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Reiseführer
Piemont

MARCO POLO Reiseführer

Piemont, Turin

17.95 €

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Hochalpine Bergketten mit Gipfeln, die bis 4000 m hoch aufragen, der Lago Maggiore mit mildem Klima, die Reisfelder der Poebene um Vercelli, das Rebhügelmeer von Langhe und Monferrato: Im Piemont jagt ein Höhepunkt den nächsten. Sein Herz aber schlägt in Turin, das sich von der arbeitsamen Fiat-Motown zur modernen Kunst- und Genussmetropole gemausert hat.

Viertausender, Poebene und Hügelmeer

Wer mit dem Auto oder dem Zug von Mailand aus hinfährt, bekommt an klaren Tagen gleich den besten Eindruck, was der Name Piemont bedeutet: pedes montium, das zu Füßen der Berge gelegene Land. Die Reise geht durch die flache Poebene, Reisfelder und einsame Vierkanthöfe prägen die Szenerie. Doch dann rückt,fast wie eine Fata Morgana, ein gewaltiges Gebirge ins Bild. Es ist der Monte Rosa, das zweithöchste Bergmassiv Westeuropas, das mit seiner vergletscherten Ostwand die piemontesische Ebene dominiert. Im Westen bauen sich derweil schon die Cottischen Alpen auf, die Italien von Frankreich trennen und deren markanteste Spitze, der gleichschenklige Monviso, wie der Gipfel aus dem Paramount-Logo wirkt. Südlich des Pos schließt sich ein rollendes Auf und Ab von Hügelketten an, grün schattiert mit Eichenwäldchen, Weinbergen und Haselnusshainen. Auf den Hügelspitzen sitzen Dörfer wie Zipfelmützen, dicht herumgebaut um Burgen oder barocke Pfarrkirchen, deren rötliche, unverputzte Backsteinfassaden Wärme und Behaglichkeit ausstrahlen. Rennradler arbeiten sich in voller Montur auf den Serpentinensträßchen zwischen den Hügeln ab, hin und wieder knattert zweitaktig eine ape vorbei, die Lieferwagenversion der Vespa: Das Monferrato, die Hügelwelt zwischen Po und Appenin, ist eine der schönsten Kulturlandschaften Italiens – und doch nur eine von den vielen Seiten Piemonts.

Da ist die sanfte Voralpenlandschaft um Ivrea und Biella und die weite, platte Poebene davor. Der Po, längster Fluss Italiens, ist ein Kind der piemontesischen Berge. Er entspringt unterhalb des Monviso, fließt durch Turin und biegt dann ostwärts in Richtung Lombardei ab. Im Nordosten liegen die von milden Wintern, mediterranen Sommern und vielen Sonnenstunden verwöhnten Seen Lago Maggiore und Lago d’Orta, wo Palmen rascheln, Kamelien, Mimosen und sogar Zitronen blühen.

Geschichte

  • 25

    Turin, Asti, Susa und Ivrea werden als römische Militärsiedlungen gegründet

  • 1033

    Die französische Grafschaft Savoyen erwirbt durch Heirat die Markgrafschaft Turin

  • 1718

    Die Savoyer erhalten die Königswürde zugesprochen

  • 1802

    Napoleon besetzt das Piemont – für zwölf Jahre

  • 1850

    Unter König Vittorio Emanuele II und Außenminister Camillo Cavour wird das Piemont zum Wegbereiter des Risorgimento, der italienischen Einigungsbewegung

  • 1861

    In Turin wird das Königreich Italien ausgerufen. Turin ist für vier Jahre Hauptstadt Italiens

  • 1899

    Giovanni Agnelli gründet in Turin die „Fabbrica Italiana Automobili Torino“ (Fiat)

  • 1946

    Nach dem Volksentscheid für die Republik geht die savoyische Königsfamilie ins Exil

  • 2006

    Olympische Winterspiele: Turin erhält eine Metro und den neuen Bahnhof Porta Susa

  • 2025

    Baubeginn einer neuen Chipfabrik in Novara für 3,2 Mrd. Euro

Wirtschaftskraft im "Preussen Italiens"

