Ist erwähnt in Reiseführer:
Kleine Buchten, steile Felsen, lange Sandstrände und glasklares Meer neben teils rauen, teils dicht bewaldeten Gebirgen: Dieser Kontrast zwischen mare und monti, dazu die vielerorts höchst präsente Geschichte im Mix mit lebendigen Traditionen und nicht zuletzt eine deftige Landküche versprechen eine erlebnisreiche Reise in die italienische Stiefelspitze.
Berge und Meer
Die meisten denken bei Kalabrien erst mal an strahlend blauen Himmel, Sonnenschein und türkisblau glitzerndes Meer. Natürlich lädt die 780 km lange Küste zu entspannten Strandtagen ein, ob in einer der versteckten Buchten zwischen imposanten Felsformationen am Tyrrhenischen Meer oder an den ausgedehnten Küstenstreifen auf der ionischen Seite. Besonders charmant ist die reich gegliederte tyrrhenische Steilküste bei Tropea mit den spektakulären Buchten am Capo Vaticano. Nachts herrscht hier fast Caprifischeridylle, wenn die Laternen der Fischerboote vor der Küste blinken. Schwertfischkutter mit 20 m hohen Ausguckmasten kreuzen vor dem romantischen Hafenstädtchen Scilla an der Costa Viola. Für ideale Wassersportbedingungen bis in den Spätherbst sind die Badeorte der flacheren ionischen Küste bekannt. Und die roten Sandsteinküsten der Riserva Marina am Capo Rizzuto bei Crotone sind ein Paradies für Schnorchler. Dazwischen erheben sich jedoch auch die letzten Ausläufer des Apennin; im Norden begrenzt das Pollinogebirge mit seinem höchsten Berg, dem Serra Dolcedorme (2267 m), die Region auf natürliche Weise. Im Süden trennt die Straße von Messina Kalabrien von Sizilien.
Sportlich von oben bis unten
Essen und Kochen hat – wie überall in Italien – einen hohen Stellenwert. Kalabriens Küche ist deftig und naturnah: Am besten kommt alles frisch auf den Tisch bzw. in den Topf, egal ob aus dem Meer, Wald oder Garten. Viele Gerichte werden durch die Zugabe des peperoncino, der scharfen Chilischote, aufgepeppt; ihr kräftiges Rot leuchtet dir von so mancher Häuserwand entgegen. Besteht einmal die Möglichkeit, bei einer kalabrischen Familie zu essen, wunder dich nicht über die Menge, denn Kalabrier sind stolz und zeigen gern, was sie haben und was sie können, vor allem in Bezug auf Essen. Zur Verbrennung der Kalorien bieten sich im Anschluss viele Möglichkeiten. Aktivurlauber finden in Kalabrien ein Paradies: An der langen Küstenlinie hast du die Qual der Wahl zwischen Segeln, (Kite-)Surfen, Schnorcheln, Tauchen und mehr. Das Landesinnere besteht zu neun Zehnteln aus Hügeln und Gebirge: dichte Wälder, Weiden, in der Sila auch große Stauseen und im kargen Süden spektakuläre Aussichten zum Ätna. Die drei Nationalparks Pollino, Sila und Aspromonte lassen sich wunderbar zu Fuß, Pferd oder mit dem Mountainbike erkunden. Einige Wanderwege sind mittlerweile gut markiert, manche sogar für Mehrtagestouren ausgelegt wie der „Kalabria Coast to Coast“, bei dem man von der ionischen Küste zur tyrrhenischen wandert. Die Gebirge sind zudem von vielen Bach- und Flussläufen durchzogen, die zum Watertrekking oder auch zu wilden Raftingtouren einladen.
Geschichte
8.Jh. v. Chr.
Beginn der griechischen Kolonisation
1.Jh. v. Chr.
Kalabrien und die Basilikata bilden die römische Region Lucania et Brutii
410
Nach der Plünderung Roms stirbt Alarich, König der Westgoten, in Cosenza
533
Kalabrien wird byzantinisch
11.Jh.
Normannen erobern Kalabrien
ab 1442
Herrschaft des spanischen Königshauses Aragón über Süditalien
1734–1861
Herrschaft der Bourbonen
1860–70
Giuseppe Garibaldi vertreibt die Bourbonen. Brigantenund Bauernaufstände
1922–43
Diktatur von Benito Mussolini
ab 1950
Halbherzige Industrialisierungs- und Infrastrukturmaßnahmen
2014
Papst Franziskus exkommuniziert bei seinem ersten Kalabrienbesuch Mitglieder der Mafia
2023
Nun ist es beschlossen: Die Brücke nach Sizilien wird gebaut; geplante Eröffnung 2032
Dorf und Großstadt, Tradition und Moderne
Serpentinenstraßen voller Schlaglöcher winden sich entlang riesiger Fiumare – so heißen die sommertrockenen, in ihrem Unterlauf oft kilometerbreiten Schotterflussbetten – zu halb verlassenen Bergdörfern, in denen teils eine gespenstische Stille herrscht und die kurz darauf wieder entzückend sind, wenn du durch die engen Gassen spazierst und auf die meist älteren Bewohner triffst, die vor ihren Häusern sitzen und Neuigkeiten austauschen (Frauen) bzw. Karten spielen (Männer). Die Jüngeren zieht es meist in die Städte oder gleich ganz weg aus Kalabrien. Es ist die ärmste Region Italiens, sodass diese Entscheidung absolut nachvollziehbar ist. Auf junge Familien trifft man daher eher in den Küstenorten bzw. in den drei Großstädten Cosenza, Reggio und Catanzaro. Alle drei sind ebenso chaotisch, vor allem im Hinblick auf den Straßenverkehr, wie jede auf ihre Art liebenswert: Reggio erwartet dich mit den Bronzi di Riace, den zwei schönsten Männern Italiens, Catanzaro ist seit 1970 Hauptstadt der Region und Cosenza überzeugt mit seiner tollen Altstadt und der alles überragenden Burg.
Einflüße von überall
Die ersten Beweise für eine Besiedlung schon um 9000 v. Chr. liefert die steinzeitliche Felszeichnung eines Auerochsen in der Grotta del Romito. Später waren einige Gebiete Kalabriens Teil der Magna Graecia, anschließend wurde die Region eine römische Provinz. Im Lauf der Jahrhunderte setzten jedoch auch Sarazenen, Byzantiner, Normannen, Anjou, Aragonesen und Bourbonen ihren Fuß auf die Stiefelspitze. Im 15.Jh. siedelten sich vor allem im Pollino aus ihrer Heimat geflüchtete Albaner an, die ihre Bräuche und Sprache bis heute erhalten haben. All diese Kulturen haben ihren Einfluss hinterlassen, du merkst es an den Menschen, an ihren Traditionen und natürlich an den vielen Fundstücken und Bauwerken, die man heute bewundern kann: die Ausgrabungen in Sibari, der Purpurkodex von Rossano, normannisch-staufische Burgen und Kirchen. Eine Reise durch Kalabrien ist also überaus spannend und abwechslungsreich, wenn du dich auf die Region einlässt – denn die Stiefelspitze will erlebt und entdeckt werden.
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