauft. Das verhinderte nicht, dass sie weiter ihren Göttern huldigten, im Notfall „versteckt“ hinter dem Bild eines katholischen Heiligen. So entstand der Synkretismus, wie man die Vermischung verschiedener Religionen nennt. Als Umbanda bezeichnet man die Vermischung afrikanischer Götter mit katholischen Heiligen und dem Spiritismus – verbreitet in Rio de Janeiro und im Süden. Wer von Macumba spricht, meint meist schwarze Magie.

Capoeira

Kampf und Tanz, Gesang und Percussion, Improvisation und Akrobatik vereinen sich in der Capoeira, ursprünglich eine Kampftechnik, mit der die Sklaven unter dem Deckmantel von Musik und Tanz ihren Körper stählten. Bei einem Capoeira-Spiel stehen zwei Kontrahenten innerhalb eines Kreises und versuchen, ihr Gegenüber mit schwingenden Schritten, Tritten und Schlägen, echten und angedeuteten, zu dominieren. Das Geschehen in der roda, dem Kreis, wird bestimmt vom berimbau, dem mit einer Metallsaite gespannten Musikbogen mit der Kalebasse. Zum Capoeira-Orchester gehören außerdem die atabaque genannte Fasstrommel und das Schellentamburin. Die Umstehenden singen Lieder und klatschen den Rhythmus.

Favelas

Favelas heißen die planlos wachsenden, illegalen Wohnviertel der armen Brasilianer in den Städten. Aus dem Canudos-Krieg (1897) im Nordosten nach Rio de Janeiro zurückgekehrte Soldaten siedelten sich auf einem Hügel in der Nähe des Zentrums an, der als Morro da Favela bekannt wurde. Die meisten Favelas in Rio de Janeiro liegen bis heute an den Berghängen, in anderen Städten breiten sie sich in der Ebene aus. Große Probleme gibt es, wenn Drogenhändler in den unübersichtlichen Wohngebieten ihre Imperien einrichten. In Rio de Janeiro konnten einige der wichtigsten Favelas inzwischen von der Polizei befriedet werden. Mit groß angelegten Regierungsprogrammen – alles mit Blick auf die bevorstehenden sportlichen Großereignisse – soll fehlende Infrastruktur aufgebaut werden. Angesichts der Dimension der Favelaproblematik werden aber nur punktuelle Verbesserungen zu erwarten sein.

Fussball

Als die Engländer das Spiel mit nach Brasilien brachten, war es nur den weißen Eliten vorbehalten. Heute ist Fußball neben dem Karneval die größte Leidenschaft aller Brasilianer. Pelé und Garrincha, Ronaldinho, Kaká und Neymar – die Brasilianer sind Ballartisten, bekannt für Kreativität, Eleganz und Schlitzohrigkeit im Spiel. Jahrelang wurden die größten Talente nach Europa exportiert. Der neue Star Neymar blieb zunächst noch in seiner Heimat, doch 2014 wechselt auch er zum FC Barcelona. Jede WM ist ein Ereignis, das das ganze Land in Aufregung versetzt. Fünfmal wurde die seleção (die Auswahl) bisher Weltmeister. Bei der WM im eigenen Land ist der Titel fast ein Muss. Der Countdown für 2014 läuft; dann wird das Land im Fußballrausch versinken. Leidenschaft und Talent haben übrigens auch die brasilianischen Fußballfrauen: Fünfmal hintereinander wurde Marta zur besten Fußballerin der Welt gewählt.

Gesellschaft

Die sozialen Gegensätze in Brasilien sind eklatant. Das Land weist noch immer eine der größten Einkommenskonzentrationen weltweit auf. Doch inzwischen hat sich erstmals der Gini-Koeffizient, der die Einkommensverteilung misst, verbessert: Dank des wirtschaftlichen Wachstums und dank Bolsa Família, eines breit angelegten Programms von Transferzahlungen, begonnen unter Präsident Lula. Dennoch wird die Kluft zwischen den gesellschaftlichen Gruppen immer tiefer – mit allen negativen Auswirkungen. Die Beseitigung der Kriminalität, zusammen mit einer umfassenden Reform des Bildungssystems, gehört zu den größten Herausforderungen für Brasilien.