Das Piemont ist die zweitgrößte der 20 Regionen des Landes – und eines seiner wirtschaftlichen Filetstücke. Hier wird fleißig gearbeitet und ordentlich produziert – sei es bei Lavazza in Turin, bei Ferrero in Alba oder in den Textilfabriken rund um Biella. Die traditionsreichsten Unternehmerfamilien Italiens stammen von hier. Und Turin, die Kapitale Piemonts, ist mit rund 900 000 Ew. die viertgrößte Stadt Italiens. Die Automobilfabrik Fiat, die Giovanni Agnelli dort 1899 gründete, ist immer noch der bedeutendste Industriekonzern Italiens. Im Unterschied zu anderen italienischen Regionen haben sich die Piemontesen immer stark über ihre Wirtschaft definiert; Kultur oder gar Tourismus liefen eher nebenbei mit. Doch das hat sich zuletzt spürbar geändert – nun strömen nicht mehr nur Produzenten von Autozubehör, sondern auch jede Menge Gourmets und Kletterer, Skifahrer und Wanderfreunde, Kunstliebhaber und Weinkenner ins Land am Fuß der Berge.

Gut lässt sich der Wandel an Turin beobachten. Die Stadt hat, obwohl sie von 1861 bis 1865 dem frisch gegründeten Königreich Italien als erste Hauptstadt diente, stets einen etwas ruhigeren, unauffälligeren Lebenswandel gepflegt. Man arbeitete bei Fiat und ging früh schlafen. Noch immer wirkt Turin ernsthaft und introvertiert, ganz wie man es dem piemontesischen Charakter nachsagt. Das Bild prägen rechtwinklige, wie mit dem Lineal gezogene Straßenzüge, ockerfarbene Bürgerpaläste, lange Kastanien- und Platanenalleen. Wer zum ersten Mal durch Turin schlendert, fühlt sich eher an Paris erinnert als an Rom oder Florenz. Zufall ist das nicht: Es waren die aus Frankreich gekommenen Savoyerfürsten, die Turin im 16.Jh. zu ihrer Residenzstadt machten und entsprechend aufputzten – im ihnen vertrauten französischen Stil.

Frischer Wind in Turin

Wer die Stadt begreifen will, muss durch die kilometerlangen Arkaden und über die weiten Plätze spazieren, muss den zurückgenommenen Barock der Kirchen und Paläste auf sich wirken lassen, muss in einem der mit Stuck und Spiegeln verzierten alten Kaffeehäuser gesessen haben. Dann spätestens werden ihn die elegante Schönheit und der disziplinierte Geist der Stadt erobert haben. Doch das ist noch nicht alles. Seit ein paar Jahren weht ein frischer, junger Wind: In den barocken Alleen drängen sich Straßencafés und Ethnorestaurants, in Hinterhöfen und ehemaligen Fabrikhallen finden Kunstausstellungen und Happenings statt.

Der siebte Himmel für Geniesser

Die Region ist das wohl größte Feinschmeckerparadies Italiens. Man muss nur einmal riechen: Da ist der durchdringende Duft der weißen Trüffeln; das elegante Bouquet von Rotweinen, die nirgendwo im Land von solcher Qualität gekeltert werden wie hier; das kräftige Aroma eines Castelmagno-Käses; die feine Süße köstlicher Schokoladen. Es ist kein Wunder, dass die Slow-Food-Bewegung, die den bewussten Genuss lokaler Spezialitäten propagiert, gerade hier entstand.

Aktuelles Wetter

5h/Tag (März)
62Sonnenstd. Jahr
Beste Reisezeit
März
13°C
April
18°C
Mai
22°C
Wetter in Piemont

Wissenswertes

Einwohner4.341.375
Fläche/km225.387 km²
AdaptertypC, F, L
Reisepass/Visum/Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt
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MARCO POLO Reiseführer
Piemont, Turin

Buch, 11. Auflage · 17.95 €

Berge, Seen und Barolo: Mit dem MARCO POLO Reiseführer ins Piemont und nach Turin Ein paar Viertausender und ein Hügelmeer, so könnte man das Piemont zusammenfassen. Doch dazwischen erwartet dich so viel mehr: der Lago Maggiore, an dem es sogar im Januar grünt und blüht. Die Reisfelder der Poebene und unendliche Weinhänge. Und nicht zuletzt die Kunst- und Genussmetropole Turin.

