Bloss nicht

Fettnäpfchen und Reinfälle vermeiden
Im Bus sein Geld zählenÜberall, wo es eng wird, etwa im Bahnhofsgedrängel oder auf Märkten, muss man mit Langfingern rechnen. Auch in Tram, Bus und Metro heißt es aufpassen. Also bitte nicht im Bus das Geld nachzählen und das Portemonnaie immer an einer sicher verschlossenen Stelle tragen.
Sich im Restaurant selbst an einen Tisch setzenBeim Betreten eines Restaurants oder auch einer Pizzeria ist es nicht üblich, selbst auf einen Tisch zuzusteuern. Man wartet auf den Kellner – aber natürlich darf man sich einen aussuchen.
Getrennt bezahlenItalienische Kellner und Gastbetriebe kennen die Sitte nicht (und haben auch wenig Verständnis dafür), dass bei einer Gruppe von Gästen jeder einzeln für sich bezahlt. Egal wie viel oder wie wenig jemand gegessen hat, am Ende wird die Rechnung ganz einfach durch die Zahl derer geteilt, mit denen man gemeinsam gegessen (oder getrunken) hat.
Samstags in der Innenstadt shoppenSamstagnachmittags scheint die ganze Lombardei nach Mailand zu strömen. Auf den Fußwegen schieben sich die Menschen, man kann sich keine Ware mehr in Ruhe angucken und vor jeder Kasse bilden sich Schlangen wie in der Opernpause vor der Damentoilette.
Wilde Taxis benutzenImmer wenn die Schlange am Taxistand beim Bahnhof oder am Flughafen besonders lang ist, bietet jemand gerade dir an, dich an den Wartenden vorbeizulotsen. Auch wenn die Herren Englisch sprechen und Namensschilder tragen: Steig bloß nicht ein! Der Preis wird mehr als doppelt so hoch wie der offizielle sein.

Was kostet wieviel?

Was?Wieviel €?
Espressoum 1,20 Euro für eine Tasse am Tresen
Weinab 7 Euro für ein Glas (0,2 l) offenen Wein
Imbiss6-8 Euro für ein belegtes panino
Ausstellungab 12 Euro für den Eintritt
Metro2,20 Euro für eine Fahrt
Schuheab 150 Euro für ein Paar hochwertige Lederschuhe

Feiertage

1. Januar

  • Neujahr (Capodanno)

6. Januar

  • Hl. Drei Könige (Epifania)

März/April

  • Ostermontag (Pasquetta)

25. April

  • Befreiung vom Faschismus (Liberazione)

1. Mai

  • Tag der Arbeit (Festa del Lavoro)

2. Juni

  • Tag der Republik (Giorno della Repubblica)

15. August

  • Mariä Himmelfahrt (Ferragosto)

4. Okt.

  • Tag des hl. Franz von Assisi (Festa di San Francesco)

1. November

  • Allerheiligen (Ognissanti)

7. Dezember

  • Tag des Stadtpatrons (Sant’Ambrogio)

8. Dezember

  • Mariä Empfängnis (Immacolata Concezione)

25. Dezember

  • Weihnachten (Natale)

26. Dezember

  • Zweiter Weihnachtstag (Santo Stefano)

Veranstaltungen

6. Januar

  • Umzug vom Dom nach Sant’Eustorgio, wo Reliquien der Heiligen Drei Könige aufbewahrt werden.

Januar, Februar, Juni, September

  • Die Modewochen Milano Moda Uomo und Milano Moda Donna finden ihren Höhepunkt mit den Defilees für die kommende Herren- bzw. Damenmode. cameramoda.it

Feburar

  • Der Carnevale Ambrosiano mit Umzügen, Kostümfesten und Straßenveranstaltungen folgt dem ambrosianischen Ritus und dauert vier Tage länger als gewöhnlich.

März

  • Blumenfest Tredesin de Marz am 13. März mit Blumenmarkt um Piazzale Lodi und Porta Romana in Erinnerung an die Ankunft des Christentums in Mailand.

  • Halbmarathon Stramilano mit 60 000 und mehr Teilnehmern. stramilano.it

März & Oktober

  • Giornate del FAI: Kirchen und Stadtpaläste, die sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, haben geöffnet. fondoambiente.it

April

  • Die Kunstmesse Miart zeigt Modernes und Zeitgenössisches, dazu viele Events in der ganzen Stadt. miart.it

  • Designer aus aller Welt kommen zur Möbelmesse Salone Internazionale del Mobile. Der gleichzeitige Fuorisalone, bei dem sich Events und Schauen von Designern über die ganze Stadt verteilen, zieht fast noch mehr Besucher an.

