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Wunderbare Kunststädte, faszinierende Naturkulissen und eine Esskultur vom Feinsten: Das Bel Paese hat einfach alles! Seine Küste lockt mit traumhaften Stränden und im Landesinneren sorgt der Apennin für die passende Bergkulisse. Diese landschaftliche Vielfalt und sein großer kultureller Reichtum machen Italien schon seit Jahrhunderten zum Sehnsuchtsziel.
Einmal in Italien angekommen, gehört der erste Gang auf die Piazza: Empfangssalon, Mittelpunkt urbanen Lebens, Bühne für die Italiener. Setz dich dort in das Café mit dem besten Überblick, bestell einen Espresso oder einen Campari und schau ganz einfach den Italienern zu: Dort sieht man ein paar ältere Herren stehen und heftig über Gott und die Welt (und den Fußball) diskutieren. Elegante signore flanieren über die Piazza und führen ihre neuesten Kleider vor – bella figura in der Öffentlichkeit zu machen hat einen hohen Stellenwert in Italien.
Gruppen von Jugendlichen ziehen vorbei, lebhaft gestikulierend, alle modisch gestylt und mit dem allgegenwärtigen telefonino in der Hand. Abends treffen sie sich zum Aperitif in den Bars, im Sommer in den Strandbädern, die sich bei Sonnenuntergang in Loungebars oder Open-Air- Discos verwandeln.
Geschichte
Ab 1000 v. Chr.
Hoch entwickelte Kunst und Technik der Etrusker
8.–5.Jh. v. Chr.
Griechen gründen über 40 Städte in Süditalien
4.–1.Jh. v. Chr.
Rom herrscht in ganz Italien und im Mittelmeerraum
5.Jh.
Germanen, Langobarden, Vandalen und Hunnen dringen nach Italien ein
11.Jh.
Die Normannen erobern Kampanien, Apulien, Sizilien
15./16.Jh.
Während der Renaissance entstehen großartige Kunstwerke
1848–1871
Italien vereint sich im Risorgimento zum Nationalstaat
1915
Italien tritt gegen Österreich und Deutschland in den Ersten Weltkrieg ein
1922–1943
Faschistische Diktatur unter Benito Mussolini
1946
Italien wird Republik
1970–1989
„Bleierne Jahre“ mit links- und rechtsextremem Terror
2020/2021
Italien wird besonders hart von der Coronapandemie getroffen. Ex-EZB-Chef Mario Draghi wird Ministerpräsident
Als Reiseziel hat Italien eine lange Tradition und lockt mit einer großen Auswahl an Unterkünften. In Küstenorten und in den mittelalterlichen Städtchen gibt es locande, kleine, individuell geführte und hübsch hergerichtete Gasthäuser. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich sogenannte alberghi diffusi, über charmante Ortskerne verteilte Hotelzimmer, in denen man sich wie ein Teilzeit-Einheimischer fühlt.In den großen Städten hat man die Wahl zwischen charmanten Boutiquehotels, schicken Designhotels oder sorgfältig zurechtgemachten B-&-B-Zimmern, oft in schön restaurierten Altstadthäusern. Auf dem Land kann man in agriturismi authentische Traditionen und gute lokale Küche genießen. Dabei handelt es sich um Ferienbauernhöfe, Weingüter oder Olivenölhersteller, die Gästezimmer oder Ferienwohnungen anbieten.
Herausgeputzte Städte und ursprüngliche Nationalparks
Vor allem in Großstädten wird viel restauriert und modernisiert. Immer wieder kommt auch Neues hinzu: etwa in Rom und Venedig zeitgenössische Kunstaktionen und supermoderne Museen, in Neapel einzigartige Kunst-U-Bahn-Stationen. Mit der Pflege der historischen Stadtzentren kontrastiert die manchmal bedrückende Zersiedelung an der Peripherie. Zum Glück finden stressgeplagte Städter Abwechslung in weitläufigen Naturschutzgebieten, von denen die ersten schon Anfang des 20.Jhs. eingerichtet wurden. Zu den reizvollsten zählen der Parco Nazionale d’Abruzzo, Lazio e Molise mit Wölfen und Bären im Süden Italiens und der alpine Nationalpark Gran Paradiso im Aostatal.
