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Reiseführer
Mailand - Lombardei

MARCO POLO Reiseführer

Mailand, Lombardei

15.95 €

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Mailand hat Klasse: Die Stadt ist dicht, spannend, schick. Hier erlebst du das „andere“ Italien, ein pulsierendes Italien des 21.Jhs. Milano ist die Stadt der Kreativen und der Banker. Ob im Maßanzug oder in Turnschuhen – Stil hat sie wie keine zweite. Zwei Mailand-Musts lassen dich ankommen: der Aperitif in einer der schönen Bars und der Blick auf ihre Skyline.

Steig der Stadt aufs Dach 

Etwa vom Domdach zwischen unzähligen steinernen Heiligen und Dämonen. Einige der edlen Hotels haben Dachbars mit toller Aussicht. Oder du nimmst an einem klaren Tag den gläsernen Aufzug des Aussichtsturms Torre Branca im Parco Sempione: Du blickst auf das mächtige Castello Sforzesco, dahinter der marmorglänzende Dom mit der goldenen Madonnina auf der Turmspitze, in der Ferne erkennst du im Süden die Apenninhügel, im Norden den majestätischen Alpenkranz – in einer Stunde wärst du auf den Skipisten. Die eleganten Silhouetten der Hochhäuser von Porta Nuova im Nordosten und City Life im Westen formen das Stadtbild neu, von horizontal zu vertikal: einfach großartig. Die zauberhaften oberitalienischen Seen liegen kaum eine Autostunde entfernt und auch das Meer bei Genua ist nicht weit, viele Mailänder haben Ferienwohnungen an der ligurischen Küste. Denn manchmal, auch das gehört zum Mailand- Bild dazu, lastet ein bleigrauer Himmel über den Dächern und kratzt der Smog im Hals – dann wollen alle nur noch weg.

Die Lage in der Mitte

Inmitten der fruchtbaren Ebene zwischen Bergen und Meer gründeten die Kelten im 4.Jh. v. Chr. eine Stadt am Kreuzungspunkt von Wegen und Flüssen, auf denen Waren und Ideen transportiert wurden. In der römischen Antike hieß sie Mediolanum, war groß und mächtig. Mit ihrem Bischof und Stadtheiligen Ambrogio wurde sie christlich. Die mittelalterlichen Kaiser, die spanischen Bourbonen, die Habsburger, Napoleon, alle versuchten sich diesen reichen Stadtbrocken einzuverleiben. Fürstenfamilien wie die Visconti und die Sforza entwickelten sich und schließlich die Bürger selbst: Sie nahmen im 19.Jh. ihr Schicksal entschlossen in die Hand und machten aus der Stadt das Konsum- und Industriezentrum Italiens – und wieder half ihnen dabei die strategisch gute Lage zwischen dem Süden und Nordeuropa.

Geschichte

  • 5.–4.Jh. v. Chr.

    Keltische Siedlung

  • 3.–5.Jh. n. Chr.

    Hauptstadt des Weströmischen Reichs

  • 6.–8.Jh.

    Nach den Langobarden heißt die Region Lombardei

  • 11./12.Jh.

    Mailand wird Bürgerstadt und setzt sich gegen kaiserliche Machtansprüche durch

  • 14.–Anfang 16.Jh.

    Adelsfamilien wie Visconti und Sforza gewinnen die Macht, Kulturblüte mit Leonardo da Vinci und Donato Bramante

  • 17.–19.Jh.

    Spanier, Österreicher und Napoleon in der Lombardei

  • 1865

    Bau der Galleria Vittorio Emanuele II

  • 1919–1943

    Italien unter der faschistischen Herrschaft von Benito Mussolini

  • 1990er-Jahre

    Korruptionsskandale; der Mailänder Multimilliardär und Medienmogul Silvio Berlusconi ist 20 Jahre lang immer wieder Ministerpräsident

  • 2023

    Auf dem Gelände der Expo 2015 öffnet der Milano Innovation District MIND, ein Treffpunkt für Menschen mit Ideen für gutes Leben in der Zukunft

  • 2026

    Olympische Winterspiele in Mailand und Umgebung

 Der Mailand-Hype

Heute kommen alle in friedlicher Absicht und freudig erregt – der Mailand-Tourismus ist auch durch die erfolgreiche Expo 2015 in Schwung gekommen; ihre Abermillionen Besucher entdeckten eine neue Stadt, nicht mehr nur die graue, hektische Businesscity, sondern smartes, elegantes urbanes Leben. Mach dich auf den Weg – die Innenstadt ist leicht zu Fuß zu erobern –, schau auf die Fassaden, in die Hauseingänge: Unterschiedliche Baustile folgen dicht auf dicht, prachtvolle Adelspalazzi aus dem 17.und 18.Jh. wechseln sich ab mit stattlichen Bürgerhäusern der vorletzten Jahrhundertwende, mit bizarr dekorierten Palazzi aus dem Liberty – so hieß die italienische Version des Jugendstils – in den ersten Jahren des 20.Jhs. Dann die faschistischen Wuchtbauten der 1930er-Jahre wie der Hauptbahnhof, die Börse und der Justizpalast. Schließlich der Bauboom der Nachkriegszeit, ein Wechselspiel aus anonymen Gebäuden und Hochelegantem. Und heute die gläserne Skyline: Mailand ist im neuen Jahrtausend angekommen. Dazwischen behaupten sich hier und da uralte Kirchen und verschwiegene Plätzchen – ja, die Stadt hat viele Gesichter!