  • Start des Radklassikers Mailand–San Remo.

April & Oktober

  • Fiori & Sapori: bunter Blumen- und Kulinarienmarkt an den Kanalufern. navigliogrande.mi.it

Mai

  • Arte sul Naviglio: Künstler stellen ihre Werke am Ufer des Naviglio Grande und in den Galerien aus. naviglio grande.mi.it

  • Beim Klavierfestival Piano City Milano bringen Konzerte in Parks, Innenhöfen, Kreuzgängen, Palazzi und auf Industriegeländen und Bahnhöfen die Stadt zum Klingen. pianocitymila no.it

  • Jede Menge Klassik an spektakulären Orten gibts beim Festival Milano Musica. milanomusica.org

Juli/August

  • Während der Ferien organisiert die Stadt Freiluftveranstaltungen in Innenhöfen, auf Plätzen und in Parks.

September

  • MITO: ein Festival ungewöhnlicher Konzerte an ausgefallenen Orten. mi to settembremusica.it

  • Le Vie del Cinema: Einige Kinos zeigen alle Filme der Festspiele von Venedig, Locarno und Cannes. leviedelci nema.lombardiaspettacolo.com

  • Die Formel 1 fällt zum Großen Preis von Italien in Monza ein. monzanet.it Die Modemesse Milano Moda Donna hält die ganze Stadt in Atem.

Ende Oktober – Ende November

  • Das Festival Jazzmi versteht sich als Begegnungsort für unterschiedlichste Stile und Protagonisten. jazzmi.it

7. Dezember

  • Am Ambrosiustag eröffnet die Scala mit einer Galapremiere die Spielzeit, das Volk drängt sich um die Buden, die für das Fest Oh Bej oh Bej rund um Sant’Ambrogio aufgebaut sind.

Ankommen

Anreise

Zugverbindungen bestehen von München über den Brenner (mit EC, Umsteigen in Verona), eine direkte EC-Verbindung gibt es von Frankfurt. Günstige Preise gibt es mit dem Nightjet von Wien über Verona. bahn.de, oebb.at, sbb.ch, trenitalia.com

Mit Fernbussen geht es aus einem dichten Netz von Abfahrtsorten recht preiswert nach Mailand. flixbus.de

Mit dem Auto ist Mailand von München über die Brennerautobahn und Verona (585 km) oder (dann nicht durchgehend Autobahn) über Bregenz, Chur (Tunnel San Bernardino), Chiasso (490 km) zu erreichen. Von Basel geht es über Luzern (Gotthardtunnel) und Chiasso (350 km), von Wien über Villach (Tauerntunnel), Tarvis, Padua, Verona (820 km).

 Internationale Flüge landen meist auf dem Großflughafen Milano-Malpensa (MXP, milanomalpensa-airport.com) 50 km nordwestlich, gelegentlich wird auch Milano-Linate (LIN, milanolinateairport.com) angeflogen. Easyjet fliegt Malpensa an, Ryanair nutzt den kleinen Flughafen Orio al Serio (BGY, milanbergamo airport.it) bei Bergamo, Ita Airways fliegt u. a. von Düsseldorf nach Linate.

Malpensa ist durch Direktbusse (10 Euro, hin und zurück 16 Euro | terravision. eu, malpensashuttle.it) mit der Stazione Centrale, dem Piazzale Lotto und dem Messegelände verbunden. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde. Der Zug Malpensa-Express (15 Euro, hin und zurück 25 Euro | mal pensaexpress.it) fährt auf zwei Linien zum Hauptbahnhof (mit Halt an der Stazione Garibaldi) sowie zur Station Cadorna. Er verkehrt alle 30, in Spitzenzeiten alle 20 Minuten, Fahrzeit ca. 50 Minuten. Ab Linate pendelt der Linate-Shuttle (7 Euro, hin und zurück 12 Euro | milano-aeroporti.it), der den Flughafen in ca. 25 Minuten mit der Stazione Centrale verbindet. Schnell (gut 20 Minuten bis San Babila), bequem und billiger (2,20 Euro) geht es mit der Metro 4 in die City. Mit dem Taxi kostet die Fahrt von Malpensa gut 110 Euro, Fahrzeit gut 1¼ Std., von Linate ab 40 Euro, Fahrzeit ca. 30 Min. Busse vom und zum Flughafen Orio al Serio brauchen knapp eine Stunde und kosten bei Onlinebuchung 10 Euro (orioshuttle.com, autostradale.it). Das Taxi braucht für die Strecke bei flüssigem Verkehr ca. 45 Minuten und kostet etwa 115 Euro.