Es gibt viele Gründe, warum man immer wieder gerne nach Italien fährt: der Schiefe Turm von Pisa, ein schimmernder Olivenhain, Michelangelos David, wildromantische Küsten wie die Cinque Terre oder die Costiera Amalfitana … Die Italiener sind bekannt als freundliche, kinderliebe und offene Menschen, auch wenn ihr Leben beim näheren Hinschauen beileibe nichts „Süßes“ hat und sie – von wegen Dolce Vita! – im statistischen Vergleich tatsächlich tatsächlich mehr als Deutsche oder Franzosen arbeiten.
Abwechslungsreiche Natur von Südtirol bis zur Stiefelspitze
Italien ist vornehmlich ein Bergland, in dem fast 60 Mio. Menschen Platz finden müssen. Im Norden hat das Land noch wesentlichen Anteil an den Alpen, an die sich die Poebene anschließt. Italienreisende durchqueren sie normalerweise eilig, entspricht sie doch platt, schwül und mückengeplagt so gar nicht einer typisch italienischen Landschaft. Dabei birgt sie sehenswerte Städte wie Parma, Mantua, Ferrara, dazu eine von Pappelzeilen und Deichen strukturierte Flusslandschaft längs des Pos mit zahlreichen Vogelarten, ideal zum Radfahren. Klimatisch wird der Norden Italiens kontinental beeinflusst, das heißt, in Turin und Mailand ist es im Winter oft genauso kalt wie in Berlin oder Wien. Berühmt sind die milden Winter an der ligurischen Blumenriviera im Schutz des Apennins, der sich über 1200 km lang bis an die Südspitze Kalabriens zieht. Während es etwa in den Hügeln der Toskana im Sommer sehr heiß werden kann, ist das Klima an der Küste gemäßigter. Kampanien heißt seine Besucher mit einem noch tätigen Vulkan willkommen, dem Vesuv am Golf von Neapel. Südlich des seit Jahren touristisch boomenden Neapels beginnt dann die traumhafte Costiera Amalfitana mit einer der berühmtesten Küstenstraßen der Welt. Kilometerlange Sandstrände schließen sich ihr im ursprünglichen Cilento an. Dort wie auch am touristisch weniger erschlossenen Stiefelabsatz locken kristallklares Meer und bergiges, waldreiches Hinterland vor allem Natur- und Strandfans. Zu den beliebtesten Badeorten in Kalabrien gehört das malerisch gelegene Tropea. Mit der großartigen Barockstadt Lecce und der herrlichen Gargano-Halbinsel, die wie ein Stiefelsporn in die Adria ragt, begeistert Apulien. Ganz Italien hat eine Fläche von rund 300 000 km2 und eine rund 7500 km lange Küste, von der die Hälfte auf die Inseln entfällt.
Zeitreise durch die Geschichte
Der landschaftlichen Vielfalt entspricht die Vielschichtigkeit der historischen Vergangenheit. So hat jede Stadt, jede Provinz, jede Insel ihre eigene Geschichte. Etrusker und Griechen waren die Ersten, die Kultur und Geschichte Italiens nachhaltig prägten. Die handwerklich hoch entwickelten Etrusker siedelten vornehmlich im Latium, in der Toskana und der Poebene. Dank ihres verblüffend heiteren Totenkults sind in ihren Gräberstädten, den Nekropolen, zahlreiche Zeugnisse ihrer ausdrucksvollen Kunst erhalten geblieben. In Süditalien wurden hingegen viele Städte von griechischen Siedlern gegründet.
Im Lauf des 4.und 3.Jhs. v. Chr. unterwarf Rom ganz Italien und baute in den nächsten Jahrhunderten ein gewaltiges Imperium im Mittelmeerraum, in Kleinasien und Europa auf. Imposante Bauten wie das Kolosseum oder die Arena in Verona zeugen noch heute vom Repräsentationswillen dieser einstigen Weltmacht, die tiefe Spuren in der Kultur Europas hinterließ.