Gold & Barock

Zu Beginn des 18. Jhs. wurde im Bergland von Minas Gerais Gold gefunden. Innerhalb weniger Jahre stieg Vila Rica (Ouro Preto) zur größten und reichsten Stadt Amerikas auf. Mit dem Gold wurden Kirchen und Paläste gebaut, in denen sich portugiesische Traditionen mit brasilianischem Talent vermischten. Aleijadinho, das „Krüppelchen“, wurde der geniale Künstler genannt, dessen Skulpturen, Reliefs und Kirchen zum Schönsten des brasilianischen Barock gehören. Der als Sohn einer Sklavin und eines portugiesischen Baumeisters geborene Antônio Francisco Lisboa ließ sich seine Werkzeuge an die Arme binden, als seine Gliedmaßen durch eine Krankheit verstümmelten. Ähnlich arm und besessen durchwühlen bis heute Tausende von Goldgräbern die Erde und Flüsse Brasiliens, hauptsächlich im Amazonasgebiet.

Karneval

Brasilien ist das Land des Karnevals. Die Portugiesen brachten das Entrudo (Fasching) mit in die Neue Welt. Daraus wurde in den Tropen durch den Einfluss der Sklaven und ihrer Nachfahren der farbenprächtigste Karneval der Welt. Ob bei der Parade der Sambaschulen oder im Straßenkarneval – die Zurschaustellung der sprichwörtlichen brasilianischen Lebensfreude ist ein einmaliges Erlebnis. Karneval wird überall etwas anders gefeiert. Höhepunkt in Rio de Janeiro sind die zwei Nächte (So/Mo), in denen die zwölf besten Sambaschulen durch das Sambódromo ziehen. Sie können als Zuschauer auf der Tribüne dabei sein oder sogar bei einer der Sambaschulen mitmachen. Tickets und Infos auf Englisch unter www.rio-carnival.net. Umsonst auf der Straße sind die Umzüge der Karnevalsgruppen im Stadtzentrum, in Santa Teresa, in Copacabana und Ipanema. In den letzten Jahren erlebte der Straßenkarneval eine echte Renaissance – mitfeiern erwünscht (Infos unter www.sebastiana.org.br). Auch in São Paulo (Fr/Sa) und am Amazonas wetteifern die Sambaschulen bei einem Umzug durch ein Sambastadion. Im Nordosten wird der Karneval tagelang auf den Straßen gefeiert. In Salvador herrscht sieben Tage lang Ausnahmezustand: Riesige Trios Elétricos – so heißen die von Sattelschleppern gezogenen fahrbaren Bühnen, auf denen Musikgruppen spielen – schieben sich durch die Straßen. Begleitet werden sie von Tausenden Tanzenden in den jeweiligen Blocos. Entlang der Karnevalsmeilen sind riesige Tribünen aufgebaut, camarotes genannt, von denen man dem Treiben auf der Straße zuschauen kann. Karten für Blocos und Camarotes gibt es bei www.centraldocarnaval.com.br. Viele kleinere Musik- und Karnevalsgruppen, darunter auch Blocos Afros und traditionelle Blaskapellen, präsentieren sich im Pelourinho-Viertel – familiärer, entspannter, aber nicht weniger ausgelassen.

Auch in Olinda und Recife wird auf der Straße gefeiert. Auf einer Bühne am Ponto Zero in der Altstadt Recifes präsentieren sich jede Nacht Frevo-, Maracatu- und Mangue-Beat-Gruppen. Das Treffen der riesigen Pappmachépuppen ist einer der Höhepunkte des Karnevals in den engen Gassen von Olinda. Hier ist der Karneval noch weniger kommerzialisiert als in den anderen Karnevalshochburgen. Wer will, kann mitmachen.

Musik

Samba und Bossa Nova haben die brasilianische Musik weltberühmt gemacht. Im Alltag werden Sie sehen, dass immer irgendwo jemand singt, spielt, trommelt, tanzt. Musik gehört einfach dazu, ganz gleich ob intelektuelle MPB (Música Popular Brasileira), seelenvolle Sertanejo-Musik (die Country-Musik Brasiliens aus dem Sertão), poppige Axé-Music aus Bahia, Romantikschmelz, Funk und Rap, fetziger Forró oder eindeutig zweideutiger Pagode. Jede Region hat ihre eigenen Musikstile und ihre eigenen Stars.

Rassismus

Obwohl die brasilianische Bevölkerung eine wilde Mischung von Menschen unterschiedlichster ethnischer Herkunft ist, gibt es Rassendiskriminierung. Das wollten die Brasilianer lange selbst nicht wahrhaben, aber die statistischen Daten belegen die großen sozialen Diskrepanzen zwischen Brasilianern heller und dunkler Hautfarbe. Das vorherrschende Schönheitsideal orientiert sich an Nordeuropa: lange, glatte Haare, am besten blond, nicht allzu dunkle Haut und helle Augen. Inzwischen ist das (Selbst-)Bewusstsein der Afrobrasilianer jedoch gewachsen. Statt die Haare zu glätten, tragen die Jugendlichen Black-Power- oder Flechtfrisuren und Rastazöpfe. Rassismus wird strafrechtlich verfolgt, und an den meisten öffentlichen Universitäten z. B. gibt es Quotenregelungen.