Klima & Reisezeit

Das Klima ist kontinental, d.h. im Winter kann es ziemlich (feucht-)kalt und im Sommer sehr heiß und oft auch schwül (Mücken!) werden. Auch der Regenschirm darf nicht fehlen. Mailand ist ein Ganzjahresziel, besonders natürlich während der Mode- bzw. Designwochen (Messetermine: fieramilano.it). Im August ist die Stadt recht ausgestorben, was durchaus seine Reize haben kann.

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Waren für den privaten Verbrauch frei ein- und ausgeführt werden. Richtwerte hierfür sind u. a. 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen. Für Schweizer gelten erheblich geringere Freimengen. zoll.de, bmf.gv.at, bazg.admin.ch

Weiterkommen

Auto

Viele italienische Städte haben Umweltzonen mit Zufahrtsbeschränkungen eingerichtet – so auch Mailand. Je weiter du ins Stadtinnere vorstößt, umso komplizierter wird es. Hier unterscheidet man zwei Zonen – die Area B, den äußeren Ring der Innenstadt, und die Area C, die historische Altstadt. An den Grenzen beider Bereiche werden alle Nummernschilder von Videokameras erfasst. Einen Überblick über Lage und Grenzen der Zonen kannst du dir z. B. auf drive2.city/milan verschaffen, ausführliche Infos, auch auf Deutsch oder Englisch, außerdem auf short.travel/mai4.

Die Beschränkungen für beide Zonen gelten nur montags bis freitags von 7.30 bis 19.30 Uhr. Willst du in dieser Zeit mit dem Auto in die Area B fahren, muss das Fahrzeug Mindeststandards erfüllen, die regelmäßig höhergeschraubt werden. Komplizierter wird es, wenn du in die Area C willst. Auch hier müssen Mindeststandards (Verschärfung ab Oktober 2027) erfüllt werden, aber zusätzlich brauchst du ein Tagesticket (7,50 Euro, E-Fahrzeuge kostenlos). Du bekommst es online auf comune.milano.it/servizi/acquistail-ticket, eine Bestätigung erhältst du per Mail. Vor der Einfahrt muss das Ticket auf comune.milano.it/servizi/attiva-il-ticket aktiviert werden: Wähl oben rechts bei der Sprachauswahl Deutsch, folg den Anweisungen und gib schließlich den PIN-Code ein, den du in deiner Bestätigungsmail findest. Wenn du die Aktivierung vor der Einfahrt vergessen hast, kannst du die Prozedur noch bis Mitternacht des Folgetags nachholen.

Das ist dir alles zu kompliziert? Dann lass dein Auto am besten auf einem der großen, bewachten P-+-R-Parkplätze stehen, die ans Metronetz angebunden sind. Dort parkst du für kleines Geld und kommst mit der Metro bequem in die City. Von Norden kommend, liegt der Parkplatz Lampugnano an der Metrolinie 1 günstig. Eine Übersicht über alle an den Nahverkehr angebundenen Parkplätze mit Preisen und Öffnungszeiten findest du auf short.travel/mai9.In der City stellt man das Auto am besten in einem der Parkhäuser ab: parclick.de/ parking-mailand.

Außerhalb geschlossener Ortschaften ist auch tagsüber Abblendlicht vorgeschrieben. Bei Pannen auf Schnellstraßen und Autobahnen ist beim Verlassen des Fahrzeugs das Tragen einer Warnweste Pflicht. Höchstgeschwindigkeit: auf Autobahnen 130, auf Schnellstraßen 110, auf Landstraßen, wenn nicht anders ausgeschildert, 90 km/h, im Ortsverkehr 50 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5.Bußgelder in Italien sind hoch und die Polizei ist unter gewissen Umständen sogar berechtigt, den Führerschein einzubehalten. Bußgeldbescheide werden an die Heimatadresse nachgeschickt.

Fahrräder

Die Stadt durchzieht ein Netz an Radwegen und überall gibt es Mieträder. Für die Räder von Bike Mi (bikemi. com) muss man sich online oder an einem ATM-Schalter an den Bahnhöfen Centrale, Cadorna, U-Bahn Duomo, Garibaldi, Loreto anmelden. Routen kalkuliert man – auch auf Englisch – mit bikedistrict.org.

Mietwagen

An den drei Flughäfen haben zahlreiche Vermietungen ihre Niederlassungen, ebenso um den Hauptbahnhof. Die besten Preise (einen Fiat 500 gibt es schon ab 15 Euro pro Tag) findet man über Portale im Internet.