Der Untergang des Römischen Imperiums dauerte Jahrhunderte. Schon bedroht von den Alemannen, Franken und Goten, Hunnen und Germanen, teilte es sich noch in ein west- und ein oströmisches Reich, Letzteres mit der byzantinischen Hauptstadt Konstantinopel. Nachdem das Imperium zugrunde gegangen war, löste sich der römische Zentralismus auf und es entstanden kleine Herzogtümer, Stadt- und Seerepubliken. Später, im Mittelalter beherrschten Araber, Normannen und die Staufer Süditalien, wovon vor allem in Apulien eindrucksvolle Architektur erzählt.
Im 14./15.Jh. entwickelten sich lokale Fürstentümer mit mächtigen Familien wie vor allem den Medici in der Toskana: Neben der Kirche wurden sie zu den großen Kunstmäzenen, die die italienische Renaissance entstehen ließen. Ihre Kunst und Kultur wurde für ganz Europa zum Maßstab – es war die Zeit einzigartiger Künstlergenies wie Leonardo da Vinci oder Michelangelo. Die katholische Gegenreformation brachte die Entstehung des Barocks mit sich, das vor allem in Rom und in Neapel zu bewundern ist. In den folgenden Jahrhunderten kämpften die europäischen Großmächte um die Vormachtstellung auf dem Stiefel, was 1861 mit der Bildung des italienischen Nationalstaats endete.
Dieser reichen Geschichte sind die Unmengen an Kunstschätzen auf italienischem Boden zu verdanken. Ganz vorne in der Beliebtheitsskala von Italienbesuchern stehen das Kolosseum, die Ausgrabungen von Pompeji und die Uffizien in Florenz. Viele Städte haben Citycards eingeführt, die vergünstigten Eintritt zu Sehenswürdigkeiten und in Museen gewähren sowie zum Teil auch die kostenlose Nutzung des ÖPNV erlauben. Am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt in staatliche Museen und Ausgrabungen kostenlos, für EU-Bürger unter 18 Jahren sind sie sogar immer gratis, junge Leute bis 25 zahlen nur den halben Preis.
Benvenuti im Königreich der Genüsse
Doch Italien ist bekanntlich nicht nur hohe Kunst, sondern auch das Land der Genüsse. Die italienische Küche gilt als eine der besten der Welt – und sie ist eine der wichtigsten Säulen der nationalen Kultur. In letzter Zeit kehren immer mehr engagierte Köche mit viel Liebe zu regionalen Spezialitäten zurück. Bioanbau, Bioläden und Bauernmärkte auch in den Städten unterstützen diese Tendenz. Das größte Verdienst kommt der italienischen Slow-Food-Bewegung zu, die sich international erfolgreich für den Erhalt lokaler Produkte, kulinarischer Traditionen und umweltbewusster Nahrungsherstellung einsetzt.
Stadt, Land oder lieber Strand?
Egal ob Thermalwellness, Wandern, Skifahren, Bade- oder Kulturreisen: In Italien scheint sich beinahe jeder Urlaubswunsch zu erfüllen. Sportfans finden in den Bergen und am Meer ihre Spielwiesen, angefangen beim Klettern in Alpen und Apennin übers Biken und Surfen bis zum Raften auf wilden Bergbächen. Schön gelegene Bauernhöfe bieten Ferienunterkünfte an, oft mit Reitpferden, Pool und Gästefahrrädern sowie Produkten vom eigenen Hof. Agriturismo nennt sich dieses ländlich-geruhsame Kontrastprogramm zur geballten Fülle der Sehenswürdigkeiten – und es erfreut sich wachsender Beliebtheit. So stehen die Zeichen für eine spannende Italienreise besser denn je, mit gut erhaltenen Altstadtkernen, wachsender Landschaftspflege und einer endlos erscheinenden Meeresküste.
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