Religion

Bei aller Lockerheit der Brasilianer: Die Religion spielt im täglichen Leben eine wichtige Rolle. Bis heute ist Brasilien die größte katholische Nation der Welt, deren Bischöfe selbstbewusst auftreten. Aber der katholischen Kirche laufen die Gläubigen in Scharen davon, am häufigsten zu einer der modernen Pfingstkirchen, wo das persönlilche Seelenheil vor allem gegen finanzielle Beteiligungen zu haben ist. Die Vermischung der religiösen Traditionen, insbesondere der afrikanisch-animistischen mit den katholischen – der Synkretismus –, ist seit Jahrhunderten typisch für Brasilien. Es ist nicht ungewöhnlich, mehrfach den Glauben zu wechseln.

Wirtschaft

Brasilien verkauft heute Flugzeuge und Trucks, produziert Erdöl und Biotreibstoffe, exportiert Soja und Orangensaftkonzentrat. Der wirtschaftliche Reichtum konzentriert sich allerdings in den Städten des Südostens und des Südens. Und dennoch: Der Wirtschaftsboom hat ganz Brasilien erfasst. Über 20 Mio. Brasilianer sind im vergangenen Jahrzehnt in die Mittelschicht aufgestiegen. Es wird konsumiert wie verrückt. Der riesige Binnenmarkt ist auch für ausländisches Kapital interessant. São Paulo beispielsweise gilt als größte „deutsche“ Industriemetropole.

Zucker

Wirtschaftlich interessant wurde Brasilien seinerzeit erst, als es den portugiesischen Besatzern gelang, Zuckerrohr anzubauen. Für die harte Arbeit auf den Zuckerrohrfeldern holten sie Afrikaner als Sklaven nach Brasilien, die später auch im Bergbau, auf den Kaffee- und Kakaoplantagen eingesetzt wurden. Zwei Jahrhunderte lang blieb Brasilien der größte Zuckerproduzent der Welt; bis heute ist das Land weltweit der größte Kaffeeproduzent. Zu Beginn des dritten Jahrtausends steht Zucker nun erneut im Mittelpunkt des internationalen wirtschaftlichen Interesses: diesmal zur Produktion von Bioethanol, das als kostengünstiger Treibstoff gilt.

Bücher & Filme

Brasilien. Ein Land der Zukunft

Noch immer aktuell ist Stefan Zweigs 1941 erschienene Liebeserklärung an das Land, in dem er das letzte Jahr seines Lebens verbracht hat.

Brasilien, Brasilien

Das epische Werk (1984) des bahianischen Autors João Ubaldo Ribeiro schildert plastisch die brasilianische Geschichte.

Die Herren des Strandes

Keiner hat die Menschen Bahias so treffend beschrieben wie Jorge Amado in über 20 Romanen. Dieser (1937) erzählt vom harten Leben der Straßenkinder.

Moro no Brasil/Brasileirinho

Zum Einstieg eignen sich diese beiden musikalischen Roadmovies des finnischen Filmemachers Mika Kaurismäki: das erste eine brasilianische Reise von Rio in den Nordosten (2002), das zweite ein Film über Chorinho-Musik (2006).

Cidade de Deus/Cidade dos Homens

In den Filmen (beide 2002) von Fernando Meirelles geht es um den Alltag Jugendlicher in den Favelas und Vorstädten von Rio zwischen Familie, Freunden, Drogendealern und Polizei.

Central do Brasil

Film von Walter Salles, der Brasilien ohne Glanz und Glamour zeigt und 1998 den Goldenen Bären der Berlinale erhielt.

Tropa de Elite 1 + 2

Die Geschichte des Capitão Nascimento, die der Filmemacher José Padilha erzählt, zeigt die harte Realität Rio de Janeiros: Geschichten von Drogenbossen und Polizei. Der erste Teil wurde ebenfalls mit dem Goldenen Bären in Berlin ausgezeichnet.

Fakten

Einwohner
208.494.900
Fläche
8.515.767 km²
Sprache
Brasilianisches Portugiesisch
Währung
brasilianischer Real
Strom
110, 127, 220 V, 60 Hz
Regierungssystem
Bundesrepublik
Hauptstadt
Brasília
Reisepass / Visum
notwendig
Ortszeit
19:04 Uhr
Zeitverschiebung
-5 h (zu MEZ)
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