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Einzelfahrschein (biglietto ordinario) kostet im Stadtgebiet 2,20 Euro und ist ab der Entwertung 90 Minuten gültig, wobei Tram und Busse beliebig oft in alle Richtungen benutzt werden dürfen, die Metro allerdings nur für eine Fahrt (Umsteigen möglich). Wer also nach einer Bus- oder Tramfahrt innerhalb der 90 Minuten die Metro benutzen möchte, muss den Fahrschein am Metroeingang erneut entwerten. Man bekommt das Ticket bei Kiosken, Tabakläden und an Automaten in den Metrostationen sowie in den ATM-Servicecentern in den Stadtbahnhöfen (Centrale, Cadorna, Garibaldi, U-Bahn Duomo, Loreto). Eine 24-Stunden-Karte (biglietto giornaliero) für alle Verkehrsmittel kostet nur 7,60 Euro, für 72 Stunden 15,50 Euro. Informationen auf der Website der Verkehrsbetriebe (atm.it) und bei den ATM-Points (Mo–Sa 7.45–20 Uhr) an den großen Metrostationen. Hier erfährt man auch, welche Busse die ganze Nacht über fahren. Von der Website lässt sich die App (auch auf Englisch) herunterladen, mit der man sich seine Verbindungen heraussuchen kann, mit der App Citymapper (citymapper.com/mi lano) kannst du dir – auch auf Deutsch – jede gewünschte Metro-, Bus- und Tramverbindung zusammenstellen. Es gibt fünf U-Bahn-Linien, die City und Außenbezirke in kurzem Takt verbinden. Einige S-Bahn-Linien, die das weitläufige Stadtgebiet erschließen, ergänzen das U-Bahn-Netz.

Täglich starten Busse am Hauptbahnhof bzw. am Largo Cairoli zu den großen Fashion-Outlets in der näheren und weiteren Umgebung (Infos auf zaniviaggi.com, Reiter „Shopping Tours“). Busse ins Umland, in andere italienische Städte und ins Ausland starten am Busterminal an der Metrostation Lampugnano (Metro 1 | Fahrpläne: autostradale.com). Regionalzüge (trenord.it) verbinden die Orte in der Lombardei untereinander.

Taxi

Die Mailänder Taxis sind weiß. Der Starttarif beträgt 4,10 Euro (nachts 7,90 Euro, sonn- und feiertags 6,60 Euro), der Kilometerpreis 1,32 Euro mit Aufpreis bei Taxiruf, nach 22 Uhr, sonnund feiertags und für Großgepäck. Taxiruf: Tel. 02 85 85, 02 69 69, 02 53 53

Gepäckaufbewahrung

Hast du am Abreisetag noch Zeit für einen Streifzug durch die City? Fast überall in der Innenstadt findest du depositi: Hotels, Restaurants und Shops, die Koffer & Co. gegen Gebühr sicher verwahren. Adressen zertifizierter depositi findest du z.B. auf radicalstorage.com.

Vor Ort

Auskunft vor Ort

Infomilano (tgl. 10–18 Uhr | Piazza Duomo 14 | Tel. 02 88 45 55 55 | turismo.milano.it) nennt sich die Touristeninformation am Domplatz. Einen guten Überblick über Veranstaltungen geben die Websites yesmilano.it, milano24ore.de und myguidemilan.com. Jeden Mittwoch liegt der Mailänder Tageszeitung Il Corriere della Sera das Veranstaltungsheft Vivi Milano bei.

Das Portal in-lombardia.it deckt die gesamte Region ab, auch auf Deutsch; die kostenlose App #in Lombardia Pass begleitet dich auf der Reise mit nützlichen Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und Naturerlebnissen.

Internet & WLAN

Auf short.travel/mai10 findest du alle Infos zum Gratis-WLAN-Netz der Stadt.

Yes Milano Pass & Milano Card

Für Touristen gibt es den Yes Milano Pass (citypass.yesmilano.it), eine App in den Varianten Standard (60 Euro) und All inclusive (90 Euro); beide gelten drei Tage lang. Damit kannst du unbegrenzt die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, bekommst Eintrittskarten für 8 bzw. 16 Hauptattraktionen der Stadt und kannst eine Priority- Spur am Ticketschalter nutzen. Der Kauf lohnt sich allerdings nur, wenn man wirklich den gesamten Sightseeing- Marathon absolviert.