Mit deinem MARCO POLO Reiseführer verpasst du kein Highlight der abwechslungsreichen Region. Stell dir genau das Reiseprogramm zusammen, das dir am besten gefällt, und entdecke das Piemont abseits der bekannten Touristen-Pfade!

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  • Der Urlaubsplaner für den passenden Einstieg und sprechende Karten mit Tipps und Reisehacks für jede Region
  • MARCO POLO Best Of Tipps: konkrete Ideen für einen nachhaltigen Urlaub, typische Urlaubserlebnisse, die Reise mit Kindern und kleines Budget
  • MARCO POLO Insider-Tipps für Sightseeing-Highlights, Restaurants, Shops und Sport-Locations – auch abseits der bekannten Touristenpfade!
  • Erkundungstouren zu den spannendsten Ausflugszielen – schnell und unkompliziert, inklusive Faltplan zum Ausklappen
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Von Wandertour bis Weingenuss: Erlebe deinen Traum-Urlaub mit MARCO POLO!

Barolo, Barbaresco, Cortese, Gavi und dazu der Duft weißer Trüffel – die Piemontesen wissen, wie man das Leben (und einen guten Wein) genießt. Trotzdem kommen hier nicht nur Feinschmecker auf ihre Kosten. Auch für Abenteurer, Wanderfreunde und Kunstliebhaber hat das Piemont einiges zu bieten. Lass dich in Italiens grünstem Tal auf den Wildwassern des Sesia durchschaukeln, bestaune skurrile Felsspitzen in der wilden Bergwelt der Val Maira oder stürze dich auf dem bunten Markt an Turins Porta Palazzo ins Getümmel. Dein MARCO POLO Reiseführer Piemont & Turin ist immer an deiner Seite und garantiert dir unvergessliche Momente!

ERLEBE LOS!

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MARCO POLO Camper Guide
Lombardei, Piemont & Ligurien

Buch, 1. Auflage · 19.95 €

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MARCO POLO Reisekarte
Piemont, Aostatal

Karte, 8. Auflage · 9.95 €

Immer einen Schritt voraus, immer im Trend. Es ist gut zu wissen, wo sich im Urlaubsgebiet die bedeutenden kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten befinden. Das präzise und klar lesbare Kartenbild der MARCO POLO Karte führt Sie nicht nur zu diesen wirklich interessanten Stellen, sondern zeigt Ihnen außerdem noch viele andere wissenswerte Details. Dank des großen Maßstabs 1:200 000 können Sie sich gut in der fremden Landschaft orientieren und finden auch auf interessanten, abgelegenen Straßen sicher zum Ziel.

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Piemont in Buch & Film

Turin ist unser Haus
Turin ist unser HausGiuseppe Culicchias 2005 erschienenes Buch lädt zur Stadtführung: Ironisch und geschichtenreich führt der gebürtige Turiner, Autor und Übersetzer durch seine Heimatstadt.
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Bitterer ReisGiuseppe De Santis 1949 gedrehter Klassiker des Neorealismus spielt auf den Reisfeldern um Vercelli und zeigt den harten Alltag der mondine, der Arbeiterinnen in den gefluteten Feldern.
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So haben wir gelacht
So haben wir gelachtIn Turin stand die Wiege des italienischen Kinos und nach langer Pause wird die Stadt wieder intensiv für Dreharbeiten genutzt. Nach Dario Argentos Gruselklassiker „Profondo Rosso“ drehte Gianni Amelio 1998 in Turin seinen eindringlichen Film über zwei sizilianische Brüder, die in den 1950er-Jahren ins Turin der Fabriken auswandern.
38,98 EURinkl. 19% MwStr.