Ein Blick auf den Stadtplan

Die Ringstraßen ums Zentrum folgen der Stadtgeschichte: Der cerchio dei navigli aus dem Mittelalter war noch bis in die 1930er-Jahre von navigli, Kanälen, umflossen. Unter der spanischen Fremdherrschaft ab Mitte des 16.Jhs. bis 1700 wuchs die Stadt und es entstand der Befestigungsgürtel cinta dei bastioni: Ein Stück dieser Stadtmauer sieht man noch an einem der Stadttore, der Porta Romana. Die Tramlinie 9 folgt ihm vom Hauptbahnhof und führt an den Stadttoren vorbei: Porta Nuova, Porta Venezia, Porta Vittoria, Porta Romana, Porta Ticinese, Porta Genova – wie Koordinaten helfen sie bei der Orientierung in der Stadt.

Eine offene Stadt

Die Stadt gibt sich offen, auch wenn selbst vor Starbucks Sicherheitspersonal den Zutritt reguliert und sich vieles ein bisschen nach Insiderzirkel anfühlt, von den Fashionpartys bis zur Opernpremiere in der Scala. Aber wenn die famosen Eventwochen steigen, wie der Fuori Salone zur berühmten Designmesse im April, die „Weeks“ zu Mode, Musik, Film, Food, dann öffnen sich prächtige Palazzi, Kreuzgänge und Höfe, alles wird bespielt, mit Installationen, Ausstellungen und Festen, selbst das Dach des Doms. Auch sozial ist die Stadt offen, ihre Integration der Zuwanderer aus dem Ausland (immerhin gut 20 Prozent!) gilt als vorbildlich. Selbst wenn es dunkel wird: Der helle Stein im Kunstlicht lässt den Dom glänzen, geheimnisvoll blau schimmert es vom Dach des Scala-Verwaltungsbaus; das Castello Sforzesco kommt am Abend in weißem Lichterglanz zur Geltung, golden glimmt die Kunststiftung Prada und festlich-warme Lampions weisen den Nachtschwärmern längs der Kanäle den Weg: Mailand ist ein hell leuchtendes Licht im derzeit eher gedämpften Europa.

Aktuelles Wetter

4h/Tag (März)
59Sonnenstd. Jahr
Beste Reisezeit
Juni
28°C
September
25°C
Wetter in Mailand - Lombardei

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MARCO POLO Reiseführer
Mailand, Lombardei

Buch, 15. Auflage · 15.95 €

Urlaub in der Modehauptstadt mit dem MARCO POLO Reiseführer Mailand & Lombardei Prachtvolle Adelspalazzi neben eleganten Hochhaus-Silhouetten, dahinter die grünen Hügel des Apennins und ein majestätisches Alpenpanorama – Mailand hat Klasse und ist eine Klasse für sich. Hier erlebst du ein modernes, pulsierendes Italien. Milano, das ist die Stadt der Kreativen und der Banker, der Fashionpartys und der Opernpremieren, das Zuhause von Prada, Gucci und Armani.

Egal, wofür dein Herz schlägt: Mit den Tipps und Empfehlungen im MARCO POLO Reiseführer Mailand & Lombardei stellst du dir genau die Reise zusammen, auf die du Lust hast!

  • Die besten Shopping-Spots, Ausgeh-Locations und kulinarische Highlights für jeden Geschmack
  • Mailand erleben wie die Einheimischen mit Insider-Tipps auch abseits des Mainstreams
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Was wäre eine Reise in die Welthauptstadt der Mode ohne eine ordentliche Shoppingtour? Flaniere durch die hocheleganten Boutiquen in der Via Manzoni oder stöbere auf dem East Market zu Swing und DJ-Sounds nach Vintage-Mode und Vinyl. Zu viel Trubel? Dann erklimme den Aussichtsturm Torre Branca mit dem gläsernen Aufzug und schau dir das Stadtspektakel ganz in Ruhe von oben an! Wofür du dich auch entscheidest: Wenn du Mailand erkundest, ist der MARCO POLO Reiseführer dein perfekter Begleiter!

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MARCO POLO Reisekarte
Lombardei, Oberitalienische Seen

Karte, 8. Auflage · 11.95 €

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Mailand - Lombardei in Buch & Film

Das Mädchen aus Mailand
Das Mädchen aus MailandAuftakt der gerühmten Krimitrilogie von Giorgio Scerbanenco um Detektiv Duca Lamberti: Mit ihm tauchst du ein in die Stadt und ihre Milieus ab den 1960er-Jahren. 2018 sind alle drei Krimis neu aufgelegt worden.
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Einfach losfahren (Fabio Volo)
Einfach losfahren (Fabio Volo)Fabio Volo aus Brescia, ehemals Bäcker, DJ und jetzt Bestsellerautor, lässt dich in seinen Storys um Liebe, Freundschaft, Job an der Gefühlswelt der Italiener von heute mit Humor und Leichtigkeit teilnehmen (auf diese von 2009 folgten weitere, alle auch auf Deutsch).
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I Am Love
I Am LoveIn Luca Guadagninos Film von 2009 spielt Tilda Swinton eine Dame aus dem feinen Mailänder Bürgertum auf Liebesumwegen, und das im phantastischen Ambiente der Villa Necchi Campiglio.
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Das Wunder von Mailand
Das Wunder von Mailand1951 drehte Vittorio de Sica in der Stadt diesen Klassiker. Italiens Nationalheld Totò in der Hauptrolle der Komödie kämpft mit Hilfe von Schutzengeln und einer magischen Taube gegen gierige Spekulanten. Weil der Film ein Märchen ist, war er sehr erfolgreich.
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