Angeboten wird auch die Milano Card für einen oder mehrere Tage, wahlweise in Kombination mit einem Ticket für den Transfer zu einem der Mailänder Flughäfen. Dieser Reiseführer rät aufgrund mehrerer Leserzuschriften über Nichterhalt der Card trotz Vorkasse insbesondere vom Onlinekauf der Milano Card ab. Die Ersparnisse, die sie bringt, sind ohnehin minimal – daran ändern auch ein inkludierter 5-Euro-Taxigutschein und ein Freigetränk nichts.

Post

Briefmarken bekommst du außer bei der Post auch in vielen Tabakgeschäften.

Stadttouren

Natürlich gibt es die üblichen Busrundfahrten nach dem Hop-on-hopoff- Prinzip (milanopentour.com, citysightseeing.it). Aber viel spannender sind andere, spezialisierte Angebote. Flyer in der Touristeninformation bewerben jede Menge interessanter Touren. Auch auf den Websites with locals.com, milano24ore.de, getyourguide.de oder likealocalguide.com finden sich viele Stadtspaziergänge zu allen erdenklichen Themen. Geführte Touren auf Italienisch oder Englisch zu Kunst und Geschichtsthemen kann man sich individuell von Milano Arte (milanoarte.net) organisieren lassen. Fahrradtouren bietet bikethecity.it an. Auf eigene Faust und für nur 2,20 Euro erkundest du die Stadt mit der Straßenbahn: Viele der Innenstadtlinien fahren noch mit den alten Tramwagen von 1930, z. B. die Linie 10.Mit einer Kombination der Linien 9 und 10 (Einstieg in die 9 an der Stazione Centrale und Umstieg auf die 10 an der Stazione Porta Genova) kann man die gesamte Innenstadt einmal umrunden.

Telefon & Handy

Vorwahl Italien: 0039, dann die vollständige Telefonnummer (mit der Null am Anfang!) im Festnetz bzw. die Handynummer (immer ohne Null). Innerhalb Italiens gibt es keine Vorwahlen. Vorwahl von Italien nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041.

Trinkgeld

Faustregel: fünf bis zehn Prozent, wenn du zufrieden warst. Im Lokal lässt man das Trinkgeld auf dem Tisch liegen, nachdem man das Wechselgeld erhalten hat.

Notfälle und Sicherheit

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Generalkonsulat

Via Solferino 40 | Tel. 02 62 31 10 10, Notfallnummer 06 49 21 31 | italien.diplo.de

Österreichisches Generalkonsulat 

Corso di Porta Romana 68 | Tel. 0 27 78 07 80 | aussenministerium.at/mailandgk

Schweizer Generalkonsulat

Via Palestro 2 | Tel. 0 27 77 91 61 | eda.admin.ch

Gesundheit

In Notfällen wendest du dich an die Ambulanzen der Krankenhäuser. Im Zentrum gibt es z. B. das Ospedale Fatebenefratelli (Piazzale Principessa Clotilde 3) oder das Ospedale Maggiore Policlinico (Via San Barnaba 8). Du solltest die Europäische Krankenversichertenkarte EHIC dabeihaben (Rückseite der Versichertenkarte). Ärztliche Notrufe (guardia medica, pronto soccorso): Tel. 8 00 19 33 44 oder 1 18.

Notruf

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst Tel. 1 12.Den Pannendienst des Italienischen Automobilclubs ACI erreicht man über Tel. 80 31 16 (mit italienischem Handy) bzw. 8 00 11 68 00 (vom ausländischen Handy).

Sonstige Hinweise

Museen

Die Eintrittspreise der Museen sind sehr unterschiedlich, sie beginnen bei 5 Euro für das Museo del Novecento und klettern bis auf 17 Euro für die Pinacoteca Ambrosiana. Die meisten Museen bieten einen Preisnachlass für Besucher unter 25 und über 65 Jahren. Die Museen des Castello Sforzesco, die Galleria d’Arte Moderna, das Aquarium und das Museo Civico di Storia Naturale gewähren am ersten und dritten Dienstag des Monats ab 14 Uhr freien Eintritt, viele weitere am ersten Sonntag im Monat.

Am Montag sind viele Museen geschlossen. Unerlässlich ist die frühzeitige Reservierung für die Besichtigung des „Abendmahl“-Freskos von Leonardo. Auch für den Aufstieg aufs Domdach empfiehlt sich eine Reservierung und ebenso für die Besichtigung der Camera degli Sposi im Herzogspalast in Mantua. Um Wartezeiten zu vermeiden, lohnt es sich generell, vor dem Besuch auf der Website zu checken, ob mit Reservierung schneller Einlass angeboten wird.

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